| Film | |
| Titel | Berliner Reigen |
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| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2006 |
| Länge | 85 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam |
| Stab | |
| Regie | Dieter Berner |
| Drehbuch |
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| Musik | Mark Chaet |
| Kamera | Felix Leiberg |
| Schnitt | Robert Hentschel |
| Besetzung | |
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Berliner Reigen ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2006 nach demTheaterstückDer Reigen vonArthur Schnitzler. Es handelt sich um einen Diplomfilm derHochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg. Regie führteDieter Berner.Der Stafettenlauf von Liebesbeziehungen durch dieWiener Gesellschaft der Jahrhundertwende im Original-Drama aus dem Jahr 1903 wurde nach knapp über 100 Jahren in dasBerlin im Jahre 2006 verlegt.
AlsEpisodenfilm führt der Film zehn Figuren in einemReigen durch die Berliner Gesellschaft: EineProstituierte wird von einemDealer um ihren Lohn betrogen, der Dealer verführt in der nächsten Szene eine illegale Putzfrau, die wiederum in der dritten Szene von dem Sohn ihres Arbeitgebers angemacht wird. Dieser verliebt sich jedoch ernsthaft in eine Bekannte seiner Eltern, die Probleme mit ihrem Ehemann hat, der seinerseits Interesse an dessen Zahnarzthelferin hat. Die süße Zahnarzthelferin lässt sich mit dem scheinbar abgebrühten Promi-Fotografen ein, der allerdings seit längerem eine „Seelenverwandtschaft“ und Affäre mit einer gefeierten Filmschauspielerin hat. Diese wiederum beginnt auf einer öffentlichen Veranstaltung ein Techtel-Mechtel mit dem Grafen, der – so schließt sich derReigen – in der letzten Szene betrunken in der Absteige der Prostituierten landet. Der Höhepunkt des Films ist zudem eineVernissage, in der die Figuren der Episoden zusammengeführt werden.
Prostituierte Lili und Dealer Maik(Dirne und Soldat)
Motive: Platz, Straße
Dealer Maik undGastarbeiterin Nasdja(Soldat undStubenmädchen)
Motive: Eisstadion, Unterkunft Maik
Gastarbeiterin Nasdja und Junge Max(Stubenmädchen und Junger Herr)
Motiv: Villa
Max und Rosa(Junger Herr und Ehefrau)
Motiv: Villa
Rosa und Zahnarzt Karl(Ehefrau und Ehemann)
Motive:Flughafen Tegel, Wohnung EhepaarLeipziger Straße
Zahnarzt Karl und Arzthelferin Andrea(Ehemann und Süßes Mädel)
Motive: Zahnarztpraxis
Arzthelferin Andrea und Fotograf Ben(Süßes Mädel und Autor)
Motive: Park Charlottenburg,Fotoatelier
Fotograf Ben und Filmschauspielerin Julia(Autor und Schauspielerin)
Motive:Kulissen und Garderobe an einem Filmdrehort, Hotel
Filmschauspielerin Julia und Graf Justus(Schauspielerin und Graf)
Motive: Fotoausstellung imPalast der Republik
Graf Justus und Prostituierte Lili(Graf und Dirne)
Motive: Unterkunft Lili

Gedreht wurde an 25 Drehtagen im Winter 2005/2006 hauptsächlich inPotsdam undBerlin an ausgewähltenMotiven. So entstanden Szenen in Wohnungen in Villen und Mehrfamilienhäusern in Potsdam, sowie imEisstadion (Episode 2) undSchlossgarten inCharlottenburg (Episode 7), im Monbijoupark, in der AußenkulisseBerliner Straße desStudio Babelsberg (Episode 8), sowie im ehemaligenPalast der Republik in Berlin (Episode 9).
Für die Szene der großenVernissage des Fotografen, auf der sich alle beteiligten Figuren gen Ende des Filmes treffen, stellte der Berliner Fotograf Joachim Gern, von dem auch das Plakatfoto des Films stammt, Fotos zur Verfügung. Diese Szenen wurden wenige Tage vor Abriss des ehemaligenVolkskammergebäudes realisiert.
Die gesamte Produktion ist eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Abteilungen an der produzierendenFilmhochschule derMedienstadt Babelsberg. So waren dieStudiengängeSchauspiel,Drehbuch/Dramaturgie,Kamera,Ton/Filmmusik undSchnitt beteiligt.
Die Figuren und das Drehbuch sind anhand vonImprovisationen der damaligen Schauspielstudenten zur ursprünglichen Reigen-Geschichte entstanden, die von denDramaturgie-Studenten zu einem Drehbuch weiter entwickelt wurden.[1][2] Der u. a. auch für Folgen derTatort-Fernsehreihe bekannte RegisseurDieter Berner, zum Zeitpunkt der DreharbeitenDozent an der Filmhochschule, führte die Regie.
Kinostart war der 15. September 2007.[3]Der Film wurde auf diversenFilmfestspielen gezeigt. So lief derBerliner Reigen unter anderem im offiziellen Wettbewerb desFestival Nouveau Cinema inMontreal /Kanada, sowie auf derDiagonaleGraz /Österreich, beimTrieste Film Festival,Triest /Italien, beim Filmfestsehsüchte inBabelsberg /Deutschland, beimMostra Int. De Cinema,São Paulo /Brasilien, sowie beimIndependent Film Festival inLille /Frankreich.[4]
DieFernsehpremiere erfolgte am 19. August 2008 imORF.[3]
Die beteiligte SchauspielerinJana Klinge wurde für ihre Rolle als Zahnarzthelferin Andrea imBerliner Reigen für denUndine Award – den internationalen Filmpreis für Nachwuchsschauspieler – alsBeste Darstellerin nominiert.[5][6]