Jackson entstammte sehr einfachen Verhältnissen und begann sich durch seine Teilnahme amKrieg von 1812 und später an diversenIndianerfeldzügen das Ansehen seiner Landsleute zu erwerben. Politisch trat er zunächst alsSenator undMilitärgouverneur vonFlorida in Erscheinung. Sein Ruhm als militärischer Befehlshaber ließ ihn1824 alsDemokratischer Republikaner erstmals für das Präsidentenamt kandidieren. Obwohl er von insgesamt vier Kandidaten derselben Partei eine relative Mehrheit an Stimmen imPopular Vote sowie anWahlmännern erhielt, reichte es im Wahlmännergremium nicht für die zum Sieg erforderliche absolute Mehrheit, und dasRepräsentantenhaus bestimmte unter der VermittlungHenry ClaysJohn Quincy Adams zum Präsidenten.
Schon wenig später bereitete er sich für dieWahl von 1828 auf eine erneute Bewerbung um das höchste Staatsamt vor. Während dieser Zeit widmete er sich intensiv dem Aufbau der neugegründeten Demokratischen Partei, die er von der damaligen Demokratisch-Republikanischen Partei loslöste. Nach einem äußerst heftig ausgetragenen Wahlkampf konnte er Adams souverän besiegen und das Präsidentenamt im März 1829 antreten. Im Herbst 1832 wurde er ohne Probleme für eine zweite Amtsperiodebestätigt.
Jackson ging als einer der prägenden Präsidenten in die Geschichte der USA ein: Zum einen war er der erste Präsident, der nicht aus derElite desAmerikanischen Unabhängigkeitskrieges stammte, zum anderen nahm er in seiner Regierungszeit umfangreiche Änderungen an der Staatsorganisation vor. Dazu gehören das Etablieren desspoils system sowie die Zerschlagung deramerikanischen Nationalbank, die sich unter seinem Nachfolger Van Buren während derWirtschaftskrise von 1837 jedoch negativ auswirkte. In seine Amtszeit fällt außerdem der Beginn der gewaltsamen Vertreibung der „fünf zivilisierten Indianernationen“ auf demPfad der Tränen mit ungezählten Todesopfern. Nach Beendigung seiner Präsidentschaft 1837 zog Jackson sich ins Privatleben zurück. Bis zu seinem Tod 1845 blieb er jedoch innerhalb der Demokratischen Partei eine einflussreiche Größe.
Andrew Jackson wurde am 15. März 1767 in denWaxhaws geboren; damals ein zwischenNorth undSouth Carolina umstrittenes Gebiet. Seine Eltern, Andrew Jackson senior (* ca. 1730; † Februar 1767) und Elizabeth „Betty“ Hutchinson (* ca. 1740; † November 1781), emigrierten 1765 ausCarrickfergus im heutigenNordirland in die USA. Jacksons Vater starb kurz vor seiner Geburt. Da Jackson nach dem Willen seiner Familie zunächst für ein geistliches Amt bestimmt war, konnte er eine grundlegende Schulbildung genießen. Durch denUnabhängigkeitskrieg war dies ab seinem zehnten Lebensjahr nicht mehr möglich. Mit seiner Mutter und zwei Brüdern geriet er 1781 eine Zeitlang in britische Gefangenschaft; einer seiner Brüder überlebte das Martyrium nicht. Auch seine Mutter starb wenig später.
Jackson genoss eine nur dürftige Schulbildung, was ihm lange vorgeworfen wurde: Als er nach seiner Wiederwahl als Präsident 1833 dieEhrendoktorwürde derHarvard University erhielt, weigerte sich sein AmtsvorgängerJohn Quincy Adams an den Feierlichkeiten teilzunehmen, denn Jackson sei ein „Barbar, der keinen grammatikalisch korrekten Satz zustande brachte und kaum seinen eigenen Namen schreiben konnte“.[1] Von seinem 18. Lebensjahr an arbeitete Jackson bei einemRechtsanwalt. 1786 wurde er zur Praxis zugelassen und ließ sich inNashville, Tennessee, nieder. Ab 1788 wurde er Staatsanwalt für das westlicheNorth Carolina, das heißt für das Gebiet des späteren Tennessee. 1791 heiratete erRachel Donelson Robards; da die Scheidung von ihrem ersten Mann noch nicht vollzogen gewesen war, heirateten sie 1794 erneut. Nachdem er Mitglied der verfassunggebenden Versammlung des neuen US-Staats Tennessee geworden war, zog er 1796 als einer der ersten Vertreter des Staates in dasUS-Repräsentantenhaus und im Jahr darauf in denSenat der Vereinigten Staaten ein. Ab 1798 wurde er bis 1804 Richter amTennessee Supreme Court. Auseinandersetzungen mit dem amtierenden PräsidentenThomas Jefferson führten zu seinem zeitweiligen Rückzug aus dem politischen Leben.
Zwischen 1805 und 1812 bewirtschaftete er seine Farm an derWest Cabin, einem einfachen Blockhaus, das er 1798 errichten ließ. Jackson tötete am 30. Mai 1806 in einemDuell Charles Dickinson, einen regional bekannten Schützen, wurde aber auch selbst schwer verletzt: Eine Kugel durchschlug zwei Rippen, verfehlte das Herz knapp und blieb lebenslang im Brustkorb stecken. Dickinson hatte Jacksons Frau verleumdet, was Anlass für das Duell war. Jackson setzte sich weiter häufig Zweikämpfen aus, eine weitere Schussverletzung führte zu dauerhaften Bauchschmerzen, wahrscheinlich durch eineBleivergiftung.[2][3]
Jackson kehrte Anfang der 1820er-Jahre ins politische Leben zurück. Er wurde zumMilitärgouverneur von Florida ernannt, das gerade von den Spaniern abgetreten worden war, und war von 1823 bis 1825 erneutUS-Senator für den Staat Tennessee. Bei der Präsidentschaftswahl von 1824 kandidierte Jackson erstmals für das Amt des US-Präsidenten. Im Wahlkampf kursierte die Redensart, man habe die Wahl zwischen „John Quincy Adams / Who can write / And Andrew Jackson / Who can fight.“[1] Jackson erreichte landesweit die meisten Stimmen imPopular Vote (41,3 %), doch da dieses Mal insgesamt vier politisch schwergewichtige Kandidaten aus derDemokratisch-Republikanischen Partei antraten, gelang es keinem Bewerber, die notwendige Mehrheit an Stimmen imWahlmännergremium auf sich zu vereinen. Verfassungsgemäß hatte nun dasamerikanische Repräsentantenhaus den Präsidenten und der Senat denVizepräsidenten zu wählen. Als sich der viertplatzierte KandidatHenry Clay fürJohn Quincy Adams aussprach, konnte sich dieser durchsetzen und wurde zum Präsidenten gewählt. Jackson bezichtigte beide derKorruption, da Adams Clay zumAußenminister ernannt hatte. Bekannt wurde in diesem Zusammenhang die von Jackson gewählte BezeichnungCorrupt Bargain.[5][6]
Vier Jahre nach seiner Niederlage gegen John Quincy Adams stellte die neu gegründeteDemokratische Partei mit Jackson erstmals einen eigenen Präsidentschaftskandidaten auf. Auf dem erstenNominierungsparteitag im Frühjahr 1828 wurde er einstimmig zum Kandidaten gewählt. Jackson, der Adams’ Wahl im Jahr 1824 als illegitim betrachtete, begann bereits um 1825 mit der Vorbereitung für eine Neuauflage des Duells. Dazu gehörte auch der Aufbau seiner neuen Partei. Der Wahlkampf gegen Adams, der für die Nationalrepublikaner antrat, wurde mit äußerster Härte ausgefochten. Beide Kontrahenten und ihre Parteien sparten auch nicht mit schweren persönlichen Angriffen auf den Gegner. So verunglimpften die Demokraten den amtierenden Präsidenten als abgehoben und unehrenhaft. Auch machte er die Indianer-Umsiedlung zu einem zentralen Wahlkampfthema. Das Interesse der weißen Siedler am Land der Indianer war, besonders in den Südstaaten, möglicherweise einer der Hauptgründe für seinen Wahlsieg. Die Kampagne der Nationalrepublikaner verunglimpfte Jackson als machtbesessen; auch die Tatsache, dass seine FrauRachel bereits einmal verheiratet war, wurde von Adams thematisiert. Heute besteht unter Historikern Einigkeit, dass es sich 1828 um einen der „schmutzigsten“ Wahlkämpfe in der amerikanischen Geschichte handelte. Doch die heftigen politischen Auseinandersetzungen führten zu einer bis dato nie dagewesenenPolitisierung der Bevölkerung.
Nachdem im Dezember 1828 das Endergebnis feststand, konnte Jackson mit einem Stimmenanteil von 56 Prozent Adams deutlich besiegen, der etwas mehr als 43 Prozent auf sich vereinte. Auch imElectoral College fiel Jacksons Sieg deutlich aus: 178 Wahlmänner waren auf ihn entfallen, Adams erhielt 83 Stimmen.
Nach seinem politischen Triumph musste Jackson jedoch am 22. Dezember 1828 mit dem Tod seiner Frau infolge eines Herzinfarkts einen schweren privaten Rückschlag hinnehmen. Der neugewählte Präsident machte für das Ableben seiner Frau in erster Linie seine politischen Gegner verantwortlich, die durch ihre persönlichen Angriffe auf Rachel Jackson zu deren Tod beigetragen hätten.
Illustration von Jacksons erster Amtseinführung vor demWeißen Haus im März 1829Jacksons offizielles Porträt im Weißen Haus
Das Präsidentenamt übernahm er gemäß der damaligen gesetzlichen Regelung am 4. März 1829.Vizepräsident während seiner ersten Amtsperiode warJohn C. Calhoun, der auch schon als Adams’ Stellvertreter amtiert hatte, sich von diesem jedoch abwandte. Andrew Jackson war der erste Präsident, der nicht aus dem Kreis deramerikanischen Revolution kam.George Washington,John Adams,Thomas Jefferson,James Madison undJames Monroe waren anerkannte Persönlichkeiten, die imAmerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft und dieVerfassung der Vereinigten Staaten geprägt hatten, John Quincy Adams war der Sohn von John Adams. Die Wahl Andrew Jacksons bedeutete einen Bruch mit der Vergangenheit. Jackson stammte nicht aus der großagrarischen Gründerelite der USA, sondern vertrat die kleinbürgerlichen Interessen der neuenImmigranten. Für die HistorikerinJill Lepore markiert Jacksons Aufstieg zur Macht den Beginn des amerikanischenPopulismus.[1]
Im Zuge derPetticoat Affair kam es im Jahr 1831 zu einer größeren Umbildung desKabinetts Jackson. Mit dieser Affäre begann die zunehmende Entfremdung zwischen Jackson und seinem Vizepräsidenten Calhoun.
Bei derPräsidentschaftswahl 1832 stellte sich Jackson erfolgreich zur Wiederwahl und trat im März 1833 seine zweite Amtsperiode an. Er besiegte dabei seinen politischen Intimfeind, den SenatorHenry Clay, mit einem Stimmenanteil von 54,7 Prozent und 219 Elektoren deutlich. Clay, der Jackson in seinem Wahlkampf als „König Andrew“ verspottete, erhielt als Kandidat derNationalrepublikaner nur 36,9 Prozent der Stimmen und 49 Wahlmänner. Weitere 7,8 Prozent und sieben Wahlmänner entfielen auf den Bewerber derAnti-Masonic PartyWilliam Wirt. In 16 der damals 23 Bundesstaaten konnte der Amtsinhaber eine Mehrheit der Stimmen erringen. Neuer Vizepräsident wurde Jacksons früherer Außenminister und enger VertrauterMartin Van Buren. Der bisherige Vizepräsident John C. Calhoun, der sich in vielen politischen Fragen mit dem Präsidenten uneinig war, wurde von der Demokratischen Partei nicht erneut aufgestellt. Calhoun trat dann im Dezember 1832 kurz vor Ablauf seiner Amtszeit zurück.[7]
Die Jahre von Jacksons Präsidentschaft waren ökonomisch von einem weitreichenden Wandel geprägt. Schon die Zeit vor seiner Machtübernahme war von einem beispiellosen Ausbau der Infrastruktur geprägt, besonders Straßen und Kanäle, später kam auch die Eisenbahn hinzu, was den Grundstein zurIndustrialisierung legte. Während dieser Zeit setzten sich in den USA die kapitalistischen Marktkräfte durch, was unter Historikern heute als Marktrevolution bekannt ist. Ausdruck davon waren besonders die Orientierung von Industrie und Landwirtschaft amWeltmarkt.[8]
Andrew Jackson galt während seiner gesamten militärischen und politischen Karriere als „Indianerhasser“. Darin unterscheidet er sich von den Gründungsvätern der USA, die zumindest den„fünf zivilisierten Nationen“ noch Rechte zugebilligt hatten, und auch von seinem direkten VorgängerJohn Quincy Adams.
Bereits während desBritisch-Amerikanischen Kriegs von 1812 hatte Jackson die Erfahrung gemacht, dass die Briten mitindianischen Verbündeten gegen die USA gekämpft hatten. Dies bestärkte ihn wohl in seiner Haltung, den Indigenen Gleichberechtigung zu verweigern und sie wo immer möglich zugunsten von weißen Siedlern zu vertreiben. Nach seinem Sieg als General der Tennessee-Miliz über dieMuskogee (Creek) in derSchlacht am Horseshoe Bend im Jahr 1814 wurde er im Mai des gleichen Jahres zumMajor General derUnited States Army ernannt.[3] Später erzwang er imVertrag von Fort Jackson die Abtretung eines Großteils des Indianerlands, darunter auch Gebiete von Indianern, die auf der Seite der USA gekämpft hatten.
1817–1818 marschierte Jackson nachFlorida ein, das damals unter spanischer Herrschaft stand. Als Begründung gab er das Ziel an, entlaufene schwarze Sklaven, die sich zum Stamm derSeminolen geflüchtet hatten, einzufangen.[9] Die Seminolen wurden besiegt und zunächst nach Süd- und Mittel-Florida in eine Reservation umgesiedelt, aus der sie aber später auch wieder vertrieben wurden.
Unter Jacksons Präsidentschaft verabschiedeten derKongress 1830 denIndian Removal Act, der die gesetzliche Grundlage für dieVertreibung der Indianer(Indian Removal) aus den Bundesstaaten östlich desMississippi River bildete. DieCherokee, die auf dem Gebiet der BundesstaatenGeorgia undAlabama lebten, klagten vor demObersten Gerichtshof und bekamen Recht, doch Jackson entschied sich, das Urteil zu ignorieren. Über den Vorsitzenden des Obersten GerichtshofsJohn Marshall soll er gespottet haben, er habe „eine Entscheidung getroffen. Jetzt soll er zusehen, wie er sie durchsetzt“.[10] Formal ermächtigte das Gesetz die Bundesregierung nur, Verhandlungen über den Tausch der Indianergebiete im fruchtbaren südöstlichen Waldland der Südstaaten gegen Gebiete im kargen, trockenen sogenannten Indianer-Territorium (heuteOklahoma) zu führen. Jackson nutzte diese Vollmacht jedoch, um Umsiedlungs-Verträge zu erzwingen, bei denen die Indianer alles verloren. Weigerten sich die gewählten Häuptlinge, wurde mit anderen, zumeist nicht legitimierten Vertretern verhandelt. Die Umsiedlung selbst führte durch Krankheiten, schlechte Verwaltung, unzureichende Versorgung sowie die völlige Rechtlosigkeit der Indianer zu unzähligen Todesopfern auf demPfad der Tränen. Der einzige Stamm, der sich weigerte, die Seminolen in Florida, wurde in einem jahrelangen und auch für das US-Militär äußerst verlustreichenKrieg fast vernichtet.[11]
Entwicklung der Sklavenstaaten und freien Staaten in den Vereinigten Staaten bis zum Amtsantritt Lincolns im Jahr 1861
Jackson betrachtete die Frage nach derSklaverei in den Vereinigten Staaten nicht nach ethischen, sondern politischen Gesichtspunkten, wobei er sich amMissouri-Kompromiss von 1820 orientierte. Einerseits war er ein ausgesprochener Gegner derAbolitionisten, andererseits lehnte er die in den Südstaaten unterPflanzern verbreitete Ansicht ab, nach der es sich bei derSklaverei um eine moralische Institution göttlicher Ordnung handelte. Letzteres und sein Vorgehen in der Nullifikationskrise brachte ihn bei vielen Sklavenhaltern in Verruf, dass er die nationale Einheit über ihre Interessen stellte. Jackson, der selbst Sklavenhalter war, brachte am Ende mit seiner Haltung sowohl die Abolitionisten der Nordstaaten als auch die radikalen Sklavereibefürworter der Südstaaten gegen sich auf. Insgesamt sah er in der Anti-Sklaverei-Bewegung eine verfassungswidrige und provokante Einmischung des Nordens in die inneren Angelegenheiten derSklavenstaaten und machte sich Sorgen um die Auswirkungen dieses Konflikts auf die amerikanische Union.[12]
Ein bedeutendes Ereignis seiner Präsidentschaft war die Nullifikationskrise von 1832/33. Vorausgegangen war ein politischer Streit mit dem BundesstaatSouth Carolina, der mit der Zollpolitik der Bundesregierung unzufrieden war. Am 24. November 1832 erklärte der Staat, ihm missfallende Zollgesetze der Regierung in Washington für nichtig erklären zu können („nullifizieren“). Verbunden war diese Ankündigung mit der Drohung, aus den Vereinigten Staaten auszutreten, sollte die Bundesregierung versuchen, die Zollgesetze mit Waffengewalt durchzusetzen. Jackson wies dies entschieden zurück. Er betrachte das Vorgehen South Carolinas alsverfassungswidrig. Bestärkt durch die Tatsache, dass sich South Carolina kein weiterer Bundesstaat anschloss, ersuchte der Präsident denKongress um ein Gesetz, das es ihm erlauben würde, Bundesgesetze notfalls auch mit Gewalt in South Carolina durchzusetzen. Die Parlamentarier entsprachen Jacksons Wunsch zwar mit großer Mehrheit, gleichzeitig wurde jedoch ein neues Zollgesetz mit niedrigeren Zöllen verabschiedet. Letzteres war als Kompromissangebot an den Bundesstaat gedacht. Am 2. März 1833 unterzeichnete Jackson beide Gesetze, und die Krise wurde abgewendet. Heute wird von vielen Historikern positiv bewertet, dass sich Jackson im Zuge der Nullifikationskrise dem Gedanken zur Abspaltung eines Staates entschieden widersetzt und damit die Einheit des Landes bewahrt hatte.[13][14]
Jackson kämpft mit dem vielköpfigen Monster derprivaten Notenbank, in der Mitte (mit Zylinder) der Bankmanager Nicholas Biddle.Uncle Sam beglückwünscht Jackson zur Zerstörung derprivaten Notenbank. Biddle ist mit anderen Spekulanten als Teufel dargestellt, die fliehen, indem die Bank zusammenbricht (Lithographie von Edward W. Clay, 1833).
Nachdem Jackson im Jahr um 1819 erlebt hatte, wie die Zins- und Kreditpolitik derBank of the United States (Nationalbank) amerikanische Farmer in den finanziellen Ruin trieb, wurde die Zerschlagung der Bank zu einem seiner zentralen politischen Anliegen. Sein Vorgehen gegen die Nationalbank wurde rasch alsBank War („Bankkrieg“) bekannt.[15] Nachdem Jackson das Präsidentenamt angetreten hatte, trieb er dieses Vorhaben entschieden voran. Dies führte schon bald zu scharfen Auseinandersetzungen mit SenatorHenry Clay und dem BankdirektorNicholas Biddle; sowohl Biddle als auch Clay trennte eine gegenseitige persönliche Abneigung von Jackson. Im Sommer 1832, als der Wahlkampf zwischen Jackson und Clay bereits in vollem Gange war, entschloss sich der Senator zu einem riskanten politischen Schachzug, mit dem er hoffte, den Präsidenten entscheidend schwächen zu können. Clay brachte ein Gesetz in den Kongress ein, um die noch bis 1836 laufende Lizenz der Nationalbank vorzeitig zu verlängern. Der Entwurf wurde in beiden Kongresskammern angenommen. Jackson durchschaute jedoch Clays Bestrebungen und legte am 10. Juli 1832 seinVeto gegen das Gesetz ein. In seiner Begründung ließ der Präsident verlautbaren, er sehe durch die Bank eine erhebliche Gefahr für die Bürger und für die Wirtschaft des Landes, da sich bereits ein Viertel der Bankaktien in ausländischem Besitz befand. Ferner verwies er darauf, dass „Reiche und Mächtige bereits zu oft Regierungsmaßnahmen für ihre selbstsüchtigen Zwecke missbraucht“ hätten.[16] Jackson wertete das Scheitern einer Zweidrittelmehrheit im Kongress zur Überstimmung des Vetos als vollen Erfolg. Wenige Monate später musste Clay mit seiner klaren Wahlniederlage gegen Jackson im Präsidentschaftswahlkampf einen weiteren politischen Rückschlag hinnehmen. Binnen weniger Jahre hatte Jackson sein Ziel erreicht; im Jahr 1836 wurde die Nationalbank privatisiert. Zuvor hatte der Präsident den Finanzminister angehalten, dieGoldreserven der Bundesregierung auf die Banken der Einzelstaaten zu verteilen.[13]
Die Etablierung des sogenanntenspoils system in der amerikanischen Politik geht auf Jacksons Präsidentschaft zurück. Es bezeichnet die Praxis, dass die Unterstützer eines Wahlsiegers mit Arbeitsstellen in der öffentlichen Verwaltung belohnt werden. Dasspoils system ist auch ein Anreiz für die Unterstützer, weiterhin für die Partei des Wahlgewinners zu arbeiten. Der Begriff leitet sich vonSenatorWilliam L. Marcys Spruch „to the victor belong the spoils“ ab, auf Deutsch etwa „dem Sieger gehört die Beute“.[17] Nach seiner Amtsübernahme belohnte Präsident Jackson seine Träger und Anhänger auf systematische Weise mit Regierungsstellen. Er dachte, die erfolgreiche Wahl durch das Volk gebe der siegreichen Partei das Mandat, staatliche Amtsträger aus den Rängen der eigenen Partei zu ernennen. Befürworter dieser Praxis erklärten, dass in dieser Weise die Bürger so in der Lage seien, über die Abwahl derExekutive auch die Personen im öffentlichen Dienst abwählen zu können. Gegner desspoils system erwiderten, dieses System sei anfällig fürInkompetenz und ungezügelteKorruption – und weil schlussendlich Gefolgsleute des Wahlsiegers ernannt werden, würde dies demrepublikanischen Gedankengut widersprechen.[18]
DieAußenpolitik spielte während Jacksons Präsidentschaft eine untergeordnete Rolle. In seiner Amtszeit war das Verhältnis zuFrankreich kurzzeitig angespannt, nachdem die Franzosen sich geweigert hatten, Entschädigungszahlungen für die Plünderungen amerikanischer Schiffe zuNapoleons Zeiten zu leisten, obwohl dies 1831 in einem bilateralen Abkommen vereinbart wurde. Im Jahr 1835, nachdem auch die britische Regierung sich dafür aussprach, beglich Frankreich seine Schulden an die USA, womit der Konflikt beigelegt wurde.[19]
Jackson sympathisierte bereits früh mit einem Anschluss derRepublik Texas an die USA. Texas wurde 1836 vonMexiko in die Unabhängigkeit entlassen; Bedingung war aber, dass Texas nicht Teil der Vereinigten Staaten wird. Die Anerkennung von Texas als eigenständigem Staat zögerte der Präsident am Ende seiner Amtszeit hinaus, um das Aufkommen von Debatten zu diesem Thema im Wahlkampf von 1836 zu vermeiden. Erst Anfang März 1837, kurz vor Ende seiner Regierungszeit, bestätigte Jackson die Anerkennung von Texas als souveränem Staat. Nach Ende seiner Amtszeit sprach sich Jackson dann wiederholt für einen Anschluss an die Vereinigten Staaten aus. Dies wurde dann 1845 vollzogen und führte wenig später zumKrieg zwischen den USA und Mexiko.[19]
Andrew Jackson war der erste US-Präsident, auf den ein Attentat verübt wurde: Am 30. Januar 1835 verließ Jackson dasKapitol, als der arbeitslose englische Anstreicher Richard Lawrence zwei Pistolen auf ihn richtete. Beide Pistolen ließen sich jedoch nicht abfeuern, und angeblich konnte Jackson selbst den Attentäter mit seinem Spazierstock verprügeln. Der unzurechnungsfähige Täter wurde später in die Psychiatrie eingewiesen und nie wegen des Attentats angeklagt.
Im Jahre 1836 verzichtete Jackson auf eine erneute Wiederwahl für eine dritte Amtszeit und sprach sich für seinen Stellvertreter Martin Van Buren als Nachfolger aus. Nachdem Van Buren von den Demokraten einstimmig nominiert worden war und sich bei derPräsidentschaftswahl 1836 durchgesetzt hatte, löste er Jackson turnusgemäß am 4. März 1837 ab. Mit knapp 70 Jahren war Jackson der bis dato älteste amtierende Präsident. Bis zur Wiederwahl vonAbraham Lincoln im Jahr1864 blieb Jackson auch der letzte Präsident, der im Amt bestätigt wurde. Nachdem Lincoln allerdings in seiner zweiten Amtszeit ermordet worden war, war erstUlysses S. Grant (1869–1877) der nächste Präsident, der tatsächlich zwei komplette Wahlperioden absolvierte.
Nachdem Jackson dasWeiße Haus verlassen hatte, zog er sich aus der Politik weitestgehend zurück. Er bezog seine Farm imDavidson County (Tennessee), 10 Meilen (16 km) östlich des Stadtzentrums von Nashville, wo er neben seinem BlockhausWest Cabin 1819–21 ein Herrenhaus namensThe Hermitage hatte erbauen lassen, das er während seiner Präsidentschaft 1831 vom Architekten David Morrison mit zwei Seitenflügeln und klassizistischen Säulenfassaden erweitern ließ.
DieWirtschaftskrise von 1837 hatte ihn jedoch finanziell schwer getroffen. Im Jahr1840 sprach er sich – vergeblich – für die Wiederwahl seines Vertrauten und Nachfolgers Martin Van Buren aus, der demWhig-KandidatenWilliam Henry Harrison unterlegen war. Jackson verfolgte Harrisons Wahlsieg mit großer Besorgnis, nachdem sich der neu gewählte Präsident für die Neugründung der Nationalbank ausgesprochen hatte. Als Harrison im April 1841 aber unerwartet verstarb, blockierte dessen Nachfolger, der bisherige VizepräsidentJohn Tyler, dieses Vorhaben mit seinem Veto. Nachdem dieser als Konsequenz von der Whig-Party ausgeschlossen worden war, forderte der innerparteilich immer noch einflussreiche Jackson die Demokraten auf, das ehemalige Parteimitglied Tyler freundlich zu empfangen. Obwohl Tylerparteilos blieb, unterstützte er Jacksons Anliegen,Texas in die Vereinigten Staaten aufzunehmen, was im März 1845 vollzogen wurde. Zuvor unterstützte Jackson 1844 dieKandidatur des DemokratenJames K. Polk. Polk war während der Endphase von Jacksons PräsidentschaftSprecher des Repräsentantenhauses gewesen und hatte die Politik Jacksons, den er als Vorbild betrachtete, loyal mitgetragen. Eine erneute als aussichtsreich geltende Nominierung Martin Van Burens lehnte Jackson zuvor ab, nachdem dieser sich gegen eine Angliederung der Republik Texas ausgesprochen hatte. Zuvor bat Jackson Präsident John Tyler in einem Brief darum, seine Kandidatur für eine Splittergruppe der Demokraten zurückzuziehen, um so Polk bessere Chancen auf einen Wahlsieg gegen Jacksons politischen IntimfeindHenry Clay zu ermöglichen, der nach dem Parteiausschluss und weiteren Bemühungen, Tylers Regierung mit Rücktritten der Whig-Minister zu stürzen, auch Tylers Feind war. Im Sommer 1844 zog Tyler seine Bewerbung dann tatsächlich zurück und unterstützte Polk; der wurde dann mit knapper Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Jackson sollte jedoch nur die ersten drei Monate von dessen Amtsperiode miterleben.[20]
Andrew Jackson starb am 8. Juni 1845 im Alter von 78 Jahren anHerzversagen und wurde neben seiner 1828 verstorbenen Frau Rachel auf dem Friedhof der Hermitage beigesetzt.[21]
Wie schon zu Lebzeiten hat Andrew Jackson bis heute einepolarisierende Wirkung. Heutige Kritiker urteilen vor allem über seine restriktiveIndianerpolitik sehr negativ, die neben Vertreibung zu zahlreichen Toten geführt hatte. Einige Historiker versuchen dies mit der Herkunft und der Epoche Jacksons zu relativieren. Jackson sei hier von verschiedenen Einflüssen geleitet worden, denen er sich ebenso wenig wie viele seiner Zeitgenossen entziehen konnte.
Sein Krisenmanagement im Zuge der Nullifikationskrise findet im historischen Kontext eine positive Bewertung, da er sich erfolgreich derSezession eines Bundesstaates widersetzte und damit die Einheit des Landes bewahrte. Besonders blieb seine Präsidentschaft auch durch seinen Erfolg bei der Auflösung der Nationalbank in Erinnerung, was viele Historiker als Eintreten des Präsidenten für das einfache Volk ansehen. Viele Historiker und Politiker haben später Jacksons Zeit alsJacksonian Democracy bezeichnet. Damit sollte Jacksons Aufstieg aus dem einfachen Volk in das höchste Staatsamt ebenso charakterisiert werden wie sein Eintreten für „die Sache des einfachen Mannes“ und damit die Selbstbestimmung des amerikanischen Volkes auf der Basisdemokratischer Prozesse (die BezeichnungJacksonian Democracy ist übrigens die einzige Epoche in derGeschichte der USA, die nach einer Person benannt wurde). Die Volkstümlichkeit des zu Kraftausdrücken neigenden Kriegshelden und des eher unkonventionell auftretenden Präsidenten, der den SpitznamenOld Hickory trug, blieb mit zahlreichen Anekdoten in Erinnerung. Vor allem seine Rolle bei der Gründung der Demokratischen Partei hat historisch eine herausragende Bedeutung.[22]
Zahlreiche, überwiegend demokratische Präsidenten pilgerten an sein Grab und beriefen sich vor allem auf seine als vorbildlich empfundene Willensstärke. In den letzten Jahrzehnten distanzierten sich demokratische Politiker aber von Jacksons Indianerpolitik und seiner Befürwortung der Sklaverei. Jedoch zollten ihm auchrepublikanische Präsidenten an seinem Grabe Tribut, soRonald Reagan zu Jacksons 215. Geburtstag 1982 undDonald Trump zu seinem 250. Geburtstag 2017. Trump hängte sich Jacksons Porträt insOval Office und in seiner Gedenkrede stellte er die rhetorische Frage: „Es war während der Revolution, dass Jackson zum ersten Mal eine arrogante Elite konfrontierte und sich ihr widersetzte. Kommt euch das bekannt vor?“[23]
Jacksonville, die bevölkerungsreichste StadtFloridas, ist nach Andrew Jackson benannt. Außerdem tragen 22Countys seinen Namen.[24]
Etwa 19 Kilometer östlich von Nashville steht das historische AnwesenThe Hermitage. Es war der Wohnsitz von Andrew Jackson und befindet sich an derU.S. Route 70N. Es wurde 1966 vomNRHP als Denkmal aufgenommen (NRHP-ID 66000722).
1805 wurde Jackson in den Bund derFreimaurer aufgenommen. Von 1822 bis 1824 und 1839 bekleidete er das Amt des Großmeisters derGroßloge von Tennessee.
Jacksons Porträt ist auf der Vorderseite der 20-Dollar-Note abgebildet. Es soll nach dem Ergebnis einer Abstimmung der Non-Profit-OrganisationWomen on 20s, der vom US-FinanzministerJack Lew initiierten Umfrage im Jahr 2016 und dem Willen von US-PräsidentJoe Biden gegen dasjenige vonHarriet Tubman ersetzt werden.[25][26][27]
Das ihm zu Ehren im Jahr des Amtsantrittes umbenannteJackson in New Hampshire wählte 2021 einen neuen Namenspatron.[28]
David S. Heidler, Jeanne T. Heidler:The Rise of Andrew Jackson: Myth, Manipulation, and the Making of Modern Politics. Basic Books, New York 2018,ISBN 978-0465097579.
J. M. Opal:Avenging the People: Andrew Jackson, the Rule of Law, and the American Nation. Oxford University Press, New York 2017,ISBN 978-0-19-975170-9.
Horst Dippel:Andrew Jackson 1829–1837: Präsident des demokratischen Umbruchs. In:Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 44 historische Portraits von George Washington bis Barack Obama. 6., fortgeführte und aktualisierte Auflage. C. H. Beck, München 2013 [1. Auflage 1995],ISBN 978-3-406-58742-9, S. 117–129, 474 f. [kommentierte Bibliografie].
Jon Meacham:American Lion. Andrew Jackson in the White House. Random House, 2009 (Pulitzer-Preis für dieses Buch).
H. W. Brands:Andrew Jackson. His Life and Times. Anchor, 2006,ISBN 1-4000-3072-2.
Irving Stone:The President's Lady. Doubleday, New York 1951.
Deutsche Übersetzung:Über den Tod hinaus. Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Margarete Längsfeld. Droemer Knaur, München 1979,ISBN 3-426-00768-1.
Life Portrait of Andrew Jackson aufC-SPAN, 26. April 1999, 151 Minuten (englischsprachige Dokumentation und Diskussion mit dem Historiker Robert V. Remini und dem Archäologen Larry McKee sowie Führung durch Jacksons ResidenzThe Hermitage)
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 5., fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 117–119.
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 5., fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 118.
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 5., fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 120–121.
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 5., fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 123–125.
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 5., fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 121–122.
↑Howard Zinn:A People’s History of the United States. Harper Perennial, 2005, S. 129.
↑Jill Lepore:Diese Wahrheiten. Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, C.H. Beck, München 2019, S. 273 f.
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 5., fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 127–129.
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 5., fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 124–125.
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. Fünfte, fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 124.
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 5., fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 129.
↑Horst Dippel:Andrew Jackson (1829–1837). Präsident des demokratischen Umbruchs. In: Christof Mauch (Hrsg.):Die amerikanischen Präsidenten. 5., fortgeführte und aktualisierte Auflage. München 2009, S. 117–129, hier: S. 121; 128/129. Daniel Feller:Andrew Jackson: Impact and Legacy.Miller Center of Public Affairs derUniversity of Virginia, abgerufen am 17. April 2018.
↑Charles Curry Aiken, Joseph Nathan Kane:The American Counties: Origins of County Names, Dates of Creation, Area, and Population Data, 1950–2010. 6. Auflage. Scarecrow Press, Lanham 2013,ISBN 978-0-8108-8762-6, S. xiv.