Ali ist eineFilmbiografie vonMichael Mann aus dem Jahr2001, die sowohl von den sportlich als auch den persönlich wichtigsten Lebensabschnitten des US-amerikanischenWeltklasseboxersMuhammad Ali (1942–2016) erzählt. Die Hauptrolle übernahmWill Smith, der dafür eineOscar-Nominierung bekam.
Der Film zeigt den sportlichen Aufstieg Muhammad Alis, der mit seinem ersten Gewinn derBox-Weltmeisterschaft im Schwergewicht gegenSonny Listonim Jahr 1964 begann, bis zum legendären BoxkampfRumble in the Jungle gegenGeorge Foreman, der 1974 inZaire stattfand.
Während dieser zehn ereignisreichsten und prägendsten Jahre im Leben des Boxchampions fand er zu seiner neuen Identität alsafroamerikanischerMuslim, der das Erbe derSklaverei abgeschüttelt hat. Am Anfang erfährt man von seinem Bezug zu dem Führer derBürgerrechtsbewegungMalcolm X und wie er sich von ihm distanzierte. Ali kämpfte erfolgreich gegen die Einberufung zumVietnamkrieg, was beinahe das Ende seiner Karriere bedeutet hätte. Vor allem aber ging er bis zum Äußersten, um sich im Kampf gegen seine Gegner durchzusetzen, die er stets auchverbal bekämpfte. So endet der Film nicht nur mit dem größten Triumph Muhammad Alis, sondern auch zum Zeitpunkt, da er zu einer weltweit bekannten Ikone des aufrichtig geführten Kampfs geworden ist. Auch wird auf sein gespaltenes Verhältnis zu Frauen eingegangen. Für seine erste sehr kurzentschlossen eingegangene Ehe forderte er, dass Sonji, die Braut, zum Islam konvertiert. Die Ehe scheitert jedoch, weil Sonji sich nicht an die von Ali geforderte islamische Kleiderordnung halten möchte. Der Film endet mit dem noch unentschiedenen „Kampf“ seiner eigens nach Zaire angereisten zweiten muslimischen Frau, die ihn nicht verlieren will, nachdem eine seiner Affären öffentlich geworden ist.
Der RegisseurMichael Mann wollte diese spezielle Biografie möglichst akkurat inszenieren, um nachgeborenen Generationen den Stellenwert Alis zu vergegenwärtigen. Dazu wurden viele Zeitzeugen beratend hinzugezogen, wurde möglichst an Originalschauplätzen gedreht, und der HauptdarstellerWill Smith, der sich anfangs nicht vorstellen konnte, je in die Rolle eines seiner Idole zu schlüpfen, musste ein mehrmonatiges Fitness-, Box- und Dialekttraining absolvieren, sich mit den Lehren des Koran vertraut machen und einiges an Körpermasse zulegen.
Am 29. Juli 2005 strahlteRTL II den Film in deutscherFree-TV-Premiere zurPrime Time aus. Den Film sahen 1,18 Millionen Zuschauer derwerberelevanten Zielgruppe, was einen Marktanteil von 13,4 Prozent bedeutet. Die Gesamtzuschaueranzahl betrug 1,64 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 7,40 Prozent.[3]
Golden Globes 2002
MTV Movie Awards 2002
Black Reel Awards 2001
Broadcast Film Critics Association
Phoenix Film Critics Society Awards
Chicago Film Critics Association Awards 2001
ESPY Awards
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes(Tomatometer) | 69 %[4] |
| Metacritic(Metascore) | 65/100[5] |
| Prädikat derFBW | besonders wertvoll[6] |
| AllMovie | |
| CinemaScore | B+[8] |
Ali erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischerAggregatoren widerspiegelt. So erfasstRotten Tomatoes mehrheitlich positive Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als „Frisch“ ein.[4] LautMetacritic fallen die Bewertungenim Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.[5] Es folgen einige repräsentative Pressestimmen:
„Die anfangs vielschichtige Annäherung an eine komplexe Persönlichkeit verflacht im Verlauf des überlangen Films und wird vor allem den politischen und weltanschaulichen Dimensionen im Leben Alis nicht ausreichend gerecht. Die minutiös im Detail nachinszenierten Boxkämpfe stehen wie Buchstützen zwischen verschiedenen Kapiteln einer Biografie, der es auch an filmischer Energie und Spontanität fehlt.“
„In der internationalen Kritik umstritten, schwanken die Aussagen zwischen ‚verschenkt‘ und ‚grandios‘. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.Ali ist mit Sicherheit kein schlechter Film, im Gegenteil, sogar ein guter, der trotzdem Schwächen offenbart, die aber durch die unbestreitbare optische Brillanz und starke Schauspiel-Leistungen wieder ins Lot gebracht werden.“
„Ali ist ein Film, der wenig erklärt, ein Film der Offenheiten und Leerstellen. Stattdessen ein Film, der etwas zeigt und erfahrbar macht. Ein großer Film über den Mann, der sich selbst ‚der Größte‘ nannte; ein Film, der bleiben wird.“