Anton Reidinger

Anton Reidinger (*29. April1839 inKrenglbach,Oberösterreich; †25. Dezember1912[1] inObernberg am Inn) war ein österreichischer katholischer Geistlicher und Mundartdichter. Von ihm stammt das populäreWeihnachtsliedEs wird scho glei dumpa.
Leben und Wirken
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Anton Reidinger wurde am 29. April 1839 als Sohn des örtlichen Schulleiters inKrenglbach geboren. Bereits früh erhielt er Musikunterricht und warSängerknabe in St. Florian, sowie Schüler vonAnton Bruckner.[2] Er besuchte dann dasStiftsgymnasium Kremsmünster, das er 1859 abschloss, und studierte danach Theologie in Linz.


Am 26. Juni 1863 erhielt Reidinger diePriesterweihe.[3] Er war Seelsorger in verschiedenen oberösterreichischen Orten und ab 1876 Pfarrer inRiedau. Ab 1891 war er zeitweilig im Ruhestand undSpiritual bei denTertiarschwestern (Schwestern Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel; kurzMarienschwestern vom Karmel) in Linz, ehe er 1893 reaktiviert wurde.
Von 1894 bis 1906 war er Pfarrer inEggerding, anschließend bis zu seinem Tod in Obernberg. An derPfarrkirche Eggerding wurde unter seiner Leitung 1898–1900 der heutige Kirchturm erbaut, aufgrund seiner Verdienste wurde Reidinger 1895 von der Gemeinde Eggerding zum Ehrenbürger ernannt.[3] Neben seiner Seelsorgetätigkeit als Pfarrer war Reidinger auch Dechant der Dekanate Andorf und Altheim. Er war um die Erneuerung vonKrippenspiel und -gesang bemüht und schuf unter anderem den Text und wenigstens teilweise die Melodie des LiedesEs wird scho glei dumpa.[4] In seinen Mundartgedichten versuchte er häufig die heiteren Seiten des Alltagslebens hervorzuheben.
Reidinger starb in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1912 zwei Minuten nach Beginn derChristmette.[1][5] Er liegt begraben im Priestergrab auf dem Friedhof von Obernberg am Inn.
Werke
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- 11 Theaterstücke in: Sigmund Fellöcker (Hrsg.):Kripplgsangl und Kripplspiel in der oberösterreichischen Volksmundart. 8 Hefte. Haslinger, Linz 1880–1887
- Oberösterreichische Bleamöln, 1912
Denkmäler
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- Neben derPfarrkirche Riedau erinnert ein begehbares Denkmal in Form eines großen Metallwürfels an Anton Reidinger.
- In derPfarrkirche Eggerding erinnert eine Portraitbüste an Anton Reidinger.[3]
Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- J. Hauer: Reidinger Anton. In:Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 9, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1988,ISBN 3-7001-1483-4, S. 38.
- Alfred Herrmüller:„Es wird scho glei dumpa“: ein oberösterreichisches Lied von Anton Reidinger genannt „Der Sänger der Weihnacht“ 1839–1912. Verein „Initiative für Krenglbach“, Krenglbach 2012,DNB1064774113.
- Alfred Herrmüller:Anton Reidinger, da Krenglböcker. Festschrift: Benennung „Anton Reidinger Saal“ in der Volksschule Krenglbach. Initiative für Krenglbach, Krenglbach, 2016.
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Anton Reidinger im Katalog derDeutschen Nationalbibliothek
- Eintrag zuAnton Reidinger imAustria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
- Anton Reidinger – Es wird scho glei dumpa …, innviertel-tourismus.at (mit Abbildung des Grabsteins)
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑abDasMatrikelbuch der Pfarre Obernberg für 1912 verzeichnet den 25. Dezember als Todestag. Auf seinem Grabstein in Obernberg ist der 24. Dezember angegeben.
- ↑Christine Grüll:„Du dichtender Dechant“ (Memento vom 13. Oktober 2013 imInternet Archive), kirchenzeitung.at, 4. Dezember 2012, abgerufen am 6. Februar 2018
- ↑abc Johann Wimmer, Karl Eßl, Elfriede Eßl, Franz Wiesmaier, Silvia Wiesmaier, Margit Dullinger, Johann Blümlinger:Flur- und Kleindenkmäler der Pfarre Eggerding und der Gemeinden Eggerding und Mayrhof, h.g. von der Pfarre Eggerding, Ried im Innkreis 2001 (ISBN 3-902121-07-6) S. 10, 24.
- ↑Zipfer Advent:Es wird scho glei dumpa – Das Lied (Memento vom 11. April 2015 imInternet Archive)
- ↑Klaus Buttinger:Es wird heller um das Werk Reidingers, OÖNachrichten, 22. Dezember 2012, abgerufen am 6. Februar 2018
Personendaten | |
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NAME | Reidinger, Anton |
KURZBESCHREIBUNG | österreichischer katholischer Geistlicher und Mundartdichter |
GEBURTSDATUM | 29. April 1839 |
GEBURTSORT | Krenglbach,Oberösterreich |
STERBEDATUM | 25. Dezember 1912 |
STERBEORT | Obernberg am Inn |