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Bahnstrecke Liège–Aachen

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Aachen–Lüttich
Thalys auf der Fahrt über das Viadukt von Dolhain
Thalys auf der Fahrt über das Viadukt von Dolhain
Strecke der Bahnstrecke Liège–Aachen
Belgische Strecke L37 von Lüttich
bis zur deutschen Grenze bei Aachen
Streckennummer (DB):2600
Streckennummer:L 37 (Belgien)
Kursbuchstrecke (DB):480a
Streckenlänge:47 km
Spurweite:1435 mm(Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:3 kV =
MaximaleNeigung: 26 
Streckengeschwindigkeit:Aachen–Grenze: 160 km/h
Grenze–Lüttich: 140 km/h
Zweigleisigkeit:durchgehend
Schnellfahrstrecke von Köln
Bahnhof
70,2Aachen Hbf
(Systemwechselbahnhof)
Abzweig geradeaus und nach rechts
Strecke nach Mönchengladbach
Ronheider Rampe (26 ‰)
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
72,9Aachen Süd
Tunnel
alter/neuer Buschtunnel (691/711 m)
75,0YRonheide(Abzw,
1918–2008Überwerfung)
Abzweig geradeaus und ehemals nach rechts
ehem.nach Moresnet (L 24A)
Grenze
77,0
47,0
Staatsgrenze Deutschland/Belgien
Haltepunkt / Haltestelle
45,9Hergenrath
Brücke über Wasserlauf
Göhl,Hammerbrücke (220 m)
Abzweig geradeaus und nach links
45,3HammerbrückeHSL 3 nach Chênée
ehemaliger Bahnhof
42,4Astenet
Abzweig geradeaus und von links
von(Stolberg –)Raeren (L 49)
Eupen, eingleisig
Dienststelle, ehemals Bahnhof
39,5Herbesthal
ehemaliger Grenze
ehemalige GrenzeDeutsches Reich/Belgien
Bahnhof
37,7Welkenraedt
Abzweig geradeaus und nach rechts
nachMontzen (L 39)
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
Welkenraedt Ouest
Kreuzung geradeaus unten
HSL 3 Chênée ↔ Hergenrath
Tunnel
Ruyfftunnel (63 m)
ehemaliger Bahnhof
Dolhain Gare
Tunnel
Tunnel de la Moutarde (480 m)
Haltepunkt / Haltestelle
31,7Dolhain-Gileppe
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
Tunnel
Tunnel de Vieille Foulerie (167 m)
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
29,5Nasproué
Tunnel
Tunnel de Nasproué (195 m)
Tunnel
Tunnel de Chantoir (169 m)
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
ehemaliger Bahnhof
27,1Verviers Est
Tunnel
Tunnel du Palais de Justice (152 m)
Tunnel
Tunnel Trou du Pont (151 m)
Haltepunkt / Haltestelle
25,4 Verviers Palais
Tunnelanfang
Tunnel Chic-Chac (388 m)
Bahnhof Streckenende (im Tunnel)
24,6Verviers Central(Reiterbahnhof)
ehemaliger Bahnhof
25,0Verviers Matadi
Verschwenkung von rechts
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof quer (Strecke außer Betrieb)Abzweig geradeaus, ehemals nach rechts und ehemals von rechts
25,5Verviers Ouest(ehem. Verviers-Léopold)
(L 38A) nachBattice
Verschwenkung nach rechts
Tunnel
Tunnel d'Ensival (380 m)
ehemaliger Bahnhof
23,5Ensival
Brücke über Wasserlauf
Vesdre (zwei Querungen)
Bahnhof
20,3Pepinster(Keilbahnhof)
Abzweig geradeaus und nach links
Strecke nach Spa-Géronstère (L 44)
Brücke über Wasserlauf
Seitenfluss derVesdre
Tunnel
Tunnel (212 m)
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
18,8Cornesse
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
Tunnel
Tunnel de Becoen (176 m)
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
17,8Goffontaine
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
Tunnel
Tunnel Hallinsart (634 m)
Brücke über Wasserlauf
Vesdre (zwei Querungen)
Tunnel
Tunnel bei Nessonvaux (192 m)
Haltepunkt / Haltestelle, ehemals Bahnhof
15,3 Nessonvaux
Brücke über Wasserlauf
Vesdre (zwei Querungen)
Haltepunkt / Haltestelle
13,8 Fraipont
Tunnel
Tunnel (262 m)
ehemaliger Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
12,5Olneehem. Anschl. Kieswerk
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
Tunnel
Tunnel bei Trooz (120 m)
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
Haltepunkt / Haltestelle
11,0Trooz
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
9,5La Brouck
Tunnel
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
Haltepunkt / Haltestelle, ehemals Bahnhof
7,5Chaudfontaine (Wieder-
inbetriebnahme 3. Sept. 2018)
Tunnel
Tunnel de Hauster (281 m)
Brücke über Wasserlauf
Vesdre
ehemaliger Haltepunkt / Haltestelle
5,8Henne-Chèvremont
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
ehemals nachBleyberg (L 38)
Abzweig geradeaus und von rechts
HSL 3 von Hergenrath
Haltepunkt / Haltestelle, ehemals Bahnhof
4,1Chênée
Brücke über Wasserlauf
Ourthe
Abzweig geradeaus und von links
Strecke von Marloie
Haltepunkt / Haltestelle, ehemals Bahnhof
2,6Angleur
Kreuzung geradeaus oben, links und rechts
2,0
1,3
StreckeMaastricht ↔ Namur (L 40)
Brücke über Wasserlauf
Pont du Val-Benoît (Maas)
Abzweig geradeaus und von links
Strecke vonFlémalle
Bahnhof
0,0Liège-Guillemins
Abzweig geradeaus und nach rechts
Strecke nach Hasselt (L 34),
bisLiège-Saint-Lambert
Strecke nach Brüssel (L 36)

Quellen:[1][2]

DieBahnstrecke Liège–Aachen (Linie 37) ist eine bereits am 15. Oktober 1843 eröffnete, 54 Kilometer langezweigleisige, elektrifizierteHauptstrecke des internationalen Bahnverkehrs zwischenBelgien undDeutschland, dieLüttich mitVerviers undAachen verbindet. Sie verläuft innerhalb Belgiens abschnittsweise im Tal derWeser (französisch: Vesdre), eines Nebenflusses derOurthe, und wird daher gelegentlich auch alsWesertalstrecke bezeichnet.

Innerbelgisch dient sie vor allem der Erschließung weiter TeileOstbelgiens, des Industrieraumes umVerviers und der Hauptstadt derDeutschsprachigen Gemeinschaft,Eupen.

Sie ist mit ihren Abschnitten vonLiège-Guillemins bisChênée sowie von der Abzweigstelle Hammerbrücke beiHauset bis Aachen Teil derSchnellfahrstrecke Paris–Brüssel–Köln. Von Chênée bis Hauset dient die im Wesentlichen parallel, aber außerhalb des Tales der Weser verlaufende SchnellfahrstreckeHSL 3 demHochgeschwindigkeitsverkehr.

Streckenbeschreibung

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Hammerbrücke bei Hergenrath

Die Strecke durchquert im Abschnitt Dolhain–Angleur das Tal der Weser, ein landschaftlich reizvolles Seitental in denArdennen. Der von der Verbindung durchquerteVervierser Agglomerationsraum ist dicht besiedelt und industriell geprägt.

Die Bahnstrecke ist charakterisiert durch viele Tunnel wie denBuschtunnel und zahlreiche Weser-Querungen. Die bekannteste dieser Brücken ist der Viadukt vonDolhain. Ein weiteres bekanntes Kunstbauwerk ist dieHammerbrücke über dasGöhltal beiHergenrath, an deren Stelle bis 1940 ein 209 Meter langes und bis zu 40 Meter hohes gemauertes Viadukt mit doppelter Bogenreihung stand, das wie derViadukt von Moresnet ebenfalls als Geultalviadukt bezeichnet wurde.[3]

DerFestungsring Lüttich wird zweimal überquert. Aus diesem Grunde wurde die Strecke an verschiedenen Stellen mitBunkern gesichert, deren Überreste heute noch erkennbar sind.

Bedeutende Knotenpunkte

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Die Strecke hat ihren Ausgangspunkt im 1901 erbautenAachener Hauptbahnhof, von wo ebenfalls die Hauptstreckennach Mönchengladbach/Düsseldorfund Köln beginnen. Außerdem verkehrt von dort dieEuregiobahn nach Stolberg-Altstadt/Weisweiler sowie nach Alsdorf.

Der frühere GrenzbahnhofHerbesthal wurde 1966 stillgelegt, seine Aufgaben übernahm der knapp einen Kilometer weiter westlich liegende heutige Grenzbahnhof inWelkenraedt. Dort befinden sich umfangreiche Rangier- und Abstellanlagen für die in der Hauptverkehrszeit eingesetztenP-Züge nach Brüssel sowie dieIntercity-Züge Ostende–Eupen, da der an derBahnstrecke Welkenraedt–Raeren liegende Bahnhof Eupen nicht über einenAbstellanlage verfügt. In Welkenraedt zweigt auch die elektrifizierteZubringerstrecke zurMontzenroute nachAntwerpen ab, die nur dem Güterverkehr und einigen betriebsinternen Personentransporten dient.

Nächster wichtiger Bahnhof ist derHauptbahnhof von Verviers,Verviers Central. Als Besonderheit ist dieser fünfgleisige Bahnhof alsSattelbahnhof ausgeführt, was bedeutet, dass das Empfangsgebäude, welches quer zu den Gleisen gebaut wurde, auf jenensattelt. Der Bahnhof wurde in den 1930er Jahren errichtet und ersetzt seitdem den ehemaligen als Hauptbahnhof dienendenKopfbahnhofVerviers-Ouest.

Hinter dem Vervierser Bahnhof, imKeilbahnhof Pepinster, verzweigt sich die Strecke in die Äste nach Liège und Spa. Zwischen den Bahnsteigen der jeweiligen Richtungen (Lüttich, Aachen, Spa) befindet sich eine interessante und aufwändig restaurierteBahnhofshalle, welche ein Umsteigen zwischen den Zügen auf trockenem Fuße gewährleistet. Die Strecke endet imBahnhof Liège-Guillemins, von wo Verbindungen in Richtung Hasselt/Antwerpen, Maastricht, Luxemburg, Namur und Brüssel bestehen.

  • Strecke Aachen–Lüttich
  • Aachen Hauptbahnhof
    Aachen Hauptbahnhof
  • Bahnhof Welkenraedt
    Bahnhof Welkenraedt
  • Viadukt von Dolhain
    Viadukt von Dolhain
  • Verviers Central
    Verviers Central
  • Bahnhof Pepinster
    Bahnhof Pepinster
  • Bahnhof Liège-Guillemins
    Bahnhof Liège-Guillemins

Betrieb und Geschichte

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Der Bau der Strecke und die vorausgegangene Genehmigung vom 12. Februar 1837 waren das Ergebnis langwieriger Verhandlungen zwischen derRheinischen Eisenbahngesellschaft und einem Ausschuss hochrangiger Aachener Persönlichkeiten, unter anderem des Präsidenten derHandelskammer Aachen,David Hansemann, des Aachener RegierungspräsidentenAdolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg und des Tuch- und NadelfabrikantenPhilipp Heinrich Pastor.

Die Vertreter Aachens hatten sich dafür eingesetzt, dass entgegen der ursprünglich geplanten weiträumigen Umgehung Aachens die Trasse doch über Aachen (Rheinischen Bahnhof) und das Wesertal nach Lüttich verlaufen sollte. Notwendig dazu waren allerdings auch der Bau der so genanntenRonheider Rampe, einer geneigten Ebene, die man zunächst nur mittels Seilzugsbetriebs mit stationärer Dampfmaschine überwinden konnte, und der Bau desBuschtunnels, beide im Bereich desStadtwalds zwischen der Innenstadt und der deutsch-belgischen Grenze. Die seit 1838 im Bau befindliche Strecke konnte am 15. Oktober 1843 eröffnet werden. Sie war die erste grenzüberschreitende Eisenbahnstrecke weltweit.

Aufgrund desVersailler Vertrags musste das Deutsche Reich den seit 1815preußischenKreis Eupen am 10. Januar 1920 an Belgien abtreten. Der Grenzbahnhof Herbesthal wurde geschlossen. DerBahnhof Aachen Süd wurde neuer Grenzbahnhof für den Güterverkehr, der Aachener Hauptbahnhof für den Personenverkehr.[4]

In den 1930er Jahren erfolgte eine gründliche Umstrukturierung der Bahnanlagen in Verviers, als der bisherigeKopfbahnhofVerviers-Ouest durch den neuenDurchgangsbahnhofVerviers Central ersetzt wurde. Schnellster Zug der Strecke war damals derOstende-Köln-Pullman-Express, der eine schnelle Tagesverbindung zwischen Köln und London herstellte.

DerZweite Weltkrieg brachte eine Zerstörung der Hammerbrücke bei Hergenrath, einer zweigeschossigen, gemauertenBogenbrücke, mit sich. Der Viadukt wurde nicht in alter Geometrie wiederaufgebaut. In der Nachkriegszeit wurden vielmehr auf die alten Pfeiler stählerne Fachwerkträger montiert. Das Provisorium wurde schließlich 1997 durch einen kompletten Neubau ersetzt.

Im Zuge der zunehmenden Bedeutung der Strecke im internationalen Verkehr wurde diese 1966 elektrifiziert, wobei die gesamte Strecke auch auf deutschem Gebiet mit 3 KilovoltGleichspannung betrieben wird. Der Wechsel zwischen denBahnstromsystemen von Deutschland und Belgien findet im Aachener Hauptbahnhof statt. Zu diesem Zweck sind dort die Oberleitungen an den Gleisen 6 bis 9 so ausgerüstet, dass wahlweise 15 Kilovolt, 16,7 HertzWechselspannung derDeutschen Bundesbahn oder 3 Kilovolt Gleichspannung derNMBS/SNCB aufgeschaltet werden kann. Zeitgleich änderte die Deutsche Bundesbahn die Gleisführung im Bereich des Abzweigbauwerks westlich des Buschtunnels, das als Teil derBahnstrecke Aachen Buschtunnel–Moresnet 1917 errichtet worden war. Für einen kreuzungsfreien Wechsel von deutschem Rechts- auf belgischen Linksverkehr wurde 1966 das Richtungsgleis nach Aachen in die Trasse von Moresnet unter die Brücke eingeschwenkt. Bis dahin fuhren zwischen Herbesthal und Aachen die Züge im Rechtsverkehr.[5]

Während die SNCB in den 1980er Jahren zahlreiche eher schwach frequentierte Haltepunkte schloss, fand zeitgleich eine Renaissance des Bahnverkehrs auf der abzweigenden StreckeWelkenraedt–Eupen statt:

Jene Zweigstrecke, auf welcher der Personenverkehr schon in der Nachkriegszeit eingestellt worden war, wurde 1984 auf politischen Druck derDeutschsprachigen Gemeinschaft (DG) reaktiviert und elektrifiziert, und der neu errichtete BahnhofEupen (Hauptstadt der DG) wurde Endpunkt derInterCity-Linie Ostende–Brüssel–Lüttich–Verviers–Eupen. Bei dieser Linie handelt es sich um die wichtigste Ost-West-Eisenbahnverbindung Belgiens.

Der AbschnittAachen Hauptbahnhof –Aachen Süd (Grenze) wurde für 160 km/h ausgebaut.[6] Dazu erhielt der Buschtunnel in der Nähe der Grenze zu Belgien eine zweite Tunnelröhre, die in den Jahren 2004 bis 2007 entstand. Im Anschluss wurde die alte Röhre modernisiert und am 23. Oktober 2011 wieder dem Verkehr übergeben. Seitdem verläuft in beiden Röhren jeweils nur ein Gleis. 2008 wurde das Überwerfungsbauwerk westlich des Buschtunnels für eine verbesserte Streckenführung abgebrochen. Der Linksverkehr endet bzw. beginnt seit 2011 im Aachener Hauptbahnhof.

Im Oktober 2013 haben amBahnhof Verviers Central umfangreiche Tunnelarbeiten begonnen. Die Tunneldecke unter dem Bushof soll um 40 Zentimeter angehoben werden, so dass nach Abschluss der Arbeiten auch Doppelstockwagen eingesetzt werden können.[7] Es werden Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro veranschlagt, die voraussichtliche Bauzeit dauert bis Ende 2017.[8][9]

Der Verkehr, der schon immer von traditionsreichen Zugläufen wie demOstende-Wien-Express, demNord-Express oder demTauern-Express geprägt war, erfuhr in den 1990er Jahren die nächste grundlegende Änderung:

Oostende-Express inKöln Hbf

1997 verkehrte erstmals derHochgeschwindigkeitszugThalys über die Strecke, ab 2002 wurden die letzten verbliebenen durchgehendenSchnellzug/Intercity-Verbindungen vonKöln viaBrüssel nachOstende auf dem Abschnitt Frankfurt am Main–Köln–Brüssel durchIntercity-Express-Züge ersetzt. Die Reise von Köln nach Ostende erfordert so heute einen ein- bis zweimaligen Umstieg und kann seit 2013 nicht mehr nach Großbritannien fortgesetzt werden, nachdem der Betreiber der einzigen Fährverbindung von Ostende nach Ramsgate in Konkurs gegangen ist. Zum Sommerfahrplan 2009 verließen diese Hochgeschwindigkeitszüge die Strecke unmittelbar im Wesertal und werden seitdem über die neu errichteteHSL-3-Hochgeschwindigkeitsstrecke geführt.[10]

Die Schnellzüge Köln–Ostende wurden 2002 durch denInterregioqeuregioAIXpress als neuen grenzüberschreitenden Zug imSchienenpersonennahverkehr ersetzt. Die Züge verkehrten ab Dezember 2002 bis Dezember 2014 täglich im Zweistundentakt zwischen Aachen und Liège-Guillemins. Ab Dezember 2014 bis 10. Dezember 2023 verkehrte der Zug alsRegionalbahnL 09 von Aachen nach Spa-Géronstère. Direktverbindungen im Nahverkehr nachLiège-Guillemins gab es seitdem nicht mehr. Die Züge werden im Aachener Hauptbahnhof alsRegionalexpress 29 geführt. Der Name, dasWortspieleuregioAIXpress setzt sich aus den WörternEuregio,Aix-la-Chapelle (französischer NameAachens) undExpress zusammen. Am 3. September 2018 wurden der BahnhofChaudfontaine wiedereröffnet, dieL 17 im Rahmen der Einführung derS-Bahn Lüttich inS 41 umbenannt und ab 10. Dezember 2023 ebendiese S 41 bis nach Aachen Hbf verlängert.

Gegenwärtiger Betrieb

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Intercity mitReihe 18 und zwölfI11-Wagen in Pepinster

Die Strecke wird gegenwärtig im Abschnitt Welkenraedt–Lüttich stündlich von belgischen IC-Zügen (Linie 01) von Eupen nach Oostende bedient, die aus einer Lokomotive derNMBS/SNCB-Reihe 18 und zwölfI11-Wagen oder ausM6-Wagen gebildet werden. Im Dezember 2014 wurde eine zusätzliche IC-Linie (Linie 12, Mo–Fr) bestehend aus M6-Wagen zwischen Welkenraedt und Kortrijk über Lüttich und Brüssel eingeführt, so dass auf dem Abschnitt Welkenraedt-Lüttich ein Halbstundentakt mit InterCity-Zügen besteht.Außerdem gibt es hier seit 10. Dezember 2023 auf dem Abschnitt Verviers-Lüttich einen Halbstundentakt derS-Bahn Lüttich, die stündlich bis nach Aachen Hbf weiterfährt.

Seit dem 20. Januar 2020 fährt wieder ein internationaler Nachtzug von Brüssel über Lüttich und Aachen nach Wien; dieser verkehrt dreimal in der Woche und wird von den ÖBB alsNightjet angeboten. Damit besteht wieder ein Angebot, das es bis Dezember 2003 schon einmal gab. Darüber hinaus fährt seit dem 10. Dezember 2023 auch wieder ein Nightjet nach Berlin Hbf. Dieser verkehrt bis Mannheim Hbf mit dem Wiener Zugteil zusammen und ab Mannheim Hbf getrennt von diesem.

LinieLinienbezeichnungLinienverlauf
IC 01InterCityOstende – Brüssel – Lüttich – Verviers – Eupen
IC 12InterCityKortrijk – Gent – Brüssel – Lüttich – Verviers – Welkenraedt
L 09Locale TrainSpa-Géronstère – Verviers Central
RE 29S-BahnLüttich – Verviers – Welkenraedt – Aachen Hbf
S-Bahn

Hasselt – Tongern – Lüttich – Verviers-Central 

PVerstärkerzugWelkenraedt – Verviers – Lüttich – Herstal 

Leit- und Sicherungstechnik

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Die Strecke wird vonElektronischen Stellwerken mit Kombinationssignalen gesichert. Als Besonderheit für eine zweigleisige Hauptbahn gilt der „Posten 58“ (Bahnübergang Luerweg, km 76,3, Typ NFA 60), der als Anrufschranke in Grundstellung geschlossen ist und nur bei Bedarf öffnet.[11]

Derzeit sind die ZugbeeinflussungssystemePZB 90,Crocodile undTBL1+ installiert[11]. Während die PZB-Ausrüstung nur den deutschen Streckenanteil abdeckt, reicht die Ausrüstung mit TBL1+ seit Dezember 2013 bis nachAachen Hbf.[12] Die Ausrüstung mit dem europäischen ZugbeeinflussungssystemETCS ist derzeit in Planung.[13]

Literatur

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  • Die rheinisch-belgische Eisenbahn. In:Illustrirte Zeitung.Nr. 24. J. J. Weber, Leipzig 9. Dezember 1843,S. 375 (Digitalisat in der Google-Buchsuche). 
  • ZeitschriftZüge, 1/2007

Weblinks

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Commons: Bahnstrecke Liège–Aachen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. DB Netze - Infrastrukturregister
  2. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014,ISBN 978-3-89494-145-1. 
  3. Paul G. Land:Der Bau der Strecke Köln–Aachen–Antwerpen. Die preußische Teilstrecke. Marcel Lambou:Die internationale Eisenbahnverbindung Lüttich–Köln. In:Die Deutsche Bahn, 9–10/1993
  4. Hans Schweers, Henning Wall: Eisenbahnen rund um Aachen: 150 Jahre internationale Strecke Köln – Aachen – Antwerpen. Verlag Schweers + Wall, Aachen 1993,ISBN 3-921679-91-5, S. 121
  5. Hans Schweers, Henning Wall: Eisenbahnen rund um Aachen: 150 Jahre internationale Strecke Köln – Aachen – Antwerpen. Verlag Schweers + Wall, Aachen 1993,ISBN 3-921679-91-5, S. 150
  6. Ausbaustrecke (ABS) 4. Köln – Düren – Aachen – Paris/Amsterdam: 1. Baustufe Köln – Düren. Sechzehnseitige Broschüre, August 2002.
  7. Chantal Delhez: Bahnhof von Verviers wird von Grund auf saniert. In: BRF. Belgischer Rundfunk, 7. Oktober 2013, abgerufen am 12. Oktober 2013. 
  8. BRF-Nachrichten vom 22. September 2015
  9. Rehaussement du tunnel de la ‘Chic-Chac’ à Verviers, Pressemitteilung von infrabel.be (französisch)
  10. Mit 260 Sachen Richtung Westen (Memento vom 16. Juni 2009 imInternet Archive), www.ksta.de
  11. abDB Netze - Zusatzvereinbarung über die örtlichen Besonderheiten auf der grenzüberschreitenden Strecke (Aachen Hbf -) Aachen Süd - Abzw Hammerbrücke (- Welkenraedt/Liège) (Memento vom 24. August 2021 imInternet Archive)
  12. Heiko Eisenbrandt, Holger Ernt, Wolfgang Sauer, Muhammet Topaloglu:Zugsicherungssystem TBL1+ auf der Strecke zwischen Aachen und der belgischen Grenze. In:Signal + Draht.Band 106,Nr. 7+8, August 2014,ISSN 0037-4997,S. 35–39. 
  13. Lars Brune, Pascal Kahnert, Julia Kalkreiber, Bavo Lens:ETCS an Landesgrenzen: Interoperabilität und Ausrüstungsvarianten. In:Signal + Draht.Band 113,Nr. 7+8, August 2021,ISSN 0037-4997,S. 23–35. 
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