Aquila Airways
Aquila Airways | |
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IATA-Code: | AQ |
ICAO-Code: | AQ |
Rufzeichen: | AQUILA |
Gründung: | 1948 |
Betrieb eingestellt: | 1958 |
Sitz: | London |
Heimatflughafen: | Southampton |
Unternehmensform: | Limited |
Leitung: | Barry T. Aikman |
Umsatz: | 336.751 GBP (1.10.1954–30.09.1955) |
Flottenstärke: | 3 |
Ziele: | international |
Aquila Airways hat den Betrieb 1958 eingestellt. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor Einstellung des Betriebes. |
Aquila Airways war einebritischeFluggesellschaft mit Sitz inLondon. Sie betrieb in der Zeit nach demZweiten Weltkrieg Linien- und Charterverkehr mitFlugbooten.
Geschichte
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Aquila Airways wurde 1948 von dem ehemaligenRAF-Piloten Barry Aikmen gegründet. Aikmen versuchte, mit Flugbooten Ziele zu erschließen, die zur damaligen Zeit für Landflugzeuge nicht erreichbar waren.
Die Gesellschaft hatte ihre Basis inSouthampton, wo sie bereits bestehende Einrichtungen derBOAC für den Flugbootbetrieb übernahm, u. a. Gebäude für die Passagierabfertigung und ein Schwimmdock. Eine Wartungsbasis wurde in Hamble unterhalten, dort war es möglich, die Flugboote für Wartungszwecke aus dem Wasser an Land zu ziehen.
Der Linienbetrieb von Southampton nachMadeira sollte ursprünglich 1948 eröffnet werden. Das wurde durch dieBerlin-Blockade verhindert, da die Flugboote der Aquila zur Unterstützung derBerliner Luftbrücke gechartert wurden. Die Flugboote der Aquila flogen dabei von derElbe inHamburg zumGroßen Wannsee nach Berlin. Insgesamt wurden 265 Flüge absolviert, für die die Aquila drei Flugboote einsetzte. Nachdem sich im Winter Eis auf den Havelseen bildete, wurden die Flüge eingestellt und auch im Frühjahr nicht wieder aufgenommen, da inzwischen leistungsfähigere landgebundene Maschinen in ausreichender Anzahl zur Verfügung standen.
Am 24. März 1949 wurde der Liniendienst nach Madeira eröffnet. Später wurde ein Zwischenhalt inLissabon eingelegt und die Strecke nachLa Palma weitergeführt. In den Jahren 1949 und 1950 wurde ein saisonaler Liniendienst nachJersey angeboten, ab 1950 auch Flüge nachEdinburgh undGlasgow. Ab 1957 wurde auchMontreux angeflogen. Ab dem gleichen Jahr wurden Linienflüge vonMarseille nachKorfu undPalermo realisiert.
Aquila Airways absolvierte auch Charterflüge, u. a. für Truppentransporte nachLagos undFreetown sowie 1956 nach Fanara zur Evakuierung von Briten aus derSuezkanalzone. Der längste Flug führte 1952 von Southampton zu denFalklandinseln. Auch Frachtflüge wurden absolviert, u. a. wurden die Ausrüstungen für die Dreharbeiten des FilmsMoby Dick transportiert.
Im März 1953 wurde Aquila Teil derBritish Aviation Group (Britavia), um Kapital für die weitere Expansion zu erhalten. 1956 verließ Barry Aikman die Gesellschaft. Die portugiesische Regierungsubventionierte Ende der 1950er-Jahre den Flugbetrieb der Gesellschaft zwischen Lissabon und Madeira, dennoch waren die Linienflüge auf dieser Strecke unrentabel.Aquila Airways beantragte im Frühjahr 1958 höhere staatliche Zuschüsse, was aber von der portugiesischen Regierung abgelehnt wurde. Die britische Gesellschaft gab daraufhin im Sommer 1958 die Einstellung ihres Betriebs zum 1. Oktober 1958 bekannt. Zeitgleich nahm die portugiesischeARTOP Linhas Aéreas den Betrieb zwischen Lissabon und Madeira mit Flugbooten auf.
Flotte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Insgesamt setzte Aquila 20 Flugboote ein, und zwar
- 13Short S. 25 Sunderland
- 2 Short Sandringham, die Zivilversion der Short Sunderland, und
- 5Short S.45 Solent
Bei Einstellung des Flugbetriebs waren noch drei S.45 Solent in Betrieb.
Zwischenfälle
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Am 15. November 1957 verunglückte die Solent G-AKNU auf derIsle of Wight. Dabei kamen 45 der 58 Insassen ums Leben. Die Sandringham G-ANAK erlitt auf der Basis im Hamble einen Totalschaden, bevor sie in den Dienst übernommen wurde. Die Solent G-ANAJCity of Funchal wurde bei einem Sturm vor Madeira am 26. September 1956 an Land geworfen und so schwer beschädigt, dass sie abgewrackt werden musste.
Siehe auch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Norman Hull:Aquila to Madeira. The story of flying boats to Funchal, Silver Link Publishing 2010,ISBN 978-1-85794-351-1.
Weblinks
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