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Berlin-Kreuzberg

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Kreuzberg
Ortsteil vonBerlin
Koordinaten52° 29′ 15″ N,13° 23′ 0″ O52.487513.38333333333352Koordinaten:52° 29′ 15″ N,13° 23′ 0″ O
Höhe52 m ü. NHN
Fläche10,38 km²
Einwohner151.418(31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte14.587 Einwohner/km²
Neugründung1. Okt. 1920
Postleitzahlen10961, 10963, 10965, 10967, 10997, 10999, 10969
Ortsteilnummer0202
Gliederung
BezirkFriedrichshain-Kreuzberg
Ortslagen
Panorama desKottbusser Tors bei Nacht

Kreuzberg ist ein Ortsteil imBezirk Friedrichshain-Kreuzberg inBerlin. Bis zurFusion mit dem benachbarten damaligen BezirkFriedrichshain im Zuge derVerwaltungsreform 2001 war er als eigenständigerBezirk Kreuzberg deckungsgleich mit dem heutigen Ortsteil Kreuzberg. Der Name des Ortsteils stammt vom 66 Meter hohenKreuzberg imViktoriapark. In Kreuzberg findet man heute noch große zusammenhängendeGründerzeitviertel.

Nach den – bis 1993 gültigen –Postleitzahlen unterscheidet man in Kreuzberg zweiOrtslagen, benannt nach den Nummern der damaligen Zustellpostämter: das größereKreuzberg 61 (ehemals:Südwest 61), das bis 1962[1] noch weiter untergliedert wurde in beispielsweiseSW 11,SW 29 und weitere, sowie das kleinereSO 36 (SO = Südost). Zu Zeiten derBerliner Mauer war SO 36 von drei Seiten umschlossen und entwickelte eine alternative Eigenkultur am OstrandWest-Berlins. Kreuzberg wartet mit einem lebendigen Nacht- und Kulturleben auf, das über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Mehrere renommierte Künstler und literarische Einrichtungen haben im Bezirk ihren Wohnsitz oder ihre Niederlassung. Auch die lebendigeGründerszene des Ortsteils ist international bekannt.

Umfeld

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Kreuzberg gehört nebenNeukölln,Friedrichshain,Gesundbrunnen undPrenzlauer Berg zu den sehr dicht besiedelten Ortsteilen Berlins. Dies erklärt sich aus dem seit derGründerzeit verfolgten Bauprinzip größtmöglicher Bebauungsdichte mit einem Vorderhaus, Seitenflügeln und sich anschließenden – bis zu vier –Hinterhäusern. Auch heute wohnen in diesen Gebäuden bis zu 150 Mietparteien in Häusern, die eineTraufhöhe von 22 Metern haben. Durch häufigen Mieterwechsel ist inzwischen dasKuriosum entstanden, dass für die langfristig belegten Vorderhauswohnungen teilweise weniger Miete als für Hinterhauswohnungen gezahlt wird.[2]

Geschichte

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Der später namengebendeKreuzberg lag bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts noch außerhalb der Stadtgrenze
Gemälde vonJohann Heinrich Hintze, 1829
Mietshäuser an der Kreuzung Gneisenau-/Mittenwalder Straße (Blickrichtung Norden), um 1900

Vor der Berliner Stadtbildung

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ImMittelalter lag das Gebiet des heutigen Ortsteils Kreuzberg außerhalb der Stadtmauern der DoppelstadtBerlin-Kölln. Als im 18. Jahrhundert das Stadtgebiet Berlins vergrößert und dieZoll- und Akzisemauer zur neuen Stadtgrenze wurde, entstand hinter demHalleschen Tor ein neues Stadtviertel (heute im nördlichen Teil Kreuzbergs gelegen).

19. Jahrhundert

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Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wuchs Berlin weiter an und es kamen in diesem Bereich dieTempelhofer Vorstadt (Eingemeindung 1861) und dieLuisenstadt (Eingemeindung 1841) hinzu. Wichtige Straßen und Plätze in den neuen Stadtvierteln wurden als Teil des sogenanntenGeneralszugs preußischen Militärs und gewonnenen Schlachten aus der Zeit derBefreiungskriege (1813–1815) gegenNapoleon gewidmet. Namensgeber waren unter anderem die OffiziereGebhard Leberecht von Blücher (Blücherstraße und Blücherplatz),Ludwig Yorck von Wartenburg (Yorckstraße) undAugust Neidhardt von Gneisenau (Gneisenaustraße) sowie die Schlachten beiWaterloo (Waterloo-Ufer undBelle-Alliance-Straße, 1947 umbenannt inMehringdamm) undMöckern (Möckernstraße undMöckernbrücke). Ein thematischer und städtebaulicher Bezugspunkt war hierbei das 1821 eingeweihteNationaldenkmal für die Befreiungskriege auf demKreuzberg, das noch seiner ursprünglichen Konzeption nach auf dem freien Feld vor der Stadt am Rande der Hochebene desTeltows lag. Auf der – nun nicht längerTempelhofer Berg genannten – 66 Meter hohen Erhebung erhob sich nach Entwürfen vonKarl Friedrich Schinkel einegotische Kirchturmspitze, gekrönt von einemEisernen Kreuz, dem der Berg den neuen Namen verdankte.

Bildung des Bezirks

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Wappen des ehemaligen Bezirks Kreuzberg 1956–2000

Der Bezirk Kreuzberg entstand am 7. April 1920 bei der Umsetzung desGroß-Berlin-Gesetzes als 6. Verwaltungsbezirk Berlins. Gebildet aus der Tempelhofer Vorstadt, der OberenFriedrichsvorstadt, der südlichenFriedrichstadt und einem großen Teil derLuisenstadt, war die Namensgebung ein Problem, das in der vorläufigen BenennungHallesches Tor zum Ausdruck kam. Erst im September 1921 einigten sich die Gemeindevertreter, den Bezirk „im Hinblick auf die […] im Bezirk am stärksten hervortretende Eigentümlichkeit“, das vor einhundert Jahren errichtete Denkmal auf dem Kreuzberg, inKreuzberg umzubenennen.[3]

Zweiter Weltkrieg

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Oranienstraße, 1945

Bei demLuftangriff vom 3. Februar 1945 derUSAAF wurde das Gebiet der südlichen Friedrichstadt zwischen dem heutigenHalleschen Tor im Süden, der Prinzenstraße im Osten und derKochstraße im Norden fast völlig zerstört.

Mit der Überquerung der Oder am 16. April 1945 begann am Ende desZweiten Weltkriegs der Großangriff derRoten Armee auf Berlin. Nach harten Kämpfen im Vorfeld Berlins drangen die Armeen desMarschallsSchukow am 21. April zuerst in den Osten der Stadt ein. Friedrichshain und Kreuzberg lagen während derSchlacht um Berlin im Bereich der sowjetischen5. Stoßarmee des GeneralsBersarin. Kurz vor den anrückenden sowjetischen Truppen wurde am 23. April der mittlere Gewölbebogen derOberbaumbrücke gesprengt, um dort den Übergang zu verhindern. Die Überquerung der Spree gelang der Roten Armee am 24. April vonOberschöneweide nachTreptow. Am 25. April hatte das 9. Korps der 5. Stoßarmee denLandwehrkanal von Treptow aus überquert und wurde dann in heftige Kämpfe im Gebiet um denGörlitzer Bahnhof verwickelt, der das Zentrum ihrer Front beherrschte.[4] Die8. Gardearmee rückte über die Hasenheide zum Mehringplatz und zumFlughafen Tempelhof weiter. Nach denKämpfen am Görlitzer Bahnhof gelangten die Einheiten der weiter nördlich operierenden 5. Stoßarmee am 27. April entlang der Oranienstraße zumMoritzplatz[5] und entlang derKöpenicker Straße in den BereichStadtmitte. Nach harten Kämpfen inTempelhof zweigte der linke Flügel der 8. Gardearmee Schukows unter dem GeneralTschuikow nachSchöneberg ab, in der Mitte wurde derViktoriapark besetzt und von dort aus derAnhalter Bahnhof auf Sicht beschossen. Der rechte Flügel der Armee näherte sich dem Landwehrkanal.[6] Da die Brücken über den Kanal am 26. April abends von einemWehrmachtskommando gesprengt wurden, verharrten die Angreifer vor dem Kanal, zogen Artillerie nach und bereiteten sich am 27. April auf die Überquerung der Wasserbarriere vor.

„Tschuikows Vorbereitungen für den Angriff über den Landwehrkanal sahen einen massierten Einsatz von schwerer Artillerie und Raketenwerfern zur begleitenden Unterstützung vor. Diese wurden nach Einnebelung im Laufe des Tages in Stellung gebracht. An Munition war kein Mangel und es wurde der Befehl gegeben, mit ihr nicht sparsam umzugehen.“

T. Le Tessier:Der Kampf um Berlin 1945. S. 167.

Im Laufe des 28. April gelang der Angriff am Kanal über die Trümmer desHochbahnhof Möckernbrücke. Das Gros der Verteidiger zog sich weiter insStadtinnere zurück. Da der Anhalter Bahnhof, der Hochbunker und die S-Bahn-Anlagen mit Tausenden von Schutzsuchenden überfüllt waren, kam es in der Isolation dort noch bis zum 1. Mai zu unerträglichen Zuständen und dramatischen Szenen. Am Halleschen Tor konnten die über den Kanal gehenden Truppen auch Panzer zumBelle-Alliance-Platz nachziehen. Der Anhalter Bahnhof war jedoch nicht mehrBrennpunkt der Kämpfe – das nächste Zentrum der Verteidigung war das RLM-Gebäude (Reichsluftfahrtministerium, heute:Detlev-Rohwedder-Haus)Wilhelmstraße 97 /Leipziger Straße 5–7. Am Abend des 29. April war Kreuzberg vollständig in sowjetischer Hand.

Nachkriegszeit

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Schwarzmarkt amAnhalter Bahnhof

Das Ende desZweiten Weltkriegs haben nur dieTempelhofer Vorstadt und dieLuisenstadt weitgehend unbeschädigt überstanden.

In derViersektorenstadt Berlin gehörte der Bezirk ab Juli 1945 zum Amerikanischen Sektor. Nach demMauerbau war der wichtigste Übergang für Ausländer von West- nachOst-Berlin derCheckpoint Charlie in derFriedrichstraße.

Lkw vonZapf Umzüge vor derBerliner Mauer (1980 durch die Betonelemente ersetzt)

Im Jahr 1968 war die heutigeRudi-Dutschke-Straße (Teil der damaligenKochstraße) einer der Hauptschauplätze der „Osterunruhen“, als aufgebrachte Studenten nach dem Attentat aufRudi Dutschke versuchten, die Auslieferung der Zeitungen desAxel-Springer-Verlags zu verhindern.

Seine überregionale Bekanntheit verdankt Kreuzberg vor allem der bewegten Geschichte des kleineren östlichen Bereichs (und Postbezirks)SO 36, späterBerlin 36, der – von drei Seiten umschlossen von derBerliner Mauer – in den 1970er und 1980er Jahren als Zentrum derAlternativbewegung und derHausbesetzungen legendär wurde.

Abriss an derSkalitzer Straße imBlock 104 1980

Ende der 1970er Jahre geriet SO 36 durch zahlreiche Abrisse von Altbauten in den Fokus derFlächensanierung, deren Betreiber hier auf den ersten massiven Widerstand trafen. Zum Symbol von Kahlschlag und Neubau wurde dasKottbusser Tor.

Die12 Grundsätze der Stadterneuerung entstanden ab Ende der 1970er Jahre im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um dieStadterneuerung in Berlin. Im März 1983 nahm das Abgeordnetenhaus schließlich diese Grundsätze als Leitlinie zustimmend zur Kenntnis.[7] Sie waren danach programmatischer Bestandteil derInternationalen Bauausstellung 1984/87 in Kreuzberg, die durch ihren behutsamen Umgang mit den bestehenden Stadtvierteln für ganz Deutschland und Europa prägend war.

Ein Höhepunkt des Kampfes der Anwohner gegen die Kiezabrisse waren die Hausbesetzungen amHeinrichplatz 1981. DerBlock 104 markiert einen Umschwung und den 1983 vollzogenen Wechsel zum Konzept derBehutsamen Stadterneuerung. Im Juni 1981 wurden in Berlin 165 besetzte Häuser gezählt, davon 86 in Kreuzberg 36 und Kreuzberg 61.[8] Durch die nach dem Tod des BesetzersKlaus-Jürgen Rattay vom Regierenden BürgermeisterRichard von Weizsäcker initiierte Verständigungspolitik, die auch von der Evangelischen Kirche und der OrganisationNetzwerk Selbsthilfe getragen wurde, gelang bis 1987 die Sanierung undLegalisierung 60 besetzter Häuser in West-Berlin. Der besetzte Bereich am Heinrichsplatz wurde vom alternativen SanierungsträgerStattbau mustergültig saniert.

Infolge der Erhaltung derKiezstrukturen ist SO 36 beliebtes touristisches Ziel, vor allem jugendlicher Besucher. SO 36 erstreckt sich zwischenSpree, nördlich derLohmühleninsel und desLandwehrkanals sowie östlich des heute zugeschüttetenLuisenstädtischen Kanals. Noch gegenwärtig gilt dieses Gebiet als eine der einkommensschwächsten Gegenden Berlins. Den größeren Teil Kreuzbergs bilden die nordwestlich gelegene, starkkriegszerstörte südlicheFriedrichstadt (das seinerzeitigeZeitungsviertel) und die ganze südliche Hälfte (Kreuzberg 61). Hier wohnten und wohnen um denSüdstern herum eine Reihe von bekannten Künstlern.

Fast ein Drittel der rund 160.000 Einwohner sindMigranten, vieleTürkeistämmige und deren Nachkommen. Auch für diesedemografische Besonderheit ist Kreuzberg weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt. Die türkischstämmige Bevölkerung konzentriert sich vor allem auf den östlichen Bereich SO 36 und hierbei denWrangelkiez. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts verändert sich die Bevölkerungsstruktur Kreuzbergs durchGentrifizierungseffekte, da der Ortsteil zu denSzenevierteln Berlins gehört.

Ab 1987 geriet Kreuzberg (SO 36) regelmäßig durch teils schwereStraßenschlachten zum 1. Mai in die Schlagzeilen. Ausgangspunkt der Krawalle war meist der Zusammenstoß von Teilnehmern der Mai-Kundgebungen und der Polizei. Heute hat sich die Gewalt mehr und mehrritualisiert und ist von großerMedienpräsenz begleitet. 1987 vomLausitzer Platz ausgehend konzentrierten sich die damaligen Krawalle um dasKottbusser Tor und denOranienplatz. An derSkalitzer Straße ging in jenem Jahr eine Filiale des LebensmittelmarktesBolle in Flammen auf, wurde bis auf die Grundmauern zerstört, und nicht wieder aufgebaut. Auf dem Gelände wurde 2004 einislamisches Gemeindezentrum (Maschari-Center) mitMoschee errichtet. Seit dem Jahr 2005 ist ein Rückgang der Gewalt zu beobachten, der allerdings mit einer Verlagerung auf andere deutsche Großstädte in Zusammenhang steht.

Aufgrund einer ambivalent-freizügigenKommunalpolitik und des duldenden Umgangs eines Teils der Bewohner gilt der OrtsteilKreuzberg 36 (Görlitzer Park) hinsichtlich desDrogenhandels und -konsums als tolerant.[9]

Kreuzberg mit den ehemaligenPostzustellbezirken

Kreuzberg führte zu Zeiten derBerliner Mauer durch seine Randlage ein wirtschaftliches Nischendasein. Mit derdeutschen Wiedervereinigung ist es ins Zentrum Berlins gerückt: 1997 wurde derFlächenschwerpunkt von Berlin an derAlexandrinenstraße 12–14 Ecke Verbindungsweg zur Wassertorstraße (Lage52.501413.4028) mit einer Granitplatte markiert, auf der die Koordinaten wiedergegeben sind. Durch die veränderten Lebensbedingungen hat Kreuzberg alsUnternehmensstandort anAttraktivität gewonnen. Zahlreiche Unternehmen und Organisationen siedeln sich etwa in der Gegend am Spreeufer rund um dieOberbaumbrücke an.

Am 1. Januar 2001 wurden durch Senatsbeschluss die damaligen Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain zum neuenBezirk Friedrichshain-Kreuzberg vereinigt.

Bevölkerung

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JahrEinwohner
1925377.253
1933339.198
1939332.635
1946204.867
1950211.154
1955207.431
1961191.898
1965179.054
1970162.626
19750143.704 1
19800130.109 1
JahrEinwohner
19850127.393 1
1990153.915
2000147.384
2007147.679
2010145.618
2015152.364
2020153.135
2021151.709
2022152.919
2023152.216
2024151.418
1 
Das Statistische Landesamt geht für diesen Zeitraum von einer signifikanten Untererfassung aus, die erst mit der Volkszählung 1987 bereinigt wurde.[10]

Quelle bis 2000: Statistische Jahrbücher von Berlin, ab 2007:Statistischer Bericht A I 5. Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember – Grunddaten. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (jeweilige Jahre)[11]

Bezirksbürgermeister

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ZeitraumNamePartei
01. April 1921 – 15. Dezember 1925Martin KahleUSPD
01. September 1926 – 15. März 1933Carl HerzUSPD/SPD
18. März 1933 – 31. Juli 1934Max BrandtDNVP
August 1934 – 1939Wilhelm HafemannNSDAP
1939 – 1945Gerhard SudheimerNSDAP
08. Mai 1945 – 31. Mai 1945Nikolai Kickull
01. Juni 1945 – 16. Dezember 1946Willi Klimm
17. Dezember 1946 – 9. Februar 1949Georg HenschelSPD
09. Februar 1949 – 13. Dezember 1962Willy KressmannSPD
09. Januar 1963 – 8. Januar 1975Günther AbendrothSPD
09. Januar 1975 – 31. Januar 1981Rudi PietschkerSPD
05. Februar 1981 – 30. Juni 1981Waldemar SchulzeSPD
30. Juni 1981 – 24. Juli 1985Günter FunkCDU
24. Juli 1985 – 26. April 1989Wolfgang KrügerCDU
26. April 1989 – 21. Oktober 1992Günter KönigSPD
21. Oktober 1992 – 24. Januar 1996Peter StriederSPD
15. März 1996 – 31. Dezember 2000Franz SchulzGrüne

Verkehr

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Oranienstraße inSO 36

Individualverkehr

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Durch Kreuzberg verläuft dieBundesstraße 96. Als wichtige Ost-West-Verbindung bindet der StraßenzugHallesches Ufer/Tempelhofer Ufer – Gitschiner Straße –Skalitzer Straße – Oberbaumstraße zudem die in Friedrichshain verlaufendeBundesstraße 96a an. Der Straßenzug verläuft etwa entlang der ehemaligenAkzisemauer.

Öffentlicher Personennahverkehr

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DerAnhalter Bahnhof ist der einzigeS-Bahnhof in Kreuzberg. Hier halten die Linien S1, S2, S25 und S26. Bei der Bauplanung derLinie S21 ist ein weiterer Bahnhof am bereits bestehendenU-Bahnhof Gleisdreieck geplant.

Das Netz anU-Bahn-Linien ist in Kreuzberg besonders stark ausgeprägt. DieLinie U2 tangiert den Ortsteil im Westen und hält am Gleisdreieck. DieLinien U1 undU3 folgen größtenteils dem Straßenzug der früherenAkzisemauer, der Stadtbegrenzung Berlins im 18. und 19. Jahrhundert. In Nord-Süd-Richtung unterqueren dieLinien U6 undU8 den Ortsteil. DieLinie U7 ist zusätzlich in Ost-West-Richtung unterwegs und bietet eine alternative Strecke zur U1/U3 an. Es existieren insgesamt 14 Bahnhöfe in Kreuzberg.

Langfristig ist eineStraßenbahn in Kreuzberg geplant. Sie soll vomPotsdamer Platz zumBahnhof Sonnenallee geführt werden.

Bildung

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Grundschulen

  • Adolf-Glaßbrenner-Grundschule, Hagelberger Straße 34
  • Aziz-Nesin-Grundschule, Urbanstraße 15
  • Bürgermeister-Herz-Grundschule, Wilmsstraße 10
  • Charlotte-Salomon-Grundschule, Großbeerenstraße 40
  • Clara-Grunwald-Grundschule, Hallesche Straße 24
  • Fanny-Hensel-Grundschule, Schöneberger Straße 23
  • Fichtelgebirge-Grundschule, Görlitzer Ufer 2
  • Galilei-Grundschule, Friedrichstraße 13
  • Heinrich-Zille-Grundschule, Waldemarstraße 118
  • Hunsrück-Grundschule, Manteuffelstraße 79
  • Jens-Nydahl-Grundschule, Kohlfurter Straße 20
  • Kurt-Schumacher-Grundschule, Puttkamerstraße 19
  • Lemgo-Grundschule, Böckhstraße 5
  • Nürtingen-Grundschule, Mariannenplatz 28
  • Otto-Wels-Grundschule, Alexandrinenstraße 12
  • Reinhardswald-Grundschule, Gneisenaustraße 73–74
  • Rosa-Parks-Grundschule, Reichenberger Straße 65
  • Freie Schule Kreuzberg (privat), Wrangelstraße 128
  • Freie Schule Windrose (privat), Wiener Straße 1–6
  • Islamische Grundschule (privat), Boppstraße 4

Integrierte Sekundarschulen

  • Albrecht-von-Graefe-Schule, Graefestraße 85
  • Ferdinand-Freiligrath-Schule, Bergmannstraße 64
  • Hector-Peterson-Schule, Tempelhofer Ufer 15
  • Refik-Veseli-Schule, Skalitzer Straße 55

Gymnasien

Institutionen, Parks und Bauten (Auswahl)

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SW 61

ImViktoriapark angelegter Wasserfall
Ehemaliges Krankenhaus und heute KulturzentrumBethanien

SO 36

Das Engelbecken, grenzend an den Nordosten Kreuzbergs (links) und den Süden des OrtsteilsMitte (rechts), wartet mit einer Mischung aus neuer und alter Architektur auf, August 2007

Veranstaltungen (Auswahl)

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Straßenfest auf dem Heinrichplatz,Myfest 2007

Sportvereine

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Im Ortsteil Kreuzberg sind – trotz seiner geringen Größe – im BereichFußball die meisten Vereine der Stadt Berlin angesiedelt, obwohl der Ortsteil mit nur einem Rasensportplatz, demWilly-Kressmann-Stadion, relativ schwach ausgestattet ist. Alteingesessene Kreuzberger Fußballvereine sindSC Berliner Amateure,FSV Hansa 07,BFC Südring undBSC Eintracht/Südring 1931. Der erfolgreichste und wohl bekannteste Kreuzberger Fußballverein istTürkiyemspor Berlin. Die Frauenmannschaft vomBSC Agrispor galt in den 1990er Jahren als erste türkische Frauenmannschaft außerhalb der Türkei. Kreuzbergs multikulturelle Bevölkerungsstruktur spiegelt sich auch in dem breiten Spektrum vieler weiterer Vereine wider, von denen einige schon seit den 1960er Jahren bestehen.

Mit demTHC Franziskaner FC e. V. haben auch erklärte KreuzbergerLinke ihren Verein und im SportvereinSeitenwechsel e. V. treffen sich Frauen, insbesondereLesben.

DerSC Kreuzberg stellte mehrmals den Deutschen Meister imSchach.

Kreuzberg im Film (Auswahl)

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Siehe auch

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Stolperstein fürMargot Friedländer, Skalitzer Straße 32

Literatur

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  • Hanno Hochmuth:Kiezgeschichte. Friedrichshain und Kreuzberg im geteilten Berlin. Wallstein 2017,ISBN 978-3-8353-3092-4.
  • Dieter Kramer,Kreuzberg 1968–2013. Abbruch, Aufbruch, Umbruch. Nicolai, Berlin 2013,ISBN 978-3-89479-805-5.
  • Gerhardt Hoffmann:Kreuzberger Geschichten. Erzählungen aus dem Milieu. 3., erweiterte Auflage. Verlag Theodor Kastel, Berlin 2008,ISBN 978-3-9812651-0-1.
  • Peter Frischmuth:Berlin Kreuzberg SO 36. Fotodokumentation. 2. Auflage. Berlin Story Verlag, Berlin 2007,ISBN 978-3-929829-68-6.
  • Hans W. Korfmann & Michael Hughes (Fotos):Kreuzberger – 15 Porträts. Verlag an der Spree, Berlin 2004,ISBN 3-9809951-0-0.
  • Jörg Sundermeier, Verena Sarah Diehl, Werner Labisch (Hrsg.):Kreuzbergbuch. Verbrecher-Verlag, Berlin 2002,ISBN 3-935843-06-2.
  • Barbara Lang:Mythos Kreuzberg. Ethnographie eines Stadtteils (1961–1995). Campus-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1998,ISBN 3-593-36106-X (zugleich: Berlin, Humboldt-Univ., Diss., 1996).
  • Falk-Rüdiger Wünsch:Kreuzberg. Alte Bilder erzählen. Sutton, Erfurt 1998,ISBN 3-89702-034-3.
  • Marina Wesner:Kreuzberg und seine Gotteshäuser. Kirchen – Moscheen – Synagogen – Tempel. Berlin Story Verlag, Berlin 2007,ISBN 978-3-929829-75-4.
  • Eva Brücker,Hasso Spodeet al.:Kreuzberg. Nicolai-Verlag, Berlin 1994 (Geschichtslandschaft Berlin, Band V, hrsg. von der Historischen Kommission zu Berlin).
  • Heinrich Kaak:Kreuzberg. Colloquium, Berlin 1988,ISBN 3-7678-0712-2 (=Wolfgang Ribbe [Hrsg.]:Geschichte der Berliner Verwaltungsbezirke, Band 2).
  • Jochen Ziem:Boris, Kreuzberg, 12 Jahre. Erika Klopp Verlag, Berlin u. a. 1988,ISBN 3-7817-2377-1 (zahlreiche Auflagen).

Weblinks

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Einzelnachweise und Anmerkungen

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  1. Briefzustellpostämter. In:Amtliches Fernsprechbuch für Berlin, 1963, S. 5.
  2. Detlef Kuhlbrodt:Wohnen ist was für Warmduscher. In:Die Tageszeitung, 15. Januar 2011, S. 27.
  3. Heinrich Kaak:Kreuzberg. Colloquium, Berlin 1988,ISBN 3-7678-0712-2 (=Wolfgang Ribbe [Hrsg.]:Geschichte der Berliner Verwaltungsbezirke, Band 2).
  4. Tony Le Tissier:Der Kampf um Berlin 1945. Ullstein Verlag, Berlin 1991, S. 135. T. Le Tissier zitiert dazu Rocolle,Götterdämmerung, S. 53.
  5. 27. April 1945: „Das 9. Korps [… Bersarins] drang in Kreuzberg ein und erreichte den Moritzplatz.“ (Tony Le Tissier:Der Kampf um Berlin 1945. Ullstein Verlag, Berlin 1991, S. 156).
  6. Tony Le Tissier:Der Kampf um Berlin 1945. Ullstein Verlag, Berlin 1991, S. 148.
  7. Hardt-Waltherr Hämer:Behutsame Stadterneuerung. In:Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.):Stadterneuerung Berlin. Berlin 1990, S. 64.
  8. Bernd Laurisch:Kein Abriß unter dieser Nummer. Verlag Anabas, Gießen 1981,ISBN 3-87038-088-8, S. 224 (Werkbund-Archiv, Nr. 7).
  9. Der Deal mit den Dealern. Doku & Reportage. In: Kontraste – Die Reporter. Rundfunk Berlin-Brandenburg, 4. September 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2019; abgerufen am 21. November 2020 (ausführliche 28-minütige Video-Doku-Reportage (Memento vom 12. Februar 2021 imInternet Archive) YouTube). 
  10. Statistisches Jahrbuch von Berlin, 1981, S. 38 Fußnote 2);zlb.de
  11. Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 23. Einwohnerregisterstatistik Berlin 31. Dezember 2023. (PDF) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, S. 24, abgerufen am 27. Februar 2024. 
  12. Kurt-Mühlenhaupt-Museum.
  13. Uwe Rada:Höchstes Holzhaus Deutschlands: Der ganze Kiez in einem Haus. In:Die Tageszeitung. 31. Januar 2021 (taz.de). 
  14. Jens Kraus:Chromglanz und Ölgeruch. Automobil- und Motorradmuseen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Verlag Peter Kurze Bremen, Bremen 1998,ISBN 3-927485-19-5, S. 18–19.
  15. Dieter Lammersdorf:Oldtimermuseen in Deutschland. Johann Kleine Vennekate-Verlag, Lemgo 2014,ISBN 3-935517-06-8, S. 98.
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