Seborrhoische Keratose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet vonAlterswarze)
Zur Navigation springenZur Suche springen
Klassifikation nachICD-10
L82Seborrhoische Keratose
{{{02-BEZEICHNUNG}}}
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
Vorlage:Infobox ICD/Wartung{{{21BEZEICHNUNG}}}
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Dieseborrhoische Keratose (Synonyme:SeborrhoischeWarze,Alterswarze,Verruca seborrhoica,Basalzellpapillom) ist der häufigste gutartigeTumor der Haut. Die Häufigkeit seines Auftretens nimmt mit steigendem Alter zu. Fast alle Menschen entwickeln im Laufe des Lebens eine bis mehrere seborrhoische Keratosen, wobei beide Geschlechter gleich häufig betroffen sind.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

BeimBasalzellpapillom handelt es sich um altersbedingte Hautveränderungen. Ausgangszellen der Hautwucherung sindKeratinozyten in derBasalzellschicht der Epidermis. Eine familiäre Prädisposition wird angenommen. So wurden in vielen Basalzellpapillomen Mutationen in verschiedenen Onkogenen wie FGFR3, PIK3CA, KRAS, HRAS, EGFR, AKT1 nachgewiesen.[1] Passend zu dieser Mutationstheorie spielen Faktoren wieChemikalien oderUV-Strahlung in der Entstehung ebenfalls eine Rolle.[2]

Bezeichnungen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Von allen Bezeichnungen ist wohl Basalzellpapillom die zutreffendste, da sie die Genese der Erkrankung beinhaltet, nicht jedoch Unzutreffendes wie Warzen (Verrucae) oderSeborrhoea.

Klinisches Bild

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Basalzellpapillome am Rücken einer Person mitLeser-Trélat-Syndrom beiDarmkrebs

Am häufigsten tritt dieser Tumor im Gesicht, an den Vorderseiten der Arme, am Oberkörper und Handrücken auf. Das Basalzellpapillom[3] variiert stark in der Ausprägung. Farblich erscheint es zwischen hellen Brauntönen und schwarz. Meist ist es mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern bis zu 1 cm eher klein, kann in seltenen Fällen auch größer werden. Es weist stets eine scharfe Grenze zur umgebenden Haut auf und wächst exophytisch, soll heißen, über die Oberfläche hinaus. Diese ist matt, gefeldert oder in fortgeschrittenem Stadium zerklüftet und fühlt sich speckig, fettig, talgig an, woher das (irreführende) Adjektiv seborrhoisch bei der Namensgebung dieser Keratoseart rührt, obwohlSeborrhoea weder Ursache noch Begleiterscheinung des Basalzellpapilloms ist.

Histologie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Charakteristisch für diese Art der Hautveränderung ist einepapillomatöseEpithelproliferation in der Regel exophytischer, selten auch endophytischer Ausprägung. Bei großenAlterswarzen zeigen sich auchadenoide Proliferationen undhyperkeratotischePseudohornperlen.[4] Ferner weisen sie eine deutlichemelanozytäreHyperpigmentierung auf.

Differentialdiagnose

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Seborrhoische Warzen können mitBasaliomen undmalignen Melanomen verwechselt werden.

Therapie

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Eine Therapie ist nur dann erforderlich, wenn die Hautwucherung wegen äußererAnmutung oder ständiger mechanischerIrritation störend wird:

Diese Verfahren kommen nur dann infrage, wenn die Diagnose eindeutig ist. Eine vorherigeBiopsie mit feingeweblicher Untersuchung ist anzustreben.

Sonderformen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Prognose

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das Basalzellpapillom ist ein nicht entartender, daher gutartiger Tumor.

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Ingrid Moll, Ernst G. Jung (Hrsg.):Dermatologie. Duale Reihe. 5. Auflage. Thieme, Stuttgart 2003,ISBN 3-13-126685-6.

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Seborrheic keratosis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Ivelina Antonova Georgieva:Inzidenz von Somatischen onkogenen EGFR-, HRAS- und KRAS-Mutationen in seborrhoischen Keratosen. Regensburg 2014,S. 96 (uni-regensburg.de [PDF]). 
  2. Martin Röcken, Martin Schaller, Elke Sattler, Walter Burgdorf:Taschenatlas Dermatologie: Grundlagen, Diagnostik, Klinik. Georg Thieme Verlag, 2010,ISBN 978-3-13-162221-1 (google.at). 
  3. Verruca seborrhoica - P. Altmeyer - Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin. Abgerufen am 30. Mai 2017. 
  4. Basiskurs Dermatohistopathologie der ÖGDV, Punkt 93 (Memento desOriginals vom 8. Februar 2015 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wissenschaftundliteratur.net
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu denHinweis zu Gesundheitsthemen beachten!
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Seborrhoische_Keratose&oldid=254296039
Kategorien:
Versteckte Kategorie: