| FR ist das Kürzel für denKanton Freiburg in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des NamensAumontf zu vermeiden. |
| Aumont | ||
|---|---|---|
| Staat: | Schweiz | |
| Kanton: | Kanton Freiburg | |
| Bezirk: | Broyew | |
| Gemeinde: | Les Montetsi2 | |
| Postleitzahl: | 1484 | |
| frühereBFS-Nr.: | 2001 | |
| Koordinaten: | 555064 / 18337346.86.850004594Koordinaten:46° 48′ 0″ N,6° 51′ 0″ O; CH1903: 555064 / 183373 | |
| Höhe: | 594 m ü. M. | |
| Einwohner: | 419(2002) | |
Aumont FR | ||
| Karte | ||

Aumont (Freiburger PatoisNômonⓘ/?) ist eine Ortschaft und früher selbständigepolitische Gemeinde im DistriktBroye desKantonsFreiburg in derSchweiz. Am 1. Januar 2004 fusionierte Aumont mitGranges-de-Vesin,Montet (Broye) undFrasses zur neuen GemeindeLes Montets.
Aumont liegt auf594 m ü. M., 5,5 km südlich des BezirkshauptortesEstavayer-le-Lac (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich auf einem leicht nach Nordosten geneigten Hang zwischen dem Tal derPetite Glâne und der WaldhöheBois d'Aumont, imMolassehügelland zwischen demNeuenburgersee und demBroyetal, im nordwestlichen FreiburgerMittelland. Die ehemalige Gemeindefläche betrug rund 5,3 km². Das Gebiet reichte von der Petite Glâne südwärts über das Hochplateau von Aumont und die Höhe desBois d'Aumont (725 m ü. M.) bis an denRuisseau du Moulin (Dorfbach von Ménières) und in den Wald vonVerdière.
Mit 419 Einwohnern (2002) zählte Aumont vor der Fusion zu den kleinen Gemeinden des Kantons Freiburg. Im Jahr 1888 hatte das Dorf 499 Einwohner. Zu Aumont gehören einige Einzelhöfe.

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten[1][2]
Aumont war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch dieLandwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben derAckerbau, derObstbau sowie dieMilchwirtschaft und dieViehzucht einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden, unter anderem in einem Sägewerk. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in den RegionenEstavayer-le-Lac undPayerne arbeiten.
Das Dorf liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen an einer Verbindungsstrasse vonPayerne nachCombremont-le-Grand. Der nächste Anschluss an die AutobahnA1 (Lausanne–Bern), die im Jahr 2001 eröffnet wurde, befindet sich rund 6 km vom Ortskern entfernt. Durch die Buslinie derTransports publics Fribourgeois, die vonEstavayer-le-Lac aus in einem Rundkurs das Hinterland bedient, ist Aumont an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.
Das Gebiet von Aumont war schon sehr früh besiedelt. Beim Dorf wurdenTumuli aus derLa-Tène-Zeit entdeckt. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte um 1157 unter dem NamenAlto Monte; von 1226 ist die BezeichnungAltus mons überliefert, was übersetzthoher Berg bedeutet.
Seit demMittelalter bildete Aumont eine eigene kleine Herrschaft, die seit dem 14. Jahrhundert unter der Oberhoheit der Herren von Estavayer stand. Nachdem Bern 1536 das Waadtland erobert hatte, kam das Dorf unter die Herrschaft von Freiburg und wurde der Vogtei Estavayer zugeteilt. Nach dem Zusammenbruch desAncien Régime (1798) gehörte Aumont während derHelvetik und der darauffolgenden Zeit zum Bezirk Estavayer, bevor es 1848 in den Bezirk Broye eingegliedert wurde. Im Jahr 1804 wurde Granges-de-Vesin von Aumont abgetrennt.
Im Rahmen der seit 2000 vom Kanton Freiburg geförderten Gemeindefusionen sprachen sich die Bewohner von Aumont,Montet (Broye),Frasses undGranges-de-Vesin für eine Fusion aus. Mit Wirkung auf den 1. Januar 2004 entstand deshalb die neue GemeindeLes Montets.
Die Kapelle Saint-Théodule geht im Kern auf das 15. Jahrhundert zurück. Sie wurde in den Jahren 1824 bis 1826 vergrössert und umgebaut und ist seit 1878 Pfarrkirche. Das Schulhaus stammt von 1798. Im Ortskern sind einige Bauernhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten.