Aulhausen
Aulhausen StadtRüdesheim am Rhein | |
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Koordinaten: | 50° 0′ N,7° 54′ O49.9947222222227.8944444444444224Koordinaten:49° 59′ 41″ N,7° 53′ 40″ O |
Höhe: | 224 m ü. NHN |
Einwohner: | 1208 (30. Juni 2018)[1] |
Eingemeindung: | 1. Oktober 1970 |
Eingemeindet nach: | Aßmannshausen |
Postleitzahl: | 65385 |
Vorwahl: | 06722 |
Aulhausen ist ein Stadtteil vonRüdesheim am Rhein imRheingau-Taunus-Kreis inHessen und ein Wein- und Lufterholungsort mit etwa 1200 Einwohnern.
Geografische Lage
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Aulhausen liegt im Tal desEichbachs oberhalb vonAssmannshausen, etwa zwei Kilometer vomRhein entfernt. Von Rüdesheim ist es durch denNiederwald getrennt.
Geschichte
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Aulhausen entstand alsRodungssiedlung im erzbischöflichenKammerforst. Die älteste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnung alsHusun erfolgt in einer Schenkungsurkunde des ErzbischofsRuthard von Mainz aus dem Jahre 1108. Die SchreibweiseUlenhausen ist seit 1210 bezeugt. Das vorangestellte Unterscheidungsmerkmal in dem sonst häufigen OrtsnamenHausen weist auf dasTöpfergewerbe hin (lat. olla = Topf). Hier siedelten sich Handwerker an, die im Bereich der örtlichen LehmgrubenKrüge und Schalen töpferten. Eine Blütezeit hatte die Töpferei vom 13. bis zum 16. Jahrhundert. Neben Gegenständen für den täglichen Gebrauch wurden auch Bodenfliesen mit Ornamenten für Klosteranlagen und Burgen hergestellt, so beispielsweise fürKloster Eberbach undBurg Ehrenfels. ImSpätmittelalter wurden auch künstlerische Objekte wie Tonplastiken hergestellt. Aulhauser Töpferware fand Verbreitung im Rhein-Main-Gebiet sowie rheinabwärts bis nach Norddeutschland.
Seit 1189 ist dasKloster Marienhausen derZisterzienserinnen bekannt mit der Ersterwähnung alscella sororum Clarevallensis ordinis in loco, qui Hvsen dicitur.

Die Gemeinde Aulhausen ist religiös katholisch geprägt. DieDorfkirche St. Petronilla gehört seit 2015 zur Großpfarrei Heilig Kreuz Rheingau.
Am 1. Oktober 1970fusionierten, im Zuge derGebietsreform in Hessen, Aulhausen mit der NachbargemeindeAßmannshausen freiwillig zur neuen Gemeinde Aßmannshausen (ab dem 16. Dezember 1970 amtlichAssmannshausen).[2] Am 1. Januar 1977 wurde diese Gemeinde kraft Landesgesetz in die Stadt Rüdesheim am Rheineingegliedert.[3] Dort wurden die beiden Ortsteile Aulhausen und Assmannshausen gebildet.
Aulhausen feierte im Jahr 2008 seine 900-Jahr-Feier.
Verkehr und Infrastruktur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Aulhausen wird von Assmannshausen her durch die Landesstraße L 3034 für den Straßenverkehr erschlossen. Die Straße wendet sich im Ortskern scharf nach Südwesten zu einer Schleife durch den Niederwald in RichtungJagdschloss Niederwald,Niederwalddenkmal undEbental, um dann steil hinab zur Kernstadt Rüdesheim zu führen. Am Ebental zweigt die Landesstraße L 3454 nach Norden ab und führt knapp östlich von Aulhausen nachPresberg. Die Anbindung des Ortes an die L 3454 erfolgt durch die kurze Kreisstraße K 624.
DieLandwirtschaft und derWeinbau beherrschten vom Ende des 19. bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts den Ortscharakter. Heute ist dasSt. Vincenzstift der bei weitem größte Arbeitgeber im Ort.
DasSt.-Vincenz-Stift ist eine überregional bekannte Einrichtung. Die Betreuung und Förderung behinderter Kinder zeichnet diese in Aulhausen liegende Einrichtung aus.
Von Aulhausen gibt es eine große Anzahl von Wanderwegen in alle Richtungen. Einige führen in das Rheintal hinein, andere nach Norden kilometerweit durch denKammerforst bis nachLorch,Presberg oderStephanshausen. Direkt vor der Haustür im Süden liegt derLandschaftspark Niederwald und dasEbental, die einen hervorragenden Blick über den unteren Rheingau bis nachRheinhessen bieten. Viele Wege abseits überlaufener Tourismusschwerpunkte sind auch für eine Tour mit dem Mountainbike geeignet.
Seit 1989 finden jährlich im Oktober die Aufführungen des örtlichen Theaters statt. 2014 feierte das Ensemble ihr 25-jähriges Bestehen mit sechs Vorstellungen an zwei Wochenenden.
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Stadt Rüdesheim am Rhein: Rüdesheim in Zahlen, abgerufen im Dezember 2019.
- ↑Zusammenschluss der Gemeinden Aßmannshausen und Aulhausen im Rheintaunuskreis zur Gemeinde „Aßmannshausen“ vom 28. September 1970. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.):Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970Nr. 41,S. 1950,Punkt 1802 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF;7,5 MB]).
- ↑Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983,ISBN 3-17-003263-1,S. 375 f. (f. Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF;41,1 MB]).
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Aulhausen auf der Website der Stadt Rüdesheim am Rhein
- „Aulhausen, Rheingau-Taunus-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In:Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Literatur über Aulhausen nachRegister In:Hessische Bibliographie
- Website zum Ort desHeimatvereins „Töpferdorf Aulhausen“ e. V.