bei derElektrolyse die Anode diepositive Elektrode,
da in der Elektrolyseelektrische Energie aufgenommen wird. Bei derGalvanik wird an der Anode dasMetall aufgebracht, beispielsweiseKupfer oderNickel, da auch dabei elektrische Energie aufgenommen wird.
Beielektrochemischen Elementen wie z. B. einerAlkali-Mangan-Zelle, die einPrimärelement darstellt und elektrische Energie abgibt, finden die Oxidationsvorgänge an der negativen Elektrode statt, d. h. in diesem Fall ist die Anode dienegative Elektrode.
Sekundärzelle: elektrischer Strom (I) und Elektronenfluss (e-) beim Entladen (links) und beim Laden (rechts), Beschriftungen auf Englisch
Bei wiederaufladbarenSekundärelementen, auch alsAkkumulator bezeichnet, kann dieselbe Elektrode je nach Stromrichtung als Anode oder Kathode arbeiten:
bei der Entladung ist die Anode die negative Elektrode (prinzipiell ähnlich zum Primärelement bzw. einer Batterie)
bei der Ladung ist die Anode die positive Elektrode (prinzipiell ähnlich zur Elektrolyse).
Daher sollte zur eindeutigen Bezeichnung der Anschlüsse eines Akkumulators die Polarität (positiv oder negativ) der Elektroden verwendet werden, da diese unabhängig vom Zustand der Ladung oder Entladung ist.
In derElektrotechnik ist die Anode eine Elektrode einerElektronenstrahlröhre,Leuchtstofflampe,Diode,Brennstoffzelle,Bleiakkumulator und so weiter.Dabei ist die Anode die Elektrode, an der Elektronen vom umgebenden Medium (Elektrolyt, Vakuum,Silizium) auf die Elektrode übergehen und dann durch den außen liegenden elektrischen Stromkreis zur Kathode fließen.[2] Da sich die Bezugsrichtung für den Stromfluss auf positive Ladungsträger bezieht und damit der Bewegungsrichtung von Elektronen entgegengerichtet ist, fließt also der Strom im äußeren Stromkreis von der Kathode zur Anode. Innerhalb des betrachteten Bauteils fließt der Strom von der Anode zur Kathode; der Stromkreis ist geschlossen.
Diese Aussage hat nichts damit zu tun, ob das Potential der Anode höher oder niedriger als das Potential der Kathode ist (mit anderen Worten: ob die Spannung von Anode zu Kathode positiv oder negativ ist). Dafür gibt es die Begriffe Pluspol und Minuspol; dabei ist das Potential des Pluspols immer größer als das Potential des Minuspols. Daher ist die Spannung vom Pluspol zum Minuspol immer größer als null. Damit geben Pluspol und Minuspol die Spannungsrichtung an, während Anode und Kathode mit der Stromrichtung einhergehen.
Bei Bauteilen, bei denen die Anode positive Spannung gegenüber der Kathode aufweist, wird elektrische Energie in eine andere Energieform (Wärme, chemische Energie, …) gewandelt, z. B. bei einerRöhrendiode, einer Kathodenstrahlröhre oder einem Akkumulator, der geladen wird.Bei Bauteilen, bei denen die Anode negative Spannung gegenüber der Kathode aufweist, wird elektrische Energie auf Kosten einer anderen Energieform (z. B. chemischer Energie) an den äußeren elektrischen Stromkreis abgegeben, z. B. bei einer Brennstoffzelle oder einem Akkumulator, der entladen wird.