| Klassifikation nachICD-10 | |
|---|---|
| E66.2 | Übermäßige Adipositas mit alveolärer Hypoventilation |
| G47.3 | Schlafapnoe |
| R06 | Störungen der Atmung |
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| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nachICD-11 | |
|---|---|
| MD11.Y | Sonstige näher bezeichnete Störungen der Atmung |
| ICD-11:Englisch •Deutsch (Entwurf) | |


MitHypoventilation bezeichnet man eine für den Gasaustausch von Organismen unzulängliche Atmung, die zu oberflächlich und/oder zu langsam sein kann. Dadurch kommt es im Blut zu einem Abfall desSauerstoff-Gehalts sowie einem Anstieg desKohlenstoffdioxids (Hyperkapnie) mitrespiratorischer Azidose.[1] Die Veränderungen können lebensbedrohlich sein.
Zur Diagnose dient dieBlutgasanalyse[1] oder als kontinuierliches und nicht-invasives Monitoring diePulsoxymetrie[1] oder transkutane Kohlenstoffdioxidpartialdruck-Messung (pCO₂).
Beichronischen Lungenfunktionsstörungen (z. B. COPD) kann sich der Körper bis zu einem gewissen Maß an die veränderten Bedingungen anpassen. Es kommt zu einer Gewöhnung an den vermindertenSauerstoffgehalt des Blutes. Die Veränderungen desSäure-Base-Haushalts durch den erhöhten Kohlendioxidanteil werden durch eine vermehrte Ausscheidung von Säuren über dieNierenkompensiert. Trotzdem sollten die Grundkrankheit optimal behandelt und die Ursache (z. B.Rauchen) beseitigt werden.
Tritt die Hypoventilation plötzlich auf, wie es bereits beiKurznarkosen beispielsweise im Rahmen einerMagenspiegelung häufig vorkommt, kann durch Gabe von Sauerstoff ein kritischer Abfall des Blutsauerstoffgehalts verhindert werden. Voraussetzung ist, dass die Atmung grundsätzlich noch funktioniert. Ist diese Maßnahme nicht ausreichend, kann zunächst über eineMund-zu-Mund-Beatmung oder eineMasken-Beatmung der Gasaustausch gewährleistet werden. Bei einem länger anhaltenden Problem wird dies mit maschineller Unterstützung im Rahmen einernicht-invasiven Maskenbeatmung oder einer invasiven Beatmung nachIntubation durchgeführt.
Eine Sonderform stellen die häufig nicht bemerkten Atemregulationsstörungen im Schlaf (Schlaf-Apnoe-Syndrome) dar. Nach Therapie einer auslösenden Grundkrankheit (schlecht eingestellterBluthochdruck,Herzschwäche,Schnarchen) wird imSchlaflabor eine nichtinvasive Maskenbeatmung angepasst.[2]