Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Augsburg

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel.
Verlinkung mit einem vorgelesenen Text des Seiteninhalts als Audio-Datei.
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterAugsburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
WappenDeutschlandkarte
Augsburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Augsburg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:48° 22′ N,10° 54′ O48.37166666666710.898333333333494Koordinaten:48° 22′ N,10° 54′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk:Schwaben
Höhe:494 m ü. NHN
Fläche:146,85 km²
Einwohner:301.105 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:2050 Einwohner je km²
Postleitzahlen:86150–86199
Vorwahl:0821
Kfz-Kennzeichen:A
Gemeindeschlüssel:09 7 61 000
LOCODE:DE AGB
NUTS:DE271
Stadtgliederung:42 Stadtbezirke
17 Planungsräume
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
86150 Augsburg
Website:www.augsburg.de
Oberbürgermeisterin:Eva Weber[2] (CSU)
Lage der Stadt Augsburg in Bayern
Karte
Karte
Rathausplatz:Rathaus undPerlachturm mitSt. Peter
Friedenstafel vor demAugsburger Rathaus, 2014
Altarraum desAugsburger Doms

Augsburg (imschwäbischen DialektAugschburg,[3]lateinischAugusta Vindelicum undAugusta Vindelicorum) ist einekreisfreieGroßstadt im SüdwestenBayerns und eine der dreiMetropolen in diesem Bundesland.[4] Sie istUniversitätsstadt und Sitz derRegierung desBezirks Schwaben sowie desLandratsamtes des die Stadt im Westen umgebendenLandkreises Augsburg.

Die Stadt wurde 1909 zurGroßstadt und ist mit rund 301.000 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) nachMünchen undNürnberg diedrittgrößte Stadt im Bundesland Bayern. DerBallungsraum Augsburg steht bezüglich Bevölkerung und Wirtschaftskraft in Bayern ebenfalls an dritter Stelle und ist Teil derPlanungsregion Augsburg, in der etwa 885.000 Menschen leben. Augsburg hatte im Jahr 2017 unter den deutschen Großstädten über 200.000 Einwohnern die zweitgeringsteRate aller Straftaten.[5]

Augsburg hat einen eigenen, auf das Stadtgebiet beschränkten gesetzlichen Feiertag, dasAugsburger Hohe Friedensfest am 8. August. Damit ist Augsburg die Stadt mit der größten Anzahlgesetzlicher Feiertage in Deutschland.

Bekannt ist Augsburg vor allem für dieFuggerei, die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt, die Jakob Fugger im Jahr1521 gegründet hat. Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind derAugsburger Dom, das prachtvolleRathaus mit dem Goldenen Saal, und dieAugsburger Puppenkiste, ein berühmtesMarionettentheater.

DasAugsburger Wassermanagement-System ist seit 2019 ein Weltkulturerbe der UNESCO.

Geographie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Orthophoto von Augsburg
Augsburg von Norden gesehen

Die Stadt liegt an den FlüssenLech,Wertach undSingold. Der älteste Teil der Stadt sowie die südlichen Viertel liegen auf dem nördlichen Ausläufer einerHochterrasse, die zwischen dem steilen Hügelrand vonFriedberg im Osten und den hohenRiedeln des westlichen Hügelrandes entstanden ist.

Im Süden erstreckt sich dasLechfeld, eine nacheiszeitlicheSchotterebene zwischen den beiden großen Flüssen Lech und Wertach, in der sich seltene Urlandschaften erhalten konnten. DerAugsburger Stadtwald und dieLechtalheiden zählen zu den artenreichsten mitteleuropäischen Lebensräumen.

An Augsburg grenzt derNaturpark Augsburg – Westliche Wälder, ein großes Waldgebiet. Daneben ist aber auch das Stadtgebiet selbst stark begrünt, weshalb die Stadt im europaweiten WettbewerbEntente Florale Europe 1997 als erste deutsche Stadt alsgrünste und lebenswerteste Stadt ausgezeichnet wurde. Die Stadt ist der größte kommunale Waldbesitzer in Bayern und der drittgrößte in Deutschland.

Panoramabild Augsburg, von Westen aus betrachtet

Nachbargemeinden

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wird im Osten vomLandkreis Aichach-Friedberg und im Westen vomLandkreis Augsburg umgeben. Durch das in Nord-Süd-Richtung langgestreckte Stadtgebiet grenzen viele Städte und Gemeinden an Augsburger Flur.

DenBallungsraum bilden im Osten beginnend und demUhrzeigersinn folgendFriedberg (Landkreis Aichach-Friedberg),Königsbrunn,Stadtbergen,Neusäß undGersthofen (alle Landkreis Augsburg), die alle mit ihrem Siedlungskern direkt an die bebaute Fläche Augsburgs angrenzen.

Daneben grenzen die GemeindenRehling,Affing,Kissing,Mering undMerching (alle Landkreis Aichach-Friedberg) sowieBobingen,Gessertshausen undDiedorf (alle Landkreis Augsburg) an die Stadt (von Norden im Uhrzeigersinn).

Stadtgliederung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Planungsräume und Stadtbezirke
Hauptartikel:Liste der Planungsräume und Stadtbezirke von Augsburg

Das Stadtgebiet besteht aus 42Stadtbezirken, die 17Planungsräume bilden. Diese Art der Stadtgliederung besteht seit 1938. Die Gesamtfläche beträgt 147 Quadratkilometer (Platz 39 derdeutschen Großstädte).

Die Stadtteile sind teilweise ehemals selbstständigeGemeinden, teilweise neu gegründete Wohngebiete. Einige Stadtteile haben räumlich getrennte Siedlungen (Wohnplätze) mit eigenem Namen. Nicht in der Verwaltungsgliederung genannteStadtviertel sind dieAugsburger Altstadt als Teil der Innenstadt und dasAugsburger Textilviertel, das teilweise in Spickel-Herrenbach, teilweise in der Innenstadt liegt.

Die ehemaligenKasernen- und Wohngebiete der US-Armee haben nach dem Truppenabzug 1998 ihre Namen behalten, darunterCenterville,Cramerton,Reese,Sheridan,Sullivan Heights undSupply-Center. Viele dieser Kasernen sind heute Wohngebiete.

PlanungsräumeAugsburgs

Gewässer

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an drei Flüssen: DerLech ist das größte fließende Gewässer und wird durch den Zufluss derWertach, die nördlich desLandschaftsschutzgebietesWolfzahnau einmündet, verbreitert. Der dritte Augsburger Fluss, dieSingold, entspringt imOstallgäu und mündet in der Stadt in das weit verzweigte künstliche Bach- und Kanalsystem. Die zahlreichenKanäle in Augsburg – die meisten fließen durch dasLechviertel in derAltstadt – werden von 500 Brückenbauwerken überspannt. Sie sind Teil der am 6. Juli 2019 insUNESCO-Welterbe aufgenommenen Stätte „DasAugsburger Wassermanagement-System“.

DerLech amHochablasswehr
Siehe auch:Liste von Brunnen in Augsburg
FlussFlusslänge
im Stadtgebiet
Lech19,9 km
Wertach13,1 km
Singold6,2 km
29 Lechkanäle77,7 km
4 Wertachkanäle11,6 km
19 Bäche45,6 km
Länge insgesamt174,1 km

DerFabrikkanal, in den die Singold mündet, wird in Göggingen von der Wertach abgeleitet, fließt als Wertachkanal, Holz- bzw. Senkelbach nach Norden und gelangt nach derBallonfabrik Augsburg zurück in die Wertach.

AmHochablass werden derHauptstadtbach und der Neubach vom Lech abgeleitet, die sich nach wenigen hundert Metern wieder vereinigen, um kurz flussabwärts in den nach Norden fließenden Herrenbach (flussabwärtsProviantbach mit seinen Ab- und ZuleitungenHanreibach undFichtelbach) und den nach Westen geleiteten Kaufbach zu gabeln. DerKaufbach speist denSchäfflerbach und die Stadtgräben und Innenstadtkanäle, die sich nach Norden fließend auf dem Gelände der UPM-Kymmene wieder vereinen und als Stadtbach im westlichen Bereich der Wolfzahnau wieder mit dem Proviantbach zusammenfließen, um wenige Meter vor der Wertachmündung in den Lech zu gelangen. Der Mühlbach fließt durch den StadtteilPfersee.

DerBrunnenbach, der Reichskanal und derLochbach (ein Lechkanal) durchströmen den Stadtwald. Dabei verzweigen sie sich in weitere kleine Bäche, um sich kurz vor der Innenstadt wieder zu vereinen.

In dem Auwald, den der Lech durchfließt, befinden sich derKuhsee und der kleinereStempflesee. Im Norden Augsburgs befinden sich derAutobahnsee, derKaisersee und der Europaweiher amAugsburger Müllberg. Im Süden Augsburgs befinden sich der Wertach-Stausee, derLautersee und derIlsesee (Naherholungsgebiet).

Die Naturschutzgebiete im Süden Augsburgs dienen der AugsburgerTrinkwasserversorgung. Der Stadtwald und der Lechauwald bei Unterbergen sind daher alsTrinkwasserschutzgebiet ausgewiesen. Das von dort bezogene Wasser mitHärtegrad 13,5 °dH (mittelhart) versorgt die Städte Augsburg, Neusäß, Friedberg und Stadtbergen.[6]

Natur und Umwelt

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Fliegen-Ragwurz in derSchießplatzheide

Die Stadt gehört nach den großflächigen Eingemeindungen der 1970er Jahre mit ungefähr einem Drittel Grün- undWaldfläche zu den grünsten Großstädten in Deutschland.

DerAugsburger Stadtwald – mit etwa 21,5 Quadratkilometern der größte bayerische Auwald – bildet eine geschlossene Waldfläche im Südosten und besitzt einen hohen regionalen Stellenwert für denNaturschutz sowie als Naherholungs- und Freizeitgebiet. Auf dem Stadtgebiet befinden sich siebenLandschaftsschutz-, vierFFH- und zweiNaturschutzgebiete (Stand Mai 2016).

Der Südwesten der Stadt wird von Teilen desNaturparks Augsburg-Westliche Wälder bedeckt. Dieser 1.175 Quadratkilometer große Naturpark ist der einzige in Bayerisch-Schwaben. Begrenzt wird er im Norden von derDonau, im Osten von den Abhängen zurWertach undSchmutter und im Westen von derMindel. Im Süden reicht er bis an den Rand desUnterallgäus.

Die Stadt gilt bundesweit als Modellstadt für umweltfreundliche Beleuchtung.[7] Durch Maßnahmen gegen dieLichtverschmutzung im Bereich der öffentlichen Beleuchtung konnte der Stromverbrauch und somit derKohlenstoffdioxid-Ausstoß um 20 Prozent gesenkt werden, was zu einer jährlichen Ersparnis von 250.000 Euro führte.[8]

Bei einer Studie derGeers-Stiftung von 2011 wies Augsburg nachMünster den zweitniedrigsten Lärmpegel aller deutschen Städte über 250.000 Einwohnern auf – lediglich 17,0 Prozent der Stadtfläche waren im Tagesmittel einer Belastung von mehr als 55Dezibel ausgesetzt.[9]

Augsburg wurde im November 2013 mit demDeutschen Nachhaltigkeitspreis als „nachhaltigste Großstadt 2013“ ausgezeichnet.[10]

Klima

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Übergang zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenenKontinentalklima auf der Ebene desLechfeldes in leichter Tallage. Weitere wetterbestimmende Faktoren sind dieAlpen als mitteleuropäische und dieDonau als regionaleWetterscheide. Daher ist das Wetter relativ wechselhaft. Im Zeitraum 1950–2010 wurde für Augsburg ein Anstieg der Temperatur, eine Abnahme der Niederschläge sowie die Zunahme des Auftretens von Extremwerten gemessen.[11] Dies hat sich in der letzten Dekade nochmals verstärkt.[12]

Die Witterungsperioden variieren zwischen gemäßigten, nicht zu kalten Wintern und warmen, nicht übermäßig heißen Sommern. Große Schneemengen, welche dieVegetation über die Frostperioden hinweg schützen, fallen meist erst ab Januar und halten sich bis Mitte März. Größere Niederschlagsmengen sind im Frühsommer zu verzeichnen, größtenteils bei Westwindlage. Längere Trockenperioden treten im Hochsommer und Frühherbst auf.

DerFöhn bringt das ganze Jahr hindurch aus südlicher Richtung warme und trockene Luftströmungen aus demAlpenvorland nach Augsburg. Damit verbunden ist eine gute Fernsicht, so dass dieBayerischen undAllgäuer Alpen oftmals deutlich zu sehen sind.

Die Temperatur beträgt im Jahresmittel etwa 8,4Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge etwa 850 Millimeter. Im Zuge desHitzesommers 2003 wurde am 13. August eine Temperatur von 36,0 Grad gemessen, der Höchstwert seit Beginn der Temperaturbeobachtungen beträgt 37,1 Grad vom 27. Juli 1983. Die niedrigste registrierte Temperatur betrug −28,2 Grad, gemessen am 12. Februar 1929.

Augsburg ist durch seine Lage im gewitterintensivsten Bundesland Bayern des Öfteren von heftigen Unwettern betroffen, die zu enormen Lech- und Wertachhochwassern führen können. Die stärksten Auswirkungen hatte dies 1999, als ein Stauwehr an der Wertach brach und ganze Stadtteile unter Wasser standen.

An Herbsttagen ist es in Augsburg wegen der Lage im Lech- und Wertachtal häufig neblig. Nach München ist Augsburg die schneereichste Großstadt Deutschlands.

Augsburg
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
55
 
4
-3
 
 
41
 
7
-2
 
 
36
 
10
0
 
 
48
 
15
2
 
 
106
 
19
7
 
 
88
 
24
11
 
 
76
 
25
12
 
 
74
 
25
12
 
 
53
 
20
8
 
 
47
 
14
4
 
 
52
 
8
1
 
 
38
 
6
-1
_Temperatur (°C)  _Niederschlag (mm)
Quelle: DWD, Daten: 2015–2020;[13]weatheronline.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Augsburg
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Mittl. Temperatur (°C)0,42,34,99,213,317,819,118,813,89,34,62,29,7
Mittl. Tagesmax. (°C)3,76,610,115,118,823,825,225,319,814,48,25,614,8
Mittl. Tagesmin. (°C)−3,2−1,7−0,22,47,111,212,212,17,84,31,1−1,24,4
Niederschlag (mm)5541364810688767453475238Σ714
Sonnenstunden (h/d)2,03,04,35,97,17,57,77,35,33,41,91,74,8
Regentage (d)161314111414141212141413Σ161
Luftfeuchtigkeit (%)85827672717271747883858577,8
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,7
−3,2
6,6
−1,7
10,1
−0,2
15,1
2,4
18,8
7,1
23,8
11,2
25,2
12,2
25,3
12,1
19,8
7,8
14,4
4,3
8,2
1,1
5,6
−1,2
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Quelle: DWD, Daten: 2015–2020;[13]weatheronline.de

Bevölkerung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Einwohnerentwicklung von Augsburg
Einwohnerentwicklung
Von 1400 bis 2018
Von 1871 bis 2018

Zur Zeit desRömischen Reiches lebten über 10.000 Menschen in Augsburg.[14] Die Einwohnerzahl wuchs in den folgenden Jahrhunderten kaum an. Um 1500 war Augsburg mit einer Bevölkerung von etwa 30.000 Menschen nachKöln und mitPrag eine dergrößten Städte desHeiligen Römischen Reiches.

Mit derIndustrialisierung im 19. Jahrhundert setzte in Augsburg ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Lebten 1806 etwa 26.000 Menschen in der Stadt, so waren es 1895 über 80.000 und 180.000 Einwohner im Jahr 1939. 1910 erreichte die Bevölkerungszahl erstmals die Marke von 100.000, wodurch Augsburg zur Großstadt wurde.[15] ImZweiten Weltkrieg verlor die Stadt etwa 20 Prozent ihrer Bevölkerung (38.958 Personen), so dass 1945 146.000 Menschen in Augsburg lebten. Ihren Vorkriegsstand erreichte die Einwohnerzahl fünf Jahre später, unter anderem durch die große Zahl andeutschen Flüchtlingen und Vertriebenen aus Mittel- und Osteuropa.

Die wohnberechtigte Bevölkerung stieg von 267.121 Personen am 1. Januar 2010 auf 290.743 am 30. Juni 2016 (+8,8 %) und erreichte 295.895 am 31. Dezember 2017. Seit Mai 2011 lag die Zahl immer über dem Wert des Vormonats. Die Marke von 290.000 Einwohnern wurde im April 2016 überschritten.[16] In den 2010er Jahren lag Augsburg aufPlatz 23 der größten deutschen Städte. Eine 2012 veröffentlichte Prognose sieht für Augsburg bis 2025 eine Zunahme der Einwohnerzahl um 3,9 Prozent und damit das drittstärkste Bevölkerungswachstum aller deutschen Großstädte.[17] Im ersten Quartal 2025 betrug die Einwohnerzahl Augsburgs 300.952 Personen[18].

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die kreisfreie Stadt von 247.731 auf 295.135 um 47.404 Einwohner bzw. um 19,1 %.

Einwohnerzahlen (Schätzungen für das 13. bis 18. Jahrhundert auf aufbewahrten Steuerregistern basierend)
JahrEinwohnerzahlAnmerkungen
1200< 12.000[19]
1250< 10.000[19]
13630025.000[19]
13860018.000nach politischen und städtischen Wirren (vereinte Angriffe der bayerischen Herzöge wie der Bischöfe)[19]
14240015.000[19]
14500015.000nach päpstlichen Zwisten und dem politischen Wirken des BischofsAnselm von Nenningen[19]
14900025.000Beginn der wirtschaftlichen Blütezeit, nach dem Wegfall deslevantinischen Handels, der schwindenden BedeutungVenedigs und nicht zuletzt infolge der Gründung desSchwäbischen Bundes[19]
15160027.000[19]
1534< 33.000[19]
15360036.000[19]
16170050.000Höhepunkt der Blütezeit[19]
16310036.000Bevölkerungsschwund infolge desDreißigjährigen Kriegs[19]
16500025.000nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs[19]
1800< 30.000[19]
18550027.500in 4000 Häusern[20]
18610045.389in 13.150 Familien[21]
18640049.332in 14.645 Familien, mit dem Militär (253 Familien, 7.277 Personen), davon 14.078Protestanten, 45Reformierte und 128Israeliten[21]
18710051.220am 1. Dezember 1871, 5.512 Gebäude, 16.112 Protestanten, 827 Reformierte[22]
18800061.408[23]
18850065.905[23]
18900075.629[23]
19000089.170mit der Garnison (einInfanterieregiment Nr. 3, vierEskadronsChevaulegers Nr. 4, einFeldartillerieregiment Nr. 4), davon 23.995 Evangelische und 1.171 Juden;[24] nach anderen Angaben davon 24.086 Evangelische, 63.766 Katholiken[23]
19100102.487davon 25.256 Evangelische, 75.601 Katholiken[23]
19250165.522davon 33.354 Evangelische, 129.319 Katholiken, 175 sonstige Christen, 1.203 Juden[23]
19330176.575davon 33.344 Evangelische, 139.552 Katholiken, 84 sonstige Christen, 1.030 Juden[23]
19390180.039davon 34.280 Evangelische, 139.595 Katholiken, 1.000 sonstige Christen, 551 Juden[23]
19500185.183[23]
19600205.000davon 36.100Vertriebene[23]

Demographie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Bevölkerungspyramide für Augsburg (Datenquelle: Zensus 2011[25])

Augsburg hatte am 1. Januar 2008 267.836 Einwohner mit Haupt- und Nebenwohnsitz und 264.265 ohne die Zweitwohnsitze. Im November 2008 waren 9181 von 138.300 erwerbsfähigen Bürgern der Stadt ohne Arbeitsplatz, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent.[26] Im Februar 2010 lag die Arbeitslosenquote in Augsburg bei 6,2 Prozent, im Kreis Augsburg bei 4,0 Prozent. Für die gesamte Region lag die Quote bei 5,4 Prozent.[27] Im Ballungsraum Augsburg, der die direkt angrenzenden Vorstädte einschließt, wohnen knapp 500.000 Menschen.

DerAusländeranteil war Ende 2017 mit 21,8 Prozent (64.627 Einwohner) im Vergleich der deutschen Großstädte eher hoch.[28] Die meisten Bürger nichtdeutscher Herkunft wohnen in den Planungsräumen Oberhausen, Spickel-Herrenbach, Hochfeld und Lechhausen sowie der Jakobervorstadt und kommen vor allem aus derTürkei, ausItalien und aus dem ehemaligenJugoslawien. Einen beachtlichen Anteil machen dieSuryoye aus (auch bezeichnet alsAramäer,Assyrer). Die ersten Suryoye kamen aus der Südosttürkei (Tur-Abdin) als Gastarbeiter Mitte der 1960er Jahre nach Augsburg.[29] Als sich die Situation für diesesemitisch christliche Minderheit in ihrem Ursprungsgebiet im altenMesopotamien verschlechterte, kamen auch viele als Flüchtlinge nach Augsburg.[30][31] Sie stammen aus der Türkei,Syrien, demIran, demIrak und demLibanon. Die meisten Suryoye, welche nach Augsburg gekommen sind, gehören derSyrisch-Orthodoxen Kirche an. In letzter Zeit kommen jedoch auch Chaldäer, die derChaldäisch-katholischen Kirche sowie Assyrer derAssyrischen Kirche des Ostens angehören, als Flüchtlinge aus dem Irak und aus Syrien nach Augsburg.[32][33] Die Suryoye sprechen bis heute einearamäische Sprache, und zwar dasNeu-Ostaramäische.[34] Diese Sprache wird in zwei Dialekten gesprochen, demSurayt-Dialekt (auch bekannt als Turoyo) und demSuret-Dialekt.

In Augsburg leben außerdem etwa 50.000Spätaussiedler. Sie sind deutsche Staatsbürger, die mehrheitlich in der ehemaligenSowjetunion geboren wurden.[35] Im Jahr 2025 lag der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund erstmals über 50 %.[36]

Die Altersstruktur liegt im bundesdeutschen Durchschnitt, wobei 16,0 Prozent (43.213 Personen) der Einwohner mit Haupt- und Nebenwohnsitz unter 18 Jahre alt sind. 52,2 Prozent (140.592 Personen) aller Einwohner sind weiblichen, 47,8 Prozent (128.857 Personen) männlichen Geschlechts.[37]

Aufgrund der positiven Wanderungsbilanz wächst Augsburgs Bevölkerung. Die höchsten Anstiege gab es jeweils im Herbst durch den Zuzug von 18- bis unter 25-Jährigen. Zusammen mit dem Zuwachs der Altersgruppe der 25- bis unter 40-Jährigen stieg auch der Anteil der Kinder unter 10 Jahren seit dem Jahr 2011 an, wobei seit 2012 auch bei der Zahl der Geburten ein stetiger Anstieg zu verzeichnen ist. Das Bevölkerungswachstum ist auf einen steigenden Außenwanderungsüberschuss zurückzuführen. Die Zahl der zugezogenen Personen hat sich seit dem Jahr 2010 von 17.482 kontinuierlich auf 25.618 Personen (+45,5 %) im Jahr 2015 erhöht. Da die Zahl der Außenwegzüge in diesem Zeitraum weniger stark zunahm (um 25,0 % von 16.136 auf 20.169), stieg der jährliche Wanderungszuwachs seit dem Jahr 2010 von 1.346 auf 5.449 im Jahr 2015 an. Von 2.059 auf 5.665 mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Zuzüge aus EU-Ländern.[16]

Die jungen Zuwanderer bevorzugen innenstadtnahe Stadtbezirke, wo auch der höchste Anteil an Single-Haushalten zu finden ist. Vor allem aufgrund der Zunahme von Single-Haushalten sinkt die durchschnittliche Haushaltsgröße. Die Stadt Augsburg verliert am stärksten durch die Wegzüge der 30- bis unter 50-Jährigen, die (mit ihren Kindern) überwiegend ins Augsburger Umland abwandern. Die Zahl der Sterbefälle liegt in der Stadt Augsburg bereits seit 1968 über der Zahl der Geburten. Trotz des Geburtenrückgangs und der negativen Wanderungsbilanz bei den jungen Familien stieg die Zahl der Alleinerziehenden an.

Die Augsburger Bevölkerung altert durch die steigende Lebenserwartung und die Alterung der anteilsmäßig besonders großen Altersgruppen. Im Vergleich mit anderen Städten weist Augsburg aber einen geringen Anteil an den ab 65-Jährigen sowie einen geringen Altenquotienten auf. Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Zuwanderung der 18- bis unter 30-Jährigen hat Augsburg den im Städtevergleich höchsten Anteil in dieser Altersgruppe. Augsburg weist nur eine relativ geringe Fruchtbarkeitsziffer auf, weshalb auch der Jugendquotient vergleichsweise niedrig ausfällt.[16]

Konfessionsstatistik

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bis 2003 war eine absolute Mehrheit der Augsburger Mitglied der katholischen Kirche: Zu diesem Zeitpunkt lebten in der Stadt 50,2 % Katholiken, 17,4 % Protestanten und 32,4 % Menschen mit anderer bzw. keinerKonfession oder Religion.[38][39][40] Gemäß demZensus 2011 waren 46,0 %katholisch, 16,8 % der Einwohnerevangelisch und 37,3 % warenkonfessionslos, gehörten einer anderenGlaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe.[41] Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung ist seitdem weiter gesunken.[42] Am Stichtag 30. Juni 2025 waren von Augsburgs Einwohnern 30,4 % katholische Kirchenmitglieder, 11,1 % evangelische und 58,5 % gehörten sonstigen oder keinen Glaubensgemeinschaften an. Über die Jahre hinweg verlieren die beiden christlichen Konfessionen in zunehmenden Maße Mitglieder, während die Einwohner ohne Glaubensrichtung zunehmen.[43]

Beim Zensus 2011 wurden auch Zahlen zu anderen religiösen Gemeinschaften erhoben. Damals waren 4,1 % der Bevölkerungchristlich-orthodox, 0,5 %jüdischen Glaubens, 0,5 % Mitglieder einerevangelischen Freikirche und weitere 6,1 % gehörten sonstigen in Bayern anerkannten öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften an (darunter dieAlt-Katholische Kirche und dieZeugen Jehovas).[44][45]Der Anteil dermuslimischen Bevölkerung in Augsburg lag gemäß Berechnungen basierend auf den Zahlen des Zensus von 2011 bei 8,8 %.[46]

Religionen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Neben den christlichen, jüdischen und islamischen Gemeinden, die zusammen den Großteil des religiösen Lebens in Augsburg ausmachen, gibt es viele kleineGlaubensgemeinschaften. Daneben besteht mit demBund für Geistesfreiheit Augsburg seit 1911 eineWeltanschauungsgemeinschaft.

Christentum

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Blick vomPerlachturm nach Süden auf die KurzeMaximilianstraße; links dasRathaus, rechts dieKirche St. Moritz und im Hintergrund dieBasilika St. Ulrich und Afra

Erste Daten zur Glaubensrichtung der städtischen Bewohner wurden 1833 im Rahmen einer Volkszählung gewonnen. Dabei lebten 61 % Katholiken, 38 % Protestanten und 0,4 % Andersgläubige bzw. Atheisten in der Stadt.[38] Dieses Verhältnis veränderte sich insbesondere durch Eingliederung von katholischen Vororten zugunsten der Katholiken, so dass der Anteil der protestantischen Bevölkerung um 1950 nur noch bei etwa 23 % lag. Bei der Volkszählung 1987 waren 66,5 % katholisch und 18,7 % evangelisch.

Augsburg istBischofssitz derkatholischenDiözese und Sitz des evangelischenKirchenkreises Augsburg.

Die Stadt war wohl schon seit dem 4./5. Jahrhundert Sitz einesBischofs. Um 738 wurde dasBistum Augsburg erneuert. Ab 1518 fand die LehreMartin Luthers Anhänger in Augsburg. Die Lehre verbreitete sich immer mehr und führte schließlich zur offiziellen Einführung derReformation durch den Rat der Stadt im Jahre 1534/1537. Es folgte anschließend die Teilnahme der Stadt amSchmalkaldischen Krieg, und 1548 wurde in Augsburg ein Reichstag abgehalten, der die Ausübung der Religion für eine Übergangszeit regelte (Augsburger Interim). Sieben Jahre später (1555) konnte imAugsburger Religionsfrieden die Gleichstellung beider Konfessionen endgültig erreicht werden. Im Andenken daran und an die Besuche Luthers in Augsburg ist die Stadt heute eine der deutschenLutherstädte.[47] Auch die reformatorischenTäufer konnten 1524 eine relativ starke Gemeinde in der Stadt etablieren. 1527 fand in Augsburg die überregionale sogenannteAugsburger Märtyrersynode statt.

Diekatholische Bevölkerung gehörte danach weiterhin zum Bistum Augsburg, das seinerzeit demErzbistum Mainz zugeordnet war. Nach dem Übergang der Stadt an Bayern verblieb es zunächst bei der bisherigen Zuordnung. 1821 wurde das Bistum Augsburg und mit ihm seine Pfarrgemeinden dem neu errichtetenErzbistum München und Freising zugeteilt (siehe hierzu auchListe der Bischöfe von Augsburg).

Evangelische Kirche St. Jakob

Dieprotestantischen Gemeindemitglieder erhielten spätestens nach demWestfälischen Frieden die KirchenSt. Anna,St. Ulrich,Zu den Barfüßern undSt. Jakob. Sie unterstanden dem Rat der Stadt. Nach dem Übergang Augsburgs an Bayern wurden die Gemeinden Teil derProtestantischen Kirche des Königreichs Bayern, die zunächstlutherische undreformierte Glaubensgemeinschaften umfasste.

Die Stadt wurde danach Sitz eines eigenenDekanats, das 1827 zunächst demKonsistorialbezirkBayreuth, ab 1876 dann dem KonsistorialbezirkAnsbach und danach ab 1923 demKirchenkreis München angehörte. Seit 1971 ist es Teil desKirchenkreises Augsburg. Das Dekanat Augsburg umfasst neben den Kirchengemeinden der Stadt auch Gemeinden außerhalb des Stadtgebiets, vor allem in den LandkreisenAugsburg undAichach-Friedberg.

DerWestfälische Friede von 1648 bestätigte in Augsburg das durch die Stadtverfassung von 1548 eingeführte paritätische Regierungs- und Verwaltungssystem (endgültige Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protestanten). Diese Vereinbarung sollte bis zurMediatisierung im Jahre 1805 Bestand haben und wird heute noch amAugsburger Hohen Friedensfest gefeiert.

Freikirchliche Gemeinden haben sich nach dem Ende derTäuferbewegung wieder im 19. beziehungsweise 20. Jahrhundert in Augsburg konstituiert. Den Anfang machten dieMennoniten, die ab 1870 gottesdienstliche Versammlungen in Augsburg abhielten. 1863 erhielt dieEvangelisch-methodistische Kirche die Rechte einer „Privatkirchengesellschaft“. Um 1925 nahmen – ausgehend von der Muttergemeinde inMünchen – dieBaptisten (imBund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden) ihre Arbeit auf. Seit 1968 gibt es in Augsburg zudem eineFreie evangelische Gemeinde mit inzwischen vier Gemeinden.[48]

Evangelische Ulrichskirche undBasilika St. Ulrich und Afra

Auch dieorthodoxen Kirchen Süd- und Osteuropas sowie desNahen Ostens haben Gemeinden in Augsburg. DieSuryoye (auch bekannt alsAssyrer oderAramäer)[49] haben 1998[50] ein eigenes Gotteshaus in Lechhausen eingeweiht, die Marienkirche an der Zusamstraße ist einer der ersten Syrisch-Orthodoxen Bauten in Deutschland.[51] Die etwa 6000[52][53] syrisch-orthodoxen Christen (eigensprachlich als Suryoye bezeichnet) in Augsburg stammen vorwiegend aus dem Südosten derTürkei (Tur Abdin) undSyrien, sprechen die Sprache Jesu (Syrisch-Aramäisch) und haben ihre Wurzeln inMesopotamien. Zunächst kamen diese Christen alsGastarbeiter nach Europa,[54] dann ab 1980 meist alsAsylbewerber, da sie in der Türkei diskriminiert und verfolgt wurden.[55] Diegriechisch-orthodoxe Kirchengemeinde mit über 6000 Gemeindemitgliedern konnte nach dem Abzug der amerikanischen Truppen dieGospel Church in der ehemaligenFlak-Kaserne kaufen und benannte diese nach dem SchutzpatronAgios Panteleimon um.

Die russisch-orthodoxe Kirche zu Ehren der Gottesmutterikone „Freude aller Trauernden“, die derRussischen Orthodoxen Diözese des orthodoxen Bischofs von Berlin und Deutschland angehört, befindet sich im Stadtteil Pfersee. Die Gemeinde in Augsburg existiert seit den 1930er Jahren und zählt heutzutage um die 120 Mitglieder (2011).

Daneben gibt es eine große Zahl weiterer christlicher Religionsgemeinschaften, zum Beispiel, hierbei ebenfalls in Pfersee, dieApostelin-Junia-Kirche derAlt-Katholischen Gemeinde, ferner derNeuapostolischen Kirche, derKirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage oder derZeugen Jehovas.

Islam

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Muslime bilden in Augsburg die zweitgrößte religiöse Gemeinschaft. In der Stadt befindet sich eine Vielzahl von Gebets- und Vereinsräumen, die von unterschiedlichen Gemeinschaften mit eigenen Zielsetzungen und Schwerpunkten geführt werden.

Den Hauptanteil der islamischen Bürger machenEinwanderer aus der Türkei in erster bis dritter Generation aus (sieheDemographie). Daneben bestehen aber auch Vereine und dazugehörige Gebetsstätten derarabischen,bosnischen undirakischen Muslime sowie zweialevitische Kulturzentren.

In der Donauwörther Straße befindet sich die Bait-un-Naseer-Moschee derAhmadiyya Muslim Jamaat.

Judentum

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Augsburger Synagoge

Es ist anzunehmen, dass nach demJüdischen Krieg im ersten Jahrhundert und der Zerstörung desJerusalemer Tempels durch die Römer die erstenJuden nach Augsburg kamen. Aus dem 9. Jahrhundert gibt es urkundliche Erwähnungen. Die Juden hatten bereits 1241 eine eigene Straße bei derSt.-Leonhards-Kapelle und bis 1433 ein eigenesGericht.[56] Am 22. November 1348 unternahmen zwei Mitglieder der einflussreichen Familie Portner[57] einen Umsturzversuch, um die Macht in der Stadt zu erlangen. Da dieser Aufstand zeitlich mit einemPogrom gegen die Juden zusammenfiel und die Portners sich zum Erwerb ihrer Besitzungen bei Augsburger Juden verschuldet hatten, ist vermutet worden, dass sie den Pogrom selbst mitgeschürt haben könnten, um das Chaos in der Stadt auszunutzen sowie ihre Gläubiger loszuwerden. Auch wenn der Umsturz scheiterte und die Rädelsführer auf ewig der Stadt verwiesen wurden, konnte oder wollte der amtierende Rat den Mord an den Juden nicht verhindern. Die Augsburger Judengemeinde war somit die erste große Gemeinde im römisch-deutschen Reich, die denJudenverfolgungen zur Zeit des Schwarzen Todes zum Opfer fiel.[58] Auf Beschluss des Stadtrats vom 7. Juli 1438, dass man die Juden „nit länger hie in der Statt laußen sölle dann von hüt dem tag über zway Jare“, wurden sie aus der Stadt vertrieben und siedelten sich vor den Toren der Stadt im DorfKriegshaber an.[59] Unter dem Schutz derMarkgrafschaft Burgau bildete dieSynagoge Kriegshaber über fast dreihundert Jahre lang das Zentrum derjüdischen Gemeinde. Auch ein großerjüdischer Friedhof ist in Kriegshaber aus dieser Zeit erhalten.

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Augsburg begann wieder 1803, als die Stadt erstmals drei Juden (die BankiersAron Elias Seligmann, später Freiherr von Eichthal, Jakob Obermayer und Henle Ephraim Ullmann) gegen eine jährliche Gebühr und eine erhebliche Darlehenssumme das Bürgerrecht verlieh, obwohl die städtischen Kaufleute dagegen erheblichen Widerstand geleistet hatten.

Die Zahl der jüdischen Familien stieg anschließend nur schwach (im Jahr 1840 79 Personen und 1852 128 Personen), da ihre Niederlassung weiterhinstreng gehandhabt wurde. Eine entscheidende Wendung brachte die Niederlage der konservativen Katholiken bei den Gemeinderatswahlen von 1857, in deren Folge 1861 die erste Israelitische Kultusgemeinde in Augsburg gegründet werden konnte. Bis dahin wurde der Religionsunterricht vom Lehrer des damals noch eigenständigen VorortesPfersee erteilt, während das zuständige Rabbinat Kriegshaber war.

Schon drei Jahre vor Genehmigung der Gemeinde durch die Regierung wurde 1858 das HausWintergasse A 13 für 13.000 Gulden gekauft und zunächst zu einer reinenSynagoge ausgebaut und später durchRabbiner- und Lehrerwohnungen erweitert; deren Einweihung erfolgte im April 1865.

Durch diese Entwicklung nahm die jüdische Bevölkerung in der Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rapide zu, so dass 1895 1.156 Juden in Augsburg lebten. Inzwischen waren schon ein jüdischer Friedhof (1867) sowie ein reges Vereinsleben (ein Männer-, ein Frauen- und ein Speiseverein jeweils mit wohltätigen Zwecken) entstanden. Die jüdischen Industriellen, Bankiers, Handels- und Kaufleute nahmen im wirtschaftlichen Leben der Stadt eine bedeutende Rolle ein und gehörten nahezu vollständig der gehobenen Mittel- beziehungsweise Oberschicht an.

Schon zu dieser Zeit forderten immer mehr Gemeindemitglieder den Bau einerneuen Synagoge, der zudem durch das Drängen der Stadt nötig wurde: Das alte Gebäude befand sich in einem maroden Zustand. So wurde 1903 ein Gartengut an derHalderstraße erworben, für das 1912 ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben wurde. In den Jahren 1914 bis 1917 wurden schließlich die Pläne von Fritz Landauer und Heinrich Lömpel verwirklicht.

Mit derMachtergreifung derNationalsozialisten 1933 litten auch die Augsburger Juden mehr und mehr unter Repressalien: Innerhalb von fünf Jahren wurden nahezu alle jüdischen Firmen geschlossen oderarisiert.

Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte die Unterdrückung der Juden während derNovemberpogrome 1938 am frühen Morgen des 10. November 1938: Etwa 30NSDAP-Mitglieder zerstörten die Inneneinrichtung der Synagoge und legten Feuer, das allerdings wegen der umliegenden Wohn- und Kommunalbauten sowie einer Tankstelle wieder gelöscht wurde, so dass das Gebäude an sich erhalten blieb und während des Zweiten Weltkrieges als Kulissenlager des Stadttheaters zweckentfremdet wurde. Auf der Kuppel der Synagoge wurde ein Beobachtungsstand der Flugabwehrartillerie eingerichtet.

Obwohl seit 1933 viele Juden ausgewandert waren, war deren Zahl in der Stadt durch Zuzug jüdischer Bürger aus ländlichen Gemeinden nicht stark gesunken. 356 bis 450 Gemeindemitglieder wurden in sieben Transporten nachAuschwitz,Piaski,Riga undTheresienstadt deportiert. Nur wenige Augsburger Juden überlebten dieShoa.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrten nur wenige ehemalige Augsburger Juden zurück in die Stadt, unter ihnenLudwig Dreifuß, der von der amerikanischen Militärregierung zum ersten Nachkriegsbürgermeister ernannt wurde. 1946 wurde dieIsraelitische Kultusgemeinde Augsburg-Schwaben gegründet, die über eine sehr lange Zeit nicht viel Zuwachs erfuhr. Von süddeutschen Problemen sprach Hans Erich Fabian, erster Vorsitzender der Berliner Gemeinde, bezüglich der Konflikte, die sich zwischen wenigen zurückgekehrten deutschen Juden und der überwiegenden Mehrheit der osteuropäischen Juden vor allem im Süden Deutschlands ergaben. Es wurde befürchtet, dass sich die deutsch-jüdischen Traditionen nicht behaupten könnten. Besonders vehement wurden die Auseinandersetzungen in Augsburg geführt, wo sich 32 deutsche Juden weigerten, den 60 Juden ohne deutsche Staatsangehörigkeit die Gemeindemitgliedschaft zu gewähren. Der Zentralrat nahm hierzu eindeutig Stellung, die Gemeindemitgliedschaft sei unabhängig von Staatsangehörigkeit und Geburtsort. Erst nach Jahren erhielten diese Juden zwei von neun Vorstandssitzen.[60] 1987 hatte die Gemeinde 247 Mitglieder. Nach demZusammenbruch der Sowjetunion 1990 änderte sich dies durch den Zuzug zahlreicherKontingentflüchtlinge aus der ehemaligenSowjetunion rapide, so dass die Gemeinde – die allerdings für ganz Schwaben zuständig ist – heute (2024) etwa 1208 Mitglieder zählt.[61]

Buddhismus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Mit der Gründung des VereinsWat Buddha Augsburg (etwa 130 Mitglieder) wurde 2002 im Stadtteil Göggingen ein Tempel eingerichtet, der hauptsächlich von Migranten ausThailand benutzt wird. Jeden ersten Sonntag im Monat wird dieZeremonie aus dem TempelMaha Dhamma Kaya Cetiya in der Nähe vonBangkok per Internet übertragen. Zu diesem Termin reisen auch Gläubige von außerhalb an. Inzwischen ist der Verein nach Königsbrunn umgezogen.

Seit Januar 2000 trifft sich die buddhistische GruppeZen in Augsburg jeden Mittwoch und Sonntag zur regelmäßigenMeditation in Augsburg. Lehre und Praxis folgen dabei der traditionellen japanischenRinzai-Zen-Tradition.[62]

Dialekt

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Da Augsburg sich in Bayrisch-Schwaben befindet, besitzt der Augsburger Dialekt Eigenschaften sowohl vom Oberbairischen wie auch vomSchwäbischen. SprachwissenschaftlerManfred Renn berichtet von einer Studie, die festgestellt habe, dass der Dialekt eher in Richtung Schwäbisch gezogen werde.[63] Typische Merkmale des Schwäbischen im Augsburger Dialekt sind die Diminitiv-Endung -le (Stüble,Würstle stattStüberl,Würstl) und die s-Palatalisierung (zumindescht stattzumindest).[64]

Augsburgerisch liegt wie alle alemannischen Dialekte südwestlich derfest-fescht-Linie: historisches/s/ ist vor/t/ (und seltener/p, b/ und/k/) in allen Positionen zu/ʃ/ verschoben, zum Beispielistisch; weißtwoisch; AugsburgAugschburg; und dem standarddeutschen Satz „könntest du mir nicht einmal zeigen, wie ich das am besten zu tun habe“ entspricht dialektaleskénndsch mr ned amol zoiga, wia i dés âm beschda zom dua hâb/hâo. Weitere Merkmale sind das (für ganz Bayern charakteristische)gerollte alveolare[r] und die/n/-Apokope; zum Beispiel entspricht standarddeutschemsprechen mundartlichesschprecha, und „der steinerne Mann“ lautet in der Ortsmundartdr schtoinarne Mâ (oderdr schtoinerne Mo), dieStraßenbahn ist dieSchtrossabô.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Name der Stadt, die zu denältesten in Deutschland gehört, geht auf das 15 v. Chr. gegründeterömische Heerlager und die spätere römische ProvinzhauptstadtAugusta Vindelicum zurück. Der Name bedeutet: Die Stadt des Augustus im Gebiet derVindeliker. Die Vindeliker waren ein keltischer Volksstamm. Im 13. Jahrhundert löste sich die Stadt von derBischofsherrschaft, wurde spätestens 1316 zurReichsstadt und häufiger Schauplatz vonReichstagen mit engen Verbindungen zu den Herrschern desHeiligen Römischen Reiches, die unter anderem von den KaufmannsfamilienWelser undFugger finanziert wurden („Fuggerstadt“). Nach derReformation wurde Augsburg, in dem 1555 derAugsburger Religionsfriede geschlossen wurde, bikonfessionell.

Augsburg liegt am Zusammenfluss von Wertach und Lech, das Stadtgebiet ist seit Jahrhunderten von einem komplexen Kanalsystem durchzogen. Der Wasserreichtum war grundlegend für das Entstehen und den Wohlstand der Stadt und beflügelte unter anderem auch die Künste und die Technik. Im Jahr 2019 wurden 22 Objekte desAugsburger Wassermanagement-Systems als Weltkulturerbe der UNESCO ausgezeichnet.

Ortsname

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen der Stadt aus diversen historischen Karten und Urkunden waren:

  • Antike Augusta Vindelicum
  • 14. Jahrhundert Uschburk

Antike

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Augusta Vindelicum
Kopie des Grabmals von Aurelius Carus, Mitarbeiter der Provinzverwaltung
Spätrömischer Kammhelm (Römisches Museum Augsburg)

Als Gründungsjahr Augsburgs gilt 15 v. Chr., da in diesem Jahr auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Oberhausen einLegionslager, das später auch als Nachschubdepot diente, errichtet wurde. KaiserAugustus hatte seinen beiden StiefsöhnenDrusus undTiberius den Auftrag dazu erteilt. Diesem Gründungsdatum zufolge wäre Augsburg nachTrier die zweitälteste Stadt Deutschlands, wobei dies nach verschiedenen Kriterien gewertet werden kann (siehe ArtikelÄlteste Städte Deutschlands). Gesichert ist dagegen, dass sie nachAugusta Treverorum, dem heutigen Trier, eine der größten römischen Siedlungen nördlich der Alpen war.

Um das vor derZeitenwende entstandene Lager bildete sich im ersten Jahrhundert dieSiedlungAugusta Vindelicum (sieheNamensherkunft), der KaiserHadrian im Jahr 121 n. Chr. das römische Stadtrecht verlieh. Augsburg war ab etwa 95 n. Chr. Hauptstadt der römischen ProvinzRaetien, die sich bis nach Oberitalien erstreckte. Es ist unbekannt, wann genau Augsburg Provinzhauptstadt wurde. Archäologische Befunde deuten darauf hin, dassKempten (Cambodunum) noch bis ins späte 1. Jahrhundert n. Chr. diese Funktion hatte.Tacitus bezeichnete Augsburg als die schönste („splendidissima“) Stadt Raetiens.[65]

Neuen Forschungen zufolge wurde derNeckar-Odenwald-Limes erst im Jahre 98 n. Chr. unter KaiserTrajan angelegt, zeitgleich mit dem für dieses Jahr gesicherten Bau derrömischen Fernstraße vonMainz überBad Cannstatt nach Augsburg. Ein Zusammenhang dieser beiden strategischen Bauprojekte mit der Verlegung der Hauptstadt der Provinz Rätien von Kempten nach Augsburg liegt nahe, ist aber bisher nicht positiv belegt (vergleiche hierzu:Kinzig (Rhein)#Die historische Römerstraße).

Im Jahre 260 n. Chr. fielen die germanischenJuthungen in Italien und Raetien ein und verschleppten tausende Italiker. Auf ihrem Rückmarsch wurden sie jedoch in einer zweitägigen Schlacht vom römischen Statthalter bezwungen und in die Flucht geschlagen, wie der 1992 gefundeneAugsburger Siegesaltar belegt. 271 kam es nach wiederholten Vorstößen der Juthungen und anderer Stämme zur Belagerung der Stadt.

Augsburger Heilige in Spätantike und Frühmittelalter:Afra von Augsburg († 304), BischofSimpert (links, um 750–807) und BischofUlrich von Augsburg (890–973)

Nach der Teilung derrömischen ProvinzRaetia im Jahr 294 wurde Augsburg Hauptstadt der Provinz Raetia Secunda, in die nach dem Ende der römischen Herrschaft um 450 dieAlamannen einfielen. Die Siedlung bestand – wie die Überlieferung des 6. Jahrhunderts nahelegt – aber fort.

Schon in derSpätantike wurde Augsburg möglicherweise Sitz einesBischofs, auch wenn es dafür keine schriftlichen und archäologischen Zeugnisse gibt.[66] Überlieferungen über einen BischofNarcissus von Girona um 300, in dessen Zeit das angeblicheMartyrium derAfra von Augsburg fällt, sind unsicher. Der MediävistBernhard Schimmelpfennig hat herausgearbeitet, dass es sich hierbei sehr wahrscheinlich ursprünglich um einen männlichen römischen Heiligen namens Afer gehandelt haben wird, der wohl durch Verschreiben zu einer Frau namens Afra wurde.[67]

Mittelalter

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Frühe Entwicklung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Es ist ungeklärt, ob Augsburg als Verwaltungssitz ohne Unterbrechung zwischen Antike und Mittelalter fortbestand. Die Siedlung und das Christentum ihrer Bevölkerung sind aber für das 6. Jahrhundert bezeugt, wie sich aus der Erwähnung der Verehrung der Stadtheiligen Afra in derVita sancti Martini desVenantius Fortunatus von 565 und aus archäologischen Funden ergibt.[68]

Augsburg war zur ZeitKarls des Großen von Kämpfen zwischen Bayern und Franken betroffen. Der von Karl eingesetzte BischofSimpert machte sich um den Wiederaufbau der Stadt verdient. Die Bedeutung Augsburgs wuchs gegen Ende desFrühmittelalters wieder an, als KönigOtto I. mit Hilfe des BischofsUlrich von Augsburg die westwärts strebendenUngarn in der im Jahre 955 geführtenSchlacht auf dem Lechfeld südlich der Stadt besiegte.

Am 21. Juni 1156 erhielt Augsburg durch KaiserFriedrich Barbarossa wieder das Stadtrecht, das knapp hundert Jahre später 1251 durch das Recht auf Führung eines Siegels und auf Besteuerung ihrer Bürger erweitert wurde.[69] BarbarossasAugsburger Schied 1158 (zwei Jahre nach der Stadterhebung Augsburgs) markiert den offiziellen StadtgründungstagMünchens.

Erhebung Augsburgs zur Reichsstadt

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Den Höhepunkt dieser Entwicklungen bildete dieReichsunmittelbarkeit, die am 9. März 1276 von KönigRudolf von Habsburg mit dem Privileg des eigenen Satzungsrechts verliehen wurde. DasStadtrecht wurde im Stadtbuch von 1276 zusammengefasst.[70] Die nun ausgeweitete Selbstständigkeit Augsburgs führte zu heftigen Auseinandersetzungen mit demHochstift als weltlichem Herrschaftsbereich desFürstbischofs, die ihren Höhepunkt in der Verlagerung der bischöflichen Hauptresidenz nachDillingen an der Donau im 15. Jahrhundert fanden. Die Entwicklung Augsburgs zurReichsstadt wurde lautEberhard Isenmann 1316 abgeschlossen, alsLudwig der Bayer die Unveräußerlichkeit der Stadt vom Reich garantierte.[71]

In der Folge übernahmen mehr und mehrPatrizierfamilien die Herrschaft über die Stadt, was jedoch nicht immer problemlos ablief: So gab es 1368 einen Aufstand der städtischen Handwerker, der zur Einführung einer Zunftverfassung führte. Elf Jahre später trat Augsburg demSchwäbischen Städtebund bei, der 1388 wieder zerfiel.

Infolge der Zunftverfassung und der damit verbundenen Regulierung aller handwerklichen Tätigkeiten wuchs die Macht derZünfte stetig an, und sie waren bis 1547 an der Stadtregierung beteiligt. Sieben Jahre zuvor, 1540, war dieAugsburger Börse gegründet worden.Die Stadt entwickelte sich aufgrund ihrer zentralen Lage an alten Fernstraßen, z. B. derVia Claudia Augusta, derVia Julia und derVia Imperii, zu einer bedeutenden Handelsstadt mit Beziehungen zu den Hansestädten an Nord- und Ostsee sowie nach Italien.

Frühe Neuzeit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Reichstage zu Augsburg
Fuggerscher Stadtpalast
Augsburg in der Schedelschen Weltchronik 1493
Plan der Stadt um 1550

Den Höhepunkt dieser Periode stellt dieDiktatur desUlrich Schwarz dar, der das Bürgermeisteramt 1469 mit großen politischen Visionen übernommen hatte. Anfangs gelang es ihm unter anderem, den bis dato unterrepräsentierten niederen Zünften Mitsprache im Stadtregiment einzuräumen und Augsburg aus der Überschuldung zu befreien. Als sich ihm dasPatriziat jedoch entgegenstellte, griff er zu brutalen Mitteln und ließ an den Patrizierbrüdern Vittel dieTodesstrafe vollstrecken, was zu seinem eigenen Sturz und seinerHinrichtung 1478 führte.

Mit dem ZuzugGünther Zainers begann das Aufblühen des AugsburgerBuchdrucks. Im Jahr 1468 druckte erS. Bonaventurae meditationes vite domini. Neben geistlicher Literatur verkaufte derTypografVolksbücher in deutscher Sprache, Erbauungsschriften, Arzneibücher und Kalender. Im Jahr 1471 schnitt Zainer mit derType 3 eine der ersten deutschenAntiquaschriften.Erhard Ratdolt vervollkommnete aus Venedig bezogenes Antiqua-Design. Weitere entstandeneOffizinen sorgten dafür, dass die Stadt an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert zu den namhaftesten Verlagsorten in Europa zählte. Nicht zuletztJohann Schönsperger trug dazu bei. Da die Reichsstadt über keine Universität verfügte und Absatzmöglichkeiten außerhalb des wissenschaftlichen oder kirchlichen Sektors allein das weltliche Publikum eröffnete, wurden zwischen 1480 und 1500 etwa 75 Prozent der hergestellten Bücher in Augsburg in Umgangssprache gedruckt. So brachte es der deutscheÄsop auf damals 22 Auflagen. SchönspergersTheuerdank wird den großartigsten Erzeugnissen im Buchdruck derRenaissance zugerechnet.[72]

Freie Reichsstadt Augsburg, Guldentaler 1560, Vs.: Stadtpyr, Rs.: Doppeladler, Titel Kaiser Ferdinands I.[73]
Freie Reichsstadt Augsburg, Guldentaler 1560, Vs.: Stadtpyr, Rs.: Doppeladler, Titel Kaiser Ferdinands I.[73]
Freie Reichsstadt Augsburg, Guldentaler 1560, Vs.:Stadtpyr, Rs.:Doppeladler, Titel KaiserFerdinands I.[73]

Nachdem schon im 13. Jahrhundert einzelne Städte des Reichs dasMünzrecht erhalten hatten, versuchte auch der Augsburger Rat dieses Privileg zu erlangen. Der Augsburger StadtschreiberKonrad Peutinger wurde als Leiter der Stadtverwaltung und als kaiserlicher Rat im Frühjahr 1521 auf denReichstag zu Worms gesandt, der unter der Regierung des jungen KaisersKarl V. abgehalten wurde. Er sollte dort nicht nur die alten Privilegien erneuern lassen, sondern auch das Ansuchen stellen, das Münzrecht für die Stadt zu erhalten, was ihm auch gelang. Am 21. Mai 1521 unterschrieb Kaiser Karl V. die entsprechende Urkunde, in der der Stadt Augsburg die Erlaubnis erteilt wurde, eigene Münzen zu prägen. Noch im selben Jahr wurde die Prägetätigkeit aufgenommen. Die reichsstädtischen Prägungen Augsburgs endeten im Jahr 1805, als Augsburg dieReichsfreiheit verlor und an Bayern fiel.[73]

Bereits vor dem endgültigen Niedergang der Zunftherrschaft im Jahre 1547 entwickelte sich Augsburg vom Beginn derNeuzeit bis zum Ende der Renaissance zu einem der bedeutendsten Handels- und Wirtschaftszentren der Welt, was vor allem auf den Einfluss der KaufmannsfamilienFugger undWelser zurückging. In dieser Zeit zählte Augsburg zusammen mit Köln, Prag und Nürnberg zu den größten Städten des Heiligen Römischen Reiches.[74]

Perlachplatz (1550)
Sondermarke zum Gedenken an450 Jahre Augsburger Religionsfrieden
Gustav II. Adolf vor den Mauern Augsburgs im Jahre 1632
Augsburg im Jahre 1643

Reformationszeit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Stadt gehörte ab 1500 zumSchwäbischen Reichskreis. Nach demReichstag zu Augsburg musste sich Martin Luther 1518 in denFuggerhäusern vor dem vom Papst beauftragten KardinalThomas Cajetan hinsichtlich seiner Thesen verantworten. Er traf am 7. Oktober in der Stadt ein und verließ sie am 20. des Monats. Am 12., 13. und 14. Oktober fanden die Verhandlungen mit Kardinal Cajetan statt. Luther wohnte während seines Aufenthaltes imKarmelitenkloster St. Anna, wo sich auch der Augsburger Bürgermeistersohn und KarmeliterChristoph Langenmantel aufhielt, der sich freundschaftlich um ihn kümmerte und ihn beriet.[75] Als Martin Luther den Widerruf seiner Thesen verweigerte, bestand die dringende Gefahr seiner Verhaftung. Christoph Langenmantel führte ihn in der Nacht vom 19. zum 20. Oktober heimlich durch eine geheime Pforte in der Stadtmauer, so dass er entfliehen konnte.[76][77] Mit Datum vom 25. November 1518 sandte ihm Luther ausWittenberg einen Dankesbrief.[78] Augsburg gehörte 1529 zu den Vertretern derevangelischen Minderheit beimReichstag zu Speyer, beteiligte sich aber nicht an derProtestation. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens, die auf demReichstag zu Augsburg 1530 mit demAugsburger Bekenntnis vonPhilipp Melanchthon formuliert wurde. DieConfessio Augustana stellt die Bekenntnis- und Gründungsurkunde derLutherischen Kirche dar.

In der Stadt Augsburg existierte zwischen 1524 und 1573 eine bedeutendeTäufergemeinde, die vor allem durch dieAugsburger Märtyrersynode im August 1527, eine internationale Zusammenkunft von Abgesandten unterschiedlicher Täuferkreise, Bekanntheit erlangte. Bedeutende Gestalten der Augsburger Täufer warenJakob Dachser,Hans Leupold undPilgram Marbeck. Die meisten der Synodalen starben später alsMärtyrer für ihre Überzeugungen.[79]

Am 22. Juli 1534 beschloss der Große Rat der Stadt, dass nur von ihm „installierte“Prädikanten in der Stadt predigen durften. Der katholische Gottesdienst wurde auf die acht Kirchen der Stifte eingeschränkt. Kleinere Kirchen und Klosterkirchen wurden geschlossen. Mit diesem Religionsmandat nahm der Rat formal dieKirchenhoheit der Stadt in Anspruch.

Im Jahr 1548 veranlasste KaiserKarl V. eine neue patrizische Stadtverfassung und erließ dasAugsburger Interim. Mit der neuen Stadtverfassung führte die Stadt ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem ein (Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protestanten – sieheParitätische Reichsstadt). DerAugsburger Reichs- und Religionsfrieden 1555 beruhigte auch in der Stadt das Zusammenleben der Bürger. 28 Jahre später – am 14. Februarjul. /24. Februar 1583greg. – wurde in Augsburg derGregorianische Kalender eingeführt; dies führte zu einem heftigenKalenderstreit, der im Juni 1584 mit der Ausweisung des lutherischen TheologenGeorg Mylius seinen Höhepunkt erreichte.

Dreißigjähriger Krieg

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Während desDreißigjährigen Krieges wurde die Fuggerstadt 1628 mit einer Garnison von acht Kompanien bayerischer Truppen belegt, was wöchentliche Kosten von 8950 Gulden verursachte. Unter der Besatzung wurde ab 1629 dasRestitutionsedikt zu Lasten der Protestanten mit Zwang durchgesetzt, und aus dem Rat der Stadt und den Schulen wurden die Protestanten entfernt.[80] Am 19. April 1632 stand das schwedische Heer unter KönigGustav Adolf vor den Toren und forderte die Übergabe der Stadt. Am 20. April stimmte der Rat der Stadt der freiwilligen Übergabe gegen freien Abzug der bayerischen Besatzungstruppen zu. Neuer Kommandant wurde zunächst der Sohn des schwedischen ReichskanzlersOxenstierna und nach ihm Johann Georg aus dem Winckel. Die protestantischen Bürger erhielten ihre alten Rechte zurück. Anfang 1634 gab es in der Stadt kaum noch Lebensmittel, weil die nähere Umgebung von durchziehenden Truppen völlig verwüstet und ausgeplündert war.[80] Mitte des Jahres 1634 nutzen erneut zwei schwedische Heere unterBernhard von Sachsen-Weimar undGustaf Horn die Stadt und die Umgebung als Lager- und Ausgangsort für ihre Operationen bei denKämpfen um Regensburg und Landshut. Nach der vernichtenden Niederlage der Schweden beiNördlingen wurde Augsburg im Herbst 1634 von kaiserlichen und bayerischen Truppen eingekreist und abgeriegelt, in der Absicht, die Stadt auszuhungern. Alle Zufahrtswege wurden blockiert, und immer wieder wurde versucht, die Wasserzufuhr zu unterbinden. In der Stadt entstand eine Hungersnot mit grausamen Begleitumständen und 5000 Toten am Jahresende 1634. Danach wurden nur noch protestantische Bürger versorgt. Nachdem auch Versuche des schwedischen Kommandanten misslangen, heimlich Lebensmittel aus Ulm zu besorgen, kapitulierte die Stadt am 13. März 1635. Seit Beginn des Dreißigjährigen Krieges war dieBevölkerung Augsburgs um zwei Drittel gefallen. Unter dem neuen bayerischen StadtkommandantenOtto Heinrich Fugger wurde der religiöse Zustand zur Zeit des Restitutionsediktes wiederhergestellt, und die Stadt musste Entschädigungszahlungen von 300.000 Gulden aufbringen.[80] In den folgenden 12 Jahren war Augsburg nicht mehr so stark vom Krieg betroffen. Erst gegen Ende des Krieges im September 1646 wurde Augsburg wieder zum Ziel eines vereinigten schwedisch-französischen Heeres unter den FeldherrenCarl Gustav Wrangel undTurenne. Die Stadt wurde so heftig beschossen, dass die Bürger wieder bereit waren, die Stadt an die Schweden zu übergeben. Die Schweden gaben aber die Belagerung auf, als sich ein bayerisches Entsatzheer unter dem FeldherrnJohann von Werth näherte. Auch von der letzten großen Feldschlacht des Krieges wurde Augsburg Mitte Mai 1648 noch am Rande betroffen. Nach derSchlacht bei Zusmarshausen zogen sich die vor den schwedisch-französischen Truppen flüchtenden kaiserlich-bayerischen Truppen bis vor die Mauern der Stadt zurück. Der in der Schlacht tödlich verwundete kaiserliche FeldherrMelander starb in Augsburg.[80]

An die Zeiten des Dreißigjährigen Krieges erinnert heute der Schwedenturm mit dem Standbild desStoinernen Ma sowie die Schwedenstiege, die beide Teile der Augsburger Befestigungsanlage waren.

Augsburg in der Barockzeit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Freie Reichsstadt Augsburg, 12 Dukaten 1740, Vs.: Stadtpyr mit Flussgottheiten Lech, Wertach und Singold, Rs.: Doppeladler, Titel Kaiser Karls VI.[73]
Freie Reichsstadt Augsburg, 12 Dukaten 1740, Vs.: Stadtpyr mit Flussgottheiten Lech, Wertach und Singold, Rs.: Doppeladler, Titel Kaiser Karls VI.[73]
Freie Reichsstadt Augsburg, 12 Dukaten 1740, Vs.:Stadtpyr mitFlussgottheitenLech,Wertach undSingold, Rs.:Doppeladler, Titel KaiserKarls VI.[73]

Nach 1653 fand auch 1690 nochmals in Augsburg die Wahl desDeutschen Königs statt.

Im 18. Jahrhundert erlebte die Instrumentenmacherkunst in Augsburg eine neue Blüte. Sie ist eng mit dem NamenGeorg Friedrich Branders (1713–1783) verbunden, dessen Erzeugnisse in ganz Europa Anklang fanden. Auf Seiten der Musik machten sichJohann Andreas Stein und dessen TochterNannette Streicher einen bedeutenden Namen: Ersterer war einer der Lieblingsklavierbauer der Familie Mozart, Letztere erlernte diese Handwerkskunst von ihrem Vater, siedelte um 1800 aber nach Wien über, wo sie einen eigenen musikalischen Salon führte und u. a. einen regen Briefwechsel mitLudwig van Beethoven führte, der ohne ihre Instrumente seine besten Werke wohl nie geschrieben hätte. Im 18. Jahrhundert war Augsburg zudem eines der bedeutendsten Druckerzeugniszentren Europas. Am 13. Dezember 1703 wurde Augsburg imSpanischen Erbfolgekrieg durch dieBayerische Armee unter KurfürstMaximilian II. Emanuel besetzt, die es 1704 allerdings wieder räumen musste.

1784/1785 kam es zu Weberunruhen, die schließlich am 29. Januar 1794 imWeberaufstand gipfelten. Den Hintergrund des Streites bildete die aufkommendeTextilindustrie mit ihren Kattunmanufakturen, welche das Weberhandwerk bedrohten. So hatteJohann Heinrich Schüle 1771 mit derSchüleschen Kattunfabrik in Augsburg die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent errichtet.

Augsburg im Königreich Bayern

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Stadtpanorama um 1840

Durch denFriedensvertrag von Pressburg (26. Dezember 1805) verlor Augsburg, das bereits am 21. Dezember von derBayerischen Armee besetzt worden war, die Reichsfreiheit und fiel an dasKönigreich Bayern. Ab 1809 erhielt die Stadt einen eigenen Polizeidirektor und unterstand direkt der Kreisverwaltung. Deshalb bezeichnete man sie als „kreisunmittelbar“. Nach Umbenennung der Kreise in Regierungsbezirke und der Bezirksämter in Landkreise (1938) wurde daraus „kreisfrei“, weil diese Städte außerhalb der Landkreisverbände unmittelbar der Regierung unterstanden.

1839 ging eine ersteEisenbahnverbindungzwischen Augsburg und München in Betrieb. Im Rahmen des 1843 begonnenen ProjektsLudwig-Süd-Nord-Bahn mit der Strecke Augsburg–Nürnberg und Lindau–Augsburg wurde der erste Kopfbahnhof aufgegeben und ab 1846 ein neuer Durchgangsbahnhof benutzt: der bis heute in Betrieb stehendeHauptbahnhof Augsburgs. Die älteste Augsburger Bahnhofshalle dient heute als Teileines Straßenbahndepots und ist das älteste erhaltene Empfangsgebäude einer deutschen Großstadt, während der Hauptbahnhof das älteste noch im Betrieb befindliche Empfangsgebäude einer deutschen Großstadt besitzt.

1862 entstand das Bezirksamt Augsburg, aus dem später derLandkreis Augsburg hervorging. Dieser wurde bei derGebietsreform 1972 mit dem ehemaligenLandkreis Schwabmünchen, einem Teil des ehemaligen Landkreises Wertingen, und einigen Orten der LandkreiseDonauwörth undNeuburg an der Donau vereinigt. Seine heutige Ausdehnung erhielt der Landkreis Augsburg mit der Ausgliederung der GemeindeBaar zumLandkreis Aichach-Friedberg im Jahr 1994. Augsburg blieb Sitz des Landkreises, die Stadt selbst war stets kreisfrei.

Im 19. Jahrhundert erlangte Augsburg noch einmal Bedeutung als Zentrum der Textilindustrie und des Maschinenbaus.Neben der heute nur noch unter dem KürzelMAN bekanntenMaschinenfabrik Augsburg Nürnberg, in derRudolf Diesel 1893 bis 1897 denDieselmotor entwickelte, hatte zum Beispiel dieMesserschmitt AG seit 1927 hier ihren Hauptsitz. Mit derAllgemeinen Zeitung vonJohann Friedrich Cotta erschien in Augsburg außerdem die bedeutendste deutscheTageszeitung dieser Zeit.

Zum Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts machte sich der technische Fortschritt auch in der Fuggerstadt bemerkbar: Nachdem 1881 bereits Pferdebahnen auf Schienen eingeführt worden waren, ging 1898 die elektrischeStraßenbahn in Betrieb. Der Abriss des mittelalterlichenWeberhauses führte in einer Zeit des raschen Wachstums zu heftigen Protesten.

Im April 1919 gab es kurzzeitig im Zusammenhang mit derMünchner Räterepublik auch in Augsburg in Anlehnung an dieSowjets (russ. für „Räte“) eineRäterepublik, die jedoch amOstersonntag unter dem militärischen Druck der nach Bamberg ausgewichenen bayerischen Regierung unterJohannes Hoffmann weichen musste.[81][82]

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bei derReichstagswahl am 5. März 1933 erhielt die NSDAP in Augsburg 32,3 Prozent der Stimmen. Mit Beginn der „Nationalen Revolution in Bayern“ am 9. März begann der Terror gegen politische Gegner auch in Augsburg. Ende März 1933 wurde der 1929 gewählte Stadtrat aufgelöst und anhand der Ergebnisse der Reichstagswahl vom 5. März neu besetzt, jedoch ohne die Stadträte derKPD. Im Mai verließ dieSPD, die schon vorher von fast allen städtischen Ausschüssen ausgeschlossen war, auf Druck der Nationalsozialisten den Stadtrat, am 5. Juli folgte dieBVP. Die Abgeordneten derDNVP schlossen sich der Fraktion der NSDAP an.

In der Stadtratssitzung vom 28. April 1933 wurde der 2. Bürgermeister der SPD,Friedrich Ackermann, formell pensioniert undJosef Mayr, der das Amt schon vorher kommissarisch geführt hatte, zum neuen 2. Bürgermeister gewählt. Am 31. Juli wurde der OberbürgermeisterOtto Bohl (BVP) entlassen und in der Stadtratssitzung am 3. August durch Edmund Stoeckle (NSDAP), den Bürgermeister vonLindenberg im Allgäu, ersetzt. Stoeckle konnte offenbar das Vertrauen der Parteiführung nicht erlangen und wurde im Dezember 1934 durch Josef Mayr abgelöst.[83] Die Machtübernahme in der Stadt war damit abgeschlossen. Mit der Neugliederung des Reiches 1933 wurde Bayern in sechsGaue eingeteilt. Augsburg wurde Hauptstadt desGaues Schwaben.

Schon am 9. März 1933 wurden kommunistische Funktionäre in „Schutzhaft“ genommen. Richteten sich die Verhaftungen zunächst gegen Kommunisten und Sozialdemokraten, gerieten schnell auch Jüdisch-Deutsche und andere missliebige Personen, wie auch Abgeordnete der BVP, in Haft. Auch der Brand der Sängerhalle (im heutigenWittelsbacher Park) am 30. April 1934 war Anlass einer Verhaftungswelle.

Augsburger Synagoge nach der Pogromnacht wiederhergestellt, Bild 2006

Anfang 1933 gab es in Augsburg 126 Betriebe in jüdisch-deutschem Besitz, darunter 20 der Industrie und 55 Großhandelsfirmen. Ihre Gesamtzahl ging durch die Repressalien bis 1938 auf 79 zurück.[84] Bei denNovemberpogromen wurde am Morgen des 10. November 1938 die 1917 erbauteSynagoge in Brand gesteckt. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen und die Bausubstanz blieb erhalten. Als Ersatz diente die unversehrt gebliebene Synagoge inAugsburg-Kriegshaber. In der Folge wurdenjüdisch-deutsche Geschäfte und Privatwohnungen verwüstet und die männlichen jüdisch-deutschen Bürger inKonzentrationslager (KZ) verschleppt, um sie zur Emigration zu nötigen und ihr Vermögen zu konfiszieren (Arisierung).[85] Augsburg war Sammelstelle für alle für die Deportation vorgesehenen Juden aus Schwaben; sie wurden in insgesamt sieben Transporten in die KZs und Ghettos von Riga, Piaski, Auschwitz und Theresienstadt deportiert.[86] 1985 wurde die Synagoge nach langer Restaurierung wiedereröffnet und wird seither teilweise als Jüdisches Museum genutzt. Auf demJüdischen Friedhof erinnert ein Gedenkstein an die etwa 400 ermordeten Augsburger jüdisch-deutschen Opfer desHolocaust. Neben vielen anderen Widerstandskämpfern wieBebo Wager wurde auch der SPD-LandtagsabgeordneteClemens Högg während der NS-Zeit umgebracht.

Während desZweiten Weltkrieges wurden zur Dezentralisierung der Rüstungsproduktion der FlugzeugfabrikMesserschmitt AG in Augsburg und im näheren Umland mehrereAußenlager des KZ Dachau errichtet. DasKZ-Außenlager Haunstetten wurde im Februar 1943 in diesem Ortsteil im Bereich einer ehemaligen Kiesgrube gebaut, 2700 männliche KZ-Häftlinge dort inhaftiert und nach Zerstörung bei Bombenangriffen im April 1944 alsKZ-Außenlager Augsburg-Pfersee in einer Luftnachrichtenkaserne neu eingerichtet, als Hauptlager desAußenlagerkomplexes Schwaben. Auch inGablingen gab es ein Lager für 1000 Häftlinge, zudem dasKZ-Außenlager Horgau. 235 Häftlinge wurden direkt in Augsburg vonSS-Männern ermordet oder starben an den katastrophalen Lebensbedingungen und wurden auf dem Westfriedhof begraben, woran drei Gedenktafeln erinnern. 2000 Gefangene wurden im Frühjahr 1945 bei einemTodesmarsch aus der Kaserne Pfersee nachKlimmach getrieben, wobei viele von ihnen starben. Im StadtteilKriegshaber waren 500ungarische Jüdinnen für die Arbeit in denMichel-Werken interniert.[87]

Augsburg erlitt im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe schwere Schäden, da die Stadt mit Produktionsstätten wichtiger Rüstungsunternehmen (unter anderem Messerschmitt und MAN) ein militärisches Ziel alliierter Bomberverbände war. Bis heute sind die Folgen spürbar, einmal durch den unwiederbringlichen Verlust wertvoller Kulturgüter, zum anderen durch die Gefahren, die von noch immer im Boden befindlichen Blindgängern ausgehen. Zuletzt musste im Dezember 2016 unter Evakuierung von 54.000 Menschen ein Blindgängergeräumt werden. Augsburg wurde über zehnmal bombardiert (sieheLuftangriffe auf Augsburg), davon zweimal in Angriffen von größerer Wirkung: am 17. April 1942 war das Ziel die U-Boot-Motoren-Produktion derMAN, am 25. und 26. Februar 1944 galt der Angriff im Rahmen derArea Bombing Directive der Innenstadt,[88] den Messerschmitt-Werken und demHauptbahnhof als einem süddeutschen Eisenbahnknotenpunkt.

Am 28. April 1945 rückten Einheiten der7. US-Armee – dank der erfolgreichenAugsburger Freiheitsbewegung ohne Kampfhandlungen – in Augsburg ein und befreiten damit Augsburg von der NS-Herrschaft. Sie errichteten hier einen Stützpunkt mit mehreren Kasernen, der erst 1998 durch den Abzug der letzten Truppen vollständig aufgegeben wurde (sieheUS-Garnison Augsburg).

Nachkriegszeit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Altstadt mit ihren bedeutenden Bauten wurde nach Kriegsende größtenteils wieder aufgebaut, wobei einige Arbeiten bis in die heutige Zeit andauern. So konnte die Rekonstruktion des 1985 anlässlich der 2000-Jahr-Feier der Stadt eröffnetenGoldenen Saals erst 1996 abgeschlossen werden. Als Hauptstadt des Regierungsbezirks Schwaben fügte sich Augsburg in das politische System der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaats Bayern ein.

Durch den Bau desRosenaustadions errang die Stadt in der Nachkriegszeit große Bedeutung für zahlreiche sportliche Veranstaltungen, unter anderem Austragungsort derDeutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1953 und derDeutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1963 sowie weitereLeichtathletik-Ländervergleiche. Den Höhepunkt dieser Ereignisse bildeten dieKanu- und Kajak-Wettbewerbe auf demEiskanal sowie einigeBasketball-,Fußball- undHandball-Vorrundenspiele derOlympischen Spiele 1972, die in Augsburg ausgetragen wurden. Im Rosenaustadion wurde auch die Abschlussversammlung desÖkumenischen Pfingsttreffens veranstaltet, das im Juni 1971 in Augsburg stattfand und als erster gemeinsamer Kirchentag von evangelischen und römisch-katholischen Christen und damit als Vorläufer desÖkumenischen Kirchentags gilt.

Augsburger Hotelturm (1972)

Im Oktober 1970 wurde dieUniversität als Nachfolger mehrerer andererHochschulen eröffnet und nahm mit dem wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fachbereich ihre Arbeit auf. Durch die Einrichtung weiterer Fakultäten und den Bau einesCampus ab 1974 wuchs ihre Bedeutung stetig an, so dass dort heute ca. 20.200[89] Studenten eingeschrieben sind.[90]

Nachdem das städtischeGesundheitssystem über viele Jahrhunderte sehr dezentral und uneinheitlich organisiert gewesen war, markierte die Einweihung des Zentralklinikums, das mittlerweileUniversitätsklinikum Augsburg heißt, im Jahr 1982 eine bedeutende Wende: Seitdem werden alle Notfälle und Operationen zentral in einem Krankenhaus behandelt; die kleineren Kliniken haben sich spezialisiert (sieheGesundheitswesen in Augsburg).

Eine schwere Naturkatastrophe erlebte die Stadt mit demPfingsthochwasser 1999, als Lech und Wertach nach tagelangen Niederschlägen und der zugleich eintretendenSchneeschmelze in den Alpen über die Ufer traten. Als schließlich einStauwehr einbrach, wurden ganze Stadtteile überschwemmt, wodurch ein Millionenschaden entstand.

Nachdem Augsburg bereits im Jahr 1862 den 5.Deutschen Feuerwehrtag ausrichtete, fand vom 20. bis 25. Juni 2000 der 27. Deutscher Feuerwehrtag ebenfalls dort statt.

In der jüngsten Zeit wurde Augsburg mehrmals durch Insolvenzen bedeutender Firmen von Krisen geschüttelt und besitzt heute eine über dem bayerischen Durchschnitt liegendeArbeitslosigkeit. Verschiedene Rückschläge wie die fehlgeschlagene Erweiterung des Flugplatzes zu einem großen Regionalflughafen und die gescheiterte Ansiedlung einesBMW-Werkes trugen dazu bei. Durch kulturelle Großveranstaltungen wie dasMozart- oder dasBrecht-Jahr hat sich Augsburg in den letzten Jahren Beachtung verschafft.

Im Jahr 2011 war Augsburg einer der Austragungsorte derFrauen-Fußball-Weltmeisterschaft.

Städtische Legenden

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Augsburger Sagen

Stadtgöttin Cisa

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Angeblich warCisa(dea Ciza) die Stadtgöttin von Augsburg. In Randnotizen des aus demStift Ursberg stammendenExcerptum ex Gallica Historia (um 1135) wird ausführlich von der erfolglosen römischen Belagerung der vonschwäbischen Stämmen zwischen Lech und Wertach errichteten Stadt Cisaris, dem späteren Augsburg, berichtet. Die Stadt war demnach nach einem Heiligtum der Göttin Cisa benannt. In diesem Text werden auch die LokalnamenKriegshaber von einem Griechen Avar, Hafnerberg von einemMilitärpräfekt Habeno (auch: Hebeino) undPfersee von einem Militärtribunen Verres (auch:Verus) abgeleitet (siehe auch:Ableitung des Namens Pfersee).

Der Text aus dem 12. Jahrhundert erweist sich als diffuse Kompilation mit deutlichem Schwerpunkt auf der, für dieSagenforschung nicht ungewöhnlichen, phantasievollen Ausdeutung nicht mehr verstandener, wohl voralemannischer Lokalnamen. In der Diskussion blieb allein die Göttin Cisa, sicherlich deswegen, weilJacob Grimm in seinerDeutschen Mythologie den „Werth der merkwürdigen Überlieferung“ ausdrücklich betonte.

Ob an der Stelle des heutigen Kitzenberges bei der BasilikaSt. Ulrich und Afra eine alemannischeZiuverehrung angenommen werden kann, ist ebenfalls wissenschaftlich nicht zu belegen. In Augsburg war zumindest seit demspäten Mittelalter ein provinzialrömischesMedusenhaupt bekannt, das in der heutigen Ulrichskirche eingemauert war und sich heute im Römischen Museum befindet. Eine Darstellung der Cisa ist auf der Wetterfahne desPerlachturms zu sehen; ferner sollen der Legende nach einige Darstellungen auf den Bronzetüren desDomes auf die Göttin hindeuten.

Der Stoinerne Ma

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der „Stoinerne Ma“ („Steinerner Mann“) ist eine lebensgroße Steinfigur an der östlichenAugsburger Stadtmauer im Bereich der sogenannten „Schwedenstiege“, die in unmittelbarer Nähe der Galluskirche liegt. Sie stellt wohl einen einarmigen Bäcker mit einem Laib Brot und einem Schild dar. Im Bereich der Füße befindet sich ein schneckenförmig gedrehtesPostament.

Der „Stoinerne Ma“ an der östlichen Stadtmauer

Der Sage nach handelt es sich um den Bäcker „Konrad Hackher“, der während einer langen Belagerung der Stadt aus Sägemehl Brote gebacken und für die Belagerer deutlich sichtbar über die Stadtmauer in den Graben geworfen haben soll. Der Eindruck, in Augsburg gäbe es noch so viel Brot, dass man es über die Mauer werfen könne, soll die Belagerer so demoralisiert haben, dass sie aus Wut nach ihm mit einer Armbrust schossen. Ein Treffer schlug ihm den Arm ab, bald darauf brachen sie die Belagerung ab. Historisch gehört das Ereignis in denDreißigjährigen Krieg, genauer zur Belagerung Augsburgs während der Jahre 1634/35, als katholische bayerische Truppen unter Generalfeldmarschall von Wahl die von den protestantischen Schweden besetzt gehaltene Stadt zurückerobern wollten. Verlässlich belegt ist die Tat des Bäckers nicht.

Fakten jenseits dieser Legende gibt es allerdings: In seinem akribisch recherchierten Beitrag zur 1941 erschienenen Nr. 54 der „Zeitschrift des historischen Vereins für Schwaben“ definiert Eduard Lampart die damals noch an der Hausecke Pulvergäßchen/Unterer Graben stehende Figur als Bastelei aus einigen ursprünglich nicht zusammengehörigen Teilen. Es dürfte sich um Funde bei Erdarbeiten in der Stadt handeln, die über Generationen hinweg zum erwähnten Eckhaus gekarrt wurden, weil es bis 1810 der Sitz des amtierenden „Städtischen Bauwarts“ war. Einem der Bauwarte ist die wohl zwischen Anfang und Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgte Aufstellung der Figur zu verdanken. Dass sie den historisch nicht belegbaren Bäcker-Helden Hacker darstellt, wurde ihr erst später angedichtet. Das Eckhaus erlitt im Zweiten Weltkrieg mehrere Bombentreffer und so versetzte man die Steinfigur nach dem Krieg an ihren heutigen Standort bei der Schwedenstiege.[91] Dort wird sie gerne von Spaziergängern angesteuert, die an der Stadtmauer entlang flanieren. Da es Glück bringen soll, die Nase der Steinfigur zu berühren, ist dieser Brauch vor allem bei Liebespaaren beliebt.

Die sieben Kindeln

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Bei den sieben Kindeln

In der Hauswand des AnwesensBei den Sieben Kindeln 3 (48.37202310.90101) befindet sich ein eingelassenes Steinrelief aus der Römerzeit, das sechs spielende, nackte Kinder darstellt, die um einen Sarg versammelt stehen.

Der Legende nach soll die Gedenkplatte von einem römischen Offizier zur Erinnerung an dasErtrinken eines seiner Kinder in Auftrag gegeben worden sein (deshalb heißt es „sieben“ Kinder, obwohl die Platte nur sechs darstellt: Das siebte Kind sei ertrunken und liegt in dem Sarg). Nach heutigem Wissensstand stellt die PlatteEroten dar und bildete einmal die Längsseite eines sogenanntenErotensarkophags.

Eingemeindungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das Stadtgebiet war schon vorher immer wieder durch Eingliederungen umliegender Gemeinden erweitert worden, größere Ausmaße nahm es jedoch erst im 20. Jahrhundert an. Die Eingemeindungen sind zwei Wellen zuzuordnen: Einer ersten vor und während desErsten Weltkrieges, einer zweiten 1972 im Zuge derBayerischen Gemeindereform.[92] Augsburgs damaliger OberbürgermeisterHans Breuer hätte gerne noch mehr umliegende Städte eingegliedert, scheiterte aber am Widerstand der dortigen Bevölkerung. Zur Ansiedlung einesPostlogistikzentrums wurde am 1. Juli 1999 eine Flur mit der benachbarten Stadt Gersthofen getauscht.

Stadtplan von Augsburg (1905)
DatumEingemeindete OrteZuwachs
1. Juli 1910Gemeinde Meringerau (heuteSiebenbrunn)953,7 ha
1. Jan. 1911GemeindePfersee345,8 ha
1. Jan. 1911GemeindeOberhausen862,2 ha
1. Jan. 1913StadtLechhausen2794,4 ha
1. Jan. 1913GemeindeHochzoll (bis 1905 Friedbergerau)435,0 ha
1. April 1916GemeindeKriegshaber5,9 ha
1. Juli 1972StadtGöggingen1079,2 ha
1. Juli 1972StadtHaunstetten1393,2 ha
1. Juli 1972GemeindeInningen (mitBergheim)3383,9 ha
1. Mai 1978St. Anton-Siedlung32,0 ha
1. Juli 1979Gebietsteil vonGersthofen38,1 ha
1. Juli 1999Gebietsteil von Gersthofen (Gebietstausch)1,6 ha

Namensherkunft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Name der Stadt findet sich erstmals im 2. nachchristlichen Jahrhundert alsAel[ia] Augusta bezeugt (Kopie aus dem 11. Jahrhundert). Aus dem 3. Jahrhundert kennen wir ihn alsAugusta Vindelicum (Kopie aus dem 7./8. Jahrhundert); zu ergänzen istcivitas ‚Stadt‘, sodass der Ortsname ‚Stadt des Augustus im Gebiet der Vindeliker‘ bedeutet. 826 ist der heutige deutsche Name alsAugusburuc erstmals anzutreffen, 962 alsAugustburg, 1238 schließlich alsAugsburg.[93]

Der Name Augsburgs leitet sich vom römischen Namen der Stadt,Augusta Vindelicorum, ab. Den ersten Teil des Namens,Augusta, trägt die Stadt, weil sie auf Befehl von KaiserAugustus von dessen beiden StiefsöhnenDrusus undTiberius 15 v. Chr. (zunächst als Militärlager) gegründet wurde. Der Erstbeleg zeigt mit dem BeinamenAelius denGentilnamen Kaiser Hadrians. Der zweite Teil des lateinischen Namens,Vindelicorum, ist derGenitivPlural der lateinischen Bezeichnung für den Volksstamm derVindeliker, die damals imAlpenvorland zwischenBodensee undInn siedelten. Das deutsche Grundwort-burg hingegen übersetzt das lateinischecivitas ‚Stadt‘. An das /b/ von-burg wurde schon früh das auslautende /t/ vonAug(u)st-assimiliert, womit es zur heutigen Lautung kam.[93][94]

Politik

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von derBundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Aktuelle Bürgermeister

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
AmtNamePartei
OberbürgermeisterEva WeberCSU
2. BürgermeisterMartina WildBündnis 90/Die Grünen
3. BürgermeisterBernd KränzleCSU

Stadtverwaltung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Augsburg stand als Vorsitzender des Rates nachweislich seit 1266 derStadtpfleger, der gelegentlich auch alsBürgermeister bezeichnet wurde, was dazu führte, dass teilweise beide Titel gleichzeitig in Gebrauch waren. Erst 1548 wurde der Titel endgültig auf Stadtpfleger festgesetzt. Diese amtierten über mehrere Jahre und wurden ab dann auf Lebenszeit gewählt, weshalb es auch mehrere Stadtpfleger gleichzeitig gab.

Nach dem Übergang an Bayern wurde in Augsburg ein Magistrat mit zwei Bürgermeistern eingesetzt, der ab 1818 durch ein zusätzliches Kollegium der Gemeindebevollmächtigten unterstützt wurde. 1919 wurde dieses Zweikammersystem zugunsten der Einrichtung eines „Stadtrates“ aufgegeben, dem seither der „Erste Bürgermeister“ vorsteht, der meist den TitelOberbürgermeister führt (sieheListe der Oberbürgermeister Augsburgs).

Am 16. März 2008 setzte sichKurt Gribl (CSU, zum Zeitpunkt der Wahl parteilos) in einer Stichwahl gegen AmtsinhaberPaul Wengert (SPD) durch und übernahm am 2. Mai 2008 das Amt des Oberbürgermeisters.[95] Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 trat Amtsinhaber Gribl erneut als Oberbürgermeisterkandidat für die CSU an. Er setzte sich ohne Stichwahl mit 51,8 % gegen seine Herausforderer durch und wurde damit im Amt bestätigt.[96]

Am 29. März 2020 wurdeEva Weber (CSU) als erste Frau der Stadtgeschichte zur Bürgermeisterin gewählt. Sie gewann mit 62,3 % die Stichwahl gegen Dirk Wurm (SPD), der 37,7 % der Stimmen erhielt.[97]

Am 28. Juni 2021 konstituierte sich der Digitalrat der Stadt Augsburg. Er war auf Initiative der Oberbürgermeisterin ins Leben gerufen worden und dient nun als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Stadtgesellschaft.[98]

Stadtrat

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Stadtratswahl 2020[99]
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
32,3
23,4
14,3
6,6
4,5
3,7
2,3
2,2
5,3
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−5,4
+11,0
−8,1
+0,7
+0,9
+0,5
+0,7
+0,3
+0,4
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%
Hauptartikel:Ergebnisse der Kommunalwahlen in Augsburg

Der Stadtrat setzt sich aus 60 Stadträten und dem Oberbürgermeister zusammen.

Sitzverteilung seit 2020 im Stadtrat[100]
              
Insgesamt 60 Sitze
Wahlergebnisse des Stadtrats seit 1972 in Prozent[101]
JahrCSUSPDFDPGrüneÖDPLinke 1REPNPDPro AugsburgAfDSonstige
197244,946,52,30,70,94,7
197846,844,52,70,40,64,9
198432,944,91,34,20,20,715,8
199043,128,42,510,810,05,2
199644,129,41,710,52,811,5
200243,536,43,58,71,81,24,9
200840,130,12,710,31,53,59,42,4
2014[102]37,722,41,612,41,93,25,15,99,6
202032,314,32,323,42,23,7––1,86,613,3
Sitze
2020[103]
20911412148 2
1 
2002 alsPDS, bis 1984 ist dieDKP aufgeführt. 2017 tratAlexander Süßmair aus der Partei unter Mitnahme seines Stadtratsmandats aus.
2 
Freie Wähler 3, Augsburg in Bürgerhand 1, Generation AUX 1,Die PARTEI 1,V-Partei³ 1, WSA 1

Bundestagsabgeordnete

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Augsburg befindet sich imWahlkreis 251 Augsburg-Stadt, dem bis 2024 auchKönigsbrunn im gleichnamigen Landkreis Augsburg angehörte.

Bei derBundestagswahl 2021 gewannVolker Ullrich (CSU) mit 28,1 % erneut das Direktmandat, welches er bereits 2017 gewonnen hatte.[104] Mit ihm zogen über die jeweiligen LandeslistenUlrike Bahr für die SPD,Claudia Roth für Bündnis 90/Die Grünen sowieMaximilian Funke-Kaiser für die FDP in den Bundestag ein.[105]

Bei derBundestagswahl 2025 konnte Volker Ullrich wieder die meisten Erststimmen gewinnen, durch dieWahlrechtsreform 2023 und den damit verbundenen Wegfall der Überhangmandate zog er jedoch nicht erneut in den Bundestag ein. Claudia Roth zog über ihre Landesliste erneut für Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag ein.[106]

Ältere Wahlergebnisse finden sich unterBundestagswahlkreis Augsburg-Stadt#Wahlergebnisse.

Bürgerentscheide

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

In Bayern gestattet Artikel 18a der Gemeindeordnung im Rahmen der direkten Einflussnahme auf kommunaler Ebene den Gemeindebürgern das Recht,Bürgerbegehren zu initiieren.[107] Über erfolgreiche Unterschriftensammlungen kommt es zur Abstimmung im Wege desBürgerentscheids. In Augsburg wurden die Bürger in folgenden Angelegenheiten zur Wahlurne gerufen:

  • Im Jahr 1995 beabsichtigte der BauunternehmerIgnaz Walter unter der Fuggerstraße zentrumsnah eine Tiefgarage zu errichten. Ein Bürgerbegehren sprach sich für den Bau aus, ein anderes war ablehnend dazu eingestellt. Im Januar 1996 entschieden sich 63 Prozent der Abstimmenden für die Ablehnung der Tiefgarage, eine Minderheit von 37 Prozent wollte das Bauwerk realisiert wissen. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,3 Prozent.
  • Wenige Monate später erregte der Bau der sogenannten „Schleifenstraße“ samt der Umfahrung amRoten Tor die Gemüter. Verschiedene Bürgerinitiativen, die Lärmbelästigungen durch den Verkehr und eine Beeinträchtigung des Wohnumfelds vortrugen, sammelten die nötigen Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Der Augsburger Stadtrat stellte der Ablehnung der Initiativen das nachgebesserte Konzept einer „stadtverträglichen“ Tangente gegenüber. Es erhielt beim Bürgerentscheid im Juni 1997 80 Prozent „Ja“-Stimmen. 32,5 Prozent der Wahlberechtigten gingen zur Abstimmung über die hinterher realisierte Schleifenstraße.
  • Im Jahr 2007 wurden konkret gediehene Überlegungen der Augsburger Stadtverwaltung und der städtischen Verkehrsbetriebe zur Umgestaltung des Königsplatzes Gegenstand eines Bürgerbegehrens. Im Rahmen der Planungen zurMobilitätsdrehscheibe Augsburg sollte die zentrale Haltestellenanlage vergrößert und modernisiert werden. Es war ein Eingriff in die angrenzende Grünanlage, auch mit Rodung von Bäumen, beabsichtigt. Die Gegner verlangten vor einem Umbau zunächst einen Ideenwettbewerb über ein Gesamtverkehrskonzept. Am 25. November 2007 fand der Bürgerentscheid über den Umbau statt. 53,2 Prozent der abstimmenden Bürger entschieden sich für diesen Wettbewerb.[108] Die Wahlbeteiligung lag bei 24,2 Prozent.
  • Die Stadtregierung ausCSU und Pro Augsburg entschied sich nach dem Wettbewerb für einen autofreien Königsplatz, erreicht durch Verlegung der Hauptverkehrsachsen. Gegen diese Planung machten Bürger mobil, die den Bau eines Tunnels am Königsplatz forderten. Im Bürgerentscheid am 21. November 2010 konnten die Wahlberechtigten über ein Ratsbegehren, das Bürgerbegehren sowie eine Stichfrage separat abstimmen. Die Stadtratsalternative, die im Bedarfsfall vorsorglich eine „Entlastungsstraße“ vorsieht, erhielt von den Wählern mit 73,9 Prozent „Ja“-Stimmen den Vorzug. Der Bau eines Tunnels scheiterte nicht nur am erforderlichen Quorum von 19.391 Stimmen, sondern wäre überdies mehrheitlich mit 68,1 Prozent der ausgezählten gültigen Stimmen abgelehnt geworden. Die Wahlbeteiligung lag bei 28,8 Prozent.[109]

Manchmal reagieren die Kommunalpolitiker bei Widerständen aus der Bevölkerung auch ohne Bürgerentscheid, wenn sich starke Unterschriftenunterstützung von Sympathisanten für ein Projekt abzeichnet. So wurde der Bau der neuenStadtbücherei Augsburg nach zuvor jahrelangem Hinauszögern aus finanziellen Gründen in kurzer Zeit realisiert und durch Bürgerwillen der beabsichtigte Verkauf desAlten Stadtbades gestoppt.

Ein anderes Beispiel dafür ist derRadentscheid, der im Sommer 2021 durch einen Vertrag abgewendet wurde, in dem wesentliche Forderungen von der schwarz-grünen Stadtregierung übernommen wurden.[110]

Wappen und Flagge

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Wappen der Bibliothek zu Augsburg (Kolorierung um 1551–1600)
    Wappen der Bibliothek zu Augsburg (Kolorierung um 1551–1600)
  • Zirbelnuss auf einem Kanaldeckel in Augsburg
    Zirbelnuss auf einemKanaldeckel in Augsburg
Flagge der Stadt Augsburg
Modernisiertes Stadtwappen seit 1985
Modernisiertes Stadtwappen seit 1985
Blasonierung: „Von Rot und Silber gespalten, eine grüne Zirbelnuss auf goldenem Kapitell.“[111][112]
Wappenbegründung: Die offizielleheraldischeBeschreibung des Augsburger Wappens nennt einen von Rot und Silber gespaltenen Schild, auf dem sich eine grüneZirbelnuss auf einem goldenenKapitell befindet. Dementsprechend sind die Stadtfarben rot-grün-weiß.

Das älteste nachweisbare Stadtsiegel Augsburgs aus dem Jahr 1237 zeigt ein zweitürmiges Stadttor mit Zinnenmauer und darüber einen Stern. Im Torbogen steht einLebensbaum, ab 1260 eineTraube auf Fuß, die wohl auf den Namen der Stadt „Augster“ anspielt, was eine Traubensorte darstellt.

Im 15. Jahrhundert wird eine grüne Traube in rot-weißem Schild dargestellt, was sich durch den Fund eines Pinienzapfens (wohl die Spitze eines römischen Grabbaus) 1467 ändert: Seitdem wird statt der Traube eine Zirbelnuss abgebildet. Das Köpfchen auf dem Kapitell ist seit 1521 nachweisbar, die Mauerkrone erst seit 1811. Die Bedeutung dieser Symbole ist nicht geklärt. Die Stadtfarben sind seit 1372 bekannt.

Die Zirbelnuss steht in einem rot-weiß gespaltenenSchild, der auf das Banner des Bischofs von Augsburg und desHochstiftes zurückzuführen ist. Hier wurden, wie bei alten Feldzeichen desHerzogtums Schwaben, die Farben rot-weiß getragen.[112]

Siehe auch:Liste der Wappen in Augsburg

Städtepartnerschaften

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die ersteStädtepartnerschaft ging Augsburg 1956 auf Anregung des britischenGeneralkonsulats in München mit dem schottischenInverness ein. Nach ersten gegenseitigen Besuchen offizieller Vertreter im selben Jahr kam es auf Dauer zu einem Kulturaustausch; die Städtepartnerschaft wurde nie vertraglich festgehalten.

Die Augsburger Städtepartnerschaften[113]
Stadtwappen von InvernessInvernessVereinigtes Königreich1956Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Stadtwappen von NagahamaNagahamaJapan1959Japan
Stadtwappen von AmagasakiAmagasakiJapan1959Japan
Stadtwappen von DaytonDaytonVereinigte Staaten1964Vereinigte Staaten
Stadtwappen von BourgesBourgesFrankreich1967Frankreich
Stadtwappen von LiberecLiberecTschechien2001Tschechien
Stadtwappen von JinanJinanVolksrepublik China2004China

Der erste deutsch-japanische Schwesternstadtbund geht auf die InitiativeMagokichi Yamaokas zurück, der vor dem Zweiten Weltkrieg in München studiert und sich fürRudolf Diesel interessiert hatte, weshalb er öfter in Augsburg zugegen war. Nach dem Krieg, Yamaoka war inzwischen Firmenchef derYanmar-Diesel-Werke, stiftete er den japanischenRudolf-Diesel-Gedächtnishain imWittelsbacher Park. Anschließend verwendete er seinen politischen und privaten Einfluss darauf, die StädteAmagasaki undNagahama, in denen seine Firma Fabriken besaß, mit Augsburg zu verbinden, was zur doppelten Partnerschaft im Jahre 1959 führte.

1964 entstand die Verbindung zur amerikanischen StadtDayton (Ohio), die ihren Ursprung im von US-PräsidentEisenhower 1956 verkündeten Projekt „People to People“ hatte. Zudem hatte der Daytoner KonzernNCR seinen deutschen Hauptsitz in Augsburg gegründet.

Nach Unterzeichnung desÉlysée-Vertrags kam 1964 aus dem Augsburger Stadtrat der Wunsch für eine Partnerschaft mit einer Stadt in Frankreich. In Absprache mit der Internationalen Bürgermeister-Union fiel die Wahl auf das zentral gelegeneBourges. Der Partnerschaftsvertrag wurde im April 1967 unterzeichnet.

31 Jahre später kam es am 1. Mai 2001 zur Unterzeichnung eines weiteren Partnerschaftsvertrags, deren Ursprung in der Nachkriegszeit liegt: 1955 hatte die Stadt Augsburg die Patenschaft für alle aus der tschechischen StadtLiberec (Reichenberg) Vertriebenen übernommen, von denen ein Großteil in der Fuggerstadt eine neue Bleibe gefunden hatte. Nach dem Ende desKalten Krieges nahmen zunächst die früher Vertriebenen einen kulturellen Kontakt auf, was zu regelmäßigen Austauschprogrammen führte.

Die letzte eingegangene Partnerschaft wurzelt in der Provinzpartnerschaft des Freistaats Bayern mit derchinesischen ProvinzShandong von 1987. In deren Folge interessierte sich die ProvinzhauptstadtJinan für die Aufnahme einer Partnerschaft mit einer bayerischen Stadt. Nach ersten gegenseitigen Besuchen und Kontakten unterzeichneten die Bürgermeister am 3. September 2004 die Partnerschaftsurkunde.[113]

Patenschaften

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

1954 hatte die damalige MarktgemeindeGöggingen auf Anregung desDeutschen Städtetages eine „Patenschaft für denLandkreis Neudek“ (Sudetenland) übernommen, die von der Stadt Augsburg mit der Eingemeindung der Stadt Göggingen 1972 übernommen und auf die „Heimatvertriebenen aus der Stadt und dem Landkreis Neudek“ ausgedehnt wurde. Seit einigen Jahren bestehen auch freundschaftliche Kontakte zur StadtNejdek. Im selben Jahr wurde Augsburg selbst Pate über das schwäbischeIllertissen, das in diesem Jahr zur Stadt erhoben wurde.

Nur ein Jahr später wurde die Patenschaft über alle aus der heute zur Tschechischen Republik gehörenden Region Reichenberg (tschech.Liberec) vertriebenen Deutschen übernommen, was schließlich nach dem Fall desEisernen Vorhanges zu einer offiziellen Städtepartnerschaft im Jahr 2001 führte (siehe hierzu:Städtepartnerschaften).

Die Fuggerstadt ist außerdem Pate für etliche Verkehrsmittel. So trug bereits in der Kaiserzeit ab 1909 einKleiner Kreuzer den NamenAugsburg und auch in der Bundesmarine wurden seit 1958 bereits zweiFregatten auf den SchiffsnamenAugsburg getauft, dieF 222 und dieF 213. Im Jahr 2018 gab das Bundesministerium der Verteidigung bekannt, dass eine der fünf geplanten neuen Korvetten des 2. Bauloses derBraunschweig-Klasse den NamenAugsburg tragen wird.[114] Die Taufe des neu gebauten Marineschiffs erfolgte am 8. Mai 2025 im Beisein einer Delegation aus Augsburg in Hamburg.[115] Seit 2008 führt außerdem dasFahrgastschiffMS Augsburg derAmmersee-Flotte den Namen der Stadt. Daneben verkehren seit 2002 einICE 3[116] derDeutschen Bahn und seit 2008 einLINT 41 derBayerischen Regiobahn.

Briefmarken

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Briefmarke „2000 Jahre Augsburg“

Mit Augsburg verbundene Ereignisse wurden in Briefmarken zum1000. Jahrestag der Schlacht auf dem Lechfeld (1955), zumÖkumenischen Pfingsttreffen (1971), zu denolympischen Wettbewerben auf dem Augsburger Eiskanal (1972), zum450. Jahrestag der Confessio Augustana (1980), zur2000-Jahr-Feier der Stadt (1985), zum450. Jahrestag des Augsburger Religionsfriedens (2005) oder zum500-jährigen Jubiläum der Fuggerei (2021) festgehalten.

AmTag der Briefmarke 1984 erschien zum Augsburger Posthaus des 16. Jahrhunderts eine Briefmarke. Zu Weihnachten 1995 wurdenMotive aus dem Marienfenster des Augsburger Doms ausgegeben. Im Sommer 2017 erschien eineSerie mit Motiven der Augsburger Puppenkiste. Das private ZustellunternehmenLogistic-Mail-Factory mit Sitz in Augsburg brachte mehrere Briefmarkenserien mit Bezug zur Stadt heraus, unter anderem mit Motiven zur FamilieFugger, zumZoo Augsburg oder zur Puppenkiste.[117]

Welterbeliste

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das historisch jahrhundertelang zurückreichendeAugsburger Wassermanagement-System mit einer seit 1545 bestehenden strengen Trennung zwischenTrink- undNutzwasser wurde 2019 in dieWelterbeliste derUNESCO aufgenommen.[118]

Klimacamp

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Klimakamp in Augsburg 2023
Klimacamp in Augsburg 2023

Als Ausdruck des Protests gegen unzureichende Klimagerechtigkeitsmaßnahmen bestand in Augsburg vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Juli 2024 auf dem Fischmarkt am Augsburger Rathaus einKlimacamp. Der Ort wurde von meist jungen, politisch aktiven Menschen durchgehend besetzt, in Form einer Versammlung. Neben Informationen zur globalen Klimakrise wurden hier auch Vorträge zu lokalen Themen gehalten, wie Verkehrswendeplan Augsburg, Bobinger Auwald, Rodung des Lohwaldes bei Meitingen, Repressionen gegen Klimaaktivisten in Bayern.[119]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Kultur und Sehenswürdigkeiten in Augsburg
Stadtansicht von Augsburg auf Reichstaler, geprägt 1643

Architektur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Siehe auch:Liste der Baudenkmäler in Augsburg

In die vomBayerischen Landesamt für Denkmalpflege herausgegebene und betreute Denkmalliste sind derzeit 1.226 Augsburger Einzelbaudenkmäler eingetragen – diese machen damit etwa 1,6 Prozent des gesamten Gebäudebestandes der Stadt aus. Darüber hinaus hat Augsburg 20 eingetragene Ensembles sowie das großflächige Altstadtensemble, welches wiederum 65 geschützte Platz- und Straßenbilder aufweist.

Perlachturm
Perlachturm
DieFuggerei in der Augsburger Altstadt ist die älteste Sozialwohnsiedlung der Welt und seit 1523 bewohnt.

Antike und Mittelalter

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Aus der Zeit der römischen Besiedlung alsAugusta Vindelicum sind heute nur noch wenige Fundstücke erhalten, die größtenteils in Museen ausgestellt werden. Am besten lässt sich das einstmalige Leben noch am Straßenverlauf derVia Claudia Augusta erahnen, der noch heute größtenteils vorhanden ist.

Im Mittelalter entstanden vor allem Sakralbauten, deren bedeutendste derDom Mariä Heimsuchung und dieBasilika St. Ulrich und Afra sind, die das Stadtbild auch heute noch entscheidend prägen. Die um 1140 entstandenen Prophetenfenster im südlichenObergaden des Doms sind die weltweit einzigen erhaltenen Beispieleromanischer Glasmalerei. Weitere bedeutende kirchliche Kunstwerke aus dieser Zeit sind dieBronzetüren des Augsburger Domes aus den Jahren 1065, die im Jahr 2000 renoviert wurden. St. Ulrich und Afra wiederum bildet zusammen mit der vorgelagerten kleinenevangelischen Ulrichskirche eine prachtvolle Gebäudegruppe. Dieromanische KircheSt. Peter am Perlach ist einer der ältesten Ziegelsteinbauten Süddeutschlands. Von den weiteren erhaltenen Kirchen des Mittelalters sind besonders auch die Bauten vonSt. Moritz,St. Jakob,Heilig Kreuz(kath. Kirche) undSt. Georg stadtbildprägend. Sie stammen aus romanischer Zeit, wurden aber seit derGotik immer wieder umgebaut und im Zweiten Weltkrieg teilweise stark getroffen. Dies gilt besonders auch für dieBarfüßerkirche undSt. Stephan. Um das Jahr 1320 bestand eine Dombauhütte, die auch gotische Formen in den Bau des Doms Unserer Lieben Frau einfließen ließ. Aus dieser Periode stammt der Chor.

Daneben umgab sich das mittelalterliche Augsburg mit großen Wehranlagen und der durchgehendenStadtmauer, von der noch heute viele Teile erhalten sind, unter anderem derFünfgratturm, dasRote Tor oder dasWertachbrucker Tor. Innerhalb dieser Mauern siedelten sich zur selben ZeitGold- und Silberschmiede an, die sich über die Jahrhunderte einen hervorragenden Ruf erarbeiteten. Ihre Werke können heute in verschiedenen Museen und Ausstellungen betrachtet werden. Die Stadt selbst ist noch heute von einer auffällig hohen Zahl von Handwerkern dieser Richtung geprägt. Der Goldschmiedebrunnen auf demMartin-Luther-Platz zeugt von ihrer Anwesenheit.

Um 1500 war Augsburg nach Köln, Prag und Nürnberg dieviertgrößte Stadt des Reiches, weit vor Wien oder gar Berlin. Daher verfügt die Stadt über eine große Altstadt mit zahlreichen mittelalterlichen Kirchen.[120]

Renaissance und Manierismus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Zeughaus

Ihren absoluten Höhepunkt erlebte Augsburg zur Zeit derRenaissance, als hier Künstler wieHans Holbein der Ältere oderHans Burgkmair der Ältere wirkten und die Stadt zu einem der bedeutendsten kulturellen Zentren in Mitteleuropa werden ließen. In dieser Zeit entstanden einige der wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die nicht zuletzt durch die reichen Kaufmannsfamilien derFugger undWelser finanziert wurden. In der KircheSt. Anna ließ die Familie Fugger sich eine Grabkapelle als ersten deutschen Renaissancebau errichten. DieFuggerhäuser in der kunsthistorisch auch sonst bedeutsamenMaximilianstraße entstanden zwischen 1512 und 1515 als Residenz der Familie Fugger. Mit derFuggerei entstand außerdem die älteste noch heute genutzte Sozialsiedlung der Welt.1516/17 wurde dieKatharinenkirche errichtet.

Ab 1574 entstand dann durch den BaumeisterJohannes Holl die Kirche für dasKloster der Franziskanerinnen von Maria Stern, derenZwiebelturm von Augsburg ausgehend weite Verbreitung fand.[121] Johannes Holl errichtete auch dasKöpfhaus. Sein SohnElias Holl erbaute später dasRathaus, das als bedeutendster profaner Renaissancebau nördlich der Alpen gilt und über denmanieristischenPrachtbrunnen (Augustusbrunnen,Herkulesbrunnen undMerkurbrunnen) thront. Auch derPerlachturm erhielt damals sein heutiges Aussehen. DasAugsburger Zeughaus, derStadtmetzg und derNeue Bau sowie dasHeilig-Geist-Spital sind weitere bedeutende Bauten der späten Renaissance von Elias Holl und entstanden zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Von der 1609 bis 1613 errichteten ehemaligen Franziskanerkirche, der jetzigen PfarrkircheSt. Maximilian, hat nur die Fassade den letzten Krieg überdauert. Dagegen wurde die kurz zuvor entstandene JesuitenkircheSt. Salvator bereits 1872 ganz abgebrochen. Nur Teile desKollegs, eine weitere Stiftung der Fugger, haben sich erhalten.

Barock, Rokoko und Klassizismus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Doch auch spätere Epochen haben in Augsburg ihre Spuren hinterlassen. Bedeutsamebarock gestaltete Sakralbauten sind besondersHeilig Kreuz(evang. Kirche),St. Michael undSt. Margareth. Auch einige ältere Bauten wie dasReichsstädtische Kaufhaus wurden damals umgebaut. Vor allem derRokokostil, der auchAugsburger Geschmack genannt wurde, hat der Stadt seinen Stempel aufgedrückt: Aus dieser Zeit stammen vor allem dieBischöfliche Residenz und dasSchaezlerpalais. Besonders prächtig gerieten die Innenräume. Auch dasRoeck-Haus und dasMartini-Palais sind Zeugnisse dieser Zeit. Die ehemalige Domkustodie des Bischöflichen Palais am Hohen Weg ist ein breitgelagerter Mansarddachbau von 1761 mit Rokokoportal. Die ehemaligeSchülesche Kattunfabrik verfügt sogar über eine dem Schlossbau angenäherte Rokokofassade von 1770/72. Das Welserhaus in der Philippine-Welser-Straße, im Kern noch aus dem 16. Jahrhundert stammend, zeigt heute eine frühklassizistische Fassade vom Ende des 18. Jahrhunderts. Auch das benachbarte Bothmersche Palais wurde in der Zeit desKlassizismus umgestaltet.

Schaezlerpalais

Historismus und Jugendstil

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Während derIndustriellen Revolution entstanden nach der genannten Schüleschen Kattunfabrik noch weitere Fabrikanlagen wie zum Beispiel derGlaspalast oder dasFabrikschloss, die heute größtenteils anderen Zwecken (zumeist als Museen oder Kunstgalerien) dienen, und Industriellenvillen wie das bereits der Rokoko-Zeit entstammendeGignoux-Haus, dieVilla Haag oder dieVilla Silbermann. Repräsentative Bauten desHistorismus sind in Augsburg vor allem dasGroße Haus des Stadttheaters und das Gebäude derStaats- und Stadtbibliothek (vonMartin Dülfer, 1893). Diese bilden zusammen mit derSt.-Anna-Grundschule und demJustizpalast ein eindrucksvollesEnsemble aus dieser Zeit.

DerJugendstil hinterließ in Augsburg mit derSynagoge, demKurhaus in Göggingen, derHerz-Jesu-Kirche im Stadtteil Pfersee und demAlten Stadtbad ebenfalls außerordentliche Bauwerke.

Panorama Augsburgs um ca. 1835, Stahlstich von F. Höfer

Moderne

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Augsburger Kongresszentrum „Kongress am Park“, Hotelturm im Hintergrund

Nach dem Zweiten Weltkrieg prägten zunächst vor allem Bauten für Großveranstaltungen das Stadtbild, zu erwähnen sind vor allem dasRosenaustadion als modernstes Stadion seiner Zeit und viele inSichtbeton-Bauweise errichtete Gebäude, so unter anderem dieErhard-Wunderlich-Sporthalle, dasKongresszentrum mit demHotelturm oder dasCurt-Frenzel-Stadion. DasHaus der Moderne selbst wurde bereits 1929 als Wohn- und Ateliergebäude des Augsburger ArchitektenThomas Wechs im Stil der Neuen Moderne errichtet. Von ihm stammt auch dieDon-Bosco-Kirche.

Museen und Galerien

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Liste der Museen in Augsburg
Schwäbisches Handwerkermuseum

DasMaximilianmuseum wurde 1855 errichtet und zum Jahrtausendwechsel erstmals von Grund auf renoviert, wodurch es ein historisch-modernes Flair erhalten hat. Der Ausstellungsbereich erstreckt sich über mehrere Etagen und teilt sich auf in Dauerausstellungen, die unter anderem Skulpturen, Goldschmiedekunst, Bauentwürfe und stadtgeschichtliche Sammlungen darstellen, sowie in einen Teil für Wechselausstellungen.

Seit 2006 gibt es imJüdischen Museum Augsburg Schwaben eine Dauerausstellung, die die Geschichte der Juden in Augsburg und Schwaben vom Mittelalter bis heute dokumentiert. Sie dokumentiert „religiöse Praxis im Wandel der Zeit“ und macht die „jüdische Geschichte als einen integralen Bestandteil“ der Augsburger und Schwäbischen Geschichte deutlich.[122]

DasSchwäbische Handwerkermuseum wird von der SchwäbischenHandwerkskammer betrieben und zeigt historische Werkstätten alter und zumeist ausgestorbener Handwerke wie zum BeispielBader,Sattler,Schuhmacher,Uhrmacher,Bäcker,Buchbinder oderPosamentierer. Zu sehen sind originale Einrichtungen, Werkzeuge und Arbeitsmaterialien. Daneben widmet sich eine eigene Ausstellung denZünften.

ImRömischen Museum, das sich in den Räumen des ehemaligen Dominikanerklosters St. Magdalena befindet, sind archäologische Funde aus Augsburg und Umgebung von der Steinzeit über die Bronzezeit bis zur Spätantike und dem frühen Mittelalter zu betrachten. Das Schwergewicht liegt jedoch auf Objekten aus der Zeit als römische Provinzhauptstadt.

Das nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen 2006 wiedereröffneteSchaezlerpalais ist einerseits als ein Glanzpunkt desRokokobaustils sehenswert, beherbergt andererseits aber auch bedeutende Kunstsammlungen: DieDeutsche Barockgalerie, dieGraphische Sammlung und dieKarl und Magdalene Haberstock-Stiftung.

Von dort besteht auch Zugang zu einer weiteren Sammlung, der benachbartenStaatsgalerie in der Katharinenkirche – Altdeutsche Meister, sie befindet sich an dieser Stelle schon seit dem frühen 19. Jahrhundert. Hier sind unter anderem Werke vonAlbrecht Dürer zu betrachten.

Glaspalast

DerGlaspalast ist ein Industriedenkmal, das überwiegend kulturell genutzt wird. In ihm befinden sich dasH2 – Zentrum für Gegenwartskunst, eine Zweigstelle derPinakothek der Moderne und dasKunstmuseum Walter, in dem auf 5500 Quadratmeter Ausstellungsfläche die Privatsammlung vonIgnatz Walter gezeigt wird. Schwerpunkt der Sammlung ist die zeitgenössische Kunst.

DasEishockeymuseum befindet sich neben dem Plärrer und stellt verschiedene Exponate berühmter Eishockeyspieler im In- und Ausland aus, so zum Beispiel den Nachlass von Gustav Jaenecke. Daneben führt es dieHall of Fame Deutschland, in die Spieler, Schiedsrichter, Trainer, Offizielle und Journalisten aufgenommen werden.

Das MuseumLutherstiege Augsburg zeigt Gegenstände und Räume aus der Zeit Martin Luthers.

Die Geburtshäuser vonBertolt Brecht undLeopold Mozart wurden nach selbigen benannt und beherbergen heute alsBrecht- beziehungsweiseMozarthaus Ausstellungen über Leben und Wirken der beiden berühmtesten Söhne der Stadt.

Das PuppentheatermuseumDie Kiste derAugsburger Puppenkiste befindet sich im ehemaligenHeilig-Geist-Spital und zeigt die bekannten „Stars an Fäden“ wie dasUrmel,Jim Knopf oderKalle Wirsch.

Daneben bietet die Fuggerstadt eine große Zahl weiterer Museen und Galerien mit verschiedenen Themen und hat mit demBahnpark, demFugger und Welser Erlebnismuseum, demGaswerksmuseum und demStaatlichen Textil- und Industriemuseum in der jüngsten Zeit weitere bedeutende Museen erhalten.

Administrativ wurden mehrere große Museen wie das Schaezlerpalais, das Maximilianmuseum und das Römische Museum in denKunstsammlungen & Museen Augsburg zusammengefasst.[123]

Theater und Bühnen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Liste der Theater in Augsburg
Staatstheater Augsburg

DasStaatstheater Augsburg, das bedeutendste der Stadt, besitzt ein Musiktheater-, Schauspiel- und Ballettensemble, das an mehreren Spielorten – imGroßen Haus, in derbrechtbühne, imhoffmannkeller, auf derFreilichtbühne am Roten Tor und in der Kongresshalle – auftritt.

Deutschlandweit bekannt ist dieAugsburger Puppenkiste, einMarionettentheater mit Produktionen wieUrmel aus dem Eis oderJim Knopf und Lukas der Lokomotivführer.

Mit demSensemble Theater besitzt Augsburg ein überregional bekanntesexperimentelles Theater, das zunächst auf einer Freilichtbühne spielte und inzwischen eine eigene Spielstätte in derKulturfabrik Augsburg unterhält. Die Stücke des Sensemble Theaters reichen vonSprech-,Musik-,Improvisations- und Ausdruckstheater bis hin zuPerformance undInstallation.

Weitere Bühnen und Kulturhäuser widmen sich den verschiedenen Sparten des Theaters, etwa das städtischeKulturhaus Abraxas und dasRomanistentheater der Universität.

Augsburg war bisher zweimal, 1985 und 2012, Veranstaltungsort derBayerischen Theatertage, des größten bayerischenTheaterfestivals.

Kinos

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
DasLiliom, ein Kino in Augsburg

Augsburgs Filmtheater haben eine lange Tradition. Die erste belegte Filmvorführung fand am 19. Oktober 1896 imKaffeehausMercur am Judenberg statt, wo verschiedeneKurzfilme – zum Beispiel die Ankunft eines Zuges an einem Bahnhof – von einemKinematographen vorgeführt wurden. In den Jahren danach kamen regelmäßig Schausteller mit ihren Wanderkinematographen auf verschiedene Volksfeste.

Das erste Kinogebäude zur Veranstaltung vonVarieté meldete der Augsburger Lebensmittelhändler Fridolin Widmann im November 1906 behördlich an: DasThalia-Theater darf sich damit als das älteste Kino der Stadt bezeichnen, auch wenn dieser Name erst 1909 sicher nachgewiesen ist.[124]

Viele frühe Kinos gibt es nicht mehr oder unter anderem Namen. Einen Einschnitt markierte um die Jahrtausendwende der Bau von zweiMultiplex-Kinos fürHollywood-Blockbuster, einemCinestar am Hauptbahnhof und einemCinemaxX in derCity-Galerie, die das Ende traditioneller Filmtheater wieCapitol,Dreimäderlhaus oderFilmpalast bedeuteten. Einige kleinere Kinos hielten sich größtenteils alsProgrammkinos, die auch andere Kulturveranstaltungen bieten (Liliom,Mephisto,Savoy undThalia). Jeden Sommer findet dasAugsburger Lechflimmern mit täglichem Freilichtkino imFreibad am Plärrer statt.

Im Sommer 2006 feierte der bayerische FilmWer früher stirbt ist länger tot seine Premiere imMephisto.

Musik

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bands und Interpreten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Augsburg ist der Heimatort einiger deutschlandweit bekannter Musikinterpreten und -bands. Bekannt ist die BandThe Seer, die 1990 gegründet wurde und eine Mischung aus hymnenhaftemRock undFolk-Elementen spielt.

Augsburg bot schon in den 1960er Jahren ein gutes Pflaster für Bands, die sich vor allem auf lokaler Ebene einen Namen gemacht haben – so zum Beispiel The Roughroads oder The Shotguns. Dagegen sind in jüngerer Zeit die PopbandsNova International undAnajo bekannt geworden. Letztere vertrat das Bundesland Bayern 2007 beimBundesvision Song Contest und erreichte den neunten Platz. Überregionale Berühmtheit hat inzwischen auch die GruppeDear John Letter erreicht, derenPost-Rock vor allem über das Internet bekannt wurde. Vor allem der SongAuf uns, den die ARD zum WM-Song für die Berichterstattung von derFußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien machte, verhalf auchAndreas Bourani, der in Augsburg geboren und aufgewachsen ist, zu großer Popularität in Deutschland.

Roy Black, der als Beatsänger mit The Cannons begann, dann aber durch seineSchlager wieDu bist nicht allein berühmt wurde, stammt aus dem DorfStraßberg wenige Kilometer südlich. Seine gesamte Jugend verbrachte er in der Fuggerstadt, da er am dortigenHolbein-Gymnasium das Abitur absolvierte.

Viele bekannte lokale Gruppen sind auf dem Album2000 Töne zu hören, das anlässlich des 2000. Geburtstages der Stadt aufgenommen wurde.

Chöre

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Als bedeutendsterChor Augsburgs gelten dieDomsingknaben, ein reines Jungenensemble, das unter demPatrozinium desDoms St. Mariä Heimsuchung steht, weswegen die Sänger früher auchMarianer genannt wurden. Der Chor besitzt eine lange Tradition: Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich 1439. Neben der regelmäßigen Gestaltung der gottesdienstlichenLiturgie im Dom bestreiten seine Mitglieder ständig Konzerte und Auslandsreisen und wurden auch durch etliche Platten- beziehungsweise CD-Aufnahmen bekannt.

Ebenso bedeutend ist der Philharmonische Chor Augsburg. 2018 feierte er das 175-jährige Jubiläum. Er ist ein Zusammenschluss der Augsburger Liedertafel (1843) und dem Oratorienverein Augsburg (1866). Aus diesen beiden Chören gingen die Albert Greiner Sing- und Musikschule (heuteSing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg, kurz SuMMA) und die Musikschule (heute Leopold Mozart Zentrum der Universität Augsburg (LMZ)) hervor. Der Philharmonische Chor agiert zweimal jährlich gemeinsam mit den Augsburger Philharmonikern (die aufgrund des Drängens beider Chöre vor über 100 Jahren gegründet wurden) und bekommt in Gegenleistung die Philharmoniker für ein Chorkonzert im Jahr, das meistens im Kongress am Park stattfindet. Besonders bekannt ist der Chor für seine Aufführungen derCarmina Burana, aber auch für deutsche Erstaufführungen wie z. B. das Requiem von Andrew Lloyd Webber. Das Augsburger Weihnachtssingen (von Otto Jochum und Albert Greiner) wird jährlich zur Adventszeit im Goldenen Saal des Rathauses aufgeführt. Der Chor hat über 100 aktive Mitglieder und wird seit 1982 von Wolfgang Reß geleitet.[125]

DasStaatstheater Augsburg besitzt in seinem Ensemble einen hauseigenen gemischten Chor, der bei großenOpern- oderMusical-Produktionen eingesetzt wird, daneben aber auch eigene Konzerte und Auftritte gibt.

Vor allem im Rahmen desMozartjahres 2006 fand derMozartchor Augsburg deutschlandweite Beachtung. Er wurde 1976 gegründet und besteht aus erfahrenen Laiensängern und -sängerinnen. Sein Repertoire umfasst dabei hauptsächlichOratorien, die zusammen mit namhaften Solisten oder Orchestern aufgeführt werden.

Daneben besteht eine Vielzahl weiterer Chöre, die größtenteils zu christlichen Gemeinden oder Organisationen, Musik- und allgemeinbildenden Schulen gehören. Hierbei zeichnen sich vor allem die gemischten Chöre der ehemaligenAlbert Greiner Sing- und Musikschule, seit 2010Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg, und desGymnasiums bei St. Stephan aus, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind.

Seit 2017 besteht das AugsburgerKnabenchorarchiv zur Pflege der Knabenchorgeschichte.

2025 erreichte der Augsburger Corner Chor, ein aktivistischerFLINTA*-Chor[126], mit einer eigenen Fassung desAndachtsjodlersmit derTextunterlegung „ScheißAfD“ bundesweit mediale Aufmerksamkeit, als die AufnahmevomZentrum für Politische Schönheit zur Störung desAlice-Weidel-Sommerinterviews in der ARD von dem LautsprecherbusAdenauer SRP+ in Dauerschleife abgespielt wurde.[127]

Orchester

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DieBayerische Kammerphilharmonie ist ein 1990 gegründetes Orchester aus Augsburg, das sich der Interpretation klassischer und zeitgenössischer Musik widmet. Es erhielt 1996 denFörderpreis der europäischen Wirtschaft und denKulturpreis der europäischen Regionen.

DieAugsburger Philharmoniker sind das größte Orchester der Stadt und Teil desStaatstheater Augsburg. Im Theater wirkt es an bis zu 120 Musiktheater-Vorstellungen im Jahr mit und hat eine eigene Sinfoniekonzert-Reihe im Kongress am Park. Die 70 Musiker treten daneben aber auch eigenständig oder in Zusammenarbeit mit anderen Chören auf.[128]

Weitere Orchester werden von vielen Schulen, Organisationen und Musikliebhabern gestellt, die in der Stadt für einen großen musikalischen Veranstaltungskalender sorgen.

Kulturelle Veranstaltungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Brechthaus

Augsburg kann über die Jahrhunderte auf etliche bedeutende Bürger zurückblicken, deren Jubiläen der Stadt Anlass zu großen Veranstaltungen gaben. So finden in regelmäßigen Abständen große Ereignisse mit der ThematikBertolt Brecht statt, unter anderem Literaturprojekte oder Theateraufführungen. Seit 2010 findet jährlich dasBrechtfestival statt.

Mit Beginn des Jahres 2006, dem sogenanntenMozart-Jahr, präsentierte sich Augsburg als deutscheMozartstadt, daWolfgang Amadeus Mozarts VaterLeopold Mozart und dessen Familie aus der Region stammten und selbst W. A. Mozarts (angebliche) JugendliebeMaria Anna Thekla Mozart eine Bürgerin der Stadt war. In diesem Rahmen fanden zahlreiche Konzerte und Vorträge in Kooperation mit derDeutschen Mozart-Gesellschaft (DMG) und der 2011 mit der DMG fusionierten, seit 1937 bestehenden,Mozartgemeinde Augsburg statt.

Seit 1985 finden jedes Jahr im März dieInternationalen Filmtage Augsburg statt, die sich in vier Unterveranstaltungen aufgliedern lassen: DasAugsburger Kinderfilmfest, dieTage des unabhängigen Films, dasAugsburger Kurzfilmwochenende und das internationale SymposiumCinema of Tomorrow für junge Filmemacher und -studenten. 2006 fiel das Festival wegen Finanzierungsproblemen aus, die jedoch im Herbst desselben Jahres beseitigt werden konnten, so dass die Filmtage auch in Zukunft stattfinden werden.[129]

Seit 2007 gibt es in Augsburg das Jugend- und PopkulturfestivalModular, das jährlich stattfindet und rund 30.000 Besucher an drei Tagen anzieht.

Ab 2013 fand jährlich dasSTAC - das Show-Festival (kurz: Stac Festival, oder STAC) imReese Theater, das sich auf dem altenKasernenareal desKulturpark West im Augsburger StadtteilKriegshaber befand, statt. Das STAC ist aus einer freienKünstlergruppe junger Erwachsener, derStreet Academy entstanden. Seit 2013 agiert dieSTAC Festival gGmbH[130] alsgemeinnütziges Unternehmen. Ende Mai 2019 verlor das STAC Festival durch die Schließung und letztendlich Abriss des Reese Theaters seinen ursprünglichen, ortsfesten Austragungsort.[131] Auf der Suche nach einer neuen Örtlichkeit zeigte sich die Vielfalt an möglichen Veranstaltungsorten imGroßraum Augsburg, wodurch eine neue Konzeptidee entstand. Um neue Einzugsgebiete an Künstlern und Zuschauern zu erreichen und mit regionaler, darstellender Kunst mehr Menschen begeistern zu können, wählte man nun mehrere Veranstaltungsorte im kompletten Ballungsraum.[132]

Jährlich findet auch das AugsburgerMedienkunstfestivallab.30 statt, seit es im Jahr 2003 gegründet wurde. Gezeigt werden experimentelle lokale, regionale und internationale Projekte, die mit digitalen und analogen Technologien arbeiten.

Daneben gibt es etliche weitere Veranstaltungen jeder Art und Kunstrichtung, angefangen von Konzerten bis zu Kunst- und Kabaretttagen. So ist die Stadt unter anderem auch Schauplatz desHonky-Tonk-Festivals.

Sonstige Veranstaltungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Oster-Plärrer im Jahr 2006

DerAugsburger Plärrer ist mit etwa 1,2 Millionen Besuchern pro Jahr[133] das größte Volksfest in Bayerisch-Schwaben und das drittgrößte in Bayern. Der Plärrer findet zweimal jährlich auf dem sogenanntenKleinen Exerzierplatz bei den städtischen Freibädern statt: Einmal im Frühjahr (beginnend am Ostersonntag) und einmal im Spätsommer (Ende August/Anfang September) – er dauert dabei jeweils etwa zwei Wochen. Die Schausteller kommen dazu hauptsächlich aus Süddeutschland. Dieses Volksfest kann auf eine mehr als tausendjährige Tradition zurückblicken und lockt jedes Mal Tausende Besucher pro Tag an.[134] Bertolt Brecht hat es im Jahr 1917 in seinem GedichtDas Plärrerlied gewürdigt.

Eine zweite große Veranstaltung bildet dieAugsburger Dult, ein ehemaliges Kirchenfest. Hierbei entsteht eine fast einen Kilometer lange Budenstraße zwischenJakobertor undVogeltor (entlang der alten Stadtmauer), welche die typischen Waren eines Jahrmarktes anbietet. Die Dulten werden zweimal pro Jahr von Tausenden besucht: Einmal um Ostern (die sogenannte Frühjahrs- oder Osterdult) und um den 29. September, den St.-Michaels-Tag (die sogenannte Herbst- oder Michaelidult).

Turamichele amPerlachturm

An diesem Tag besteht auch die einzige Möglichkeit im Jahr, dasTuramichele, eine mechanisch bewegte Figur desErzengels Michael, zu betrachten: Sie erscheint zu jeder vollen Stunde im untersten Westfenster des Perlachturms und verpasst dem Teufel jeweils so viele Stiche wie Glockenschläge. Auf dem Rathausplatz findet an diesem Tag zusätzlich ein großes Kinderfest statt.

Seit 2016 finden in der Augsburger Innenstadt einmal im Jahr die Augsburger Sommernächte statt. Dabei verwandeln sich Straßen, Plätze und Höfe in eine große Festzone mit unterschiedlicher Musik, exotischen und regionalen Leckereien und bunten Lichtkonzepten.[135]

Jährlich zur Adventszeit wird auf dem Rathausplatz derAugsburger Christkindlesmarkt aufgebaut, der schon 1498 in einem Protokoll erwähnt wird und somit zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands gehört. Seit 1977 findet an den Adventswochenenden sowie zur Eröffnung und zum Abschluss des Marktes das „Engelesspiel“ statt, bei dem 24 Personen in Engelskostümen auf dem Balkon des Rathauses erscheinen.

Als Schauplatz desAugsburger Reichs- und Religionsfriedens von 1555, des ersten Vertrages für ein friedliches Zusammenleben von Katholiken und Protestanten, präsentiert sich Augsburg außerdem als „Friedensstadt“ und vergibt alle drei Jahre denAugsburger Friedenspreis, den unter anderem schonMichail Gorbatschow undRichard von Weizsäcker erhielten.

Nachtleben

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Als Mittelpunkt desNachtlebens gilt die Gegend um dieMaximilianstraße und das Theaterviertel um die Ludwigstraße und Theaterstraße mit einem breit gefächerten Angebot an Bars, Clubs und Cafés.[136] GrößereDiskotheken sind vor allem in den Außenbezirken der Stadt zu finden, ebenso kleinere Bars und Kneipen (in den Arbeitervierteln im Norden der Stadt vor allem sogenannteBoizen,[137] im Süden der Stadt hauptsächlich studentisch geprägte Lokale).[138]

Kulinarische Spezialitäten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
DerZwetschgendatschi, eine Augsburger Spezialität

Die bekannteste Augsburger Spezialität ist der alsZwetschgendatschi bekannteBlechkuchen, ausHefe- oderMürbeteig gebacken und mit halbiertenZwetschgen belegt, wurde angeblich in der Stadt erfunden. Der Kuchen ist in einem Augsburger Rezeptbuch von 1830 nachweisbar.[139] Seit dem 19. Jahrhundert ist dieSpottbezeichnungDatschiburg für die Stadt undDatschibürger für die Einwohner belegt.[140]

Eine weitere in Augsburg verbreitete kulinarische Spezialität ist derBrätstrudel, ein aufgerollter Pfannkuchen mit einer Füllung aus Brät.

TypischeBeilage zu Augsburger Gerichten sindSpätzle, teils auch als eigenes Gericht serviert –Kässpatzen werden mitRöstzwiebeln undSalat gereicht. Beliebt sind auch (Kraut-)Schupfnudeln und derSchweinsbraten, der nahezu überall in Bayern geschätzt wird.

Dialekt

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Eine genaue Zuordnung desAugsburgerischen zu einer Sprachgruppe gestaltet sich schwierig, da die Stadt die Grenze verschiedener Verbreitungsgebiete von Mundarten bildet und somit die dortige Sprache von vielfältigen Einflüssen geprägt ist. Prinzipiell ist der Dialekt denostschwäbisch-alemannischen Mundarten zuzuordnen, ist aber auch mit mittel- beziehungsweise südbairischen Dialektformen durchsetzt. Vor allem die jüngeren Generationen sprechen heutzutage einen stärker vomHochdeutschen undBairischen geprägten schwäbischen Dialekt.

Augsburgerisch liegt wie alle alemannischen Dialekte südwestlich derfest-fescht-Linie: historisches/s/ ist vor/t/ (und seltener/p, b/ und/k/) in allen Positionen zu/ʃ/ verschoben, zum Beispielistisch; weißtwoisch; AugsburgAugschburg; und dem standarddeutschen Satz „könntest du mir nicht einmal zeigen, wie ich das am besten zu tun habe“ entspricht dialektaleskénndsch mr ned amol zoiga, wia i dés âm beschda zom dua hâb/hâo. Weitere Merkmale sind das (für ganz Bayern charakteristische)gerollte alveolare[r] und die/n/-Apokope; zum Beispiel entspricht standarddeutschemsprechen mundartlichesschprecha, und „der steinerne Mann“ lautet in der Ortsmundartdr schtoinarne Mâ (oderdr schtoinerne Mo), dieStraßenbahn ist dieSchtrossabô.

Stolpersteine

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Seit 26. Mai 2014 werden auch in Augsburg sogenannte „Stolpersteine“ durch den KünstlerGunter Demnig verlegt. Bei diesen quadratischen Steinen (10 × 10 cm) handelt es sich um kleine Messingplatten im Straßenpflaster, die an die Opfer der Judenvernichtung und der politischen Verfolgung imNationalsozialismus erinnern.

Siehe auch:Liste der Stolpersteine in Augsburg

Baumdenkmal

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DasBaumdenkmal für die Deutsche Einheit im Bürgerwald des Stadtteils Bergheim wurde am 17. November 2014 gepflanzt.

Zoo

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Bärengehege imAugsburger Zoo

Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde 1937 derAugsburger Zoo eröffnet, der nach Kriegsende mit exotischen Tieren bestückt wurde und mit jährlich mehr als 500.000 Besuchern heutzutage die meistbesuchte kulturelle Einrichtung Bayerisch-Schwabens darstellt.

Sport und Freizeit

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Sportvereine

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Fußball

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Spiel derFußball-Bundesliga 2012/13 zwischen demFC Augsburg undBorussia Dortmund am 9. November 2012

Seit der Spielsaison 2011/12 besitzt die Fuggerstadt mit demFC Augsburg einen Verein in derBundesliga, der sich erstmals in der Saison 2015/16 für die Teilnahme an derEuropa League qualifizierte. Zuvor war dem 1907 gegründeten Club 2006 der Meistertitel in derRegionalliga Süd und damit nach 23 Jahren die Rückkehr in die2. Bundesliga gelungen. Der FCA, dessen Talentschmiede unter anderemHelmut Haller,Christian Hochstätter,Bernd Schuster undArmin Veh durchliefen, ist Rekordmeister derBayernliga und hatte auch in der Mitte der 1970er Jahre Glanzzeiten, als zu den Heimspielen durchschnittlich 23.000 Fußballbegeisterte kamen.

Daneben besteht mit demTSV Schwaben Augsburg ein zweiter Fußball-Traditionsverein, der mehrmals in der Bayernliga spielte. Bekannt geworden sind die Schwaben aber vor allem durch ihre anderen Sportabteilungen, allen voran das Kanu- und Kajakteam(sieheWassersport). Die Frauenfußballmannschaft des TSV Schwaben spielt derzeit in derRegionalliga Süd, wo zeitweise auch die Damen desTSV Pfersee Augsburg zu finden waren, mittlerweile aber bis in die Landesliga Süd abgestiegen sind.

DieTSG Augsburg 85 spielte zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges in der damals höchsten Klasse, derGauliga Südbayern, und war 1964 der erste Meister der neu eingeführtenLandesliga Süd. Nach einer kurzen Zeit in der Bayernliga versank der Verein zunehmend in den unteren Ligen. Ein ähnliches Schicksal erlebte auch derTSV Göggingen Augsburg, der nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise in der zweithöchsten deutschen Liga spielte, inzwischen aber in der Kreisliga Augsburg zu finden ist.

Bis zu seiner Auflösung 1995 war der in den 1970er Jahren von Kroaten gegründete FußballvereinFC Enikon Augsburg einer der erfolgreichsten Migrantenvereine Deutschlands und spielte in seiner letzten Spielzeit in der Bayernliga, der zu der Zeit vierthöchsten Liga im deutschen Fußballsystem. In derselben, inzwischen aber fünftklassigen Liga spielt nach seinem Aufstieg in der Saison 2018/19 derzeitTürkspor Augsburg.[141]

Eishockey

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
DieAugsburger Panther bei einem Spiel derDeutschen Eishockey Liga

Als beständigste Profimannschaft der Stadt spielen die Eishockey-ErstligistenAugsburger Panther in derDEL, in der sie 2010 den Vizemeistertitel erreichten. Als Meister derZweiten Eishockey-Bundesliga in der Saison 1993/94 gehören sie zu den Gründungsmitgliedern der DEL.

Hervorgegangen sind die Panther aus dem 1878 als erster Eislaufverein Deutschlands gegründetenAugsburger EV, der nach wie vor für den Nachwuchsbetrieb zuständig ist. Früher stelle der Verein die Amateurmannschaft des DEL-Teams und nahm auch mit der Dameneishockeymannschaft – den Icecats – am Spielbetrieb teil. Mit derEG Woodstocks gibt es noch eine dritte Eishockey-Mannschaft in Augsburg, die derzeit in derBayerischen Bezirksliga spielt.

Tennis

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Augsburg verfügt über zwei traditions- und erfolgreiche Tennisvereine: Die Herrenmannschaft desTC Schießgraben Augsburg spielte schon in derBundesliga, war in den letzten Jahren aber nur auf der Ebene der Bayern- oder Landesliga zu finden. Die Damenmannschaft nahm von 2011 bis 2012 an der 2. Bundesliga teil, stieg dann aber in die Regionalliga ab.

Die Herrenmannschaft desTC Augsburg spielt in derTennis-Bundesliga und die Damenmannschaft in der Regionalliga, nahm aber auch schon an derBundesliga teil. Im Jahr 2011 wurde der TCA vomBayerischen Tennis-Verband als „Bayerischer Tennisclub des Jahres“ ausgezeichnet.[142] Der gebürtige AugsburgerPhilipp Kohlschreiber begann seine Tenniskarriere bei diesem Verein.[143]

Alpinsport

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DieSektion Augsburg desDeutschen Alpenvereins ist der zweitgrößte Verein der Stadt und befindet sich auf Rang 36 dergrößten Sportvereine Deutschlands. Innerhalb des Deutschen Alpenvereins stellt sie dieelftgrößte und zugleich eine der ältestenSektionen.[144] Mit derAugsburger Hütte, derOtto-Mayr-Hütte und derOtto-Schwegler-Hütte betreibt sie dreiAlpenvereinshütten, dasAugsburger Biwak sowie zwei Sektionshütten.[145] DieSektion Alpen.Net ist die erste Internet-Sektion des DAV, sie hat ihren Sitz ebenfalls in Augsburg.[146]

Wassersport

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Mit der Errichtung desEiskanals als Wildwasserstrecke im Rahmen derOlympischen Sommerspiele 1972 wurde in Augsburg auch dasBundesleistungszentrum für Kanuslalom und Wildwasser eingerichtet, das seit 1992 zudemOlympiastützpunkt ist. Dementsprechend verfügt Augsburg über zwei erfolgreiche Vereine im Kanusport: Sowohl Sportlerinnen und Sportler desKanu Schwaben Augsburg, einer Abteilung des TSV Schwaben Augsburg, als auch desAugsburger Kajak-Vereins konnten etliche nationale und internationale Titel, darunter auch drei olympische Goldmedaillen aus den Jahren1992,1996 und2008, erringen.

DerSV Augsburg wurde 1911 als Schwimmverein gegründet, wurde aber vor allem durch seineWasserballabteilung bekannt. Der SV war 1969 Gründungsmitglied derDeutschen Wasserball-Liga und spielte von da an bis 1979 mit kurzen Unterbrechungen erstklassig. Der Augsburger Segler-Club ist einer der ältesten Segelclubs auf demAmmersee und richtet jährlich mehrere nationale und internationaleRegatten aus. Daneben kann der Verein auch mehrere international sehr erfolgreiche Segler zu seinen Mitgliedern zählen.

AmSenkelbach wurde 2024 eine künstliche Flusswelle errichtet, die – sobald die Testphase abgeschlossen ist – dasWellenreiten (Flusssurfen) mitten in Augsburg ermöglicht.[147]

Andere Sportarten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DerTurnverein Augsburg 1847 ist der zweitgrößte Sportverein der Stadt und in den verschiedenen Sportarten mit sehr großem Erfolg tätig: So wurden deutsche Meisterschaften imFaustball, in derRhythmischen Sportgymnastik, in derTurnerjugend-Gruppenmeisterschaft und imInline-Skaterhockey errungen. In letzterer Sportart war dieSkater Union Augsburg Gründungsmitglied derBundesliga im Jahr 1996 und war dort bis 2001 vertreten.[148]

Vor allem in den SportartenHand- undVolleyball hat sich dieDJK Augsburg-Hochzoll, ein 1999 erfolgter Zusammenschluss zweier bis dahin eigenständiger Vereine desDJK-Sportverbandes, ein hohes Ansehen verschafft. Ihre Mannschaften stiegen teilweise bis in die Erste Bundesliga auf. Ebenfalls Mitglied im DJK-Sportverband ist dieDJK Augsburg-Lechhausen, die vor allem durch ihre Softballabteilung, die mehrere Jahre in derBundesliga spielte, Bekanntheit genießt.

In derLeichtathletik hat dieTG Viktoria Augsburg viele teilweise international erfolgreiche Sportler hervorgebracht, gewann aber außerdem mit der Volleyball-Damenmannschaft in der Saison 1984/85 diedeutsche Meisterschaft, denDVV-Pokal und denCEV Cup, den dritthöchstenEuropapokal-Wettbewerb für Vereinsmannschaften.[149][150][151]

DerPost SV Augsburg war Gründungsmitglied derTischtennis-Bundesliga 1966 und konnte diese Klasse sechs Jahre lang halten. Erst dann musste das Team absteigen und konnte seitdem nie mehr an die alten Erfolge anknüpfen. Bekannte Spieler in der Mannschaft warenPeter Stähle,Toni Breumair undMartin Ness. DerTSV Haunstetten spielte im Tischtennis ebenfalls teilweise in der höchsten deutschen Liga und besitzt daneben vor allem eine erfolgreiche Handballabteilung: Die Damenmannschaft spielt derzeit in der2. Handball-Bundesliga.

DerFreiballonverein Augsburg betreibt seit 1901 Ballonsport in Augsburg und ist damit der weltweit älteste aktiveLuftsportverein. DerSV Reha Augsburg hat sich als einziger Verein der Stadt demBehindertensport verschrieben. DieRollstuhlbasketballabteilung des Vereins spielte zeitweise in derBundesliga und tritt derzeit in der Oberliga Süd an.[152]

DerBCA Augsburg trat von 2018 bis 2022 in derSchachbundesliga an.

Sportveranstaltungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Augsburger Eiskanal

Das größte sportliche Ereignis in Augsburg ist der alljährlich im Sommer ausgetrageneAugsburger Stadtlauf, der 2008 annähernd 5000 Profi- wie Freizeitsportler anlocken konnte. In vier Disziplinen können sich sämtliche Teilnehmer miteinander messen, wobei die vorderen Plätze mit Geldpreisen dotiert sind. Der Stadtlauf ist die größte Breitensportveranstaltung in Bayerisch-Schwaben.[153]

Der Weltcup imKanusport macht jährlich Halt in Augsburg, wo mit demEiskanal die älteste und eine der bekanntesten künstlichen Wildwasser-Anlagen der Welt existiert und ferner dasBundesleistungszentrum für Kanuslalom und Wildwasser seinen Sitz hat. Der mehrere Tage dauernde Weltcup zieht jährlich Tausende Sportbegeisterte an. 1985 und 2003 gastierten hier außerdem dieWeltmeisterschaften im Kanusport, deren Austragung vom 26. bis 31. Juli 2022 erneut in Augsburg vorgesehen ist.[154]

Seit 2019 finden in Augsburg die „Schwaben Open“, ein Turnier im Herrentennis und Teil derATP Challenger Tour, auf dem Gelände desTC Augsburg statt.

Augsburg war mit der 2009 eröffnetenimpuls arena (heute: wwk arena) ein Austragungsort für Spiele derFrauen-Fußballweltmeisterschaft 2011 und für Spiele derU-20-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2010.

Freizeit- und Sportanlagen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Rosenaustadion
WWK-Arena während der Bauphase im Juni 2009
Innenansicht desCurt-Frenzel-Stadions

Als eine der bekanntesten Sportstätten in Augsburg darf das von 1949 bis 1951 erbauteRosenaustadion bezeichnet werden, das nach seiner Eröffnung als eines der modernsten Stadien in Europa galt. Vor allem bis zur Einweihung des Münchener Olympiastadions hatte es eine immense Bedeutung für Sportveranstaltungen in Deutschland und war unter anderem Schauplatz derdeutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1953 und1963, mehrerer Vorrundenfußballspiele derOlympischen Sommerspiele 1972 sowie einigerLeichtathletik-Ländervergleiche – so erwarb unter anderemLudwig Müller seinen Ruf als „Held von Augsburg“. Heutzutage dient es einigen Frauen- und Nachwuchsmannschaften des FC Augsburg für die Austragung ihrer Heimspiele.

Die Vormachtstellung des Rosenaustadions als größte Augsburger Sportstätte ging 2009 mit der Eröffnung eines neuen Fußballstadions nach über fünfzig Jahren zu Ende. Das unter dem Projekttitel „Augsburg Arena“ geplante Stadion wird nach dem aktuellen Sponsor alsWWK-Arena bezeichnet. Der Neubau dient als reines Fußballstadion für den Bundesligisten FC Augsburg, daneben fanden hier bereits Großveranstaltungen wie Spiele derFußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 oder derU-20-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2010 statt. Derzeit fasst das Stadion mit Stehplätzen 30.660 Zuschauer, bei internationalen Spielen aufgrund der dann ausschließlich vorhandenen Sitzplätze 28.367 Zuschauer.[155]

Das am 2. November 1963 eröffneteCurt-Frenzel-Stadion wird von den Augsburger Panthern für ihre Heimspiele in derDEL, der höchsten Eishockeyliga in Deutschland, benutzt. Das Bauwerk galt bei seiner Eröffnung als ein Meisterwerk derSichtbeton-Bauweise und diente 1981 als einer der Spielorte derEishockey-Weltmeisterschaft der Junioren. In den letzten Jahren wurde das Stadion modernisiert und vollständig zur Halle geschlossen.

Die Sporthalle Augsburg, heuteErhard-Wunderlich-Sporthalle, wurde 1965 als erstes großes Hallenbauwerk in Augsburg nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnet und gilt wegen ihrer Hängedachkonstruktion ausSpannbeton als architektonische Meisterleistung, was 2003 durch eine Eintragung in die Denkmalliste gewürdigt wurde. Während sie bei den Olympischen Sommerspielen 1972 Schauplatz einigerHandball- undBasketball-Spiele war, wird sie heutzutage vor allem für Konzerte und Auftritte von Künstlern genutzt.

Als dritter Austragungsort von Wettbewerben der Olympischen Spiele von 1972 diente der eigens für diesen Zweck errichteteAugsburger Eiskanal, in dem sämtliche Kanusportdisziplinen stattfanden. Die erste künstliche Wildwasserstrecke der Welt besitzt eine Tribüne für 24.000 Zuschauer und ist nach wie vor für Weltcups im Kanuslalom in Betrieb sowie seit 2019UNESCO-Weltkulturerbe als Teil desAugsburger Wassermanagement-Systems.[156] Im Juli 2020 erfolgte der Spatenstich zur Generalsanierung der Anlage als Vorbereitung auf die Ausrichtung derKanuslalom-Weltmeisterschaften 2022.[157]

Nach der WWK Arena und dem Rosenaustadion ist dasErnst-Lehner-Stadion das dritte große Fußballstadion der Fuggerstadt, in dem der TSV Schwaben Augsburg seine Heimspiele austrägt. Es befindet sich auf dem Gelände derBezirkssportanlage Süd, einer großen Sportanlage am westlichen Rand desSiebentischwaldes mit vielen Sportplätzen und Laufwegen (unter anderem demMax-Gutmann-Laufpfad).[158]

Daneben bestehen weitere Sportanlagen wie die BezirkssportanlageHaunstetten (ein Stadion mit 400-Meter-Kampfbahn für Leichtathletik und 500-Meter-Sandbahn fürSandbahnrennen, in dem seit den 1970er Jahren internationale Rennen stattfinden), dieBezirkssportanlage Paul Renz (mit dem Nachwuchsleistungszentrum des FC Augsburg), die Karl-Mögele-Sportanlage inGöggingen und dieAnton-Bezler-Sporthalle im selben Stadtteil. Im StadtteilLechhausen existiert seit 1988 die 200-Meter-Hallen-Radrennbahn der Radsportgemeinschaft Augsburg e. V.

Augsburg bietet fünfHallen-Schwimmbäder, dasAlte Stadtbad, das Spickelbad sowie die HallenbäderHaunstetten undGöggingen. Das Plärrerbad steht derzeit nur Vereinen zur Verfügung. Sie werden ergänzt von fünfFreibädern, dem Familienbad, demBärenkeller- und demLechhauser-Bad sowie dem „Fribbe“ und demNaturfreibad Haunstetten.

Grünanlagen und Parks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
DerJapanische Garten imBotanischen Garten Augsburg

Schon vor der 1997 erlangten Auszeichnung alsGrünste und lebenswerteste Stadt Europas stand Augsburg in dem Ruf, eine außerordentlich hohe Zahl an Grünflächen, Parks und Gärten zu besitzen. Diese lockern die eng bebauten urbanen Räume vielerorts auf und bieten den Bewohnern eine Möglichkeit zur Ruhe und Entspannung.

Als bekanntester Park gilt die Anlage amKönigsplatz im Herzen der Stadt. Die baumbestandene Grünfläche mit einem Brunnen in ihrer Mitte liegt direkt neben dem gleichnamigen Haltestellendreieck, das dem Öffentlichen Nahverkehr als Hauptknotenpunkt von Straßenbahnen und Bussen dient. Der Park wurde ab 1911 im Zuge der Neugestaltung desBahnhofsviertels angelegt und besitzt heute den zweifelhaften Ruf, nachts vor allem Alkoholikern und Drogensüchtigen als Treffpunkt und Umschlagsplatz zu dienen. Mit dem Umbau des Königsplatzes 2013 wurde er deutlich kleiner, ein Teil der früheren Fläche ist nun gepflastert.

Gegen einen geringen Eintrittspreis bietet derBotanische Garten am nördlichen Ende des Siebentischwaldes dem Besucher auf einer Fläche von etwa zehn Hektar vielfältige Gartenanlagen wie denJapanischen oder denBauern- und Apothekergarten. Insgesamt sind auf dem Gelände mehr als eine Million Zwiebelpflanzen, über 1200 SortenFarne,Gräser,Stauden undWildkräuter, 280Rosen- und 450 Gehölzarten sowie in Glashäusern weitere 1200 Pflanzenarten zu betrachten.

DerWittelsbacher Park ist mit einer Fläche von 20,8Hektar die größte Grünanlage im bebauten Stadtgebiet und seit 1980 einLandschaftsschutzgebiet, das neben dem eigentlichen Park auch den nordöstlich gelegenenStadtgarten und den Abhang zumWertachtal umfasst. Den Namen desAdelsgeschlechtesWittelsbacher erhielt die Anlage erst 1906, die Vorläufer existierten aber schon erheblich früher. Bis zum Bau des Messegeländes fand auf diesen Freiflächen die jährlicheAugsburger Frühjahrsausstellung statt. Unter dem Wittelsbacher Park wurde 1944 ein kilometerlangesLuftschutzstollen-System gegraben, das noch in Teilen erhalten ist.

Obwohl derHofgarten schon von 1739 bis 1744 angelegt wurde, ist er erst seit 1965 für die Öffentlichkeit zugänglich, da er sich auf dem Grundstück derBischofsresidenz befindet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges diente der Park lange Zeit als Obstgarten. Erst während seiner Renovierung in den 1960er Jahren wurden hier verschiedene Bäume, Sträucher, Blumenbeete, Buchshecken und -pyramiden gepflanzt, die dort heute ebenso zu sehen sind wie einSeerosenteich und ein großerSpringbrunnen.

Der geschichtsträchtigeStadtpflegeranger ist der Rest des ursprünglich wesentlich größerenAngers von etwa 1820 vor demAlten Einlaß am westlichen Altstadtrand und heute eine kleine Grünanlage inmitten des BauensemblesJustizpalast, Staats- und Stadtbibliothek, St.-Anna-Grundschule undStadttheater (Staatstheater). Eine „Geschichtssäule“ aus den 1970ern informiert über zweitausend Jahre Stadtgeschichte.

Des Weiteren hat die Stadt Augsburg nach Wegfall der Festungseigenschaften einige Grünflächen im Gebiet ehemaliger Festungsanlagen geschaffen. So gibt es neben dem Jakoberwallpark, entlang der ehemaligen Stadtmauer und vorbei an der Jakoberwallbastion, den Roten Tor Park, der rund um das Rote Tor und dessen Wallanlagen angelegt wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Verkehr

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Kraftfahrzeugverkehr
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die wichtigste Fernverkehrsstraße im Stadtgebiet stellt dieBundesautobahn 8 in RichtungMünchen undStuttgart dar, an die Augsburg mit zwei direkten Anschlussstellen inKleeblattform angebunden ist (Augsburg-Ost undAugsburg-West). Drei weitere Anschlussstellen befinden sich in den VorstädtenDasing,Friedberg undNeusäß.

DieB 300 im Stadtgebiet (Schleifenstraße)

Daneben ist Augsburg an drei Bundesstraßen angebunden: DieB 2 undB 17 führen in Nord-Süd-, dieB 300 in Ost-West-Richtung durch die Stadt.

Die „Gelbe Autobahn“ B 2 erreicht Augsburg von Norden und geht im Bereich der nördlichen Stadtgrenze in die ebenfalls autobahnähnliche B 17 (Westtangente) über, die im Stadtgebiet mehrspurig ausgebaut, teilweise tiefer gelegt und ausschließlich kreuzungsfrei mit Ausfahrten versehen ist. Die B 17 verlässt Augsburg dann in Richtung Süden und ist bis zurA 96 autobahnähnlich ausgebaut. Der Ausbau des Teilstückes zwischenKlosterlechfeld und der A 96 wurde im Jahre 2009 fertiggestellt. Die B 17 bekam im Abschnitt von Stadtbergen bisOberhausen den Namen derAugsburger PartnerstadtDayton zugeteilt und heißt dementsprechendDayton-Ring. Die B 300 ist nur im direkten Stadtgebiet und den Vororten mehrspurig ausgebaut, anschließend verengt sie sich auf eine Spur pro Fahrtrichtung.

Mit derSchleifenstraße wurde in über zehn Jahren Bauzeit von 1993 bis 2004 (Planungen gehen bis in die 1930er Jahre zurück) eine Süd-Ost-Verbindung von der Blücherstraße inLechhausen bis zur B 300 (Haunstetter Straße imHochfeld) geschaffen. Die Trasse ist durchgehend vierspurig ausgebaut und führt von Lechhausen über eine vierte, neu gebaute Lechbrücke weiter durch dasTextilviertel, taucht in Höhe der Provinostraße in einem 480 Meter langen Tunnel, erscheint nach Unterfahrung der B 300 (Friedberger Straße) wieder an der Oberfläche, umfährt dasRote Tor weitläufig und mündet im Hochfeld in die B 300. Der NameSchleifenstraße kommt daher, dass durch die Straße eine schleifenförmige Umfahrung der Innenstadt mit ost- und westseitigem Anschluss an die Autobahn entstanden ist, wobei die südöstliche Innenstadt rund um das Rote Tor vom Durchgangsverkehr entlastet wurde. Wie auf der B 17 wurden die einzelnen Straßen nach den Augsburger Partnerstädten benannt und die NamenInverness-,Nagahama- oderAmagasaki-Allee.

A8KarlsruhePforzheimStuttgartUlmAugsburgMünchenRosenheimSalzburg
B2Grenze/PolenBerlinLeipzigNürnbergAugsburgMünchenGarmisch-PartenkirchenGrenze/Österreich
B17AugsburgLandsberg am LechSchongauFüssenGrenze/Österreich
B300GeisenfeldSchrobenhausenAichachAugsburgKrumbachMemmingen

DieUmweltzone, die das innere Stadtzentrum umfasst, wurde am 1. Juli 2009 aktiviert. Zum 1. Juni 2016 trat die dritte Stufe in Kraft. Es dürfen nur noch Autos mit grüner Plakette in die Umweltzone einfahren.[159]

Radverkehr
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat hat 2012 mit einem einstimmigen Beschluss entschieden, dass Augsburg „Fahrradstadt“ werden soll. Dabei wurden die Erhöhung des Radverkehrsanteils am Gesamtverkehr bis 2020 auf mindestens 25 % sowie ein Infrastrukturausbau, die Erhaltung des Bestandnetzes und Marketingmaßnahmen als Ziele definiert.[160]

Der Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen in Augsburg nach demModal Split lag 2024 bei 22 %[161], 2018 bei 17 %.[162] 2008 bei 13,4 %, 2003 bei 16,7 %. Beim „FahrradKlima-Test“ des ADFC bekam Augsburg 2024 die Schulnote 4,1.[163] In Augsburg besitzen 87,5 % aller Bürger laut der Verkehrserhebung 2008 „Mobilität in Städten“ ein Fahrrad.

Augsburg ist Sitz des Kreisverbandes Augsburg desADFC mit der Fahrrad-SelbsthilfewerkstattBikekitchen Augsburg. Im Juli 2021 schloss die Stadt mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens „Fahrradstadt jetzt“ einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zum Ausbau derRadinfrastruktur, um einen Bürgerentscheid abzuwenden.[164]

Seit 2016 findet jährlich (mit Unterbrechung) die AugsburgerRadlnacht statt.[165] Die ersten vier Ausgaben mit durchschnittlich 4.500 Teilnehmenden wurden von der Stadt Augsburg im Rahmen der „Radlwoche“ organisiert. Die fünfte Radlnacht 2024 wurde alsDemonstration durchgeführt[166], mit ca. 3.000 Teilnehmenden.[167] Die sechste Radlnacht 2025 wurde ebenfalls als Demonstration, mit 2.000 Teilnehmenden, durchgeführt.[168]

Öffentlicher Personennahverkehr

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das gesamte Stadtgebiet ist Teil desAugsburger Verkehrsverbunds (AVV), der sich über ganz Mittelschwaben erstreckt, und wird von derAugsburger und derGersthofer Verkehrsgesellschaft durch fünf Straßenbahn-, 27 Stadtbus- und sechs Nachtbuslinien sowie verschiedene Taxisammeldienste erschlossen.[169]

Straßenbahn der Augsburger Verkehrsgesellschaft

In den vergangenen Jahren wurde dasStraßenbahnnetz durch Neubaustrecken zur Universität (1996), zur nördlichen Stadtgrenze (2001), zum Universitätsklinikum (2002), nach Friedberg (2010) und Königsbrunn (2021) auf mittlerweile 49,8 Kilometer erweitert. Ferner befindet sich eine weitere Straßenbahnlinie in Planung. Von 1943 bis 1959 ergänzte außerdem derOberleitungsbus Augsburg den städtischen Schienenverkehr.

Daneben werden alle sieben Bahnhöfe der Stadt von sechs AVV-Regionalbahnen von derDeutschen Bahn, derBayerischen Regiobahn und vonArverio zu regelmäßigen Taktzeiten bedient, die in Zukunft auf einS-Bahn-ähnliches System erweitert werden sollen. Dabei sollte mit der Wiederinbetriebnahme des BahnhofesHirblingerstraße ein achter Haltepunkt eingerichtet werden, diese Planungen wurden allerdings wieder aufgegeben.

Den Regionalverkehr übernimmt eine große Zahl an Omnibusunternehmen im Auftrag desAugsburger Verkehrsverbundes (AVV), wobei viele Buslinien bis zum Augsburger Hauptbahnhof verkehren und so teilweise für den innerstädtischen Nahverkehr genutzt werden können.

Als Hauptknotenpunkt für die städtischen Straßenbahn- und Buslinien dient derKönigsplatz („Kö“). Nachdem ein 1914 östlich derKonrad-Adenauer-Allee errichteterPavillon, von der BevölkerungPilz genannt, seine Kapazitätsgrenzen erreicht hatte, wurde 1977 nach zweijähriger Bauzeit ein größeres Haltestellendreieck auf der anderen Straßenseite eröffnet. Ein weiterer Umbau sollte bis zum Jahre 2009 durch zusätzliche Bahnsteige und Straßenbahngleise die Kapazitäten erweitern. Am 25. November 2007 gab es zunächst einen Bürgerentscheid gegen den geplanten Umbau, dem mit 53,2 Prozent der Stimmen (bei einer Wahlbeteiligung von 24,2 Prozent) entsprochen wurde, so dass sich der Umbau verzögerte und erst 2011 (nach einem nun positiven Votum der Bürger) begonnen werden konnte. Im Rahmen derMobilitätsdrehscheibe Augsburg wurde der neue Königsplatz am 15. Dezember 2013 eröffnet. 2016 wurde am Königsplatz nach lauter Kritik über Raucher ein selbstfahrenderRoboter eingeführt, der Raucher mit Hilfe eines Schildes auffordert, den Kö rauchfrei zu halten und das Rauchen einzustellen.[170] Der Roboter wurde auf den NamenSwa*lly getauft, einem Kofferwort ausSWA und der fiktiven KinofigurWall-E.[171] An jedem 7. eines Monats (bis etwa zum Jahr 2022) war der Roboter anzutreffen.[172] Gesteuert wurde der Roboter verdeckt von einem swa-Mitarbeiter via App. Entwickelt und gebaut wurde Swa*lly von Mitgliedern des Open-Lab Augsburg.[170]

Im April 2016 installierten dieStadtwerke Augsburg in einem Pilotprojekt an den StraßenbahnhaltestellenHaunstetter Straße und derVon-Parseval-Straße (48.34823310.900633) sogenannteBompeln um die Verkehrssicherheit an viel frequentierten Stationen zu erhöhen.[173] Diese warnen Fußgänger, insbesondereSmombies, mit zusätzlich in der Straße eingelassenenLED-Lichtern. Wenn sich eine Straßenbahn nähert, blitzen die Lichtstreifen rot, so dass Fußgänger alarmiert werden. Zwar gab es 2010 inFrankfurt am Main bereits ein ähnliches Projekt, das aber kaum Beachtung fand. Erst das Projekt in Augsburg erfuhr weltweites Interesse. Die internationale Presse, darunter dieWashington Post undYomiuri Shimbun (größte Tageszeitung Japans), berichteten von dem Projekt.[174] Die Idee wurde, teilweise noch im selben Jahr, in anderen Städten wie beispielsweiseSydney in Australien oderSan Cugat del Vallès in Spanien ebenfalls übernommen.[174] Die Bodenampeln sind nach wie vor bei den beiden Haltestellen angebracht, jedoch werden keine zusätzlichen mehr geplant. Das Projekt kam zu dem nüchternen Ergebnis, dass die Verkehrssicherheit durch Bompeln nicht erhöht werden kann. Jürgen Fergg, Stadtwerke-Sprecher sagte diesbezüglich: „Die Menschen sind aufmerksamer, gehen aber trotzdem bei Rot.“[175]

Seit Januar 2020 gibt es in Augsburg eine kostenfreie City-Zone, die 9 von 281 Haltestellen umfasst. Strecken von bis zu drei Stationen können so im Innersten der Innenstadt kostenlos mit Bus oder Tram zurückgelegt werden.[176][177]

Das Projekt Mobilitätsdrehscheibe

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Unter dem BegriffMobilitätsdrehscheibe versteht man mehrere Einzelprojekte der Stadt Augsburg, durch die derNahverkehr in der Stadt moderner und attraktiver gestaltet werden soll. Dabei sind die Schaffung neuer Straßenbahnlinien, der Ausbau der wichtigsten VerkehrsknotenpunkteKönigsplatz und Hauptbahnhof sowie die Einrichtung eines S-Bahn-ähnlichen Systems, desRegio-Schienen-Takts Augsburg, vorgesehen.[178]

Der Baubeginn für den ersten Teil des Großprojekts erfolgte am 28. Juni 2007 mit dem Spatenstich für die neue Tramlinie 6 zwischen dem Hauptbahnhof undFriedberg-West. Dieses Projekt konnte mit Eröffnung im Dezember 2010 abgeschlossen werden. Ein weiteres Teilprojekt war der Ausbau desKönigsplatzes, es wurde 2013 abgeschlossen.

Weitere, aufeinander abgestimmte Einzelprojekte sind unter anderem:

  • Umbau des Hauptbahnhofs zu einer modernen Drehscheibe, die alle Schienenverkehre miteinander verbindet
  • Neubau der Straßenbahnlinie 5 vom Hauptbahnhof zum Klinikum
  • Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 vom Neuen Ostfriedhof bis zum Regionalbahnhof Augsburg-Hochzoll

Aufgrund der Komplexität und Auswirkungen in unterschiedlichen Interessensbereichen sind in den Projektarbeiten diverse Fachstellen, Gremien und Interessensgruppen involviert.[179]

Güterverkehrszentrum Region Augsburg

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Güterverkehrszentrum Augsburg

DasGüterverkehrszentrum Augsburg (GVZ) ist einLogistik-Zentrum im Dreieck der Städte Augsburg, Gersthofen und Neusäß. Dort werden Güter zwischen unterschiedlichen Verkehrsträgern umgeladen, für Ladungen zusammengestellt und für Transportfahrten vorbereitet. Am GVZ werden unterschiedliche Verkehrsträger (Straßenverkehr, Schienenverkehr und Luftfracht), Verkehrsunternehmen (Speditionen,Lagereien), verkehrsergänzende Dienstleistungsbetriebe (Fahrzeugservice, Beratungsdienste) sowie logistikintensive Industrie- und Handelsbetriebe zusammengeführt und vernetzt. Die räumliche Nähe fördert die Zusammenarbeit undArbeitsteilung der angesiedeltenUnternehmen. Das Augsburger Güterverkehrszentrum hat eine zentrale Lage an Bahn- und Straßenverbindungen. So ist es zur Güterdrehscheibe in der RegionSchwaben, zum Verteilungszentrum im alpenquerenden Verkehr, zum Zugangskorridor nachSüd- undOsteuropa und zumHinterlandstandort fürSeehafenverkehre geworden.[180][181]

Herzstück ist einUmschlagterminal für den kombinierten Verkehr, das dieVerkehrsträger Schiene und Straße verknüpft. Dieses Umschlagterminal wurde von derAugsburger Localbahn, derSpedition Roman Mayer und derSpedition Nuber alsTIA – Terminalinvestitionsgesellschaft mbH in Kooperation mit derBahn-Tochter DUSS geplant. Zum Jahreswechsel 2011/2012 war das etwa 20 Mio. Euro teure Terminal fertig.[181]

Schienenverkehr

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Allgemeines
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DerHauptbahnhof[182] wurde von 1843 bis 1846 erbaut und ist Deutschlands ältester Bahnhof einer Großstadt, der noch im architektonischenOriginalzustand in Betrieb ist. Unter dem ProjektnamenMobilitätsdrehscheibe Augsburg wird momentan eine komplette Modernisierung des Bahnhofs umgesetzt, die unter anderem die Errichtung einer unterirdischen Straßenbahnhaltestelle beinhaltet.[178]

Augsburg liegt auf derMagistrale für Europa. Eine europaweite geplante, durchgehende Schnellzugverbindung vonParis nachBratislava, bzw.Budapest.[183]

Die Stadt besitzt derzeit siebenBahnanlagen mit Bahnsteigen und etlichen sonstigen Bahnanlagen, unter anderem auch drei auf der Infrastruktur der Augsburger Localbahn (Augsburg Ring, Augsburg West, Augsburg AL-Messe). DerHauptbahnhof ist die bedeutendste Bahnanlage. Er bildet das eine Ende derSchnellfahrstrecke Augsburg–München, der ehemals meistbefahrenen Eisenbahnstrecke Deutschlands (mittlerweile S-BahnStammstrecke in München), und istICE-,IC-,EC- undTGV-Station an den Strecken von München nachBerlin,Dortmund,Frankfurt am Main,Hamburg,Stuttgart, sowie nachZürich,Paris (2× täglich durch den TGV umsteigefrei zu erreichen),Klagenfurt undBrüssel.

Weitere wichtigeBetriebsstellen der Stadt sindAugsburg-Hochzoll,Augsburg-Oberhausen undAugsburg Haunstetterstraße, die halbstündlichen Anschluss an umsteigefreie Eisenbahnlinien in andere süddeutsche Städte wieNürnberg,Weilheim,Ingolstadt oderUlm besitzen. Die anderen BetriebsstellenAugsburg Morellstraße,Augsburg Messe undAugsburg-Inningen erfüllen vor allem Funktionen im Nahverkehr und werden nur vonRegionalbahnen, selten vonRegional-Expressen, bedient. Personenbahnhöfe im Sinne derEBO sind nun lediglich noch Augsburg Hochzoll und Augsburg Hbf. Der Hauptbahnhof hat alsBahnhofsteil noch Augsburg-Oberhausen, Augsburg Haunstetterstraße und Augsburg Morellstraße. Die übrigen Halte werden mittlerweile alsHaltepunkt geführt. Seit Anfang 2020, mit Inbetriebnahme desElektronischen Stellwerks (ESTW) Inningen, wird die frühereHaltestelle (Definition laut EBO)[184] Augsburg-Inningen wieder als Bahnhof geführt.[185]

Erwähnenswert ist der ehemalige BahnhofAugsburg Hirblingerstraße. Die Bahnsteige und Gleiskörper der Station blieben auch nach der Außerbetriebnahme Anfang der 1990er Jahre erhalten und werden regelmäßig befahren. Diese Tatsache ist neuerdings wieder von Bedeutung, da der Haltepunkt im Zuge der Einrichtung desRegio-Schienen-Taktes Augsburg wieder in Betrieb genommen werden soll. Dafür wären vor allem Renovierungsarbeiten an den Bahnsteigen, die Errichtung einer zeitgemäßen Zugangstreppe und die Anbringung einer Beleuchtung und Beschilderung vonnöten.

Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU)
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Augsburg hat als eine von wenigen Städten fünf eigenständigeEisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU). Das größte EIU istDB InfraGo. Es folgt dieAugsburger Localbahn, die ebenfalls alsEisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) auftritt. Beim 2017 neu gegründeten Güterverkehrszentrum agiert einKonsortium alsZweckverband Güterverkehrszentrum. DieDB Regio und dieBayerische Regiobahn betreiben jeweils eigeneAbstellanlagen als EIU. Die Gleise von DB Regio befinden sich auf der Westseite der Strecke Augsburg–Buchloe zwischen den Stationen Augsburg Messe und Augsburg Morellstraße, die Anlagen von Transdev auf der Ostseite der Strecke auf selber Höhe.

Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU)
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Augsburg wird derzeit (Stand 07/2024) von folgenden Eisenbahnverkehrsunternehmen imPersonennahverkehr bedient:

Augsburg wird derzeit (Stand 12/2024) von folgenden Eisenbahnverkehrsunternehmen imPersonenfernverkehr bedient:

  • DB Fernverkehr mit dem IC, ICE und teilweise dem EC.
  • ÖBB (Österreichische Bundesbahnen) mit EC, IC undÖBB Nightjet.[188]
  • SNCF (Société nationale des chemins de fer français /deutsch: Nationale Gesellschaft der französischen Eisenbahnen), mit der man jeweils 2× täglich mit dem TGV nach Paris bzw. nach München fahren kann.
  • Westbahn, ein österreichisches privates Bahnunternehmen, mit der Linie „WESTblue“ jeweils 2× täglich nach Stuttgart bzw. Wien.[189]
Personenverkehr
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Augsburger Hauptbahnhof

Daneben verkehren sternförmig vom Hauptbahnhof aus siebenAVV-Regionalbahnlinien nachMammendorf, nachAichach/Kühbach-Radersdorf, nachDonauwörth, nachDinkelscherben, nachSchwabmünchen, nachKlosterlechfeld sowie nachSchmiechen in RichtungAmmersee. Der Regionalbahnverkehr imE-Netz Augsburg wird seit 2008 zu S-Bahn-ähnlichen Taktzeiten betrieben und soll auf Dauer zumRegio-Schienen-Takt Augsburg ausgebaut werden. Betrieben werden die Regionalzuglinien von derDB Regio AG und seit Ende 2008 auch von derBayerischen Regiobahn (BRB). Des Weiteren ist geplant, dieBahnstrecke Gessertshausen–Türkheim bisLangenneufnach zu reaktivieren und die Züge bis Augsburg durchzubinden. Betreiber wird die BRB im Auftrag derBEG durch den Vertrag „Augsburg Dieselnetz II“.[190] Der Betriebsbeginn wurde auf Dezember 2022 verschoben.

Güterverkehr
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im Eisenbahngüterverkehr war Augsburg während der Stilllegung desRangierbahnhofes durch dieDeutsche Bahn zwischen dem 1. April 2005 und dem Neubau desGüterverkehrszentrum im Städtedreieck Augsburg/Gersthofen/Neusäß, das 2017 eröffnet wurde, keinKnotenpunkt. Zwischen 2007 und 2017 entstand ebendieses Güterverkehrszentrum zur Verlagerung des Straßengüterverkehrs auf die Schiene. Als Investoren treten örtliche Partner sowie dieDeutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße mbH (DUSS) auf. Dadurch ist seit 2017 der Anteil am Eisenbahngüterverkehr wieder stetig gestiegen. Mittlerweile ist Augsburg einer derHauptknotenpunkte im süddeutschenSchienengüterverkehr. Auf der Nord-Süd-Achse bindet es dieNord- undOstseehäfen und in Richtung Süden dieNeue Eisenbahn Alpen Transversale (NEAT) RichtungSchweiz,Mailand undLigurien an. Zugang zu den westlichenHäfen in Frankreich undSpanien bietet es via Stuttgart und Paris /Toulouse. Über denBrennerbasistunnel (BBT) bindet esItalien und über dieTauernrouteSüdosteuropa und dieAdriahäfen an.[181] Für den Zugang zum Schienennetz besteht heute bereits einbimodalesUmschlagterminal für den Kombinierten Verkehr. Das Terminal mit einer Kapazität von 24.000 Ladeeinheiten pro Jahr liegt im Augsburger Stadtteil Oberhausen. Die gesamteNutzfläche der Bahnanlage liegt bei 10Hektar.[180] Bis 2026 wird dieses zu kleine Terminal durch eine größere Anlage inGersthofen für zunächst 100.000 Ladeeinheiten ersetzt.[191]

Localbahn
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Eine Besonderheit der Schwabenmetropole ist die 1898 gegründeteAugsburger Localbahn, eine quer durch die Stadt verlaufende Eisenbahn, die großen Industrieunternehmen (zum Beispiel:MAN,Weltbild Verlag,AVA Abfallverwertung,MT Aerospace,PCI,BASF,BÖWE,Premium Aerotec) einen Anschluss an das Schienennetz verschafft. Teilweise verläuft dieTrasse direkt neben Lech und Wertach. Am nördlichen Ende der Trassenführung bildet die Trasse die Grenze zurWolfzahnau – einemLandschaftsschutzgebiet zwischenLech undWertach mitten in der Stadt.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Localbahn sowohl alsEisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), als auch alsEisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) innerhalb des Stadtgebietes auftritt. 2015 hatte die Localbahn ein Transportvolumen von rund 1 Million Tonnen und ist inzwischen auch auf Eisenbahnstrecken außerhalb der Stadt aktiv.[192]

Luftverkehr

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Flugplatz Augsburg
Flugplatz Augsburg (2021)

Im Nordosten der Stadt befindet sich der Flugplatz Augsburg (IATA: AGB), der 1968 neu eröffnet wurde, da die anderen Flugplätze der Stadt anderweitig genutzt wurden. Von 1980 an diente er als Regionalflugplatz mit etlichen innerdeutschen Zielen, bis 2005 der Linienverkehr eingestellt und der Flugplatz zu einem Verkehrslandeplatz herabgestuft wurde. Der Verkehrslandeplatz besitzt nur eine 1594 Meter langeStart- und Landebahn (07/25) in südwestlich/nordöstlicher Ausrichtung.[193]

Aufgrund der über die Jahre sehr stark gestiegenen Passagierzahlen war geplant, den Flugplatz auszubauen, was jedoch am Protest der Bewohner in den umliegenden Orten scheiterte. Da somit nur Passagiermaschinen mit bis zu 100 Personen landen können, stand die zivile Mitbenutzung desNATO-Fliegerhorstes Lechfeld in der Diskussion. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an den hohen zusätzlichen Kosten, welche dieBundeswehr für die Verlagerung der Munitionsdepots in Rechnung stellen wollte.

Zwischen 2003 und 2005 warDenim Airways alsvirtuelle Fluggesellschaft auf dem Flugplatz Augsburg beheimatet.

Durch die Einstellung des Linienflugverkehrs im Jahre 2005 war die Zukunft des defizitären Flugplatzes lange Zeit ungewiss, da die Stadt Augsburg als Mitgesellschafter dieFlughafen Augsburg GmbH jährlich mit einer Million Euro bezuschussen musste, was in keiner Relation zum nunmehr erbrachten Nutzen stand.

Im April 2006 entschied man sich, denVerkehrslandeplatz in einen modernen City-Airport umzubauen, der hauptsächlich durch Geschäftsflieger angeflogen wird. Der Flugplatz Augsburg ist ein ständigerZollflugplatz und somit auch für internationale Flugzeuge geeignet.[194] Daneben entsteht ein 80.000 Quadratmeter großes Gewerbegebiet, das hauptsächlich für Betriebe, die Bezug zur Luftfahrt haben, erschlossen wird.

Auf dem Gelände gibt es eine Flugschule. Dort können sich Privat-, Berufs- und Hubschrauberpiloten sowie Segelflieger ausbilden lassen.[195]

Einmalig in Augsburg ist das ortsansässige Luftfahrtunternehmen 'Ballonfahrten Augsburg', welches für die Beförderung von Gästen inHeißluftballonen gegründet wurde. Die Firma wurde im Dezember 2013 vom Luftamt Südbayern und der Regierung von Oberbayern gemäß § 20 des Luftfahrtgesetzes genehmigt.

Wirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2016 erbrachte Augsburg, innerhalb der Stadtgrenzen, einBruttoinlandsprodukt (BIP) von 14,060 Milliarden € und belegte damit Platz 24 innerhalb derRangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 48.824 € (Bayern: 44.215 €/ Deutschland 38.180 €) und damit deutlich über dem regionalen und nationalen Durchschnitt. In der Stadt gibt es 2017 ca. 195.100 erwerbstätige Personen.[196] DieArbeitslosenquote lag im Februar 2024 bei 5,9 %.[197]

ImZukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Augsburg Platz 68 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „hohen Zukunftschancen“.[198] In der Ausgabe von 2019 lag sie auf Platz 49 von 401.[199]

Großunternehmen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptgebäude der Everllence (ehemals MAN)
Firmengebäude derPremium Aerotec

Augsburg ist ein bedeutender Industriestandort und war früher außerdem die Welthauptstadt der Textilindustrie,[200] wobei die Unternehmen dieser Sparte inzwischen fast vollständig aus dem Stadtbild verschwunden sind.

Geprägt wird die Stadt vor allem durch die großen Werke der Industrieunternehmen. So befinden sich am Rande der Altstadt der Großdieselmotoren- und TurbomaschinenherstellerEverllence, der DruckmaschinenherstellerManroland Goss Web Systems, der GetriebeproduzentRenk, dieMT Aerospace als Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, der zum chinesischen Beleuchtungsunternehmen MLS gehörende[201] LeuchtmittelherstellerLedvance (ehemalsOsram), der seine Produktion in Augsburg jedoch Ende 2018 einstellte und bis Ende 2019 auch die Logistikbereiche aufgab[202] und eine Papierfabrik vonUPM-Kymmene (ehemalsHaindl). DieWalter Bau AG, einst Deutschlands drittgrößter Baumanagement- und Bautechnologiekonzern, hatte im Textilviertel ihren Hauptsitz, ehe sie 2005 Insolvenz anmelden musste.

Den zweiten großen Industriestandort bildet der Augsburger Süden, wo sich in Haunstetten diePremium Aerotec, ein Tochterunternehmen vonAirbus (ehemalsMesserschmitt AG) niedergelassen hat. Im Hochfeld befindet sichSiemens mit einem eigenen Technopark sowie dieBMK Group, Hersteller von elektronischen Baugruppen und Geräten.DieFujitsu Technology Solutions GmbH, ein Unternehmen für Computerentwicklung und -fertigung, hatte ihren Sitz bis zum Jahr 2020 unweit derWWK-Arena. Der Standort wurde jedoch aufgrund einer Verlagerung nach Asien aufgegeben.[203] Rund 400 Mitarbeiter in den Bereichen IT-Dienstleistungen konnten allerdings weiterbeschäftigt werden und ihre Tätigkeit für Fujitsu in Augsburg fortsetzen. Hierfür wurden im Frühjahr 2022 neue Büroräume im Universitätsviertel bezogen.[204] Des Weiteren befinden sich im Universitätsviertel diePCI Augsburg GmbH, Hersteller von Dispersions- und Pulverprodukten für die Bauchemie, sowieBöwe Systec, das Kuvertiersysteme und Komplettlösungen für Mailrooms entwickelt. In Göggingen ist das UnternehmenWeltbild, bis 2014 der größte katholische Verlag und Versandhandel der Welt, angesiedelt.

In Lechhausen im Osten Augsburgs sind der Industrieroboter- und Schweißanlagen-HerstellerKuka und dieNCR, die SB-Geräte für den Finanzbereich, Kassen- und Datenbanksysteme herstellt, zu finden.

Daneben bestehen als weitere GroßunternehmenForvia (ehemalsZeuna Stärker), das als Kfz-Zulieferer Abgassysteme für PKW, Motorräder und Nutzfahrzeuge herstellt,Kontron, das eingebettete Rechnertechnologie herstellt, undWashTec (ehemals Kleindienst), das Autowaschanlagen produziert.

Traditionsunternehmen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
City-Galerie (größtes Einkaufszentrum inSchwaben)

Entsprechend dem hohen Alter und der einstmals herausragenden Bedeutung der Stadt finden sich in Augsburg zahlreiche Betriebe mit teilweise jahrhundertelanger Tradition.

So gibt es mit derAugusta-Brauerei (seit 1488), derBrauerei zur Goldenen Gans (seit 1346),Hasen-Bräu (seit 1463),Thorbräu (seit 1582) und demBrauhaus Riegele (seit 1884) allein fünf alteingesessene Brauereien, die zum Großteil noch heute für den lokalen Markt produzieren. Aus dem Hause Riegele stammt außerdem das bekannte Cola-MischgetränkSpezi.

Die vor allem durch die Fugger und Welser entstandene Bedeutung im Finanzwesen spiegelt sich auch in den heute noch tätigenKreditinstituten der Stadt wider: DieFürst Fugger Privatbank entstand aus dem Handelshaus Fugger, das 1468 erstmals als „Bank“ bezeichnet wurde. DieStadtsparkasse wurde 1822, dieKreissparkasse 1855 gegründet. 1914 gründete Anton Hafner dasBankhaus Hafner in der Maximilianstraße und mit derAugsburger Aktienbank entstand erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine weitere bedeutende Bank.

Im Buch- und Verlagswesen bestehen mit derSchlosser’schen J. A. Buch- und Kunsthandlung (seit 1719),Rieger & Kranzfelder (seit 1731) undAnton Böhm & Sohn (seit 1803) ebenfalls traditionsreiche Unternehmen.

Weitere Traditionsfirmen sind unter anderemDierig (seit 1805), die ParfümerieNaegele (seit 1835),J. N. Eberle & Cie. GmbH (seit 1836), die EisenhandlungSiller und Laar (seit 1836), das MöbeltransportunternehmenH. Weissenhorn & Cie. (seit 1839), dieAugsburger Turngerätefabrik Wallenreiter (seit 1858 – jetztWallenreiter Sportgeräte), dieHutfabrik Lembert (seit 1861), der GetriebeherstellerRenk AG (seit 1873),Pfister Waagen (seit 1894), das Möbelspeditions- und ReiseunternehmenDomberger (seit 1897), dieBallonfabrik August Riedinger (seit 1897 – jetztAugsburger Ballonfabrik) und dieHosokawa Alpine AG (seit 1898). Eines der ältesten Traditionsunternehmen, der StadtfischerSchöppler (seit 1650), beendete 2014 seine Geschäftstätigkeit.[205]

Weitere bedeutende Unternehmen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Außer den Groß- und Traditionsunternehmen sind folgende Unternehmen von hoher Bedeutung:

  • Amann Nähgarne, eines der wenigen noch vorhandenen Textilunternehmen, das Industrie-Garne produziert und nach der Übernahme der früherenAckermann-Göggingen AG am Standort verblieben ist
  • VR Bank Augsburg-Ostallgäu eG, eine der hundert bilanzstärksten Genossenschaftsbanken Deutschlands mit starker Präsenz im regionalen Markt
  • Betapharm, ein bedeutsamerGenerika-Hersteller
  • dieUnternehmensgruppe Freudenberg, welche in ihrem Augsburger BetriebVileda-Haushaltsprodukte herstellt
  • dieHosokawa Alpine AG, ein im Maschinen- und Anlagenbau tätiges Unternehmen
  • diePatrizia AG, ein Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Wohnungsverwaltung und damit in Zusammenhang stehender Tätigkeiten
  • Grandel, ein bedeutender Kosmetikhersteller, dessen Gründungsstandort und Hauptsitz in Augsburg ist.
  • PCI Augsburg GmbH, ein führender Hersteller von Baustoffen und Systemlösungen, der seit 2007 zurBASF-Gruppe gehört.
  • Infineon, ein Halbleiterhersteller, der in Augsburg ein Entwicklungszentrum betreibt.[206]
  • Synlab Holding Deutschland GmbH - Die Deutschlandzentrale und Gründungsort des Labor-Dienstleisters, dessen Dachgesellschaft, die SYNLAB AG mit Sitz in München an der Frankfurter Börse gelistet ist.

Tourismus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Augsburger Hotelturm mitKongress am Park im Vordergrund

Augsburg ist vor allem durch dieFuggerei, dasRathaus und diePuppenkiste ein attraktives Ziel für Touristen aus dem In- und Ausland. Weitere Sehenswürdigkeiten sind dieAugsburger Stadtmauer, dasSchaetzlerpalais und derAugsburger Dom. Insgesamt 12.500 Menschen waren im Jahr 2010 in diesem Sektor in der Stadt beschäftigt und erwirtschafteten dabei einen Umsatz von 820 Millionen Euro – das entspricht etwa fünf Prozent des Volkseinkommens der Stadt.[207]

Im Jahr 2010 wurden 610.000 Übernachtungen registriert, was einen Zuwachs von fast 20 Prozent zum Vorjahr bedeutet – damit wies Augsburg in diesem Jahr den größten Zugewinn aller Großstädte in Deutschland auf. Durchschnittlich verblieb ein Gast für 1,9 Tage in der Region und hatte dabei im Stadtgebiet 3800 Hotelbetten zur Verfügung – 400 Betten mehr als noch im Jahr 2009. Etwa 400.000 Übernachtungen fallen auf Deutsche, unter den Ausländern sind Italiener am stärksten vertreten. Den größten Zuwachs verzeichneten von 1998 bis 2010 dieNiederländer mit 154 Prozent und dieÖsterreicher mit 81 Prozent.[207]

Auch in der umliegenden Region waren im Jahr 2010 Zuwächse zu verzeichnen: DerLandkreis Augsburg wies 392.000 Übernachtungen (ein Zuwachs von 3,6 Prozent), derLandkreis Aichach-Friedberg 171.000 Übernachtungen (ein Zuwachs von 5,9 Prozent) auf.[207]

Verschiedene Fernrouten berühren Augsburg. So dieRomantische Straße, dieVia Claudia und derBayerisch-Schwäbische Jakobusweg.

Messen und Kongresse

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Eingangsbereich derMesse Augsburg

Obwohl Augsburg eine lange Tradition als Messestadt besitzt, wurde das heutige Gelände derMesse Augsburg erst 1988 eröffnet. Bis dahin fanden derartige Veranstaltungen in Zelthallen auf Flächen desWittelsbacher Parks statt.

Die Messe ist heute nachMünchen undNürnberg die drittgrößte in Bayern. Das Messegelände umfasst zwölf Hallen mit insgesamt 48.000 m² Ausstellungsfläche, 10.000 m² Freifläche und ein Kongress- und Tagungszentrum mit 3500 m². DieSchwabenhalle bietet bis zu 8.200 Besuchern Platz und dient regelmäßig als Veranstaltungsort für große Konzerte und Auftritte.[208]

Die wichtigsten Augsburger Messen sind dieAugsburger Frühjahrsausstellung(afa), dieAmericana (internationale Ausstellung für Reitsport und Westernkultur), dieinterlift (internationale Fachmesse für Aufzugtechnik), dieIntersana (internationale Gesundheitsmesse), dieJagen und Fischen (Internationale Ausstellung für Jäger, Fischer und Naturliebhaber), dieRENEXPO (internationale Fachmesse für Regenerative Energien und Regeneratives Bauen und Sanieren) und die GLORIA Kirchen-Messe. Zu den wichtigen Kongressen zählt zum Beispiel die KonferenzMobile Commerce Technologien und Anwendungen (MCTA).

Die höchsten Gebäude Augsburgs
Hotelturm (mit Antenne)115 m (167 m)
Basilika St. Ulrich und Afra93 m
Gaskessel (Gaswerk Augsburg)84 m
Herz-Jesu-Kirche79 m
Schwabencenter (Wohnhochhaus)76 m
Don-Bosco-Kirche70 m
Perlachturm70 m

DieKongresshalle Augsburgs befindet sich im StadtteilAntonsviertel unterhalb desHotelturms und dient für Konzerte, Kultur- und Kongressveranstaltungen sowie für Verkaufsausstellungen jeglicher Art. Das 1972 eröffnete Gebäude inSichtbeton-Bauweise bildet zusammen mit dem Hotelturm dasKongresszentrum Augsburg und bietet vier Säle und drei Foyers. Der Kongresssaal als größter Raum kann bis zu 1400 Besucher aufnehmen. Bei Veranstaltungen mit etwas größeren Besucherzahlen wird dieErhard-Wunderlich-Sporthalle, unweit des Kongresszentrums am Rand des Wittelsbacher Parks gelegen, genutzt. Sie kann bei vollständiger Bestuhlung bis zu 4000 Gäste aufnehmen, weshalb hier vor allem Konzerte und Auftritte von bekannten Künstlern stattfinden.

Medien

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Zeitungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die einzige örtlicheTageszeitung ist dieAugsburger Allgemeine, welche bei derPresse Druck- und Verlags-GmbH erscheint. Zusammen mit ihrenHeimatausgaben (die denselbenZeitungsmantel besitzen und sich lediglich beim eigenen Lokalteil unterscheiden) erreicht sie täglich eine Auflage von rund 217.892 Exemplaren (IVW 2015) und ist damit die drittstärkste Regionalzeitung Deutschlands.[209] Hauptsächlich gelesen wird sie im Stadtgebiet Augsburg sowie in Teilen vonbayerisch Schwaben undOberbayerns. Entscheidend geprägt wurde die Zeitung von den verstorbenen HerausgebernCurt Frenzel undGünter Holland sowie als Verlegerin dessen FrauEllinor Holland, geborene Frenzel.

Tagesaktuell bietet seit 2008 auchDie Augsburger Zeitung (DAZ) online Lokalnachrichten, in erster Linie aus den Bereichen Politik und Kultur.[210] Ebenso kann dieNeue Augsburger Rundschau gratis im Internet gelesen werden. Sie berichtet über das Geschehen in Augsburg. Von Kultur, Umwelt, Historie, Veranstaltungen bis Kriminalität.

Außerdem erscheint jeden Sonntag dieAugsburger Sonntagspresse, die sich sowohl lokalen als auch deutschlandweiten Neuigkeiten widmet und an vielen Bus- und Straßenbahnhaltestellen, Bahnhöfen und Tankstellen der Stadt erhältlich ist. Wegen der vor allem auf Bilder und nur kurze Texte reduzierten Themen darf sie zu denBoulevardmedien gezählt werden. Sie wurde umgestellt auf den Erscheinungstag Mittwoch.

Meistgelesene kostenlose Wochenzeitung mit redaktioneller lokaler Berichterstattung ist die 1978 gegründeteStadtZeitung, die den Ballungsraum Augsburg (das Stadtgebiet mit den umliegenden Landkreisen Augsburg, Landkreis Dillingen und den Landkreis Aichach-Friedberg) in fünfzehn Lokalausgaben aufgeteilt hat (davon allein fünf im Stadtgebiet) und von der Mediengruppe Mayer & Söhne herausgegeben wird.[211] Sie wurde eingestellt.

Zum selben Verleger gehört auch das StadtmagazinAugsburg Journal, das sich hauptsächlich den typischen Themen desBoulevardjournalismus widmet und einmal im Monat erscheint. Im Gegensatz zur StadtZeitung ist es allerdings kostenpflichtig.

Vor allem für junge Leute erscheint monatlich dieNeue Szene Augsburg, die ihren Schwerpunkt vor allem inLifestyle,Musik,Nachtleben und Veranstaltungshinweisen besitzt und mit jeder Ausgabe etwa 25.500 Leser im eigentlichen Stadtgebiet sowie den umliegenden Landkreisen erreicht. Damit ist sie eines der größten bayerischenStadtmagazine.[212]

Monatlich erscheint die kostenlose Kulturzeitunga3kultur. Das Feuilleton für Augsburg Stadt/Land und das Wittelsbacher Land bietet Nachrichten, Termine und Positionen. Dabei wird die komplette kulturelle Bandbreite der Region abgedeckt. a3kultur ist der Nachfolger des Magazinsa-guide, das bis 2011 mit einer jährlichen Auflage von 120.000 Exemplaren (auf sechs Ausgaben verteilt) eines der größten Magazine in Augsburg darstellte.[213]

Seit 2014 existiert das kostenfreie Online-NachrichtenportalPresse Augsburg mit Nachrichten für die Region Augsburg, Bayerisch-Schwaben und überregionalen Meldungen.[214]

Seit 1977 gibt es das monatlich erscheinende farbige MonatsmagazinAugsburger Süd-Anzeiger, das sich vor allem lokalen Themen der 1972 eingemeindeten Stadtteile Göggingen, Bergheim, Inningen und Haunstetten widmet.

Weitere Publikationen erscheinen an den Hochschulen: An der Universität erscheinen das von der Universitätsleitung herausgegebeneUniPress, das von der Studentenschaft verantworteteUniversum und das ehemals von der Katholischen Hochschulgemeinde,[215] jetzt von einem eigenen Verein herausgegebenepresstige.[216]

Hörfunk

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Es gibt zwei Augsburger Lokalsender:

  • Hitradio RT1, der zur Mediengruppe Presse & Druck gehört, die auch die Augsburger Allgemeine herausgibt. RT1 ist offizieller Rundfunkpartner derAugsburger Panther und desFC Augsburg.
  • Radio Fantasy, der sich vor allem auf Musik undComedy spezialisiert hat und tendenziell die etwas jüngere Zielgruppe anspricht.

Sowohl Hitradio RT1 als auch Radio Fantasy können mittels UKW (Hitradio RT1 über 96,7 MHz und Radio Fantasy über 93,4 MHz), DAB+, Internetradio als auch Smartphone-Apps empfangen werden.

Daneben betreiben jeden Montag von 22 bis 1 Uhr (am folgenden Dienstag) Studenten der Universität ehrenamtlich ein eigenes Programm für ihre Kommilitonen, denKanal C.

Beide Lokalsender sind über eigene terrestrische Frequenzen sowie weitere Kabelfrequenzen zu empfangen und machen zusammen einen großen Anteil an den Hörerzahlen im Stadtgebiet aus.

Der Sankt-Ulrich-Verlag, der Verlag der Diözese Augsburg bietet mitRadio Augsburg ein weiteres Radioprogramm an. Es wird nur über DAB+, Kabelradio und eine Smartphone-App übertragen.

Die aufRockmusik spezialisierteRock Antenne ist auf der Frequenz des ehemaligenRadio Kö (87,9 MHz) zu hören. Rock Antenne ist ein Tochterunternehmen vonAntenne Bayern.

Seit Ende 2008 richtet sich in Augsburg außerdem der SenderegoFM, der nur in den größten bayerischen Städten zu empfangen ist, an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14–30 Jahren.

Hauptsächlich Lieder aus der Musikrichtung desJazz spielt der SenderSmart Radio auf DAB+, dessen Programm von keinemRadiomoderator begleitet wird, sondern sich rein auf die Musik beschränkt. Mit Frozen-Radio und Radio Cisaria International (RCI) bestehen daneben drei weitere lokale Radiosender.

Bis vor einigen Jahren sendete dasAmerican Forces Network (AFN) in Augsburg unter anderem auf der Mittelwellenfrequenz 1485 kHz. Mit dem Abzug der letzten amerikanischen Truppen aus der Stadt 1998 wurde auch der Radiosender aufgegeben, die hierfür eingesetzte Anlage wurde vollständig abgebaut.

Der Augsburger Unternehmer Ulrich R. J. Kubak erwarb die Mehrheitsanteile anKlassik Radio und brachte es 2004 an die Börse. Klassik Radio ist ein privatesHörfunkprogramm fürklassische Musik. DieKlassik Radio GmbH & Co. KG ist ein Tochterunternehmen derKlassik Radio AG mit Sitz imAugsburger Hotelturm. Das Sendezentrum befindet sich momentan inHamburg. Im September 2018 wurde jedoch bekannt, dass Klassik Radio auch sein komplettes Sendezentrum Anfang 2020 nach Augsburg verlegen möchte.[217]

Einige Musikprogramme werden aber auch über laut.fm und andere Portale übertragen, die man ausschließlich über das Internet hören kann.[218]

Fernsehen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Als einziger lokaler Fernsehsender sendetaugsburg.tv (kurz: a.tv) für die Stadt Augsburg sowie für die Landkreise Aichach-Friedberg, Donau-Ries, Dillingen und Günzburg (vom 16. März 1994 bis 31. Dezember 2006 alsTV Augsburg, danach kurzzeitig alsaugsburg.tv) täglich ein 24-Stunden-Programm mit vor allem lokalen und regionalen Themen, die für die Bewohner des Ballungsraumes Augsburg von Bedeutung sind.

a.tv ist über den SatellitenAstra 1M (19,2°Ost, Transponder 21, 11523 MHz horizontal) in ganz Europa sowie Teilen Nordafrikas und des Mittleren Ostens unverschlüsselt und rund um die Uhr zu empfangen.[219]Weitere Verbreitungswege sind digitales und analoges Kabelfernsehen auf dem eigenen Kanal S18, außerdem im Regionalfenster vonRTL (werktags Montag bis Freitag von 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr), sowie über IPTV im T-Entertain-Paket der Telekom und als durchgängiger Livestream im Internet.[220]

Auf seiner Homepage bietet der Sender außerdem eine Mediathek an, die derzeit (Stand: Februar 2015) bis zu 150000 Mal im Monat abgefragt wird und alle Sendungen der vergangenen Jahre vorhält.[221]

Daneben diente Augsburg als Spielplatz und Drehort für dieZDF-SerieSamt und Seide, die von einer in der Textilindustrie tätigen Familie handelte und typische Elemente derSeifenoper besaß. Am 10. Februar 2005 wurde die vorerst letzte Sendung ausgestrahlt. Auch der FilmHarte Jungs mitAxel Stein spielt in Augsburg und wurde auch dort gedreht.

Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
IHK an der Stettenstraße

Augsburg ist einerseits wegen seiner historischen Bedeutung, andererseits wegen seiner politischen Stellung in Bayerisch-Schwaben Sitz etlicher Behörden, Verbände und andererKörperschaften des öffentlichen Rechts. Eine besondere Situation ergibt sich außerdem dadurch, dass mit der Stadt und dem Landkreis zwei Kreise ihre Ämter in Augsburg besitzen.

Im Augsburger Süden ist mit demBayerischen Landesamt für Umwelt eine Landesbehörde angesiedelt, die unter anderem auch denHochwassernachrichtendienst Bayern betreibt und sich ihre Aufgaben mit einem kleineren Sitz im nordbayerischenHof teilt. Dem Landesamt angegliedert ist dasJosef-Vogl-Technikum im Stadtteil Lechhausen. Darüber hinaus ist in Augsburg eine Dienststelle desLandesamtes für Finanzen angesiedelt.

DieRegierung von Schwaben als allgemeine Aufsicht über die staatlichen Behörden im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben sowie derBezirk Schwaben als dritte kommunale Ebene des Freistaats Bayern hat hier ebenso wie die Finanzämter Augsburg-Stadt und -Land, das Verwaltungszentrum der Stadt Augsburg und das Landratsamt Augsburg ihren Sitz.

Im Banken- und Versicherungswesen haben sich dieDeutsche Bundesbank und dieDeutsche Rentenversicherung Schwaben mit ihren Auskunfts- und Beratungsstellen niedergelassen. Ferner besteht ein Standort derSozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Die Stadt Augsburg verfügt mit demStädtischen Leihamt über das älteste kommunaleLeihamt in Deutschland. Seit 1603 hilft diese Einrichtung in Geldnöten steckenden Bürgern vorübergehend gegenVerpfändung wertvoller Habe mit Bargeld aus. Am 31. Dezember 2018 schließt das Amt nach 415 Jahren, es ist das Vorletzte in kommunaler Hand in Deutschland.

Ebenfalls als Vertreter für den Bezirk Schwaben haben hier dieHandwerkskammer (HWK) und dieIndustrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) sowie das für die Stadt Augsburg, dieLandkreise Augsburg,Aichach-Friedberg,Dillingen undDonau-Ries zuständigePolizeipräsidium Schwaben Nord ihren Sitz. Ferner befinden sich in Augsburg das zuständigeFinanz- und Hauptzollamt, eineJustizvollzugsanstalt und der Stadtjugendring.

Verschiedene Verbände und Vereinigungen wie zum Beispiel dasBayerische Rote Kreuz, derBayerische Fußballverband oder die Dienstleistungsgewerkschaftver.di haben ihre Zentrale für ganz Schwaben, teilweise gar für Süddeutschland, in Augsburg.

Trinkwasserversorgung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers wird von denStadtwerken Augsburg übernommen. Das Trinkwasser für Augsburg wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Dazu stehen acht Wasserwerke zur Verfügung (in Klammern das Jahr der Inbetriebnahme): das neueWasserwerk am Hochablass (2007), das Wasserwerk am Lochbach (1912), Lochbach II, Meringerau Nord (1948), Meringerau Süd I (2003) und II (2007), Leitershofen (1972) und Siebenbrunn (2000). Insgesamt gibt es 60 Brunnen, zumeist Filter- und Schachtbrunnen, die eine Tiefe von ca. 10 m haben.Tiefenwasser wird bislang kaum genutzt, um künftig eine Notreserve zu erhalten.[222] Seit dem 1. Juli 2021 ist die Trinkwasserversorgung durch die Nutzung von Wasserkraft klimaneutral.[223]

Das Trinkwasser stammt aus dem Grundwasserstrom in den westlichen Lechauen südlich von der Stadt. BedeutendeTrinkwasserschutzgebiete liegen imAugsburger Stadtwald und im NaturschutzgebietLechauwald bei Unterbergen. Mit einerGesamthärte von 2,41–2,48 mmol/l (13,5–13,9 °dH) ist das Wasser dem Härtebereich „mittel“ zuzuordnen.[224]

Nach der Aufbereitung gelangt das Trinkwasser in das 1.000 km lange Leitungsnetz. Hier sind vierWasserspeicher mit einem Gesamtvolumen von 48.300 m³ eingebaut, die Verbrauchsspitzen abdecken und auch der Druckerhaltung im Netz dienen. Aufgrund der verschiedenen Höhenlagen im Versorgungsgebiet wurden vier Druckzonen im Bereich von 2 bis 7 bar eingerichtet.[225]

Der Brutto-Verbrauchspreis liegt 2021 je nach Verbrauch bei 1,86 bis 2,42 Euro je Kubikmeter.[226]

Abwasserentsorgung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Ableitung und Reinigung des anfallenden Abwassers fällt in den Zuständigkeitsbereich der Stadt Augsburg. Das Kanalnetz hat eine Länge von 640 Kilometern (627 KilometerFreispiegelleitungen). 70 % davon sindSteinzeugrohre, 21 %Beton und 5 %Klinker. Der Anschlussgrad an die Kanalisation liegt bei 99,7 %. Aufgrund der günstigen Topographie sind nur neun Pumpwerke im Kanalnetz nötig.[227][228]

Die Abwasserreinigung geschieht im HauptklärwerkWelt-Icon48.410810.8863. Es wurde 1957 erbaut, ist auf 800.000Einwohnerwerte ausgelegt und momentan etwa zu 81 % ausgelastet. 1976 und 1994 wurden zusätzlichebiologische Reinigungsstufen in Betrieb genommen. Jährlich werden 50 Mio. m³ Abwasser behandelt, bei Trockenwetter 120.000 m³ täglich. Das gereinigte Abwasser wird in den Lech geleitet. Der Schlamm wird in drei Faultürmen verfault, anschließend entwässert und mit LKW zu verschiedenen Verbrennungsanlagen im Bundesgebiet gefahren.[228][229]

Wie auch bei der Trinkwasserversorgung ist das Klärwerk Augsburg inzwischenenergieautark. 2019 standen einem Stromverbrauch von 13 Mio. kWh eine Energieerzeugung von 18 Mio. kWh gegenüber. Die Energieerzeugung geschieht zum einen in dreiBlockheizkraftwerken, die das anfallendeKlärgas verstromen und auch Wärme zur Beheizung erzeugen, zum anderen durchPhotovoltaik und durch Turbinen im Ablauf des Klärwerks.[229][230]

Gesundheitswesen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Das Universitätsklinikum

Augsburg besitzt nach umfangreichen Umstrukturierungen seit 2006 zwei Krankenhäuser derMaximalversorgung (III. Versorgungsstufe) sowie etliche kleinere, teilweise spezialisierte Kliniken. Daneben bestehen zwei Notfallpraxen derKassenärztlichen Vereinigung Bayerns sowie einBezirkskrankenhaus für die psychiatrische Versorgung.

Das größte Krankenhaus und die zentrale Notaufnahme für den Ballungsraum stellt dasUniversitätsklinikum Augsburg dar, das seit 1982 in kommunaler Hand zunächst als Zentralklinikum und ab der oben genannten Neustrukturierung als Klinikum firmierte. Zum 1. Januar 2019 wurde es nach jahrelanger vorhergehender Planung zumUniversitätsklinikum erhoben und in die Trägerschaft des Freistaats Bayern überführt. Parallel wurde es der schon im Vorfeld neugegründeten medizinischen Fakultät der Augsburger Universität angegliedert. Das Universitätsklinikum liegt im Stadtteil Kriegshaber im Westen der Stadt und ist über die Bundesstraßen 17 und 300 schnell zu erreichen.

Die Kinderklinik

Direkt nebenan befindet sich dieKinderklinik Augsburg, die schon imKrankenhauszweckverband Augsburg eng mit dem Klinikum verzahnt war und inzwischen Teil des Universitätsklinikums ist. Schon zuvor war es durch eine enge Zusammenarbeit zum Beispiel möglich, dass nahezu alle pädiatrischen Notfälle nach der Erstbehandlung in das zur Betreuung besser geeignete Kinderkrankenhaus verlegt wurden.

Beim zweiten Krankenhaus der Maximalversorgung handelt es sich um das zuvor „Krankenhaus Haunstetten“ genannteKlinikum Augsburg Süd, das inzwischen ebenfalls Teil des Universitätsklinikums geworden ist. Durch umfangreiche Umstrukturierungen und die Verlegung ganzer Abteilungen aus dem bisherigen Zentralklinikum nach Haunstetten erfüllt es mittlerweile alle imKrankenhausbedarfsplan gestellten Anforderungen der IV. Versorgungsstufe. Klinische Spezialgebiete bilden neben den schon vorhandenen Schwerpunkten derChirurgie undInneren Medizin dieDermatologische und dieHNO-Klinik.[231]

DasBezirkskrankenhaus Augsburg wird vom Bezirk Schwaben getragen und stellt als Klinik fürPsychiatrie,Psychotherapie undPsychosomatik die psychiatrische Versorgung aller im Stadtgebiet und im Landkreis Augsburg lebenden Bürger sicher. Es befindet sich im Stadtteil Kriegshaber unweit des Universitätsklinikums und übernimmt die psychiatrische Ausbildung der Medizinstudierenden der Universität Augsburg.[232]

Daneben bestehen mit demDiakonissenkrankenhaus, derHessing-Klinik, demJosefinum und demVincentinum vier weitere Krankenhäuser, die sich allesamt auf Teilgebiete der medizinischen Versorgung (zum BeispielGynäkologie oderOrthopädie) spezialisiert haben und teilweise mitBelegärzten arbeiten. Eine weitere Notversorgung erfolgt durch die Notfallpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, die sich direkt am Vincentinum und am Universitätsklinikum Augsburg befinden.

Friedhöfe

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Die Aussegnungshalle des Westfriedhofes

Augsburg besitzt insgesamt vierzehn Friedhöfe, von denen neun von der Stadt unterhalten werden: Der Nordfriedhof, derAlte und der Neue Ostfriedhof, derAlte und der Neue Haunstetter Friedhof, derWestfriedhof, derGögginger Friedhof, der Inninger Friedhof und der Bergheimer Friedhof.

Daneben gibt es drei christliche Friedhöfe: Den Katholischen Friedhof Kriegshaber, denKatholischen Friedhof an der Hermanstraße und denProtestantischen Friedhof. Es gibt zwei jüdische Friedhöfe: DenJüdischen Friedhof in Kriegshaber und denJüdischen Friedhof im StadtteilHochfeld.

Bildung und Forschung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Hochschulen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Trotz des Alters und der historischen Bedeutung der Stadt gibt es in Augsburg erst seit 1970 eine Universität. Daneben sorgen auch die Fachhochschule, das Leopold-Mozart-Zentrum und die FOM Hochschule für Ökonomie und Management für eine breitgefächerte Auswahl an Studiengängen. Derzeit sind über 25.000 Studierende an den drei Hochschulen und dem Musikzentrum immatrikuliert.

Universität Augsburg

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Universität Augsburg (Campus)

DieUniversität Augsburg wurde 1970 gegründet. Über die 1971 aufgelöste und als Katholisch-Theologische Fakultät der Universität angegliedertePhilosophisch-Theologische Hochschule Dillingen besteht eine gewisse Verbindung zu der 1549 bzw. 1551 gegründeten und 1802 aufgehobenen Universität Dillingen. Außerdem wurde die 1958 aus dem Institut für Lehrerbildung hervorgegangene Pädagogische Hochschule Augsburg 1972 als Erziehungswissenschaftlicher Fachbereich in die Universität integriert. 2008 nahm sie einige Bereiche der aufgelösten Musikhochschule Nürnberg-Augsburg alsLeopold-Mozart-Zentrum (LMZ) auf. 2016 wurde eine medizinische Fakultät eingerichtet, 2019 wurde dann auch das bis dahin kommunale Klinikum Augsburg in ein Universitätsklinikum überführt.[233] Die Universität Augsburg ist die einzige Universität im Regierungsbezirk Bayerisch-Schwaben.

Zur Zeit gliedert sich die Universität in eine Philologisch-Historische, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche, Wirtschaftswissenschaftliche, Juristische, Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technische, Katholisch-Theologische und Medizinische Fakultät sowie die 2003 errichtete Fakultät für Angewandte Informatik.[233] Die Universität Augsburg mit ihren etwa 19.100 Studierenden[234] war zunächst keine traditionelle Volluniversität, sondern konzentrierte sich hauptsächlich auf die Kultur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, hat aber ihr Fächerspektrum seit der Gründung immer wieder erweitert.[233]

Seit 1974 wurde im Süden der Stadt auf dem Gelände des alten Flugplatzes ein weitläufiger Campus errichtet, der bis heute zu einem eigenen Stadtteil (dem Universitätsviertel) gewachsen ist. Mittlerweile befinden sich nur noch kleinere Teile der Universität gemeinsam mit dem Betriebswirtschaftlichen Fachbereich der Hochschule Augsburg im Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule in Lechhausen sowie am Standort „Alte Universität“.

Technische Hochschule Augsburg

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hochschule Augsburg, Campus am Roten Tor, K-Bau (Sitz der Hochschulleitung)
Hochschule Augsburg, Campus am Brunnenlech, A-Bau

DieTechnische Hochschule Augsburg (THA) wurde zwar erst 1971 gegründet, kann aber auf eine weitreichende Geschichte ihrer Vorgängereinrichtungen zurückblicken. So bestand bereits um 1660 eine private Kunstakademie, die sich zuerst zu einer protestantischen und dann 1710 zu einer öffentlichenReichsstädtischen Kunstakademie entwickelte, aus der schließlich über mehrere Stufen dieWerkkunstschule Augsburg entstand. Der technische Zweig entstammt dem im 19. Jahrhundert entstandenenRudolf-Diesel-Polytechnikum. Im Jahre 1971 schließlich wurde durch ihre Zusammenlegung die Fachhochschule Augsburg gegründet. Sie ist somit eine der ältesten Fachhochschulen in Deutschland, 2008 erfolgte die Umbenennung in Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg, kurz Hochschule Augsburg.

Die Hochschule hat zwei Standorte, den Campus am Brunnenlech und den Campus am Roten Tor, die nur etwa 500 m auseinander liegen.

Angeboten werden zahlreiche Studiengänge der Bereiche Technik, Gestaltung und Wirtschaftswissenschaften. Seit dem WS 2018/19 wird auch Soziale Arbeit angeboten.[235] Im Wintersemester 2017/18 waren rund 6.200 Studenten an der Hochschule Augsburg eingeschrieben.[236]

Leopold-Mozart-Zentrum

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg entstand 1998 durch die Zusammenlegung des NürnbergerMeistersinger-Konservatoriums mit dem Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium. Trotz heftiger Proteste aus den Reihen der Studenten und Dozenten beschloss dasBayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus aus Kostengründen 2006 die Schließung des Augsburger Teils der Hochschule, der seitdem alsLeopold-Mozart-Zentrum der Universität angegliedert ist und so als „Musikhochschule in der Hochschule“ geführt wird.

Das Angebot umfasst musikpädagogische und künstlerische Studiengänge (Gesang, Orchesterinstrumente, Tasteninstrumente). Daneben können auch Gitarre und Musiktherapie studiert werden. Einmalig in ganz Deutschland ist die Ausbildung der Blasorchesterleitung.

FOM Hochschule für Oekonomie und Management

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DieFOM Hochschule für Oekonomie und Management mit Hauptsitz inEssen betreibt in Augsburg einen Standort, an dem berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge mit einem Schwerpunkt auf den wirtschaftswissenschaftlichen Fächern angeboten werden. So können an der FOM unter anderem „Business Administration“, „International Management“ und Wirtschaftsrecht sowie einige Masterabschlüsse studiert werden. Die Präsenzvorlesungen werden am Studienort in der Augsburger Innenstadt unter der Woche abends und am Wochenende gehalten.[237]

Allgemeinbildende Schulen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die grundlegendeAllgemeinbildung für alle Augsburger Schüler vermitteln im Stadtgebiet derzeit zehnGymnasien, neunRealschulen, 42Grund- undHauptschulen, 13Förderschulen und eineFreie Waldorfschule.[238]

Volks-, Förder- und Gesamtschulen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die grundlegende Ausbildung der Schüler übernehmen insgesamt 42 Grund- und Hauptschulen im ganzen Stadtgebiet. Daneben bestehen insgesamt 13 Förderschulen, die sich der Kinder annehmen, die einer sonderpädagogischen Ausbildung bedürfen und deshalb an den allgemeinen oder beruflichen Schulen nicht oder nur unzureichend gefördert werden können. Wenn es sich mit den jeweils gegebenen Förderschwerpunkten vereinen lässt, vermitteln diese Schulen die gleichen Abschlüsse wie die vergleichbaren allgemeinbildenden Schulen.

Mit der Freien Waldorfschule und derInternational School Augsburg (mit Sitz in der Vorstadt Gersthofen) bestehen daneben zweiGesamtschulen, die alle Altersstufen in einem Gebäude unterrichten.

Realschulen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Neun im Stadtgebiet und sechs im Ballungsraum befindliche Realschulen sorgen für eine zwischen den Angeboten von Gymnasium und Hauptschule liegende Bildungsmöglichkeit sowohl der Allgemeinbildung als auch der konkreten Berufsvorbereitung.

Alle drei unter Gymnasien genannten reinenMädchenschulen besitzen jeweils eine angeschlossene Realschule; ebenso bietet die Freie Waldorfschule auch den Abschluss mit dermittleren Reife (Fachoberschulreife/Realschulabschluss) an. Somit existieren fünf „reine“ Realschulen im Stadtgebiet. Weil Realschulen vor allem in ländlichen Gebieten eher selten zu finden sind, haben sie eine enorme Anzugskraft auch auf Schüler aus weiter entfernten Landkreisen in Bayerisch-Schwaben.

Die Realschulen in Augsburg
Abendrealschule für Berufstätige (S)Agnes-Bernauer-Schule (M, W, S)Bertolt-Brecht-Realschule (M, W, S)
Heinrich-von-Buz Realschule (M, W)Mädchenrealschule St. Ursula (W, S)Maria-Ward-Realschule Augsburg (W, S)
Stetten-Institut (W, S)Realschule Maria Stern (W, S)Rudolf-Diesel-Realschule (M)
Legende
  • M = mathematisch-technischer Zweig
  • W = wirtschaftskundlicher Zweig
  • S = sozialer, musischer, handwerklicher, fremdsprachlicher Zweig

Gymnasien

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Holbein-Gymnasium (Altbau)

Augsburg besitzt insgesamt zehnGymnasien mit teilweise jahrhundertelanger Tradition. Daneben ermöglichen dasBayernkolleg Augsburg (als Gymnasium des zweiten Bildungswegs) und dieFreie Waldorfschule Augsburg den Abschluss mitAbitur.

Da sich in allen größeren Städten des Ballungsraumes (Friedberg, Gersthofen, Königsbrunn und Neusäß) eigene Gymnasien befinden, besuchen die Schüler dieser Orte hauptsächlich das dortige Gymnasium, so dass an den Augsburger Gymnasien vor allem Schüler aus dem Stadtgebiet zu finden sind. Wegen ihrer teilweise besonderen Bildungswege (zum Beispielmusische oderhumanistische Zweige) besitzen sie dennoch darüber hinaus Einzugsgebiete bis nach ganz Bayerisch-Schwaben. Mit dem A. B. von Stettenschen Institut, dem Maria-Stern- und dem Maria-Ward-Gymnasium bestehen drei Gymnasien nur für Mädchen; das Gymnasium bei St. Stephan war bis zum Herbst 1995 nur Knaben vorbehalten, erfreut sich seither steigenden Interesses insbesondere seitens musisch orientierter Mädchen.

Nahezu alle Schulen können auf Berühmtheiten zurückblicken, die in ihrer Einrichtung das Abitur erlangten. So waren hier unter anderemNapoleon III.,Werner Egk,Bertolt Brecht,Rudolf Diesel,Gerhard Höllerich (alias Roy Black),Andreas Bourani oder der NobelpreisträgerJohann Deisenhofer Schüler.

Gymnasien inAugsburg

Gymnasien in Trägerschaft des Freistaates Bayern:
Gymnasium bei Sankt Anna |Gymnasium bei Sankt Stephan |Holbein-Gymnasium |Peutinger-Gymnasium |Rudolf-Diesel-Gymnasium

Gymnasien in Trägerschaft der Stadt Augsburg:
Jakob-Fugger-Gymnasium |Maria-Theresia-Gymnasium

Gymnasien in privater Trägerschaft:
Anna Barbara von Stettensches Institut |Gymnasium Maria Stern |Maria-Ward-Gymnasium

Ehemalige Gymnasien:
Leonardo-da-Vinci-Gymnasium

Berufliche Oberschulen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DieStaatliche Fachoberschule und Berufsoberschule und dieStädtische Berufsoberschule in Augsburg führen Schüler mit abgeschlossener mittlerer Reife oder abgeschlossener Berufsausbildung im Rahmen derBeruflichen Oberschule Bayern entweder zurFachhochschulreife oder zurfachgebundenen beziehungsweiseallgemeinen Hochschulreife. Für den letztgenannten Abschluss ist der Nachweis von Kenntnissen in einer zweitenFremdsprache (neben demEnglischen) erforderlich.[239]

Berufsbildende Schulen und Akademien

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Wegen seiner zentralen Bedeutung für den Bezirk Bayerisch-Schwaben besitzt Augsburg nahezu alle Richtungen derberufsbildenden Schulen: So finden sich eine private staatlich anerkannte und sieben städtische Berufsschulen, 18Berufsfachschulen, jeweils vierFachakademien undFachschulen sowie dreiWirtschaftsschulen. Während die meisten dieser Schulen einen Beruf entweder in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsbetrieb oder in Vollzeitform vermitteln, fordern die Fachschulen für eine Aufnahme eine bereits abgeschlossene Ausbildung, da sie weitergehende Berufsgrade (Meister,Techniker) ausbilden.

Sonstige Schulen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Neben den genannten Schulen und Akademien bestehen in Augsburg etliche weitere Bildungsmöglichkeiten, die von derVolkshochschule und demKolping-Bildungswerk über verschiedeneGesangs- und Musikschulen bis zuSprachschulen reichen. Für viele ist kein besonderer vorheriger Abschluss nötig; sie haben sich vielmehr der Allgemeinbildung der Bürger verschrieben. Auch gibt es im nordöstlichen Teil der Stadt dieFreie Waldorfschule Augsburg mit Kindergarten und Krippe. Sie befindet sich auf einem großen Campus.

Forschung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DieUniversität und dieHochschule besitzen eigene Institute, die zumeist einerFakultät zugeteilt sind und auf deren Gebiet Forschung betreiben. Für größere oder interdisziplinäre Projekte schließen sich diese aber auch zusammen, um so eine weiter gestreute Thematik behandeln zu können. So befasst sich zum Beispiel das Institut für Materials Ressource Management mit der technischen Entwicklung regenerativer Technologien.

Augsburg verfügt vor allem im Bereich der Forschung zuUmwelt undUmweltschutz über bedeutende Einrichtungen: So sitzt hier das vom Freistaat Bayern im Rahmen seinerHigh-Tech-Offensive geschaffeneKUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt, ein Netzwerk aus nahezu allen in diesem Sektor tätigen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, das deren Kommunikation und Zusammenarbeit koordiniert. Der Hauptsitz des Umweltclusters Bayern wurde ebenfalls in Augsburg eingerichtet.

DasBayerische Landesamt für Umwelt wurde in der Nähe der Universität angesiedelt, um bei seinen Projekten eng mit den Studenten und Wissenschaftlern des dortigen geplanten Forschungszentrums „Augsburg Innovationspark“ zusammenarbeiten zu können.[240] Im Stadtteil Lechhausen befindet sich das dem Landesamt angegliederteJosef-Vogl-Technikum, das vor allem ökologische Daten für Gutachten erhebt.

In Augsburg befindet sich dasFraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik und eine Projektgruppe desFraunhofer-Institutes für Angewandte Informationstechnik. Am Campus der Universität befindet sich ein Standort desDeutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Im Bereich derOsteuropastudien gilt dasBukowina-Institut als eine der führenden Einrichtungen. Es widmet sich der Dokumentation und Erforschung von Kultur, Geschichte und Landeskunde in Osteuropa in internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Benannt ist es nach der RegionBukowina („Buchenland“), mit der sich das Institut besonders beschäftigt. Die 1949 gegründeteSchwäbische Forschungsgemeinschaft ist ebenfalls im Bereich der Landeskunde und -geschichte tätig.

DieKooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA) ist eine international genutzte Forschungsplattform desHelmholtz-Forschungszentrums für Gesundheit und Umwelt, auf der Studien zur bevölkerungsbezogenen Gesundheitsforschung durchgeführt werden. Augsburg ist zugleich „Korporativ Förderndes Mitglied“ derMax-Planck-Gesellschaft.[241]

Bibliotheken

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Staats- und Stadtbibliothek
Stadtbücherei

Augsburg verfügt schon aus reichsstädtischer Zeit über eine bedeutende Tradition im Bibliothekswesen, die sich heute noch in einer großen Zahl von Einrichtungen widerspiegelt.

DieStaats- und Stadtbibliothek ist eine seit 1537 bestehendewissenschaftliche Bibliothek, die sich heute in der Schaezlerstraße befindet. Sie zählt zu den regionalen staatlichen Bibliotheken Bayerns und hat dasPflichtexemplarrecht für den RegierungsbezirkBayerisch-Schwaben inne. War sie seit ihren Anfängen zunächst in städtischer Trägerschaft, so wurde sie im Zuge einer Verstaatlichung 2012 eine Behörde desFreistaats Bayern und ist organisatorisch derBayerischen Staatsbibliothek unterstellt. Ihre Schwerpunkte liegen in der Betreuung des herausragenden Altbestands (ca. 100.000 Bände) sowie in der Versorgung der an wissenschaftlicher Literatur (insbesondere in den historischen Fächern sowie zum Thema „Bayerisch-Schwaben“) interessierten Bevölkerung. Ein Großteil des knapp 600.000 Bände zählenden Buchbestandes ist daher auch ausleihbar. Die Augsburger Staats- und Stadtbibliothek ist zugleich die Geschäftsstelle des im Jahr 1834 gegründeten Historischen Vereins für Schwaben, der in Wissenschaft, städtischem und regionalem Kulturleben vor allem mit den jährlich erscheinenden Zeitschriften des Historischen Vereins für Schwaben (ZHVS) Akzente setzen kann. Ebenso hat die städtische Brecht-Forschungsstelle hier ihren Sitz. Die im Zuge der Verstaatlichung bereits angekündigte Renovierung des in die Jahre gekommenen Bibliotheksbaus in der Schaezlerstraße wurde 2021 vom Bayerischen Landtag bewilligt, der für diese sowie einen Magazinneubau insgesamt 62,5 Mio. Euro bereitstellte. Die Arbeiten werden Dezember 2022 beginnen, die Wiedereröffnung ist 2025/26 geplant. Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg wird dann eines der modernsten Bibliotheksgebäude ganz Europas besitzen. Der operative Bibliotheksbetrieb mit einem Teil der Bestände wird während des Umbaus in einem Interimsquartier in Räumlichkeiten im ehemaligen Bayernkolleg Lechhausen aufrechterhalten.[242]

Die Anfänge der zweiten wichtige Bibliothek Augsburgs, derStadtbücherei, liegen im Jahr 1920, gegründet als Unterabteilung der heutigen Staats- und Stadtbibliothek (als „Volksbücherei“). Bereits 1953 hatte sich die Volksbücherei verselbstständigt und war Vertreterin desöffentlichen Bibliothekswesens in Augsburg. 1978 erfolgte die endgültige Umbenennung derVolksbücherei inStadtbücherei. Mit den Stadtteilbüchereien inGöggingen,Haunstetten,Kriegshaber undLechhausen sowie der Zentrale in der Innenstadt, verschafft sie allen Bürgern Augsburgs einen Zugang zu hauptsächlich belletristischer Literatur, Zeitschriften und anderen Medien. Sehr modern im Umgang mit Printmedien und Multimedia zeigt sich die Neue Stadtbücherei Augsburg, für die in einem Bürgerbegehren gut 14.000 Unterschriften gesammelt wurde und die nach langer Planung dann im Juni 2009 eröffnet wurde. Der 15 Millionen Euro teure Neubau am Ernst-Reuter-Platz in der Stadtmitte umfasst eine Fläche von 5000 m² und bietet neben der Ausleihe von Büchern, Hörbüchern, CDs und DVDs auch viel Raum für den kulturellen Austausch.

Universitätsbibliothek Augsburg

DieUniversitätsbibliothek Augsburg befindet sich auf dem Campus derUniversität Augsburg und ist in eine Zentralbibliothek sowie vier Teilbibliotheken (Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Medizin) gegliedert. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Versorgung der Studierenden und Lehrenden der Universität sowie der an wissenschaftlicher Forschung interessierten Bevölkerung mit Informationsressourcen und wissenschaftlicher Literatur. Ihr Sammelauftrag umfasst damit alle Fachbereiche, die an der Universität Augsburg gelehrt werden. Daraus ergeben sich insbesondere Schwerpunkte in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie seit Gründung der neuen Universitätsmedizin auch im Bereich medizinischer Fachliteratur. Obwohl die Bibliothek erst 1970 gegründet wurde, verfügt sie über einen bemerkenswerten Altbestand, der nebst zahlreichen Sondersammlungen insbesondere in derOettingen-Wallersteinischen Bibliothek besteht, die 1980 vom Freistaat Bayern mit finanzieller Hilfe des Bundes angekauft wurde. Mit 2,8 Mio. Bänden ist die Universitätsbibliothek die mit Abstand größte Bibliothek des Regierungsbezirks Bayerisch-Schwaben sowie eine der größten Bibliotheken Bayerns.

Als weitere wichtige Bibliothekseinrichtungen Augsburg sind die Bibliothek der Hochschule Augsburg sowie die Pastoral- und Diözesanbibliothek zu nennen. In der Nähe der Universität befindet sich dasBukowina-Institut für osteuropäische Forschungen, das für interessierte Fachkundige eine große Bibliothek mit dem Schwerpunkt auf ostdeutscher und osteuropäischer Literatur, Geschichte und Kultur bietet.

Im Zeitalter derE-Texte hat sich dieBibliotheca Augustana, ein Projekt eines Professors der Fachhochschule, alsdigitale Bibliothek für Texte derWeltliteratur deutschlandweit hohes Ansehen verschafft.

Daneben bestehen viele weitere kleine und private Bibliotheken, die allerdings nur bedingt öffentlich zugänglich sind (zum Beispiel Kloster- oder Schulbibliotheken).

Archive

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

In Augsburg befinden sich einige Archive in staatlicher, kommunaler und kirchlicher Trägerschaft. Zu den bekanntesten Archiven gehören dasStaatsarchiv Augsburg als das für denRegierungsbezirk Schwaben zuständige bayerischeStaatsarchiv, dasStadtarchiv Augsburg als kommunales Archiv der Stadt Augsburg und dasUniversitätsarchiv Augsburg. DasArchiv des Bistums Augsburg inAugsburg-Oberhausen ist alskirchliches Archiv zuständig für die amtliche Überlieferung aus demSchrift- und Dokumentationsgut der Dienststellen und Einrichtungen des Bischöflichen Ordinariats Augsburg und betreut zudem die Pfarr- und Dekanatsarchive desBistums Augsburg.

Haus der Bayerischen Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

DasHaus der Bayerischen Geschichte in der Zeuggasse wurde 1983 als Behörde des Freistaats Bayern ins Leben gerufen und hat seit September 1993 seinen Sitz in Augsburg. Es soll allen Bevölkerungsschichten, vor allem der jungen Generation, in allen Landesteilen die geschichtliche und kulturelle Vielfalt Bayerns zugänglich machen und besitzt ein derzeit 270.000 Materialien umfassendes Bildarchiv.

Persönlichkeiten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Hier werden nur Personen aufgeführt, die deutlich mit Augsburg in Verbindung gebracht werden. Für genauere Informationen über die hier aufgeführten Namen und Personen, die im weiteren Sinne mit der Stadt verbunden werden können, existiert der HauptartikelListe von Persönlichkeiten der Stadt Augsburg.

  • St. Afra († 304 inFriedberg) war eine frühchristlicheMärtyrerin, die 1064 heiliggesprochen wurde.
  • St.Tozzo († 16. Januar 778 in Augsburg) war Bischof von Augsburg
  • St.Simpert (* um 750; † wahrscheinlich 13. Oktober 807 in Augsburg) war Bischof von Augsburg und ist dritter Schutzpatron für Stadt und Bistum Augsburg (neben St. Ulrich und St. Afra).
  • St. Ulrich (* 890 inWittislingen oder Augsburg; † 4. Juli 973 in Augsburg) war von 923 bis zu seinem Tod Bischof in Augsburg und hatte entscheidenden Anteil am Sieg über die Ungarn in derSchlacht auf dem Lechfeld. Er wurde 993 als erste Person überhaupt vom Papst persönlich heiliggesprochen.
  • St. Wolfhard bzw. St. Gualfardus (* um 1070 in Augsburg; † 30. April 1127 in Curte-Regia beiVerona), die Gebeine des Heiligen Wolfhard sind in derKirche St. Sebastian aufbewahrt.
  • Johann I. von Langenmantel (* um 1275 in Augsburg; † 8. November 1337, in Augsburg) war ein Patrizier und Augsburger Stadtpfleger (Bürgermeister).
  • Agnes Bernauer (* um 1410 wohl in Augsburg; † 12. Oktober 1435 bei Straubing) war die Geliebte und vielleicht auch die erste Ehefrau des bayerischen Herzogs Albrecht III.
  • Anna Rüger, eine Buchdruckerin, die erste Frau, die 1484 in derKolophon eines Buches erscheint.
  • Lorenz Helmschmied (* zwischen 1450 und 1455 in Augsburg; † 1515 in Augsburg) war ein bedeutenderPlattner.
  • Hans Holbein der Ältere (* um 1465 in Augsburg; † um 1524 in Augsburg) war ein deutscher Maler, dessen Werk den Übergang von der Spätgotik zur Renaissance bildet. Er schuf etliche Altar- und Andachtsbilder, Porträtdarstellungen undGlasgemälde.
Jakob Fugger „der Reiche“
  • Jakob Fugger der Reiche (* 6. März 1459 in Augsburg; † 30. Dezember 1525 in Augsburg) war seinerzeit Europas reichster und bedeutendsterKaufmann undBankier. Er entstammte einer Handelsfamilie, die er innerhalb weniger Jahre zu einem der ersten frühkapitalistischen Unternehmen ausbaute und so die Grundlage für die Weltgeltung und den Reichtum der FamilieFugger legte.
  • Hans Burgkmair der Ältere (* 1473 in Augsburg; † 1531 in Augsburg) war ein bedeutender Maler, Zeichner und Holzschneider zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Burgkmair gilt neben Hans Holbein dem Älteren imHeiligen Römischen Reich Deutscher Nation als wichtigster Augsburger Künstler zwischen Spätgotik und Renaissance.
  • Bartholomäus V. Welser (* 25. Juni 1484 inMemmingen; † 28. März 1561 inAmberg in Schwaben) war von 1519 bis 1551 Chef derWelser-Gesellschaft, einem der größten Handels-, Bank-, Reederei- und Minenunternehmen des 16. Jahrhunderts. Als Bankier KaiserKarls V. sowie des französischen KönigsFranz I. hatte er entscheidenden Einfluss auf die Mächtigen seiner Zeit.
  • Ägidius Rehm (1486–1535), Bischof von Chiemsee
  • Pilgram Marbeck (* um 1495 inRattenberg (Tirol); † 16. Dezember 1556 in Augsburg) war ein bedeutender Führer der reformatorischenTäuferbewegung und geistlicher Leiter des nach ihm benanntenMarbeck-Kreises. Für die Stadt Augsburg war er ab 1544 als Wasserbaumeister tätig und schuf unter anderem eine für den Ausbau der Stadt wichtigeHolzflößerei.
  • Susanna Daucher (* 1495), AugsburgerTäuferin
  • Hieronymus Sailer (1495–1559), Schweizer Kaufmann, Konquistador und Sklavenhändler
  • Hieronymus Meitting (1496–1557), Bischof von Chiemsee
  • Hans Holbein der Jüngere (* 1497 oder 1498 in Augsburg; † 29. November 1543 inLondon) war ein deutscher Maler. Auf einem Selbstbildnis, das er kurz vor seinem Tod malte, bezeichnet er sich selbst als Basler. Er zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Renaissance.
  • Adolf Occo (1524–1606), Mediziner und Numismatiker
  • Johannes Nysaeus (Niss) Augustanus, Magister, ab 1560 badischer Superintendent und Reformator desHachberger Landes (1527–1599)
  • Adriaen de Vries (* um 1545 oder um 1560 inDen Haag; † vor 15. Dezember 1626 inPrag) war einniederländischerBildhauer, dessen Hauptwerk zwei der Augsburger Prachtbrunnen bilden: DerMerkur- und derHerkulesbrunnen, die sich beide durch Eleganz des Aufbaues und durch Feinheit der Einzelbildungen auszeichnen.
  • Elias Holl (* 28. Februar 1573 in Augsburg; † 6. Januar 1646 in Augsburg) war der bedeutendsteBaumeister des deutschenFrühbarock. Sein Hauptwerk ist dasAugsburger Rathaus (erbaut von 1615 bis 1620) mit demGoldenen Saal im barocken Stil.
  • Caspar Stromayr (* 16. Jahrhundert höchstwahrscheinlich in Augsburg; † 1566 oder 1567 inLindau), Augenarzt und Chirurg.
  • Benedict Gullmann (* 17. Dezember 1673 in Augsburg; † 1745), zeitlebens Stadtphysicus in Augsburg und Mitglied der Gelehrtenakademie „Leopoldina“.
  • Leopold Mozart (* 14. November 1719 in Augsburg; † 28. Mai 1787 inSalzburg) war Komponist und Vater des weitaus bekannterenWolfgang Amadeus Mozart. Er erschuf vor allemkirchenmusikalische Werke und Gelegenheitskompositionen, in denen er sich gern „realer Klangeffekte“ bediente (Glockengeläut, Hundebellen, Posthorn usw.). Daneben schrieb er eine beachtliche Zahl von Werken derInstrumentalmusik.
  • Jakob Wilhelm Benedikt Langenmantel von Westheim (* 16. März 1720 in Augsburg; † 17. April 1790, in Augsburg) war ein Patrizier und langjähriger Stadtpfleger (Bürgermeister); Jugendfreund Leopold Mozarts
Rudolf Diesel
  • Johann Heinrich Edler von Schüle (* 13. Dezember 1720 inKünzelsau; † 17. April 1811 in Augsburg) war ein deutscher Kaufmann, Erfinder, Techniker, Chemiker und Kattunfabrikant mit europäischer Bedeutung. Als erster Unternehmer in Deutschland bedruckte er in seinerManufakturKattunstoff mit Kupferplatten und gilt als Begründer der industriellen Textilproduktion auf diesem Gebiet.
  • Johann Friedrich von Tröltsch (8. März 1728 inNördlingen; 1. September 1793 in Augsburg), Jurist
  • Johann Gottlieb Freiherr von Süßkind (* 11. März 1767 inNürtingen; † 21. Dezember 1849 in Augsburg) gründete ein eigenesBankhaus in Augsburg und steigerte sein Vermögen durch Wertpapierspekulationen derart, dass er bis heute als reichster Mann Schwabens nach dem Ende desDreißigjährigen Krieges gilt.
  • Rudolf Diesel (* 18. März 1858 inParis; † 29. September 1913 imÄrmelkanal) war ein deutscher Ingenieur und Erfinder. Er entwickelte ab 1893 in der Maschinenfabrik Augsburg, aus der 1906MAN wurde, denDieselmotor und stellte 1897 das erste funktionstüchtige Modell dieses Motors der Weltöffentlichkeit vor.
  • Marie Louise von Larisch-Wallersee (* 24. Februar 1858 in Augsburg; † 4. Juli 1940 in Augsburg)
  • Bertolt Brecht (* 10. Februar 1898 in Augsburg; † 14. August 1956 in Berlin) wird als einflussreichster deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Er ist auch international für seine Werke angesehen und ausgezeichnet worden. Brecht gilt als Begründer desEpischen beziehungsweise „Dialektischen Theaters“.
  • Magda Schneider (* 17. Mai 1909 Augsburg; † 30. Juli 1996), Schauspielerin
  • Anna Lang (* 5. Mai 1911 Lechhausen; † 27. September 2019), Weberin, Mitglied der AWO, war mit 108 Jahren zweitälteste Augsburgerin
  • Günther Strupp (* 6. März 1912 in Johannisburg; † 14. November 1996 in Augsburg), deutscher Maler und Graphiker
  • Werner Haas (* 30. Mai 1927 in Augsburg; † 13. November 1956 bei Neuburg an der Donau durch Flugzeugabsturz) war ein deutscher Motorradrennfahrer und dreifacher Motorrad-Weltmeister aufNSU.
  • Gerd von Haßler (28. August 1928 in oder bei Augsburg; † 7. Januar 1989;), Autor, Regisseur, Hörspielsprecher, Komponist, Sänger, Journalist und Produzent, schuf dasAugsburger Kasperle.
  • Helmut Haller (* 21. Juli 1939 in Augsburg; † 11. Oktober 2012 in Augsburg), Fußballspieler, Vize-Weltmeister 1966
  • Tilo Prückner (* 26. Oktober 1940 in Augsburg; † 2. Juli 2020 in Berlin) deutscher Schauspieler und Autor.
  • Roy Black (* 25. Januar 1943 in Straßberg bei Augsburg; † 9. Oktober 1991 inHeldenstein), bürgerlichGerhard Höllerich, deutscher Schlagersänger
  • Hans Henning Atrott (* 12. Januar 1944 inKlaipėda,Litauen; † 2018), Initiator der Sterbehilfe
  • Wolf Blitzer (* 22. März 1948 in Augsburg), US-amerikanischer Journalist und Fernsehmoderator
  • Erhard Smutny (* 12. Januar 1949 in Aichach) - bekannt als Zauberkünstler „Hardy“. Lebt zuletzt in der Fuggerei zu Augsburg
  • Reinhard Kammler (* 17. Dezember 1954 in Augsburg), Domkapellmeister und Gründer der Augsburger Domsingknaben
  • Erhard Wunderlich (* 14. Dezember 1956 in Augsburg; † 4. Oktober 2012 in Köln), Handballspieler
  • Bernd Schuster (* 22. Dezember 1959 in Augsburg), Fußballtrainer und ehemaliger -spieler, 1980 Europameister und 1982 Europapokalsieger der Pokalsieger.
  • Armin Veh (* 1. Februar 1961 in Augsburg), Fußballtrainer, -funktionär und ehemaliger -spieler
  • Andreas Bourani (* 2. November 1983 in Augsburg), Sänger

Ehrenbürger

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Augsburg hat seit 1820 39 Personen dasEhrenbürgerrecht verliehen. Fünf dieser Personen wurde dieses Recht wieder aberkannt, da sie Würdenträger des Dritten Reichs waren.

Im Zuge der Eingemeindung der Stadt Göggingen, der Stadt Haunstetten, des Marktes Oberhausen und der Gemeinde Bergheim wurden die dort verliehenen Ehrenbürgerrechte von insgesamt weiteren neun Personen auf die Stadt Augsburg übernommen.

Derzeit sind der ehemalige OberbürgermeisterPeter Menacher, der ehemalige FCA-PräsidentWalther Seinsch sowie der ehemaligeBayerische MinisterpräsidentHorst Seehofer die noch lebenden Inhaber des Ehrenbürgerrechts.

Genauere Informationen über die Ehrenbürger der Stadt finden sich im HauptartikelListe der Ehrenbürger von Augsburg.

Siehe auch

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Portal: Augsburg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Augsburg

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Allgemeines

Einzelaspekte

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Augsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Augsburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikisource: Augsburg – Quellen und Volltexte
Wikiquote: Augsburg – Zitate
Wikibooks: Augsburger Ausflüge – Lern- und Lehrmaterialien
Wikivoyage: Augsburg – Reiseführer

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis:Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu). 
  2. Die Oberbürgermeisterin. Stadt Augsburg, abgerufen am 19. Mai 2020. 
  3. Peter Kränzle, Margit Brinke:Reise Know-How CityTrip Augsburg. Reise Know-How Verlag Peter Rump, 2022,ISBN 978-3-8317-4744-3,S. 101 (books.google.com). 
  4. Verordnung über das Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) vom 22. August 2013 (GVBl. S. 550, BayRS 230-1-5-W), die durch Verordnung vom 21. Februar 2018 (GVBl. S. 55) geändert worden ist. Bayerische Staatsregierung, 21. Februar 2018, abgerufen am 25. Juli 2019 (Bayerische Gesetze online). 
  5. Kriminal-Statistik: München bleibt sicherste deutsche Großstadt. Bayerischer Rundfunk, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. Juli 2018; abgerufen am 23. Juli 2018. 
  6. Stadtwerke Trinkwasser. (PDF) Stadtwerke Augsburg Wasser GmbH, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 27. Dezember 2015. 
  7. Modellstadt Augsburg (Memento vom 9. Mai 2008 imInternet Archive). Bayerisches Landesamt für Umwelt.
  8. Trübe Aussichten für Sternengucker (Memento vom 28. November 2004 imInternet Archive). Westdeutscher Rundfunk.
  9. Städtelärmranking 2011: Hannover ist die lauteste Stadt, Münster ist die leiseste Stadt Deutschlands (Memento vom 10. November 2011 imInternet Archive). Geers-Stiftung.
  10. Stadt Augsburg: Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2013. (Memento vom 5. März 2016 imInternet Archive; PDF). Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis.
  11. Das Klima in Augsburg. In: Stadt Augsburg, Amt für Statistik und Stadtforschung (Hrsg.):Kurzmitteilungen aus Statistik und Stadtforschung. Augsburg 22. Januar 2014,S. 6 (augsburg.de/statistik [PDF;144 kB]). 
  12. Das Klima in Augsburg. In: Stadt Augsburg, Amt für Statistik und Stadtforschung (Hrsg.):Kurzmitteilungen aus Statistik und Stadtforschung. Augsburg 29. Januar 2021,S. 6 (augsburg.de/statistik [PDF;788 kB]). 
  13. Klima Augsburg, Bayern - Wetterdienst, Deutscher Wetterdienst, auf wetterdienst.de
  14. Lothar Bakker:Siedlungsgeschichte und Archäologie in Augusta Vindelicum/Augsburg. (Memento vom 20. Juli 2019 imInternet Archive) In:Stadtlexikon Augsburg.
  15. Augsburgs Einwohnerzahl wird sechsstellig,augsburg.de, abgerufen am 25. August 2023
  16. abcBevölkerungsentwicklung der Stadt Augsburg seit 2010 (=Kurzmitteilungen aus Statistik und Stadtforschung.).Stadt Augsburg, Amt für Statistik und Stadtforschung;Einwohnerentwicklung 2016 (Memento vom 24. November 2020 imInternet Archive), S. 11;Bevölkerungsbestand. (Memento vom 9. August 2018 imInternet Archive) In:Augsburg.de. 28. Juni 2018.
  17. Report: Augsburg wächst und wächst… In:Augsburger Allgemeine. 21. April 2012.
  18. Auswertung. Abgerufen am 14. November 2025. 
  19. abcdefghijklmnSonntagsbeilage zumAugsburger Anzeigeblatt Nr. 18 vom 2. Mai 1869, S. 3, linke Spalte (books.google.de)
  20. Augsburger Anzeiger, 1861, 1/6 (books.google.de)
  21. abTopographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. Nach amtlichen Quellen bearbeitet von J. Heyberger, Chr. Schmitt und von Wachter. München 1867, Sp. 1247 (books.google.de).
  22. Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern – mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Königl. bayerisches Statistisches Bureau, München 1877, Sp. 1377;books.google.de.
  23. abcdefghijMichael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 10. Mai 2023. 
  24. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 2, Leipzig/Wien 1905, S. 114–116 (Zeno.org).
  25. @1@2Vorlage:Toter Link/ergebnisse2011.zensus2022.deDatenbank Zensus 2011, Augsburg, Alter + Geschlecht (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven)
  26. Arbeitsmarkt und Wirtschaft. (Memento vom 4. Februar 2007 imInternet Archive) Stadt Augsburg – Statistik.
  27. Die Hoffnung heißt Amazon. In:Augsburger Allgemeine, 26. März 2011, S. 44.
  28. Bevölkerungsbestand. (Memento vom 9. August 2018 imInternet Archive; PDF) Augsburg.de, 28. Juni 2018.
  29. Assyrer in Augsburg. Syrisch-orthodoxe Christen in der Diaspora. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. Juli 2019; abgerufen am 12. Juli 2019. 
  30. Assyrische IS-Geiseln kommen in Augsburg an. 7. September 2015, abgerufen am 12. Juli 2019. 
  31. Assyrer. Abgerufen am 12. Juli 2019 (amerikanisches Englisch). 
  32. Ein bisschen Orient im Bistum – Zu Besuch in der Gemeinde chaldäischer Christen in Augsburg-Oberhausen. Abgerufen am 12. Juli 2019. 
  33. Schutzlos zwischen den Fronten. 21. Februar 2013, abgerufen am 29. September 2019. 
  34. Šlomo Surayt. Abgerufen am 12. Juli 2019. 
  35. Viele Migranten leben... In: augsburger-allgemeine.de. Augsburger Allgemeine, abgerufen am 9. November 2019. 
  36. Augsburg verzeichnet einen neuen Einwohnerrekord. 18. Januar 2025, abgerufen am 19. Januar 2025. 
  37. Bevölkerung interaktiv. Stadt Augsburg – Statistik
  38. abAugsburg –Statistik: Zahl der Christen in Augsburg sinkt deutlich. In:Augsburger Allgemeine; abgerufen am 1. Dezember 2017.
  39. 500 Jahre Reformation – Die Augsburger Bevölkerung nach Religionszugehörigkeit Augsburg -Statistik (PDF; 2,2 MB)
  40. Stadt Augsburg:Augsburger Jahrbuch 2016: Einwohner nach Konfession und Anteil an der Gesamtbevölkerung 2006–2015 (PDF; 1,5 MB) S. 26, abgerufen am 1. Dezember 2017.
  41. Stadt Augsburg Religion (Memento vom 5. Juni 2013 imInternet Archive),Zensus 2011
  42. [1], abgerufen am 8. Februar 2024
  43. Stadt Augsburg Statistik und Stadtforschung Christliche Konfessionen in Augsburg Periode 1833 - 2025, abgerufen am 14. September 2025
  44. Augsburg (Kreisfreie Stadt): Bevölkerung im regionalen Vergleich nach Religion (ausführlich) in %. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juni 2013; abgerufen am 21. Dezember 2018. 
  45. Beziehungen zu den Kirchen: Liste der Kirchen, Religions- und weltanschaulichen Gemeinschaften mit der Eigenschaft einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Abgerufen am 21. Dezember 2018. 
  46. Muslime in den Großstädten beim Zensus 2011. (PDF) Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. Dezember 2018; abgerufen am 21. Dezember 2018. 
  47. Stadt Augsburg:Lutherstadt (Memento vom 10. August 2013 imInternet Archive)
  48. Freie evangelische Gemeinden in Augsburg:Augsburg-Mitte,Augsburg-West,Augsburg-Süd undprojekt_X Augsburg (Memento vom 19. Juli 2011 imInternet Archive) – Abgerufen am 3. Februar 2011.
  49. Stefanie Schoene: Ein Leben zwischen zwei Welten. Abgerufen am 29. September 2019. 
  50. Die Marienkirche der syrisch-orthodoxen Kirche in Augsburg. Abgerufen am 29. September 2019. 
  51. Kirchenjubiläum in Lechhausen. In: a3kultur – Feuilleton für Augsburg. Abgerufen am 29. September 2019. 
  52. Aramäer in Augsburg. In: a3kultur – Feuilleton für Augsburg. Abgerufen am 29. September 2019. 
  53. Der Mut der Verzweifelten: Syrien ohne Christen? – ARTE Re: Doku. Abgerufen am 4. Januar 2020. 
  54. Shlomo Suryoyo! – 50 Jahre assyrische Migration nach Augsburg. 13. November 2011, abgerufen am 29. September 2019. 
  55. Naher Osten: Genozid 1915 – «Die religiöse Säuberung hat bis heute nicht aufgehört». In: CSI-Schweiz. Abgerufen am 4. Januar 2020 (Schweizer Hochdeutsch). 
  56. Carl Jäger:Geschichte der Stadt Augsburg, von deren Anfängen bis auf die neuesten Zeiten. Darmstadt 1837, S. 150–151;Textarchiv – Internet Archive.
  57. Carl Jäger:Geschichte der Stadt Augsburg, von deren Anfängen bis auf die neuesten Zeiten. Darmstadt 1837, S. 50–51;Textarchiv – Internet Archive.
  58. Christian Scholl: „Die Judenverfolgungen zur Zeit des Schwarzen Todes.“ In:Pest! Eine Spurensuche. Katalog zur Ausstellung im LWL-Museum für Archäologie Herne, wbg, Darmstadt 2019, S. 118
  59. Bayerisches Amt für Denkmalpflege:Augsburg Baudenkmäler, Kriegshaber, Ensemble Ehem. Judensiedlung. (PDF; 0,5 MB)
  60. Michael Brenner (Hrsg.):Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart. München 2012,S. 164–165. 
  61. Statistik | Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. Abgerufen am 9. Juli 2025. 
  62. Buddhismus (Zen):Zen in Augsburg
  63. Manfred Renn: Dialekt. In: Stadt-Lektion Augsburg. Stadt Augsburg, 2024, abgerufen am 20. Oktober 2024. 
  64. Nina Berend: Regionale Gebrauchsstandards – Gibt es sie und wie kann man sie beschreiben? (PDF) In: Standardvariation. Ludwig Eichinger, Werner Kallmeyer, 2024, abgerufen am 20. Oktober 2024. 
  65. Korrespondenzblatt XXV, 1906
  66. Georg Kreuzer:Von der fränkischen Zeit bis zur Verleihung des Stadtrechts (1276). (Memento vom 23. April 2017 imInternet Archive) In:Stadtlexikon Augsburg.
  67. Bernhard Schimmelpfennig:Afra und Ulrich. Oder: Wie wird man heilig? In:Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben. Band 86, 1993, S. 23–44; ders.,War die Heilige Afra eine Römerin? In:Vera Lex Historiae. Studien zu mittelalterlichen Quellen. Festschrift für Dietrich Kurze zu seinem 65. Geburtstag. Böhlau, Köln-Wien-Weimar 1993, S. 277–303.
  68. Georg Kreuzer:Von der fränkischen Zeit bis zur Verleihung des Stadtrechts (1276). (Memento vom 23. April 2017 imInternet Archive) In:Stadtlexikon Augsburg. Die Stelle der Vita ist ediert inFriedrich Leo (Hrsg.):Auctores antiquissimi 4,1: Venanti Honori Clementiani Fortunati presbyteri Italici Opera poetica. Berlin 1881, S. 368 (Monumenta Germaniae Historica,Digitalisat), Vers 642.
  69. Heinrich Gottfried Philipp Gengler:Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 69–92 und 968;Textarchiv – Internet Archive.
  70. Augsburger Stadtlexikon. 2. Auflage,ISBN 3-922769-28-4.
  71. Eberhard Isenmann:Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150–1550. 2., durchgesehene Auflage. Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2014,S. 282.
  72. Augsburger Allgemeine, 17. Mai 2005.
  73. abcAnton Vetterle:Die Münzen der Freien Reichsstadt Augsburg 1521–1805. Battenberg Gietl Verlag, Regenstauf 2021,ISBN 978-3-86646-197-0. 
  74. Städte HRR
  75. Christopher Spehr:Luther und das Konzil: zur Entwicklung eines zentralen Themas in der Reformationszeit. Verlag Mohr Siebeck, 2010,ISBN 3-16-150474-7, S. 77;(Digitalscan)
  76. Heinrich Ernst Ferdinand Guericke:Neuere Kirchengeschichte. 6. Auflage. 3. Band, S. 48, Leipzig, 1846;(Digitalscan)
  77. Gottlob Egelhaaf:Deutsche Geschichte im sechzehnten Jahrhundert bis zum Augsburger Religionsfrieden. Band 1, BoD – Books on Demand, 2015,ISBN 3-7340-0761-5, S. 168 (Reprint);(Digitalscan)
  78. Wilhelm Martin Leberecht de Wette, Johann Karl Seidemann: Dr. Martin Luthers Briefe, Sendschreiben und Bedenken, Band 6, Berlin, 1856, S. 6–8;(Digitalscan)
  79. Hans Guderian:Die Täufer in Augsburg. Ihre Geschichte und ihr Erbe. Ein Beitrag zur 2000-Jahr-Feier der Stadt Augsburg. Augsburg 1984,ISBN 3-7787-2063-5, S. 93 ff.
  80. abcdFriedrich Karl Gullmann:Geschichte der Stadt Augsburg: Seit ihrer Entstehung bis zum Jahr 1806. Band 2, A. Geiger 1818, S. 321–384.books.google.de
  81. Gerhard Hetzer:Räterepublik (Memento vom 12. September 2014 imInternet Archive) Artikel zur Räterepublik von 1919 in Augsburg, In:Stadtlexikon Augsburg; abgerufen am 12. September 2014
  82. Daniel Rittenauer:Revolution von 1918/19 in Augsburg (Memento vom 13. September 2014 imInternet Archive) auf den Websites desHauses der Bayerischen Geschichte (hdbg.eu/revolution) abgerufen am 12. September 2014
  83. Karl Filser:Augsburg im Dritten Reich. In:Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Stuttgart 1984, S. 616.
  84. Karl Filser:Augsburg im Dritten Reich. In:Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Stuttgart 1984, S. 629.
  85. Die Nacht als die Synagogen brannten. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, abgerufen am 28. Dezember 2014; Angela Bachmaier:Die Nacht des Terrors, Augsburger Allgemeine, 9. November 2013.
  86. Augsburg (Schwaben/Bayern). In: Jüdische Gemeinde. Abgerufen am 11. Februar 2025. 
  87. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995,ISBN 3-89331-208-0, S. 116.
  88. Franz Häussler:Augsburg – Alte Stadt mit Kriegsnarben. Presse Drucks- und Verlags-GmbH, Augsburg 1984. 
  89. Präsidentin begrüßt den 20.000sten Studenten. (Memento vom 18. November 2015 imInternet Archive) Universität Augsburg; abgerufen am 17. November 2015.
  90. Datentafel zur Geschichte der Universität Augsburg. (Memento vom 9. Dezember 2008 imInternet Archive) Universität Augsburg; abgerufen am 4. Februar 2009.
  91. Gertrud Seyboth:Augsburg – früher und heute. Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg 1976,S. 38–39. 
  92. Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983,ISBN 3-406-09669-7,S. 600. 
  93. abDeutsches Ortsnamenbuch. Hrsg. vonManfred Niemeyer. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2012,ISBN 978-3-11-018908-7, S. 43.
  94. Lothar Bakker:Die Anfänge der Zivilsiedlung Augusta Vindelicum. In:Geschichte der Stadt Augsburg. Stuttgart 1984, S. 34–41. Zu den Namensvarianten und ihren Bedeutungen auch Gunther Gottlieb:Rechtsstellung und Verwaltung. In:Geschichte der Stadt Augsburg. Stuttgart 1984, S. 50–56;Julius Miedel:Augsburgs Namen im Verlauf seiner Geschichte. In:Archiv für die Geschichte des Hochstifts Augsburg. Band 5, 1916/19, S. 85–109; Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein:Lexikon schwäbischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C. H. Beck, München 2013, S. 39–42.
  95. Einzelergebnisse der Kommunalwahl 2008 in den Stadtbezirken (PDF; 6,9 MB)
  96. Ergebnis Oberbürgermeisterwahl 2014 auf augsburg.de
  97. Florian Fuchs: Eva Weber wird erste Oberbürgermeisterin. Süddeutsche Zeitung, 29. März 2020, abgerufen am 30. März 2020. 
  98. kommunal.de
  99. augsburg.de
  100. augsburg.de (Memento vom 20. Dezember 2015 imInternet Archive) (30. Oktober 2015); 2017 tratAlexander Süßmair aus der Linken aus und wurde parteiloser Stadtrat
  101. Kapitel 11:Ergebnisse aller Wahlen der Stadt Augsburg seit 1946. (Memento vom 9. Mai 2020 imInternet Archive) (PDF; 2,6 MB) Statistisches Jahrbuch der Stadt Augsburg.
  102. Wahl zum Stadtrat in 761 Augsburg. Abgerufen am 31. Dezember 2014. 
  103. Stadtratswahl 2020. Abgerufen am 29. November 2022. 
  104. Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 für den Wahlkreis Augsburg-Stadt
  105. Diese Abgeordnete vertreten unsere Region jetzt im Bundestag
  106. Ergebnisse Wahlkreis Augsburg-Stadt bei der Bundeswahlleiterin, abgerufen am 15. April 2025
  107. Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (Gemeindeordnung – GO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. August 1998:Art. 18a Bürgerbegehren und Bürgerentscheid. Abgerufen am 25. Januar 2011.
  108. So gingen die Bürgerentscheide aus. In:Augsburger Allgemeine, 1. Oktober 2010.
  109. Ergebnis der Bürgerentscheide zum Kö-Umbau vom 21. November 2010. Stadt Augsburg; abgerufen am 22. November 2010.
  110. [2]
  111. Wappen vonAugsburg in der Datenbank desHauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 6. September 2017.
  112. abStadtwappen. Stadt Augsburg, abgerufen am 30. April 2024. 
  113. abAugsburgs Partnerstädte – Freundschaften und Begegnungen auf drei Kontinenten. Referat Oberbürgermeister, Stadt Augsburg, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. August 2015; abgerufen am 21. April 2014. 
  114. Fünf Patenstädte für die neuen Korvetten der Marine -... In: bundeswehr-journal. 1. August 2018, abgerufen am 24. Mai 2021 (englisch). 
  115. So erlebten Teilnehmer die Taufe der Korvette „Augsburg“. In: Augsburger Allgemeine, erschienen am 13. Mai 2025, S. 27.
  116. Dirk Übbing:Nach Städten benannte ICE der Deutschen Bahn AG (Memento vom 13. Oktober 2011 imInternet Archive) (PDF; 606 kB) L. O. K. Report.
  117. Ab heute gibt es Briefmarken zur Augsburger Puppenkiste.Augsburger Allgemeine, 10. August 2017.
  118. Innovation und Fortschritt aus über 2000 Jahren Stadtgeschichte. Deutsche UNESCO-Kommission, abgerufen am 5. März 2024. 
  119. Start. Abgerufen am 10. August 2023. 
  120. Christian Kolb:Städte – Heiliges Römisches Reich deutscher Nation. In:heiliges-römisches-reich.de, abgerufen am 23. Januar 2020 (private Webseite).
  121. Christiane Schillig:Wie entstanden die bayerischen Zwiebeltürme? In:Monumente, Jg. 25 (2015), Heft 5 (Oktober), S. 21.
  122. Website des Jüdischen Kulturmuseums eingesehen 26. Januar 2015.
  123. Kunstsammlungen und Museen Augsburg – Abgerufen am 11. Mai 2013.
  124. Franz Schreiber:Zur Augsburger Filmtheatergeschichte 1896–1950. In:Augen Blick mal (=Schriftenreihe der Museen des Bezirks Schwaben. Band 11). Gessertshausen 1995, S. 33–37(online).
  125. Bernd Wißner:175 Jahre Philharmonischer Chor Augsburg und seine Vorgänger. Wißner-Verlag 2018,ISBN 978-3-95786-143-6.
  126. Anti-AfD-Jodler: Queerer Chor erhält Drohungen und viel Zuspruch. In: queer.de. 23. Juli 2025, abgerufen am 25. Juli 2025. 
  127. "Scheiß-AfD"-Chor in Dauerschleife: Das bemerkenswerte Sommerinterview mit AfD-Chefin Weidel (Text und Audio). Die Presse, 22. Juli 2025, abgerufen am 25. Juli 2025. 
  128. Theater Augsburg (Memento vom 3. Juni 2017 imInternet Archive)
  129. Pressemitteilungen. Filmtage Augsburg
  130. Website derSTAC Festival gGmbH
  131. Das letzte STAC Festival im Reese Theater. Abgerufen am 12. April 2020. 
  132. Die Zukunft des STAC Festivals ist gesichert - Vier neue Spielorte angekündigt. In: Presse Augsburg. 22. September 2019, abgerufen am 12. April 2020. 
  133. Zahlen und Fakten. Augsburger Plärrer.
  134. Offizielle Webpräsenz. Augsburger Plärrer.
  135. Augsburger Sommernächte – die ganze Stadt ein Fest. Abgerufen am 17. Juli 2017. 
  136. Stirbt das Nachtleben in Augsburg aus? Trendyone.de, 16. August 2017, abgerufen am 27. November 2020. 
  137. EintragKneipe. In:Atlas zur deutschen Alltagssprache, 8. Januar 2011.
  138. Ein Eindruck bei Jörn Retterath:Auf zum Kneipenstudium! In:Presstige.org, 19. Mai 2013.
  139. Nicole Prestle:Stammt der Datschi wirklich aus Augsburg? In:Augsburger Allgemeine, 10. Oktober 2016;Zwetschgendatschi anno 1830. (Memento vom 10. August 2018 imInternet Archive) In:Stadtarchiv Augsburg.
  140. Hans Kratzer:Das Geheimnis von Datschiburg. In:Süddeutsche Zeitung, 13. Oktober 2013;Datschiburg. In:Stadtlexikon Augsburg;Datschiburger, der. In:Bairisches Wörterbuch.
  141. Türkspor Augsburg –Trainer Bender: „Wir sind verdient als Aufsteiger vom Platz gegangen“. In:Augsburger Allgemeine, 26. Mai 2019; abgerufen am 30. Mai 2019.
  142. Geht nicht gibt’s nicht! (Memento vom 25. Dezember 2013 imInternet Archive) TC Augsburg.
  143. Mein erster Verein: Philipp Kohlschreiber. (Memento vom 25. Dezember 2013 imInternet Archive) TC Augsburg.
  144. Sektion Augsburg, Deutscher Alpenverein,alpenverein.de, abgerufen am 7. Mai 2021
  145. Unsere Hütten in den Tannheimer, Lechtaler und Allgäuer Alpen. Sektion Augsburg des Deutschen Alpenvereins, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. Mai 2021; abgerufen am 7. Mai 2021. 
  146. Sektion Alpen.Net, Deutscher Alpenverein,alpenverein.de
  147. https://www.hallo-augsburg.de/surfwelle-augsburg-ein-ende-in-sicht-surfwelle-augsburg-startet-mit-testbetrieb_Pm6U
  148. Chronik. (Memento vom 2. August 2012 imInternet Archive) Skater Union Augsburg; abgerufen am 16. Juli 2012.
  149. Chronik Volleyball TG Viktoria Augsburg; abgerufen am 14. Juli 2012.
  150. Volleyball – Deutsche Meister. DVL – Deutsche Volleyball-Bundesliga; abgerufen am 14. Juli 2012.
  151. Volleyball – Pokalsieger Frauen. DVL – Deutsche Volleyball-Bundesliga; abgerufen am 14. Juli 2012.
  152. Teamübersicht – Statistiken und Infos über AuXburg Basketz. DRS, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. Dezember 2015; abgerufen am 27. Dezember 2015. 
  153. Augsburger Stadtlauf. (Memento vom 21. Juni 2013 imInternet Archive) SportScheck – Events.
  154. Augsburg 2022 - Kanu WM. Abgerufen am 11. März 2022. 
  155. Stadion – Zahlen & Fakten. In: FC Augsburg. Abgerufen am 16. März 2024. 
  156. Eiskanal Augsburg UNESCO Welterbe-Objekt - Regio Augsburg Tourismus. Abgerufen am 11. März 2022. 
  157. Stadt Augsburg. Abgerufen am 11. März 2022 (deutsch). 
  158. Außensportanlagen. Stadt Augsburg; abgerufen am 29. Juli 2015.
  159. Die Umweltzone – Maßnahme zur Luftreinhaltung. In: augsburg.de. Abgerufen am 20. Juli 2018. 
  160. Stadt Augsburg. Abgerufen am 20. Juni 2024 (deutsch). 
  161. https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/mehr-radfahrer-und-fussgaenger-studie-zu-verkehrsmitteln-in-augsburg-ueberrascht-105979348
  162. Klimaschutzbericht 2024. CO2-Bilanz nach Klimaschutz-Planer, CO2-Budget, Startbilanz der Stadtverwaltung Augsburg. (PDF) Stadt Augsburg, Januar 2024, abgerufen am 20. Juli 2024. 
  163. https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/radler-bewerten-fahrradfreundlichkeit-in-augsburg-als-mittelmaessig-bis-schlecht-109776777
  164. Florian Fuchs: Augsburg schließt den Radlervertrag. In: Süddeutsche Zeitung. 6. Juli 2021, abgerufen am 27. August 2024. 
  165. “Augsburger Radlnacht”: 3.500 Teilnehmer beim nächtlichen Spaßradeln. DAZ – Die Augsburger Zeitung, 17. Juli 2016, abgerufen am 20. Juli 2024. 
  166. Michael Hörmann: Warum es in Augsburg keine Radlnacht mehr gibt. Augsburger Allgemeine, 13. März 2024, abgerufen am 20. Juli 2024. 
  167. https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/augsburg-radlnacht-lockt-mehr-als-3000-teilnehmer-an-102868832
  168. https://www.neue-szene.de/magazin/news/augsburger-radlnacht-2025
  169. Verkehrsbetriebe. Stadtwerke Augsburg.
  170. abRoboter swa*lly ist wieder regelmäßig im Einsatz - Augsburg. In: B4B Schwaben. Abgerufen am 12. April 2020. 
  171. Stefan Mayr: Roboter Swally erzieht Raucher in Augsburg. Abgerufen am 12. April 2020. 
  172. swa*lly ist wieder für einen rauchfreien Königsplatz regelmäßig im Einsatz. In: Presse Augsburg. 7. Februar 2020, abgerufen am 12. April 2020. 
  173. Julia Sewerin: Augsburger Bodenampeln lösen weltweites Interesse aus. Abgerufen am 12. April 2020. 
  174. abSandra Liermann: Bompeln gehen um die Welt. Abgerufen am 12. April 2020. 
  175. Steve Przybilla: Unachtsame Fußgänger: Auch Bodenampeln halten Smartphone-Zombies nicht ab. 16. August 2018, abgerufen am 12. April 2020. 
  176. Dominik Baur:Über diese Straßenbahn redet ganz Deutschland. In:Die Tageszeitung: taz. 5. Februar 2020,ISSN 0931-9085,S. 5 (taz.de [abgerufen am 5. Februar 2020]). 
  177. Kostenlose City-Zone kommt ab Januar 2020. Abgerufen am 5. Februar 2020. 
  178. abDie Mobilitätsdrehscheibe Augsburg. Stadtwerke Augsburg
  179. Stadt Augsburg. Abgerufen am 17. März 2020. 
  180. abFakten. GVZ Güterverkehrszentrum Region Augsburg Grundstücke für Logistik und Services, abgerufen am 16. März 2020. 
  181. abcSchiene. GVZ Güterverkehrszentrum Region Augsburg Grundstücke für Logistik und Services, abgerufen am 16. März 2020. 
  182. Augsburg Hbf. Abgerufen am 10. März 2020. 
  183. Dossier. Abgerufen am 29. Februar 2020. 
  184. § 4 EBO - Einzelnorm. Abgerufen am 27. März 2020. 
  185. Aktuelle Infrastrukturprojekte - Die BEG. Abgerufen am 27. März 2020. 
  186. Linienübersicht & Fahrpläne. Abgerufen am 11. Juli 2024. 
  187. Liniennetz. Abgerufen am 11. Juli 2024. 
  188. ÖBB-„Nightjet“ übernimmt Nachtzugsverbindungen der … 7. Oktober 2016, abgerufen am 10. März 2020. 
  189. https://westbahn.at/news/unsere-reiseziele/stuttgart
  190. Bayerische Regiobahn erhält Zuschlag für Dieselnetz Augsburg II Übergang. Abgerufen am 29. Februar 2020. 
  191. Für mehr grünen Güterverkehr: Baustart zum Umschlagterminal Augsburg-Gersthofen (Pressemeldung). Deutsche Bahn AG, 8. Juli 2024, abgerufen am 8. Juli 2024. 
  192. Unternehmens-Profil der Augsburger Localbahn, abgerufen am 27. Februar 2021.
  193. Flughafendaten. In: Augsburg Airport. Abgerufen am 3. Juli 2020. 
  194. Flughafen Augsburg (EDMA) - Augsburg Airport. Abgerufen am 29. März 2020. 
  195. Informationen für Flugschüler - Augsburg Airport. Abgerufen am 29. März 2020. 
  196. Aktuelle Ergebnisse – VGR dL. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. Februar 2019; abgerufen am 7. Januar 2019. 
  197. Arbeitsmarkt im Überblick - Berichtsmonat Februar 2024 - Augsburg, Stadt. Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 18. März 2024. 
  198. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018. 
  199. PROGNOS Zukunftsatlas 2019. In: Handelsblatt online. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. Juli 2019; abgerufen am 10. Dezember 2019. 
  200. Standortanalyse für Augsburg. Exporo, abgerufen am 25. Juli 2018. 
  201. MLS wird alleiniger Eigentümer: LEDVANCE nun zu 100 Prozent in chinesischer Hand Bericht auf dem Portal B4BSchwaben – Wirtschaftsleben Schwaben vom 3. April 2018, abgerufen am 27. Oktober 2018
  202. Ledvance in Augsburg: In acht Wochen endet die Produktion Bericht in der TageszeitungAugsburger Allgemeine vom 5. August 2018, abgerufen am 27. Oktober 2018
  203. Fujitsu schließt Werk in Augsburg Bericht in der TageszeitungRheinische Post vom 26. Oktober 2018, abgerufen am 27. Oktober 2018
  204. Nach der Werksschließung: Was ist eigentlich aus Fujitsu geworden? Bericht in derAugsburger Allgemeinen vom 21. April 2022, abgerufen am 28. Juli 2024
  205. Augsburg: Fischgeschäft Schöppler hat zum 1. Februar geschlossen. In: Fischmagazin. 13. Februar 2014, abgerufen am 26. Juli 2018. 
  206. Andrea Wenzel: Kaum bekannt: Was Infineon am Standort Augsburg macht. Abgerufen am 1. Mai 2022. 
  207. abcAugsburger Allgemeine:Neuer Touristen-Rekord – Abgerufen am 29. März 2011.
  208. Messe Augsburg, Schwabenhalle (Memento vom 9. August 2018 imInternet Archive)
  209. Unsere Zeitung. Augsburger Allgemeine
  210. DAZ – Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
  211. Website. Stadtzeitung Augsburg.
  212. Impressum. (Memento vom 8. Februar 2007 imInternet Archive) Neue Szene Augsburg.
  213. Website von a3kultur
  214. Sebastian Pfister: Home. Abgerufen am 11. September 2020. 
  215. Presstige-Verlust. In:Augsburger Allgemeine. (Online [abgerufen am 16. Oktober 2016]). 
  216. Impressum. In: presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin. Abgerufen am 16. Oktober 2016. 
  217. Stadtarchiv: Jetzt spricht der neue Eigentümer
  218. Übersicht von einigen Radiosendern der Stadt Augsburg auf der Homepage von radio.de
  219. Satbeams – World Of Satellites at your fingertips. In: Satbeams Web and Mobile. Abgerufen am 9. November 2016. 
  220. Empfang. (Memento vom 21. Februar 2015 imInternet Archive) a.tv-Homepage
  221. Über uns. (Memento vom 7. März 2015 imInternet Archive) a.tv-Homepage
  222. Wasserbroschüre. (PDF; 7,5 MB) Stadtwerke Augsburg, abgerufen am 20. August 2021. 
  223. Klimaneutrales Wasser. Stadtwerke Augsburg, abgerufen am 20. August 2021. 
  224. Augsburger Trinkwasser – die Analysewerte. (PDF; 498 kB) Stadtwerke Augsburg, abgerufen am 20. August 2021. 
  225. Grobübersicht der Versorgungsdrücke. (PDF; 7,5 MB) Stadtwerke Augsburg, abgerufen am 20. August 2021. 
  226. Unsere Basistarife swa Trinkwasser. (PDF; 152 kB) Stadtwerke Augsburg, abgerufen am 20. August 2021. 
  227. Zahlen, Fakten und Geschichte. Stadtentwässerung Augsburg, abgerufen am 20. August 2021. 
  228. abInfobroschüre Stadtentwässerung Augsburg. (PDF; 3,5 MB) Stadtentwässerung Augsburg, abgerufen am 20. August 2021. 
  229. abVerfahrensbeschreibung des Klärwerks Augsburg. (PDF; 19 kB) Stadtentwässerung Augsburg, abgerufen am 20. August 2021. 
  230. Projektinformation Energiemanagement. (PDF; 389 kB) Stadtentwässerung Augsburg, abgerufen am 20. August 2021. 
  231. Aktuelles. (Memento vom 27. September 2007 imInternet Archive) Klinikum Augsburg Süd
  232. Auch das BKH Augsburg wird universitär. (Memento vom 7. Januar 2019 imInternet Archive) Universität Augsburg, Pressemeldung, 12. Dezember 2018; abgerufen am 7. Januar 2019.
  233. abcWerner Lengger: Universität Augsburg. In: Historisches Lexikon Bayerns. 2. August 2024, abgerufen am 8. Februar 2025. 
  234. Statistische Berichte – B3120C 202300 – Studierende an den Hochschulen in Bayern. Wintersemester 2023/24, korrigierte Fassung vom 19.09.2024. (PDF) In: Bayerisches Landesamt für Statistik. 19. September 2024, abgerufen am 8. Februar 2025. 
  235. Hochschule Augsburg: Hochschule Augsburg startet neuen Bachelorstudiengang Soziale Arbeit abgerufen am 16. Januar 2018
  236. Miriam Zissler:Hat Augsburg wieder mehr Studenten? In:Augsburger Allgemeine, 2. Oktober 2017;Hochschule in Zahlen. In:HS-Augsburg.de.
  237. Studium in Augsburg. FOM Hochschule; abgerufen am 29. April 2013.
  238. Bildungsportal. (Memento vom 28. August 2015 imInternet Archive) Stadt Augsburg
  239. Bildungsportal Augsburg:Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Augsburg@1@2Vorlage:Toter Link/augsburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven) – Abgerufen am 26. Dezember 2011.
  240. Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg:Wir über uns (Memento vom 14. August 2013 imInternet Archive)
  241. siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder unterListe „Korporativ Fördernde Mitglieder“. (Memento vom 14. Januar 2011 imInternet Archive; PDF) mpg.de
  242. Wir schließen für den Publikumsverkehr zum 9. Dezember 2022. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. Dezember 2022; abgerufen am 2. Dezember 2022. 

Dieser Artikel ist als Audioversion verfügbar:

Teil 1: Geographie
Teil 2: Bevölkerung
Teil 3: Geschichte
Teil 4: Politik
Teil 5: Kultur und Sehenswürdigkeiten
Teil 6: Sport und Freizeit
Teil 7: Wirtschaft und Infrastruktur
Teil 8: Bildung und Forschung
Teil 9: Persönlichkeiten, Zitate und Sprichwörter

Mehr Informationen zur gesprochenen Wikipedia

Navigationsleiste Jakobsweg „Bayerisch-Schwäbischer Jakobusweg

← Vorhergehender Ort:Gersthofen |Augsburg | Nächster Ort:Göggingen →

Ortsübersicht

Hauptroute:St. Jakob |Oettingen in Bayern |Megesheim |Polsingen |Maria Brünnlein |Wemding |Gosheim |Ronheim |Harburg |Marbach |Donauwörth |Mertingen |Druisheim |Kloster Holzen |Blankenburg |Kühlenthal |Markt |Biberbach |Gablingen |Gersthofen |Augsburg |Göggingen

Östliche Route:Göggingen |Straßberg |Reinhartshofen |Klimmach |Konradshofen |Siebnach |Ettringen |Türkheim |Bad Wörishofen |Dirlewang |Köngetried |Mussenhausen |Markt Rettenbach |Eheim |Ottobeuren |Niebers |Wolfertschwenden |Niederdorf |Thal |Bad Grönenbach

Westliche Route:Göggingen |Schloss Wellenburg |Kloster Oberschönenfeld |Weiherhof |Fischach |Wollmetshofen |Maria Vesperbild |Memmenhausen |Haselbach |Kirchheim in Schwaben |Loppenhausen |Kirchhaslach |Babenhausen |Winterrieden |Boos |Niederrieden |Memmingen |Dickenreishausen |Kronburg |Oberbinnwang |Rothenstein |Bad Grönenbach

Hauptroute:Bad Grönenbach |Altusried |Wiggensbach |Ermengerst |Buchenberg |Osterhofen |Rechtis |Weitnau |Wilhams |Aigis |Geratsried |Trabers |Mutten |Zell |Genhofen |Hopfen |Burkatshofen |Nagelshub |Simmerberg |Weiler im Allgäu |Manzen |Lindenberg im Allgäu |Allmannsried |Lötz |Kinberg |Niederstaufen |Sigmarszell |Schlachters |Streitelsfingen |Lindau (Bodensee) |Bad Schachen |Schwand |Reutenen |Wasserburg (Bodensee) |Nonnenhorn |St.-Jakobus-Kapelle

Landkreise:

Aichach-Friedberg |Altötting |Amberg-Sulzbach |Ansbach |Aschaffenburg |Augsburg |Bad Kissingen |Bad Tölz-Wolfratshausen |Bamberg |Bayreuth |Berchtesgadener Land |Cham |Coburg |Dachau |Deggendorf |Dillingen an der Donau |Dingolfing-Landau |Donau-Ries |Ebersberg |Eichstätt |Erding |Erlangen-Höchstadt |Forchheim |Freising |Freyung-Grafenau |Fürstenfeldbruck |Fürth |Garmisch-Partenkirchen |Günzburg |Haßberge |Hof |Kelheim |Kitzingen |Kronach |Kulmbach |Landsberg am Lech |Landshut |Lichtenfels |Lindau (Bodensee) |Main-Spessart |Miesbach |Miltenberg |Mühldorf am Inn |München |Neuburg-Schrobenhausen |Neumarkt in der Oberpfalz |Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim |Neustadt an der Waldnaab |Neu-Ulm |Nürnberger Land |Oberallgäu |Ostallgäu |Passau |Pfaffenhofen an der Ilm |Regen |Regensburg |Rhön-Grabfeld |Rosenheim |Roth |Rottal-Inn |Schwandorf |Schweinfurt |Starnberg |Straubing-Bogen |Tirschenreuth |Traunstein |Unterallgäu |Weilheim-Schongau |Weißenburg-Gunzenhausen |Wunsiedel im Fichtelgebirge |Würzburg

Kreisfreie Städte:

Amberg |Ansbach |Aschaffenburg |Augsburg |Bamberg |Bayreuth |Coburg |Erlangen |Fürth |Hof |Ingolstadt |Kaufbeuren |Kempten (Allgäu) |Landshut |Memmingen |München |Nürnberg |Passau |Regensburg |Rosenheim |Schwabach |Schweinfurt |Straubing |Weiden in der Oberpfalz |Würzburg

ab 1.000.000 Einwohner:

Berlin |Hamburg |Köln |München

ab 500.000 Einwohner:

Bremen |Dortmund |Dresden |Duisburg |Düsseldorf |Essen |Frankfurt am Main |Hannover |Leipzig |Nürnberg |Stuttgart

ab 250.000 Einwohner:

Aachen |Augsburg |Bielefeld |Bochum |Bonn |Braunschweig |Gelsenkirchen |Karlsruhe |Kiel |Mannheim |Mönchengladbach |Münster |Wiesbaden |Wuppertal

ab 100.000 Einwohner:

Bergisch Gladbach |Bottrop |Bremerhaven |Chemnitz |Darmstadt |Erfurt |Erlangen |Freiburg im Breisgau |Fürth |Göttingen |Gütersloh |Hagen |Halle (Saale) |Hamm |Heidelberg |Heilbronn |Herne |Ingolstadt |Jena |Kaiserslautern |Kassel |Koblenz |Krefeld |Leverkusen |Lübeck |Ludwigshafen am Rhein |Magdeburg |Mainz |Moers |Mülheim an der Ruhr |Neuss |Oberhausen |Offenbach am Main |Oldenburg (Oldb) |Osnabrück |Paderborn |Pforzheim |Potsdam |Recklinghausen |Regensburg |Remscheid |Reutlingen |Rostock |Saarbrücken |Salzgitter |Siegen |Solingen |Trier |Ulm |Wolfsburg |Würzburg

Dieser Artikel wurde am 18. Januar 2007 indieser Version in die Liste derexzellenten Artikel aufgenommen.
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Augsburg&oldid=264029740
Kategorien:
Versteckte Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp