DerBoavista Futebol Clube, kurzBoavista FC und im deutschen Sprachraum bekannt alsBoavista Porto, ist einFußballverein, dessen Team in der zweitenportugiesischen Fußballliga spielt. Er wurde1903 gegründet und ist inBoavista, einem Stadtteil vonPorto, beheimatet. Boavista gehört zu den erfolgreicheren Mannschaften Portugals.
Das Heimstadion heißtEstádio do Bessa Século. XXI. Dieses fasst knapp 30.000 Zuschauer und war Austragungsort derFußball-Europameisterschaft 2004. Die Vereinsfarben sind Schwarz und Weiß, die bei den traditionellen Trikots imSchachbrettmuster angeordnet sind, eineReminiszenz an dieSchachabteilung.
Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte feierte Boavista Porto 2001 mit der portugiesischen Meisterschaft in derSaison 2000/01.
Dadurch spielte Boavista in der Folgesaison in derUEFA Champions League. Dort wurden sie in der ersten Gruppenphase Zweiter hinter demFC Liverpool, schieden aber in der zweiten Gruppenphase als Dritter vor demFC Nantes und hinter demFC Bayern München undManchester United aus. Die portugiesische Meisterschaft beendete Boavista als Vize-Meister, wodurch sie in der Saison 2002/03 amUEFA-Pokals teilnahmen und dort mit dem Halbfinaleinzug den größten Erfolg auf internationaler Ebene erlangten.
Am 9. Mai 2008 wurde der Klub aufgrund von Beeinflussung von Schiedsrichtern aus der Saison2003/04 mit dem Zwangsabstieg in die2. Liga sowie einer Geldstrafe in Höhe von 180.000 Euro belegt.[1] In derdarauffolgenden Zweitligasaison folgte mit dem 15. Platz der Abstieg in die dritte Liga,[2] in der Boavista in folgenden fünf Jahren spielte.
Nach einer erfolgreichen Klage stellte der portugiesische Liga-Verband (LPFP) 2013 die Unrechtmäßigkeit des Zwangsabstiegs fest und beschloss die Rückkehr Boavistas in diePrimeira Liga zurSaison 2014/15.[3] Die Erstliga-Rückkehr beendete der Klub mit dem 13. Platz.
Im Juli 2021 erwarb der Luxemburger GeschäftsmannGérard Lopez 50,78 % der Anteile an der Boavista SAD.
Neben Fußball betreibt der Verein die Abteilungen Behindertensport, Futsal, Handball, Leichtathletik, Radsport, Boxen, Turnen, Karate, Volleyball, Tennis, Schach, Paintball, Tauchen und Schwimmen.
Stand: 18. Juni 2025[4]
Die Frauenfußballabteilung spielt auch in der höchsten Spielklasse und gewann drei Mal die portugiesische Meisterschaft Nacional Feminino (1994, 1995 und 1997)[5] sowie 2013 das erste Mal den Pokalwettbewerb Taça de Portugal de Futebol Feminino, in der die deutscheLeonie Pankratz zur Spielerin des Wettbewerbs geehrt wurde.[6]
- Portugiesischer Meister: 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1997
- Portugiesischer Pokalsieger: 2013
Boavista hat derzeit sechs Auslandsniederlassungen, mitBoavista Futebol Clube Timor-Leste seit 2018 die jüngste inOsttimor. Die anderen sindÁguias de Luxemburgo Boavista Futebol Clube,Batuque Futebol Clube undBoavista Futebol Clube da Praia inKap Verde,Union Sportive Créteil-Lusitanos inFrankreich undCentro Português Cultural e Recreativo im deutschenReutlingen.[7]
- ↑Boavista muss runterkicker online
- ↑Boavista Porto drittklassig transfermarkt.de
- ↑Boavista ist wieder erstklassig. In: Kicker Sportmagazin vom 1. April 2014 (abgerufen am 1. April 2014).
- ↑Futebol. In: BOAVISTA Futebol Clube. Abgerufen am 18. Juni 2025 (europäisches Portugiesisch).
- ↑Portugal – List of Women Champions and Cup Winners
- ↑»Ein großartiges Erlebnis« für Leonie Pankratz (Memento vom 2. Mai 2014 imInternet Archive)
- ↑O Jogo:Boavista anuncia filial em Timor Leste, 20. März 2018@1@2Vorlage:Toter Link/www.ojogo.pt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2024.Suche in Webarchiven), abgerufen am 21. März 2018.