Arjonilla
Gemeinde Arjonilla | ||
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Wappen | Karte von Spanien | |
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Basisdaten | ||
Land: | Spanien![]() | |
Autonome Gemeinschaft: | Andalusien![]() | |
Provinz: | Jaén | |
Comarca: | Campiña de Jaén | |
Gerichtsbezirk: | Andújar | |
Koordinaten: | 37° 58′ N,4° 6′ W37.974166666667-4.1075350Koordinaten:37° 58′ N,4° 6′ W | |
Höhe: | 350 msnm | |
Fläche: | 42,56 km² | |
Einwohner: | 3.531(Stand: 2024)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 83 Einw./km² | |
Postleitzahl(en): | 23750 | |
Gemeindenummer (INE): | 23007Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine | |
Verwaltung | ||
Bürgermeister: | Miguel Ángel Carmona Carmona | |
Website: | www.arjonilla.es | |
Lage des Ortes | ||
Arjonilla ist einsüdspanischer Ort und eine aus dem Hauptort und mehrerenWeilern bestehende Gemeinde(municipio) mit insgesamt3.531 Einwohnern (Stand:2024) im Westen derProvinz Jaén in derautonomen RegionAndalusien.
Lage
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Der Ort Arjonilla liegt knapp 48 km (Fahrtstrecke) nordwestlich der ProvinzhauptstadtJaén in einer Höhe von ca. 340 bis 360 m ü. d. M.[2] Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die geringen Niederschlagsmengen (ca. 525 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.[3]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2016 |
Einwohner | 3.607 | 4.350 | 5.167 | 3.917 | 3.695 |
Die deutliche Bevölkerungsrückgang in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die nahezu ausschließliche Anpflanzung von Olivenbäumen, die damit einhergehendeMechanisierung und den daraus resultierenden Verlust von Arbeitsplätzen zurückzuführen.[4]
Wirtschaft
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Arjonilla liegt im Westen der schier endlosenOlivenbaumplantagen der Provinz Jaén. Früher wurden auch Getreide, Weinreben etc. zurSelbstversorgung angepflanzt; Gemüse stammte aus den Hausgärten. Im Ort selbst haben sich Kleinhändler, Handwerker und Dienstleistungsbetriebe aller Art angesiedelt. Daneben gibt es mehrere Ferienhäuser(casas rurales).[5]
Geschichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Auf dem Gemeindegebiet wurden prähistorische Kleinfunde entdeckt;iberische Funde fehlen. Aus derrömischen Antike wurden zahlreiche Münzen gefunden und auswestgotischer Zeit stammt einSarkophag, der heute imMuseo de Jaén gezeigt wird. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts wurde die Gegend von denMauren überrannt. Nach dem Ende desKalifats von Córdoba (1031) wurde die Gegend Bestandteil desTaifa-Königreichs Jaén. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts fiel Arjonilla an dasAlmohadenreich, welches sich nach der Niederlage in derSchlacht bei Las Navas de Tolosa (1212) zunehmenden Angriffen seiner muslimischen (Ibn Hud,Muhammad I. ibn Nasr) und christlichen Nachbarn ausgesetzt sah. Wahrscheinlich etwa gleichzeitig mit Jaén (1246) wurde Arjonilla von den Christen unterFerdinand III. von Kastilien zurückerobert(reconquista) und dem neugeschaffenenKönigreich Jaén eingegliedert, das allerdings eng mit derKrone von Kastilien verbunden war und politisch nicht in Erscheinung trat. Verwaltet wurde der Ort – wie auch der größere Nachbarort Arjona – vomCalatrava-Ritterorden. Mit demAlhambra-Edikt (1492) derKatholischen Könige begann die Vertreibung derJuden; in den Jahren um 1610 wurden die letzten Muslime (Morisken) ebenfalls ausgewiesen.[6]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Die Burg(Castillo del Trovador Macías) ist das älteste Bauwerk der Stadt. Bei Ausgrabungen wurden maurische Fundamentreste entdeckt, doch die heute sichtbare Anlage mit dem 17 m hohenTorturm stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Name der Burg geht auf das DramaPorfiar hasta morir vonLope de Vega (1562–1635) und die ErzählungEl doncel de don Enrique el Doliente vonMariano José de Larra (1809–1837) zurück.[7]
- DieIglesia de la Encarnación wurde im 16. Jahrhundert fertiggestellt; derGlockenturm mit seinem für Spanien eher ungewöhnlichenSpitzhelm ist jedoch ein Werk des frühen 17. Jahrhunderts. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden auch dieSeitenkapellen beiderseits desKirchenschiffs hinzugefügt. DasAltarretabel aus der Zeit um 1580 wurde während desSpanischen Bürgerkriegs teilweise zerstört, jedoch später restauriert.

- Die in den Jahren 1616/7 fertiggestellteCasa del Juzgado diente lange Zeit als Rathaus. DerBalkon im Mittelteil der Fassade wird gerahmt von zwei mitKeulen bewaffneten Männern. In der oberen Wandfläche finden sich drei steinerneWappenschilde, deren mittleres dasHabsburgische Königswappen mit anhängender Kette desOrdens vom Goldenen Vlies ist.[8]
- DerPalacio del Marqués de la Merced entstand im ausgehenden 17. Jahrhundert. Er dient heute als Außenstelle desMuseo de Jaén und präsentiert hauptsächlich Keramikfunde.
- Die beidenEinsiedlerkirchen (Ermita de Jesús undErmita de San Roque) stammen aus dem 17./18. Jahrhundert.
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Arjonilla, Sehenswürdigkeiten – Fotos + Kurzinfos (spanisch)
- Arjonilla, Sehenswürdigkeiten und Diverses – Fotos + Kurzinfos (spanisch)
- Arjonilla, Diverses – Fotos + Infos (spanisch)