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Asien

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Asiate ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zu weiteren Bedeutungen sieheAsia undAsiate (Begriffsklärung).
Asien
Lage Asiens auf einer Weltkarte
Lage Asiens auf einer Weltkarte
Fläche44.614.500 km²
Bevölkerungca. 4,75 Milliarden
Bevölkerungsdichte107 Einwohner/km²
Länder47 international anerkannt
ZeitzonenUTC+2 (Türkei) bisUTC+12 (Russland)

Asien, Teil vonEurasien, ist mit rund 44,6 Millionen Quadratkilometern und etwa einem Drittel der gesamten Landmasse der nachFläche und mit 4,75 Milliarden Menschen größteErdteil. Der Fläche nach betrachtet gilt das auch dann, wenn manAmerika als Doppelkontinent betrachtet, welches auf gut 42,5 Millionen Quadratkilometer kommt. Es gibt 47 international anerkannteStaaten Asiens.

In der Geschichte hat Asien eine tragende Rolle. Nach denSumerern entstand um 1100 v. Chr. unter derZhou-Dynastie das erste Großreich, es folgten u. a. dasNeuassyrische Reich, 500 v. Chr. das noch größereAchämenidenreich sowie im 13. und 14. Jahrhundert dasMongolische Reich.

Etymologie

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Der NameAsien ist überlateinischAsia ausaltgriechischἈσίαAsía entlehnt, wahrscheinlichmykenisch alsa-si-wi-ja auf einer Tontafel ausPylos belegt und möglicherweise identisch mit derhethitischen BezeichnungAssuwa für ein Land im WestenKleinasiens. Die frühen Griechen benutzten den Namen zunächst nur für die Westküste Kleinasiens, woraus sich später auch der Name der römischen ProvinzAsia ergab.[1] VonPlinius dem Älteren (Naturalis historia, um 77 n. Chr.) wurde der Name dann auch auf den ganzen östlichen Kontinent bezogen.

Geographie

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Hauptartikel:Geographie Asiens
Satellitenbild Asiens

Asien ist der größte Kontinent der Erde. Mit ca. 44,6 Millionen Quadratkilometer Fläche (ohne Russland 31,7 Millionen Quadratkilometer) umfasst er rund ein Drittel der gesamten Landmasse. Gemeinsam mitEuropa wird Asien auch als Teil des GroßkontinentsEurasien betrachtet.

Die kontinentale Landmasse liegt ganz in der östlichenHemisphäre und nördlich desÄquators mit Ausnahme der südöstlichsten Inseln imMalaiischen Archipel, die sich auf derSüdhalbkugel der Erde befinden. DieTschuktschen-Halbinsel inOstsibirien liegt zwar östlich des 180. Längengrades, es gilt aber die östliche Zeit +12h.

Ausdehnung

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Asien wird im Norden vomArktischen Ozean, im Osten vomPazifischen Ozean und im Süden vomIndischen Ozean begrenzt.

Asien hat im Westen gegenüberEuropa keine eindeutige geographische oder geologischeGrenze. Die häufigste Definition der Grenze zu Europa von Nord nach Süd: dasUral-Gebirge, derUral-Fluss, dasKaspische Meer, derKaukasus bzw. dieManytschniederung, die Südküste desSchwarzen Meeres sowie derBosporus, dasMarmarameer und dieDardanellen. Von derKarasee bis zum Schwarzen Meer ist diese Grenze rund 2700 km lang.

MitAfrika ist Asien nördlich desRoten Meeres über die HalbinselSinai und die 120 Kilometer breite Landenge vonSues verbunden.

Im Nordosten liegen die Festlandmassen von Asien undNordamerika an derBeringstraße etwas mehr als 80 km voneinander entfernt. Im Südosten bildet der Malaiische Archipel die Verbindung zuAustralien. Den südlichsten Punkt bildet dieindonesische InselPamana.

Der nördlichste Festlandspunkt Asiens und der Erde istKap Tscheljuskin auf derTaimyrhalbinsel (77° 43′ 21″ N77.722694444444104.25355555556), der östlichste PunktKap Deschnjow auf derTschuktschen-Halbinsel (169° 39′ 7″ W66.079166666667-169.65194444444). Von dort bis zum westlichsten Punkt Asiens, demKap Baba inKleinasien (26° 3′ 50″ O39.47916666666726.063888888889), sind es 8.223 km Luftlinie. Der südlichste Festlandspunkt des asiatischen Kontinents ist das KapTanjung Piai auf derMalaiischen Halbinsel (1° 15′ 57″ N1.2658333333333103.51111111111).

Einteilung Asiens in Regionen durch dieUNSD
  • Nordasien
  • Zentralasien
  • Vorderasien (Westasien)

  • Südasien
  • Ostasien
  • Südostasien
  • Länder Asiens

    Gliederung

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    Zurregionalen Gliederung Asiens gibt es verschiedene Ansätze. Die folgende Unterteilung in Regionen wird neben anderen von der UN-StatistikbehördeUNSD verwendet. Diese Einteilung Asiens in Regionen durch die Vereinten Nationen geschieht ausschließlich aus statistischen Gründen und impliziert keine Annahme über politische oder sonstige Zugehörigkeiten der Länder und Gebiete.[2]

    In mancher Veröffentlichung werden diese Grenzen variiert, je nach Ziel, Thema und Hintergrund, für die eine Aufteilung verwendet wird. Früher war Afghanistan Zentralasien zugeordnet, jetzt zu Südasien. Darüber hinaus gibt es auch alternative bzw. zusätzliche Unterteilungen bzw. Überschneidungen, beispielsweise fürNordostasien.

    Flora und Fauna

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    Die wichtigstenVegetationszonen oderÖkozonen (von Nord nach Süd):

    Tundra im Gebiet derNenzen am Unterlauf desJenissei
    Siehe auch:„Flora und Fauna“ im Artikel Geographie Asiens

    Superlative

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    Asien weist eine Reihe globaler geographischer Superlative auf:

    • das bevölkerungsreichste Land:Indien (bis etwa Anfang 2023China)
    • den größten Anteil am weltweit flächenmäßig größten Land:Russland. Dieser Anteil Russlands selbst ist größer als das weltweit zweitgrößte LandKanada.
    • die höchste und die zweithöchsteGebirgskette:Himalaya undKarakorum, beinhalten alle Berge mit über 8000 Meter Gipfelhöhe
    • den tiefsten und ältesten Binnensee: denBaikal
    • den größten Binnensee: dasKaspische Meer
    • das tiefstgelegene Gewässer: dasTote Meer

    Es ist der Erdteil mit der verschiedenartigsten Vegetation, wechselnd vomPermafrostbodenSibiriens bis hin zumDschungelSüdostasiens. Neben den ExtremenTundra,Wüste undtropischer Regenwald sind auch alle anderen auf der Erde vertretenenVegetationszonen in Asien zu finden.

    Eine weitere Besonderheit sind die meisteninterkontinentalen Staaten der Erde, mit sowohl asiatischen Landesteilen als auch Territorien in anderen Erdteilen. Dazu gehörenRussland,Kasachstan,Indonesien,Japan,Ägypten und dieTürkei.

    Geschichte

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    Hauptartikel:Geschichte Asiens

    Asien ist die Wiege zahlreicherKulturen, beispielsweise inChina, inJapan, inIndien, inIran sowieBabylonien undAssyrien inVorderasien. Alle sogenanntenWeltreligionen sind in Asien entstanden.

    Asien und Europa verbindet eine lange Tradition anKriegen (beispielsweiseAlexander der Große, diePerserkriege, dieKreuzzüge, die Einfälle derHunnen und derTürken) und anEntdeckungsreisen (beispielsweiseSven Hedin), aber auch viele wichtige Handelsverbindungen, wie zum Beispiel dieSeidenstraße.

    Asien ist von jeher vonGroßreichen geprägt und nicht so zersplittert wie Europa. Diechinesische Kultur hat in der Welt, vor allem jedoch inOstasien, ihre Spuren hinterlassen (Papier, Buchdruck, Kompass,Seide,Porzellan u. v. m.). AusIndien hat sich derBuddhismus verbreitet.Nordasien (insbesondereSibirien) blieb lange Zeit nahezu unbesiedelt, erst als sich dasRussische Reich weiter ausdehnte, wurden dort größere Städte gegründet.Zentralasien war traditionell die Heimat vonSteppenvölkern(Reitervölker) (beispielsweise denMongolen), die in früheren Zeiten eine Bedrohung für Europa darstellten.Vorderasien ist seit dem 7. Jahrhundert vomIslam geprägt und hatte einen stark prägenden Einfluss aufNordafrika.

    Bevölkerung

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    Asien: Einwohnerzahlen von 1950 bis 2020
    Jahr  Einwohner
    1950
      
    1.403.389.000
    1960
      
    1.707.682.000
    1970
      
    2.134.993.000
    1980
      
    2.637.586.000
    1990
      
    3.199.481.000
    2000
      
    3.719.044.000
    2010
      
    4.164.252.000
    2020
      
    4.647.858.000
    Quelle(n): United Nations, Department of Economic and Social Affairs[3]
    ohne Russland, mit Türkei

    In Asien leben rund 4,75 Milliarden Menschen, was etwa 60 % der Erdbevölkerung entspricht. InIndien und in derVolksrepublik China leben jeweils etwa 1,4 Milliarden Menschen. Während vor allemRussland und dieMongolei sehr dünn besiedelt sind, kämpfen andere Länder mit den Auswirkungen ihrerBevölkerungsexplosion.

    Weltkarte zum Thema Durchschnittsalter (Stand: 2005)
    Malariarisikogebiete (Stand: 2020)
    HIV-Verbreitung
  • keine Daten
  • weniger als 0,1 %
  • 0,1–0,5 %
  • 0,5–1 %
  • 1–5 %
  • 5–15 %
  • 15–50 %
  • Gesundheit undLebenserwartung korrelieren mit dem Wohlstand der Nationen. Höherer Lebensstandard bedeutet auch mehr Ressourcen für die eigene wie für die Volksgesundheit.

    Die Bewohner von Macau, Singapur, Hongkong und Japan erreichen unter den Asiaten das höchste Durchschnittsalter. Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Brunei, China, Malaysia, Thailand, Philippinen und Indonesien liegen mit der Lebenserwartung weltweit etwa im Mittel. Die kürzeste Lebenserwartung in Asien haben Menschen in Indien, Bangladesch, Myanmar, Kambodscha, Laos, Bhutan und Afghanistan.[4]

    Malaria ist in Südasien und Südostasien verbreitet. Es gibt noch kein effektives Impfmittel gegen Malaria. DurchInsektensprays könnte die Verbreitung etwas eingedämmt werden, diese sind aber für große Teile der betroffenen Bevölkerung zu teuer.

    AIDS ist weit verbreitet. Besonders in Russland, Indien, Nepal, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam und Malaysia tritt das HI-Virus vermehrt auf. Dagegen sind in Japan, der Mongolei, Sri Lanka, Bangladesch, Bhutan, Afghanistan, Turkmenistan und inVorderasien nur relativ wenige Menschen an AIDS erkrankt. Diese Angaben sind aber mit Vorsicht zu betrachten, da die HIV-Infektionsrate als Durchschnittswert auf das ganze Land bezogen ist, aber vor allem in den Großstädten gehäuft auftritt.

    Sprachen

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    In Asien werden viele hundert einzelne Sprachen gesprochen. Zu den bedeutendenSprachfamilien und Sprachgruppen gehören (Auswahl):

    Siehe auch AbschnittSprachfamilien der Welt: Eurasien.

    Wirtschaft

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    Die ärmsten Staaten der Welt (Stand: 2001)

    Nach der Einteilung in Nordasien (Russland), Westasien (W), Zentralasien (Z), Südasien (S), Südostasien (SO) und Ostasien (O) ergibt sich folgendes Bild:

    Industrienationen

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    Shinkansen
    Die Dorasan-Station an der Grenze zwischenNordkorea undSüdkorea 2003

    Sowohl gemessen am Wechselkurs-basiertenBruttoinlandsprodukt als auch in Kaufkraftparität ist China die größteVolkswirtschaft Asiens und die zweitgrößte weltweit. In Asien folgen die Staaten Japan, Indien und Südkorea. DieWirtschaft Japans war über Jahrzehnte die am stärksten wachsende Volkswirtschaft Asiens. Während Japans wirtschaftliche Lage sich seit den 1990er-Jahren verschlechterte, weisen China und Indien im selben Zeitraum ein, im globalen Vergleich, überdurchschnittlichesWirtschaftswachstum von mehr als 10 bzw. 7 Prozent pro Jahr auf. Japan hat aber die Rolle der führenden Wirtschaftsnation Asiens 2010 an China abgegeben. Dennoch ist es die führende Industrienation Asiens und (neben dem größtenteils zu Europa gezählten Russland) das einzige Land des Kontinents, das Mitglied derGruppe der Acht führenden Industrieländer ist.Bezogen auf die Kaufkraftparität hat auch Indien heute (2015) ein größeres BIP als Japan.

    Tigerstaaten

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    Bangkok, im Boom der Pantherstaaten rasch gewachsene Hauptstadt Thailands
    Reisanbau inYunnan, China

    Nach demZweiten Weltkrieg, verstärkt ab den 1960er-Jahren, war das wirtschaftliche Wachstum zunächst auf die Länder und Gebiete entlang der Pazifikküste konzentriert, wovon vor allem Japan, Südkorea und Taiwan sowie die ehemaligen britischen Kolonien Hongkong und Singapur profitierten, die sich eng an die Wirtschaft der USA banden. In den 1980er-Jahren entwickelten sich mehrere Staaten in Ost- und Südostasien mit einem raschen Wirtschaftswachstum vonSchwellenländern zuIndustrieländern: die „Tigerstaaten“ Hongkong (damals noch eineKronkolonie desVereinigten Königreichs), Taiwan, Singapur und Südkorea. 1997/98 fand die rasanteHochkonjunktur in vielen dieser Länder mit derAsienkrise ihr Ende, die – von Thailand ausgehend – vor allem eine Finanz- und Währungskrise war. Seitdem wächst die Wirtschaft dieser Staaten zwar weiter, aber das sehr hohe Wachstum von bis zu zehn Prozent hat sich auf fünf bis sechs Prozent abgeschwächt.

    Entwicklungsländer

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    Pflügen des Reisfeldes mit Wasserbüffel und Holzpflug in Vietnam
    Noch heute gebräuchlichstes Transportmittel inMyanmar
    Probebohrung in der Steppe vonKasachstan

    Weite Teile Asiens sind nach wie vorlandwirtschaftlich geprägt, wobei insbesondereReisanbau undFischerei von Bedeutung sind.

    Rohstoffarme Staaten oder durch Kriege und korrupte Regierungen zurückgeworfene Staaten wieAfghanistan,Bangladesch,Myanmar,Laos,Kambodscha,Vietnam sowie die ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien sind nach wie vor landwirtschaftlich entsprechend ihrer Topographie geprägt.

    Die meisten heutigen zentral- und nordasiatische Staaten waren bis zu deren Zerfall 1990/91 Teil der Sowjetunion und somitplanwirtschaftlich organisiert. Die Wirtschaft dieser Länder ist großteils von Landwirtschaft undSchwerindustrie bestimmt.

    Rohstoffreichtum einiger Regionen wie etwa Erdöl und -gas im Gebiet des Kaspischen Meeres oder diejenigen in der Tundra von Sibirien gewinnen Bedeutung im sich weltweit verstärkenden Kampf um diese Ressourcen, wobei Fluch und Segen für die Bewohner häufig nahe beieinander liegen (Umweltverschmutzung, Korruption und Kriege).

    Golfstaaten

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    In Südwestasien ist vor allem die Erdölförderung der bestimmende Wirtschaftszweig. Die weltweit größten bekannten Reserven befinden sich auf der arabischen Halbinsel und in den umliegenden Regionen am Persischen Golf, wobei das Königreich Saudi-Arabien über die umfangreichsten Ölfelder verfügt. Weitere bedeutende Förderländer sind Iran und der Irak. Die flächenmäßig kleinen Emirate Kuwait und Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und das Königreich Bahrain zählen durch den Verkauf von Erdöl bei zugleich relativ geringer Bevölkerungszahl zu den reichsten Staaten der Erde.

    Religion, Mythologie und Philosophie

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    Quelle: Encyclopedia Britannica, zitiert in der FAZ vom 8. März 2013, Seite 6f

    Mehrere Regionen Asiens, darunterMesopotamien, das Tal desIndus (vgl.Indus-Kultur),Iran undChina, gelten als „Wiegen der Zivilisation“. Mit der Entwicklung derZivilisationen und der frühenHochkulturen in diesen Gebieten ging auch die Entwicklung derReligionen einher. Alle im Allgemeinen als „Weltreligionen“ bezeichneten Religionen haben ihren Ursprung in Asien. Mit über 1 Milliarde Anhänger ist der Islam die größte Religion in Asien und umfasst mehr als ein Viertel aller Bewohner des Kontinents, Muslime stellen die Bevölkerungsmehrheit in mehr als der Hälfte aller Staaten Asiens.[5][6]

    Vorderasien

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    Zu den frühesten Monumenten religiösen Empfindens der Menschheit zählt etwa die Anlage inGöbekli Tepe in der heutigen Türkei. Entstanden um etwa 9000 v. Chr., wobei die Ursprünge noch deutlich weiter zurück reichen dürften, als dieneolithische Revolution und damit der Beginn von Ackerbau und Viehzucht noch bevorstand, gilt Göbekli Tepe als älteste bekannte Tempelanlage der Welt. Etwa aus derselben Zeit datieren Funde inNevalı Çori amEuphrat in der heutigen türkischen ProvinzŞanlıurfa, wo auch vergleichbare bildhauerische Werke, wie anthropomorphe Figuren und Tierdarstellungen, die auf eine religiöse Nutzung hindeuten, gefunden wurden.

    Verehrung des SonnengottesSchamasch (akkadisch-babylonisch)

    In Mesopotamien (Zweistromland; vgl. „Fruchtbarer Halbmond“) entwickelte sich ab etwa dem vierten Jahrtausend v. Chr. diesumerische Religion. Sie ist eine der ältesten bekannten Religionen und hatte entscheidenden Einfluss auf sich später entwickelnde Glaubenssysteme derKanaaniter (Vorläufer derHebräer),Akkader,Babylonier,Assyrer,Hethiter,Hurriter,Ugariter undAramäer. Neben einer Reihe von den Haupt- und Urgöttern verehrten die Sumerer, in einer Zeit als dort einige der ersten Städte wieUr undByblos entstanden (vgl.Liste historischer Stadtgründungen), Stadtgötter und verfügten damit bereits über einPantheon von Göttern. DasGilgamesch-Epos, eines der frühesten schriftlichen Zeugnisse der Menschheit, hat seinen Ursprung in dieser Epoche und erzählt von den Begegnungen des Königs Gilgamesch mit den Göttern und seiner Suche nach Unsterblichkeit. DasEnūma eliš (niedergeschrieben ca. im 12. Jahrhundert v. Chr.) ist wiederum einer der ursprünglichstenSchöpfungs-Mythen. Sumerische Mythen, wie etwa die Erzählung von derSintflut, fanden auch Eingang in die judäo-christlichen Traditionen.

    Vermutlich inBaktrien entstand zwischen 1800 v. Chr. und 700 v. Chr. derZoroastrismus, eine der ältesten, wenn auch ursprünglichdualistischen,monotheistischen(Ahura Mazda) Religionen, die bis heute überdauert hat.

    DieRichter (ca. 1250 v. Chr.) und dieErzväter, die als früheste Überlieferungen der jüdischen Geschichte gelten, hatten ihren Ursprung in Mesopotamien, wo die Vorfahren der Hebräer alsNomadenvolk lebten.Abraham, der Stammvater Israels, soll selbst aus Ur gekommen sein. Tradiert ist diejüdische Religion in einer in derTora festgehaltenen schriftlichen und einer mündlichen Lehre (Talmud u. a.).

    Nestorianischer Priester (Bezeklik,Taklamakan)

    MitJesus von Nazaret (vgl.Jesus Christus) soll etwa 7 bis 4 v. Chr. inPalästina der selbst in der Tradition der jüdischen Religion stehende Begründer desChristentums geboren worden sein. Nach seinem Tod fand die Lehre seiner Jünger vorerst im Nahen Osten und, innerhalb desRömischen Reiches, in Südeuropa Verbreitung. In Asien entwickelten sich verschiedene Traditionen deschristlichen Orients, von denen einige, wie etwa derNestorianismus, bis weit nach Zentralasien und China vordrangen. Ausgehend vombyzantinischen Reich verbreiteten sich diealtorientalischen Kirchen in Vorderasien und auch Indien sowie die heute noch in weiten Teilen Nordasiens vorherrschendenorthodoxen Kirchen.

    Registan (Samarqand)

    DieGeschichte des Islam begann im 6. Jahrhundert mit dem WirkenMohammeds auf derarabischen Halbinsel. Gemäß der imKoran festgehaltenen Lehre desIslam gilt er als der letzteProphet in der Geschichte der Menschheit und Vollender derbiblischen Prophetie. In Asien fand der Islam im Zuge derislamischen Expansion Verbreitung in Vorderasien und in weiten Teilen Zentral- und Südasiens bis zum Malaiischen Archipel im Südosten.

    Süd- und Ostasien

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    Gopuram eines Hindu-Tempels inHampi (Indien)
    Borobudur (Indonesien)

    Der bis heute vor allem in Indien vorherrschendeHinduismus entstand gegen Ende der Indus-Kultur um ca. 2000 v. Chr. Die Lehren basieren auf denVeden, heiligen Schriften, deren älteste, dieRigveda, etwa 1200 bis 1000 v. Chr. zusammengestellt wurde. Der Hinduismus umfasst eine große Zahl teils sehr unterschiedlicher Glaubensschulen und Ansichten. Es gibt weder ein gemeinsamesGlaubensbekenntnis noch Institutionen, die für alle Gläubigen gleichermaßen Autorität besitzen. Verbindende Merkmale sind die zentralen GottheitenBrahma,Shiva undVishnu(Trimurti) – die jedoch in den Lehrtraditionen wieShivaismus,Vishnuismus oderShaktismus sehr unterschiedlich betrachtet werden – und der Glaube an den sich ständig wiederholenden Kreislauf des Lebens(Samsara) und dieReinkarnation. Der Hinduismus hatte, wie dieindische Philosophie, schon früh prägenden Einfluss auf jene Länder, die im Einflussbereich derindischen Kultur lagen, und fand Eingang in die Glaubenswelten Süd- und Südostasiens.

    An der Wende vom sechsten zum fünften vorchristlichen Jahrhundert lebte in NordindienSiddhartha Gautama, der nach der Überlieferung im Alter von 35 JahrenErleuchtung erlangte und somit zumBuddha („Erwachter“, „Erleuchteter“) wurde. Aus der vedischen Tradition kommend und diese hinter sich lassend, wurde er zum Begründer desBuddhismus. Etwa zeitgleich begründeteMahavira ebenfalls in Indien die Lehre desJainismus.

    Der Buddhismus wurde vorerst auf demindischen Subkontinent, aufSri Lanka und inZentralasien bekannt. Der südliche Buddhismus (Theravada) fand Verbreitung in den Ländern Südostasiens. Der nördliche Buddhismus (Mahayana) erreichte über dieSeidenstraße Zentral- und Ostasien sowie von Nordindien die Länder der Himalayaregion, wo sich, in Wechselwirkung mit den bereits verbreiteten Glaubenssystemen wie etwaBön, weitere Traditionen entwickelten; so beispielsweiseVajrayana (Tibet),Chan (China) bzw.Zen (Japan) undAmitabha-Buddhismus (Ostasien).

    Tàijí-Symbol (auch „Yīn und Yáng“-Symbol)
    Shintō-Torii desItsukushima-Schreins aufMiyajima

    In China hatten die PhilosophenLaozi (auchLao Tse, Lao-tzu; 6. Jahrhundert v. Chr., ob er tatsächlich existiert hat, ist nicht endgültig geklärt) undKonfuzius (auchKong Tse, Kǒng Fū Zǐ; ca. 551 v. Chr. bis 479 v. Chr.) die Lehrtraditionen desDaoismus und desKonfuzianismus begründet, die bis heute prägenden Einfluss auf die Gedankenwelt und Gesellschaft Ostasiens besitzen und auch die Entwicklung des Buddhismus in diesen Regionen mitbeeinflussten (vgl.Buddhismus in China).

    DieReligion in Japan war schon früh durch denSynkretismus verschiedener Glaubenssysteme gekennzeichnet. Bis heute sindShintō und Buddhismus (Zen, Amidismus), der Japan im 5. oder 6. Jahrhundert erreichte, die am weitesten verbreiteten Religionen. Inhalte der chinesischen Lehren Daoismus und Konfuzianismus wurden von Shintō und Buddhismus aufgenommen und integriert. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs herrscht eine besonders hohe religiöse Toleranz in Japan, was zu einem starken Anwachsen neureligiöser Gruppen geführt hat.

    An der Wende vom 15. zum 16. JahrhundertstifteteGuru Nanak imPunjab, im Nordwesten Indiens, denSikhismus. Oft als Abspaltung oder Reformbewegung des Hinduismus oder als Synkretismus aus Hinduismus und Islam bezeichnet, beschreiben Sikhs ihren Glauben als religionsübergreifenden Lebensweg, der sich nicht an dogmatischen Grenzen, sondern an gelebter Weisheit orientiert.

    Offiziell am 7. September 1926 im südlichenVietnam gegründet, ist derCaodaismus(Đạo Cao Đài) heute nach Buddhismus und Katholizismus die drittgrößte Religion des Landes. Religionsstifter warNgô Văn Chiêu, der die Lehren dieser Religion, die verschiedene Inhalte aus mehreren asiatischen Religionen und dem Christentum umfasst, durchspiritistische Sitzungen empfangen hatte.

    Im 20. Jahrhundert hatten so unterschiedliche Persönlichkeiten wie der InderMahatma Gandhi, mit seiner aus der indischen Philosophie abgeleiteten Lehre der Gewaltlosigkeit(Ahimsa), und der chinesische RevolutionärMao Zedong, mit seinem auf demKommunismus basierendenMaoismus, entscheidenden Einfluss auf die Politik der beiden nach ihrer Bevölkerungszahl größten Länder der Erde und darüber hinaus.

    Länder Asiens nach Regionen

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    Länder Asiens
    LandHauptstadtFläche (km²)Bevölkerung 2016[7]
    Nordasien
    Russland Russland*(ohne europäischen Teil)Moskau13.122.850(nur asiatischer Teil)etwa 38 Mio.(nur asiatischer Teil)
    Ostasien
    China VolksrepublikVolksrepublik ChinaPeking9.572.4191.380.000.000
    TaiwanRepublik China (Taiwan)Taipeh
    35.98023.500.000
    Japan JapanTokio377.835126.900.000
    Mongolei MongoleiUlaanbaatar1.565.5003.000.000
    Korea Nord NordkoreaPjöngjang122.76225.000.000
    Korea Sud SüdkoreaSeoul99.39250.700.000
    Südasien
    Afghanistan AfghanistanKabul647.50032.200.000
    Bangladesch BangladeschDhaka144.000160.400.000
    Bhutan BhutanThimphu38.390800.000
    Indien IndienNeu-Delhi3.287.5901.314.100.000
    Malediven MaledivenMalé298300.000
    Nepal NepalKathmandu147.18128.000.000
    Pakistan PakistanIslamabad803.940199.000.000
    Sri Lanka Sri LankaColombo65.61020.900.000
    Südostasien
    Brunei BruneiBandar Seri Begawan5.770400.000
    Indonesien IndonesienNusantara1.912.988255.700.000
    Kambodscha KambodschaPhnom Penh181.04015.400.000
    Laos LaosVientiane236.8006.900.000
    Malaysia MalaysiaKuala Lumpur329.75030.800.000
    Myanmar MyanmarNaypyidaw676.60052.100.000
    Philippinen PhilippinenManila300.000103.000.000
    Singapur SingapurSingapur6825.500.000
    Thailand ThailandBangkok513.11565.100.000
    Osttimor OsttimorDili15.0071.200.000
    Vietnam VietnamHanoi331.69091.700.000
    Vorderasien
    Agypten Ägypten (nur die HalbinselSinai)Kairo60.000 (nur der Sinai)≈1.300.000 (nur auf dem Sinai)
    Armenien Armenien*Jerewan29.8003.000.000
    Aserbaidschan AserbaidschanBaku86.6009.700.000
    Bahrain BahrainManama7111.400.000
    Georgien Georgien*Tiflis69.7003.800.000
    Irak IrakBagdad437.07237.100.000
    Iran IranTeheran1.648.19578.500.000
    Israel IsraelJerusalem22.3808.400.000
    Jemen JemenSanaa527.97026.700.000
    Jordanien JordanienAmman89.3428.100.000
    Katar KatarDoha11.4372.400.000
    Kuwait KuwaitKuwait17.8203.800.000
    Libanon LibanonBeirut10.4526.200.000
    Oman OmanMaskat309.5004.200.000
    Palastina Palästina**Ramallah6.2204.500.000
    Saudi-Arabien Saudi-ArabienRiad2.240.00031.600.000
    Syrien SyrienDamaskus185.18017.100.000
    Turkei Türkei(ohne europäischesOstthrakien)Ankara779.45267.000.000
    Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische EmirateAbu Dhabi83.6009.600.000
    Zypern Republik Zypern*Nikosia9.251775.927
    Zentralasien
    Kasachstan Kasachstan(ohne europäischen Teil)Astana2.717.30017.500.000
    Kirgisistan KirgisistanBischkek198.5006.000.000
    Tadschikistan TadschikistanDuschanbe143.1008.500.000
    Turkmenistan TurkmenistanAşgabat488.1005.400.000
    Usbekistan UsbekistanTaschkent447.40031.300.000

    *wird politisch und kulturell Europa zugerechnet

    **umstrittener Staat

    Als zwei weitere Staaten wurden seit 2008Abchasien undSüdossetien vonRussland und vier nichtasiatischen Staaten anerkannt, von den übrigen Staaten jedoch weiterhin als Teil Georgiens betrachtet. Die türkisch besetzteTürkische Republik Nordzypern ist nur von der Türkei anerkannt. Das mit armenischer Hilfe von Aserbaidschan abgespalteneBergkarabach wird zwar selbst von Armenien nicht anerkannt, jedoch von Abchasien und Südossetien. Auch dieAutonome Region Kurdistan im Nordirak strebte ursprünglich die Unabhängigkeit an, hat sich jedoch in einem Grundlagenvertrag mit der Zentralregierung in Bagdad auf Autonomie innerhalb des Irak verständigt. Der aus den Palästinensischen Autonomiegebieten hervorgegangeneStaat Palästina ist zwar Beobachterstaat in der UNO, jedoch kein UNO-Mitgliedstaat. Bereits 1988 war die palästinensische Staatsgründung von über 100 Staaten (darunter DDR und Vatikan) anerkannt worden, zu denen Palästina diplomatische Beziehungen unterhält. International nicht anerkannt ist derIslamische Staat, der sich spätestens seit 2014 über weite Teile des Irak und Syriens erstreckt und die im 20. Jahrhundert entstandene staatliche Gliederung Westasiens in Frage stellt.

    Wirtschaftliche und politische Bündnisse und Organisationen

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    Arabische Liga

    DieArabische Liga wurde als Verbund arabischer Staaten am 22. März 1945 in Kairo gegründet, wo sie auch ihren Sitz hat. Sie besteht aus 22 Mitgliedstaaten: 21 Nationalstaaten in Afrika und Asien sowie Palästina. Hauptziel der Arabischen Liga sind die Förderung der Beziehungen der Mitgliedstaaten auf politischem, kulturellem, sozialem und wirtschaftlichem Gebiet. Die Unabhängigkeit und Souveränität der Mitgliedstaaten und der arabischen Außeninteressen soll bewahrt und Streit innerhalb der Liga geschlichtet werden. Beschlüsse der Liga sind nur bindend für jene Staaten, die ihnen zugestimmt haben. Mitgliedstaaten aus Asien sind: Bahrain, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Palästina, Saudi-Arabien, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Innerhalb der Liga bilden Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, die VAE und Oman denGolf-Kooperationsrat.

    Im September 1960 gründeten Iran, der Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und der südamerikanische Staat Venezuela in Bagdad dieOPEC(Organisation Erdöl exportierender Länder), der später auch die Ölförderländer Katar (1961), Indonesien (1962) und die Vereinigten Arabischen Emirate (1967) beitraten. Die OPEC-Mitgliedstaaten aus Asien, Afrika und Südamerika fördern zusammen etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und verfügen über rund drei Viertel der weltweiten Erdölreserven. Ziele der OPEC sind eine gemeinsame Ölpolitik, um sich gegen einen Preisverfall abzusichern und zugleich die weltweite Ölversorgung sicherzustellen. Über die Festlegung von Förderquoten für die einzelnen OPEC-Mitglieder wird die Erdölproduktion geregelt. Neben der OPEC sind eine Reihe von Staaten auch in derOAPEC(Organisation der arabischen Erdöl exportierenden Staaten) vertreten, die 1968 von Kuwait, Libyen und Saudi-Arabien als Zusammenschluss politisch konservativer arabischer Länder Asiens und Nordafrikas und Gegenpol zur OPEC geschaffen wurde. Weitere Mitglieder aus Asien sind heute Bahrain, Irak, Katar, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

    ASEAN und ASEAN Plus Three

    DieASEAN(Verband Südostasiatischer Nationen) wurde am 8. August 1967 als politische, wirtschaftliche und kulturelle Vereinigung der südostasiatischen Staaten Thailand, Indonesien, Malaysia, Philippinen und Singapur gegründet. Ziel war und ist die Zusammenarbeit in der Förderung des wirtschaftlichen Aufschwungs, des sozialen Fortschritts und der politischen Stabilität in der Region. Gegründet in der Zeit des „Kalten Krieges“, war das Bündnis von Anfang ankapitalistisch-marktwirtschaftlich und auf die Zusammenarbeit mit den westlichen Industrienationen ausgerichtet und stand in Konkurrenz zurkommunistisch-planwirtschaftlichen Volksrepublik China. 1984 trat dasSultanat Brunei der ASEAN bei, 1995 Vietnam, 1997 Myanmar und Laos sowie 1999 Kambodscha. Papua-Neuguinea hat den Status eines Beobachters. Am 1. Januar 2003 wurde mit der Etablierung derASEAN-Freihandelszone (AFTA) eine Freihandelszone geschaffen, der alle Mitgliedstaaten der ASEAN angehören. Australien und Neuseeland stehen in Verhandlungen, um diesemFreihandelsabkommen beizutreten.ASEAN plus Drei bezeichnet die gemeinsame Konferenz der ASEAN-Staaten mit China, Japan und Südkorea. In Thailand wurde 2000 dieChiang-Mai-Initiative begründet, die eine enge Kooperation der ASEAN plus Drei-Länder im Finanzsektor festlegt.

    ECO

    Iran, Pakistan und die Türkei gründeten 1985 dieOrganisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO), aus der eine Freihandelszone entstehen sollte. Seit der Auflösung der Sowjetunion traten auch Afghanistan, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan dem Kooperationsbündnis bei. Internationale Bedeutung kommt ihm vor allem durch den Reichtum an Bodenschätzen in einigen Mitgliedsländern und durch die strategische Lage als Transitkorridor für diese Güter sowohl nach Europa wie auch nach China zu.

    APEC

    Auf Initiative der USA, Japans und Australiens wurde 1989 dieAsiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) geschaffen, deren Ziel die Einrichtung einer alle Pazifik-Anrainerstaaten umfassenden Freihandelszone in zwei Schritten ist: Ab 2010 sollen die Freihandelsabkommen für die Industrienationen der Regionen gelten, ab 2020 auch für die Entwicklungsländer. Asiatische Mitglieder der APEC sind Brunei, die Volksrepublik China, Indonesien, Japan, Malaysia, Papua-Neuguinea, die Philippinen, Russland, Singapur, Südkorea, Taiwan, Thailand und Vietnam.

    DasAsien-Europa-Treffen (Asia-Europe Meeting: ASEM) dient der Beratung und multilateralen Gesprächen zwischen Europa und Asien über eine Zusammenarbeit in Wirtschaft, Politik, Bildung und Kultur. Der Vorschlag zu diesem Treffen kam vom damaligen Premierminister von SingapurGoh Chok Tong und wurde im März 1996 umgesetzt. Mitglieder aus Asien sind: Brunei, die Volksrepublik China, Indonesien, Japan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Südkorea, Thailand und Vietnam.

    1997 wurde dieGruppe der acht Entwicklungsländer (D-8) gegründet, der neben Ägypten und Nigeria die asiatischen Staaten Bangladesch, Indonesien, Iran, Malaysia, Pakistan und die Türkei angehören. Ziel der D-8 ist es, ihre Stellung in der Weltwirtschaft zu verbessern, Handelsbeziehungen zu diversifizieren und neue Handelsbeziehungen zu schaffen, die Teilhabe bei Entscheidungen auf internationaler Ebene auszubauen und so für bessere Lebensbedingungen der Menschen inEntwicklungsländern zu sorgen.

    SCO
  • Mitgliedstaaten
  • Beobachterstatus
  • Die Shanghai Cooperation Organisation (SCO; auch:Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, SOZ) ging 2001 aus derShanghai-Five-Gruppe hervor, die in erster Linie der militärischen Zusammenarbeit der Mitgliedsländer und der Reduktion der Militärpräsenzen an den gemeinsamen Grenzen dienen sollte. Zu den ursprünglichen Mitgliedstaaten Volksrepublik China, Russland, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan kam mit Gründung der SCO Usbekistan hinzu. Die Mongolei, Indien, Pakistan und Iran befinden sich im Beobachterstatus. Besonders Indien wird zu einer vollen Mitgliedschaft ermutigt. Neben der Verbesserung der politischen Stabilität in der Region, wozu auch ein Antiterrornetzwerk (Regional Antiterrorism Structure, RATS) eingerichtet wurde, werden langfristig eine gemeinsame Außenpolitik und die Schaffung einer Freihandelszone angestrebt.

    Im Vorfeld der fünften ministeriellen Konferenz derWelthandelsorganisation (WTO) inCancún (Mexiko) wurde am 20. August 2003 dieG20 (zeitweise auchG21, G22 oderG20+) als gemeinsame Plattform für Entwicklungs- und Schwellenländer und Gegengewicht zu den USA und der EU geschaffen. Neben Brasilien sind die Volksrepublik China und Indien darin die führenden Kräfte. Mitglieder sind auch Indonesien, Pakistan, die Philippinen und Thailand.

    Seit 2002 kooperieren 30 asiatische Staaten aus allen Regionen imAsian Cooperation Dialogue. Jährliche Treffen vor allem der Außen-, Finanz- und Wirtschaftsminister sollen zu einer verstärkten Zusammenarbeit beitragen.

    Weitere wichtige asiatische Organisationen sind: dieOrganisation der Islamischen Konferenz, dieAsiatische Entwicklungsbank (Asia Development Bank, ADB) und dieAsiatische Menschenrechtskommission.

    Siehe auch

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    Portal: Asien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Asien

    Weblinks

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    Einzelnachweise

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    1. Christian Marek,Kleinasien in der Antike, München 2010, S. 25.
    2. Standard Country or Area Codes for Statistical Use (M49 Standard). UN Statistica Division, abgerufen am 2. Mai 2020 ("Geographic Regions" anklicken).  Zitat: „The assignment of countries or areas to specific groupings is for statistical convenience and does not imply any assumption regarding political or other affiliation of countries or territories by the United Nations.“
    3. United Nations, Department of Economic and Social Affairs:World Population Prospects: The 2010 Revision, Datenonline abrufbar
    4. Statistik Lebenserwartungen
    5. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8. März 2013, Seiten 6–7:Die Weltreligionen
    6. Time Almanac (powered by Encyclopaedia Britannia) 2010, Seite 508. Chicago 2010
    7. DSW-Datenreport 2016. (PDF) Stiftung Weltbevölkerung, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Januar 2017; abgerufen am 29. Oktober 2017. 
    DieKontinente
    Kontinente einzeln:

    Afrika |Antarktika |Asien |Australien |Europa |Nordamerika |Südamerika

    Kontinentenkomplexe:

    Afrika-Eurasien |Amerika |Eurasien |Australien und Ozeanien

    Landmassen:

    Ostfeste |Westfeste |Südfeste

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