Bahnhof Bremen-Vegesack

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Bremen-Vegesack
Empfangsgebäude
Empfangsgebäude
Daten
BetriebsstellenartBahnhof
Lage im NetzEndbahnhof
BauformKopfbahnhof
Bahnsteiggleise2
AbkürzungHBV[1]
IBNR866
Preisklasse5
Eröffnung1862
Architektonische Daten
BaustilHistorismus
Lage
LandBremen
StaatDeutschland
Koordinaten53° 10′ 11″ N,8° 37′ 46″ O53.1696178.629316Koordinaten:53° 10′ 11″ N,8° 37′ 46″ O
Höhe (SO)m
EisenbahnstreckenBahnstrecken bei Bremen-Vegesack
Bahnhöfe in Bremen
i16i18

DerBahnhof Bremen-Vegesack ist einKopfbahnhof inBremen-Vegesack, der 1862 gebaut wurde.

Das Ensemble mit Empfangsgebäude,[2] Bahnsteigüberdachung[3] und demGüterbahnhofsgebäude[4] stehen seit 2022 unterBremischem Denkmalschutz.[5]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

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Nahverkehrszug mit einerElektrolokomotive derBaureihe E 41 auf Gleis 1 (1987)

DieBahnstrecke Bremen-Burg–Bremen-Vegesack wurde 1862 eröffnet. In Vegesack erfolgte 1888/1889 der Anschluss derStrecke nach Farge.

Empfangsgebäude: Das verklinkertehistorisierende massiveBahnhofsempfangsgebäude stammt von 1862 und besteht aus zwei zweigeschossige Kopfbauten und einen dazwischenliegenden, niedrigeren Mittelteil.
Der Haupteingang desEmpfangsgebäudes befand sich bei der Eröffnung 1862 auf der Westseite des Mittelteils; er wurde später um eine Fensterachse verschoben. Von 1862 bis 1939 hieß der BahnhofGrohn-Vegesack. 1914 und 1925 gab es Erweiterungen der Bauanlagen. Der Zugang erfolgte nun zum ehemaligen Schalterbereich über den Anbau am nördlichen Kopfbau.
Ein weiterer Anbau im Norden des Kopfbaus diente vermutlich derGepäckabfertigung. Im südlichen Kopfbau waren in beiden Geschossen die Dienstwohnungen. Im Inneren des Mittelteils und des nördlichen Kopfbaus waren früher der Abfertigungs- und Schalterbereich sowie dieWarteräume. Im Eingangsanbau zumBahnhofsvorplatz sowie im früheren Schalterbereich ist eine repräsentative Wandgestaltung von 1920 mit Fliesen und Reliefs aus derGrohner Fliesenfabrik erhalten, mit maritimen, floralen und ländlichen Motiven.

Bahnsteigüberdachungen stehen an der Südost- und Nordostseite des Empfangsgebäudes sowie auf dem nördlichen Doppelbahnsteig:
Die Überdachung an der Südostseite von1862 besteht aus Eisengussstützen mit aufwendig verziertenKapitellen, mit filigranem, genietetem Eisenfachwerk und mit Aussteifung ihrer Stützenzwickel durch eiserne Ringe.
Die Schmetterlingsdächer von 1925 werden von genieteten Mittelstützen getragen. Diese Form wurde ab Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut.
Die Überdachung des Zwischenraums an der Nordostseite des Empfangsgebäudes ist eine genietete Tragwerkskonstruktion aus Stahlfachwerk, die vermutlich gleichzeitig mit der nördlichen Doppelbahnsteig-Überdachung entstanden ist.

Güterbahnhof: Das Gebäude des ehemaligenGüterbahnhofes aus dem späten 19. Jahrhundert steht auf der gegenüberliegenden Seite des Empfangsgebäudes zwischen den Gleisanlagen und der heutigen Hermann-Fortmann-Straße. Das zweigeschossige lange Gebäude mitSatteldach wurde 2010 umgebaut. Die dabei erhaltene hölzernen Rampenüberdachung wird über Streben mittels Konsolen am Mauerwerk abgefangen.
Das Gebäude beherbergt seit 1993 denKulturbahnhofBremen-Nord(kuba). Dieser wird für diverse Veranstaltungen genutzt und vomKulturbüro Bremen-Nord betrieben.[6]

Platz: DerVegesacker Bahnhofsplatz wurde nach 2014 umgestaltet und dabei die glasüberdachten Wartezonen abgebaut.

Verkehr

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Von 1961 bis 2007 ruhte der Personenverkehr nachFarge. Seit 2011 bestehen durchgehende Zugverbindungen zwischenBremen Hauptbahnhof und Farge durch die Linie RS 1 derRegio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen.

LinieVerlaufTakt
RS 1Bremen-Farge –Bremen Turnerstraße –Bremen Kreinsloger –Bremen Mühlenstraße –Bremen-Blumenthal –Bremen Klinikum Nord/Beckedorf – Bremen-Aumund –Bremen-Vegesack – Bremen-Schönebeck – Bremen-St. Magnus – Bremen-Lesum –Bremen-Burg – Bremen-Oslebshausen –Bremen-Walle –Bremen Hbf – Bremen-Sebaldsbrück –Bremen-Mahndorf –Achim –Baden (Kr Verden) –Etelsen –Langwedel –Verden (Aller)
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2023
30 min
15 min(Vegesack–Bremen Hbf werktags)
60 min(Bremen Hbf–Verden am Wochenende)

VomBahnhofsplatz fahren die Buslinien 90 (GröpelingenNeuenkirchen), 91 und 92 (Gröpelingen–Rönnebeck), 94 (Gröpelingen–Bockhorn (oder BetriebshofBlumenthal)) und 98 (Bf Vegesack–Hammersbeck) sowie N7 (Hauptbahnhof–Neuenkirchen) und N8 (Bf Vegesack–Schwanewede) und 677 (Vegesack–Uthlede) sowie N61 (Vegesack–Hagen).

Literatur

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  • Diedrich Steilen:Geschichte der bremischen Hafenstadt Vegesack. Vegesack (Rohr) 1926.
  • Eberhard Syring:Bremen und seine Bauten – 1950–1979. Schünemann Verlag, Bremen 2014,ISBN 978-3-944552-30-9.

Weblinks

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Commons: Bahnhof Bremen-Vegesack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Abkürzung
  2. Bahnhof, Bahnhofsempfangsgebäude (Bremen, Vegesacker Bahnhofsplatz 4 & 5 & 5a) in der Datenbank desLandesamtes für Denkmalpflege Bremen
  3. Bahnsteigüberdachung in der Datenbank desLandesamtes für Denkmalpflege Bremen
  4. Güterbahnhof in der Datenbank desLandesamtes für Denkmalpflege Bremen
  5. Bahnhof Vegesack in der Datenbank desLandesamtes für Denkmalpflege Bremen
  6. Kulturbahnhof Vegesack. Kulturbüro Bremen-Nord, abgerufen am 14. Oktober 2022. 
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