Bourgaltroff
Bourgaltroff | ||
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![]() | ||
Staat | Frankreich![]() | |
Region | Grand Est | |
Département (Nr.) | Moselle (57) | |
Arrondissement | Sarrebourg-Château-Salins | |
Kanton | Le Saulnois | |
Gemeindeverband | Saulnois | |
Koordinaten | 48° 52′ N,6° 46′ O48.8686111111116.7588888888889Koordinaten:48° 52′ N,6° 46′ O | |
Höhe | 217–312 m | |
Fläche | 9,75 km² | |
Einwohner | 226(1. Januar 2022) | |
Bevölkerungsdichte | 23 Einw./km² | |
Postleitzahl | 57260 | |
INSEE-Code | 57098 |
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Bourgaltroff (deutschBurgaltdorf) ist einefranzösischeGemeinde mit 226 Einwohnern (Stand 1. Januar 2022) imDépartement Moselle in derRegionGrand Est (bis 2015Lothringen). Sie gehört zumKommunalverbandSaulnois.
Geographie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Bourgaltroff liegt imSaulnois (Salzgau), 76 Kilometer nordwestlich vonStraßburg, 26 Kilometer nordwestlich vonSarrebourg (Saarburg) und sieben Kilometer nordöstlich vonDieuze (Duß), zwischen den NachbargemeindenGuébling (Gebling) im Südwesten undMarimont-lès-Bénestroff (Morsberg) im Nordosten.[1] Der Weiler Bédestroff (Beidersdorf) gehört zur Gemeinde und liegt östlich des Ortskerns.
Geschichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Überlieferte Ortsbezeichnungen sindBurigaltorff (1301) undAltorff près de Wergaville,Buraltorff (1525).[2] In einer Urkunde aus demDeutschen Bauernkrieg (1524–1526) von 1525 wurde der Ort alsBurgk-et-Alstroff bezeichnet. Der zugehörige Weiler Beidersdorf wurde alsBederstorff 1310 erstmals urkundlich erwähnt.[3]
Die Ortschaft gehörte demBistum Metz. Ab dem 8. Jahrhundert unterstand die örtlichePfarrei derAbtei Sankt Peter und Paul inWissembourg (Weißenburg).Burg und Herrschaft gehörten zurGrafschaft Zweibrücken. Es soll hier einst einTemplerhaus im Norden des Dorfs vorcoté boisée du Bénespère gestanden haben.[4] Jedenfalls gab es hier einmal ein Schloss.[2] 1556 war ein GrafFugger Herr des Orts.[4]
1793 erhielt die Ortschaft alsBourgaltroff et Biderstroff im Zuge derFranzösischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 alsBourg-Altroff das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Es gehörte von 1801 bis 1871 zum früherenDépartement Meurthe.
Durch denFrankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland. Das Dorf wurde demKreis Château-Salins im neu gegründeten Departement Mosel,Bezirk Lothringen, imReichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Wein-, Obst- und Gemüsebau. Nach demErsten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen desVersailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Die Verwaltungseinheit Departement Mosel blieb erhalten, wurde jedoch in Département Moselle umbenannt.[5] ImZweiten Weltkrieg war die Region von der deutschenWehrmacht besetzt.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2019 |
Einwohner | 246 | 251 | 207 | 226 | 238 | 239 | 280 | 239 |
Wappen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]DasWappen der Gemeinde ist auf der rechten Hälfte rot und zeigt einen rechten Arm mit blauem Ärmel, der aus einer silbernen Wolke kommt. Der Arm hält ein silbernes Schwert mit goldenem Knauf, über dem zwei goldene Kieselsteine schweben. Diese Hälfte entspricht dem Wappen des Bistums Metz. Die linke Hälfte ist golden und zeigt einen roten Löwen. Der Löwe stammt vom Wappen der Grafschaft Zweibrücken.[6]
Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Georg Lang:Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 179 (books.google.de).
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Bourgaltroff auf info-mairie.com (französisch) Abgerufen am 8. März 2024.
- ↑abFranz Xaver Kraus:Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 48 (books.google.de).
- ↑Henri Lepage:Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.):Dictionnaire topographique de la France. 6. Auflage.Band 14,Nr. 18. Imprimerie impériale, Paris 1862,S. 13+21 (französisch,in Google Books [abgerufen am 24. März 2010]).
- ↑abEugen H. Th. Huhn:Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 509 (books.google.de).
- ↑Bourgaltroff auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 24. März 2010.
- ↑Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch) Abgerufen am 24. März 2010.