Bas-Congo-Virus
Bas-Congo-Virus | ||||||||
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Systematik | ||||||||
Taxonomische Merkmale | ||||||||
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Wissenschaftlicher Name | ||||||||
Bas-Congo virus | ||||||||
Kurzbezeichnung | ||||||||
BASV | ||||||||
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DasBas-Congo-Virus (englischBas-Congo [tibro]virus,BASV;SpeziesTibrovirus congo) ist ein mit drei im Jahre 2009 aufgetretenen Fällen vonhämorrhagischem Fieber assoziierter Erreger aus der Familie derRhabdoviridae.[3] DieErkrankungen traten im Ort Mangala in derDemokratischen Republik Kongo auf und zeichneten sich durch einenfulminanten Verlauf aus. Zwei der drei Patienten starben, beim Überlebenden und einer vierten, nicht erkrankten Kontaktperson wurdenAntikörper gegen BASV nachgewiesen.
Entdeckung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Entdeckt wurde dasVirus, nachdem die bekannten Erreger des hämorrhagischen Fiebers ausgeschlossen wurden. ImSerum des überlebenden Patienten wurde BASV in Form vonRNA-Kopien gefunden; dasGenom wurde großenteils mittelsDeep Sequencing rekonstruiert. Laut Stammbaumanalysen unterscheidet BASV sich deutlich von anderen bekannten Rhabdoviren.
Als ungewöhnlich angesehen wird vor allem die Tatsache, dass dieInfektion mit BASV beim Menschen offenbar zu hämorrhagischem Fieber führt, ein Krankheitsbild, das beim Menschen bis dahin nicht im Zusammenhang mit Rhabdoviren aufgetreten ist. Allerdings ist bei Fischen dieVirale Hämorrhagische Septikämie bekannt, eine durch Viren derGattungNovirhabdovirus verursachte Krankheit, die mitBlutungen einhergeht. Für den Menschen relevant sind bislang vor allem die verschiedenen Vertreter der GattungLyssavirus, die das Krankheitsbild derTollwut verursachen.
Krankheitsverlauf und Übertragung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die mit dem Bas-Congo-Virus assoziierte Erkrankung beim Menschen zeichnet sich durch einen akuten, schweren Verlauf aus. Allerdings gibt es auch Hinweise, dass Infektionen asymptomatisch verlaufen können. Die Krankheit setzt plötzlich ein; Symptome sind hohesFieber,Übelkeit,Erbrechen,Durchfall, Bauchschmerz, Kopfschmerz und Erschöpfung. Sehr schnell treten Blutungen (Nasen- und Zahnfleischbluten, Bluterbrechen, blutiger Durchfall) auf. Ein Patient zeigte Einblutungen in die Augen. Der Tod trat bei den beiden verstorbenen Patienten zwei bzw. drei Tage nach Einsetzen der Symptome ein, in beiden Fällen durch Kreislaufversagen. Ein dritter Infizierter überlebte die Erkrankung.
Die beiden zuerst Infizierten waren Schüler, die aber in den Tagen vor der Erkrankung keinen nachgewiesenen persönlichen Kontakt zueinander hatten, die Quelle derPrimärinfektion ist unbekannt. Der dritte Erkrankte war ein Krankenpfleger, der die beiden Schüler bis zu ihrem Tod betreute. Dies deutet darauf hin, dass BASV sich durch engen Kontakt über Körperflüssigkeiten überträgt, eine Übertragung durchTröpfcheninfektion hätte wahrscheinlich eine größere Ausbreitung zur Folge gehabt. Eine vierte Kontaktperson wies Antikörper gegen BASV auf, erkrankte jedoch nicht.
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑abICTV:ICTV Taxonomy history:Akabane orthobunyavirus, EC 51, Berlin, Germany, July 2019; Email ratification March 2020 (MSL #35)
- ↑ICTV Master Species List 2018b v1 MSL #34, Feb. 2019
- ↑G. Grard, et al.:A Novel Rhabdovirus Associated with Acute Hemorrhagic Fever in Central Africa. In:PLoS Pathogens. 8. Jahrgang,Nr. 9, 2012,S. e1002924,doi:10.1371/journal.ppat.1002924 (englisch).