Angie Dickinson wurde unter dem NamenAngelina Brown im ländlichenNorth Dakota geboren, ihre Familie war deutscher Herkunft und hieß ursprünglich väterlicherseitsBraun. Ihrem Vater gehörte eine Lokalzeitung in North Dakota, ehe die Familie in der Zeit desZweiten Weltkrieges nach Kalifornien zog.[1] Sie machte ihren Schulabschluss an der Bellarmine-Jefferson High School inBurbank und schloss 1954 ein Wirtschaftstudium am Glendale Community College inGlendale ab.
Gegen Ende ihres Studiums nahm sie an einem lokalen Schönheitswettbewerb für dieMiss America teil. Zwar landete sie nur auf dem zweiten Platz, wurde aber von einem Agenten entdeckt, der ihr ein Engagement in der Fernsehshow vonJimmy Durante verschaffte. Das bedeutete ihren Start im Filmgeschäft. Ihre Karriere machte sie unter dem Namen ihres ersten Ehemannes, Gene Dickinson, und behielt ihn auch nach der Scheidung 1960 bei.[2]
Dickinson gab 1954 mit 22 Jahren ihr Filmdebüt in der KomödieDas blonde Glück mitDoris Day, blieb aber für ihre kleine Rolle noch im Abspann ungenannt. Ihre erste größere Filmrolle hatte sie 1956 als Filmpartnerin vonJames Arness in demWesternGun the Man Down, danach folgten weitere Hauptrollen. Eine ihrer bekanntesten Rollen wurde die der Feathers, die Geliebte von John Waynes Hauptfigur, inHoward Hawks’ WesternklassikerRio Bravo (1959). Für diese Darstellung, die ihr zugleich den endgültigen Durchbruch brachte, erhielt sie einenGolden Globe in der KategorieBeste Nachwuchsdarstellerin.
Ihre erfolgreichste Fernsehrolle spielte Dickinson von 1974 bis 1978 als Hauptdarstellerin der KrimiseriePolice Woman (dt. Ausstrahlung ab 1988 aufSat.1 unter dem TitelMake-up und Pistolen). Ihre Figur der Sergeant Suzanne „Pepper“ Anderson ermittelte oft verdeckt in verschiedenen Berufen, um Verdächtigen näherzukommen. Für die Rolle erhielt sie 1975 erneut einen Golden Globe, dieses Mal in der Kategoriebeste Serien-Hauptdarstellerin (Drama), sowie drei Nominierungen für denEmmy Award. Im Fernsehen hatte sie seit den 1950er-Jahren weitere Gastrollen in Serien wieRauchende Colts,Die Leute von der Shiloh Ranch,Perry Mason undAuf der Flucht.
Nach dem Ende vonPolice Woman drehte Dickinson wieder vermehrt Kino- und Fernsehfilme. 1980 war sie an der Seite vonMichael Caine als Mordopfer inBrian De Palmas ErotikthrillerDressed to Kill zu sehen. Die Rolle brachte ihr denSaturn Award für die beste Hauptdarstellerin ein. In den 1980er- und 1990er-Jahre hatte sie weitere Hauptrollen im Fernsehen, darunter in einer Fernseh-Neuverfilmung vonBei Anruf Mord sowie in den MiniserienHollywood Wives undWild Palms.
1952 heiratete sie Gene Dickinson, einen früheren Footballspieler; die Ehe hielt bis 1960. 1965 heiratete sie den Musiker und KomponistenBurt Bacharach, die Ehe hielt bis 1981.[3] 1966 kam ihre Tochter Lea Nikki Bacharach zur Welt; diese litt amAsperger-Syndrom und starb im Januar 2007 durchSuizid.[4][5]
Eine enge Freundschaft pflegte Dickinson mitFrank Sinatra, mit dem sie zeitweise auch ausging. Langjährige Gerüchte, sie habe eine Affäre mit dem US-PräsidentenJohn F. Kennedy gehabt, wies sie mehrfach zurück.[6]