Die Gemeinde erhielt 2022 die Auszeichnung „Eine Blume“, die vomConseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.[1]
Bis 1920 besaß Blodelsheim auch eine rechtsrheinische Gemarkung, da die Gemarkungsgrenzen noch nicht dem durchJohann Gottfried Tulla begradigten Rhein angepasst waren.
Der Ort wurde das erste Mal im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt unter dem NamenFlatolvesheim, 1064 alsBladolvesheim, 1272 alsBladoltzheim, 1441 alsBlodoltzheim und seit 1580 unter dem heutigen Namen.
Spuren neolithischer Besiedlung. DasRömersträßle erinnert an die römische Rheinstraße. 1988 entdeckte manmerowingische oderkarolingische Gräber. Der Ort kam im 11. Jahrhundert an die Benediktinerinnen von Ottmarsheim. 1228 kämpften hier bei einem Streit um das Erbe derGrafen von Egisheim Truppen derGrafen von Pfirt gegen die des Straßburger Bischofs. Der Ort war zeitweise befestigt und wurde 1272 im Streit der Habsburger mit dem Bischof von Basel zerstört. Auch im Dreißigjährigen Krieg wurde er verwüstet. Blodelsheim war vom 11. Jahrhundert bis zumWestfälischen Frieden 1648 habsburgisch. Beim Friedensschluss gelangte es mit dem ganzen habsburgischen Besitz im Elsass an die französische Krone. Von 1871 bis zum Ende desErsten Weltkrieges gehörte Blodelsheim als Teil desReichslandes Elsaß-Lothringen zumDeutschen Reich (Kreis Gebweiler,Bezirk Oberelsaß) zugeordnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort 1939 evakuiert, großenteils ins südfranzösischeDépartement Gers. Darauf geht auch die Städtepartnerschaft mitGimont zurück. DieRue du 8-Février erinnert an die Befreiung 1945 durch die Truppen desGenerals Lattre de Tassigny.
An der Straßenkreuzung Rue du Général de Gaulle und Rue du Calvaire stehen zwei gut erhalteneFachwerkbauten des 18. Jahrhunderts mit dekorativem Fachwerk (Nr. 48 das sog.Alte Hospital). DieMairie ein schlichter Barockbau mit Segmentbogenfenstern, Halbwalmdächern an den Giebelseiten.
Bis Anfang des 18. Jahrhunderts besaßen Blodelsheim und Fessenheim eine zwischen den Orten gelegene gemeinsame Kirche. Die heutige Kirche wurde 1731 erbaut, 1840 vergrößert. 1862 bekam sie einen neuen Turm. Sie ist seit 1779 mit einer heute denkmalgeschützten,einmanualigen Orgel mit 10Registern vonJohann Andreas Silbermann (1860 von Franz Anton Berger überarbeitet) ausgestattet.[4]