Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Anoye

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Anoye
Anoye (Frankreich)
Anoye (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionNouvelle-Aquitaine
Département (Nr.)Pyrénées-Atlantiques (64)
ArrondissementPau
KantonTerres des Luys et Coteaux du Vic-Bilh
GemeindeverbandNord Est Béarn
Koordinaten43° 24′ N,0° 8′ W43.3956-0.136388888889Koordinaten:43° 24′ N,0° 8′ W
Höhe199–344 m
Fläche9,65 km²
Einwohner140(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte15 Einw./km²
Postleitzahl64350
INSEE-Code64028

Rathaus

Anoye ist einefranzösischeGemeinde mit 140 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementPyrénées-Atlantiques in derRegionNouvelle-Aquitaine (vor 2016:Aquitanien). Die Gemeinde gehört zumArrondissementPau und zumKantonTerres des Luys et Coteaux du Vic-Bilh (bis 2015:Kanton Lembeye).

Die Bewohner werdenAnoyais genannt.[1]

Geographie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Anoye liegt circa 25 Kilometer nordöstlich vonPau imBéarn. Es ist Teil der RegionVic-Bilh.

Umgeben wird Anoye von den Nachbargemeinden:

Anoye liegt im Einzugsgebiet des FlussesAdour und wird durchquert von seinem Zufluss, demLées.[2]

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Anoye wird im 11. Jahrhundert erstmals unter den NamenAnoia imKopialbuch derAbtei Saint-Pé erwähnt. In der Volkszählung im Jahre 1385 wurden 45 Haushalte gezählt und vermerkt, dass die SiedlungNoye in derBailliage vonLembeye liegt.

Wie viele andere Siedlungen im Béarn oder im Baskenland, so liegt auch Anoye amJakobsweg, einPilgerweg mit dem ZielSantiago de Compostela inGalicien (Spanien). Ein Eintrag von 1538 weist in diesem Zusammenhang auf eine Mühle über den Lées hin (lo molin deu Pont sur le Lés), die derKomturei desJohanniterordens von Caubin undMorlaàs gehörte. 1648 wurde aus demBaronat vonLons eineMarkgrafschaft, zu der auch Anoye gehörte.[3]

Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Jahr1968197519821990199920092023
Einwohner123111121139142149140
EinwohnerJahr1002003004005006007001750180018501900195020002050Anoye
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen:EHESS/Cassini bis 1999,[4]INSEE ab 2009[5]

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Kirche Notre-Dame von Anoye
  • Die Kirche istMaria gewidmet. Ursprünglich als Kapelle der mittelalterlichen Burg wahrscheinlich im 12. Jahrhundert erbaut, weist das einfache Gebäude nochSchießscharten und andere Maueröffnungen auf, die seine zweite Funktion als Verteidigungsbau verraten. Es wird angenommen, dass die Kirche während derHugenottenkriege zerstört wurde. Allein dasPortal von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, imgotischen Stil gehalten, ist heute noch erhalten. Von 1757 bis 1764 wurde die Kirche vollständig wiederaufgebaut, ein Jahrhundert später einGlockengiebel hinzugefügt. Im Innern befinden sich die Grabsteine der Äbte desLaienklosters. DieGlasfenster wurden am Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts eingesetzt.[6][7][8]
  • Alter Bauernhof „Lacommande“. Das Wohnhaus des alten Bauernhofs war einer der Anbauten derPilgerherberge, die 1315 vomJohanniterorden für die Pilger auf dem Jakobsweg eingerichtet wurde. 1341 wurde sie derKomturei von Caubin unterstellt. Eine Kapelle, eine Mühle und ein Haus des Pächters gehörten in jener Epoche dazu. Obwohl das mittelalterliche Gebäude im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet wurde, bleibt es ein wichtiges Zeugnis der ehemaligen Komturei.[9]
  • Außerhalb des heutigen Ortszentrums ist ein ovaler Erdhügel mit Spuren eines ihn umgebenden Grabens zu erkennen. An dieser Stelle befand sich eine mittelalterlicheErdhügelburg, die SiedlungAnoia aus den Aufzeichnungen des 11. Jahrhunderts. Sie bestand aus einer Burg, einer Kirche und einemLehnsgut.[10]
  • Château de Salettes. Die FamilieLabarthe errichtete das Schloss im 17. Jahrhundert an einer strategisch günstigen Stelle am Jakobsweg am Rand des Ortszentrums. Die Familie behielt das Schloss mindestens bis 1746, danach über eine Heirat die FamilieNays-Candau und schließlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die FamilieSalettes, deren Namen das Gebäude heute trägt. Das Schloss war Schauplatz von Auseinandersetzungen mit den Lehnsherren der FamilieAstis, die Gründer des Laienklosters von Anoye. Es ist sogar ein Duell zwischen Jacques d’Astis und Jean de Labarthe überliefert, bei dem Letzterer zu Tode kam. Das heutige Schloss ist gut erhalten. Westlich des Gebäudes befindet sich einBarockgarten.[11][12]
  • Bei der Volkszählung 1385 wurde bereits das Schloss der Familie Astis erwähnt. Im Jahre 1569 als Laienkloster vermerkt, ab 1646 als das Adelshaus der Astis. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude restauriert, wie die Inschrift der Jahreszahl 1784 zusammen mit dem Familienwappen der Astis auf demSturz der Eingangstür zeigt.[13][14]

Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

 Branche 
Landwirtsc...IndustrieBaugewerbeHandel Transp...Öffentliche ...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[15]
Gesamt = 13

Verkehr

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Anoye ist angeschlossen an dieRoutes départementales 145, 207, 224 und 604.

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Anoye – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitant.fr, abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  2. Ma commune : Anoye. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  3. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 6,51f, abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  4. Notice Communale Anoye. EHESS, abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  5. Populations légales 2014 Commune d’Anoye (64028). INSEE, abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  6. Conseil régional d’Aquitaine: Église Notre-Dame d’Anoye. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. Januar 2017; abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  7. Eglise paroissiale Notre-Dame. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  8. vitrail. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  9. Conseil régional d’Aquitaine: Vieille ferme « Lacommande ». Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. Januar 2017; abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  10. Conseil régional d’Aquitaine: Motte d’Anoye. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. Januar 2017; abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  11. Conseil régional d’Aquitaine: Château de Salettes. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. Januar 2017; abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  12. Demeure dite Château de Salettes. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 12. Dezember 2016 (französisch). 
  13. Conseil régional d’Aquitaine: Abbaye laïque d’Astis. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 12. Januar 2017; abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  14. Demeure. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 12. Januar 2017 (französisch). 
  15. @1@2Vorlage:Toter Link/www.insee.fr (Seite nicht mehr abrufbar.Suche in Webarchiven)

Aast |Abère |Abidos |Abos |Andoins |Angaïs |Anos |Anoye |Arbus |Aressy |Argagnon |Argelos |Arget |Arnos |Arricau-Bordes |Arrien |Arros-de-Nay |Arrosès |Arthez-d’Asson |Arthez-de-Béarn |Artigueloutan |Artiguelouve |Artix |Arzacq-Arraziguet |Assat |Asson |Astis |Aubertin |Aubin |Aubous |Auga |Auriac |Aurions-Idernes |Aussevielle |Aydie |Baigts-de-Béarn |Balansun |Baleix |Baliracq-Maumusson |Baliros |Barinque |Barzun |Bassillon-Vauzé |Baudreix |Bédeille |Bellocq |Bénéjacq |Bentayou-Sérée |Bernadets |Bésingrand |Bétracq |Beuste |Beyrie-en-Béarn |Billère |Biron |Bizanos |Boeil-Bezing |Bonnut |Bordères |Bordes |Bosdarros |Boueilh-Boueilho-Lasque |Bougarber |Bouillon |Boumourt |Bourdettes |Bournos |Bruges-Capbis-Mifaget |Buros |Burosse-Mendousse |Cabidos |Cadillon |Cardesse |Carrère |Casteide-Cami |Casteide-Candau |Casteide-Doat |Castéra-Loubix |Castétis |Castetner |Castetpugon |Castillon (Kanton Artix et Pays de Soubestre) |Castillon (Kanton Terres des Luys et Coteaux du Vic-Bilh) |Caubios-Loos |Cescau |Claracq |Coarraze |Conchez-de-Béarn |Corbère-Abères |Coslédaà-Lube-Boast |Coublucq |Crouseilles |Cuqueron |Denguin |Diusse |Doazon |Doumy |Escoubès |Escurès |Eslourenties-Daban |Espéchède |Espoey |Fichous-Riumayou |Gabaston |Gan |Garlède-Mondebat |Garlin |Garos |Gayon |Gelos |Ger |Gerderest |Géus-d’Arzacq |Gomer |Hagetaubin |Haut-de-Bosdarros |Higuères-Souye |Hours |Idron |Igon |Jurançon

Gemeinden imArrondissement Pau (L–V)

Laà-Mondrans |Labastide-Cézéracq |Labastide-Monréjeau |Labatmale |Labatut-Figuières |Labeyrie |Lacadée |Lacommande |Lacq |Lagor |Lagos |Lahourcade |Lalongue |Lalonquette |Lamayou |Lannecaube |Lanneplaà |Laroin |Larreule |Lasclaveries |Lasserre |Lée |Lembeye |Lème |Lescar |Lespielle |Lespourcy |Lestelle-Bétharram |Limendous |Livron |Lombia |Lonçon |Lons |Loubieng |Lourenties |Louvigny |Luc-Armau |Lucarré |Lucgarier |Lucq-de-Béarn |Lussagnet-Lusson |Malaussanne |Mascaraàs-Haron |Maslacq |Maspie-Lalonquère-Juillacq |Maucor |Maure |Mazères-Lezons |Mazerolles |Meillon |Méracq |Mesplède |Mialos |Miossens-Lanusse |Mirepeix |Momas |Momy |Monassut-Audiracq |Moncaup |Moncla |Monein |Monpezat |Monségur |Mont |Montagut |Montaner |Montardon |Montaut |Mont-Disse |Morlaàs |Morlanne |Mouhous |Mourenx |Narcastet |Navailles-Angos |Nay |Noguères |Nousty |Orthez |Os-Marsillon |Ouillon |Ousse |Ozenx-Montestrucq |Parbayse |Pardies |Pardies-Piétat |Pau |Peyrelongue-Abos |Piets-Plasence-Moustrou |Poey-de-Lescar |Pomps |Ponson-Debat-Pouts |Ponson-Dessus |Pontacq |Pontiacq-Viellepinte |Portet |Pouliacq |Poursiugues-Boucoue |Puyoô |Ramous |Ribarrouy |Riupeyrous |Rontignon |Saint-Abit |Saint-Armou |Saint-Boès |Saint-Castin |Saint-Faust |Saint-Girons-en-Béarn |Saint-Jammes |Saint-Jean-Poudge |Saint-Laurent-Bretagne |Saint-Médard |Saint-Vincent |Salles-Mongiscard |Sallespisse |Samsons-Lion |Sarpourenx |Saubole |Sault-de-Navailles |Sauvagnon |Sauvelade |Séby |Sedze-Maubecq |Sedzère |Séméacq-Blachon |Sendets |Serres-Castet |Serres-Morlaàs |Serres-Sainte-Marie |Sévignacq |Simacourbe |Siros |Soumoulou |Tadousse-Ussau |Taron-Sadirac-Viellenave |Tarsacq |Thèze |Urost |Uzan |Uzein |Uzos |Vialer |Viellenave-d’Arthez |Vielleségure |Vignes |Viven

Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Anoye&oldid=264322580
Kategorien:
Versteckte Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp