HMSAstute | ||||||||||||||
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DieAstute-Klasse ist die neueste Generation vonAtom-U-Booten derbritischenRoyal Navy. DieJagd-U-Boote (SSN) werden seit 2010 in Dienst gestellt und ersetzen dieTrafalgar-Klasse aus den 1980er Jahren. Geplant ist die Anschaffung von insgesamt sieben U-Booten dieser Klasse. Im Vergleich zu den 30 Jahre älteren Vorgängern erlaubt dieAstute mehr Waffenzuladung, besser verschlüsselte Kommunikation und ist schwerer zu orten. Die Kosten pro Schiff werden derzeit mit ungefähr 1,3 Milliarden Euro angegeben.
Bereits in den 1980er-Jahren plante die Royal Navy, auf absehbare Zeit ihre U-Boote derSwiftsure-Klasse zu ersetzen. Mit dem Ende desKalten Kriegs änderten sich jedoch auch bei der Royal Navy die Prioritäten. Während der ursprüngliche Entwurf ein weiteres Jagd-U-Boot zur Abwehrsowjetischer U-Boote vorsah, benötigte man nun einen Bootstyp, der vorrangig militärische Operationen rund um den Globus unterstützen sollte. Der Versuch vonVickers Shipbuilding hierzu eine modifizierte Version derTrafalgar-Klasse zu bauen, erwies sich als zu kostspielig und wenig effizient. 1997 erhieltBAE Naval Systems daher den Auftrag zum Bau eines völlig neuen U-Boot-Typs. Man griff hierbei auf die Erfahrungen mit den raketentragendenSSBNs derVanguard-Klasse sowie der inzwischen modernisiertenTrafalgar-Klasse zurück.
Im Zuge der Verkleinerung derJagd-U-Boot-Flotte von dreizehn auf sieben U-Boote wurde 2003 entschieden, die sechs Boote derSwiftsure-Klasse ersatzlos auszumustern und dieAstute-Klasse nun als Ersatz für die sieben Einheiten derTrafalgar-Klasse vorzusehen.
Am 31. Januar 2001, exakt 100 Jahre nach der Kiellegung des ersten britischen U-Bootes, derHolland 1, fand die Kiellegung derAstute inBarrow-in-Furness statt. Der Stapellauf fand am 8. Juni 2007 statt, getauft wurde dieAstute durchCamilla, Duchess of Cornwall. Die Indienststellung erfolgte am 27. August 2010.
Die ursprünglichen Planungen der Royal Navy sahen die Anschaffung von sieben U-Booten derAstute-Klasse vor. 1997 war jedoch lediglich eine erste Bauserie mit drei U-Booten geordert worden, im Mai 2007 wurde der Vertrag für das vierte U-Boot unterzeichnet. Die Bestellung für die fünfte und sechste Einheit der Klasse wurde am 25. März 2010 bestätigt, ob das geplante siebte U-Boot ebenfalls gebaut wird, war lange Zeit offen.[1] In dem am 19. Oktober 2010 veröffentlichten Weißbuch bestätigte die Regierung die Anschaffung von sieben Einheiten derAstute-Klasse.[2]

Die U-Boote derAstute-Klasse werden von einemRolls-Royce-PWR2-Druckwasserreaktor angetrieben. Hierbei handelt es sich um eine leicht modernisierte Version des Reaktors derVanguard-Klasse. Der wesentliche Vorteil dieses Reaktors ist, neben einer höheren Geschwindigkeit und einem leiseren Antrieb, dass er durch die Verwendung neuartiger Brennelemente, dem sogenannten „Core H“, während der gesamten Dienstzeit der U-Boote nicht wiederaufgefüllt werden muss. Das Wiederauffüllen der Reaktoren war bislang eine langwierige und kostspielige Angelegenheit. Ein Nachteil des Reaktors ist, dass er eigentlich für die doppelt so großenballistischen U-Boote derVanguard-Klasse gebaut wurde und daher sehr viel Platz einnimmt. Dies ist einer der Gründe, weswegen die U-Boote derAstute-Klasse die größten je inEuropa gebautenSSN sein werden.[3]
Die Außenhülle der U-Boote ist aus speziell gehärtetem Stahl (Q1N) gefertigt[4] und von schalldämmenden Gummikacheln ummantelt. Nach einem Brand am Turm derAstute wurden die Kacheln dieses Schiffes mit einer feuerfesten Speziallackschicht überzogen. Bei den nachfolgend gebauten Booten der Klasse sind die Kacheln selbst feuerfest.
Die U-Boote werden mit modernster Technologie zur Seeüberwachung sowie für Aufklärungseinsätze ausgestattet sein. Die Bewaffnung besteht aus einem Mix ausTorpedos,Anti-Schiff-Raketen undTomahawk-Marschflugkörpern. Entgegen der ursprünglichen Planung, die den Einsatz von Tomahawk-Block-III-Marschflugkörpern vorsah, wird die Royal Navy die U-Boote nun mit dem Tomahawk Block IV (Tactical Tomahawk) ausstatten. Insgesamt werden die U-Boote 50 Prozent mehr Waffen mitführen können als ihre Vorgänger.
Zu Beginn der Entwicklung war geplant, pro U-Boot nicht mehr als eine MilliardePfund (ca. 1,5 MilliardenEuro) auszugeben. Im Verlauf der Entwicklung kam es jedoch mehrfach zu Problemen und Verzögerungen, die die Kosten in die Höhe trieben. Nach offiziellen Angaben wird die Royal Navy für die ersten drei U-Boote nun insgesamt 3,5 Milliarden £ zahlen. Für die drei U-Boote der zweiten Bauserie wird derzeit ein Budget von 2 Milliarden Pfund veranschlagt, da die Entwicklungskosten ausschließlich auf die ersten drei U-Boote umgelegt wurden. Für das siebte U-Boot sind 680 Millionen Pfund eingeplant. Hieraus ergibt sich ein Durchschnittspreis von etwa 900 Millionen Pfund pro U-Boot, was innerhalb des ursprünglichen Kostenrahmens liegt.

| Kennung | Name | Kiellegung | Stapellauf | Indienststellung | Verbleib |
|---|---|---|---|---|---|
| S119 | HMSAstute | 21. Januar 2001 | 8. Juni 2007 | 27. August 2010[5] | aktiv |
| S120 | HMSAmbush | 22. Oktober 2003 | 6. Januar 2011 | 1. März 2013 | |
| S121 | HMSArtful | 11. März 2005 | 17. Mai 2014 | 18. März 2016[6] | |
| S122 | HMSAudacious | 24. März 2009 | 28. April 2017[7] | 23. September 2021[8] | |
| S123 | HMSAnson | 14. Oktober 2011 | 19. April 2021[9] | 31. August 2022[10] | |
| S124 | HMSAgamemnon | 18. Juli 2013 | 2. Oktober 2024[11] | 22. September 2025[12] | |
| S125 | HMSAchilles[13] | 14. Mai 2018 | (2028/2029) | im Bau |
Das letzte Boot, dieAchilles, sollte zunächstAgincourt heißen, wurde aber noch vor ihrem Stapellauf umbenannt.[14]