Nachdem der demokratische SenatorMark Dayton früh im Jahr 2005 angekündigt hatte, nicht erneut kandidieren zu wollen, galt Klobuchar als Favoritin für die Nachfolge. Am 29. September 2005 gab sie ihre Kandidatur bekannt und setzte sich in der parteiinternenVorwahl durch. Bei derSenatswahl am 7. November 2006 erhielt Klobuchar 58 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen denRepublikanerMark Kennedy durch. Sie wurde am 3. Januar 2007 als Senatorin im110. Kongress der Vereinigten Staaten vereidigt – als erste gewählte Senatorin Minnesotas. Bei derWahl 2012 wurde sie mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt, bei derWahl 2018 mit 60 zu 36 Prozent der Stimmen gegen den Republikaner Jim Neuberger.[2]
Klobuchar kündigte am 10. Februar 2019 ihre Kandidatur für diePräsidentschaftswahl 2020 an; bereits zuvor war sie als mögliche Kandidatin gehandelt worden.[3] Klobuchar galt als Vertreterin eines moderaten, pragmatischen Kurses und aufgrund ihrer Senatserfahrung und Beliebtheit imMittleren Westen als chancenreich. Nachdem sie bei derPrimary vonNew Hampshire den dritten Platz belegt hatte, bei den weiteren bis dahin gelaufenen drei Abstimmungen aber abgeschlagen war, erklärte sie am 2. März 2020 den Rückzug von ihrer Kandidatur. An diesem Vorabend desSuper Tuesday sprach sie sich fürJoe Biden aus.[4]
Am 22. Januar 2026 meldete Amy Klobuchar ihre Kandidatur für das Amt desGouverneurs von Minnesota als Nachfolgerin vonTim Walz an und begann eine Woche später offiziell ihre Kampagne für dieGouverneurswahl 2026.[5]
Klobuchar vertrittlinksliberale Ansichten und spricht sich für einen Ausbau der Sozialleistungen und der Krankenversicherung aus. Sie befürwortet die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs (Pro-Choice) und die Stärkung der Rechte derLGBT. Sie kritisierte denIrakkrieg und stimmte im Januar 2007 gegen die Pläne PräsidentGeorge W. Bushs, die Zahl der Truppen im Irak zu erhöhen.
Im September 2018 äußerte sie, der Nominierungsprozess für den umstrittenen Supreme-Court-KandidatenBrett Kavanaugh sei „nicht normal“.[6] Ihre Konfrontation mit Kavanaugh im Rahmen seiner Anhörung vor dem Justizausschuss des Senats Ende September 2018 wurde viel beachtet.[7]
Gemäß demBipartisan Index desLugar Centers, der angibt, wie überparteilich Kongressabgeordnete und Senatoren arbeiten, war Klobuchar im115. Kongress im oberen Mittelfeld. Von den für die Präsidentschaft kandidierenden amtierenden Senatoren schätzt das Lugar Center sie als die Überparteilichste ein.[8]
Gemeinsam mit den SenatorenBen Sasse,Cory Booker und dem RepublikanerTim Scott setzte sich Klobuchar besonders für die Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung von Arbeitskräften durch Kredite und Sparförderung ein und brachte zu diesem Zweck mehrere Gesetzentwürfe in die Kammern des Parlaments[9][10].
Innerhalb der Demokraten gilt Klobuchar als pragmatische Vertreterin derpolitischen Mitte.[11] In ihrem Wahlprogramm zur Präsidentschaftswahl 2020 befürwortete sie eine Abschaffung derTodesstrafe, die Legalisierung vonMarihuana und eine Erhöhung desMindestlohns auf 15 $.[12] Sie setzte sich für die Abschaffung vonStudiengebühren der ersten zwei Jahre an Colleges ein, sprach sich aber gegen gänzlich kostenfreie Hochschulbildung aus.[12] Sie ist für einen Ausbau vonerneuerbaren Energien[13] sowie derKernenergie und gegen Offshore-Drilling.[12] Klobuchar bekennt sich zumSecond Amendment,[14] befürwortet allerdings Hintergrundüberprüfungen bei Waffenkäufen (background checks) und ein Verbot halbautomatischer Waffen.[12]
Klobuchar lehnt zwar eine universelle Krankenversicherung (Medicare for all) ab, befürwortet aber eine Ausweitung der staatlichen Gesundheitsvorsorge.[12] Sie spricht sich für moderate Steuererhöhungen für Einkommensstarke bei gleichzeitiger Ablehnung einerVermögenssteuer, eine Abschaffung desElectoral College, ein Kürzen der Ausgaben für das Militär undStrafzölle bei gegebenem Anlass aus.[12] Sie ist eine Befürworterin des überarbeitetenNAFTA-AbkommensUSMCA.[12]
Klobuchar gehörte dem sechsköpfigenJoint Congressional Committee on Inaugural Ceremonies (JCCIC) bei derAmtseinführung von Joe Biden als 46. US-Präsident an.