EinBahnhof (abgekürzt Bf oder Bhf, bahnamtlich normalerweise ohne Punkt, veraltet auchEisenbahnhof,Stationsbahnhof oderStationshof) ist eineEisenbahnbetriebsanlage.
In Deutschland ist die Definition in § 4 Abs. 2 derEisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) enthalten: „Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einerWeiche, woZüge beginnen, enden, ausweichen oderwenden dürfen. Als Grenze zwischen den Bahnhöfen und derfreien Strecke gelten im allgemeinen dieEinfahrsignale oderTrapeztafeln, sonst die Einfahrweichen.“ (Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO)
§ 4 Begriffserklärungen Abs. (2))
Bahnhöfe können in Bahnhofsteile unterteilt sein. Bahnhofsteile können durch Zwischensignale bzw. SignaleNe 14 gegeneinander abgegrenzt sein.[1]
In Österreich lautet die Definition
in § 11 Abs. 11 der Eisenbahnbau- und -betriebsverordnung (EisbBBV): „Bahnhöfe sind Betriebsanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Zugfahrten beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Als eisenbahnbetriebliche Grenze zwischen den Bahnhöfen und der freien Strecke gelten im Allgemeinen die Einfahrsignale oder die Trapeztafeln.“
in § 2 Abs. 1 (a) Betriebsvorschrift derÖBB: „Bahnhöfe sind Betriebsstellen, in denen Züge beginnen, enden, oder einander ausweichen können. Bahnhöfe werden von Einfahrsignalen oder Trapeztafeln begrenzt […]“[2]
In der Schweiz wurde früher zwischen Bahnhof und Station im Sinne von zwei Größenklassen derselben Funktion (maßgebend waren die Verkehrspunkte) unterschieden. Heute werden die beiden Begriffe synonym verwendet, wobei sich der Begriff Bahnhof stärker durchsetzt. Die Gesetzgebung verwendet die Begriffe schon lange synonym, meint damit aber die Zugangsorte für den Publikumsverkehr,[3] allenfalls den Güterverkehr. In der Fahrdienstsprache ist ein Bahnhof die „Anlage innerhalb der Einfahrsignale, wo solche fehlen innerhalb der Einfahrweichen, zur Regelung des Zugverkehrs und der Rangierbewegungen, meistens mit Publikumsverkehr.“ Dies schließt somit auch Güterbahnhöfe, Rangierbahnhöfe und Dienststationen mit ein.
Außerhalb des betrieblichen Kontextes wird mitBahnhof häufig auch bezeichnet:
eine Anlage (fachlich auch alsVerkehrsstation bezeichnet), an der Reisende Züge besteigen oder verlassen können (das schließt alsoHaltepunkte und Haltestellen mit ein) bzw. die Anlagen, wo Züge be- oder entladen bzw. neu zusammengestellt oder umgruppiert werden
dasEmpfangsgebäude (Deutschland) bzw. Aufnahmegebäude (Schweiz und Österreich)
die Gesamtheit aus Bahnanlagen und Empfangsgebäude, für die der Bahnhofsbetreiber dasHausrecht besitzt[4]
Ähnliche Definitionen sind auch inMittel- undOsteuropa, auf demBalkan, inSkandinavien und inRussland verbreitet.[5] Anderswo gibt es oft keine Entsprechung eines Bahnhofs, sondern es wird sich an den völlig anderen Grundsätzen der britischen oder nordamerikanischen Bahnen orientiert.[5]
In Großbritannien gibt esStation Limits, die vom ersten Hauptsignal eines Stellwerks (Home Signal) bis zum darauffolgenden Blocksignal („Section Signal“). Dies gibt es jedoch nur bei Strecken ohneselbsttätigen Streckenblock (Track Circuit Block).[6] Auf anderen Strecken gibt es keine Unterscheidung zwischen freier Strecke und Betriebsstellen.[5]
Im stark durchTimetable and Train Order geprägten Nordamerika gibt esInterlocking Limits, die jeweils einen Weichenbereich umfassen und von den sie deckenden Hauptsignalen (die hier jedoch – abgesehen von modernen Strecken mitCentralized Traffic Control– nur die Fahrstraßenfestlegung und teilweise die Zugfolge, aber nicht die Zugreihenfolge regeln) begrenzt werden. Außerdem gibt esYards, was in etwa den deutschenNebengleisen oderNahbedienbereichen entspricht, undYard Limits, innerhalb derer ohne Zustimmung desDispatchers auf durchgehenden Hauptgleisen rangiert werden darf.[7]
Nach der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung ist in Deutschland eineZugangsstelle ohne Weiche kein Bahnhof im betrieblichen Sinne, sondern einHaltepunkt. Bei einer teilweisen Streckensperrung wird in den meisten Fällen der Verkehr auf der Schiene bis zum nächstgelegenen Bahnhof aufrechterhalten, da die Züge an Haltepunkten in der Regel nicht ohne vergleichsweise aufwändige Änderungen der Sicherungsanlagen, insbesondere desStreckenblocks wenden können.
Dem deutschen Haltepunkt entspricht annähernd die österreichischeHaltestelle.
In Deutschland wiederum ist eineHaltestelle der Eisenbahn ein Haltepunkt, der mit einerAbzweigstelle oder einerAnschlussstelle zusammenfällt. Diese Definition hat aber praktisch keine Bedeutung mehr.
Bei U-Bahnen wird im Allgemeinen nicht zwischen Bahnhöfen und Haltepunkten unterschieden. Unabhängig von der jeweiligen betrieblichen Funktion spricht man von einer U-Bahn-Station, einem U-Bahnhof oder einer U-Bahn-Haltestelle.
Bahnhöfe werden meistens nach derOrtschaft oder demOrtsteil benannt, in dem sie sich befinden. Nach Eingemeindungen oder Umbenennungen können jedoch auch historische Namen erhalten bleiben. Namenszusätze zur Unterscheidung verschiedener Städte desselben Namens sind auch üblich und können gegebenenfalls erhalten bleiben, selbst wenn nur noch ein Bahnhof in einer Stadt gleichen Namens existiert (z. B. durch Umbenennung einer Stadt in denehemaligen deutschen Ostgebieten oder Stilllegung der anderen Bahnhöfe). Teilweise wurden in Orten mit mehreren Bahnhöfen diese nach derEisenbahnstrecke oder der Bahngesellschaft unterschieden, zu der sie gehörten. So hieß zum Beispiel der inBerlin gelegene Ausgangspunkt derBerlin-Görlitzer EisenbahnBerlin Görlitzer Bahnhof (ähnlich bei den anderen Berliner Kopfbahnhöfen) oder der heutigeBahnhof Frankfurt (Main) SüdBebraer Bahnhof. Die Namen der beiden Bahnhöfe der sächsischen StadtGroßenhain,Großenhain Berliner Bahnhof undGroßenhain Cottbuser Bahnhof, haben sich bis in die heutige Zeit gehalten. Umgangssprachlich werden die Nord- und Südflügel desMünchner Hauptbahnhofes immer noch Starnberger Bahnhof bzw. Holzkirchner Bahnhof genannt. Ähnliche Namensformen gibt bzw. gab es auch in vielen anderen Ländern. Turmbahnhöfe bzw. Bahnhöfe, bei denen ein Teil der Gleise unterirdisch verläuft, beinhalten teilweise den Namenszusatz „tief“ auf Fahrkarten oder Fahrplänen, z. B. Berlin Hbf (tief) oder Leipzig Hbf (tief).
Basel SBB
In ländlichen Gebieten bestehen manchmal Doppelnamen für den gemeinsamen Bahnhof zweier Orte.In Orten mit (aktuell oder historisch) mehreren Bahnhöfen bestehen hierfür verschiedene Möglichkeiten, Bahnhöfe unterschiedlich zu benennen, nämlich nach
der betrieblichen Hierarchie von Bahnhöfen in Form der Bezeichnung des wichtigsten Personenbahnhofes als Hauptbahnhof (siehe oben) sowie in wenigen Ländern des wichtigsten Güterbahnhofes alsHauptgüterbahnhof
in denVereinigten Staaten von Amerika (USA) gibt es häufig eineUnion Station als (ehemaligen) Gemeinschaftsbahnhof verschiedener Gesellschaften. Einige dieser Bahnhöfe haben inzwischen keinen Personenverkehr mehr, jedoch wird der Name zumeist bei aktiven Stationen bis heute verwendet;
der geografischen Lage des Bahnhofs:
derHimmelsrichtung: Vielerorts gibt es jeweils einen Nord-, Ost-, Süd- und/oder Westbahnhof,
der Lage zur Stadt: Mitte, Stadt oder Zentrum für einen zentral gelegenen Bahnhof von i. d. R. untergeordneter Verkehrsbedeutung. Im Umkehrschluss wird manchmal der ZusatzLand für besonders abseits der Stadt gelegene Bahnhöfe verwendet (Metelen Land,Bahnhof Hagenow Land); weitere Beispiele sindBrilon Wald undBlankenheim (Wald).
dem vorangestellten Namen des Hauptortes und nachfolgend dem Namen des Ortsteiles (in manchen Ländern mit und in anderen Ländern ohneBindestrich, in Deutschland immer mit Bindestrich,[8] in der Schweiz immer ohne Bindestrich, außer Namen in französischer Sprache immer mit Bindestrich[9]) oder
Eigennamen von Einrichtungen oder Unternehmen, die sich in der Nähe des Bahnhofs befinden oder befanden; gelegentlich behält hierbei der Bahnhof den Namen, auch wenn der Namensgeber umbenannt wird (z. B.Bahnhof Nürnberg Frankenstadion)
Namen von Persönlichkeiten,
darunter in den USA mehrere nach Präsidenten der jeweiligen Eisenbahngesellschaft benannte Rangierbahnhöfe, z. B:Robert R. Young Yard inElkhart
Zahlen:
Nummerierung der Bahnhöfe. In einigen Ländern, besonders im Bereich der ehemaligenSowjetunion, wurden die Bahnhöfe vieler Ortschaften durchgehend nummeriert (beispielsweise gibt es im EisenbahnknotenPensa fünf Bahnhöfe mit den Bezeichnungen Pensa I bis Pensa V). Die Nummerierung sagt dabei nichts über die Art und Bedeutung der Bahnhöfe aus.
Benennung der Bahnhöfe nach demStreckenkilometer, an dem sie liegen. Dies ist besonders in Gegenden verbreitet, in denen sich in der Nähe keine Siedlung befindet.
sonstige geographische Namen wie Täler oder Berge, beispielsweise der Bahnhof Drängetal an der Harzquerbahn oder der ehemaligeBahnhof Durlesbach an der württembergischen Südbahn.
Die verantwortliche Gesamtleitung des Verkehrs- und Betriebsdienstes lag in der Hand des Bahnhofsvorstands, Bahnhofsvorstehers, Dienstvorstehers bzw. Leiters der Dienststelle. In Deutschland gibt es diese Funktion seit 1994 nicht mehr, in einigen anderen Ländern blieb sie bis zur Auftrennung in Verkehr und Infrastruktur bestehen. Wo sich die Funktion des Bahnhofsvorstands gehalten hat, gehört sie heute in der Regel zur Infrastruktur. Der Personalbestand der im Bahnhofsbereich angesiedelten technischen Dienststellen für die Anlagen- und Fahrzeugunterhaltung gehörte jedoch nicht zum Bahnhofspersonal.
Bei den deutschen Bahnen war der „Bahnhof“ einerseits eine Begrifflichkeit aus dem behördlichen Organisationsgefüge. In diesem Sinne war der „Bahnhof“ alsDienststelle eine unmittelbareBundesbehörde, die betrieblich zumeist aus mehreren „Bahnhöfen“ (im betrieblichen Sinne) bestand. Diese Stelle wurde von einemDienststellenleiter geführt, einemBeamten zumeist des gehobenen Dienstes mit polizeilichen Befugnissen. In der Sowjetischen Besatzungszone wurde der Beamtenstatus jedoch im Herbst 1945 aufgehoben und in der Folge im Eisenbahndienst nie wieder eingeführt. Insofern gibt es den Begriff „Bahnhof“ nach der Auflösung derDeutschen Bundesbahn und derDeutschen Reichsbahn nur noch im betrieblichen Sinne derEisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO).Kommerzielle, technische und betriebliche Aufgaben sind heute in verschiedenen Händen.
Einheitlich steht der Bahnhof unter der gesetzlichen Begrifflichkeit derBahnanlage, die dem Hausrecht eines Infrastrukturunternehmens untersteht. Betrieblich ist der Bahnhof zumeist eineZugmeldestelle, die nach den gesetzlichen Bestimmungen stets mit einem verantwortlichenFahrdienstleiter besetzt sein muss. Im Zuge der technischen Entwicklung ist der Fahrdienstleiter allerdings immer öfter nicht mehr örtlich anzutreffen, sondern regelt den Verkehr ferngesteuert als Mitarbeiter einerBetriebszentrale, als Zugleiter oder als Bediener ferngesteuerter Bahnhöfe.
Bahnhöfe werden nach verschiedenen Kriterien unterschieden. Dazu zählen unter anderem ihre Aufgabe und Funktion, ihre Lage im Netz, Grundrissform oder die bautechnische Gestaltung der Gleis- und sonstigen Anlagen.[11][12][13][14]
EinEndbahnhof liegt am Ende einerBahnstrecke oder mehrerer Strecken.[11][12][15]Die architektonische Form oder weitere Eigenschaften sind durch diesen Begriff nicht festgelegt.
Ein Zwischenbahnhof ist eine Betriebsstelle an einer durchgehenden Bahnstrecke. Teilweise versteht man unter einem Zwischenbahnhof nur einen, von dem keine weitere Strecken abzweigen,[11] teilweise wird auf diese Unterscheidung verzichtet[15] bzw. zwischeneinfachen Zwischenbahnhöfen und Zwischenbahnhöfen mit Streckenverzweigungen unterschieden.[12]
In einem Trennungsbahnhof zweigt mindestens eine Strecke ab, wobei im Unterschied zum Anschlussbahnhof ein Übergang von Zügen von der einen auf die andere Strecke üblich ist, beispielsweiseEssen Hauptbahnhof,Bahnhof Arth-Goldau,Innsbruck Hauptbahnhof.
Ein Anschlussbahnhof ist ein Bahnhof, wo von einer Strecke (mindestens) eine weitere abzweigt, wobei es (je nach Definition) keinen regelmäßigen durchgehenden Zugverkehr gibt[11] (was jedoch betriebliche Verbindungen und Wagenübergang nicht ausschließt) bzw. die abzweigende Strecke deutlich untergeordnet ist.[15] Teilweise wird in der Literatur nicht zwischen Anschluss- und Trennungsbahnhöfen unterschieden.[12]
Von einem Kreuzungsbahnhof spricht man, wenn sich mindestens zwei Strecken in einem Bahnhof kreuzen, beispielsweiseDuisburg Hauptbahnhof,Neuss Hauptbahnhof. Wird die Zahl der Strecken, die in einem Bahnhof zusammentreffen größer, wird auch die BezeichnungKnotenbahnhof verwendet.
Knotenbahnhöfe sind in diesem Zusammenhang mehrfache Trennungs- und/oder Kreuzungsbahnhöfe einer „größeren Anzahl“ von Strecken, wobei diese nicht spezifiziert ist.[12]
Ein Traktionswechselbahnhof oder Umspannbahnhof ist eine Station, an der die Oberleitung endet und die Züge umgespannt werden, beispielsweise von einer Elektrolokomotive auf eine Dampf- oder Diesellokomotive. Beispiele hierfür sind in DeutschlandHof Hauptbahnhof, derBahnhof Itzehoe, derBahnhof Stade, derBahnhof Neubrücke (Nahe) oder derBahnhof Millingen.
In einem Kopfbahnhof oderSackbahnhof enden die Hauptgleise in Stumpfgleisen, eine Durchfahrt ist nicht möglich. Häufig steht das Empfangsgebäude am Gleisende. Insbesondere bei historisch älteren Bauten folgt am Gleisende ein Gleiswechsel oder eineDrehscheibe, um Triebfahrzeuge an das andere Ende ihres Zuges umsetzen zu können.
Umgangssprachlich werden die BegriffeKopfbahnhof undEndbahnhof oft synonym gebraucht. Es gibt jedoch Unterschiede. Es können Endbahnhöfe auch in Durchgangsform gebaut sein, etwa bei einer geplanten Streckenverlängerung. Umgekehrt kann es auch Zwischenbahnhöfe in Kopfform geben, etwa bei manchenSpitzkehren.
Die häufigste Bahnhofsbauart ist der Durchgangsbahnhof. Hierbei durchlaufen die Hauptgleise einer oder mehrerer durchgehenden Strecken das Bahnhofsgelände, erhalten dort Gleisverbindungen und erweitern sich gegebenenfalls durch zusätzliche Bahnhofsgleise, beispielsweiseWuppertal Hauptbahnhof oderBahnhof Bern. DasEmpfangsgebäude liegt meistens seitlich zum Gleisfeld.
Als Inselbahnhöfe werden Bahnhöfe bezeichnet, deren Empfangsgebäude allseits von den Gleisanlagen umschlossen wird. Im Gegensatz zum Keilbahnhof sind beim Inselbahnhof die beidseitigen Gleisanlagen sowohl vor als auch hinter dem Empfangsgebäude verbunden. So beimBahnhof Wunstorf bis ca. 1905. Aktuelle Beispiele sindHalle (Saale) Hauptbahnhof oderBahnhof Minden (Westfalen).
Tunnelbahnhöfe liegen vollständig unterirdisch. Meistens handelt es sich um einfache Durchgangsbahnhöfe oder quasi unterirdische Turmbahnhöfe, wenn sie mehrere Tunnelstrecken verbinden, beispielsweise die S-BahnhöfeBahnhof Frankfurt (Main) Konstablerwache undZürich Stettbach.
Ein Dreiecksbahnhof ist ein Bahnhof, in dem sich zwei Strecken trennen und durch eine zusätzliche Verbindung zwischen den abzweigenden Strecken ein Gleisdreieck entstanden ist. In sehr seltenen Fällen liegen an allen Seiten des Dreiecks Bahnsteige:
Personenbahnhof[18] (Abkürzung in Deutschland Pbf, in der Schweiz PB). Gibt es an einem Ort neben einem Personenbahnhof auch einen davon getrennten Rangier- und/oder Güterbahnhof(siehe unten), können die Bahnhöfe durch entsprechende abgekürzte Namenszusätze gekennzeichnet sein (Beispiel:Kornwestheim). Beispiele verkehrlicher Sonderformen:
Vor allem in Deutschland, teilweise auch in Österreich werden Personenbahnhöfe nach denZuggattungen der in ihnen haltenden Zügen bezeichnet. Stationen, in der Züge desSchienenpersonenfernverkehrs (SPFV) halten (etwa ICE oder IC) werden alsFernbahnhof bezeichnet. Im Regelfall verkehren dort normalerweise auch Zuggattungen des Nahverkehrs. Bahnhöfe, an denen Züge desSchienenpersonennahverkehrs halten, werden alsRegionalbahnhof bezeichnet, vonS-Bahnen bediente Stationen alsS-Bahnhof.
DieDB InfraGO teilt sämtliche von ihr betriebenen Personenbahnhöfe und -haltepunkte in siebenPreisklassen ein, vom stark frequentierten Großstadthauptbahnhof (Preisklasse 1) bis hin zum kleinen Landhalt (Preisklasse 7). Die Preise haben Eisenbahnunternehmen zu zahlen, wenn sie den Bahnhof nutzen.
Daneben gibt es seit 2018 die Einstufung alsMetropolbahnhof, die alle Bahnhöfe in Deutschland erhalten, die täglich über 50 000 Besucher haben. Das sind u. a. die Hauptbahnhöfe großer Städte, aber auch Knotenpunkte desS-Bahn-Verkehrs.
Eilgutbahnhof, die Deutsche Reichsbahn, in ihrer Anfangszeit auch die Deutsche Bundesbahn sowie andere Eisenbahnen beispielsweise in Frankreich und Italien unterhielten ein Eilgut- oder Expressgutnetz, für das eigene Bahnhöfe oder Bahnhofsteile benutzt wurden. Beispielsweise sind die Bahnsteige 12–14 inKarlsruhe Hauptbahnhof anstelle einer Eilgutabfertigung entstanden.
Übergabebahnhof – ein Bahnhof, in dem Güterzüge oder Wagengruppen an einen anderen Güterverkehrsbetreiber übergeben werden
Fährbahnhof – an der Küste eines Flusses, eines Sees oder des Meeres, der unmittelbar in einen Fähranleger übergeht, sodass Eisenbahnfahrzeuge auf entsprechendeFähren auffahren und übergesetzt werden können, Beispiele:Puttgarden,Messina
Lokkehrbahnhof fürSchiebelokomotiven, um die Leistungsfähigkeit eines Streckenabschnitts zu erhöhen. Lokkehrbahnhof Seewiese: auf derOdenwaldbahn zwischenOsterburken undLauda. Ursprünglich Blockstation 96 (zwischenEubigheim undUiffingen) wurde in den 1930er Jahren mit einem Lokwartegleis und Überleitgleis ausgestattet, er war mit Einfahr- und Ausfahrsignalen gesichert.[20] Lokkehrbahnhof Dornstadt: mit Einheitsstellwerk ausgestattet[21] Lokkehrbahnhof Mönchsbrunnen: auf derBahnstrecke Stuttgart–Horb, km 20,6 gelegen Kehrbahnhof Lerchenberg: zwischenKornwestheim Pb-Rbf undUntertürkheim Gbf
Bahnhof Mérida (Spanien) von Westen, Gleisanlagen von links nach rechts: Ladestraße, Gütergleise, Bahnsteiggleise, ehemaliger Güterschuppen.
Bahnhofsanlagen können aus mehreren Teilen unterschiedlicher Funktion zusammengesetzt sein: So liegen beispielsweise Güter- oder Abstellbahnhöfe bei kleinen und mittleren Bahnhöfen meistens unmittelbar neben oder auch häufig direkt hinter dem Personenbahnhof. Vielen größeren und manchen mittleren Bahnhöfen ist oder war einBahnbetriebswerk angeschlossen. In den größten Eisenbahnkomplexen sind oft mehrere Bahnhöfe unterschiedlicher Funktion getrennt voneinander angelegt, zum Beispiel inMannheim der Hauptbahnhof und der Rangierbahnhof.
In den Anfangsjahren der Eisenbahn wurden Bahnhöfe inDeutschland häufig anWasserstraßen angelegt, um den Bahntransport mit dem zu dieser Zeit gut ausgebauten Flusstransportverkehr zu verbinden. Nachdem die ersten Knotenpunkte der Eisenbahnen entstanden, wurde die Forderung nach derProjektierung der Bahnhöfe unterlogistischen Gesichtspunkten gestellt. DerIngenieur und Direktor dersächsischen EisenbahnverwaltungMax Maria von Weber stellte dazu die ersten verbindlichen Regeln auf, die später allgemein anerkannt wurden.
Bahnhof Bayerisch Eisenstein: unterschiedliche Gestaltung des Empfangsgebäudes durch die beiden Eigentümer verweist auf die Grenze zwischen Deutschland (hinten) und Tschechien (vorne)
In einem Gemeinschaftsbahnhof trifft dieInfrastruktur mehrererEisenbahninfrastrukturunternehmen aufeinander. EinigeGrenzbahnhöfe sind Gemeinschaftsbahnhöfe. Entweder werden die Anlagen gemeinsam genutzt oder jedes Unternehmen hat – ganz oder teilweise – eigene Anlagen, die ausschließlich von ihm genutzt werden. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für einen Gemeinschaftsbahnhof ist derBahnhof Bayerisch Eisenstein, bei dem dieStaatsgrenze das Empfangsgebäude hälftig teilt. Als die privaten Bahngesellschaften aufhörten, jeweils eigene Kopfbahnhöfe zu bedienen, entstanden oft Gemeinschaftsbahnhöfe, in den USA und Kanada oft (noch heute)Union Station genannt.
Ein Spurwechselbahnhof besteht in der Regel aus zwei Bahnhöfen oder Bahnhofsteilen mit Gleisen verschiedenerSpurweiten. Dort müssen entweder die Reisenden umsteigen und das Ladegut umgeladen werden oder es besteht die Möglichkeit, Fahrzeugeumzuspuren. Beispiele für solche Umspurbahnhöfe:Brest Passaschyrski, imFährhafen Sassnitz oderZweisimmen; Beispiele für Umladebahnhöfe:Galați Transbordare (wörtliche deutsche Übersetzung:Umladen) inRumänien oderLandquart in der Schweiz. In vielen Spurwechselbahnhöfen, beispielsweise in den BahnhofspaarenHendaye/Irún undCerbère/Portbou an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien, bestehen beide Möglichkeiten.
In einem Systemwechselbahnhof, auch Zweisystembahnhof oder Stromwechselbahnhof genannt, wechselt die Fahrdrahtspannung, -stromart oder Frequenz fürelektrischeTriebfahrzeuge (Systemtrennstelle). Werden keineMehrsystemfahrzeuge eingesetzt, muss hier bei durchlaufenden Zügen für die Weiterfahrt ein Lokwechsel erfolgen. Häufig sind Systemwechselbahnhöfe gleichzeitigGrenzbahnhöfe. Ein Beispiel ist derBahnhof Brennero/Brenner auf derBrennerbahn an der Grenzezwischen Österreich und Italien. Seitdem mehrsystemfähige Triebfahrzeuge keine teuren Sonderkonstruktionen mehr darstellen, nimmt die Zahl der Systemwechselbahnhöfe durch Verlegen der Systemtrennstellen auf diefreie Strecke tendenziell ab.
Zu den Bahnhöfen ohne betriebliche Funktion zählt die seltene Gattung desScheinbahnhofs. Dazu zählt die BahnhofsattrappeBrasilien, die imZweiten Weltkrieg Bombenangriffe vomHauptbahnhof Stuttgart ablenken sollte.
Bisweilen werden Bahnhofsgebäude, insbesondere wenn sie nicht, wenig oder kaum genutzt sind, seit Mitte der 1990er Jahre alsKulturbahnhof genutzt. In diesen werden Ausstellungen, Theateraufführungen oder Filme gezeigt, Bücher verliehen, Esskultur zelebriert, Künstlern Ateliers zur Verfügung gestellt, Initiativen/Vereine, Diskotheken untergebracht. Oft stehen diese Gebäude unterDenkmalschutz. Beispiele sind
Bahnhöfe wurden für den Betrieb einer Eisenbahn sofort notwendig, da die Fahrzeuge abgestellt werden – daher die deutsche Bezeichnung:Bahn-Hof –, Züge gebildet und Reisenden und Gütern eine Gelegenheit gegeben werden musste, die Züge zu erreichen. Erste Vorbilder waren hinsichtlich derEmpfangsgebäude die Relaisstationen des Postverkehrs, die ebenfalls Warteräume und Fahrschein-Ausgaben beherbergten. Da Züge aber länger als Postkutschen und die Zahl der Reisenden höher waren, kamen baldBahnsteige, Bahnsteigüberdachungen und – vor allem in den großenEndbahnhöfen – Bahnsteighallen hinzu.
Da in der Anfangszeit der Eisenbahn das reisende Publikum mit der neuen Technik noch nicht vertraut war und deren Gefahren unterschätzte – oder die Eisenbahnverwaltungen davon zumindest ausgingen – wurde der Kontakt zwischen den Reisenden und den Zügen streng reglementiert: Reisende durften den Bahnsteig erst betreten, wenn der Zug dort zum Stehen gekommen war. In manchen europäischen Ländern wurde dies aber weit liberaler gehandhabt. Während Reisende etwa in Frankreich oder Bayern vor Abfahrt förmlich in die Wartesäle eingesperrt wurden, konnten sich Reisende im englischen Bahnsystem stets frei auf dem gesamten Bahnhof bewegen.[23] Letzte Relikte dieser Reisendensicherung waren die – in der Bundesrepublik Deutschland erst in den 1970er Jahren abgeschafften –Bahnsteigsperren. Ferner wurden die Reisenden, bevor sich ein Zug in Bewegung setzte, in den Wagen eingeschlossen. InGroßbritannien gab es teilweise noch bis nach der Jahrtausendwende an manuell zu betätigenden Einstiegstüren von Reisezugwagen auf der Innenseite keine Türklinke (man musste das Türfenster öffnen und den außen angebrachten Türgriff betätigen). Nach demEisenbahnunfall von Versailles am 8. Mai 1842, bei dem es über 50 Tote gab, weil sich die Reisenden nicht mehr aus den brennenden Wagen befreien konnten, wurde darauf bald verzichtet. Die baulichen Maßnahmen für einen möglichst strengen Ausschluss von Nichtberechtigten beim Betreten des Bahnhofsgeländes wurden aber beibehalten. In Syrien wird beispielsweise noch heute auch jeder neu gebaute Bahnhof von einer Mauer umgeben, und die Ein- und Ausfahrtsgleise werden durch verschließbare Tore gesichert. Die Bahnhofsgebäude aus den allerersten Jahren der Eisenbahn waren vorrangig an technischen Notwendigkeiten orientiert und oft bescheiden dimensioniert und ausgeführt. Ein Beispiel dafür waren die weitestgehend in Holz errichteten Empfangsanlagen derLudwigseisenbahn, der ersten deutschen Eisenbahn vonNürnberg nachFürth. Empfangsgebäude dieser Strecke sind heute nicht mehr erhalten. Bereits wenige Jahre später entstanden dann aber bereits repräsentative Bahnhofsbauten, wie etwa der 1839 eröffneteBahnhof Müngersdorf bei Köln.
ErsterBahnhof Hamburg-Altona, Straßenseite, das halbkreisförmige Portal führte zu einer Drehscheibe vor dem Gebäude zum Wenden der LokomotivenErster Bahnhof Hamburg-Altona, mittlere Gleise zum Umsetzen der Lokomotiven, Bahnsteiggleise und Bahnsteige überdacht
Die Empfangsgebäude der Bahnhöfe waren allerdings die repräsentativsten und gegenüber der Öffentlichkeit und den Reisenden publikumswirksamsten Orte für die Selbstdarstellung der Eisenbahngesellschaften. Hinzu trat, dass die Eisenbahn in dieser Zeit den Fortschritt symbolisierte und ein großer wirtschaftlicher Erfolg war. Deshalb wurden dort, wo eine größere Öffentlichkeit zu erwarten war, in der zweiten Phase des Bahnhofsbaus (ca. 1850–1880) hoch repräsentative Empfangsgebäude geschaffen, zum Teil auch mit Sondereinrichtungen, wie gesonderten Wartebereichen fürHöchste und Allerhöchste Herrschaften (Fürstenbahnhof). Aber auch die Empfangsgebäude derProvinzbahnhöfe wurden aufwändig gestaltet. Typische Beispiele dieser zweiten Phase waren der erste Bahnhof derLudwig-Süd-Nord-Bahn in Nürnberg, der zweite Bahnhof in Nürnberg, der inneugotischem Stil errichtet wurde oder das alte, später an anderer Stelle ersetzte Empfangsgebäude inWürzburg. Ein noch betriebener Großbahnhof dieser Zeit istAugsburg Hauptbahnhof und der alte Breslauer Hauptbahnhof in Tudorstil.
Der zunehmende Bahnverkehr sprengte die Dimensionen der in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstandenen Bahnanlagen bereits am Ende des Jahrhunderts. Hinzu kam, dass in dieser Zeit die städtischen Zentren enorm expandierten und dort die alten Bahnanlagen zu einemstädtebaulichen Hindernis wurden. Deshalb wurden entweder nur die Empfangsgebäude ersetzt (beispielsweise inNürnberg 1906 beim drittenNürnberger Bahnhof) oder aber der ganze Bahnhof an den (damaligen) Stadtrand verlegt:Frankfurt (Main) Hauptbahnhof,Wiesbaden Hauptbahnhof,Bahnhof Hamburg-Altona oderKarlsruhe Hauptbahnhof. Eine dritte Möglichkeit war, dass Bahnhöfe (einstmals) unterschiedlicher Bahngesellschaften in einem neuen zusammengefasst wurden (Düsseldorf Hauptbahnhof,Leipzig Hauptbahnhof,Darmstadt Hauptbahnhof). Selbiges galt auch für Halle (Saale), wo zudem der erste deutschePersonentunnel errichtet wurde.
Die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg bedeuteten deshalb für die Bahnhofskultur meist Rückbau, zum Teil auch einfach Verfall. Hinzu traten an manchen Stellen Neubauten von fragwürdiger architektonischer, baulicher oder verkehrlicher Qualität (beispielsweiseBahnhof Kassel-Wilhelmshöhe), mit historischen Gebäuden dagegen wurde lieblos umgegangen. So blieb beispielsweise in der Gleishalle des Hauptbahnhofs von Frankfurt (Main) 60 Jahre lang die provisorische, kriegsbedingt entstandene Bretterverkleidung der halben Dachfläche erhalten. Gerade in der Fläche verfielen Bahnhöfe nach Streckenaufgabe zusehends, die Empfangsgebäude oft auch an den noch betriebenen Strecken.
Zusammen mit der allmählich aufkommenden Erkenntnis, dass die Vernachlässigung der Eisenbahn verkehrspolitisch nicht wünschenswert ist, verstärkte sich im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts auch wieder das Interesse an Bahnhöfen. Neubauten größerer Bahnhöfe gab es nur wenige und sie erfolgten meist an den neuen Strecken desHochgeschwindigkeitsverkehrs oder an Flughäfen. Die beiden wichtigsten Ausnahmen und echte Neubauten von Grund auf, platziert an der Stelle ehemaliger Stadtteilbahnhöfe, waren die zwei HauptstadtbahnhöfeBerlin Hauptbahnhof (eröffnet 2006) undWien Hauptbahnhof (eröffnet 2014).
Vereinzelt wurden Bahnhöfe auch durch Neubau geringfügig verlegt. Üblicher waren Ersatzbauten an Stelle alter Empfangsgebäude, oft unter Einbeziehung historischer Bausubstanz. Die mit Abstand häufigste Baumaßnahme war die Grundsanierung historischer Bahnhöfe, meistens unter völliger Entkernung, die mit einem Neubau vergleichbar ist. Nach Jahrzehnten der Unterfinanzierung wurde ab circa 1990 in zahlreichen Ländern eine Reihe von Kraftakten unternommen, um den Investitionsrückstau zu beseitigen.
Bei Neubauten oder Sanierungen werden in Empfangsgebäuden nahezu immer große Vermarktungsflächen geschaffen. Große Empfangsgebäude erwirtschaften für ihre Betreiber heute vor allem Geld als Gewerbeimmobilie, weniger als Verkehrsstation.
Die Entwicklung in der Fläche ist von Rationalisierungsmaßnahmen geprägt. Gleisanlagen vieler Bahnhöfe wurden stark verkleinert und dabei auch Bahnhöfe zuHaltepunkten zurückgebaut. Die Besetzung von Bahnhöfen mit Personal endet häufig durch den Anschluss von Strecken an zentral gesteuerteElektronische Stellwerke. Fahrkarten werden oftmals ausschließlich anAutomaten verkauft.
Auf der anderen Seite werden auch und gerade in der Fläche mit enormem Aufwand Bahnhöfe saniert. Dabei werden Bahnsteige aufStandardhöhe gebracht, um denniveaugleichen Einstieg zu ermöglichen. Aufzüge oder Flachrampen entstehen, um die Bahnsteigebarrierefrei zugänglich zu gestalten. Wo es höhengleiche Gleisquerungen gibt, werden Unterführungen geplant und gebaut. In der Schweiz müssen laut demBehindertengleichstellungsgesetz sämtliche bestehenden Bahnhöfe ab dem 1. Januar 2024 behindertengerecht sein.
Im Rahmen des „Betrieblichen Zielbildes 2.0“ plant DB Netz, um 2035 die Trennung von freier Strecke und Bahnhof aufzulösen.[24]
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Als von Reisenden meistfrequentierter Bahnhof der Welt gilt derBahnhof Shinjuku inTokio, praktisch ein reiner Pendlerbahnhof mit täglich ein bis vier Millionen Passagieren.[25]
Als von Zügen meistfrequentierter Bahnhof der Welt giltZürich Hauptbahnhof, über 2900 Züge passieren den Bahnhof täglich.[26]
In der folgenden Tabelle ist jeweils der meistfrequentierte Bahnhof einer Stadt aufgelistet; München, Berlin und Hamburg wären sonst mehrfach in der Liste vertreten.
Die SBB zählt bei den Bahnhöfen die Benutzer sowie auch die Reisenden. Zu den Bahnhofsbenutzern zählen auch Kunden der Geschäfte im Bahnhof sowie Passanten, die die Bahnhofsinfrastruktur sonst nicht benutzen, sondern diesen nur durchqueren.
41 Gleise auf oberer Ebene, 26 Gleise auf unterer Ebene, 8 Gleise fürEast Side Access im unterirdischen BahnhofGrand Central Madison (zzgl. 8 U-Bahn-Gleise), inbegriffen sind 22 Gleise, die keine oder nur Postbahnsteige besitzen
24 Gleise auf der Hauptebene, 2 Gleise im unterirdischen Durchgangsbahnhof (Linie 2), 4 unterirdische Schmalspur-Gleise im Bahnhof Napoli Piazza Garibaldi (zzgl. 2 U-Bahn-Gleise)
16 Gleise in der Haupthalle, 4 Gleise im unterirdischen Bahnhofsteil Löwenstrasse (seit 14. Juni 2014), 4 Gleise im unterirdischen Bahnhofsteil Museumsstrasse, 2 Gleise im unterirdischen Bahnhof SZU
19 Kopfgleise in der Haupthalle, 2 Außenbahnsteige außerhalb der Bahnhofshalle, 2 Durchgangsgleise imCitytunnel, flächenmäßig größter Kopfbahnhof Europas
je 9 Gleise in zwei Kopfbahnhöfen (am 13. Dezember 2009 teilweise, am 8. Dezember 2012 vollständig geschlossen), 2 unterirdische S-Bahngleise bleiben alsHaltestelle Wien Quartier Belvedere bestehen
„Auf einer Spazierfahrt, bei der man nach Belieben aussteigen kann, gibt es keine Ankunft, bei der Eisenbahnfahrt aber wird der Unterschied von Ankunft und Abfahrt geheimnisvoll schematisiert durch eine Operation, die sich in den Bahnhöfen, diesen ganz besonderen Stätten, vollzieht, die sozusagen kein Teil der Stadt sind und doch die Essenz ihrer Persönlichkeit so deutlich enthalten wie sie auf dem Signalschild ihren Namen tragen.“
Jörg Koch: Deutsche Bahnhöfe in historischen Ansichten. transpress Verlag, Stuttgart 2021,ISBN 978-3-613-71623-0.
Werner Tribelhorn:Unsere Bahnhöfe und ihr Personal (= SBB-Fibeln. Heft 2). Orell Füssli Verlag, Zürich 1946 (Kleines Büchlein, das Technik und Betrieb von Bahnhöfen, auch Güter- und Rangierbahnhöfen, noch vor dem allgemeinen Hauptverkehrsträgerwechsel von der Eisenbahn auf den Straßen- und Luftverkehr allgemeinverständlich beschreibt. Zweite Auflage: 1947.).
Otto Blum:Personen- und Güterbahnhöfe. Zweite neubearbeitete Auflage vonKurt Leibbrand. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1961 (= Handbuch für Bauingenieurwesen).
Berthold Grau:Bahnhofsgestaltung. Bände 1 und 2. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin (Ost) 1968.
Mihály Kubinszky:Bahnhöfe Europas. Ihre Geschichte, Kunst und Technik. Neuauflage Auflage. Kosmos Verlags-GmbH,, Stuttgart 1982,ISBN 3-440-03642-1 (Erstausgabe: Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1969).
Bahnhöfe. In:Bahn Extra.Nr.53. GeraNova Verlag, München August 2001 (Heft 4/2001).
Erich Preuss (Hrsg.):Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe. GeraNova Zeitschriften-Verlag,ISSN0949-2127 (Loseblattausgabe).
Erich Preuß:So funktioniert ein Bahnhof. Transpress, Stuttgart 2009,ISBN 978-3-613-71371-0,S.143.
Clemens Niedenthal, Christina Gräwe, Tim Lehmann:Bahnhöfe in Deutschland. Moderne städtische Zentren. Hrsg.: Clemens Niedenthal. JOVIS Verlag, Berlin 2008,ISBN 978-3-939633-47-1 (zweisprachig deutsch/englisch; Vorwort: Sir Norman Foster).
↑Kapitel 408.2101A01: Richtlinie. (PDF) DB Netz, 15. Dezember 2019, abgerufen am 28. Januar 2023.
↑Betriebsvorschrift der ÖBB (DV V3): § 2 Begriffe (1) (a)
↑So lautet Art. 23 desEisenbahngesetzes, die erste Stelle, an der das Wort auftaucht: „Das Eisenbahnunternehmen kann Vorschriften über die Benützung des Bahnhofgebiets erlassen, um den ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten.“DieEisenbahnverordnung (EBV, SR 742.141.1) verwendet nur den Begriff Station, beispielsweise in Art. 18 „Raum für Reisende in Stationen“ und im 5. Abschnitt „Stationen“, ohne jedoch den Begriff näher zu definieren.DasPersonenbeförderungsgesetz und seine Verordnung verwendet den Begriff Stationen für kommerzielle Haltepunkte und sagt in Art. 2 „In diesem Gesetz […] gelten als ‚Stationen‘ auch Bahnhöfe, Haltestellen, Schiffs- und Seilbahnstationen […]“.DieVerordnung über die geografischen Namen definiert in Art. 3 „Stationen: Bahnhöfe, Stationen, einschließlich Tal-, Berg- und Zwischenstationen, sowie Haltestellen aller regelmäßigen, der Personenbeförderung dienenden Fahrten nach Artikel 1 Absatz 2 der Fahrplanverordnung vom 25. November 1998“.
↑abcJörn Pachl:Systemtechnik des Schienenverkehrs: Bahnbetrieb planen, steuern und sichern. 7. Auflage. Springer Science+Business Media, 2013,ISBN 978-3-8348-2586-5, 1.3.5Abweichende Begriffswelten im Ausland,S.16–19,doi:10.1007/978-3-8348-2587-2.
↑Rail Safety and Standards Board (Hrsg.):Glossary of Signalling Terms. Railway Group Guidance Note GK/GN 0802.Issue One, April 2014, C2Main glossary of terms (britisches Englisch,rssb.co.uk [PDF;288kB; abgerufen am 18. Januar 2017]).Glossary of Signalling Terms (Memento vom 18. Januar 2017 imInternet Archive)
↑Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hrsg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion Mainz vom 28. März 1931, Nr. 17, S. 109.
↑abcdStichwort: Bahnhof, in:Lexikon der Eisenbahn. Transpress/Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1990,ISBN 3-344-00160-4, S. 69–71.
↑abcdefMoritz Oder: Bahnhöfe. In: Victor von Röll (Hrsg.): Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. 2. Auflage. Band 1:Abdeckung–Baueinstellung. Urban & Schwarzenberg, Berlin / Wien 1912, S. 383–403 Inhalt (gekürzt): A. Begriffsbestimmung und Einteilung. B. Grundzüge der Gleisanordnungen. I. Bahnhöfe in Durchgangsform für eine Bahnlinie. III. Bahnhöfe in Kopfform für eine Bahnlinie. V. Bahnhöfe in Treppenform. VI. Vereinigung verschiedener Formen. VII. Lage der verschiedenen Bahnhöfe und Bahnhofsteile zueinander. VIII. Höhenlage, Längen-, Krümmungs- und Neigungsverhältnisse. Weichenverbindungen. IX. Beispiele. Literatur..
↑Gustav Schimpff: Empfangsgebäude. In: Victor von Röll (Hrsg.): Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. 2. Auflage. Band 4:Eilzüge–Fahrordnung. Urban & Schwarzenberg, Berlin / Wien 1913, S. 300–340 Beispiele für die Gesamtanordnung S. 314–331: A. Seitenlage, 1. Gleichlage, 2. Schienenfreier Zugang der Bahnsteige, B. Beidseits der Gleise, C. Vorgebäude und Inselgebäude, D. Inselgebäude mit Zugang vor Kopf, 1. Gleichlage, 2. Hoch- oder Tieflage, E. Turmstationen, F. Empfangsgebäude unter den Gleisen, G. Empfangsgebäude über den Gleisen, H. Kopfbahnhöfe, 1. Zwei Durchgangsgebäude in Seitenlage, 2. Umschliessungsgebäude, 3. Gebäude vor Kopf, a) Gleichlage, b) Zweigeschossige Anlagen, J. Vereinigung von Kopf- und Durchgangsform, K. Grenzbahnhöfe.
↑abcdJörn Pachl:Systemtechnik des Schienenverkehrs, Glossar,digitale Fassung im Glossar der Systemtechnik des Schienenverkehrs, abgerufen am 16. Februar 2014.
↑Kulturbahnhof auf sommernachtsspiele-spalt.de, abgerufen am 13. März 2023.
↑Robin Kellermann:Im Zwischenraum der beschleunigten Moderne: Eine Bau- und Kulturgeschichte des Wartens auf Eisenbahnen, 1830-1935. 1. Auflage. transcript, Bielefeld 2021,ISBN 978-3-8376-5589-6,S.267ff. (doabooks.org [abgerufen am 14. Februar 2021]).