Der Ort wurde 1169/70 als „Bechofen“ erstmals urkundlich erwähnt. Wie bei allen Orten, dieBechhofen heißen, leitet sich auch hier der Name vonPechofen ab,[7] d. h. es wurde ursprünglichPech hergestellt, das zu der Zeit üblicherweise in Klöstern oder Königshöfen für die Fackelbeleuchtung benötigt wurde.[8] Die Umdeutung des Ortsnamenbestandteils „-ofen“ zu „-hofen“ erfolgte erst im Nachhinein (1504 erstmals bezeugt).[7]
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Der Ort ist seit derReformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Häuser rechts der Rezat waren ursprünglich nachSt. Georg in Immeldorf gepfarrt, die Häuser links der Rezat nachSt. Nikolai in Neuendettelsau und die vier im 18. Jahrhundert erbauten markgräflichen Häuser nachSt. Margareta (Windsbach). Im Zuge einer sogenannten „Purification“, die die Kammer Ansbach 1807 anordnete, wurden alle Anwesen nach St. Nikolai gepfarrt.[46]
Manfred Jehle:Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009,ISBN 978-3-7696-6856-8.
Manfred Keßler:Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. Dissertation. Erlangen 2009,DNB998940933,S.328–350 (PDF; 11,1 MB).
Georg Muck:Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit.Band2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993,ISBN 3-923006-90-X,S.159–160 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.):Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf 1964,DNB450093387,OCLC17146040,S.112.
↑abE. Fechter:Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 45 f.
↑Nach Georg Rusam war der Abnehmer für das in diesem Ort gewonnene Pech das St.-Gumbertus-Kloster zu Ansbach, nach Helmut Weigel ein Königshof in Windsbach. Beide Annahmen gehen aber wohl in die falsche Richtung, da entsprechende Verbindungen zu diesem Kloster nicht nachweisbar sind bzw. ein Königshof in Windsbach nicht belegt werden kann. Helmut Weigel:Grundlagen und Anfänge kirchlicher Organisation an der mittleren Rezat, in:ZbKG 16 (1941), S. 11. Georg Rusam:Grundlagen und Anfänge kirchlicher Organisation an der mittleren Rezat, in:ZbKG 17 (1942/47), S. 46–57 undZbKG 18, S. 65–101, hier S. 77 (Digitalisat).
↑M. Keßler:Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter, S. 350.
↑G. Muck:Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 159 f.
↑M. Jehle:Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 501.
↑Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/1, 17. Zitiert nach M. Jehle:Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 729.
↑M. Keßler:Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter, S. 330.
↑M. Jehle:Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 836. In der Amtsbeschreibung desPflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 wurden für den Ort 3 nürnbergische Anwesen angegeben: 1 Halbhof unterstand St. Katharina, 1 Hof St. Klara und 1 Halbhof dem Landesalmosenamt (M. Jehle, Bd. 2, S. 745).
↑abcM. Jehle:Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 977f.
↑J. K. Bundschuh:Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 316f.
↑Johann Bernhard Fischer:Bechhofen. In:Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790,OCLC159872968,S.404 (Digitalisat).
↑Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle:Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.
↑Manfred Jehle:Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert: Klöster, Pfarreien und jüdische Gemeinden im Altlandkreis Ansbach im Mittelalter und in der Neuzeit (= Mittelfränkische Studien.Band20). Historischer Verein für Mittelfranken, Ansbach 2009,ISBN 978-3-87707-771-9,S.174.