| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Bailey E. Howell | |
| Geburtstag | 20. Dezember1937 (88 Jahre) | |
| Geburtsort | Middleton,Tennessee,Vereinigte Staaten | |
| Größe | 201 cm | |
| Position | Power Forward /Small Forward | |
| College | Mississippi State University | |
| NBA Draft | 1959, 2. Pick,Detroit Pistons | |
| Trikotnummer | 52 (MSU), 18, 15, 18, 16 | |
| Vereine als Aktiver | ||
| 1959–1964Vereinigte Staaten 1964–1966Vereinigte Staaten 1966–1970Vereinigte Staaten 1970–1971Vereinigte Staaten | ||
Bailey E. Howell (*20. Dezember1937 inMiddleton,Tennessee) ist ein ehemaligerUS-amerikanischerBasketballspieler. Er spielte zwölf Saisons in derNational Basketball Association (NBA) und rangierte bei seinem Karriereende 1971 in neun statistischen Kategorien unter den zehn erfolgreichsten Spielern der Liga. Mit denBoston Celtics gewann Howell zweimal die NBA-Meisterschaft. Für seine Leistungen wurde Howell 1997 in dieNaismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen.[1]
Zwischen 1956 und 1959 spielte Howell für die Mannschaft derMississippi State University (MSU).[Anm. 1] Am 28. Dezember 1956 erzielte Howell beimEvansville Invitational Basketball Tournament and All-American Holiday Tournament gegen diePioneers derUniversity of Detroit 22 Punkte. Durch einen Agenturbericht derAP wurde deutlich, dass diePioneers einintegriertes Team waren, was in derGeschlossenen Gesellschaft der zweitenReconstruction Mississippis, die jegliche Wettkämpfe gegen afrikanische Amerikaner verbot, einen Skandal auslöste. Wegen des Verstoßes gegen dasUngeschriebene Gesetz (auchGentlemen’s Agreement genannt), wurden die Maroons kurz vor dem Finale zurück nach Hause beordert. Zu diesem Zeitpunkt erzielte Howell durchschnittlich 26,4 Punkte pro Spiel und war landesweit führend inRebounds.[2]
Nachdem er in der Saison 1957/58 gegen das Spitzenteam derUniversity of Kentucky 37 Punkte verbuchte und gegen dieLouisiana State University in derselben Spielzeit 34Rebounds sammeln konnte, erregte Howell landesweite Aufmerksamkeit.[3] Im Lauf der Saison führte Howell seine Mannschaft zum Universitätsrekord von 17 Siegen, wobei er eine durchschnittliche Feldwurfquote von 56,8 Prozent pro Spiel erreichte. Für seine Leistungen wurde er zumSophomore of the Year in derSoutheastern Conference derNCAA gewählt.[3]
1958 erzielte Howell im Schnitt 27,8 Punkte pro Spiel und wurde alsAll-American (Zweites Team) ausgezeichnet. Außerdem wählte man ihn zumwertvollsten Spieler derSoutheastern Conference (kurz: SEC), wie auch 1959. Am 23. Februar im Spiel gegenTulane brach erBob Pettits SEC-Karrieren-Punkterekord. In jenem Jahr gewann er mit der MSU den Titel derSoutheastern Conference und wurde erneut als All-American (Erstes Team) ausgezeichnet und als einziger einstimmig insSEC First Team gewählt.[3][4] Auf die Frage nach den Chancen auf einen möglichen Antritt beimNCAA-Meisterschaftsturnier angesichts desUngeschriebenen Gesetzes, antwortete Howell, der nach der Saison ohnehin in denAll-Star Games mit und gegen Schwarze spielen würde, einem ungenannten Reporter derUnited-Press-International-Agentur: „I would want to go. All the boys would want to go and we will if they let us“ („Ich würde gehen wollen. Die Jungs würden ausnahmslos gehen wollen und das werden wir, wenn sie uns lassen“).[5] Nach Howells Weggang gewann die MSU weitere drei SEC-Meisterschaften in vier Jahren, sollte aber nicht vor 1963 zumNCAA-Meisterschaftsturnier reisen und die Athletikabteilung erst 1971 integrieren.
In seiner Collegekarriere erzielte Howell mit der MSU eine Bilanz von 61 Siegen bei 14 Niederlagen. Dabei wurde er der erste Spieler mit wenigstens 2.000 Punkten und 1.000 Rebounds in der Geschichte derSoutheastern Conference. Diese Marke erreichten seither lediglichTom Gola undOscar Robertson.[3]
ImNBA-Draft 1959 wurde Howell an zweiter Stelle von denDetroit Pistons ausgewählt. Damit ist Howell bis heute der am höchsten im Draft ausgewählteAlumnus der MSU. In seinen ersten sechs Spielzeiten erreichte Howell jeweilszweistellige Werte in Punkten und Rebounds.[6] Von 1961 bis 1967 nahm er außerdem sechsmal in Folge amNBA All-Star Game teil.[6] 1963 wurde Howell die Ehre zuteil, in die zweite Reihe desAll-NBA Teams gewählt zu werden.
In der zweiten Hälfte seiner Karriere stieß Howell für drei Spielzeiten zu denBoston Celtics, wo er den Front-Court umBill Russell verstärkte und 1968 sowie 1969 jeweils mit der Mannschaft den NBA-Titel errang. Seine letzte Profisaison spielte Howell für diePhiladelphia 76ers, allerdings zum ersten Mal in seiner Karriere für weniger als 20 Minuten Einsatzzeit pro Partie.[6]
In 951 NBA-Spielen über 12 Spielzeiten erzielte Bailey Howell insgesamt 17.770 Punkte (18,7 pro Spiel), 9.383 Rebounds (9,9 pro Spiel) sowie 1.853Assists (2,0 pro Spiel).[7] Mit Stand 2017 liegt er nach Punkten unter den Top 75 der NBA und nach Rebounds unter den Top 50, wie auch mit seinen 4740 Freiwürfen bei einer Quote von 76,2 %.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Howell, Bailey |
| ALTERNATIVNAMEN | Howell, Bailey E. |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Basketballspieler |
| GEBURTSDATUM | 20. Dezember 1937 |
| GEBURTSORT | Middleton,Tennessee, Vereinigte Staaten |