In einemgesunden Körper regelt sich der Blutdruckvon selbst; „erhöhter Blutdruck“ wirkt sich nachteilig auf Gesundheit und Lebenserwartung aus, wird aber oft subjektiv nicht wahrgenommen – der eigene Blutdruck sollte daher von Zeit zu Zeit gemessen werden. Er wird meist inmmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben;[1] innerhalb der EU ist dies auch die gesetzliche Maßeinheit.[2]
ImBlutkreislauf herrschen unterschiedliche Druckverhältnisse. Spricht man ohne näheren Zusatz vom Blutdruck, dann meint man in der Regel denarteriellen Druck in den großen Schlagadern auf Herzhöhe (BD oderBP, gebräuchlich ist auchRR fürRiva-Rocci), der meistens an derBrachialarterie des Oberarmes gemessen wird. Daneben ist auch derzentralvenöse Druck von medizinischem Interesse.
Die Blutdruckmesswerte sindÜberdrucke gegenüber der Atmosphäre und werden üblicherweise nicht in der an sich korrektenSI-EinheitPascal (Pa), sondern in der traditionellen EinheitmmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben, weil früher für die Druckmessung für gewöhnlichQuecksilbermanometer verwendet wurden.
Die Angabe des arteriellen Drucks erfolgt konventionell als Zahlenpaar aussystolischem (maximaler Wert, ist unter anderem abhängig von der Herzauswurfleistung) unddiastolischem Druck (minimaler Wert, in der Herzfüllungsphase und deshalb unter anderem auch abhängig von der Elastizität und dem Füllungszustand der großen Gefäße). Man sagt bei einem Blutdruck von beispielsweise 105 mmHg während der Systole und 70 mmHg in der Diastole dann „105 zu 70“, geschrieben „105/70 mmHg“.
Der Blutdruck beträgt unter Normalbedingungen und ohne Berücksichtigung individueller Abweichungen beim erwachsenen Menschen etwa 120/80 mmHg. In Ruhe beträgt der normale systolische arterielle Druck 13,3–17,4 kPa (100–130 mmHg) und der diastolische Wert 8,0–11,3 kPa (60–85 mmHg,Blutdruckschwankung I. Ordnung). Darüber hinaus sind dermittlere arterielle Druck und diePulsamplitude (Differenz zwischen systolischem und diastolischem arteriellen Druckwert) von Bedeutung. Die mittleren Blutdruckangaben entsprechen denen im Liegen. Im Sitzen und im Stehen ist der Blutdruck aufgrund der Schwerkraft in der unteren Körperhälfte höher als im Liegen, während er oberhalb derhydrostatischen Indifferenzebene niedriger ist als im Liegen.
Ab 140/90 mmHg (früher ab 160/95 mmHg[3]) spricht man beim erwachsenen Menschen international definiert vonBluthochdruck (arterielle Hypertonie), der sich nachteilig aufGesundheit undLebenserwartung auswirkt. Dieser Wert wird auch in den gemeinsamen Leitlinien der europäischen Gesellschaften für Hypertonie und Kardiologie in der Fassung von 2013 als Maximalwert für fast alle Patienten empfohlen.[4] Ein hoher Blutdruck, der mitunter lange Zeit ohne Beschwerden verlaufen kann, gilt als Risikofaktor fürArteriosklerose undHerz-Kreislauf-Erkrankungen – im SpeziellenHerzinfarkt undSchlaganfall. Bei systolischen Werten unter 100 bzw. 90 spricht man hingegen vonBlutunterdruck (arterielle Hypotonie). Ein niedriger Blutdruck ist allerdings in der Regel nur behandlungsbedürftig, falls er mit symptomatischen Beschwerden für den Betroffenen einhergeht.
Der Blutdruck eines einjährigen Menschen beträgt normalerweise etwa 80–105/55–70, ein Neugeborenes weist Werte von 65–85/35–45 mmHg auf, Frühgeborene zeigen Werte von 55–75/35–45, sechs- bis zwölfjährige Kinder 95–110/60–75 mmHg. Nach dem zwölften Lebensjahr sind dann Blutdruckwerte von 110–135/65–85 normal.[5]
Zur Vereinfachung soll zunächst nicht der in derFrequenz des Herzschlags schwankende Augenblickswert des arteriellen Blutdrucks, sondern dermittlere arterielle Druck betrachtet werden. Die Differenz zwischen mittlerem arteriellen Blutdruck undzentralem Venendruck wird auch als arteriovenöse Druckdifferenz bezeichnet; sie ist der Antrieb für den Blutstrom durch denKörperkreislauf, so wie dieelektrische Spannung der Antrieb für denStrom ist. Der Stromstärke entspricht im Blutkreislauf das pro Zeitspanne vom Herzen gepumpte Volumen, das alsHerzzeitvolumen bezeichnet wird. Schließlich gibt es auch einen Widerstand für den Blutstrom, dentotalen peripheren Widerstand. Zwischen diesen Größen besteht ein Zusammenhang, der demohmschen Gesetz entspricht:
Die Gleichung gilt im Prinzip auch, wenn man statt des Herzzeitvolumens (als mittlerem Volumenstrom) Augenblickswerte des Blutstroms einsetzt. Aus dem inkonstanten Blutauswurf des Herzens erklärt sich dann die periodische Schwankung des arteriellen Blutdrucks um denMitteldruck: Dersystolische Blutdruck resultiert aus dem Blutstrom, den das Herz während der Austreibungsphase erzeugt. Die herznahen Arterien sind vomelastischen Typ; sie werden während der Systole gedehnt und entziehen dem Blutstrom damit Volumen, wodurch der systolische Druck geringer ausfällt. Angetrieben von der Wandspannung wird das zwischengespeicherte Blut während der Diastole wieder abgegeben (Windkesseleffekt), woraus sich derdiastolische Blutdruck ergibt. Die Dehnbarkeit wird durch die GrößeCompliance (Volumenänderung pro Druckänderung) quantifiziert.
Kenngrößen des arteriellen Drucks sind demnach der systolische Druck (Maximaldruck), der diastolische Druck (Minimaldruck) und derPulsdruck (Differenz systolischer/diastolischer Druck). Sie werden folgendermaßen beeinflusst:
Eine Verminderung der Compliance (wie sie alsArteriosklerose bei fast jedem alternden Menschen auftritt) vergrößert den Pulsdruck: Der systolische Druck steigt, der diastolische Druck sinkt, der mittlere arterielle Druck bleibt (ceteris paribus) unverändert.
Systolischer Druck, diastolischer Druck und Pulsdruck sind proportional zum Herzzeitvolumen, bei einer Erhöhung steigt der systolische Druck also stärker als der diastolische. Die Erhöhung des Herzzeitvolumens bei dynamischer körperlicher Arbeit ist von einer Senkung des peripheren Widerstands begleitet, so dass unter diesen Umständen eine isolierte Erhöhung des systolischen Drucks beobachtet werden kann.
Eine Erhöhung des peripheren Widerstands steigert systolischen und diastolischen Blutdruck etwa um den gleichen Betrag, der Pulsdruck bleibt also im Idealfall unverändert. Findet gleichzeitig eine Senkung des Herzzeitvolumens statt, kann sich ein isolierter Anstieg des diastolischen Blutdrucks ergeben; ein Beispiel hierfür ist die Kreislaufregulation bei Kälte.
MechanischesSphygmomanometer mitAneroidmanometer undStethoskopDigitales BlutdruckmessgerätLangzeitblutdruckmessung am Oberarm unter Verwendung eines digitalen Messgerätes mit Klett-Manschette
Man unterscheidet die direkte (invasive, blutige) arterielle Druckmessung mittels eines Druckfühlers in einem Blutgefäß von der indirekten (nichtinvasiven, unblutigen) Messung, die mit Hilfe einer Blutdruckmanschette an einerExtremität durchgeführt wird.
Die indirekte arterielle Druckmessung ist aufgrund der schnellen und ungefährlichen Durchführung heute Mittel der Wahl in den meisten medizinischen Bereichen. Man unterscheidet die manuelle Messung von der automatischen mittels eines digitalen Gerätes (sieheBlutdruckmessgerät). Die manuelle Messung kannauskultatorisch,palpatorisch oder oszillatorisch durchgeführt werden.
Bei der Herzarbeit handelt es sich um einen wellenartigen Pumpvorgang: Jedes Mal wenn sich die linke Herzkammer zusammenzieht, wird das Blut stoßartig in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt, was den Blutdruck in den Gefäßen kurz ansteigen lässt. Der dabei erreichte maximale Druck wird als oberer Blutdruckwert oder auch als systolischer Blutdruck bezeichnet („Systole“ = medizinischer Fachbegriff für die Phase des Pumpvorgangs, in der sich das Herz zusammenzieht und Blut auswirft. Systole (griechisch) = das Zusammenziehen).[6]
Nachdem sich die linke Herzkammer beim Pumpvorgang zusammengezogen hat, muss sich die Herzkammer für den nächsten Pumpstoß erst wieder mit Blut füllen. Dafür entspannt sich die Kammer. In dieser Entspannungsphase, in der kein weiteres Blut in die Hauptschlagader gepumpt wird, fällt der Druck in den Blutgefäßen langsam ab (bis der nächste Blutstoß aus dem Herzen kommt). Der dabei erreichte niedrigste Druck wird als unterer Wert oder auch als diastolischer Blutdruck bezeichnet (vonaltgriechischδιαστολήdiastolḗ „Ausdehnung“). Bei einem Blutdruck von 120 zu 80 mmHg beim erwachsenen Menschen pulsiert also der Druck ständig wellenförmig zwischen 120 und 80 mmHg hin und her.[6]
Der arterielle Druck ist kein feststehender Wert und schwankt je nachdem, welche Aktivität gerade ausgeübt wird. Bei körperlicher Anstrengung, Stress und Aufregung steigt er an, in körperlichen und seelischen Ruhephasen sinkt er ab. Normalerweise sinkt der Blutdruck nachts um 10–20 % (Dipping).
Leidet ein Mensch hingegen unterarterieller Hypertonie (Bluthochdruck), bleibt der Druck in den Blutgefäßen auch im Ruhezustand erhöht: Das Herz muss unablässig mit erhöhter Anstrengung pumpen. Dies belastet Herz- und Gefäßwände. Ein arterieller Hochdruck liegt vor, wenn bei wiederholter Messung ein Wert von über 140/90 mmHg erreicht wird.
Bluthochdruck ist alsRisikofaktor für die Entwicklungkardiovaskulärer Erkrankungen anerkannt. Kommen zum Risikofaktor arteriellen Hochdruckes nochÜbergewicht bzw.Adipositas (starkes Übergewicht) sowie ein weiterer Risikofaktor, etwaDiabetes (Zuckerkrankheit),Rauchen oder Fettstoffwechselstörungen (erhöhtesCholesterin bzw. LDL) hinzu, besteht eine deutlich erhöhte Gefahr, im Laufe des Lebens eineHerz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. Man spricht daher auch von den kardiometabolischen Risikofaktoren.
Auch eine erhöhtePhosphatzufuhr über die Nahrung spielt eine Rolle. Bei Probanden ist der Blutdruck bei einer zusätzlichen täglichen DosisNatriumphosphat im Mittel um 4,1 bzw. 3,2 Millimeter Quecksilbersäule angestiegen. Zwei Monate nach dem Absetzen hatten sich die Werte wieder normalisiert.[7][8]
DieWeltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte 1999 zusammen mit der International Society of Hypertension (ISH) die 2003 überarbeitetenWHO/ISH Hypertension guidelines[9] (deutschWHO/ISH Leitfaden Bluthochdruck) mit der folgenden Einteilung für erwachsene Menschen.
2013 wurden neueLeitlinien für das Management der arteriellen Hypertonie derEuropean Society of Hypertension (ESH)/European Society of Cardiology (ESC) veröffentlicht,[10] welche auch von derDeutschen Gesellschaft für Kardiologie und derDeutschen Hochdruckliga e. V. mitgetragen wurden: Inhaltlich deckten sich diese Einstufungen mit den o. g. der WHO (Stand 11/2015); neben anderen Empfehlungen gab es eine Änderung in Bezug auf den Beginn derMedikation, diese sollte erst beiHypertonie Grad 1 beginnen und nicht schon bei Werten im hochnormalen Bereich wie bis dahin.
Mit der im Oktober 2024 veröffentlichtenESC-Leitlinie Hypertonie wurde neu die Kategorie „erhöhter Blutdruck“ eingeführt: Ein Blutdruck von 120 bis 139 systolisch / 70 bis 89 mmHg diastolisch. Hiermit soll ein individuell erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall früher erkannt werden können. Die Definition von Hypertonie bleibt gleich wie bisher: ab einem Blutdruck ≥ 140/90 mmHg.[11] Als Zielbereich für die medikamentöse Behandlung von Patienten gilt neu 120 bis 129 mmHg systolisch, vorausgesetzt, dass die Therapie gut vertragen wird.[12]
Bei „erhöhtem Blutdruck“ wird von der ESC für eine Therapieentscheidung eine Risiko-Abschätzung in vier Schritten empfohlen:[11]
1. Liegen Risiko-erhöhende Krankheiten vor?
Bei Krankheiten mit hohem kardiovaskulärem Risiko wie bei moderaten bis schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen,Diabetes mellitus bei über 60-jährigen bzw. mit Endorganschäden oder familiärerHypercholesterinämie sollen über drei Monate als Erstes nicht-medikamentöse Maßnahmen erfolgen. Reicht dies nicht aus, wird bei einem Blutdruck über 130/80 mmHg die Einleitung einerPharmakotherapie empfohlen.
2. Wie hoch ist das 10-Jahresrisiko?
Liegen keine Risiko-erhöhenden Krankheiten vor, wird das 10-Jahresrisiko mithilfe der RisikovorhersagemodelleSCORE2 (bei Alter 40–69) oderSCORE-OP (Alter ≥ 70) abgeschätzt; bei einem geringen Risiko < 5 % werden nicht-medikamentöse Maßnahmen empfohlen, bei einem Risiko ≥ 10 % soll eine Pharmakotherapie eingeleitet werden, bei einem Risiko von 5 bis 10 % sind weitere Risikofaktoren zu berücksichtigen:
3. Liegen modifizierende Risikofaktoren vor?
Zu den modifizierenden geschlechtsunabhängigen Risikofaktoren gehören z. B. Hochrisiko-Ethnien,Autoimmunerkrankungen oderHIV; darüber hinaus gibt es einige geschlechtsspezifische Risikofaktoren, z. B. bei Frauen wiederholteFrühgeburten, vorherigeSchwangerschaftshypertonie oder-Diabetes, die dann für eine medikamentöse Therapie sprechen bei einem individuellen mittleren Risiko zwischen 5 und 10 %.
4. Sind weitere Untersuchungen notwendig?
Bei Unklarheiten oder in speziellen Fällen kann es sinnvoll sein, weitere Untersuchungen und Scores in Therapieentscheidungen mit einzubeziehen, wie u. a. den koronaren Verkalkungsgrad (CAC-Score) oder Messungen der arteriellen Gefäßsteifigkeit.
Der arterielle Druck muss sich in gewissen Bandbreiten bewegen, denn sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger arterieller Druck schädigen den Organismus bzw. einzelneOrgane. Gleichzeitig muss der arterielle Druck aber auch bei wechselnden Belastungen (z. B. einem anstrengenden Dauerlauf oder Ruhe, Schlaf) angepasst werden. Der Blutdruck wird
kurzfristig über Gefäßweite und Herzaktivität(→ Hauptartikel:Blutkreislauf) und
langfristig über das Blutvolumen(→ Hauptartikel:Volumenhaushalt) reguliert.
Grundvoraussetzung jeder arteriellen Druckregulation ist, dass der Körper den arteriellen Druck in den Gefäßen selbst messen kann. In Aorta, Halsschlagadern sowie anderen großen Arterien in Brustkorb und Hals messen druckempfindliche Sinneszellen, dieBarorezeptoren, die Dehnung der Arterienwand.
Die Mechanismen der kurzfristigen arteriellen Druckregulation greifen innerhalb von Sekunden. Wichtigster Mechanismus dabei ist derBarorezeptorenreflex. Dehnt ein höherer Druck die Arterienwand, so senden die Barorezeptoren in höherer Frequenz Impulse an das Kreislaufzentrum in derMedulla oblongata, das daraufhin diesympathische Innervation von Herz (Herzzeitvolumen) und Gefäßen (peripherer Widerstand) hemmt, wodurch der Blutdruck gesenkt und derRegelkreis somitnegativ rückgekoppelt geschlossen wird.
Andersherum führt erniedrigter arterieller Druck zur erniedrigten Reizung der Barorezeptoren und damit zur Stimulation des Sympathikus in der Medulla oblongata. Durch eine Abnahme der Hemmung wird das vom Herzen ausgeworfene Blutvolumen somit gesteigert, zusätzlich kommt es eventuell zur Gefäßverengung im Körperkreislauf, wodurch der Blutdruck wieder erhöht wird. Im rechten und linken Herzvorhof befinden sich Dehnungsrezeptoren, die auf vergleichbare Weise reagieren.
Hier ist insbesondere dasRenin-Angiotensin-Aldosteron-System zu nennen. Sinkt die Nierendurchblutung ab (z. B. durch einen generalisierten arteriellen Druckabfall oder eine Nierenarterienverengung), führt dies zu erhöhterReninfreisetzung in der Niere und damit letztlich zu einer Konzentrationserhöhung vonAngiotensin II, das sofort gefäßverengend wirkt und langfristig dasBlutvolumen erhöht, was über denFrank-Starling-Mechanismus ebenfalls den arteriellen Blutdruck erhöht. Die Reninfreisetzung wird außerdem durch den Sympathikus gesteigert, dessen Aktivität von den Signalen der oben genannten Rezeptoren (insbesondere auch der aus dem Niederdrucksystem) abhängt.
Über die Regulation des Blutvolumens und somit des Blutdrucks ist hierbei insbesondere die Niere beteiligt. Der wesentliche Regelkreis ist dasRenin-Angiotensin-Aldosteron-System, dessen volumensteigernde Effekte nicht nur vom Angiotensin II, sondern auch vonAldosteron ausgehen. Beide steigern die Rückresorption von Natrium und (indirekt) Wasser in der Niere. Manche Autoren nennen zudem dieDruckdiurese, wobei die Flüssigkeitsausscheidung direkt durch erhöhte Nierendurchblutung steigen soll.
Wenn das Blutvolumen erhöhten Druck auf die Herzvorhöfe ausübt, werden dort Hormone wieANP freigesetzt, die die Flüssigkeitsausscheidung in der Niere erhöhen.
Um eine gleichmäßige Blutversorgung sicherzustellen, sind einige Organe in der Lage, direkt auf Blutdruckschwankungen zu reagieren. Dieser Mechanismus wird alsBayliss-Effekt oder auchmyogene Autoregulation bezeichnet, da die Gefäßmuskulatur selbst dabei die Regulation übernimmt.
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Der statische Blutdruck bei Menschen beträgt ca. 6 bis 7 mmHg; dieser stellt sich bei einem Stillstand des Herzens im Liegen in den Gefäßen ein. Der statische Blutdruck ermöglicht eine Aussage über den Füllungszustand der Gefäße. Er ist abhängig vom Blutvolumen und von der Gefäßkapazität.
↑Susanne Hahn:Blutdruck. In:Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage,Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.):Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005,ISBN 3-11-015714-4, S. 193.
↑J. Kaufmann, M. Laschat, F. Wappler:Präklinische Versorgung von Kindernotfällen. In:Anästhesiologie & Intensivmedizin. Band 61, 2020, S. 26–37, hier: S. 29.
↑Jaber Mohammad, Roberto Scanni, Lukas Bestmann, Henry N. Hulter, Reto Krapf:A Controlled Increase in Dietary Phosphate Elevates BP in Healthy Human Subjects. In:Journal of the American Society of Nephrology. 29, 2018, S. 2089,doi:10.1681/ASN.2017121254.
↑John William McEvoy u. a.:2024 ESC Guidelines for the management of elevated blood pressure and hypertension (…). In:European Heart Journal. 45, 2024, S. 3912–4018,doi:10.1093/eurheartj/ehae178. – In der Einleitung des Artikels (S. 3919) ist es so formuliert:A major, evidence-based change in the 2024 Guidelines is the recommendation to pursue a target systolic BP of 120–129 mmHg among adults receiving BP-lowering medications. There are several important caveats to this recommendation, including: (i) the requirement that treatment to this BP target is well tolerated by the patient (…).
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