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BMW G 650 GS

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BMW

Modellcode R13, Baujahr 2011, Farbcode Orangerot uni
G 650 GS
HerstellerBMW
VerkaufsbezeichnungG 650 GS
Produktionszeitraum2009 bis 2015
KlasseMotorrad
BauartEnduro
Motordaten
Einzylindermotor
Hubraum652 cm³
Leistung35/48 bei 6500 min−1 kW/PS
Drehmoment60 bei 5000 min−1 N m
Höchst­geschwin­digkeit170 km/h
Getriebe5 Gänge
AntriebO-Ring-Kette mit Ruckdämpfung in der Hinterradnabe
Bremsenvorn ⌀ 300-mm-Scheibenbremse
hinten ⌀ 240-mm-Scheibenbremse
Radstand1477 mm
Maße (L × B × H, mm):2165 × 920 × 1390
Sitzhöhe78–82 cm
Leergewicht192 kg
VorgängermodellF 650 GS
G 650 Xchallenge
NachfolgemodellG 310 GS

DieBMW G 650 GS ist ein geländegängigesMotorrad des deutschen FahrzeugherstellersBMW. DieEnduro wird wie alle Modelle der G-Reihe von einemEinzylindermotor angetrieben. Die Modellbezeichnung GS bedeutetGelände/Straße. Der interne Modellcode lautet R13. Sie hat keine direkte Nachfolge, aber die leichtere und preiswerteG 310 GS kommt ihr sehr nahe.

Geschichte

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DerEinzylindermotor wurde ursprünglich von BMW zusammen mitRotax entwickelt und anfangs auch in Österreich hergestellt. Die Motoren der BaureiheBMW G 650 X wurden ab 2008 beiLoncin Industries inChongqing in China gefertigt. Als Nachfolger mit Einzylindermotor wurde ab Dezember 2009 auf Basis derBMW F 650 GS das Motorradmodell BMW G 650 GS im brasilianischenManaus anfangs exklusiv für den lokalen Markt gefertigt. Von 2011 an war dieses Modell auch in Deutschland verfügbar.

Die Verkleidung ist gegenüber dem Vorgängermodell F 650 GS schlanker, das mitlenkende vordere Schutzblech wurde überarbeitet. Die Scheinwerfer sind asymmetrisch gestaltet. Der Kraftstofftank wurde von 17,3 auf 14 Liter verkleinert (dieser wäre platzmäßig durch den Tank der Vorgängerin ersetzbar). Zusammen mit den neu gestalteten, leichteren Gussrädern ergibt sich ein Mindergewicht von 4 kg.

Sertão

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BMW bot zusätzlich ein höhergelegtes Sondermodell unter der Bezeichnung G 650 GS Sertão mit längeren Federwegen, Enduro-Bereifung, 21-Zoll-Vorderrad mit Drahtspeichenrädern und Motorschutz an. Die Sitzhöhe liegt bei 86 cm.Sertão bezeichnet eineSavannenlandschaft in Brasilien.

Konstruktion

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G 650 GS – 2012 01

Motor

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Der flüssigkeitsgekühlteViertaktmotor erzeugt aus 652 cm³ Hubraum eineNennleistung von 35 kW (48 PS) und ein maximales Drehmoment von 60 Nm bei einer Drehzahl von 5000 min−1. Der Zylinder hat eineBohrung von ⌀ 100 mm Durchmesser, der Kolben einenHub von 83 mm bei einemVerdichtungsverhältnis von 11,5:1. ImZylinderkopf rotieren zwei kettengetriebene,obenliegende Nockenwellen, die zwei Einlass- und zwei Auslassventile ansteuern.

Der Motor beschleunigt das Zweirad in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h.

Fahrwerk

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Das Fahrwerk baut auf einem Brückenrahmen aus Stahl mit Seitenteilen und einem geschraubten Heckrahmen aus Aluminium auf. Das Hinterrad wird von einer wärmebehandelten Zweiarm-Kastenschwinge aus Stahlprofilen, das Vorderrad von einerTeleskopgabel mit ⌀ 41 mm Standrohrdurchmesser geführt. Am Vorderreifen verzögert eine Scheibenbremse mit Zwei-Kolben-Bremssattel, hinten eine Scheibenbremse mit Ein-Kolben-Bremssattel. Ein serienmäßigesAntiblockiersystem unterstützt die Verzögerung an beiden Bremsen. Die maximale Zuladung beträgt 182 kg.

Elektrik

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DieStarterbatterie hat eine Kapazität von 12 Ah und versorgt den elektrischenAnlasser. Ein Drehstromgenerator dient alsLichtmaschine und erzeugt eine elektrische Leistung von 400 Watt zur Versorgung von Zünd- und Lichtanlage sowie der Bordelektrik. Ein Bordcomputer neben dem analogen Tachometer informiert über Drehzahl, Kilometerstand und Uhrzeit.

Kraftstoffversorgung

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Der Kraftstofftank hat ein Volumen von 14 Liter, davon sind 4 Liter Reserve. Der Hersteller empfiehlt die Verwendung von bleifreiemMotorenbenzin mit einerKlopffestigkeit von mindestens 91Oktan. DieAbgasnachbehandlung erfolgt durch einen geregeltenDrei-Wege-Katalysator und unterschreitet die Schadstoffgrenzwerte derAbgasnorm Euro-3.

Kritiken

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„Obwohl die Bremse bei Anpassungsbremsungen leicht stumpf wirkt, überzeugt sie jetzt mit ordentlicher Verzögerung. Scharfer Linksknick und rauf auf eine Landstraße dritter Ordnung. Das Fahrwerk nimmt es gelassen, schirmt den Fahrer vor den gröbsten Unebenheiten ab, spricht sauber an und bleibt stabil.“

Rolf Henniges:Motorrad[1]

„Die einzylindrige F 650 GS ist wieder da, obwohl sie jetzt G 650 GS heißt und etwas anders aussieht. Alle Kunststoffteile wurden neu gestaltet, der asymmetrische Scheinwerfer ist ebenfalls neu. Der Brückenrahmen aus Stahl, die ebenfalls stählerne Kastenschwinge und der seit September 2007 von Loncin in China gebaute 650er-Motor sind alte Bekannte. […] Vor der endgültigen Kaufentscheidung sollte dann aber doch eine Probefahrt über möglichst kurvige Landstraßen stehen, gern auch mit eher miesem Belag. Auf solchem Geläuf spielt die G 650 GS ihre ganz große Stärke aus: eine unglaubliche Handlichkeit. Absolute Lockerheit in noch so engen Wechselkurven, beste Stabilität unter allen Fahrbahnbedingungen, hervorragende Rückmeldung und Zielgenauigkeit – man kann gar nicht genug voll des Lobes sein, wenn man mit der 650er durchs Winkelwerk wuselt.“

Klaus Herder:bma[2]

„Generell ist die Fahrwerksabstimmung wie auch das ganze Motorrad eher auf Straße ausgelegt. Der Ritt auf losem Untergrund ist zwar möglich, aber nicht besonders empfehlenswert, schon alleine wegen der montierten Reifen mit deutlichem Straßenprofil.“

Fabian Hoberg:Focus[3]

„Die G 650 GS ist ein problemloser, handlicher Begleiter für den Alltag, die Fahrt zur Arbeit und Wochenendtrips. Ihr Einzylinder ist kräftig und sparsam. Wer jedoch gerne auch mal längere Etappe zu zweit unter die Räder nimmt und mehr Power möchte, für den sind die 1100 Euro Aufpreis für dieF 700 GS gut angelegt.“

Andreas Bildl:Motorrad BMW Spezial[4]

Weblinks

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Commons: BMW G 650 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Rolf Henniges: Die neue Einzylinder-Enduro von BMW im Test. In: Motorrad, Ausgabe 26/2010. 9. Dezember 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juni 2013; abgerufen am 27. September 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorradonline.de 
  2. Klaus Herder: BMW G 650 GS Modell 2011. In: bma, Ausgabe 12/2011. 1. Dezember 2011, abgerufen am 17. März 2019. 
  3. Fabian Hoberg: Brummiger Suchtfaktor. In: Focus. 1. Dezember 2011, abgerufen am 27. September 2013. 
  4. Andreas Bildl:Der kleine Unterschied. In:Motorrad BMW Spezial.Nr. 02, 2012,ISSN 0027-237X,S. 46. 
Vorkriegszeit
Zweiter Weltkrieg

R 75 Gespann (Wehrmachtsgespann)

Nachkriegszeit

R 10 (Prototyp)R 24R 25R 25/2R 25/3R 51/2R 51/3R 67/2R 68

Vollschwingen-BMW
1955–1969

R 26R 27R 50RS 54 (Rennmotorrad)R 60R 69R 50/2R 60/2R 50 SR 69 S

„Strich-Fünfer“
1969–1973

R 50/5R 60/5R 75/5

„Strich-Sechser“
1973–1976

R 60/6R 75/6R 90/6R 90 S

„Strich-Siebener“
1976–1985

R 60/7R 75/7R 80/7R 100/7R 100 SR 100 RSR 100 RTR 100 CS

„Kleine“ Zweiventil-Boxer
1978–1985

R 45R 65R 65 SR 65 GS

Zweiventil-Boxer
1980–1997
Vierventil-Boxer (1. Generation)
1993–2006

R 850 GSR 850 RTR 850 R / R ComfortR 850 CR 1100 RR 1100 RSR 1100 SR 1100 GSR 1100 RTR 1150 RTR 1150 RR 1150 R RocksterR 1150 RSR 1150 GSR 1150 GS AdventureR 1200 CR 1200 CL

Vierventil-Boxer (2. Generation)
2004–2013

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RTR 1200 SR 1200 ST

Vierventil-Boxer (R nineT)
2014-2023

R nineTR nineT PureR nineT ScramblerR nineT RacerR nineT Urban G/S

Wasser-Boxer (1. Generation)
2013–2019

R 1200 GSR 1200 GS AdventureR 1200 RR 1200 RSR 1200 RT

Wasser-Boxer (2. Generation)
seit 2018

R 1250 GS • R 1250 GS Adventure •R 1250 RR 1250 RSR 1250 RT

F- und G-Baureihe
seit 1993
K-Baureihe (Reihenmotor)
seit 1983
HP-Baureihe

HP4HP2 EnduroHP2 SportHP2 Megamoto

Roller

R 10 (Prototyp)C1 125C1 200C 600 SportC 650 GTC Evolution

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