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Berber

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterBerber (Begriffsklärung) aufgeführt.
Nomadischer Berber inMarokko
Demonstration von Berbern in einer marokkanischen Stadt, in der Mitte der politische AktivistNasser Zefzafi, 2017

Berber (berberischⵉⵎⴰⵣⵉⵖⵏImaziɣen, SchreibvarianteAmazigh, Pl. Imazighen;arabisch الأمازيغ,DMGal-Amāzīġ oderبربر,DMGbarbar) ist eine Sammelbezeichnung für dieindigenenEthnien dernordafrikanischen LänderAlgerien,Libyen,Mauretanien,Marokko undTunesien, die sich sprachlich und kulturell mehr oder weniger von denarabisiertenMehrheitsgesellschaften unterscheiden. Sie führen das Erbe dervorislamischen Völkergruppen Nordafrikas fort.[1] Außerdem leben Berber im östlichenMali, nördlichenNiger und in derägyptischenOase Siwa. Etwa 36 Millionen Menschen in Nordafrika sprechen eine zu denafroasiatischen Sprachen gehörendeBerbersprache (Tamaziɣt) als Muttersprache;[2] die Schätzungen zur Anzahl der Berber variieren jedoch zwischen 40 und 70 Millionen, da große Teile der Bevölkerung Marokkos und Algeriens, dieMaghreb-arabische Dialekte sprechen, sich kulturell und ethnisch wenig von den Berbern unterscheiden oder erst in jüngster Zeit sprachlich arabisiert wurden, so dass eine klare Abgrenzung der Berber zur umgebenden Bevölkerung oft kaum oder gar nicht möglich ist.

Name und Herkunft

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Fantasia: Das folkloristische Reiterspiel basiert auf der früheren Kriegsführung der Berber.

Der Name Berber stammt möglicherweise vomaltgriechischen Wortβάρβαροςbárbaros ab, möglicherweise vermittelt durch dasLateinische(barbarus) oderArabische (al-barbar, Pluralbarābira). In altägyptischen Inschriften findet sich die Bezeichnung eines benachbarten VolkesBarabara, was ebenfalls eine mögliche Herleitung liefert.[3] Heute bezeichnen sich viele Berber alsimazighen‚Freie‘, um sich in einer eigenen, in ihrer Muttersprache gefassten Volksgruppenbezeichnung wiederzufinden, und lehnen die als abwertend verstandene Fremdbezeichnung „Berber“ ab. Üblicherweise benutzen die Berbervölker die Namen der einzelnenVolksstämme (zum BeispielRifkabylen oderTuareg).[4]

Traditioneller Tanz derTuareg
Genetische Struktur Nordafrikanischer Populationen.[5]

Die Berber sind heterogeneafroasiatisch-sprachige Ethnien, die von den historischen BevölkerungenNordafrikas und von Bevölkerungen desNahen Ostens abstammen. Genetische Studien zeigen, dass heutige Nordafrikaner ein „Mosaik“ aus nordafrikanischen, arabischen und europäischen Wurzeln aufweisen.[6] Genetisch repräsentieren die Berber die indigene Bevölkerung Nordafrikas. Sie sind am nächsten mit denÄgyptern, denArabern, denLevantinern und mit Südeuropäern verwandt[7] und können von denPopulationenSubsahara-Afrikas klar abgegrenzt werden.[8]

Geschichte

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Antike

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Zeugnisse über die Berber waren schon imAlten Ägypten (als Lebu,Tehenu, Temehu,Meschwesch) sowie ingriechischen undrömischen Quellen bekannt. Bereits auf saharanischenFelsmalereien sind frühe Einwohner der Gegend abgebildet. Als ihre Vorgänger gelten dieNumider,Garamanten undLibyer. Der griechische GeschichtsschreiberHerodot erwähnt sie in seinenHistorien.

Berbervölker wurden zuerst in Schriften der Ägypter während derPrädynastik erwähnt. Während desNeuen Reiches kämpften die Ägypter an der Westgrenze gegen die Meschwesch (Ma) und die Libu. Etwa ab 945 v. Chr. wurden die Ägypter vom Berbervolk der Meschwesch beherrscht, welche die22. Dynastie unterScheschonq I. begründeten. Mit ihr begann eine lange Zeit der Berberherrschaft in Ägypten, in der die Berber die Hauptbevölkerung in der westlichen Wüste stellten.

Viele Jahrhunderte lang bewohnten die Berber die KüsteNordafrikas von Ägypten bis zum Atlantischen Ozean. Währenddessen erlebten diese Küstenregionen eine lange Reihe von Eroberern, Siedlern und Kolonisatoren: derPhönizier, dieKarthago gründeten,Griechen (hauptsächlich inKyrene),Römer,Vandalen,Alanen,Byzantiner.

Die Phönizier drangen gemäß ihrer Seehandelskultur niemals über die Hafenstädte der Küste hinaus in das Landesinnere vor. Nur in römischer Zeit waren numidische und mauretanische Provinzen vollständig in dasRömische Reich eingegliedert, wodurch dort wohnende Berber das römische Bürgerrecht erhielten. Nach 429 eroberten etwa 80.000 germanischeVandalen undAlanen Nordafrika und gründeten ein von Rom unabhängiges Reich mit Karthago als Hauptstadt.

Bereits vor der Eroberung Nordafrikas durch die Araber gliederten sich die Berbervölker in drei Großgruppen:[9]

  1. die Luwāta im östlichen Maghreb in den Gebieten vonTripolitanien, derKyrenaika, dem Djarid und demAurès-Gebirge. Zu ihnen gehörten die Hawwāra, die Aurīgh, die Nafzāwa und die Aurāba. Den Hawwāra, die die größte Gruppe bildeten, gehörten wiederum verschiedene Untergruppen an. Eine von ihnen waren die Misrāta in Tripolitanien, nach denen die heutige StadtMisrata benannt ist.[10]
  2. dieSanhadscha im zentralen und westlichenMaghreb. Zu ihnen gehörten dieKutāma in der kleinenKabylei, die Zawāwa in der großen Kabylei, die Ghumāra imRif-Gebirge, dieMasmuda an der Atlantikküste Marokkos, die Dschazūla imHohen Atlas und die Lemta in Süd-Marokko.
  3. dieZanāta, die die algerische Küste zwischen der Kabylei undCheliff besiedelten, aber auch an verschiedenen anderen Orten zwischen Tripolitanien und dem westlichen Maghreb lebten.

Frühislamische Zeit

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Die Islamisierung der Berber begann in den 660er Jahren mit den militärischen Operationen desumayyadischen HeerführersʿUqba ibn Nāfiʿ inTripolitanien. Den nach Westen vordringenden Arabern traten aber während der zweitenFitna berberische Stämme aus dem Gebiet Nordostalgeriens unter Führung einer Frau entgegen, die in der zunächst mündlich überlieferten Geschichtsdarstellung alsKāhina („Priesterin“) bekannt geworden ist. Um das Jahr 698 unterstützten allerdings andere berberische Stämme den arabischen FeldherrnHassān ibn Nuʿmān bei der Vertreibung der Byzantiner aus Karthago und den anderen Küstenfestungen Nordafrikas.

Berber spielten nun selbst eine führende Rolle in derislamischen Expansionbewegung.Tāriq ibn Ziyād, ein Berber, den der arabische FeldherrMūsā ibn Nusair Anfang des 8. Jahrhunderts zum Gouverneur der neu eroberten Stadt Tingis (des heutigenTanger) ernannt hatte, setzte im Frühjahr 711 in einer eigenmächtigen Aktion mit einer Armee von 7000 ausschließlich berberischen Kämpfern nach Europa über und leitete damit die islamische Eroberung und teilweise Neubesiedlung derIberischen Halbinsel ein.

In der Folgezeit fanden die Lehren der sufritischenCharidschiten starken Zuspruch bei den Berbern. Um 739 gingen Berberstämme mit sufritischer Ausrichtung in der Region um Tanger unter ihrem Kalifen Maisara zumoffenen Aufstand gegen dieumayyadische Herrschaft über. Sie nahmen Tanger ein und konnten in den folgenden drei Jahren ihre Rebellion in Richtung Osten bis nachKairuan ausweiten. Weitere sufritische Führer ausTlemcen undBeja schlossen sich mit ihren Berberstämmen dem Aufstand an, der im Jahr 741 eine umayyadische Armee in die Flucht schlug. Erst in der zweiten Hälfte der 740er Jahre gelang es ʿAbd ar-Rahmān ibn Habīb, einem inIfrīqiya zu dieser Zeit unabhängig herrschenden Gouverneur der Umayyaden, den Ansturm der sufritischen Berberstämme zu brechen.[11]

Politische Rolle im Mittelalter

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Führer der sufritischen Charidschiten gründeten im Südosten des heutigen Staates Marokko 757 die StadtSidschilmāsa und errichteten dort ein eigenesImamat, das über zwei Jahrhunderte in der Hand der berberischen Familie derMidrāriden blieb, die die erste berberische Dynastie im islamischen Nordafrika bildete.

In anderen Gebieten unterstützten Berber die Herrschaftsansprüche echter oder angeblicher Prophetennachkommen. Im westlichenMaghreb riefen 789 Berberstämme denHasanidenIdrīs ibn ʿAbdallāh zum Imam aus. Ende des 9. Jahrhunderts gelang es demismailitischenDāʿīAbū ʿAbdallāh asch-Schīʿī, die in derKleinen Kabylei lebenden Kutāma-Berber für seine Lehre zu gewinnen. Sie wurden zur Hausmacht derFatimiden, die im frühen 10. Jahrhundert das westliche Libyen, Tunesien, Ostalgerien und Sizilien eroberten. Um die Macht desIbaditen-FührersAbū Yazīd Machlad ibn Kaidād zu brechen, der die Unterstützung der berberischen Hauwāra genoss,[12] banden die Fatimiden ein zweites Berbervolk in ihre Machtstrukturen ein: dieSanhādscha des zentralen Algerien, deren FürstZīri sich eng an die Fatimiden anschloss. Als im Jahr 973 der fatimidische Kalifal-Muʿizz Kairo zu seiner Residenz machte, folgten zahlreiche Kutāma-Berber ihrem Herrn nach Ägypten und überließen die Hegemonie über den Maghreb den Sanhādscha: als fatimidische Vizekönige zogen die Berberfürsten aus dem Clan derZīriden in die verlassenen Paläste der Fatimiden bei Kairuan ein.

Die nach dem Ende desKalifats von Córdoba (1031) auf der Iberischen Halbinsel neu entstandenenTaifa-Königreiche lagen zumeist in der Hand von oft miteinander verfeindeten Berberdynastien. Vom 11. bis zum 13. Jahrhundert dominierten die Berberdynastien derAlmoraviden,Almohaden undMeriniden den Maghreb und teilweise auchAl-Andalus.

Um die Mitte des 11. Jahrhunderts tratIbn Yāsīn, ein Angehöriger der Sanhādscha aus demSūs-Tal, der dieWallfahrt nachMekka unternommen hatte, bei den nur oberflächlich islamisierten nomadisierenden Berberstämmen der Westsahara als Missionar auf. Ibn Yāsīn predigte bei ihnen einen strengen, puritanischen Islam, der auf die Rechtsschule desMālik ibn Anas gestützt war, und formte aus ihren Reihen den Kampfverband derMurābitūn. Ziele seiner militärischen Islamisierungskampagnen waren nicht nur die nichtislamischen, sondern auch die nur oberflächlich islamisierten bzw. heterodoxen Berber, insbesondere dieBargawata in der marokkanischen Küstenebene südlich vonRabat, bei denen ein berberischer Prophet mit einem neuen Koran in berberischer Sprache aufgetreten war; im Kampf gegen sie fand Ibn Yāsīn 1059 den Tod. Ein Nachfolger konnte den Staat der Almoraviden rasch nach Norden ausdehnen und 1070 die StadtMarrakesch zum neuen städtischen Zentrum des westlichen Maghreb machen. UnterYūsuf ibn Tāschfīn (reg. 1072–1106), der neben Nordwestafrika auch fast ganzAndalusien unter seiner Herrschaft vereinigen konnte, erlangte der berberische Almoravidenstaat imperiale Dimension.

Im frühen 12. Jahrhundert durchzog der junge berberische GelehrteIbn Tūmart nach Studien inCórdoba, Mekka und demIrak als Bußprediger den Maghreb. Im Jahr 1121 zog er sich in denHohen Atlas zurück, wo er sich von seinen Anhängern als derMahdi und unfehlbaren Imam proklamieren ließ. Im Zentrum der Lehre Ibn Tūmarts stand das Dogma von der absoluten Einzigkeit Gottes (Tauhīd). Seine Anhänger nannten sich deshalb „Einzigkeitsbekenner“ (al-muwaḥḥidūn; daher ihr europäischer NameAlmohaden) und setzten sich von dersunnitischen Lehre ab. Zwar scheiterte im Jahr 1130 ein Angriff der Almohaden auf Marrakesch, bei dem Ibn Tūmart auch starb, doch gelang es seinem NachfolgerʿAbd al-Muʾmin (reg. 1130–1163), die Almoraviden zu stürzen und eine neue Berber-Dynastie zu gründen, deren Herrschaftsgebiet ganz Nordwestafrika und Teile vonAl-Andalus umfasste. Anfang des 13. Jahrhunderts lösten sich nacheinander verschiedene Territorien vom Almohadenreich. In mehreren von ihnen kamen wiederum berberische Dynastien zum Zuge: inTunis dieHafsiden, inTlemcen dieAbdalwadiden und in Zentralmarokko dieMeriniden.

Heutige Verbreitung

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Verbreitung der Tuareg (dunkelblau) und anderer Berber in Nordwest-Afrika
1997 vomCongrès mondial amazigh (CMA, „Weltkongress der Amazighen“) eingeführte Flagge der Berber

Berber leben heute vor allem in Marokko und in Algerien, vereinzelte Gruppen auch in Tunesien und südlich davon in derSahara. Ihre heutigen Bevölkerungszahlen sind schwer zu bestimmen, da durch die Vermischung mit der arabischen Bevölkerung und die Arabisierungsmaßnahmen der postkolonialen Zeit Kultur und Sprache der Berber zurückgedrängt worden sind. Zahlreiche Berberstämme sprechen heute zumindest als zweite Umgangssprache maghrebinisches Arabisch. Nur ein Teil der Berber spricht ausschließlich Berbersprachen.

Sprache

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Hauptartikel:Berbersprachen
Dreisprachige Ortsschilder inTizi Ouzou, inArabisch,Kabylisch(Tifinagh) undFranzösisch
Marokko

Marokkos Berberdialekte gliedern sich in drei Sprachregionen:

Daneben gibt es seit derVerfassung von 2011 dasMarokkanische Tamazight als Standard- und Amtssprache; diese wurde ab der 1990er-Jahre unter Einbeziehung aller drei Hauptgruppen entwickelt und gilt als allgemeinverständlich, obwohl sich das Rifische phonetisch etwas von den anderen Varianten absetzt. In diesem Falle bezeichnetTamazight nicht den Dialekt des Mittleren Atlas, sondern die Berbersprache im Allgemeinen, analog zum WortAmazigh, das alle Berber bezeichnet. Für die Schreibweise der überwiegend gesprochenen Sprache wurde eine moderne Version derTifinagh-Schrift entwickelt.

Algerien

Algeriens Berber lassen sich vier Dialektfamilien zuordnen:

  • etwa zwei Drittel leben in derKabylei und sprechen den lokalen DialektThaqbaïlith,
  • eine kleine Gruppe ist in dem Gebiet vomAurès bis zur östlichen Landesgrenze ansässig und sprichtChaouias,
  • die kleine und zerstreute berberische Minderheit im Süden des Landes sprichtMzab-Wargla,
  • dieTuareg-Nomaden in der Sahara sprechenTamascheq.

Kultur

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Kabylische Vase (19. Jh.), Algerien

Die Berber in Libyen waren von der Kultur ihres NachbarnÄgypten geprägt, während der Westen von ehemaligen Invasoren wie diePhönizier undRömer Einflüsse bezog. Seit der Islamisierung wurden dieAraber und in Küstenregionen dieOsmanen zu den wichtigsten Kulturen für die Berber. Über mehrere Jahrhunderte konnten sie – ausgenommen die vernichteten Guanchen – der Kolonisierung durch europäische Staaten widerstehen, doch folgte seit 1830 mit der Eroberung Algeriens durch dieFranzosen und Marokkos im Jahre 1906 durchSpanien, wie Libyens 1934 durch das Königreich Italien eine Epoche der Modernisierung, aber auch physische und kulturelle Vernichtung wie Deformation, die zahlreiche naive Berber-Mythen entstehen ließ. Tatsächlich waren die Berber als Bewohner der nordafrikanischen Mittelmeerküste und ihres Hinterlandes stets von auswärtigen Kulturen geprägt und hinterließen dort ebenfalls Spuren. Zahlreiche Berberstämme, die ihre Sprache und Tradition weitgehend bewahrt haben, sind dieKabylen in Nordalgerien sowie dieSchlöh undRifkabylen in Marokko.

Auf die starke gesellschaftliche Stellung der Frau in vorislamischer Zeit verweisen einige Mythen. Auch dass sich unter den Tuareg die Frauen leichter von ihren Männern scheiden lassen können als arabische Frauen, hängt mit altenmatrilinearen Gesellschaftsstrukturen zusammen.[13] Frauen besitzen teilweise mehr Entscheidungsbefugnisse als in arabischen Gesellschaften.

Im Zuge einer verstärkten Hinwendung zu einer orthodoxen Ausprägung des Islams sind im Lauf des 20. Jahrhunderts die Freiheiten verschwunden, die zuvor bestimmten Gruppen von Frauen zugestanden waren. Der FruchtbarkeitstanzAbdaoui der Chaouia im Osten Algeriens wird jedoch noch von Frauen aufgeführt.

Gastfreundschaft ist in der traditionellen Kultur der Berber tief verankert. Mit Ausnahme derTuareg sind die Berber sesshaft; nur noch wenige leben als Teilnomaden (Transhumanten). Das berberischeNomadenvolk der Tuareg hat eine eigene, aus dem altlibyschen bzw.phönizischen Alphabet entwickelteSchrift, dasTifinagh.

Religion

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Berberfriedhof (Vordergrund) imDraa-Tal, Marokko

Der früheste nachweisbare Glaube der Berber war derAnimismus. Die Libyer, d. h. besonders die Gaetuler und Garamanten integrierten den altägyptischen Polytheismus in ihren Glaubensvorstellungen. Der Urenkel des DynastiegründersScheschonq I. wurde Priester des Amun in Theben. Die Numidier hingegen wurden von den Phöniziern und später von den Römern in ihrer theistischen Glaubenswelt geprägt. DieLa Ghorfa Stele mit lateinischer Inschrift aus dem tunesischen Maghrawa zeigt den Synkretismus in der römischen Provinz Africa. Dagegen behielten die Tuareg eine stärkere Bindung an animistische Glaubensvorstellungen. DieKel Essuf (Leute der Wildnis, Einsamkeit beziehungsweise Öde, Leere) waren allgegenwärtige Geisterwesen, die auch auf Felszeichnungen abgebildet wurden. In ihren Mythen nehmen sie die Abstammung von Essuf an.[14] Ähnlich wie bei den Tuareg waren bei den Guanchen die Gestirne von herausragender Bedeutung.

Zahlreiche Ruinen dokumentieren den Einfluss der römischen Staatsreligion in den nordafrikanischen Städten. Im heutigen algerischen Djemila und Timgad sowie im Kapitol von Khamissa in der Cyrenaica wurden Götterstatuen ausgegraben. Wer vermögend gewesen ist wieApuleius, konnte an den zahlreichen Mysterienkulten im Römischen Reich teilnehmen.

Eine einschneidende Veränderung war die Christianisierung Nordafrikas. Die Stämme Dscharawa und Nefuka nahmen den jüdischen[15] Glauben an, doch mehrheitlich wurden die Berber Christen. Nordafrika wurde nach Juda und Galiläa sowie Kleinasien die dritte Hauptwirkungsstätte der neuen Religion. Hierbei zeigte sich die für Nordafrika frühe, bereits im Polytheismus bemerkbare Offenheit für religiöse Entwicklungen, die auch Konflikte miteinschloss und deren Akteure trotz berberischem Übergewicht multiethnisch und kulturell römisch waren. Neben Berbern wirkten Punier und Römer in der Provinz Africa an der Systematisierung und Verbreitung des christlichen Glaubens mit. Der BerberLactantius verband mit seiner SchriftDe opificio dei heidnische Naturphilosophie und christliche Schöpfungsgeschichte. In seinem WerkDe mortibus persecutorum gelang ihm die Synthese staatsphilosophischer Überlegungen antiker Autoren, besonders ihrer Kritik an der Tyrannei, mit der Verneinung eines weltlichen Allmachtsanspruch durch die Christen. Das Zeugnis der Christenverfolgung ist antipagane Apologie und Glaubensstärkung zugleich.Tertullianus, welcher im stark berberisch-punischen geprägten Karthago wirkte, formulierte und erweiterte zahlreiche christliche Konzepte, wie beispielsweise in Nachfolge von Irenäus die Trinität, oder verwarf dieApokatastasis und sah die asketische Lebensform im Gegensatz zu Gnostikern nicht als allgemein verbindlich an. Der große Stilist erhob das Latein zur Sprache der kirchlichen Autoren. In Karthago wirkten nach Tertullianus der Berber und römische BürgerCyprian von Karthago. Der Sohn einer Berberin und eines Römers,Augustinus von Hippo, wurde der theologisch wirkmächtigste Kirchenvater der westlichen Christenheit. Nordafrika war jedoch auch die Wirkungsstätte zweier Häresien. Die Montanisten, Asketen und Eiferer der Parusie, die ihre Erwartung in Timgad mit Gewalt durchzusetzen versuchten und besonders im Westen Nordafrikas wirkten und der im ägyptischen Alexandrien wirkende Libyer Arius und die nach ihm benannte Bewegung der Arianer, die Gott wider den philosophisch untermauerten Vorstellungen Tertullians und später Augustinus als nicht gezeugt und nicht geschaffen, ewig und unwandelbar auffassten.

Mit der Eroberung Ägyptens stießen die muslimischen Reiterheere unter denUmayyaden bis nach Karthago und der Westküste Nordafrikas vor. In Numidien leisteten lokale Berberherrscher wieKusaila undKāhina ihnen teilweise Widerstand. 711 kam es am Río Guadelete zur Schlacht der muslimischen Berber und Araber gegen die Westgoten, die in der Völkerwanderung nach Iberien eingewandert waren. Der Islam wurde im Süden Nordafrikas durch den Saharahandel verbreitet, was besonders auf die Tuareg zutraf. Berberische Dynastien wie die Almoraviden stärkten die Einheit des Islams gegen die Charidschiten und die Gleichheit der einst unterworfenen Berber zu den Arabern, während die Almohavden, die Streiter der Einheit Gottes, nach dem Tod ihres AnführersIbn Tūmart die politische Einheit verteidigten. Tūmart gilt als der wirkmächtigste Rechtsgelehrte des Maghrebs. Seine Erneuerungsbewegung im Süden des Atlas beendete die durch Angriffe spanischer Fürsten und innermuslimischen Zwist geschwächte Stellung der Muslime. Im 13. Jahrhundert begründeteAbu l-Hasan asch-Schadhili den Shadhiliyya-Orden, der unter den Berbern weite Zustimmung gewann und über seinem Entstehungsort im Norden Marokkos Anhänger in ganz Nordafrika Anerkennung fand. Im Volksglauben der Berber spielen die Marabouts eine herausragende Rolle. Sie können durch Zuwendungen um Hilfe im Alltag und Lebenspraxis gebeten werden und ihre Gräber werden trotzwahhabitisch motivierter Anfeindungen weiterhin besucht. Während in der Neuzeit die marokkanischen Sufi-Orden unterMulai Ismail institutionalisiert wurden und eine Stütze der königlichen Ordnung bilden sollten, blieben die Sufi Orden in Algerien dezentral und dienten der Organisation der libyschen Stämme. Im 19. und 20. Jahrhundert bildeten die Sufi-Orden in Nordafrika das Rückgrat des antikolonialen Widerstandes. In Algerien dieDarqawiyya und in Libyen dieSanūsīyam. Dass die berberischen Muslime auch nach dem Übertritt zum Islam Elemente einer altenethnischen Religion beibehielten, lassen Mythen, Märchen, Feldkult, die Verehrung von Wassergräben und derGeisterglaube erkennen.[16] Die letzten heidnischen Berber, die Guanchen, wurden von der spanischen Christenheit auf der Insel Teneriffa ausgerottet.

Berberfriedhöfe

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Typisch für die Dörfer der von Berbern bewohnten Regionen Nordafrikas sind ihre nahe dem Ort gelegenen und oft von einer Trockenmauer umgebenen Friedhöfe. Die Gräber sind durch kleine senkrechte Steinplatten gekennzeichnet, die weder den Namen des Verstorbenen noch seine Lebensdaten angeben, sondern lediglich als räumliche Markierung des Grabes selbst dienen.

Kalender

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Ag Alhabib (2011), Gründer der Tuareg-BandTinariwen

Die Berber benutzten einen eigenen traditionellen Kalender, der auf demjulianischen Kalender basiert. Er wurde höchstwahrscheinlich während der römischen Präsenz in derrömischen Provinz Africa eingeführt, blieb aber nach dem Abzug der Römer und auch nach derArabischen Expansion sowohl zur Datierung traditioneller Feste als auch für landwirtschaftliche Zwecke (auch weil derIslamische Kalender alsMondkalender dafür ungeeignet ist) in Gebrauch. Er wird deshalb auch alsfellaḥi (ﻓﻼّﺣﻲ, Bauernkalender) oderʿajamī (عجمي, „fremder“, d. h. nicht-arabischer Kalender) bezeichnet. Im Lauf der Entwicklung eines berberischen Nationalbewusstseins nahm die Bedeutung dieses Kalenders wieder zu, besonders im Zusammenhang mit der Feier des Neujahrstags („Yennayer“) im Januar. Im Januar 2018 erklärte Algerien Yennayer zu einem nationalen, stets auf den 12. Januar fallenden Feiertag.[17] Er wird am 14. Januar auch in Marokko begangen und hat dort seit dem 4. Mai 2023 den Status eines offiziellen Feiertags.[18] Der Neujahrstag des julianischen Kalenders fällt seit 1901 und bis 2100 auf den 14. Januar; es wird oft auch am 13. Januar der Vorabend (entsprechend Silvester) gefeiert. Die Verschiebung der Feier auf den 12. Januar in Algerien ist wahrscheinlich auf eine Fehlberechnung durch die für die Organisation zuständigen kulturellen Organisationen zurückzuführen[19]Es existiert auch eine Jahreszählung, die im Jahr 950 v. Chr. beginnt, sodass dasgregorianische Jahr 2026 dem Jahr 2976 des Berberkalenders entspricht. Diese Zählung wurde allerdings erst 1966 auf Betreiben derAcadémie Berbère in Paris eingeführt:[20] Das Jahr 950 v. Chr. entspricht ungefähr dem Jahr der Thronbesteigung vonScheschonq I., dem 1.Pharao der22. Dynastie (Dritte Zwischenzeit) inÄgypten. Er stammte ausLibyen und wurde deshalb von den Initiatoren als der erste prominente Berber der Geschichte betrachtet.

Literatur

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Das erste in einer (libyschen) Berbersprache verfasste Schriftzeugnis datiert aus dem Jahr 149 v. Chr. Das frühe Schrifttum in berberischer Sprache aus der Zeit der Islamisierung ist weitgehend theologischer Natur. Ihre Blütezeit erreichte die berberische Literatur in der frühen Neuzeit; die kunstvollen poetischen Werke wie die vonSidi Ḥammu (Sidi Hamou) aus dem 16. oder 17. Jahrhundert wurden mündlich tradiert und sind noch heute in Marokko beliebt.

Siehe auch:Afrikanische Literatur#Die Berber-Literatur des Maghreb

Tätowierungen

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Berberfrau mit Tätowierungen

Vorwiegend unter den Frauen der Berber waren blau-grüneTätowierungen im Gesicht, an den Unterarmen, den Handgelenken und den Waden bis ins 20. Jahrhundert hinein kulturell verankert. Die Tätowierungen bestanden aus spirituellen Schriftzeichen, tradierten Symbolen und Ornamenten. Die auch auf Verzierungen von Häusern und Alltagsgegenständen vorkommenden Muster sind Ausdruck der Verbundenheit mit Natur und Kosmos und symbolisieren Fruchtbarkeit und Schutz; sie hatten ursprünglich zumeist eine unheilabwehrende (apotropäische) Funktion. Zwischen den einzelnen Volksstämmen variierten die Ornamente.

Die Muster wurden zunächst vorgezeichnet und anschließend mit einer Nadel in die Haut gestochen. Die blaue Farbe wurde aus derIndigo-Pflanze(nila) gewonnen. Alternativ wurde Ruß oder Holzkohle verwendet. Die gestochenen Stellen wurden anschließend mit einer Pflanze eingerieben, die einen grünen Farbstoff enthält(kheddira).

Bedingt unter anderem durch den Zuzug der Berber in die Städte und dem damit einhergehenden zunehmenden Einfluss der arabischen und später der westlichen Kultur wird dieser Brauch seit dem späten 20. Jahrhundert kaum noch ausgeübt und ist heute nur noch bei älteren Frauen zu sehen.[21] Die Ausbreitung dersalafistischen Strömung des Islams, in der Tätowierung als Sünde dargestellt wird, trägt derzeit auch zum Rückgang dieser Tradition bei.[22]

Schmuck

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Hauptartikel:Berberschmuck
Berberfrau aus dem Mittleren Atlas mit Schmuck aus Silbermünzen und mit Tätowierungen im Gesicht (1955)

Während die arabischstämmige oder arabisch geprägte Bevölkerung des nördlichen Maghreb feinbearbeitetenGoldschmuck vorzog, blieb den in früheren Zeiten geldlos lebenden Berbern teilweise massiverSilberschmuck vorbehalten. Er stellte einen wichtigen Teil der Brautgaben und des Besitzes der Frauen dar und diente sowohl alsApotropäum wie auch als Kapitalreserve für Notzeiten. Dieser von Generation zu Generation vererbte Familienschmuck wird zumal seit der Mitte des 20. Jahrhunderts nach und nach von Antiquitätenhändlern aufgekauft und nur noch selten von Berberfrauen getragen. Historische Schmuckstücke sind heute vor allem in den ethnografischen Museen der jeweiligen Länder zu sehen.

Architektur

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Hauptartikel:Berberarchitektur

Die Berber des Maghreb haben eine einfache, aber in vielfacher Hinsicht höchst originelle Architektur hervorgebracht. Zu nennen sind insbesondere die wehrhaften Speicherburgen(agadir) und Wohnburgen(tighremt) sowie die Höhlenwohnungen im Süden Marokkos und Tunesiens. Auch die Dorfbauweise(ksour) z. B. vonAït-Ben-Haddou,Tizourgane,Ghadames oderChinguetti ist charakteristisch für die maghrebinische Berberarchitektur.

Siehe auch

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Literatur

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  • Fazia Aïtel:We are Imazighen: The Development of Algerian Berber Identity in Twentieth-Century Literature and Culture. University Press of Florida, 2014,ISBN 978-0-8130-4939-7 (Inhaltsverzeichnis).
  • Youcef Allioui:Timsal, enigmes berbères de Kabylie – commentaire linguistique et ethnographique. Ed. L'Harmattan, Paris 1990,ISBN 2-7384-0627-0.
  • Dalila Arezki:L'identité berbère. Séguier, Biarritz, Atlantica, Paris 2004,ISBN 2-84049-393-4.
  • Lamara Bougchiche:Langues et littératures berbères des origines à nos jours. Ibis Press, Paris 1997,ISBN 2-910728-02-1.
  • Jörg-Dieter Brandes:Die Geschichte der Berber. Von den Berberdynastien des Mittelalters zum Maghreb der Neuzeit. Casimir Katz Verlag, Gernsbach 2004,ISBN 978-3-925825-87-3.
  • Michael Brett, Elizabeth Fentress:The Berbers. People of Africa. Blackwell, Oxford 1996,ISBN 0-631-16852-4.
  • Salem Chaker:Amaziɣ (le/un) Berbère – Linguistique berbère. Etudes de syntaxe et de diachronie. Peeters, Paris 1995,ISBN 2-87723-152-6.
  • Salem Chaker:Études berbères et chamito-sémitiques. Peeters, Paris [u. a.] 2000,ISBN 90-429-0826-2.
  • Margaret Courtney-Clarke,Geraldine Brooks:Die Berber-Frauen. Kunst und Kultur in Nordafrika. Frederking & Thaler, München 1997,ISBN 3-89405-357-7.
  • Encyclopédie Berbère. Édisud, Aix-en-Provence 1984,ISBN 2-85744-201-7.
  • Ernest Gellner, Charles Micaud (Hrsg.):Arabs and Berbers: From Tribe to Nation in North Africa. Duckworth, London 1973.
  • Malika Hachid:Les premiers Berbères – entre Méditerranée, Tassili et Nil. Édisud, Aix-en-Provence 2000,ISBN 2-7449-0227-6.
  • Hsain Ilahiane:Historical Dictionary of the Berbers (Imazighen). (Historical Dictionaries of Peoples and Cultures, Band 5) Scarecrow Press, Lanham (Maryland) 2006,ISBN 978-0-8108-5452-9
  • Gabi Kratochwil:Die Berber in der historischen Entwicklung Algeriens von 1949 bis 1990. Zur Konstruktion einer ethnischen Identität. K. Schwarz Verlag, Berlin 1996,ISBN 3-87997-254-0.
  • Alphonse Leguil:Contes berbères grivois du Haut-Atlas. L'Harmattan, Paris [u. a.] 2000,ISBN 2-7384-9904-X.
  • Alphonse Leguil:Contes berbères de l'Atlas de Marrakech. L'Harmattan, Paris 1988,ISBN 2-7384-0163-5.
  • Bruce Maddy-Weitzman:Contested Identities: Berbers, ‘Berberism’ and the State in North Africa. The Journal of North African Studies, Bd. 6, Nr. 3, 2001.
  • Makilam:Die Magie kabylischer Frauen und die Einheit einer traditionellen Berbergesellschaft. Kleio Humanities, Bremen 2007,ISBN 978-3-9811211-3-1.
  • Makilam:ZeichenSprache. Magische Rituale in der Kunst kabylischer Frauen. Kleio Humanities, Bremen 2007,ISBN 978-3-9811211-4-8.
  • Wolfgang Neumann:Die Berber. Vielfalt und Einheit einer traditionellen nordafrikanischen Kultur (=DuMont Dokumente). DuMont, Köln 1983,ISBN 3-7701-1298-9.
  • Kurt Rainer:TASNACHT – Teppichkunst und traditionelles Kunsthandwerk der Berber Südmarokkos. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1999,ISBN 3-201-01715-9.
  • Ulrich Rebstock:Die Ibāḍiten im Maġrib (2./8.-4./10. Jh.). Die Geschichte einer Berberbewegung im Gewand des Islam. Berlin 1983.Digitalisat
  • Gerhard Schweizer:Die Berber. Ein Volk zwischen Rebellion und Anpassung. Wiener-Verlag, Himberg bei Wien 1984,ISBN 3-7023-0123-2.
  • G. Yver: Art.Berbers. I. History, b) Before Islam. In:The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. I., S. 1174a–1175a.

Weblinks

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Commons: Berber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Willi Stegner (Hrsg.):TaschenAtlas Völker und Sprachen. 1. Auflage, Klett-Perthes, Gotha 2006,ISBN 978-3-12-828123-0. S. 169.
  2. Steven L. Danver, M. E. Sharpe (Hrsg.):Native Peoples of the World: An Encyclopedia. Mesa Verde Publishing, 2013, S. 23f.
  3. Hugh Chisholm:Encyclopaedia Britannica. 1910,S. 379. 
  4. Mohand Akli Haddadou:Le guide de la culture berbère. Paris Méditerranée, Paris 2000, S. 13–14.
  5. Brenna M. Henn, Laura R. Botigué, Simon Gravel, Wei Wang, Abra Brisbin:Genomic Ancestry of North Africans Supports Back-to-Africa Migrations. In:PLOS Genetics.Band 8,Nr. 1, 1. Dezember 2012,ISSN 1553-7404,S. e1002397,doi:10.1371/journal.pgen.1002397,PMID 22253600,PMC 3257290 (freier Volltext) – (plos.org [abgerufen am 11. November 2022]). 
  6. Lara R Arauna, David Comas:Genetic Heterogeneity between Berbers and Arabs. In:eLS. 15. September 2017,S. 1–7,doi:10.1002/9780470015902.a0027485: „1. North African populations are very heterogeneous and are composed of North African, Middle Eastern, sub-Saharan and European genetic components. 2. The Berber people are genetically diverse and heterogeneous.“ 
  7. Luigi Luca Cavalli-Sforza (1922–2018), Paolo Menozzi, Alberto Piazza:The History and Geography of Human Genes. Princeton University Press, Princeton 1994. S. 169–174.
  8. Andrew J. Pakstis, Cemal Gurkan, Mustafa Dogan, Hasan Emin Balkaya, Serkan Dogan:Genetic relationships of European, Mediterranean, and SW Asian populations using a panel of 55 AISNPs. In:European Journal of Human Genetics.Band 27,Nr. 12, Dezember 2019,ISSN 1476-5438,S. 1885–1893,doi:10.1038/s41431-019-0466-6 (nature.com [abgerufen am 2. Dezember 2019]). 
  9. Vgl. dazu Yver: Art.Berbers. in EI² S. 1174b.
  10. Vgl. dazu T. Lewicki: Art.Misrāta inThe Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. VII, S. 186a–187a. Hier S. 186b.
  11. Vgl. Rebstock:Die Ibāḍiten im Maġrib. 1983, S. 1–56.
  12. Vgl. T. Lewicki: Art.Hawwāra inThe Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. III, S. 295b-299b. Hier S. 296a.
  13. Cynthia Becker:Deconstructiong the History of Berber Arts. In: Katherine E. Hoffman, Susan Gilson Miller (Hrsg.):Berbers and Others: Beyond Tribe and Nation in the Maghrib. Indiana University Press, Bloomington 2010, S. 207f
  14. Faiza Seddiq Arkam:Healing among tradtional practitioners of the Algerian Sahara. In: Thierry Zarcone und Angela Hobart (Hrsg.):Shamanism and Islam. Sufism, Healing Rituals and Spirits in the Muslim World. New York 2013, S. 231.
  15. Wir Juden als Berber. In: Wir-Juden.com. Abgerufen am 28. März 2021. 
  16. s. Weblink: Dieter Jobst:Völkerkundliche Studie: Die Berber – Nordafrika.
  17. Happy 2968! Berber New Year becomes holiday in Algeria. In: The National News. 12. Januar 2018, abgerufen am 11. Januar 2021 (englisch). 
  18. "Marokko – König erklärt Amazigh-Neujahrsfest zum Feiertag. In: maghreb-post.de. 4. Mai 2023, abgerufen am 21. Mai 2023. 
  19. Id Yennayer: Yennayer (Amazigh Nieuwjaar). In: beleven.org. Abgerufen am 12. Januar 2021 (niederländisch). 
  20. La fête de Yennayer: pratiques et présages (Memento vom 20. Februar 2020 imInternet Archive)
  21. Schlangen, Schakale und Skorpione – Berber-Tätowierungen in Nordafrika (Memento vom 4. Juni 2015 imInternet Archive), journal-ethnologie.de
  22. Morocco’s Amazigh tribeswomen see facial tattoo tradition fade | | AW. In:AW. (thearabweekly.com [abgerufen am 25. Dezember 2025]). 
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