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Blanche Calloway

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Blanche Calloway (*9. Februar1904 inBaltimore,Maryland; †16. Dezember1978 ebenda) war eineamerikanischeJazzsängerin,Bandleaderin undKomponistin desSwing. Sie gilt als eine der ersten Frauen, die ein rein männlich besetztes Orchester geleitet haben.

Leben und Wirken

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Blanche Calloway war die ältere Schwester des Sängers und BandleadersCab Calloway. Sie studierte Musik auf dem Morgan State College, das sie 1923 verließ, um sich einer Musikgruppe anzuschließen. Sie nahm seit Mitte der 1920er Jahre bis 1935 mit einer Vielzahl von Formationen Musik auf. Sie konkurrierte 1931 mitAndy Kirk um die Leitung seiner Band[1] und bildete dann ihre Band, „Blanche Calloway and Her Joy Boys“, in der Musiker wiePinetop Smith,Ben Webster,Clyde Hart,Cozy Cole sowieMary Lou Williams mitwirkten. Gemeinsam mit den Orchestern von Kirk und Moten absolvierte sie 1931 mit denJoy Boys eine Ostküstentournee.[2] Die Band, die auch unter dem NamenFred Armstrong and His Syncopators aufnehmen musste, war für einige Zeit recht erfolgreich; Cozy Cole, der zweieinhalb Jahre bei Calloway blieb, schätzte die Combo damals als „großartig“ ein.[3] Sie verlor Musiker an die Moten-Band und musste im Jahr 1938 ihr Orchester auflösen; sie arbeitete als Solo-Künstlerin weiter, dann mit einer Band im Howard Theater inWashington, D.C. Von den 1950ern bis in die 1970er Jahre arbeitete sie als Managerin für die SängerinRuth Brown, alsDisc Jockey und später als Programmdirektorin des Senders WMBM inFlorida.

Cab Calloway nannte sie als Grund für seinen Eintritt ins Show-Business. „Trotz ihres Talents und ihrer Leistungen erreichte sie weder den Erfolg ihres Bruders Cab noch die Popularität der reinen Frauen-Bands, die damals die Aufmerksamkeit des Publikums fesselten.“[3]

Diskographische Hinweise

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  • Blanche Calloway and her Joy Boys:Cab Calloway and Co. (RCA)[4]
  • Ruben Reeves:The Complete Vocalion 1928-1930. (Timeless)
  • Louis Armstrong:Louis Armstrong and the Blues Singers 1924-1930 (Affinity)

Sekundärliteratur

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Anmerkungen

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  1. Nur durch eine Intrige mitBennie Moten gelang es Kirk, ihr ein Engagement inKansas City wegzunehmen und damit seine eigene Position in der Band zu sichern. Vgl. Driggs & Haddix, Kansas City Jazz, S. 101f.
  2. Vgl. Driggs & Haddix, Kansas City Jazz, S. 105f.
  3. abDahl, Stormy Weather, S. 49
  4. Enthält Stücke von Calloway wieI Need Lovin', Just a Crazy Song, Growlin' Dan, Concentratin' on You, Last Dollar.

Weblinks

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Personendaten
NAMECalloway, Blanche
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanische Jazz-Sängerin
GEBURTSDATUM9. Februar 1904
GEBURTSORTBaltimore, Maryland
STERBEDATUM16. Dezember 1978
STERBEORTBaltimore, Maryland
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