Departamento de Antioquia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet vonAntioquia)
Zur Navigation springenZur Suche springen
Antioquia
Flagge
Flagge
Wappen
Wappen
Daten
HauptstadtMedellín
GouverneurAndrés Julián Rendón (2024–2028)
Fläche63.612km²
Einwohner (Gesamt)
 – Volkszählung 2018
 – Bevölkerungsdichte
 
6.407.102 
100,7 Einwohner/km²
Urbanisierung77,6 %
Alphabetisierungsrate87,2 %
Gemeindeanzahl125
Volksbezeichnungantioqueño
Wichtige StädteApartadó,Bello,Envigado,Rionegro,Santa Fe de Antioquia
ISO 3166-2CO-ANT
Karte
Karte
Karte
Lage von Antioquia in Kolumbien

6.5-75.5Koordinaten:6° 30′ N,75° 30′ WDasDepartamento de Antioquia [anˈtjokja] ist einDepartamento in derRegión Caribe im NordwestenKolumbiens. Es besteht aus 125 Gemeinden (municipios). Antioquia ist von den Departamentos deCórdoba,Bolívar,Santander,Boyacá,Caldas,Risaralda undChocó umgeben (im Uhrzeigersinn von Norden beginnend). Im äußersten Norden grenzt Antioquia an dasKaribische Meer.

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaftssektoren

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bodenschätze

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Antioquia ist reich an Bodenschätzen. DerBergbau spielt eine bedeutende Rolle. Hauptsächlich werden Metalle wieGold,Kohle,Platin und nichtmetallische Mineralien abgebaut. Aber auch Kohle,Eisen undBlei. Es ist außerdem reich anErdöl,Eisen,Kupfer, Blei,Asbest,Zink undMarmor und die Region hält eine führende Rolle im Bergbau Kolumbiens. Darüber hinaus kontrolliert es etwa 60 % der nationalen Zementproduktion. Antioquia ist auch das Departement in dem am meisten Gold durch Auswaschen gewonnen wird.[1]

Industrie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das industrielle Herz bildet dieMetropolregion Valle de Aburrá mit dem ZentrumMedellín, unter anderem mit Lebensmittelverarbeitung, Elektro- und Textilindustrie. Dazu gibt es mitBaumwolle,Palmöl, Fahrzeug- und Papierindustrie, Lebensmittel, Textilien, Bekleidung, Pappe, Papier, Verlagswesen und Druck, Chemikalien und Waschmittel einige der strategischen Branchen des Landes.

Durch ausreichende und regelmäßige Regenfälle ist der Wasserreichtum von Antioquia immens. Es gibt zahlreiche Stauseen zur Stromgewinnung:Guatapé-El Peñol, Jaguas,Talsperre Playas,Talsperre Punchiná,Riogrande II, Miraflores,Talsperre Porce II,Talsperre Porce III und dieTalsperre Troneras,Ituango-Talsperre, La García, La Fe und Piedras Blancas.

Landwirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

In Antioquia wird in 94 Gemeinden Kaffee angebaut. Die Ernte erstreckt sich von September bis Dezember. 78.000 Familien leben vom Kaffee und produzieren jährlich 2,2 Millionen Sack Kaffee (15,8 % der nationalen Produktion),Insgesamt beschäftigt die Kaffeeernte 228.000 Menschen, von denen 196.000 die Kaffeebauern und deren Angehörige oder Landbewohner sind. Dazu kommen noch 32.000 Wanderarbeiter.[2] Antioquia ist führend in der Milchproduktion mit der größten Molkereigenossenschaft in Lateinamerika,Colanta.

Tourismus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Neben der Metropole Medellín zieht der NationalparkLas Orquídeas viele auswärtige Besucher an.Jährlich kommen fast eine Million Touristen nachGuatapé, ein kleiner Ort an einem Stausee (Wassersport und Bootsverleih), ca. 100 km von Medellin entfernt. Der Ort selbst hat viele Restaurants und bietet Übernachtungsmöglichkeiten.[3]

Administrative Unterteilung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

SieheListe der Municipios im Departamento de Antioquia.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Zuerst von Europäern erforscht wurde die Region vonRodrigo de Bastidas,Juan de la Cosa undVasco Núñez de Balboa in den Jahren 1500 und 1501.Alonso de Ojeda legte 1510 die erste spanische Befestigung inSan Sebastián de Urabá amGolf von Urabá an.Gaspar de Rodas gründete in den 1580er Jahren mehrere Städte im Binnenland. 1616 wurde Medellín gegründet. Bis ins 19. Jahrhundert war die Provinz eine der ärmsten Provinzen Neugranadas. 1829 und 1851 wurde sie von Bürgerkriegen betroffen. In der föderalistischen Epoche von 1856 bis 1885 erlebte sie einen wirtschaftlichen Aufschwung. Auch Bergbau und Industrie – vor allem inMedellín – sowie die Viehwirtschaft und der Anbau von Kaffee und Bananen entwickelten sich überdurchschnittlich und führten zu einem starken Bevölkerungswachstum. Die auch flächenmäßig große Provinz erlangte dadurch ein erhebliches politisches Gewicht innerhalb des kolumbianischen Staates.

Die positive wirtschaftliche Entwicklung machte die Region jedoch zur Zielscheibe von Rebellen derFARC wie auch vieler bewaffneter lokaler Banden. Sie ist heute ein Zentrum des Handels mitKokain und anderen Drogen. In der SubregionBajo Cauca werden Gold und Silber illegal von der FARC und lokalen Banden abgebaut.

Bevölkerung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Etwa 80 Prozent der Bevölkerung sind europäischer Abstammung, etwa 11 Prozent Afrokolumbianer, weniger als 1 Prozent Indigene. UmCaimán Nuevo leben noch etwa 1000 Menschen, dieTule, eine Sprache derChibcha-Familie, sprechen.

In den 1950er bis zum Beginn der 1970er Jahre kam es zu einem erneuten starken Bevölkerungswachstum mit Zuwachsraten von fast drei Prozent pro Jahr. Die verarmte Subregion Bajo Cauca ist durch einen noch immer hohen Bevölkerungszuwachs, ein niedriges Durchschnittsalter der Bevölkerung sowie durch ausufernde Gewalt in den Slums (barrios piratas) gekennzeichnet.

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Artikelhttps://www.elcolombiano.com/colombia/mineria-ilegal-en-colombia-aumento-en-2020-BH15303299 Artikel "En 2020 hubo 4.471 hectáreas más de explotación ilícita de oro en Colombia" 28/07/2021, SEBASTIÁN RAMÍREZ TORRES bezieht sich auf "explotación de oro de aluvión"
  2. Artikel "Conozca cuántos empleos generará cosecha de café en Antioquia" von FERNEY ARIAS JIMÉNEZ, 09/08/2021Quellehttps://www.elcolombiano.com/negocios/agro/cosecha-cafetera-generara-empleo-temporal-en-antioquia-IA15370392
  3. Artikel "El turismo se desbordó en la vía a Guatapé" von NELSON MATTA COLORADO Y JAIME PÉREZ MUNÉVAR, 15/8/2021,https://www.elcolombiano.com/antioquia/el-turismo-se-desbordo-en-la-via-a-guatape-HA15402599
Normdaten (Geografikum):GND:4212896-1(lobid,OGND,AKS) |VIAF:294895929
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Departamento_de_Antioquia&oldid=248314227
Kategorien: