Dies ist eine Schätzung der absoluten Anzahl an Kernsprengköpfen, die sich im Besitz von Staaten befanden (Zeitraum: 1945 bis 2010). Deutlich erkennbar sind die großen Arsenale der Sowjetunion/Russlands (rot) und der Vereinigten Staaten (blau). Ab 2006 führte Nordkorea erste Tests mit nuklearen explosiven Geräten durch. Das Land bezeichnet sich heute selbst als Atommacht, ist in dieser Grafik jedoch nicht dargestellt. Gemäß dem Atomwaffensperrvertrag gibt es fünf offizielle Atommächte und vier weitere Staaten im Besitz von Kernwaffen.
AlsAtommacht oderNuklearmacht (englischnuclear weapon state) wird einStaat bezeichnet, der überKernwaffen verfügt und zusätzlich überTrägersysteme verfügt, um die Kernwaffen einsetzen zu können. Seit der militärischen Nutzung der Kernenergie, auch bekannt als dasAtomzeitalter, existieren Atomwaffen.
Als Atommächte gelten nach demAtomwaffensperrvertrag bzw. Nichtverbreitungsvertrag (NVV) von 1968 die fünf LänderUSA,Russland,Großbritannien,Frankreich und dieVolksrepublik China.[1] Diese Länder sind dieKernwaffenstaaten und haben vor dem 1. Januar 1967 eine Kernwaffe oder einen anderen Kernsprengkörper hergestellt und zur Explosion gebracht. Die fünf Länder sind zugleich die fünfVetomächte bzw. ständigen Mitglieder desSicherheitsrates der UN.
NATO-Länder, wie ab 1955 auch (West-)Deutschland, sind Teil derverlängerte nuklearen Abschreckung, auch bekannt als „nuklearen Teilhabe“.[2][3]
Weitere bekannte Länder im Besitz von Kernwaffen sindIndien,Pakistan undNordkorea. Von weiteren Ländern (Israel,Iran) wird vermutet, einKernwaffenprogramm zu betreiben oder anzustreben. Andere Länder wiederum haben angestrebte Atomwaffenprogramme offiziell aufgegeben (Südafrika). Ebenfalls gibt es Länder, denen dietechnischen Möglichkeiten zur nuklearen Bewaffnung eingeräumt werden, z. B. Japan oder Südkorea. Letztere sind jedoch keine Nuklearmächte und werden hier nicht behandelt.
Militärische Verbände im Besitz von Atomwaffen werden auch alsAtomstreitkraft bezeichnet.
Die fünf Atommächte bekräftigten am 3. Januar 2022 in einem gemeinsamenStatement ihre Absichten, einenAtomkrieg und nuklearesWettrüsten vermeiden zu wollen.[4]
Offizielle Atommächte nach dem Nichtverbreitungsvertrag (NVV).Alle Kennzahlen Stand 2023 nach Schätzungen derFAS[5] undSIPRI[6]. Weitere Daten von derACA[7].
Land
Erstzündung
Kernsprengköpfe (davon aktiv und in Bereitschaft oder aktiv, aber gelagert) Stand 2023
Hinweis zu den Kennzahlen: Die in der Tabelle genannten Zahlen beruhen auf offiziellen Angaben der Staaten. Insbesondere die Daten von China und Großbritannien werden von Experten sowie ehemaligenIAEO-Mitarbeitern öffentlich angezweifelt. Großbritannien stellte 1997 die Veröffentlichung des jährlichen Bestandsberichts zum Kernwaffenprogramm ein[8] und soll – entgegen offiziellen Stellungnahmen – mit den USA neue Kernwaffen entwickeln.[9](Siehe auch die aktuellen Schätzungen der Kennzahlen.)
Pilzwolke nach Atombombenabwurf auf Nagasaki. Der Einsatz erfolgte am 9. August 1945.
Die Vereinigten Staatenentwickelten während desZweiten Weltkrieges die ersteAtombombe – ursprünglich aus der Angst heraus,Nazideutschland könnte eine nukleare Waffe zuerst fertigstellen und im Krieg einsetzen. Die USA testeten am 16. Juli 1945 erstmals eine Plutoniumbombe in der Wüste vonNew Mexico auf denWhite Sands Proving Grounds (Trinity-Test). Am 6. und 9. August 1945 setzten sie die neuartige Waffe erstmals bei denAngriffen auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki ein. Damit sind die USA bisher die einzige Nation, die Kernwaffen nicht nur getestet, sondern auch gegen die Zivilbevölkerung eines anderen Landes eingesetzt hat. Um das Jahr 1950 begann derRüstungswettlauf zwischen den USA und derSowjetunion, in dem die beidenSupermächte ein gigantisches Arsenal an nuklearen Waffen anhäuften. Ein weiterer Entwicklungssprung war hierbei dieWasserstoffbombe, die 1952 erstmals getestet wurde und ab 1954 zum Einsatz bereitstand.
Die Sowjetunion testete ihre erste Kernwaffe am 29. August 1949. Wesentliche Forschungsergebnisse aus dem US-Projekt waren durchSpionage erlangt worden. Die eigentliche Motivation zur Entwicklung nuklearer Waffen war, im sich seit 1945 anbahnendenKalten Krieg Anschluss an den Konkurrenten USA zu halten, was schließlich spätestens ab1950 zumRüstungswettlauf zwischen den beiden Mächten führte. Die erste sowjetische Wasserstoffbombe wurde am 12. August 1953 inSemipalatinsk getestet.[10] Eine weiterentwickelte Version mit einer Sprengkraft von etwa 1,6Megatonnen wurde 1955 gezündet.[11]
Auf dem Höhepunkt desKalten Krieges entwickelte die Sowjetunion mit der sogenanntenZar-Bombe die größte jemals entwickelte Bombe. Sie hatte eine Sprengkraft von 50 MT, war militärisch kaum einsetzbar und diente in erster Linie als Demonstrationsobjekt. Ursprünglich war sie für eine Sprengkraft von 100 bis 150 Megatonnen konzipiert, beim Test wurde diese jedoch, durch Entfernung der äußeren Uranummantelung und damit der 4. Stufe der Bombe, reduziert, da sonst unverantwortbar vielRadioaktivität freigesetzt worden wäre.
Bis etwa Ende der 1960er Jahre erreichte die Sowjetunion im Wettrüsten eine ungefähre nuklearstrategische Parität mit den anfangs überlegenen USA. Nach ihrer Auflösung im Dezember 1991 gingen ihre Nuklearwaffen, entsprechend der Vereinbarungen desBudapester Memorandums von 1994, in den BesitzRusslands über.
Russland verfügt nach westlichen Schätzungen 2021 über 6.255 Atomsprengköpfe[12], wovon 4.830 operativ sein sollen.[13]
Das Vereinigte Königreich führte am 3. Oktober 1952 seinen erstenKernwaffentest durch, dieOperation Hurricane vor der Küste Australiens. Das britische Projekt erhielt bereits während des Krieges wichtige Daten aus demManhattan-Projekt der USA, weshalb ein so rascher Erfolg möglich war. Ab 1958 nach Kriegsende kooperierten die beiden Länder eng bei der Entwicklung nuklearer Waffen durch dasMutual Defence Agreement (MDA). Den USA war daran gelegen, dass eine unabhängige Atommacht in Europa existiert, um die Sowjetunion in Schach zu halten. So flossen weiterhin wichtige Erkenntnisse nach Großbritannien, sodass das Land am 15. Mai 1957 seine ersteWasserstoffbombe testen konnte. Der Test fand ebenfalls vor Australien statt[14] (sieheListe von Kernwaffentests; diese ist nach Ländern sortierbar). Ein wichtiges Forschungszentrum war Harwell (AERE); die Produktion von Kernmaterial wurde inSellafield aufgebaut; es wurde durch denWindscale-Brand 1957 weltbekannt.
UnterCharles de Gaulle verfolgte Frankreich eine sehr isolationistische Außenpolitik, die u. a. zum Einstellen der militärischen Zusammenarbeit mit der NATO führte. Um trotzdem im Ring der Supermächte mitzuspielen, wurde dann unter beachtlichen Kosten ein eigenes Atombombenprojekt gestartet. Die Nukleartests fanden anfangs in französischen Kolonien in Nordafrika statt, wo gewisse Bevölkerungsteile und auch französische Soldaten durch die Strahlung Langzeitschäden davontrugen.
Der damaligeStaatspräsident von FrankreichJacques Chirac drohte im Januar 2006, wer als Staatsführer Frankreich mit terroristischen Mitteln angreife oder den Einsatz von Massenvernichtungswaffen auch nur erwäge, müsse sich auf eine „entschlossene und angepasste Antwort“ einstellen, die konventionell oder auch „anderer Art“ sein könne.
Die Volksrepublik China testete bislang 23 Atomwaffen oberirdisch und 22 unterirdisch. DasKernwaffentestgelände Lop Nor liegt in dem Gebirge Kuruk Tag bei demBosten-See inXinjiang. China hat 1964 den einseitigenVerzicht auf den Ersteinsatz von Kernwaffen erklärt. Die letzten Explosionen fanden 1996 statt.
Diese vier Staaten verfügen über Kernwaffen, sind aber dem Atomwaffensperrvertrag (NVV) nicht beigetreten oder haben nukleare Sprengsätze nach 1968 getestet. Nordkorea trat dem NVV 1985 bei, ist aber 2003 wieder ausgetreten.
Indien ist seit dem 18. Mai 1974 im Besitz von Kernwaffen, Atomtests wurden durchgeführt.[17] DasBulletin of the Atomic Scientists schätzte Indiens Arsenal 2002 auf 30 bis 35 Sprengköpfe, globalsecurity.org 2005 auf bis zu 150. Indien verzichtet seit 1999 einseitig auf die Option des nuklearen Erstschlags.
Daspakistanische Kernwaffenprogramm wurde erstmals am 27. Juni 1979 von dem US-amerikanischen Vertreter im IAEO-Gouverneursrat angesprochen. Entsprechende Anlagen seien im Land vorhanden und würden entwickelt. Finanziert werde das Programm von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Irak und Libyen. Die pakistanische Regierung dagegen betonte, sie denke nicht daran, eine eigene Atombombe herzustellen; das Kernprogramm diene friedlichen Zwecken.[18]
Pakistan besitzt vermutlich seit Beginn der 1980er Jahre Kernwaffen. Diese wurden unter Leitung vonAbdul Kadir Khan entwickelt und am 28. Mai 1998 zum ersten Mal getestet. Das Arsenal wird auf 24 bis 48 Sprengköpfe geschätzt, einige Quellen schätzen die Zahl auf bis zu 75.[19] Das Land behält sich im Rahmen seinerNukleardoktrin die Option auf einen atomarenErstschlag explizit vor.
Vor 1998 verkaufte Khan Anleitungen und Ausrüstungen für den Bau nuklearer Sprengsätze. Libyens DiktatorMuammar al-Gaddafi kaufte das Komplettprogramm, dieIslamische Republik Iran interessierte sich vor allem für Uran-Zentrifugen. MitNordkorea tauschte er Atomtechnologie gegen Baupläne für Langstreckenraketen. 2004 wurden diese Deals bekannt. Pakistans Führung behauptete, über die Geschäfte Khans in Unkenntnis gewesen zu sein. Der im Volk als Nationalheld verehrte „Vater der pakistanischen Bombe“ wurde für seine Taten nie belangt. Khan entschuldigte sich im pakistanischen Fernsehen öffentlich. 2009 schwärmte er über eine nukleare Partnerschaft mit Iran: beide Länder könnten in der Region einen starken islamischen Block bilden, „um uns internationalem Druck zu widersetzen“.[20]
Nordkorea betreibt nach eigenen Angaben ein Kernwaffenprogramm, in dessen Rahmen es Plutonium für mehrere Atombomben hergestellt hat. Im Februar 2005 erklärte das Land, Kernwaffen zu besitzen. Laut Meldung der nordkoreanischen NachrichtenagenturKCNA hat Nordkorea – internationalen Protesten zum Trotz – am 9. Oktober 2006 um 10:36 Uhr (Ortszeit) zum ersten Mal nach eigener Angabe eine Kernwaffe getestet. Russische Messstationen registrierten eine Magnitude der Stärke 3,6. Endgültige Beweise, dass es sich tatsächlich um einen Atomwaffentest handelte, ergaben die Testergebnisse eines US-amerikanischen Militärflugzeuges, das am 11. Oktober Luftproben über dem Gebiet der unterirdischen Explosion sammelte. Damit ist Nordkorea die neunte Nuklearmacht weltweit. Seit Mitte April 2012 bezeichnet sich Nordkorea auch inseiner Verfassung als Atommacht.[21] DasInstitute for Science and International Security schätzt Nordkoreas nukleares Arsenal auf 12 bis 27 Sprengköpfe. Nach nordkoreanischen Angaben wurde im Jahr 2017 erstmals eine Wasserstoffbombe auf nordkoreanischem Gebiet getestet.
Das israelische Atomprogramm begann in den 1950er Jahren mit Unterstützung Frankreichs. Zwar hat die israelische Regierung über Menge und Qualität ihres Kernwaffenarsenals nie ausdrücklich Auskunft gegeben, doch es gilt als sicher, dass Israel spätestens seit 1967 über Atombomben verfügt.[22] 1975 bot Israel Südafrika Atomwaffen zum Kauf an.[23] Genauere Informationen wurden erstmals 1986 öffentlich, alsMordechai Vanunu, damals Techniker amKernforschungszentrum Negev, Fotos und Unterlagen über das israelische Atomprogramm an die Presse weitergab. Basierend auf Vanunus Enthüllungen wurde das israelische Arsenal Anfang der 1990er Jahre auf 100 bis 200 Sprengköpfe geschätzt. Andere Schätzungen liegen bei 75 bis 130 Sprengköpfen Ende der 1990er Jahre; wieder andere liegen bei bis zu 400.
Ebenfalls wenig bekannt ist über eventuelleKernwaffentests Israels. Es ist gut möglich, dass Israel auf vollständige Kernwaffentests (im Gegensatz zum Test einzelner Bauteile ohneKettenreaktion) verzichten konnte. Erstens ist dasGun-Design, das bei derHiroshima-Bombe verwendet wurde, so einfach, dass auf Tests verzichtet werden kann. Zweitens wird spekuliert, dass Israel Zugriff auf die Daten französischer oder amerikanischer Atomtests hatte. Nicht geklärt ist, ob es sich beimVela-Zwischenfall 1979 südlich von Südafrika um einen Kernwaffentest mit israelischer Beteiligung handelte.
In einem Interview am 11. Dezember 2006 im Rahmen seines Deutschland-Besuchs deutete der israelische MinisterpräsidentEhud Olmert erstmals den israelischen Kernwaffenbesitz an, indem er ein unkontrollierbares Bedrohungspotenzial Irans gegenüber westlichen Atommächten wie Russland, Frankreich, den USA „und Israel“ kritisierte.[24][25] Im Mai 2009 beendete die amerikanische Regierung ihr Stillschweigen und verlangte einen Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag.[26]
FünfNATO-Staaten verfügen im Rahmen der sogenannten „nuklearen Teilhabe“ über die militärischen Mittel, taktische Atomwaffen aus US-amerikanischen Beständen einzusetzen. Diese werden meist langfristig in den jeweiligen Ländern gelagert und können im Kriegsfall im gegenseitigen Einvernehmen durch die Truppen des Gastlandes eingesetzt werden. Die Planung der nuklearen Strategie der NATO erfolgt über dieNukleare Planungsgruppe (NPG). Die Autorität über den Einsatz von US-Atomwaffen hat derUS-Präsident bzw.Command-in-Chief (CINC), siehe auchNational Command Authority.
Bereits derNS-Staat verfolgte ein Atomprogramm, das sogenannteUranprojekt. Dieses Programm hat letztendlich mit zumManhattan-Projekt der USA beigetragen, da die Furcht vor einem nuklear bewaffneten Deutschland in den USA zu groß war.[28]
Das US-amerikanische nukleare Pershing-System wurde ab 1960 in Westdeutschland aktiviert. Das Vorgängersystem warRedstone. Auf dem Foto ist einePershing II Rakete beim Start zu sehen. In diesem Zusammenhang sind die „Euro-Raketenkrise“ und derINF-Vertrag zu erwähnen.
Wie andereNATO-Staaten[29] verfügt die Bundesrepublik über eine nukleare Teilhabe an US-Kernwaffen,[30] die auf deutschen Waffenträgern eingesetzt werden können. Überdies hatFrankreich derdeutschen Bundesregierung bislang zweimalig eine deutsche Teilhabe an der Verfügungsgewalt und Einsatzentscheidung über die französischen Atomwaffen angeboten. Beidmalig lehnte die Bundesregierung dies jedoch mit dem Hinweis ab, dass die Bundesrepublik Deutschland den Erwerb von Atomwaffen nicht anstrebe und deswegen im Jahre 1969 dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten sei.
In Deutschland lagerten Stand 2019 im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“ rund 20 US-amerikanische Atombomben vom TypB61 auf demFliegerhorst Büchel.[27]
Im Februar 2021 stellten die Bundestagsfraktionen der ParteienDie Linke undBündnis 90/Die Grünen getrennte Anträge auf ein Ende der „nuklearen Teilhabe“ und einen Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zumAtomwaffenverbotsvertrag (TPNW). Die Anträge fanden keine parlamentarische Mehrheit.[31] Nach derBundestagswahl 2021 erklärte die grüne BundesaußenministerinAnnalena Baerbock, sie sehe Deutschland zur nuklearen Teilhabe „verpflichtet“.[32]
Das KampfflugzeugLockheed Martin F-35, das für dieBundeswehr angeschafft werden soll, wurde ausdrücklich unter dem Gesichtspunkt ausgewählt, nach der anstehenden Ausmusterung des TypsPanavia Tornado die „nukleare Teilhabe“ fortführen zu können.[33]
In Italien wurde 1948 eine Arbeitsgruppe gebildet, die den Bau eines Forschungsreaktors, von Schiffsreaktoren und von Kernwaffen vorbereiten sollte. Nach Verzögerungen, dem Scheitern multilateraler Abkommen und der Weigerung der Vereinigten Staaten,Polaris-Raketen an die italienische Marine zu liefern, wurde das italienische Kernwaffenprogramm im Jahr 1964 bei dem militärischen Kernforschungszentrum CAMEN beiPisa wieder aufgenommen und dann mit der Entwicklung der italienischenMittelstreckenraketeAlfa begonnen. Italien trat dem Atomwaffensperrvertrag 1968 bei, ratifizierte ihn jedoch erst 1975. Damit endete das italienische Kernwaffenprogramm.
Italien verfügt seit 1959 über eine nukleare Teilhabe an US-Kernwaffen. Stand 2019 lagerten rund 20 US-amerikanische Atombomben vom TypB61 auf derAviano Air Base und weitere 20 auf demMilitärflugplatz Ghedi.[27]
Stand 2019 lagerten rund 20 US-amerikanische Atombomben vom TypB61 im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“ auf demMilitärflugplatz Volkel.[27] Das niederländische Parlament untersagte 2012, neu anzuschaffende Kampfflugzeuge vom TypLockheed Martin F-35 mit den Vorrichtungen zum Einsatz von Atomwaffen auszustatten. Mit der anstehenden Ausmusterung derGeneral Dynamics F-16 würden den niederländischen Streitkräften damit keine Mittel zur „nuklearen Teilhabe“ mehr zur Verfügung stehen.[34]
Hinweis: Exakte Zahlen unterliegen teils der Geheimhaltung. Einige der Schätzungen stammen von der gleichen Quellen (H. Kristensen), siehe die Einzelhinweise.
Zwischen 1981 und 1991 gab die USDefense Intelligence Agency (DIA) jährlich eine Übersicht „Soviet Military Power“ heraus. Die Inhalte wurden bei der FAS archiviert.[35] Letzter Stand ist ein Report für 2017 „Russia Military Power“.[36]
Diesen Staaten wird unterstellt, sie hatten oder haben die Absicht, Kernwaffen zu produzieren. Viele Fakten dazu sind der Öffentlichkeit nicht bekannt; sie werden von Regierungen bzw.Geheimdiensten geheim gehalten bzw. nur wenigen Menschen zugänglich gemacht.
DieIslamische Republik Iran betreibt nach eigenen Angaben kein Kernwaffenprogramm. Die USA und auch die UN befürchten, dass Iran inoffiziell an einem Kernwaffenprogramm arbeitet, auch wenn dies durch dauerhafte und intensive Überwachung der Atomenergiebehörde IAEA nicht bestätigt wird. Ob Iran bereits über die technischen Einrichtungen verfügt, um selbst Kernwaffen zu bauen, ist nicht sicher. Am 11. Februar 2010 hat Irans Präsident das Land offiziell zum „Atomstaat“ erklärt, bestritt aber weiterhin militärische Absichten in diesem Zusammenhang.[37] Anfang Februar 2023 wurde bekannt, dass man in Iran mittlerweile eine Urananreicherung von bis zu 60 Prozent, also fast auf Waffenqualität, erreichen kann. Das stellt einen Verstoß gegen internationale Verträge dar.[38]
Weitgehend gesichert ist eine BeteiligungSaudi-Arabiens am pakistanischen Atom-Programm, welches das Land „zu einem nicht unerheblichen Teil finanziert hat“. Es wird vermutet, dass Saudi-Arabien eine Option auf die Bombe erhalten hat, „wenn sie das Verlangen danach verspüren“. Im Fall des Falles müsseRiad nicht erst mühsam Komponenten für ein eigenes Nuklearprogramm kaufen. „Die Saudis hätten genügend Geld, um fertige Atomwaffen zu kaufen“, so Oliver Thränert, Chef derForschungsgruppe Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik inBerlin.[39] Frühere, direkte Kontakte zuAbdul Kadir Khan sind nachgewiesen. In welchem Ausmaß dieStreitkräfte Saudi-Arabiens Zugriff auf pakistanische Nuklearwaffen haben, ist unklar.[40] Mit derCSS-2 und derGhauri II besitzen die Streitkräfte nuklearwaffenkompatibleTrägersysteme.
Die gesamte Nuklearstrategie ist noch weitaus stärker als gewöhnliche Militärstrategien durch reineTheorie, Spekulationen und Unwägbarkeiten charakterisiert, was vor allem mit den unvorstellbaren Auswirkungen zusammenhängt, die bereits eine einzige großeKernwaffendetonation hätte.
Man unterscheidet die Fähigkeit einer Atommacht zum sogenanntenErstschlag beziehungsweiseZweitschlag. Erstschlagfähigkeit ist gegeben, wenn der betreffende Staat die Fähigkeit besitzt, mit einem ersten Angriff die Nuklearwaffen eines Gegners komplett zu zerstören oder zumindest dessen Waffenarsenal so weit zu reduzieren, dass die Schäden eines eventuellen Gegenangriffs aus politischer und militärischer Sicht „akzeptabel“ erscheinen.
Als Zweitschlagfähigkeit bezeichnet man die Fähigkeit eines Staates, auch nach einem nuklearen Angriff auf das eigene Territorium nuklear zurückschlagen zu können. Benötigt werden für dieses Potential in erster Linie einFrühwarnsystem zur Sicherung vor Überraschungsangriffen, daneben ein belastbares Führungssystem für die eigenen Kräfte. Sehr wichtig ist ein großflächiger Stationierungsraum, wie er den beiden Supermächten zur Verfügung steht, außerdem Trägersysteme, die einen nuklearen Angriff überstehen können, wie an Landverbunkerte, vor allem aberseegestützteInterkontinentalraketen.
Ägypten begann 1954 sein Kernwaffenprojekt, maß dem Programm allerdings keine allzu große Bedeutung zu. 1961 wurde inKairo der Insha-Reaktor mit Unterstützung der Sowjetunion gebaut. Nach der Niederlage gegen Israel 1967 gab Ägypten das Projekt auf und unterzeichnete den Atomwaffensperrvertrag.[41] Der Insha-Reaktor ist immer noch in Betrieb, das Land plant den Bau weiterer Kraftwerke. Außerdem hält es Ausschau nach Möglichkeiten zur eigenen Urananreicherung.
Im Jahr 1991 erlangten die USA Kenntnisse über den geheimen Bau desBirine-El-Salam-Schwerwasserreaktors inAlgerien. DieWashington Post beschuldigte das Land, mithilfe der chinesischen Regierung Kernwaffen entwickeln zu wollen. Die damalige algerische Regierung bestätigte, einen Reaktor zu bauen, stritt aber militärische Zwecke oder Geheimhaltung ab. Unter internationalem Druck stellte Algerien den Reaktor unter Kontrolle derIAEO und unterzeichnete im Januar 1995 den Atomwaffensperrvertrag. Das Kernenergieprogramm blieb so intransparent wie möglich.[42]
Argentinien richtete 1950 die nationale AtombehördeComisión Nacional de Energía Atómica ein, um die Kernenergie für friedliche Zwecke zu nutzen. Allerdings nahm das Land 1978 unter der Militärregierung ein Kernwaffenprogramm auf. Das Projekt wurde nach der Demokratisierung im Jahr 1983 aufgegeben.[43] Jedoch enthalten einige inoffizielle Berichte sowie US-Geheimdienstdossiers Informationen darüber, dass Argentinien noch während der 1980er Jahre ein Programm zur militärischen Nutzung der Kernenergie unterhielt, das den Bau eines Nuklear-U-Boots vorsah. Grund dafür waren Rivalitäten mit dem NachbarlandBrasilien, das seinerseits ebenfalls ein Nuklearwaffenprogramm unterhielt.[44][45] Das Programm wurde um 1980 abgebrochen. Anfang der 1990er Jahre richteten Argentinien und Brasilien eine bilaterale Behörde ein, die mit Hilfe von gegenseitigen Kontrollen sicherstellen soll, dass beide Staaten jede Form von Nukleartechnologie ausschließlich zur Energiegewinnung einsetzen. Am 10. Februar 1995 trat Argentinien dem Atomwaffensperrvertrag bei.
Australien versuchte nach dem Zweiten Weltkrieg, nukleare Waffen in Zusammenarbeit mit demVereinigten Königreich zu entwickeln. Das Land stellteUran sowie Testgelände in der australischen Wüste für Raketen- undKernwaffentests zur Verfügung. Die australische Regierung war darüber hinaus amBlue-Streak-Raketenprogramm beteiligt. 1955 wurde mit einem britischen Unternehmen ein Vertrag über den Bau desHi-Flux Australian Reactor (HIFAR) abgeschlossen. Dies wurde als erster Schritt angesehen, größere Reaktoren zu errichten, die ausreichende Mengen an waffenfähigemPlutonium produzieren könnten. In den 1960er Jahren gab Australien allerdings seine nuklearen Ambitionen auf und unterzeichnete 1970 den Atomwaffensperrvertrag. 1973 wurde der Vertragratifiziert.[46]
Brasilien unterzeichnete 1968 denVertrag von Tlatelolco, der den Staaten Lateinamerikas und der Karibik den Erwerb und Besitz von Nuklearwaffen verbietet. Dennoch begann dasMilitärregime 1978 ein geheimes Kernwaffenprojekt unter dem Decknamen „Solimões“. Als das Land 1985 zur Demokratie zurückkehrte, beendete die gewählte Regierung sämtliche Programme zur militärischen Nutzung der Kernenergie.[44] Die offizielle Abkehr von Bestrebungen dieser Art erfolgte am 13. Juli 1998, als PräsidentFernando Henrique Cardoso sowohl den Atomwaffensperrvertrag als auch den Kernwaffenteststopp-Vertrag unterzeichnete und ratifizierte. Er dementierte, dass das Land nukleare Waffen entwickelt habe.[45]
Dasirakische Kernwaffenprogramm begann angeblich bereits Ende der 1960er Jahre, ohne dass es den irakischen Wissenschaftlern je gelang, eine funktionsfähige Bombe herzustellen. Das Programm erlitt Rückschläge durch die Zerstörung des mit französischer Hilfe gebauten ReaktorsOsirak durch Israel im Jahr 1981 sowie durch das Technologie-Embargo während und nach demIran-Irak-Krieg 1980 bis 1988, an das sich auch die Sowjetunion und China hielten. Imzweiten Golfkrieg „Desert Storm“ 1991 wurde der Großteil der Anlagen zerstört. Nach demEinmarsch der USA in den Irak 2003 wurden keine Beweise für eine Wiederaufnahme des Kernwaffenprogramms und für die Existenz von atomarenMassenvernichtungswaffen gefunden.
InJugoslawien begannen die Bestrebungen zur Entwicklung von Kernwaffen bereits in den 1950er Jahren mit Forschungen zurUrananreicherung. 1956 wurde dieVinča-Anlage zur Anreicherung von Kernbrennstoffen errichtet; 1958 und 1959 folgte der Bau von Forschungsreaktoren. Für letztere stellte dieSowjetunionschweres Wasser sowie angereichertes Uran zur Verfügung. Bereits 1966 begann in der Vinča-Anlage auch die Produktion vonPlutonium, die einige Gramm waffenfähiges Plutonium hervorbrachte. Während der 1950er und 1960er Jahre bestand im Bereich der Plutoniumanreicherung auch eine Zusammenarbeit mitNorwegen. 1960 setzteTito das Programm aus unbekannten Gründen aus, nahm es dann aber 1974 wieder auf, nachdemIndien die ersten Atomtests durchführte. Auch nach Titos Tod wurde das Programm fortgeführt, nun allerdings in zwei Sparten aufgeteilt: eine für militärische Nutzung und eine für zivile Kernenergie. Letztere brachte 1983 dasKernkraftwerk Krško hervor, das heute vonSlowenien undKroatien gemeinschaftlich zur Elektrizitätserzeugung betrieben wird. Im Jahr 1987 wurde dann die Entscheidung getroffen, sämtliche militärischen Atomprojekte einzustellen.
Nach demZerfall Jugoslawiens gingen die Vinča-Laboratorien zusammen mit 50 kg hochangereichertem Uran (HEU) in den Besitz derBundesrepublik Jugoslawien über. DieNational Nuclear Security Administration arbeitete seit 1996 mit Serbien zusammen, um die Sicherheitsstandards der Anlage zu verbessern. Während des Angriffs derNATO auf Jugoslawien 1999 im Verlauf desKosovokriegs wurde die Vinča-Anlage nie bombardiert; das Bündnis war sich der Existenz und der Gefahr des angereicherten Urans bewusst. Im Rahmen derNuclear Threat Initiative wurden 2002 48,4 kg HEU nachRussland transportiert. Weitere 13 kg HEU (zusammen mit 2,5 t niedrig angereichertem Uran) wurden 2010 nach Russland transportiert, wonach Serbien über keine Bestände an HEU mehr verfügt.[47][48]
Libyen unterzeichnete den Atomwaffensperrvertrag 1969. In den 1970er Jahren wurde ein Vertrag mit der Sowjetunion abgeschlossen, um das zivileKernkraftwerk Sirt zu errichten.Muammar al-Gaddafi allerdings erklärte, Kernwaffen entwickeln zu wollen, da auch Israel Kernwaffen habe. Libyen erhielt 1979 einen sowjetischen Reaktor und tauschte außerdem Kenntnisse und Material mitPakistan aus. 1984 kaufte das Land einen weiteren Reaktor von der Sowjetunion.[49] Im Dezember 2003 hat es angekündigt, alle Programme für Massenvernichtungswaffen aufzugeben und internationale Inspektionen zuzulassen; 2004 folgte der Beitritt zum Kernwaffenteststopp-Vertrag. Daraufhin wurden bestehende Handelsembargos gegen Libyen aufgehoben.
Ab 1960 besaß dieVolksrepublik Polen 200 Atomwaffen und 70 Startvorrichtungen, die von der Sowjetunion übergeben wurden. Ende der 1960er Jahre wurden die Waffen an die Sowjetunion zurückgegeben und diese stationierte eigene Atomwaffen in ihrenSatellitenstaaten.
Polen initiierte in den 1960er Jahren ein Nuklearprogramm. Die erste kontrollierte Kernspaltung erfolgte gegen Ende des Jahrzehnts. Während der 1970er Jahre wurde das Projekt fortgeführt, den Forschern gelang die Erzeugung von Neutronen aus Fusion mittels konvergenter Schockwellen. In den Folgejahren richteten sich die Anstrengungen auf mikro-nukleare Reaktionen. Heute betreibt Polen denForschungsreaktor Maria inŚwierk naheWarschau unter Aufsicht des Atomenergieinstituts. Das Land trat dem Atomwaffensperrvertrag bei und besitzt offiziell keine Kernwaffen.
DieRepublik China (Taiwan) unterhielt von 1964 bis 1988 ein Nuklearwaffenprogramm, das auf Druck der USA eingestellt wurde.[50] 1968 unterzeichnete das Land den Atomwaffensperrvertrag. Laut einem Memorandum des US-Verteidigungsministeriums von 1974 erklärte der damalige US-VerteidigungsministerJames Schlesinger bei einem Gespräch mit BotschafterLeonard Unger, dass die Vereinigten Staaten ihre in Taiwan stationierten Kernwaffen abziehen müssten.[51] Die Republik China gibt an, momentan an derTien Chi zu arbeiten, einer Kurzstreckenrakete, die die Küste derVolksrepublik China erreichen könnte.[52]
Rumänien unterzeichnete 1970 den Atomwaffensperrvertrag. Dennoch unterhielt das Land unterNicolae Ceaușescu in den 1980er Jahren ein geheimes Kernwaffenprogramm. Mit dem Sturz Ceaușescus endete auch das Projekt. Rumänien besitzt heute ein Kernkraftwerk mit zwei in Betrieb befindlichen Reaktoren (Cernavodă), das mit kanadischer Hilfe errichtet wurde. Außerdem wird im Land Uran sowohl abgebaut als auch für die Benutzung im Kraftwerk angereichert. Ein ziviles Forschungsprogramm besteht ebenfalls.[53]
Schweden forschte während der 1950er und 1960er Jahre an Kernwaffen, um sich gegen eine eventuelle Invasion derSowjetunion verteidigen zu können. Eine Forschungseinrichtung sollte in Studsvik beiNyköping errichtet werden. Der Forschungskomplex an diesem Ort wird heute noch durch dasgleichnamige Unternehmen betrieben. Das UnternehmenSaab legte Pläne für einen nuklearen Überschallbomber vor, denA36 – das zum Bau einer nuklearen Bombe notwendige Know-how war vorhanden. Nachdem es aber alle wichtigen Kenntnisse erlangt hatte, entschloss sich das Land, keine Kernwaffen zu bauen, und unterzeichnete den Atomwaffensperrvertrag.
In derSchweiz wurde 1945 die geheime Studienkommission für Atomenergie (SKA) unter Vorsitz des PhysikersPaul Scherrer mit dem Ziel einer Schweizer Atombombe gebildet. In den 1960er Jahren war die Produktion von 200 Atombomben, 150 Atomsprengköpfen für Raketen und 50 Sprengköpfen fürArtilleriegeschosse als Gegengewicht zu einer möglichen Atombewaffnung der Bundesrepublik Deutschland geplant. Diese Bestrebungen wurden erst mit der koordinierten Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrages durch die Schweiz am 27. November und die Bundesrepublik Deutschland am 28. November 1969 zurückgefahren.[54]
Die Schweiz besaß mit den ReaktorenDiorit (1960–1977) undLucens (1968–1969) zwei zur Produktion von waffenfähigem Plutonium geeignete Schwerwasserreaktoren.[55] Das Programm wurde 1988 aufgegeben.[56][57]
Südafrika entwickelte unter derApartheid-Regierung Atomwaffen,[58] aller Wahrscheinlichkeit nach in Kooperation mitIsrael. Im März 1975 führten die damaligen Verteidigungsminister Israels,Schimon Peres, und Südafrikas,Pieter Willem Botha, Gespräche über den Verkauf israelischer Atomwaffen an Südafrika.[23] Es wird spekuliert, dass es sich beimVela-Zwischenfall am 22. September 1979 um einenKernwaffentest Südafrikas handelte, der möglicherweise ebenfalls mit israelischer Beteiligung ausgeführt wurde. Vor dem Ende der Apartheid zerstörte Südafrika mit US-amerikanischer Unterstützung 1991 seine sechsKernwaffen, um danach dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten und sich damit wieder in die internationale Gemeinschaft eingliedern zu können. Bis 1994 wurden die meisten südafrikanischen Kernwaffenanlagen abgebaut, einzelne sind aber noch vorhanden.[59]
Nach demZerfall der Sowjetunion gab es neben Russland drei Nachfolgestaaten der UdSSR mit Kernwaffen: dieUkraine,Belarus undKasachstan. Die Ukraine war zeitweise das Land mit dem drittgrößten Kernwaffenarsenal der Erde. Alle diese Staaten waren Vertragsparteien des START-1-Vertrages, welcher 1991 von der Sowjetunion und den USA unterzeichnet wurde und 1995 in Kraft trat. Die Ukraine, Belarus und Kasachstan bekannten sich zum Atomwaffensperrvertrag und sicherten zu, ihr Kernwaffenarsenal zu vernichten. Kasachstan und Belarus wurden bis 1996 kernwaffenfrei. Der letzte ukrainische Sprengkopf wurde im Oktober 2001 in Russland vernichtet.[60]
2014 verklagten dieMarshallinseln die Atommächte USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea vor demInternationalen Gerichtshof. Nach Auffassung des Inselstaates kommen die genannten Staaten nicht ihrer Verpflichtung zur atomaren Abrüstung nach.[61][62]
Henry A. Kissinger:Nuclear Weapons and Foreign Policy (= Council on Foreign Relations). Harper & Brothers, New York 1957 (englisch,archive.org).
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