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Askanier

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Wappen des Herzogtums Anhalt
Wappen der Askanier[1]

DieAskanier, auch bezeichnet alsHaus Anhalt und alsAnhaltiner, sind ein ab dem 11. Jahrhundert namentlich historisch nachweisbaresaltsächsischesHochadelsgeschlecht. SeineStammburgenBallenstedt,Anhalt,Aschersleben undBernburg[2] liegen in der heutigenRegion Anhalt inSachsen-Anhalt. DieRuine derBurg Anhalt befindet sich imHarz nordöstlich vonHarzgerode. Die BezeichnungAskanier entstand aus derLatinisierung des Burgsitzes Aschersleben.[3]Albrecht der Bär wurde 1138Herzog von Sachsen und mit derBeherrschung der Mark Brandenburg 1150 dererste Markgraf im vormalsslawischen Siedlungsraum. Im Jahr 1180 gelangten östliche Gebiete desStammesherzogtums Sachsen an den AskanierBernhard von Sachsen. Als Herzöge vonSachsen-Wittenberg erhielt die Familie 1356 die erblicheKurwürde. DasGeschlecht beherrschteAnhalt-Dessau,Anhalt-Bernburg,Anhalt-Köthen,Anhalt-Zerbst,Anhalt-Plötzkau undAnhalt-Aschersleben. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts ist nur noch der anhaltinische Zweig existent.Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg erlangte im April 1806 als erster der anhaltischenFürsten dieHerzogswürde. Bei denLinien Anhalt-Köthen und Anhalt-Dessau wurde der Herzogtitel 1807 angenommen. Im Jahr 1863 entstand dasHerzogtum Anhalt[4] und es existierte nur noch die Dessauer Linie, für dieAribert von Anhalt aufgrund derNovemberrevolution 1918 denThronverzicht im Herzogtum erklärte[5] und deren Familienoberhaupt seit 1963Eduard Prinz von Anhalt ist.

Geschichte im Überblick

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Von den Anfängen bis vor 1212

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Schloss Ballenstedt

Die Askanier stammen nachweisbar als Grafenvon Ballenstedt aus einer Gegend, die heute zumsachsen-anhaltischenLandkreis Harz gehört. Auch hatte die Familie vom Beginn ihrer Geschichte an Besitz in den heutigen LandkreisenSalzlandkreis undAnhalt-Bitterfeld. Ballenstedt,Aschersleben und schließlich dieBurg Anhalt bildeten die wichtigsten Stammburgen des Geschlechts, dessen namensgebender Stammsitz im 11. und 12. Jahrhundert Ballenstedt war. Diese Besitzungen und weiterer Besitz im heutigen Anhalt ließen im 13. Jahrhundert mehrere anhaltische Fürstentümer entstehen. Meist bestanden über die Jahrhunderte hinweg Familienzweige, sodass die Eigentumskonzentration in einer Hand aufgrund derzahlreichen Landesteilungen die seltene Ausnahme bildete.

Über den ersten namentlich bekannten Askanier,Esico von Ballenstedt, wird in der alten Literatur berichtet, er habe die Burg Anhalt gebaut. Die Burgruine Anhalt befindet sich auf einem Ausläufer desGroßen Hausberges am rechtenSelkeufer. Die Herkunft und ältere Geschichte der Ballenstedter ist nicht bekannt. Es wurden verschiedene nichtzutreffende Herkunftstheorien entwickelt; so sollte laut Chronisten derRenaissance das Geschlecht wegen des Bären im Wappen (lat. ursus) mit der römischen FamilieUrsini im Zusammenhang stehen. Ebenfalls aufgrund des Bären im Wappen sollte die Familie auf dieBeringer zurückgehen. Esico von Ballenstedt stammte aber nicht, wie behauptet wurde, aus diesem konstruierten Geschlecht und war nicht Sohn Beringers VII.

Den auf die Stammburg Anhalt zurückgehenden Familiennamen führen die Mitglieder des Hauses noch heute. Der NameAskanier war eine seit dem 14. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für die Grafen von Aschersleben. Deren Stammburg lag einst über der Stadt Aschersleben. Dieser Name leitete sich von Ascharia, derlatinisierten Form von Aschersleben, ab und tritt erstmals 1320 als Ascania auf,[6] möglicherweise in Anlehnung an den griechischen mythischenAscanius. Auch dieMarkgrafen von Brandenburg, dieHerzöge von Sachsen und sämtliche weitere Linien werden als Askanier bezeichnet.

Die ältesten bekannten Askanier:

Schwabengau (Suavia) und Gau Serimunt. Östlicher Teil desStammesherzogtums Sachsen in brauner Farbe.

Die Familiengeschichte wird oft in der Literatur mit einem Askanier begonnen, dessen Name nicht bekannt ist. Aus Tradition bezeichnet man diesen auch heute noch alsAdalbert, obschon Konsens ist, dass der Name mit Blick auf seinen Enkel nur eine Vermutung ist. Er war mit Hidda verheiratet, die eine TochterHodos I., dem Markgrafen derOstmark, war. Üblicherweise werden im Zusammenhang mit der Ehe die KinderEsico, Theoderich, Ludolf,Uta undHazecha genannt.

Esico von Ballenstedt ist der erste namentlich bekannte Urahn und übte Grafenrechte aus. Er wurde in zeitgenössischen Urkunden erwähnt, so in einem auf derPfalz Tilleda ausgestellten Diplom KaisersKonrads II. vom 26. Oktober 1036 (comitatu Esiconis, übersetzt in der Grafschaft des Esico).[7] Seine Sippe war im ostsächsischenSchwabengau ansässig, weshalb sie imSachsenspiegel dem dort angesiedeltensuebischen Uradel zugerechnet wird. Beim Schwabengau (Suavia) handelte es sich um eine östlich vonQuedlinburg gelegeneGaugrafschaft. Grundbesitzungen werden erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt. Sie lagen im Schwabengau südlich von Aschersleben und imGau Susilin, vermutlich westlich vonBitterfeld. Der allodiale Charakter ist nicht deutlich erkennbar. Im Raum zwischenSüdharz und untererMulde befanden sich die ältesten askanischen Allode in diesem Jahrhundert.[8]

Die wichtigste Quelle zur Genealogie der frühen Askanier ist die Chronik desAnnalista Saxo, der diese in der Mitte des 12. Jahrhunderts schrieb. Demnach war Esico mütterlicherseits ein Enkel des MarkgrafenHodo († 993) und erbte nach dem Tod seines Onkels Siegfried († um 1030) mehrereAllodialgüter im Schwaben- undSerimuntgau.[9] Der Name von Esicos Vater ist unbekannt, erst in wesentlich später verfassten Genealogien wurde ihm der NameAdalbert (I.) beigegeben, weil der um das Jahr 1080 ermordete GrafAdalbert (II.) vom sächsischen Annalisten als Sohn des Esico genannt wird.[10] Auf dem heutigen Schlossberg vonBallenstedt ließ Esico dasKollegiatstiftSt. Pancratius und Abundus errichten, das 1046 im Beisein von KönigHeinrich III. geweiht wurde. Er warVogt der KlösterNienburg undHagenrode.

Adalbert II. von Ballenstedt, der Sohn von Esico und seiner GemahlinMathilde, war Graf imNordthüringgau und wird bei den GauenNizizi undSerimunt genannt.[11] Es wird vermutet, dass seine Mutter die Tochter HerzogsHermann von Schwaben war. Er heirateteAdelheid, Tochter undPräsumtiv-Erbin des GrafenOtto I. vonWeimar-Orlamünde,Markgraf von Meißen und hatte die zwei SöhneOtto der Reiche undSiegfried. Adalbert wurde um 1080 vonEgeno II. von Konradsburg getötet. Zwar wurden Vermutungen zur Tat geäußert, die Gründe liegen allerdings im Dunkeln. Es gibt ein Siegel mit einer Abbildung Adalberts,[12] was die erste bekannte stilisierte Darstellung eines Askaniers ist.

Der sächsische Annalist bezeichnete sowohl Esico als auch die später lebenden Adalbert II. und Otto den Reichen als „Grafen von Ballenstedt“, jedoch ist dieser Titel erst für Otto(Ottoni comiti de Ballenstide) auch zeitgenössisch verbürgt (1106)[13] und somit ist historisch gesichert, dass dieser sich nach der Burg Ballenstedt im Ostharz nannte. Otto war im Jahr 1112 für eine kurze Zeitdauer Herzog von Sachsen. Er war verheiratet mitEilika, Tochter HerzogsMagnus von Sachsen. Dadurch erhielt er die Billungschen Allode und später vom Kaiser das Herzogtum Sachsen übertragen. Der Graf starb 1123 und fand seine Ruhestätte in Ballenstedt. Seine Gemahlin Eilika lebte nach dem Tode ihres Mannes inHalle und Bernburg. Otto der Reiche und sein SohnAlbrecht der Bär wandelten das Stift Ballenstedt 1123 in einBenediktinerkloster um. Sein Bruder Siegfried war Graf von Weimar-Orlamünde undPfalzgraf bei Rhein.

DenkmalAlbrechts des Bären in derZitadelle Spandau,Berlin

Albrecht der Bär war das erste wichtige Familienmitglied und der bedeutendste Askanier im Mittelalter, der als Zeitgenosse und RivaleHeinrichs des Löwen (Welfen) undKonrads des Großen (Wettiner) diedeutsche Besiedelung der slawischen Grenzmarken maßgebend mit vorantrieb und schließlich dieMark Brandenburg auf dem Gebiet der damaligenNordmark gründete. Er amtierte kurzzeitig alsHerzog von Sachsen, wurde dann schließlich zumMarkgrafen von Brandenburg und begründete die Hausmachtstellung seiner Familie in den sächsischen Ostmarken. Sein umfangreicher Territorialbesitz wurde unter seinen SöhnenOtto,Hermann,Bernhard undAdalbert aufgeteilt. Dadurch bildeten sich die zu dieser Zeit vier Hauptfamilienzweige der Askanier, die Linie von Brandenburg (bis 1320), die Linie von Weimar-Orlamünde (bis 1486), die Linien von Sachsen-Wittenberg (bis 1422) und Sachsen-Lauenburg (bis 1689) und die Linie von Anhalt (bis heute). Albrecht dem Bär wird als Graf von Aschersleben genannt, was bedeutet, dass erst im 12. Jahrhundert von Grafen von Aschersleben gesprochen werden kann. Er wurde anlässlich eines Gerichtstages, dem er am 8. August 1147 vorsaß, erstmals alscomes Asscherslovensis urkundlich tituliert.[14] Ob Albrecht sich selbst so bezeichnet hat, ist ungeklärt. Zumindest nannte er sich selbst in einer am 3. Oktober 1157 ausgestellten Urkunde Markgraf von Brandenburg („Adelbertus dei gratia marchio in Brandenborch“).[15] Es wurde bereits in zeitgenössischen Quellen der Namenszusatz „der Bär“ verwendet.[16] Albrecht der Bär starb im November 1170 und wurde mit großer Sicherheit im Hauskloster Ballenstedt beigesetzt. Der Bär ist das anhaltische Wappentier.[17] Sein Sohn Bernhard nannte sich Graf von Aschersleben in verschiedenen lateinischen Varianten und später Herzog von Sachsen. DieGelnhäuser Urkunde von 1180 beinhaltete die Aufteilung desStammesherzogtums Sachsen. Bei dieser Regelung wurde Bernhard mit dem östlichen Teil belehnt, der den Namen Sachsen weitertrug. Den Herzogtitel erhielt er im Folgejahr nach dem Reichstag von Erfurt.

Besitzaufteilung nach Albrecht dem Bären:

Von 1212 bis vor 1603

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Grafschaft Anhalt im 13. Jahrhundert

Nach dem TodeBernhards III., Herzog von Sachsen, im Februar 1212 in Bernburg erhielt der älteste SohnHeinrich die anhaltischen Hausgüter zwischenUnterharz und untererMulde und sein BruderAlbrecht das Herzogtum Sachsen. Ihr Vater Bernhard III. erbte vonAdalbert die Grafschaft Aschersleben, da dieser keine männlichen Nachkommen hatte. Zwar war Albrecht von der Titulatur her gesehen besser gestellt, aber Heinrichs Besitzungen waren sicher in den Händen der Familie. Ein Teil der Grafschaft Anhalt war zudemAllodialbesitz. Die Erbteilung von 1212 ist der Beginn der eigenständigen Entwicklung Anhalts, dessen erster Herrscher Heinrich I. war. Sicher dürfte sein, dass ihm um Aschersleben, Ballenstedt und Burg Anhalt ein relativ geschlossener Raum unterstand, der vermutlich eine schmale Verbindung zu den östlich gelegenen größeren Komplex um Bernburg, Köthen, Wörbzig, Dessau und Wörlitz besaß, an den sich rechts der Elbe in der Gegend um Coswig anschloss.[18] Heinrich I. von Anhalt trat in einer am 4. November 1213 ausgestellten Urkunde erstmals als Graf von Askanien(comes Aschariae) auf.[19] Ascharia ist eine Bezeichnung, die vom Aussteller der Urkunde stammt. Heinrich I. wurde auch erstmals Fürst in oder von Anhalt genannt(comes Ascharie et princeps in Anahalt) und war zudem Graf von Aschersleben. Der Fürst galt als grausam, da er den Abt Gernot zuNienburg misshandeln ließ.[20] Im frühen 14. Jahrhundert benutzten dann die Familienmitglieder Anhalt, unabhängig davon, ob sie Besitz an der Burg Anhalt hatten oder nicht.[21]

Anhalt nach der Erbteilung unter den SöhnenHeinrichs I. von 1252

Im 13. Jahrhundert zählten die Anhaltiner zur Elite in ihrer Region, das heißt auf dem Gebiet von Anhalt. Allerdings nahm deren Bedeutung stark im 14. und 15. Jahrhundert ab, was man an der geringeren reichspolitischen Bedeutung und an den Heiratsverbindungen erkennen kann. Wie die anderen Reichsfürsten profitierten die Askanier vomStatutum in favorem principum, das 1231 am Hoftag inWorms beschlossen wurde und dieHoheitsrechte der Fürsten regelte. Die erste Bildung von Linien auf dem Gebiet des heutigen Anhalts erfolgte durch die Landesteilung von 1252 bei den Söhnen vonHeinrich I. von Anhalt.Heinrich II. begründete dieAscherslebener Linie,Bernhard I. dieBernburger Linie undSiegfried I. dieKöthener Linie. NebenKöthen lagenDessau undCoswig in diesemFürstentum. Dessau hatte als spätere Residenz große Bedeutung. Ballenstedt gehörte zu Anhalt-Aschersleben und gab den Askanier als Grafen von Ballenstedt ihren Namen. Die Familie regierte das Fürstentum Anhalt-Aschersleben bis 1315. Die Askanier erhielten die HerrschaftZerbst 1307 von denHerren von Barby, die zuletzt von Anhalt-Köthen verwaltet wurde; das FürstentumAnhalt-Zerbst wurde allerdings erst 1396 geschaffen.

Anhalt-Köthen wurde unter den Söhnen von Johann II. aufgeteilt, der SohnAlbrechts II. von Anhalt-Zerbst-Köthen war. Die Brüder Siegmund I., Albrecht III. und Waldemar III. regierten zunächst gemeinschaftlich. Waldemar III. starb bald und 1396 entstanden so die Siegmundische Linie (Zerbst) und Albrechtsche Linie (Köthen). Siegmund I. erhielt das Land auf dem rechten Elbufer, Albrecht III. das Land auf dem linken Elbufer. Albrechts III. Söhne Waldemar IV, Adolf I. und Albrecht IV. hatten große Streitigkeiten mit ihrem CousinGeorg I. von Anhalt-Zerbst hinsichtlich des Besitzes. Die Besitzungen wurden später noch anders verteilt. Die Siegmundische Linie erlangte schließlich Teilbesitz der Albrechtschen Linie,[22] die am Anfang des 16. Jahrhunderts endete. Bereits 1468 erlosch der Bernburger Familienzweig und der Besitz kam zur Siegmundischen Linie.

Die Siegmundische Linie teilte sich 1474 erneut in die ältere Dessauer Linie (Anhalt-Dessau; Ernestinisch-Dessauer Familienzweig) und die sogenannte ältere Köthener Linie (Anhalt-Köthen),[22] hier als Bezeichnung verwendet im Sinne von Waldemarisch-Köthenscher Familienzweig. Dabei wird das Sterbedatum Georgs I. herangezogen, wobei alternativ auch die eigentliche vorherige Teilung durch ihn mit dem Jahr 1471 im Schrifttum zu finden ist.[23] Die letztgenannte Linie erlosch mitWolfgang von Anhalt-Köthen 1566 und der Besitz ging bereits 1562 an die ältere Dessauer Linie. Wolfgang war Sohn vonWaldemar VI. von Anhalt-Köthen und Enkel vonGeorg I. Die ältere Köthener Linie erwarb 1508 einen Teil der Zerbster Lande, der somit auch an die ältere Dessauer Linie überging.[22] Um 1500 versuchte der Magdeburger Erzbischof das Fürstentum seinem eigenen Machtbereich unterzuordnen, was den Verlust derreichsunmittelbaren Stellung bedeutet hätte.[24] Durch dieReichsreform wurden ab 1500 imHeiligen Römischen ReichReichskreise geschaffen. Die Fürstentümer lagen imObersächsischen Reichskreis. Wolfgang von Anhalt-Köthen führte 1525 die Reformation ein und war führend unter den protestantischen Landesfürsten. Er unterzeichnete 1530 dasAugsburger Bekenntnis, war im Folgejahr Mitbegründer desSchmalkaldischen Bundes und nahm 1546 amSchmalkaldischen Krieg teil.

In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde gesetzgeberisch fortschrittlich vorgegangen, was die Verwaltung moderner machte. Die ältere Dessauer Linie spaltete sich 1546 in die Familienzweige Zerbst, Dessau und Plötzkau.[22]Johann IV. bekam das Zerbster Land,Joachim Dessau undGeorg III. Plötzkau.

Da Wolfgang von Anhalt-Köthen († 1566) aus der älteren Köthener Linie kinderlos blieb, fiel sein Land anJoachim Ernst von Anhalt, der Sohn von Johann IV. war und der älteren Dessauer Linie angehörte. Joachim Ernst konnte 1570 die gesamten Besitzungen in einer Hand vereinen und verlegte seinen Regierungssitz nach Dessau.

Von 1603 bis zur Gegenwart

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Anhalt (mittig, grün) um 1600 (schwarze Linien: Grenzen heutiger Bundesländer)

Im Jahr 1603 kam es erneut zu einer Erbteilung in die jüngeren Linien Anhalt-Dessau, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Köthen und Anhalt-Zerbst.[22]Johann Georg I. wurde Fürst von Anhalt-Dessau und erhielt Stadt, Amt und Schloss Dessau mitSchloss Lippene, die StädteRaguhn undJeßnitz sowie die Ämter Wörlitz,Sandersleben undFreckleben.Christian I. regierte Anhalt-Bernburg mit Stadt, Amt und Schloss Bernburg,Plötzkau,Hoym und Ballenstedt sowie Harzgerode undGüntersberge.Rudolf stiftete die Linie Anhalt-Zerbst und hatte Stadt, Amt und Schloss Zerbst mitKermen,Lindau, Roßlau sowie Coswig.Ludwig I. gründete den Familienzweig Anhalt-Köthen und bekam Stadt, Amt und Schloss Köthen mitBrambach,Wulfen,Nienburg und den Marken Jeser,Baalberge,Warmsdorf mit Kolbigh und dasVorwerkDiebzig.[25]August verzichtete zunächst auf Grundbesitz gegen eine Abfindung und erhielt nach Nachverhandlungen 1611 aus dem Bernburger Landesteil Plötzkau, allerdings ohnelandeshoheitliche Rechte.

Die Besitzaufteilung hatte nur innerhalb des Gesamtfürstentums Bedeutung. Außerhalb des Fürstentums sprach man mit einer Stimme; mit anderen Worten, man blieb ungeteilt.Anhalt-Plötzkau bestand bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts und ging dann an Anhalt-Bernburg. Anhalt-Köthen erlosch 1665. Die Linie Anhalt-Plötzkau erhielt jetzt diesen anderen Besitz und nannte sich Anhalt-Köthen.[22]

Von KaiserFranz II. erhielt der Fürst von Anhalt-Bernburg 1806 das Recht, sich „Herzog“ zu nennen. 1807 wurden Anhalt-Dessau und Anhalt-Köthen vonNapoléon Bonaparte ebenfalls zu Herzogtümern erhoben. Der Zerbster Familienzweig starb 1793 aus, die Köthensche Linie 1847 und 1863 auch die Bernburger Linie. Somit konnte 1863 das Herzogtum Anhalt (Linie Anhalt-Dessau) mit der Residenz Dessau gebildet werden, was das einzige Herrschaftsgebiet nunmehr darstellte und dessen Regenten die Anhaltiner bis zur Abdankung 1918 waren.

Als weniger bedeutsame Linien existiertenAnhalt-Köthen-Pless (1755 bis Mitte des 19. Jahrhunderts), Anhalt-Bernburg-Schaumburg (1707–1812) undAnhalt-Harzgerode (1635–1709).

Nach der Abdankung der Askanier bliebSchloss Ballenstedt Wohnsitz der Familie.Joachim Ernst, der ehemals der letzte Herzog war, heiratete im März 1927 Elisabeth Strickrodt; die Ehe wurde bereits 1929 wieder geschieden. Im Oktober 1929 ging er eine Ehe mit Edda-Charlotte von Stephani-Marwitz ein, welche die Kinder Marie Antoinette, Anna Luise, Leopold Friedrich, Edda undEduard hervorbrachte. Joachim Ernst wurde im Januar 1944 von denNationalsozialisten festgenommen und kam für drei Monate insKZ Dachau bei München. Im September 1945 wurde er vonsowjetischen Besatzungstruppen verhaftet und in das InternierungslagerBuchenwald beiWeimar gebracht, wo er im Februar 1947 starb. Seine Rehabilitierung durch den russischen Staat erfolgte 1992. Ab 1947 war sein Sohn Leopold Friedrich Oberhaupt des Hauses und seit 1963 bis heute ist es sein Sohn Eduard.

Infolge der Abschaffung derMonarchie entstand derFreistaat Anhalt, der ab 1934 als Land Anhalt bezeichnet wurde und bis 1945 bestand. Nach demZweiten Weltkrieg existierte zuerst die Provinz Sachsen, die 1946 umbenannt wurde in Provinz Sachsen-Anhalt und 1947 in LandSachsen-Anhalt. Die Provinz Sachsen war eine Zusammenlegung der ProvinzenHalle-Merseburg sowieMagdeburg mit dem Land Anhalt und Teilen desLandes Braunschweig umBlankenburg undCalvörde. Das Land Sachsen-Anhalt mit der Landeshauptstadt Halle gab es für einige Jahre. Im Oktober 1990 wurde das Land Sachsen-Anhalt erneut gegründet. Der historische Name „Anhalt“ ist im Namen des Bundeslandes sowie im KreisnamenAnhalt-Bitterfeld noch heute existent. Das Gebiet derEvangelische Landeskirche Anhalts entspricht auch in der Gegenwart dem bis 1918 bestehendenHerzogtum. Die ehemalige ResidenzstadtDessau wurde durch dieKreisreform vom 1. Juli 2007 mitRoßlau zuDessau-Roßlau vereinigt, das nach Halle undMagdeburg die drittgrößte Stadt Sachsen-Anhalts ist. Im Jahr 2012 feierte Anhalt seine 800-jährige Geschichte, womit die Erbteilung von 1212 als Beginn Anhalts betrachtet wurde. Während des Jubiläumsjahres gab es zahlreiche Veranstaltungen.

Das Haus Anhalt in der Gegenwart

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Eduard Prinz von Anhalt, 2023

Die Funktion des Familienoberhauptes nimmt seit 1963Eduard Prinz von Anhalt wahr. Er wurde 1941 inBallenstedt geboren und folgte seinem jung bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten älteren Bruder Leopold Friedrich.[26] Beide sind Söhne des 1947 verstorbenenJoachim Ernst, der bis 1918 noch minderjährig der letzte Herzog war. DasSchloss Ballenstedt befindet sich heute im Eigentum der Stadt Ballenstedt.[27] Die Familie führt das traditionelleAdelsprädikatHoheit“, das sowohl für den Chef als auch für die anderen Familienmitglieder benutzt wird. Eduard Prinz von Anhalt ist der letzte männliche Askanier; die Familie wird nach seinem Ableben imMannesstamm erloschen sein. Das derzeitige Familienoberhaupt und seine drei Töchter sind die einzigen legitimen Abkömmlinge der Askanier imagnatischen Stamm. Es existieren mit den Grafenvon Westarp undvon Waldersee noch zwei morganatische Linien des Geschlechts, die aus nichthausgesetzlichen Verbindungen zweier Fürsten von Anhalt hervorgegangen sind. Eduard Prinz von Anhalt ist mit dem britischen KönigCharles III. verwandt und hatte den ersten Kontakt mit denWindsors im Jahr 1947 als seine Mutter in denBuckingham Palace in London eingeladen wurde. Verwandtschaftliche Beziehungen bestehen über seinen GroßonkelAribert von Anhalt, der mit einer Enkeltochter vonKönigin Victoria verheiratet war.[28]

Im Januar 2010 verfügte der Chef des Hauses mit der „Dessauer Erklärung“ die Änderung des Hausgesetzes und die Einführung der weiblichen Erbfolge. Somit ist seine älteste Tochter, Julia Katharina, als zukünftige Chefin des Hauses Anhalt vorgesehen. Innerhalb des deutschenHohen Adels handelt es sich um ein Novum.[29] Aufgrund der Traditionswidrigkeit der absolutenPrimogenitur mit der Möglichkeit einer Nachfolgerin, der nichtadeligen Heirat der designierten Erbin und der Frage, ob monarchische Hausgesetze nach dem Erlöschen der Monarchie überhaupt geändert werden können, ist dieser Beschluss seitens konservativer Vertreter der sog. Adelsverbände umstritten und die Nachkommen der Tochter finden bislang keine Aufnahme in dasGothaische Genealogische Handbuch desDeutschen Adelsarchivs. Eine Nichtaufnahme nach dem bis 1919 geltendenAdelsrecht bedeutet keine Zugehörigkeit zum historischenHochadel.

Chefs des Hauses Anhalt

  • 1947–1963 Leopold Friedrich (* 1938; † 1963), Sohn vonJoachim Ernst
  • seit 1963Eduard (* 1941), Bruder

Herrschaftsgebiete

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Gesamtüberblick

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Teilfürstentümer 1789: Anhalt-Bernburg (AB), Anhalt-Köthen (AK), Anhalt-Dessau (AD) und Anhalt-Zerbst (AZ); rechts auf der Karte:Kurfürstentum Brandenburg (blau) undKurfürstentum Sachsen (orange)

Auf dem Gebiet von Anhalt

Außerhalb von Anhalt

Übersicht zu den Landesteilungen

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Bemerkung: Die Albrechtsche Linie erlosch mitAdolf II. von Anhalt-Köthen undMagnus von Anhalt, die bereits 1508 auf die Regierung verzichteten.[30][31]

Herrschaft in Anhalt

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Anhalt-Aschersleben

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Hauptartikel:Anhalt-Aschersleben
Siegel Heinrichs II.

DieEigengüter der Askanier zwischen Harz und Elbe blieben bei der Teilung von 1212 bei der anhaltinischen Linie.Heinrich II. war Sohn vonHeinrich I. von Anhalt und stiftete 1252 die Linie Anhalt-Aschersleben. Er bekam die Ämter Aschersleben,Gernrode,Hecklingen,Ermsleben undWörbzig.[32] In Anhalt-Aschersleben lagen auchBallenstedt und dieBurg Anhalt. Aus dieser Gegend stammen die Askanier her. Das Fürstentum fällt 1315 an dasBistum Halberstadt, mit diesem 1648 an dieMarkgrafschaft Brandenburg. Der Halberstädter Bischof belehnte im Dezember 1316Bernhard II. von Anhalt-Bernburg, womit Anhalt-Aschersleben als Lehen an Anhalt-Bernburg ging.

Die Regenten von Anhalt-Aschersleben

Fürstentum Anhalt-Bernburg

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Hauptartikel:Fürstentum Anhalt-Bernburg

Bernhard I. (* 1218; † 1287) wurde als Sohn vonHeinrich I. von Anhalt geboren und war Stifter der alten Bernburgischen Linie. FürstBernhard III. von Anhalt war 1320 der erste, der sich alscomes Ascanie bezeichnete.[33] Die Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts verwendete die Bezeichnung dann für alle Angehörigen der Familie der Grafen vonBallenstedt undAschersleben seit dem 11. Jahrhundert. Nach dem Tod von Bernhard VI. 1468 erhieltGeorg I. von Anhalt-Zerbst die Besitzungen. Eine Burganlage in Bernburg wird 961 und 1138 erwähnt, wobei das erste Datum nicht sicher ist. UnterWolfgang von Anhalt-Köthen wurde 1538/1539 der Wolfgangsbau beiSchloss Bernburg gebaut, das sich am Ort der früherenHöhenburg befindet.

Christian I. von Anhalt-Bernburg wurde 1595 Statthalter derOberpfalz im Dienst KurfürstFriedrichs IV. von der Pfalz und residierte inAmberg. Er vertrat Friedrich IV. bei der Gründung derProtestantischen Union. 1619 hatte er maßgeblichen Einfluss bei der Wahl seines DienstherrnFriedrich V. von der Pfalz zumböhmischen König.

KaiserFranz II. erhob im April 1806 FürstAlexius Friedrich Christian zum Herzog.[34] Anhalt-Bernburg gelangte nach der Regierungszeit vonAlexander Carl (* 1805; † 1863) anLeopold IV. Friedrich von Anhalt-Dessau.

Die Regenten von Anhalt-Bernburg

Schloss Bernburg

1252–1468

Ab 1468
Das Land fällt 1468 anGeorg I. von Anhalt-Zerbst; siehe Abschnitt Fürstentum Anhalt-Zerbst. Ganz Anhalt wurde 1570 durch Erbfälle vereinigt.

1603–1863
Im Jahr 1603 erfolgte eine Teilung in Anhalt-Bernburg, Anhalt-Dessau, Anhalt-Zerbst, Anhalt-Köthen und Anhalt-Plötzkau, wodurch Anhalt-Bernburg neu entstand.

1863
Das Land fällt anLeopold IV. Friedrich von Anhalt-Dessau; siehe Abschnitt Fürstentum Anhalt-Dessau.

Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym

Fürstentum Anhalt-Köthen

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Hauptartikel:Fürstentum Anhalt-Köthen
Schloss Köthen

Siegfried I. († 1298) war Sohn vonHeinrich I. von Anhalt und erhielt Köthen; sein Gebiet war rechts derSaale und teilweise auch rechts derElbe. Er stiftete 1272 dasAugustiner-Nonnenkloster zu Coswig,[35] dessen StiftskircheSt. Nicolai war. Die Linie Anhalt-Köthen wird in der älteren Literatur abweichend auch als alte Zerbster Linie bezeichnet. Siegfrieds Söhne hießenAlbrecht I., Heinrich, Siegfried II. und Hermann.

Der älteste Sohn Albrecht I. wurde Regent und lebte ab 1295 als erster Askanier aufBurg Köthen. 1307 erwarb er von den Herren von Barby die Herrschaft Zerbst. Seine Brüder wurden Geistliche. Ihm folgten in gemeinschaftlicher Regierung seine SöhneAlbrecht II. und Waldemar I., die zunächst während der Zeit ihrer Minderjährigkeit unter Vormundschaft von KurfürstWaldemar von Brandenburg standen.

Johann II. regierte bis 1382 und vererbte seinen Besitz an zwei seiner Söhne. Albrecht III. erhielt die Besitzungen links des Elbufers und Siegmund I. das Land rechts des Elbufers.

Adolf II. von Anhalt-Zerbst und sein Bruder Magnus I. wurden Geistliche und nahmen dennoch gemeinsam die Regierung wahr. Im Jahr 1508 verzichteten sie auf das Fürstentum zugunsten des Albrechtschen Familienzweigs.

Waldemar VI. von Anhalt-Köthen, SohnGeorgs I. von Anhalt-Zerbst, begründete die Waldemarisch-Köthensche Linie.

Dessen SohnWolfgang trafMartin Luther 1521 auf demReichstag zu Worms und bekannte sich zurReformation. Er setzte sich 1529 auf demReichstag zu Speyer für die Reformation ein. Auch war ein Grund für die frühe Übernahme der Reformation in den Fürstentümern die Nähe zu Wittenberg gewesen. Die alte Burg Köthen wurde durch einen Brand 1547 zerstört und ab 1597 alsSchloss Köthen neugebaut.

Die Linie Anhalt-Köthen führte ab 1807 den Herzogtitel.[36]Heinrich (* 1778; † 1847) war der letzte Herzog vonAnhalt-Köthen. Das Land fiel an die Linien Anhalt-Bernburg (von Anhalt-Dessau verwaltet) und Anhalt-Dessau. Auf eine Teilung wurde in Hinblick auf das absehbare Erlöschen der Bernburger Linie und den dann eintretenden Erbfall an Anhalt-Dessau verzichtet.

Die Regenten von Anhalt-Köthen

1252–1570

1508
Das Land fällt an die Siegmundische Linie (Zerbst).

1562 und 1570
Wolfgang von Anhalt-Köthen trat 1562 Besitz an seine Vettern ab. 1570 unter Joachim Ernst: Vereinigung ganz Anhalts durch Erbfälle; siehe Abschnitt Fürstentum Anhalt-Dessau

1603–1847
1603 Teilung in Anhalt-Köthen, Anhalt-Dessau, Anhalt-Bernburg und Anhalt-Zerbst

  • 1606–1650Ludwig I. (* 1579; † 1650), Sohn, ab jetzt neue Linie Anhalt-Köthen
  • 1650–1653 vormundschaftlichAugust von Anhalt-Plötzkau für seinen Neffen Wilhelm Ludwig
  • 1653–1659 vormundschaftlichLeberecht undEmanuel von Anhalt-Plötzkau für ihren Cousin Wilhelm Ludwig
  • 1650–1665Wilhelm Ludwig (* 1638; † 1665), Sohn von Ludwig I.

Ab 1665
Die Linie Anhalt-Köthen erlosch, die Linie Anhalt-Plötzkau erbte den Köthener Thron und nannte sich Anhalt-Köthen.

Ab 1847
Land fällt an die Linien Anhalt-Bernburg (von Anhalt-Dessau verwaltet) und Anhalt-Dessau. Auf eine Teilung wird in Hinblick auf das absehbare Erlöschen der Anhalt-Bernburger Linie und den dann eintretenden Erbfall an Anhalt-Dessau verzichtet.

Anhalt-Köthen-Pless

Hauptartikel:Fürstentum Pleß

Die Regenten von Anhalt-Köthen-Pless

Der Besitz fällt als Allodialerbe an den Neffen GrafHans Heinrich X. vonHochberg-Fürstenstein.

Fürstentum Anhalt-Zerbst

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Hauptartikel:Fürstentum Anhalt-Zerbst
Schloss Zerbst (historische Aufnahme)

Die Besitzungen wurden vor 1396 gemeinsam mit Köthen und Dessau verwaltet.

Siegmund I. bekam das Land auf dem rechten Elbufer (Zerbst), was die Siegmundische Linie begründete (1396). Sein SohnGeorg I. erhielt 1468 das Bernburger Land. Mit der Witwe Bernhards VI. gab es deswegen Streitigkeiten.

Johann VI. führte 1644 das lutherische Glaubensbekenntnis öffentlich ein und calvinistische Prediger wurden im Anschluss ersetzt.

Im Mai 1681 erfolgte die Grundsteinlegung für den Hauptteil desZerbster Schlosses. Die Zerbster Linie wurde 1793 nicht mehr weitergeführt und der Besitz fiel 1797 an die anderen Brüder. Die Köthensche Linie endete 1847 und Köthen wurde 1853 mit Dessau vereinigt. Nachdem ebenfalls die Bernburger Linie 1863 ausstarb, wurde unterLeopold IV. Friedrich († 1871) das Herzogtum Anhalt gebildet. Anhalt-Zerbst bekam durch Erbe 1667 dieHerrschaft Jever.

Bis 1797 gehörteRoßlau alsQuedlinburger Lehen dem Fürsten zu Anhalt-Zerbst, kam dann an Anhalt-Köthen, wo es den Teil „Neu-Köthensch“ bildete, und fiel 1847 endgültig an Anhalt-Dessau.[37]

Die Regenten von Anhalt-Zerbst

Joachim Ernst regierte ab 1570 das gesamte Anhalt

Ab 1546 (oder 1544)
1544 Teilung des Gebiets in Anhalt-Plötzkau, Anhalt-Dessau und Anhalt-Zerbst

1570 Vereinigung ganz Anhalts durch Erbfälle

1603 Teilung
1603 Teilung des Gebietes in Anhalt-Dessau, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Köthen, Anhalt-Plötzkau und Anhalt-Zerbst

Anhalt-Zerbst erlischt 1793

Das Land wurdeaufgeteilt auf Anhalt-Dessau, Anhalt-Köthen und Anhalt-Bernburg.

Fürstentum Anhalt-Dessau

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Hauptartikel:Fürstentum Anhalt-Dessau
Residenzschloss Dessau, Aufnahme um 1900
Leopold I. von Anhalt-Dessau
Anhalt im 18. Jahrhundert mit Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau

Erst 1474 entstand eine eigene Nebenlinie des Fürstenhauses in Dessau.[38]Ernst († 1516) wurde als Sohn vonGeorg I. von Anhalt-Zerbst geboren und begründete die Ernestinisch-Dessauer Linie (Anhalt-Dessau). Sein BruderSigismund III. starb bereits 1487 und war ebenfalls ein Fürst von Anhalt-Dessau. Der Neubau desResidenzschlosses Dessau entstand nach herrschender Auffassung ab circa 1530.

Joachim Ernst von Anhalt († 1586), Sohn vonJohann IV. von Anhalt-Zerbst, verfügte ab 1570 über den gesamten anhaltinischen Besitz und wählte Dessau als Residenz. In einer Teilung zwischen Joachim Ernsts Söhnen 1603 bekamJohann GeorgAnhalt-Dessau,ChristianAnhalt-Bernburg,RudolfAnhalt-Zerbst undLudwigAnhalt-Köthen. Johann Georg I. übernahm von 1586 bis 1606 die Alleinregierung, da seine Brüder noch minderjährig waren. Die Erbteilung wurde in einem Vertrag 1603 niedergeschrieben und drei Jahre später realisiert. Auch wurde Johann Georg I.Senior der Familie. Er starb 1618 unmittelbar vor Beginn desDreißigjährigen Kriegs, womit sein SohnJohann Kasimir die Regierung übernahm. Während des Dreißigjährigen Krieges kam es bei derSchlacht bei Dessau am 25. April 1626 zu einer Konfrontation der protestantischen Truppen unterErnst von Mansfeld mit den katholischen Truppen unterWallenstein.

Im Jahr 1660 folgteJohann Georg II. seinem Vater Johann Kasimir als Regent. Unter seiner Regierung kamGroß-Alsleben als Besitz hinzu.[39] Für seine FrauHenriette Katharina aus dem HausOranien-Nassau wurde ab 1681 östlich von DessauSchloss Oranienbaum gebaut. Johann Georg II. war ein Schwager des KurfürstenFriedrich Wilhelm von Brandenburg.

Leopold I., genannt „Der Alte Dessauer“ (* 1676; † 1747), warpreußischer Heeresreformer und Generalfeldmarschall. Seine Hauptleistung stellte dieReform der preußischen Armee dar, vor allem der Infanterie. Sein Regiment wurde zum Modell für die ganzepreußische Armee. Leopold übernahm 1698 die Regierung in Anhalt-Dessau. Im gleichen Jahr heiratete er auchAnna Luise Föhse, die Tochter eines Hofapothekers in Dessau. KaiserLeopold I. ist es zu verdanken, dass den Kindern aus dieser Verbindung die Thronfolge möglich war. Der Alte Dessauer hatte ökonomisch bedeutsamenPrivatbesitz im Raum Norkitten; der Ort heißt heuteMeschduretschje und befindet sich in derOblast Kaliningrad. Das KunstmuseumAnhaltische Gemäldegalerie Dessau im SchlossGeorgium imDessau-Wörlitzer Gartenreich geht auf die Gemäldesammlung einer Tochter Leopolds, der PrinzessinHenriette Amalie, zurück.

Leopold III. Friedrich Franz ließ denWörlitzer Park erstellen, einemLandschaftsgarten im englischen Stil.

Die Regenten von Anhalt-Dessau
Ab 1474
Es erfolgte eine Teilung des Gebiets bei den Söhnen vonGeorg I. von Anhalt-Zerbst in erstmals Anhalt-Dessau und wiederum Anhalt-Köthen.

  • 1474–1516Ernst (* 1454; † 1516), Fürst von Anhalt-Dessau, begründete den Ernestinisch-Dessauer Familienzweig (auch ältere Dessauer Linie bzw. Landesteilung von 1474)
  • 1474–1487Sigismund III. (* 1456; † 1487), Fürst von Anhalt-Dessau, Mitregent
  • 1474–1509Georg II. (* 1454; † 1509), Mitregent
  • 1474–1510Rudolf IV. (* um 1466; † 1510), Mitregent

1546 (oder 1544) Gebietsteilung
Teilung des Gebiets in Anhalt-Plötzkau, Anhalt-Dessau und Anhalt-Zerbst

Im Jahr 1570 Vereinigung ganz Anhalts durch Erbfälle.

Im Jahr 1606 (Vertrag 1603)
Teilung des Gebietes in Anhalt-Dessau, Anhalt-Bernburg, Anhalt-Köthen, Anhalt-Plötzkau und Anhalt-Zerbst.

Herzogtum Anhalt 1863

  • 1817–1863Leopold IV. Friedrich (* 1794; † 1871), Sohn vonFriedrich, ab August 1863 „Herzog von Anhalt“ genannt. Siehe Abschnitt Herzogtum Anhalt.

Anhalt-Plötzkau

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Hauptartikel:Anhalt-Plötzkau
Schloss Plötzkau

DieBurg Plötzkau gehörte einst zurGrafschaft Plötzkau. Das Fürstentum Anhalt-Plötzkau entstand erstmals 1544 nach der Teilung von Anhalt-Dessau und erneut am Anfang des 17. Jahrhunderts.Georg III. von Anhalt-Plötzkau trat 1533 zum Luthertum über und führte dieses im Folgejahr im Fürstentum ein. DieEvangelische Landeskirche Anhalts feierte den 500. Geburtstag Georgs III. am 15. August 2007 mit einer Ausstellung und Konferenz.

Die Regenten von Anhalt-Plötzkau

  • 1544–1553Georg III. (* 1507; 1553),der Gottselige, Sohn vonErnst von Anhalt. Das Land fällt wieder an Anhalt-Zerbst.
  • 1611–1653August (* 1575; † 1653), durch Ausgliederung von Anhalt-Bernburg
  • 1653–1654 vormundschaftlichLeberecht undEmanuel für ihren Bruder Ernst Gottlieb
  • 1653–1654Ernst Gottlieb (* 1620; † 1654), Sohn von August
  • 1654–1665Leberecht (* 1622; † 1669) undEmanuel (* 1631; † 1670) gemeinschaftlich (Übernahme von Anhalt-Köthen; Anhalt-Plötzkau geht an Anhalt-Bernburg zurück)

Anhalt-Harzgerode

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Hauptartikel:Anhalt-Harzgerode

Anhalt-Harzgerode entstand 1635 aus der Teilung von Anhalt-Bernburg und fiel 1709 wieder an dieses zurück.

Die Regenten von Anhalt-Harzgerode

Das Land fällt wieder an Anhalt-Bernburg.

Herzogtum Anhalt

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Das Herzogtum Anhalt, angrenzend anPreußen undBraunschweig

Die Zerbster Linie wurde 1793 nicht mehr weitergeführt und der Besitz fiel 1797 an die anderen Brüder. Die Köthensche Linie endete 1847 und Köthen wurde 1853 mit Dessau vereinigt. Als 1863 auch die Bernburger Linie ausstarb, wurde unter HerzogLeopold IV. Friedrich († 1871) das Herzogtum Anhalt geschaffen. Ab diesem Jahr führte er den Titel Herzog von Anhalt und nicht mehr wie zuvor Herzog von Anhalt-Dessau.

Das Herzogtum bildete ein geschlossenes Staatsgebiet, abgesehen von demKreis Ballenstedt und den ExklavenGroßalsleben,Tilkerode,Mühlingen,Dornburg undGödnitz. Innerhalb des Herzogtums lagen die preußischen Enklaven Priorau-Schierau-Möst, Löbnitz,Repau undPösigk. Hauptstadt von Anhalt war Dessau im Osten des Herzogtums. Residenzen befanden sich neben in Dessau auch in Oranienbaum, Mosigkau, Ballenstedt, Bernburg, Köthen und Zerbst. Die Bevölkerungszahl betrug im Jahr 1910 etwa 331.000 Einwohner; die Stadt Dessau hatte rund 55.000 Einwohner. Die evangelische Glaubensrichtung war nahezu komplett verbreitet, nur 4 Prozent waren Katholiken und 0,5 Prozent Juden. Organisatorisch gab es ab 1863 die Kreise Dessau, Bernburg, Zerbst, Köthen, Ballenstedt und Coswig. Ab 1866 war das Gebiet des Kreises Coswig ein Teil des Kreises Zerbst. Durch die preußischeBerlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft wurde ab 1841 eine durchgehende Verbindung von Berlin zumBahnhof Köthen geschaffen.

ImBundesbeschluss vom 14. Juni 1866 stimmte das Herzogtum Anhalt mitPreußen, trat 1867 demNorddeutschen Bund und 1871 demDeutschen Reich bei. Der Landtag setzte sich aus 36 Abgeordneten zusammen. Der Herzog ernannte 2 Abgeordnete, 8 Abgeordnete repräsentierten die meistbesteuerten Grundbesitzer, 2 die meistbesteuerten Handel- und Gewerbetreibenden, 14 Abgeordnete vertraten die Städte und 10 Abgeordnete die ländlichen Gebiete.[40]

Das Herzogtum existierte bis zurNovemberrevolution im Jahr 1918, als Arbeiter und Soldaten in Anhalt demonstrierten und Wandel forderten, wobei dies friedlich geschah. Die Sozialdemokraten sprachen sich für eine Abdankung der herzoglichen Familie aus.[41]PrinzregentAribert von Anhalt erklärte stellvertretend für den minderjährigen HerzogJoachim Ernst am 12. November 1918 für die Askanier den Thronverzicht.

Am 30. Dezember 1918 wurde die Joachim-Ernst-Stiftung durch Aribert von Anhalt gegründet, die 1947 inKulturstiftung Dessau-Wörlitz umbenannt wurde.[42][43] Die Stiftung betreut den Großteil des Gartenreiches Dessau-Wörlitz mit mehrerenLandschaftsparks.

Das Gebiet des Herzogtums Anhalt wurde erstmals 1947 nach demZweiten Weltkrieg in derSowjetischen Besatzungszone undendgültig 1990 mit derdeutschen Wiedervereinigung Teil des LandesSachsen-Anhalt.

Staatsoberhäupter und Herzöge

Staatsminister bzw. Vorsitzende des Staatsministeriums

Galerie

Herrschaft außerhalb von Anhalt

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Die Anhaltiner herrschten auch außerhalb ihrer Stammlande. Am Anfang der Familiengeschichte waren die Askanier in derMark Brandenburg und imStammesherzogtum Sachsen bedeutend.

Mark Brandenburg

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Hauptartikel:Mark Brandenburg
Brandenburg um 1320
Albrecht der Bär auf einem Siegel mit der UmschriftAdelbertus D(e)i gr(ati)a marchio (in Brandenborch)

Das Adelsgeschlecht bestimmte die GeschichteBrandenburgs, da ihm dieEntstehung der Mark Brandenburg zu verdanken ist. Als 1150 der slawische FürstPribislaw gestorben war, übergab dessen Witwe Petrissa das Land derHeveller um dieBurg Brandenburg anAlbrecht den Bären, Graf von Ballenstedt. Im Jahr 1157 hatte Albrecht endgültig vonBrandenburg Besitz ergriffen. Er nahm mitLothar von Supplinburg 1132/1133 an dessen Italienfeldzug teil, wo dieser von PapstInnozenz II. zum Kaiser gekrönt wurde. Aus Dank erhielt Albrecht dieNordmark, womit er später Macht über die Mark Brandenburg erlangte.[45] Trotz Albrechts Herrschaft über die Mark Brandenburg konnten bisher nur drei Aufenthalte des Markgrafen (1150, 1157 und 1170) in der Mark mit schriftlichen Dokumenten nachgewiesen werden.[46]Otto I. († 1184) wurde 1170 der neueMarkgraf von Brandenburg, dessen Nachkommen das Land durch eine expansionistische Ostpolitik territorial ausbauten. Im Zusammenhang mit den Askaniern entstand auch einGründungsmythos zur Entstehung der Mark.

Am Anfang des 14. Jahrhunderts hatte die Mark die Ausdehnung der späteren preußischenProvinz Brandenburg und ging sogar noch nachPommern hinein. MitHeinrich II. dem Kind erlosch 1320 die brandenburgische Linie. KönigLudwig IV. aus dem Haus Wittelsbach, der ein Onkel Heinrichs II. war, zog Brandenburg als erledigtes Lehen ein und gab es 1323 seinem SohnLudwig V.,[47] sodass dasBrandenburgische Interregnum seinen Abschluss fand. 1348 wurde ein Hochstapler, der alsFalscher Woldemar bezeichnet wird und sich als Askanier ausgab, mit der Mark Brandenburg belehnt.

Die Regenten von Brandenburg

Herzogtum Sachsen

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Siehe auch:Stammesherzogtum Sachsen
Das Stammesherzogtum Sachsen um das Jahr 1000

Das alteStammesherzogtum Sachsen wurde 1143 anHeinrich dem Löwen aus dem Geschlecht derWelfen übertragen. Es war gegliedert in die drei ProvinzenWestfalen,Engern undOstfalen und lag größtenteils auf dem Gebiet des heutigenNiedersachsens undWestfalen sowie auf dem westlichen TeilSachsen-Anhalts. Die Askanier waren kurzzeitig mitOtto dem Reichen im Jahr 1112 undAlbrecht dem Bären von 1138 bis 1142 Herzöge von Sachsen. Die Mutter Albrechts,Eilika von Sachsen, war Tochter des sächsischen HerzogsMagnus Billung von Sachsen. Aus dieser Tatsache konnte ein Anspruch auf Sachsen hergeleitet werden, ebenso wie die Welfen ihrerseits Argumente vorbringen konnten. Deshalb kann bei der Familie auch von einem sächsischen Adelsgeschlecht gesprochen werden.

Die Würde des Herzogs von Sachsen ging 1180 nach der Absetzung Heinrichs des Löwen auf demHoftag zu Gelnhausen, niedergeschrieben in derGelnhäuser Urkunde vom 13. April 1180, aufBernhard III. von Sachsen, den jüngsten Sohn Albrechts des Bären, über. Er erhielt allerdings nur denöstlichen Teil und somit nicht Westfalen und Engern, was dem Kölner ErzbischofPhilipp I. von Heinsberg zufiel. Bernhard besaß außerdem noch die GrafschaftenAschersleben undBallenstedt sowie dieBurg Anhalt, also die Stammlande. Im erhaltenen östlichen Teil des Stammesherzogtums konnte er letztendlich aber nur in Teilen davon tatsächlich Macht ausüben. Bernhard teilte wiederum seine Gebiete unter seinen Söhnen auf: Der ältere SohnAlbrecht I. († 1261) erhielt das sächsische Herzogtum. Der jüngere SohnHeinrich I. († 1252) bekam die anhaltinischen Stammlande.

Albrecht II., der Sohn von Albrecht I., und die Söhne seines BrudersJohann I. führten beim askanischen Herzogtum Sachsen 1296 eine Erbteilung durch.Sachsen-Wittenberg ging an Albrecht II. undJohann II., Albrecht III. undErich I. erhieltenSachsen-Lauenburg.[48] Bedeutend war die Linie Sachsen-Wittenberg, die 1356 durch dieGoldene Bulle die erblicheKurwürde verliehen bekam. Sie erlosch allerdings 1422 und Sachsen-Wittenberg („Kursachsen“) wurde nun an dieWettiner verliehen; die Askanier verloren damit ihre Zugehörigkeit zum Stand derKurfürsten.

Die Regenten des Stammesherzogtums

Sachsen-Wittenberg

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Hauptartikel:Herzogtum Sachsen-Wittenberg
Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg, 1355 als erster Herzog von Sachsen mit der erblichen Kurwürde ausgestattet

Albrecht II. begründete das HerzogtumSachsen-Wittenberg, dessen Familienzweig Herzöge und ab 1355 Kurfürsten von Sachsen stellte. Nach dem TodAlbrechts III. 1422 und damit dem Aussterben der Wittenberger Askanier im Mannesstamme wird am 6. Januar 1423 Sachsen-Wittenberg samt seiner Herzogs- und Kurwürde von König Sigismund anFriedrich den Streitbaren, Markgraf von Meißen, aus dem Geschlecht derWettiner verliehen. Grund war des Markgrafen Engagement in Reichsangelegenheiten beim Kampf gegen dieböhmischenHussiten.

Die Regenten von Sachsen-Wittenberg

Sachsen-Lauenburg

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Hauptartikel:Herzogtum Sachsen-Lauenburg
Gebiet des 1180 entstandenen askanischen Herzogtums Sachsen um das Jahr 1235 (grün hinterlegt), bestehend aus Teilen des ehemaligen Herzogtums Sachsen umWittenberg und beiLauenburg und demHadelner Gebiet
Das Herzogtum Sachsen-Lauenburg um 1400

Der Familienzweig vonJohann II.,Herzog zu Sachsen-Lauenburg inBergedorf, heute bei Hamburg, undMölln, endete 1401 mit seinem EnkelErich III. undErich IV. erhielt dessen Ländereien, der Herzog zu Sachsen-Lauenburg inLauenburg undRatzeburg war. Er hatte dadurch den gesamten Besitz und war ein Nachfahre vonErich I. Dieser war Herzog zu Sachsen-Lauenburg in Lauenburg und nach dem Tod seines Bruders Albrecht III. ab 1308 ebenfalls in Ratzeburg.[49]

Die Linie Sachsen-Lauenburg starb mitJulius Franz 1689 aus. Nachfolger wurden dort dieWelfen (aus der im benachbartenFürstentum Lüneburg regierenden Linie).

Die Regenten von Sachsen-Lauenburg

Weimar-Orlamünde

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Hauptartikel:Grafschaft Weimar-Orlamünde undAskanier (Linie Weimar-Orlamünde)
Grafschaft Orlamünde (ungenaue Grenzen)

Siegfried I. wurde 1112 der erste askanische Graf von Weimar-Orlamünde[50] nachUlrich II. von Weimar aus dem HausWeimar-Orlamünde. Er war SohnAdalberts II. von Ballenstedt und seiner GattinAdelheid, einer Tochter vonOtto I. von Weimar.Albrecht I. der Bär erhielt 1140 dieGrafschaft Weimar-Orlamünde.Hermann I. († 1176) führte dieLinie Weimar-Orlamünde fort. Infolge der Erbteilung von 1264/65 bekamHermann III. das Gebiet umOrlamünde undOtto III. das Gebiet umWeimar.[51]

Orlamünde musste am 27. April 1344 an dieWettiner verkauft werden.[52] 1467 hatten die Askanier keinen Besitz mehr, da die Wettiner alles übernahmen.

Die Regenten von Weimar-Orlamünde

Fürstentum Lüneburg

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Nachdem das ältere Haus Lüneburg mitWilhelm II. von Braunschweig-Lüneburg 1369 erlosch, begann 1370 derLüneburger Erbfolgekrieg. DasFürstentum Lüneburg gelangte im gleichen Jahr durch Beschluss KaisersKarl IV. anAlbrecht undWenzel I. aus der Linie Sachsen-Wittenberg. Albrecht war Enkel mütterlicherseits von Wilhelm II. von Braunschweig-Lüneburg, bei Wenzel I. handelt es sich um den Onkel Albrechts. Die Askanier wurden 1388 abgelöst durch Albrechts Stiefsöhne aus dem Welfenhause.

Die Regenten des Fürstentums Lüneburg

Personen

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Stammliste

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Hauptartikel:Stammliste der Askanier

Katharina die Große

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Hauptartikel:Katharina die Große
Herrschaft Jever im Jahr 1789 (oben auf der Karte AZ Jever)

Die bekannteste Vertreterin der Askanier in der Neuzeit war dierussischeZarinKatharina die Große (* 1729; † 1796), die zuvor Sophie Auguste Friederike hieß und deren VaterChristian August von Anhalt-Zerbst-Dornburg als hoher Militär inpreußischen Diensten stand, weshalb sie hauptsächlich nicht in Zerbst, sondern imStettiner Schloss aufwuchs. 1745 wurde sie mit Karl Peter Ulrichvon Schleswig-Holstein-Gottorf verheiratet, dem zukünftigen russischen ZarenPeter III. Sie nahm zu diesem Anlass den russisch-orthodoxen Glauben und zu EhrenJekaterinas I. den Namen Jekaterina Alexejewna an. Nachdem sie 1762 die Entmachtung ihres Ehemannes betrieben hatte, der dabei ermordet wurde, übernahm sie als Zarin die Alleinherrschaft in Russland, das sie 34 Jahre lang regierte. Ihre Denkungsart beim Regierungshandeln wird demaufgeklärten Absolutismus zugerechnet; auch pflegte sie Kontakt mitVoltaire,Cesare Beccaria undDenis Diderot. Katharina holte von 1763 bis 1767 Auswanderer ausBayern,Baden,Hessen, derPfalz und demRheinland nach Russland, deren Nachfahren dieWolgadeutschen sind. Sie förderte die 1765 gegründeteKaiserliche Freie Ökonomische Gesellschaft zu Sankt Petersburg; die meisten Gründungsmitglieder waren Deutsche und deutschstämmige Russen. Auch empfing man am Petersburger Hof gerne Vertreter der Stadt Zerbst. Im Zerbster Schlossgarten steht seit 2010 eine knapp fünf Meter große Bronzestatue Katharinas, die ein Geschenk eines russischen Bildhauers ist.

Die Zerbster Nebenlinie Anhalt-Zerbst-Dornburg begründete ihr GroßvaterJohann Ludwig I., die 1742 die Hauptlinie Anhalt-Zerbst wieder beerbte.[53] Anhalt-Zerbst erlosch 1793 im Mannesstamm und aus dem Besitz der Hauptlinie ging dieHerrschaft Jever an Katharina, die Schwester des letzten Zerbster RegentenFriedrich August war. DieZerbster Teilung betraf dieses Gebiet nicht, da es sich hierbei um einKunkellehen handelte. Als Statthalterin wurde von April 1793 bis zum Oktober 1806Friederike Auguste Sophie von Anhalt-Zerbst eingesetzt. Sie war die Witwe von Friedrich August und stammte aus der Linie Anhalt-Bernburg. 1801 erbte ZarAlexander I. die Herrschaft und ließ sie weiterhin unter Statthalterschaft verwalten. Jever wurde 1807 durch französische Truppen eingenommen. In diesem Jahr trat Alexander die Herrschaft imFrieden von Tilsit an dasKönigreich Holland ab, das unter napoleonischen Einfluss stand. Zwischen 1810 und 1813 gehörte Jever zumDépartement Ems-Oriental desKaiserreichs Frankreich und konnte im November 1813 von Russland wieder zurückerobert werden, das 1818 die Herrschaft an dasGroßherzogtum Oldenburg abgab.

Senioren des Hauses Anhalt

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DieSenioren führten laut Teilungsvertrag von 1603 die Gesamtangelegenheiten des anhaltinischen Hauses.

Askanische Äbtissinnen

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Auch erhielten die Askanier Vogtei- und Schutzrechte über die Klöster Nienburg/Saale und Gernrode.[54] Sie standen auch später in enger Verbindung mit demKloster zu Gernrode. ÄbtissinSophia von Anhalt war Schwester vonHeinrich I., der 1212 die Hausgüter der Familie erhielt. Die Gernroder Äbtissinnen hatten alsReichsfürstinnen des Heiligen Römischen Reiches einen Sitz auf denReichstagen.[55]

Stift Gernrode

Stift Gandersheim

Forschungsaktivitäten

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Seit dem 16. Jahrhundert bemühten sich Haushistoriker der Anhaltiner undSachsen-Lauenburger Familienzweige die Abkunft ihrer Dienstherren vonAscanius, dem Sohn destrojanischen HeldenAeneas, oder gar vom biblischenAschkenas, dem UrenkelNoachs, herzuleiten. Den Anfang machte 1519 derPanegiricus Genealogiarum illustrium Principum Dominorum in Anhalt des Ballenstädtener Mönchs Heinrich Basse.Ernst Brotuff veröffentlichte 1556 dieGenealogia und Chronica des Durchlauchten und Hochgebornen Königlichen und Fürstlichen Hauses der Fürsten zu Anhalt, mit der eine weit zureichende Ahnenreihe ununterbrochen dargestellt wurde.

DieHistorie des Fürstenthums Anhalt vonJohann Christoph Bekmann wurde 1710 publiziert.Samuel Lenz veröffentlichte 1757 das WerkSamuelis Lentzii Becmannvs Envcleatvs, Svppletvs Et Continvatvs, Oder: Historisch-Genealogische Fürstellung des Hochfürstlichen Hauses Anhalt.Philipp Ernst Bertram undJohann Christoph Krause verfassten dieGeschichte des Hauses und Fürstenthums Anhalt, die 1780 bzw. 1782 erschien. Der anhaltische HofarchivarOtto von Heinemann gab ab 1867 denCodex diplomaticus Anhaltinus heraus, der eine Urkundensammlung von 936 bis 1400 ist. In den Jahren 1912 und 1913 publizierte der herzogliche ArchivarHermann Wäschke die dreibändigeAnhaltische Geschichte, die eine Darstellung der Gesamtgeschichte Anhalts ist und zumStandardwerk avancierte. Wäschke wurde 1901 zum Archivrat und Leiter des Herzoglichen Haus- und Staatsarchivs in Zerbst ernannt. Außerdem gründete er den Zerbster Geschichtsverein, in dem er 23 Jahre als Vorsitzender wirkte.[56]

DieHistorische Kommission für Sachsen-Anhalt hat dauerhaft einenArbeitskreis zur anhaltischen Geschichte eingerichtet. DerVerein für Anhaltische Landeskunde mit Sitz in Köthen gibt seit 1993 eineZeitschrift zur Geschichte Anhalts heraus. DerHerzoglich Anhaltische Hausorden Albrechts des Bären, dessenGroßmeister Eduard Prinz von Anhalt ist, würdigte 2016 den HistorikerLutz Partenheimer durch Aufnahme als Ritter in denHausorden. Der Grund waren seine Forschungen über Albrecht den Bären und zur Entstehung der Mark Brandenburg sowie zum Haus Anhalt.[57]Michael Hecht leitet das Institut für Landesgeschichte amLandesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Halle und forscht mit Schwerpunkt zur Geschichte der Askanier.[58]

Wappen

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DasLandeswappen Sachsen-Anhalts beinhaltet die Farben gold und schwarz, die auch im Wappen der Grafen vonBallenstedt zu finden sind, und einen grünenRautenkranz. DasWappen des Freistaats Sachsen hat sich ebenfalls aus dem Wappen der Askanier entwickelt. Auch stammt derBrandenburgische Adler ursprünglich von dem Geschlecht.

  • Graf von Aschersleben (Ascharia) 1136
    Graf von Aschersleben (Ascharia) 1136
  • Graf von Ballenstedt
    Graf von Ballenstedt
  • Markgraf von Brandenburg (auch Kurfürst seit der zweiten Hälfte des 13. Jh.)
    Markgraf von Brandenburg (auch Kurfürst seit der zweiten Hälfte des 13. Jh.)
  • Fürst von Anhalt (Brandenburg und Ballenstedt)
    Fürst von Anhalt (Brandenburg und Ballenstedt)
  • Fürst von Anhalt (seit 13. Jh.)
    Fürst von Anhalt
    (seit 13. Jh.)
  • Fürst von Anhalt (15. Jh.)
    Fürst von Anhalt
    (15. Jh.)
  • Fürst von Anhalt (17. Jh.)
    Fürst von Anhalt
    (17. Jh.)
  • Fürst von Anhalt-Köthen (18. Jh.)
    Fürst von Anhalt-Köthen
    (18. Jh.)
  • Fürst von Anhalt-Zerbst (18. Jh.)
    Fürst von Anhalt-Zerbst
    (18. Jh.)
  • Kaiserreich Russland (Katharina die Große)
    Kaiserreich Russland (Katharina die Große)
  • Herzog von Anhalt (19. Jh.)
    Herzog von Anhalt
    (19. Jh.)
  • Pfalzgraf von Sachsen
    Pfalzgraf von Sachsen

Bauwerke der Askanier

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Namensträger durch Erwachsenenadoption

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Siehe auch:Stammliste der Askanier
Frédéric Prinz von Anhalt

Es gibt heute neben den geborenen Askaniern noch eine größere Anzahl von als Erwachsene adoptierten Namensträgern. Die Adoptierten und deren Familienmitglieder mit gleichem Nachnamen übersteigen zahlenmäßig deutlich die geborenen Askanier. Bekannt unter den Adoptierten ist vor allemFrédéric Prinz von Anhalt, der im Jahr 1980 in Deutschland vonMarie Auguste Prinzessin von Anhalt adoptiert wurde.[59] Frédéric Prinz von Anhalt hat seinerseits wieder sechs[60] erwachsene Deutsche an seinem Wohnort inLos Angeles adoptiert, die dadurch den Namen Prinz von Anhalt führen. Das Familienoberhaupt der Askanier,Eduard Prinz von Anhalt, lehnt derartige Erwachsenenadoptionen generell ab und betrachtet die Adoptierten nicht als Teil der Familie.[61]

DieVolljährigenadoption unterscheidet sich in Deutschland zu einerAnnahme an Kindes statt eines Minderjährigen in der Hinsicht, dass gemäß § 1770 Abs. 1BGB nur eine Verwandtschaftsbeziehung zu der annehmenden Person, nicht aber zu dessen Familie entsteht. Weiterhin bleibt in der Regel die Verwandtschaft zu den leiblichen Eltern bestehen.[62][63] Im amerikanischen GliedstaatKalifornien ist eine Erwachsenenadoption unproblematisch und wie in Deutschland muss eine persönliche Beziehung zwischen den Personen vorliegen.[64]

Literatur

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  • Eduard von Anhalt:Das verfluchte Jahrhundert: Eine Dynastie am Abgrund. München 2021,ISBN 3784436056.
  • Anhaltischer Heimatbund e. V.:800 Jahre Anhalt: Geschichte, Kultur, Perspektiven. Dößel 2012.
  • Genealogisches Handbuch des Adels (GHdA)Fürstl. Häuser XIX (2011)
  • Lorenz Friedrich Beck:Herrschaft und Territorium der Herzöge von Sachsen-Wittenberg (1212–1422) (= Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte. Band 6). Potsdam 2000.
  • Werner Freitag,Michael Hecht (Hrsg.):Die Fürsten von Anhalt. Herrschaftssymbolik, dynastische Vernunft und politische Konzepte in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Halle (Saale) 2009,ISBN 978-3-89812-199-6.
  • Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Werl 2017.
  • Michael Hecht:Die Erfindung der Askanier. Dynastische Erinnerungsstiftung der Fürsten von Anhalt an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. In:Zeitschrift für historische Forschung. Band 33, 2006, S. 1–32.
  • Gerd Heinrich:Askanier. In:Lexikon des Mittelalters(LexMA).Band 1. Artemis & Winkler, München/Zürich 1980,ISBN 3-7608-8901-8,Sp. 1109–1112. 
  • Britta Kägler, Michael Hecht:Dynastien und Hochadel: Die anhaltischen Askanier / Die bayerischen Wittelsbacher. In: Werner Freitag, Michael Kißener, Christine Reinle, Sabine Ullmann (Hrsg.):Handbuch Landesgeschichte. Berlin 2018, S. 268–302.
  • Walter Leisering:Zur Geschichte der Askanier. Ein Tabellenbuch mit 200 Abbildungen und historischen Anhalt-Karten. Dessau 1998.
  • Jörg Meyn:Vom spätmittelalterlichen Gebietsherzogtum zum frühneuzeitlichen „Territorialstaat“. Das askanische Herzogtum Sachsen 1180–1543 (= Schriftenreihe der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Band 20). Hamburg 1995.
  • Lutz Partenheimer:Albrecht der Bär. Gründer der Mark Brandenburg und des Fürstentums Anhalt. 2. Auflage. Böhlau, Köln / Weimar / Wien 2003,ISBN 3-412-16302-3.
  • Lutz Partenheimer und Moritz Niens: Die Chronik der Markgrafen von Brandenburg (aus dem Hause der Askanier, 13. Jahrhundert). Nach der Edition Georg Sellos (1888) Lateinisch-Deutsch. Becker, Potsdam 2022, Broschur:ISBN 978-3-88372-391-4 (Aufnahmen der beiden erhaltenen Abschriften aus dem 14. Jh. schwarz-weiß), Festeinband:ISBN 978-3-88372-387-7 (Aufnahmen der beiden erhaltenen Abschriften aus dem 14. Jh. farbig).
  • Ralf Regener:Der Sturz der Askanier 1918 in Anhalt. Bedingungen, Verlauf und Nachwirkungen des Untergangs einer kleinstaatlichen deutschen Monarchie. Dessau-Roßlau 2013.
  • Mathias Tullner:Geschichte Sachsen-Anhalts. Beck, München 2008,ISBN 978-3-406-57286-9.
  • Hermann Wäschke:Die Askanier in Anhalt: Genealogisches Handbuch. Dessau 1904.

Weblinks

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Commons: Askanier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Askanier – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Das Haus Anhalt und seine Wappen. Abgerufen am 6. Dezember 2024. 
  2. Askanier. In: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 17. April 2025. 
  3. Gerd Heinrich:Askanier. In:Lexikon des Mittelalters(LexMA).Band 1. Artemis & Winkler, München/Zürich 1980,ISBN 3-7608-8901-8,Sp. 1109–1112. 
  4. Anhalt (1863-1914). Abgerufen am 3. Oktober 2025. 
  5. Haus Anhalt-Askanien: Wunsch zur Beisetzung wird erfüllt. Abgerufen am 18. Mai 2025. 
  6. Askanier. Abgerufen am 29. Oktober 2025. 
  7. Monumenta Germaniae Historica (MGH) DD K II, Nr. 234, S. 319.
  8. Sonderdruck aus: Höfe und Residenzen im Mittelalter im spätmittelalterlichen Reich. Abgerufen am 19. Oktober 2025. 
  9. Annalista Saxo, hrsg. von Georg Heinrich Pertz in:MGH SS 6, 1844, S. 678.
  10. Annalista Saxo, hrsg. von Georg Heinrich Pertz in:MGH SS 6, 1844, S. 676.
  11. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 5. 
  12. Liste der Siegelabbildungen der Universität Passau
  13. Annalista Saxo, hrsg. von Georg Heinrich Pertz in:MGH SS 6, 1844, S. 744.
  14. Codex diplomaticus Anhaltinus (CDA), Teil I, Nr. 337.
  15. CDA, Teil I, Nr. 436
  16. Michael Hecht:Die anhaltischen Askanier. In: Werner Freitag (Hrsg.): Handbuch Landesgeschichte. Berlin 2018, S. 271.
  17. Hermann Heckmann:Sachsen-Anhalt. Verlag Weidlich, Würzburg 1991,S. 45. 
  18. Helmut Assing:Die frühen Askanier und ihre Frauen. Kulturstiftung Bernburg, Bernburg 2002,S. 25–27. 
  19. CDA, Band 2, Nr. 9, S. 8–9
  20. Nienburg: Kloster mit Ostblick. Abgerufen am 22. März 2024. 
  21. Michael Hecht:Die anhaltischen Askanier. In: Werner Freitag (Hrsg.): Handbuch Landesgeschichte. Berlin 2018, S. 272.
  22. abcdefGerhard Köbler:Historisches Lexikon der deutschen Länder. München, 2019, S. 17.
  23. Freitag, W./Hecht, M.: Die Fürsten von Anhalt: Herrschaftssymbolik, dynastische Vernunft und politische Konzepte in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (Studien zur Landesgeschichte 9), Halle, 2003, S. 11.
  24. Michael Hecht:Die anhaltischen Askanier. In: Werner Freitag (Hrsg.): Handbuch Landesgeschichte. Berlin 2018, S. 273.
  25. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 17 f. 
  26. Eduard Prinz von Anhalt erleichtert: Mutter und Bruder werden in Ballenstedter Krypta beigesetzt. Abgerufen am 8. Februar 2025. 
  27. Die Fassade am Nordflügel von Schloss Ballenstedt wird restauriert. Abgerufen am 30. Juli 2025. 
  28. Eduard Prinz von Anhalt berichtet über Krönung von Charles. Abgerufen am 7. August 2024. 
  29. Eduard Prinz von Anhalt: Aktualisierung des Hausgesetzes der Familie Anhalt-Askanien. Berlin, 1. Januar 2010.anhalt-askanien.de (Memento vom 16. August 2017 imInternet Archive)
  30. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1905. Abgerufen am 9. Februar 2025. 
  31. Helbig, Herbert, „Adolf“ in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953). Abgerufen am 9. Februar 2025. 
  32. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 11. 
  33. CDA, Teil III, Nr. 406
  34. Matthias Prasse:Kurze illustrierte Geschichte des Landes Anhalt. Herrenhaus–Kultur–Verlag, Dresden 2014,S. 74. 
  35. Klosterhof in Coswig (Anhalt). Abgerufen am 29. Juni 2022. 
  36. Anhalt-Köthen (1820-1853), S. 1 f. Abgerufen am 28. Januar 2024. 
  37. Chronik der Stadt Rosslau, S. 5. Abgerufen am 18. Oktober 2022. 
  38. Berent Schwineköper:Handbuch der historischen Stätten DeutschlandsTeil: Bd. 11., Provinz Sachsen Anhalt. Kröner, Stuttgart 1987,S. 78. 
  39. Entwurf einer urkundlich-pragmatischen Geschichte des Herzog- und Kuhrfürstenthums Neu-Sachsen als des sogenannten Kuhr- oder Wittenberger Kreises; mit den Herzogthümern Anhalt … vom Pastor, Karl Limmer, 1838. books.google.de
  40. Herzogtum Anhalt www.deutsche-schutzgebiete.de
  41. Matthias Prasse:Kurze illustrierte Geschichte des Landes Anhalt. Herrenhaus–Kultur–Verlag, Dresden 2014,S. 87 f. 
  42. 90 Jahre Joachim-Ernst-Stiftung – Kulturstiftung DessauWörlitz. Kulturstiftung DessauWörlitz, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Dezember 2011; abgerufen am 17. November 2011. 
  43. Kulturstiftung Dessau-Wörlitz. Abgerufen am 9. März 2021. 
  44. Eduard Hermann Ernst Laue. Abgerufen am 28. Dezember 2024. 
  45. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 7. 
  46. Albrecht der Bär www.diegeschichteberlins.de
  47. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 7 f. 
  48. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 9. 
  49. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 9 f. 
  50. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 8. 
  51. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 8. 
  52. Askanier www.manfredhiebl.de
  53. Thomas Gehrlein:Das Haus Anhalt-Askanien mit seinen Linien Bernburg, Dessau, Köthen, Plötzkau und Zerbst: 1000 Jahre Gesamtgeschichte mit Stammfolgen. Börde-Verlag, Werl 2017,S. 21 f. 
  54. Berent Schwineköper:Handbuch der historischen Stätten Deutschlands Teil: Bd. 11., Provinz Sachsen Anhalt. Kröner, Stuttgart 1987,S. LV. 
  55. Hans K. Schulze:Das Stift Gernrode (…), Böhlau, Köln 1965, S. 89–90.
  56. Bachstadt Köthen: Hermann Wäschke (1850-1926). Abgerufen am 22. April 2024. 
  57. Ein weiterer Ritter des Askanischen Hausordens Albrecht der Bär. In: www.askanier-berlin.de. 2. Mai 2016, abgerufen am 24. März 2021. 
  58. Forschungsprojekte: Die Dynastie der Askanier in der Frühen Neuzeit. Abgerufen am 22. Oktober 2025. 
  59. Frédéric von Anhalt enthüllt: Er hat für seinen Adelstitel nichts bezahlt. Abgerufen am 8. September 2025. 
  60. "Ich habe sechs Mal adoptiert & bin sechs Mal auf die Schnauze gefallen". Abgerufen am 18. Januar 2025. 
  61. Eduard von Anhalt: Prinz Frédéric - ein «hohler Aufschneider». Abgerufen am 12. September 2023. 
  62. Adoption Volljähriger: Neue Eltern für Erwachsene. Abgerufen am 17. Januar 2025. 
  63. Bundesministerium der Justiz: § 1770 Abs. 2 BGB. Abgerufen am 23. Januar 2025. 
  64. Adult adoption in California. Abgerufen am 17. Januar 2025. 
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