Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Biberach (Baden)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
WappenDeutschlandkarte
Biberach (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Biberach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:48° 20′ N,8° 2′ O48.3386111111118.0272222222222188Koordinaten:48° 20′ N,8° 2′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk:Freiburg
Landkreis:Ortenaukreis
Höhe:188 m ü. NHN
Fläche:22,39 km²
Einwohner:3799 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:170 Einwohner je km²
Postleitzahl:77781
Vorwahl:07835
Kfz-Kennzeichen:OG,BH, KEL, LR,WOL
Gemeindeschlüssel:08 3 17 011
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 27
77781 Biberach/Baden
Website:www.biberach-baden.de
Bürgermeister:Jonas Breig
Lage der Gemeinde Biberach im Ortenaukreis
Karte
Karte

Biberach ist eine Gemeinde imSchwarzwald imOrtenaukreis inBaden-Württemberg.

Geografie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der staatlich anerkannte Erholungsort Biberach liegt imMittleren Schwarzwald am Zusammenfluss von mehreren Wasserläufen. Rechtsseitig fließt derErlenbach, von der linken Seite fließen Prinzbach, Emmersbach, Erzbach und Haubach in dieKinzig. Der Ort selbst liegt in188 m ü. NHN. In einem Seitental liegt der Ortsteil Prinzbach.

Gemeindegliederung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
DieKinzig bei Biberach/Baden

Die Gemeinde Biberach gliedert sich in die beiden Ortsteile Biberach undPrinzbach, die räumlich mit den ehemaligen Gemeinden gleichen Namens identisch sind. Im Ortsteil Prinzbach ist eineOrtschaft im Sinne der baden-württembergischenGemeindeordnung mit eigenemOrtschaftsrat undOrtsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet. Die Ortschaft hat eine eigene Verwaltungsstelle unter der Bezeichnung „Ortsverwaltung Prinzbach“.[2]

Zum Ortsteil Biberach gehören dasDorf Biberach, dieWeiler Bruch undFröschbach, derZinken Rebhalde und die Höfe Erzbach, Haubach, Rebberg und Reiherwald. Zum Ortsteil Prinzbach gehören das Dorf Dörfle und die Höfe Bergle,Emersbach, Kachelberg, Obertal und Untertal.[3]

Nachbargemeinden

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Folgende Gemeinden grenzen an das Gemeindegebiet von Biberach:Die StädteGengenbach im Norden,Zell am Harmersbach im Osten, die GemeindenSteinach undSchuttertal im Süden sowieSeelbach undFriesenheim im Westen.

Geologie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

An den Talhängen und auf den Bergen rings um Biberach kann man anstehende Gneise beobachten, diese bilden den ältesten Teil des Schwarzwalds, das Grundgebirge. In diesem Grundgebirge liegen auch die Erzgänge der Gegend rund um Biberach.Aus den Pflanzenablagerungen imKarbon bildeten sich in Mulden des inzwischen zu einer Hochfläche abgetragenen Grundgebirges die Kohleablagerungen im hinteren Emmersbach. Material, das sich im nachfolgenden Perm ablagerte, bekam durch eisenhaltige Mineralien eine rote Farbe. Am Schönberg-Pass ist diese rote Erde auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen noch zu sehen.Das heutige Gesicht Biberachs begann sich in den Eiszeiten (Diluvium) und der Nacheiszeit zu formen. Die Schmelzwässer schufen sich ihre Täler, an den Rändern häuften sich die Geröllmassen. So entstand durch das Zusammenwirken der Bauelemente (Grundgebirge) mit Naturkräften (Abtragung, Aufschüttung) die Naturlandschaft, in der heute die Gemeinde Biberach liegt.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Biberach im Kinzigtal um 1903

Name

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Herkunft des Ortsnamens „Biberach“ ist bis heute nicht geklärt. Die Deutungen gehen in mehrere Richtungen.Heinrich Hansjakob inBauernblut und Ludwig Heizmann in seiner Heimatstudie vom Amtsbezirk Offenburg führen den Ortsnamen auf die vielenBiber in der Kinzig zurück. Andere Sprachforscher meinen, der Name Biberach sei keltischen Ursprungs. Dafür spricht, dass andere keltische Orte mit den Namen „Bibrax“ und „Bibracte“ bekannt sind. Es gibt aber bis heute keine handfesten Beweise dafür, dass Kelten in Biberach gelebt haben. Eine andere Deutung leitet sich aus der Lage Biberachs zwischen zwei Wasserläufen her. Die älteste überlieferte Schreibweise Biberachs „Biberaha“, urkundlich erwähnt im Jahre1222, könnte sich ausbi = zwei undaha = Wasser zusammensetzen.

Herrschaftsgeschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Biberach gehörte als Stabgemeinde ab Ende des 13./ Mitte des 14. Jahrhunderts bis zum Jahre 1802 zur Reichsstadt Zell am Harmersbach. Dem ReichsstiftKloster Gengenbach blieben in Biberach zahlreiche Rechte erhalten, so dass die Biberacher einen jährlichenZehnt zu entrichten hatten. Mit der Aufhebung des Reichsstiftes im Jahre 1803 wurde die badische Landesherrschaft Zehntherr der Biberacher. Durch die Ablösung des Groß- und Kleinzehnts ab 1838 löste man sich vom Anbauzwang für Früchte des Großzehnts, die freie Bebauung von Grund und Boden war möglich.Ab 1504 übte Biberach für dieFreie ReichsstadtZell am Harmersbach das Wasser- und Straßenzollrecht aus. Diese Einnahmen stellten eine wichtige Finanzquelle für die Zeller dar, bis die Reichsstadt dem 1803 neugegründetenGroßherzogtum Baden einverleibt wurde. Am 15. Juni 1803 wurde Biberach von allen Eiden und Pflichten gegen die Stadt Zell befreit und in die Selbständigkeit entlassen.Prinzbach gehörte damals zurGrafschaft Hohengeroldseck, bis es 1819 schließlich auch badisch wurde. Biberach gehörte zum Landkreis Wolfach, während Prinzbach zum Landkreis Lahr gehörte. Mit der Kreisreform im Jahre 1973 wurden sowohl Biberach als auch Prinzbach Gemeinden des Ortenaukreises.

Eingemeindung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das heutige Biberach entstand im Zuge der Gemeinde- und Verwaltungsreform inBaden-Württemberg. Der rund 400 Einwohner zählende Ort Prinzbach wurde auf Grundlage eines Eingemeindungsvertrages vom 29. April 1974 am 1. Juli 1974 in die Gemeinde Biberach eingegliedert.[4]

Flößerei auf der Kinzig

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Biberach war durch seine Lage an der Kinzig kurz unterhalb desErlenbach-Zulaufs ein wichtiger Ort für die Kinzigflößerei. Der selbst nur kurze Nebenfluss erschloss die waldreichen Täler seiner beiden langen OberläufeNordrach undHarmersbach. Weil die Straßen in einem hierfür völlig unzureichenden Zustand waren, kam für den Transport des Holzes nur der Wasserweg in Frage. Die Flößerei entwickelte sich gut, in Wolfach wurde 1470 eine Floß- und Zollordnung und im Jahre 1527 eine Schifferordnung erlassen. Nach einer zweiten Blütezeit der Flößerei in der Mitte des 19. Jahrhunderts endete der Holztransport auf dem Wasserweg am Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Aufkommen der Eisenbahn. Im Jahr 1895 fuhr das letzte Floß auf der Kinzig zu Tale.

St. Blasius in Biberach, 2015

Kirchen und Pfarrämter

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Seit der Dekanatsreform am 1. Januar 2008 gehört Biberach und die St. Blasius-Kirche zum römisch-katholischenDekanat Offenburg-Kinzigtal und gehört zudem zur Seelsorgeeinheit Haslach.

Demographie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Biberach Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen desStatistischen Landesamtes Baden-Württemberg.[5]

JahrEinwohner
1804757
1814841
18641.348
1871¹1.721
1880¹1.938
1890¹1.744
1900¹1.868
19101.929
19131.508
1925¹2.013
1933¹1.969
1939¹2.003
1950¹2.215
19562.447
JahrEinwohner
1961¹2.582
19662.803
1970¹2.891
31. Dezember 19752.775
31. Dezember 19802.639
19852.792
31. Dezember 19902.928
31. Dezember 19953.173
31. Dezember 20003.221
31. Dezember 20053.305
31. Dezember 20103.365
31. Dezember 20153.601
31. Dezember 20203.735
31. Dezember 20223.750

Politik

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Biberach besteht aus 12 Mitgliedern und dem Bürgermeister als Vorsitzenden. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. DieKommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis.[6][7]

Parteien und Wählergemeinschaften%
2024
Sitze
2024
%
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2024
 %
50
40
30
20
10
0
41,3 %
37,6 %
21,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
+8,6 %p
−7,0 %p
+2,0 %p
−3,5 %p
CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands41,3532,7435,44
FWFreie Wähler Biberach37,6444,6639,35
SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands21,1319,1225,33
AfDAlternative für Deutschland3,50
gesamt100,012100,012100,012
Wahlbeteiligung69,4 %66,9 %55,7 %

Bürgermeister

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • 1892–1904: Gustav Isidor Schweiß
  • 1904–1913: Josef Ringwald
  • 1913–1921: Gustav Karl Schweiß
  • 1921–1923: Franz Xaver Jehle
  • 1924–1930: Leonhard Willmann
  • 1930–1935: Josef Himmelsbach
  • 1935–1943: Theodor Seiberlich
  • 1943–1946: Johann Dürrholder
  • 1946–1953: Hermann Kühn
  • 1953–1974: Karl Allgeier
  • 1974–1998: Wolfgang Bösinger
  • 1998–2014: Hans Peter Heizmann
  • 2014–2022: Daniela Paletta
  • 0  seit 2022: Jonas Breig

Am 13. März 2022 wurde Jonas Breig mit 96,2 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Amtsinhaberin Paletta trat aus gesundheitlichen Gründen nicht für eine zweite Amtszeit an. Breig trat das Amt am 13. Mai 2022 an.

Wappen und Logo

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte Biberach ein anderes Wappen als das heutige verwendet. In älteren Siegeln wurde ein Wappen mit grüner Tanne, schwarzem Stamm und Wurzeln auf blauem Grund verwendet. Am Haupteingang des 1913 erbauten Rathauses ist jedoch bereits ein anderes Logo zu sehen, das nach jahrzehntelanger Verwendung der Gemeinde Biberach am 3. Oktober 1969 durch das Innenministerium Baden-Württemberg staatlich verliehen wurde. In der Urkunde wird das Wappen wie folgt beschrieben: „In Grün eine bewurzelte silberne (weiße) Linde, vor deren Stamm kauernd ein silberner (weißer) Biber, der in den Vorderpfoten ein silbernes (weißes) Holzstück hält“.Die Gemeinde Biberach entwickelte später ein Stadtlogo, es zeigt den Schriftzug „Biberach – Ein schönes Stück Schwarzwald“ überspannt von der Silhouette eines Bibers.

Verwaltung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Biberach gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Zell am Harmersbach an, zu der außerdem noch die GemeindenNordrach undOberharmersbach gehören.

Patenschaften

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Ein Fahrzeug derOrtenau-S-Bahn trägt den Namen von Biberach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Theater und Museen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Kettererhaus

Kettererhaus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das „Kettererhaus“, benannt nach seinem letzten privaten Besitzer, dem „Kettererschmied“, ist wohl eines der ältesten Bauwerke Biberachs. Nach der Meinung namhafter Fachleute weist der Fachwerkbau Konstruktionsmerkmale des 17. Jahrhunderts auf. Das genaue Baujahr lässt sich jedoch weder am Gebäude selbst, noch in den Akten des Biberacher Gemeindearchivs erkennen. Heute ist in dem Gebäude das „Heimatmuseum Kettererhaus“ untergebracht, in dem wertvolles heimisches Kulturgut aus den Bereichen Ländliches Arbeiten, Wohnen, Brauchtum und Vereinswesen ausgestellt werden.

Stadtkammer Prinzbach

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im Rathaus Prinzbach befindet sich die „Stadtkammer“, in der einige bemerkenswerte Fundstücke und Kleinode aus der Geschichte der ehemaligen Bergwerksstadt Prinzbach untergebracht sind.

Bauwerke

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Rathaus Biberach

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Rathaus

Das Rathaus Biberach wurde in 2 Bauabschnitten 1913 und 1925 erbaut. Es war für die damalige Zeit ein sehr stattliches Gebäude; eine Teilsanierung der Fassade und des Daches wurde in den Jahren 1978–80 durchgeführt. Das historische Rathaus wurde 2002 umfassend saniert und modernisiert.

Rathaus Prinzbach

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das Rathaus in Prinzbach wurde bereits im Jahr 1880 erbaut. Nach der Eingemeindung Prinzbachs 1974 wird das Rathaus für Verwaltungszwecke nur noch sporadisch genutzt, im Erdgeschoss ist die „Prinzbacher Stadtkammer“ untergebracht.

Stadtmauer Prinzbach

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Nach dem Silberfund in Prinzbach wurde die Siedlung nun nicht mehr nur von Bauern, sondern auch von Bergleuten, Handwerkern und Händlern bewohnt. Diese hatten andere Rechte, die es genauso wie die großen Silberfunde zu schützen galt. Die Verleihung des Stadtrechts und der Bau einer Stadtmauer waren die Folge. Die Stadt wurde komplett von einer ellipsenförmigen Stadtmauer mit einem vorgelagerten Graben umschlossen. Dieses Maueroval hatte einen Umfang von 800 m, es war nur durch das „Untertor“ im Norden und das „Riesentor“ im Süden unterbrochen. Heute noch sind Teile der historischen Stadtmauer sichtbar.

St. Mauritius Prinzbach

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:St. Mauritius (Biberach-Prinzbach)

St. Mauritius Prinzbach ist dierömisch-katholische Pfarrkirche von Prinzbach, eineChorturmkirche mit einem prächtigen barocken HochaltarPhilipp Winterhalders.

Burg Alt-Geroldseck

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Burg Alt-Geroldseck

Die Burg Alt-Geroldseck wurde erstmals im Jahre 1139 in einem Schirmbrief des PapstesInnozenz II. für das Kloster Gengenbach erwähnt. Damals stand die Burg auf dem Rauhkasten. Im Jahre 1250 wurde der Herrschersitz derGeroldsecker auf den Schönberg verlegt und dort dieBurg Hohengeroldseck vollendet. Diese wurde 1689 von den Franzosen zerstört. Erste Arbeiten zur Restaurierung begannen Ende des 19. Jahrhunderts, weitere erhaltende Maßnahmen an der Ruine folgten ab 1951.

Der alte Kirchplatz

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Turm Alter Kirchplatz

Auf dem alten Kirchplatz stand jahrhundertelang die jeweilige Pfarrkirche der Gemeinde Biberach. 1749 wurde die letzte Kirche geweiht, die 1966 abgebrochen wurde, als östlich eine neue errichtet worden war (St. Blasius). Bereits 1740 wurde ein älteres Gotteshaus wegen Baufälligkeit abgerissen. Heute steht nur noch der Turm der beiden früheren Kirchen, der eine Gedächtnisstätte für den Frieden enthält. Der alte Kirchplatz diente bis 1865 als Friedhof. Pflastersteine im Rasen lassen den Grundriss der alten Gebäude erkennen.

Grünflächen und Naherholung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Grünanlage zwischen Bahnlinie und Bahnhofstraße
  • Grünanlage am alten Kirchturm
  • Grünanlage an der Hauptstraße/Strandbadweg

Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Fasent mit verschiedenen närrischen Bällen und Umzügen (Frühjahr)
  • Frühjahrskonzert Musikverein Biberach e. V.
  • Ostermarkt des Gewerbevereins WSB/Gemeinde Biberach in der Neuen Ortsmitte (Frühjahr)
  • Straßen- /Volkslauf, veranstaltet vom Turnverein Biberach e. V. (Frühjahr)
  • Maibaumstellen durch den Fußballverein Biberach vor dem Rathaus
  • UNIMOG- und Schlepper-Treff am Rathaus durchgeführt vom Verein "Unimog- und Schlepper-Freunde Biberach e. V." (immer am ersten Juli-Wochenende)
  • Dorffest im Park, veranstaltet vom Musikverein Biberach e. V. (Sommer)
  • Motorradtreffen, Bikertreff mit Kultstatus, veranstaltet von den Kurvengeistern mit Teilnehmern aus ganz Deutschland (Sommer)
  • Highland-Games, Schottische Sportwettspiele, veranstaltet von den Prinzbach-Highlanders e. V. bei der Kirche in Prinzbach (Sommer)
  • Flutlichtbaden im Waldterrassenbad Biberach, veranstaltet von der DLRG-Ortsgruppe (Sommer)
  • Lokalschau des Kleintierzuchtvereins C12 Biberach e. V. (Herbst)
  • Jahreskonzert des Musikvereins Prinzbach-Schönberg e. V. (Winter)
  • Tavernenabende rund um das Kettererhaus in der Neuen Ortsmitte
  • Regelmäßige Kurkonzerte und Brauchtumsveranstaltungen

Vereine

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Biberach verfügt über eine große Anzahl von Vereinen. Die nachfolgende Tabelle soll Orientierung verschaffen:

Name des VereinsTätigkeitsbereichGründungsdatumHomepage
Chor für Alle – Liederkranz Biberach e. V.Chorgesang als Männerchor und gemischter Chor1867https://chor4alle.de
Unimog- und Schlepper-Freunde Biberach e. V.Pflege des Kulturguts alter Unimog und Schlepper2018https://usfb.club
Galana River School Project e. V.Bau und Betrieb einer Schule in Kenia2021https://galanariverschool.com

Fasend

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Biberacher Fasend wird vom Narrenrat (11 Mitglieder), den Hexen, den Bibern und den Bergwerksgeistern gestaltet. Eröffnung und erster Höhepunkt ist der „Hexenball“. Am „Schmutzigen Dunnschdig“ werden zunächst in der Schule die Lehrer abgesetzt und ins Rathaus geführt. Dort erfolgen die Absetzung des Bürgermeisters und die Übernahme der Amtsgewalt durch die Narren, ein Ereignis, das anschließend im Bürgersaal gebührend gefeiert wird. Mit dem „Biberball“ (früher Zunftball) der Biber am Schmutzigen Donnerstag in der Turn- und Festhalle erreicht die Biberacher Fasend einen weiteren Höhepunkt. Der Samstag bringt den großen Fasendumzug mit Mottowagen und Gastzünften aus nah und fern, anschließend Narrentreiben in der Ortsmitte, am Montag findet das „Preisschnurren“ statt und am Dienstag der Kinderumzug mit anschließender Ausgabe der „Oberdörfler Narrensuppe“, deren Zutaten (Hühner, Eier u. ä.) unmittelbar vor der Fasend von närrischen „Oberdörflern“ bei der Bevölkerung gesammelt werden.

Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Unternehmen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im Gewerbegebiet Ahfeld-Schmelzhöfe sind derzeit rund 5 ha durch Betriebe besiedelt, etwa 8500 m² Freifläche stehen noch zur Verfügung. Im Flächennutzungsplan sind mittelfristig zusätzlich 13 ha Gewerbefläche ausgewiesen, mit der Stadt Zell werden Überlegungen angestellt, zusätzlich ein interkommunales Gewerbegebiet zu entwickeln. Biberach verfügt über einen breiten Branchenmix, ausgehend von Verpackung und Werbemittel, Büromöbel, Luftfahrthebezeuge, Straßen- und Hochbau, Therapiegeräte bis hin zu Metallverarbeitung.

Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Technisches Hilfswerk Biberach
  • Freiwillige Feuerwehr Biberach
  • Freiwillige Feuerwehr Prinzbach (Abteilung der FF Biberach seit der Eingemeindung)

Bildung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Grundschule Biberach

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Grund- und Hauptschule in Biberach wurde im Jahre 1963 erbaut und wird seit dem Jahr 2005 in mehreren Bauabschnitten saniert. Im Jahr 2023 besuchten etwa 120 Schüler die Grundschule Biberach.

Schule Prinzbach

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Diese Schule wurde im Jahr 1929 erbaut und wird heute je nach Schülerzahlen und Raumbedarf von der Grundschule Biberach mitbenutzt.

Verkehr

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Bahnhof Biberach (Baden)

Biberach ist durch dieSchwarzwaldbahn (OffenburgKonstanz (Bodensee)) an das überregionale Schienennetz angebunden. Im Ort zweigt dieHarmersbachtalbahn nachOberharmersbach von der Schwarzwaldbahn ab, die von derSWEG betrieben wird.

Über dieB 33 (KehlRavensburg) undB 415 nachLahr/Schwarzwald ist Biberach auch straßenverkehrstechnisch angebunden.

Durch eine Alltagsroute aus demRadnetz Baden-Württemberg[8] ist Biberach überGengenbach mit Offenburg und überUnterentersbach undSteinach mitHaslach im Kinzigtal verbunden.

Durch Biberach verläuft als Landes-Radfernweg derNaturpark-Radweg Schwarzwald Mitte/Nord. Er führt rund umselbigen Naturpark. Er verläuft dabei vonFreudenstadt über Haslach durch dasKinzigtal(Kinzigtalradweg) nach Biberach und weiter über Gengenbach nach Offenburg.

Tourismus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Prinzbach war schon relativ früh nach dem Zweiten Weltkrieg ein gut besuchter Ferien- und Erholungsort, diese Entwicklung setzte in Biberach erst später ein. Aufgrund des Einsatzes kommunaler und privater Kräfte hat sich der Tourismus in der Gesamtgemeinde Biberach zu einem äußerst wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Im Jahre 1981 wurde Biberach die Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen.

Der Schwerpunkt der touristischen Aktivitäten in Biberach liegt auf Sportangeboten in der freien Natur. Touristen können auf den Rundwanderwegen rund um Biberach ihrem Hobby nachgehen, die wohl bekannteste Strecke ist der „Sieben-Täler-Pfad“. Ebenfalls zur Verfügung steht die Mountainbikestrecke „Auf zur Burg Geroldseck“.Weitere Attraktionen in Biberach sind das beheizte Freibad (Waldterrassenbad) mit der längsten Riesenrutsche Südbadens, sowie der 2005 eröffnete Agil-Park, in dem an einem Kletterfelsen und in einem Hochseilgarten geklettert werden kann. Biberach gehört zusammen mitGengenbach,Nordrach,Oberharmersbach undZell am Harmersbach, der Ferienlandschaft Mittlerer Schwarzwald Gengenbach/Harmersbachtal an.

Ehrenbürger

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Herbert Erwin Riehle (1904–1978), erster Ehrenbürger Biberachs
  • Josef Bühler (1898–1981), hat sich besondere Verdienste bei der Erforschung der Biberacher Geschichte erworben.
  • Karl Knauer (1907–1995), Aufbau des größten Biberacher Industriebetriebes
  • Karl Biemer (* 1912), besondere Verdienste als katholischer Seelsorger und Pfarrer in Biberach.
  • Ludwig Dilger (* 1932)
  • Wolfgang Bösinger (* 1944), Bürgermeister der Gemeinde von 1974 bis 1998

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Biberach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Biberach vom 28. Juli 2014 (PDF; 127 kB)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982,ISBN 3-17-007174-2. S. 435–437
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983,ISBN 3-17-003263-1,S. 513 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF;41,1 MB]). 
  5. Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg von 1871 bis 2013 (Memento vom 11. September 2014 im Webarchivarchive.today)
  6. Statistisches Landesamt, Vorläufiges Ergebnis der Gemeinderatswahlen 2019
  7. Ergebnis. Abgerufen am 10. November 2024. 
  8. Das RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de
Städte und Gemeinden imOrtenaukreis
Städte:

Achern |Ettenheim |Gengenbach |Haslach im Kinzigtal |Hausach |Hornberg |Kehl |Lahr/Schwarzwald |Mahlberg |Oberkirch |Offenburg |Oppenau |Renchen |Rheinau |Wolfach |Zell am Harmersbach

Gemeinden:

Appenweier |Bad Peterstal-Griesbach |Berghaupten |Biberach |Durbach |Fischerbach |Friesenheim |Gutach (Schwarzwaldbahn) |Hofstetten |Hohberg |Kappel-Grafenhausen |Kappelrodeck |Kippenheim |Lauf |Lautenbach |Meißenheim |Mühlenbach |Neuried |Nordrach |Oberharmersbach |Oberwolfach |Ohlsbach |Ortenberg |Ottenhöfen im Schwarzwald |Ringsheim |Rust |Sasbach |Sasbachwalden |Schuttertal |Schutterwald |Schwanau |Seebach |Seelbach |Steinach |Willstätt

Gemeindefreies Gebiet:

Rheinau

Normdaten (Geografikum):GND:4250657-8 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS) |VIAF:237800352
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Biberach_(Baden)&oldid=264205315
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp