Die Gemeinde in der LandschaftSanterre liegt am rechten Ufer desOmignon, eines Zuflusses derSomme, und nördlich derAutoroute A29 mit der Auffahrt 54 von derDépartementsstraße 937 (herabgestufte N37) im Gemeindegebiet. Im Norden erstreckt sich die Gemeinde bis zur D 1029 (Chaussée Brunehaut). Von West nach Ost durchzieht die D 45 die Gemeinde. Zu Athies gehört der Ortsteil Fourques am linken Ufer des Omignon. Die Flurnamen Les Vignes und Les petites Vignes am Nordufer des Omignon deuten auf früheren Weinbau hin.
In Athies sind Reste einergallo-römischen Villa erhalten. Im Ort stand einmerowingischer Palast, dessen genaue Lage nicht bekannt ist. Hierher wurdeRadegundis, die spätere Gemahlin vonChlothar I., verschleppt.
ImErsten Weltkrieg erlitt Athies in derSchlacht von Arras, unter anderem auch durch von den Sprengungen durch dieMineure der britischen Truppen vor dem Angriff und beim anschließenden Rückzug der deutschen Truppen, schwere Schäden. Die Gemeinde wurde mit demCroix de guerre 1914–1918 ausgezeichnet.
Die Mariä-Himmelfahrts-Kirche (Notre-Dame de l’Assomption) wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Turm und Gewölbe wurden nach demErsten Weltkrieg erneuert.
Das Portal der Kirche Sainte-Radegonde ist seit 1862 alsMonument historique klassifiziert.[1]
Pierre Leman:Athies, Arrondissement of Péronne, canton of Chaulnes, Somme, France. In:Richard Stillwell u. a. (Hrsg.):The Princeton Encyclopedia of Classical Sites. Princeton University Press, Princeton NJ 1976,ISBN 0-691-03542-3 (englisch,perseus.tufts.edu).