DerAtari MegaSTE ist eine Variante desAtari 1040 STE und wurde im Jahr 1991 eingeführt, um den technisch überholtenMegaST abzulösen und einen Kompromiss zwischen dem günstigen 1040 STE und dem teuren High-End-ModellTT anbieten zu können. Gegenüber dem 1040 STE wurde der MegaSTE in folgenden technischen Eigenschaften weiterentwickelt:

Während der MegaSTE technisch auf dem 1040 STE basierte, wurde das – recht eigenwillige – Gehäuse vom TT übernommen, wie alle ST-Computermausgrau gefärbt. Einerseits verfügte der MegaSTE damit über eine exzellente abgesetzteTastatur, Platz für interne Erweiterungen und konnte problemlos unter dem Monitor platziert werden, andererseits fehlten dem MegaSTE dadurch die erweitertenJoystick-Anschlüsse des 1040 STE. Dafür verfügte er, im Gegensatz zum TT, über einenHF-Modulator zum Anschluss an einen Fernseher.
Die frühen Modelle wurden mit einemDD-Diskettenlaufwerk und TOS 2.05 ausgeliefert, das eine überarbeiteteDesktop-Umgebung, Tastaturkürzel, nachladbareIcons und frei platzierbare Verknüpfungen bot. Auf Diskette war außerdem das modulare Kontrollfeld „XControl“ enthalten.
Spätere Modelle enthielten TOS 2.06 und wurden meist vom Händler mit einemHD-Diskettenlaufwerk ausgerüstet. Eine interneDIP-Schalterleiste ermöglichte das Konfigurieren des Rechners, so dass dasBetriebssystem im Dialog „Diskette formatieren“ dann auch die „Hohe Speicherdichte“ anbot.
Der Atari-eigeneHostadapter zum Betrieb einer internen Festplatte war primär für die von Atari selbst angebotenen 48-MB- und 80-MB-Laufwerke gedacht und war nicht für den Anschluss von externen Festplatten geeignet, so dass einige Händler recht früh eigeneSCSI-Adapter anboten.
Aufgrund seiner recht bescheidenen Leistungsdaten – insbesondere im Vergleich zu den Anfang der 1990er Jahre aufkommenden80386- und80486-basiertenPCs – fiel der Preis des Atari MegaSTE bereits kurz nach dessen Einführung. Kurzzeitig schien er sich im semi-professionellen und privaten Umfeld als günstiges Arbeitsgerät zu etablieren, zum Beispiel zurTextverarbeitung,DTP und, dank den integriertenMIDI-Schnittstellen, Musikerzeugung. Doch mit der Etablierung vonMicrosoft Windows alsDe-facto-Standard für Computer verschwand der MegaSTE vom Markt.
Vortex bot eine Adapterkarte an, auf der ein 386SX[1] mit lokalem Speicher verlötet war und die in denProzessorsockel des STE gesteckt wurde. Die 68000 des STE fand wiederum auf der Adapterkarte Platz. Damit ließen sich DOS und Windows nativ betreiben, mit Zugriff auf die Festplatte des STE (bis zu 16 MiB Partitionsgröße.)
Mit Hilfe von Emulatoren wie zum Beispiel STEEM Engine oderHatari kann ein großer Teil der Software, die für den MegaSTE entwickelt wurde, auf heutigen Computern verwendet werden.[2][3]