Aufgrund seiner multimedialen Möglichkeiten wurden Flash häufig genutzt, um Video- oder Sounddateien auszuliefern. Da diese Formate meist größere Datenvolumen beanspruchten, wurden in Flash sogenanntePreloader eingesetzt, die einen Teil oder den ganzen Filmzwischenspeichern konnten. Flash konnte Medieninhalte jedoch auchstreamen, sodass Medien gleichzeitig geladen und abgespielt werden konnten. Um Videos oder Sounddateien über das Internet zu streamen, wurde dasReal Time Messaging Protocol benutzt. Für hochauflösende Filme bot Flash ab Version 9.0 einenH.264-Codec an. Sounddateien konnten mit grundlegenden Funktionen bearbeitet oder über einen integrierten steuerbarenEqualizer wiedergegeben werden.
Adobe Flash fand als Bestandteil vonWebsites Anwendung, zum Beispiel alsIntro,Werbebanner, Menü, Spiel, alsVideoplayer oder als Basis der Website selbst. Zur Wiedergabe der im SWF-Dateiformat veröffentlichten Inhalte wurde eine Software benötigt, die üblicherweise mit Hilfe einerProgrammierschnittstelle (API) alsPlug-in in denWebbrowser aufgenommen wurde. Je nachPlattform waren dazu meist mehrere Webbrowser-Plugins verfügbar, jedoch war derproprietäre und kostenlos verfügbareAdobe Flash Player als nahezu Standard das am weitesten verbreitete Webbrowser-Plugin und für fast alle verbreiteten Desktop-Betriebssysteme erhältlich.
Im August 2020 wurde Flash laut Umfragen nur noch von 2,5 % aller Websites verwendet.[3]
DieAdobe Integrated Runtime (AIR) ermöglichte es, Flash zu „AIR“-Anwendungen mit integrierterLaufzeitumgebung zu bündeln, die wie Desktop-Programme installiert und ausgeführt wurden.AIR konkurrierte als plattformübergreifend verfügbare Laufzeitumgebung mit derJava Virtual Machine und mit klassischen Desktop-Anwendungen. Mit Adobe Integrated Runtime undApache Flex rückte neben Produktion und Wiedergabe von Website-Inhalten auch die Entwicklung vonRich Internet Applications und Anwendungen im Desktop-Internet-Gemischtbetrieb in den Vordergrund.
Mit Version 4 wurde Adobe Flash umActionScript und damit um eine Steuerungsmöglichkeit erweitert. Es erlaubte seitdem die Erstellung interaktiver Inhalte und die Programmierung browserbasierter Anwendungen. Diese Kombination ermöglichte interaktive Präsentationen, zum Beispiel Spiele oder Medien im Bereich desE-Learning undKugelpanoramen.
Die zuvor treffende Bezeichnung „Flash-Film“ für eine SWF-Datei gab diese neuen Entwicklungen im BereichSpiele oderRich Internet Applications nicht mehr ausreichend wieder.
Das Format erlaubte vielfältige Einsatzgebiete im Bereich des computergestützten Trainings, zum Beispiel die schematische Erläuterung eines Viertaktmotors. Flash wurde auch für multimedialeTutorials eingesetzt, bei denen Bildschirmaktivitäten aufgenommen wurden und anschließend mit Erläuterungen oder Untertiteln versehen werden konnten.
Flash bot Möglichkeiten, barrierefreie Inhalte zu erstellen. Ab der VersionMX 2004 wurde die Kompatibilität zu textbasierten Browsern stark verbessert. Auch Optionen für eine bessere Suchmaschinenindizierung waren vorhanden, etabliert hatte sich jedoch die Variante, Textinhalte aus einer XML-Datei zu laden und diese denWebcrawlern der Suchmaschinen außerhalb von Flash zur Verfügung zu stellen. Grafiken und Animationen wurden von Flash nicht textbasiert oder barrierefrei ausgegeben; gewöhnlich wurde hier eine sorgfältig bearbeitete Vertonung eingesetzt.
Eine64-Bit-Version wurde im November 2008 für Linux als Alpha-Version veröffentlicht, die jedoch noch nicht alle Features unterstützte. Im Februar 2009 wurde diese Version erneuert. Mit der Version 11.0 des Flash Players wurde erstmals eine finale native 64-Bit-Version für alle Betriebssysteme veröffentlicht.
Der Zugriff auf Flash-Inhalte mit Hilfe von Bildschirmleseprogrammen war nur unter Windows möglich.
Die Formate wurden im Internet auch zur Verbreitung von Flash-basiertenBrowsergames benutzt. DieseComputerspiele hatten sich mit mehreren Millionen Usern etabliert.[4] Bis zur Einführung der Version 11 waren diese Spiele hauptsächlich im 2D-Bereich angesiedelt und reizten die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten mit Sound, Raster- und Vektorgrafiken, und den Eingabemöglichkeiten über Tastatur und Maus, seltener auch Mikrofone undWebcam aus.
Seit der Einführung der Version 11 des Flash Players integrierte die Plattform die Stage3D-API (Codename „Molehill“), mit der sich dreidimensionale Inhalte in Flash darstellen ließen. 3D-Präsentationen wurden hardwarebeschleunigt überDirectX (Windows) oderOpenGL (Linux), oder in Software ausgeführt.Flash-Spielen imVollbildmodus standen nur ein sehr eingeschränkter Funktionsumfang der Tastatur zur Verfügung, die lediglich die Pfeiltasten und die Leertaste umfassten. Diese Beschränkung hatte Adobe Flash aus Sicherheitsgründen eingeführt. Die Stage3D-API stand ebenfalls in Konkurrenz zu dem offenen StandardWebGL.
Mit der Version 11.8 wurde die Stage3D-API um Touchscreenfunktionen erweitert, sodass sich 3D-Browsergames auch auf Handys oder Tablets spielen ließen.[5]
Das KürzelSWF stand ursprünglich fürShockwaveFlash und wurde später zuSmallWebFormat umbenannt, um Verwechslungen mitShockwave zu vermeiden.[6][7] Unter dem Namen Shockwave vermarktete der damalige HerstellerMacromedia nicht nurFlash, sondern auch eine um 3D-Funktionen, eine objektorientierte Sprache und um andere Features erweiterte Variante, die mitAdobe Director produziert werden konnte. Während das „Shockwave“-Format von Anfang an für eine rechenintensive Nutzung konzipiert war, sollte mit dem WebbrowserpluginFlash ein Präsentationsformat geschaffen werden, das der Universalität des Internets in Bezug auf Hardwareausstattung und Bandbreite entsprach.
Dasproprietäre SWF-Format war das Format, in dem jedes Flash-basierte Projekt ausgeliefert wurde, und enthielt die fertige Produktion in komprimierter, binärer Form. Die Spezifikation dieses Formates wurde von Adobe veröffentlicht,[8] ist jedoch keinoffener Standard. SWF-Daten waren auch Teile von AIR-Anwendungen, die auf dem Betriebssystem ausgeführt wurden, und das Ausgabeformat für Projekte inApache Flex.
Bis zuletzt stützte sich das SWF-Format auf selbstbeschriebeneVektorgrafiken und Animationen, konnte schließlich jedoch auch die gebräuchlichstenRastergrafik-Bildformate wieJPG oderPNG und Videoformate wieMOV,AVI oderMPEG integrieren. Ebenfalls verwendet wurdenAudioformate wieWAV oderMP3. Der Einsatz vonFlash als Basis fürMedia Player im Internet ging vonAdobes entwickeltemFlash-Video-Format aus und ermöglichte die qualitativ höherwertige Übertragung von Videoclips in Flash und später auch die Übertragung inHigh Definition durch denH.264-Standard. Die Video-Erweiterung vonHTML5 wurde geschaffen, um Videos imWorld Wide Web auf einen offenen, frei zugänglichen Standard zu stützen, und konkurriert mit Adobe Flash als eingesetzte Plattform für das Abspielen von Videoclips.
Zahlreiche Programme konnten SWF-Dateien erzeugen.
Die mit dem AutorenwerkzeugAdobe Flash erstelltenQuelldateien (FLA-Dateien) wurden in SWF-Dateienkompiliert (übersetzt) und dabei auf Wunschkomprimiert, um anschließend auf einenWebserver abgelegt zu werden. Die kompilierten SWF-Dateien wurden beim Endbenutzer imWebbrowser geladen und durch denFlash Player angezeigt. Sie konnten in dieser Form nicht mehr einfach verändert werden.
DerAdobe Flash Builder und die quelloffene AlternativeFlashDevelop erzeugten mit Hilfe desFlex-SDK SWF-Dateien für Anwendungen, die zu einem überwiegenden Teil programmiert wurden.FlashDevelop beherrschte auch die Kompilierung vonHaxe-Projekten. DerFlash Builder bot die Erstellung von Flash-, Flex- und AIR-Anwendungen an, die ausschließlich mit ActionScript programmiert wurden, und bot zusätzlich einenGUI-Designer für Flex- und AIR-Anwendungen.
SWF-Dateien konnten auch durch die PrototypsoftwareFlash Catalyst erzeugt werden.
DerFlash Player war eine ursprünglich von Macromedia entwickelte und von Adobe übernommene Softwarekomponente. Mit der EntwicklungsumgebungAdobe Flash erzeugte SWF-Dateien wurden mit demFlash Player in Browsern und auf Betriebssystemen in einer separat ausführbaren Programmdatei dargestellt, demProjektor. Browser banden denFlash Player alsAdd-on ein, z. B. beimInternet Explorer durchActiveX. DerFlash Player selbst war jedoch separat auf dem Betriebssystem installiert. Der unter Windows allein ausführbare Flash Player war wiederum in der Lage, aus geöffneten SWF-Dateien ausführbare Dateien zu erstellen, die als Projektordatei ohne zusätzliche Installation des Flash Players auf dem Betriebssystem lauffähig waren.
Unter Windows handelte es sich bei den verschiedenen Browsern um die gleiche Komponentendatei.Flash unterlag generell nicht den für Browser üblichen Abweichungen in den Standards und wurde auf allen Systemen gleich dargestellt, sofern die Hardwarekonfiguration dies nicht z. B. durch eine geringe Farbtiefe des Monitors beschränkte. Sofern die verwendeten Schriftarten es zuließen, konnten sie beimAuthoring des Flashfilms zusätzlich eingebettet werden, sodass auch die Textdarstellung nicht von den Schriftarten abhängig war, die auf dem Endsystem installiert waren. Für Entwickler gab es eine spezielle Version desFlash Players, der sich unterbrechen ließ, um SWF-Inhaltedebuggen zu können.
Zur Darstellung von Flash-Inhalten auf mobilen Geräten (Tablets,Mobiltelefone usw.) gab es denFlash Lite-Player. Dieser Player verursachte eine geringere Prozessorlast, reduzierte die Inhalte aber auch auf wesentliche Bestandteile.
Ohne besondere Programmierung passt sich der im Flash Player wiedergegebene Film der gegebenen Größe an. Inhalte wurden im relativen Verhältnis zur Auflösung des Films mitskaliert, wodurch bei der Darstellung von Bitmaps Qualitätseinbußen sichtbar werden konnten. Das Seitenverhältnis derBühne wurde stets beibehalten. Ein Flash-Film konnte jedoch auch so programmiert werden, dass sich die Inhalte im Film ohne Skalierung auf der größeren Fläche neu verteilen. Flex-Anwendungen, die im Flash Player ausgeführt wurden, skalierten Komponenten mit einer relativen Höhen- und Breitenangabe im Verhältnis zur Auflösung des Flash Players. Ein weiteres Feature war dasneunteilige Segmentraster, das die proportionierte Skalierung von Bitmaps ermöglicht.[9]
Die Skalierung von Flash-Filmen hatte neue Bedeutung erhalten, seitdem Flash-Filme die Möglichkeit zur Vollbilddarstellung, also der Wiedergabe über den gesamten Bildschirm, boten.
Bei Verwendung vonHTML/CSS/JavaScript ist der Entwickler darauf angewiesen, dass der Webbrowser des Nutzers die verwendeten Elemente unterstützt, fehlerfrei interpretiert und richtig darstellt. Dies führt oft dazu, dass Webseiten in verschiedenen Browsern und bei verschiedenen Einstellungen unterschiedlich angezeigt werden. Dies macht umfangreiche Tests nötig, in denen der Webdesigner seine Seiten in verschiedenen Browsern unter verschiedenen Betriebssystemen und mit unterschiedlichen Einstellungen testen muss.
Im Gegensatz dazu spielten beim proprietären Flash-Format Alternativen zum Adobe Flash Player praktisch keine Rolle. Damit war die Umsetzung des ohnehin exakter definierten Formats praktisch immer gleich. Dies ermöglichte präzises Layout (pixelgenau, inklusive Einbettung von Schriften, Effekten usw.) nach den Vorstellungen des Autors.
Umgekehrt hatte dies zum Nachteil, dass viele Flashseiten nur für eine bestimmte Bildschirmgröße konzipiert wurden und auf kleinen Bildschirmen nahezu unbenutzbar wurden. Flash bot jedoch (ähnlich wie die verschiedenen Mediatypen in CSS) die Möglichkeit, für verschiedene Gerätetypen (Computer, Handy, Fernseher usw.) verschiedene, für das jeweilige Ausgabemedium optimierte Versionen der Flash-Inhalte anzubieten.
Unter Windows wurde mindestens ab Version 11 die AntivirussoftwareMcAfee Security Scan Plus automatisch mitinstalliert, wenn diese Option nicht vor dem Herunterladen explizit abgewählt wurde.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 11.2.202.644
8. Nov. 2016
Version fürFirefox unter Linux mitNPAPI („Netscape-Plugin“-API); Browser mitPPAPI („Pepper-Plugin“-API) siehe Version 19 ff.
11.7 / ESR
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 11.7.700.279
28. Apr. 2014
Letzte Version des (seit Juli 2013 als ESR fungierenden)[11]Extended Support Release-Zweiges bis zur Ablösung durch Version 13 im Mai 2014.[12]
Adobe Flash 12
12.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 12.0.0.77
11. März 2014
Adobe Flash 13
13.0 / ESR
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 13.0.0.309
16. Juli 2015
Letzte Version des (seit April 2013 verfügbaren, seit Mai 2014 als ESR fungierenden)[12]Extended Support Release-Zweiges bis zur Ablösung durch Version 18 im Oktober 2015.
13.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 13.0.0.244
9. Sep. 2014
Version 13.0.0.201 wurde nur für Mac veröffentlicht.
Adobe Flash 14
14.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 14.0.0.176
12. Aug. 2014
Letzte 14er-Version für Internet Explorer unter Windows.
14.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 14.0.0.179
12. Aug. 2014
Letzte 14er-Version für Firefox, Opera, Chrome etc. unter Windows und OS X.
Adobe Flash 15
15.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 15.0.0.246
9. Dez. 2014
Letzte 15er-Version für Internet Explorer unter Windows sowie für Firefox, Opera, Chrome etc. unter Windows und OS X.
Adobe Flash 16
16.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 16.0.0.305
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 18.0.0.343
7. Apr. 2016
Letzte Version des alsExtended Support Release fungierenden Zweiges mitNPAPI („Netscape-Plugin“-API) fürInternet Explorer sowie fürFirefox, Opera 12.17 etc. unter Windows und OS X; unterstützt nicht die neuesten Versionen derChromium-basierten Browser mitPPAPI („Pepper-Plugin“-API)
Adobe Flash 19
19.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 19.0.0.245
10. Nov. 2015
Letzte 19er-Version für Internet Explorer sowie für Firefox, Opera 15 ff., Chrome etc. unter Windows und OS X; notwendig fürChrome,Opera 15 ff. undVivaldi, auch unter Linux, wegen Aufgabe derNPAPI unter Chromium
Adobe Flash 20
20.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 20.0.0.306
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 22.0.0.209
12. Juli 2016
Letzte 22er-Version für die Browser Internet Explorer (ab Version 8.0) bzw.Microsoft Edge, Firefox, Chrome oder Opera unter Windows und OS X sowie Safari. FürVivaldi kann die Version für Chrome/Opera verwendet werden.
Adobe Flash 23
23.0
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 23.0.0.207
Der HerstellerAdobe forderte bei der Installation die Zustimmung per Mausklick („Vertrag durch Handlung“) zu denLizenzbedingungen. Diese wurden mittels einerURL zu einer PDF-Datei unter anderem in deutscher Sprache veröffentlicht. Das SystemFlash bestand im Wesentlichen aus zwei Teilen: Dem kostenpflichtige Autorensystem zum Erstellen von Flash-Animationen und dem kostenlosen Wiedergabeteil auf dem jeweiligen Endkundensystem, demFlash Player.
Aufgrund seiner hohen Verbreitung war der Flash Player ein beliebtes Ziel vonCyberkriminellen. In den letzten Jahren seiner Existenz wurden immer wieder z. T. gravierende Sicherheitslücken im Adobe Flash Player gefunden, die dann mittels Sicherheitsupdates geschlossen wurden.
Anfang 2015 wurden zweimal in Folge Schwachstellen bekannt, ohne dass seitens des Herstellers ein entsprechenderPatch verfügbar war. Das Risiko wurde dabei so hoch eingeschätzt, dass verschiedene Medien undBrowserhersteller zur sofortigen Deaktivierung des Flash Players rieten bzw. diesen automatisch ausschalteten.[22][23]
Anlässlich der Einstellung der Weiterentwicklung 2020 riet dieStiftung Warentest zur Deinstallation des Flash Players. Warentest resümierte, die immer neuen Sicherheitslücken hätten den Flash Player in Verruf gebracht.[24]
1992: Aus dem Zusammenschluss der FirmenMacroMind undAuthorware entstand das SoftwareunternehmenMacromedia mit Sitz inSan Francisco.
1995: Es kam zur Übernahme derAldus Corporation, die unter anderem dieDTP-SoftwarePageMaker und das GrafikprogrammFreeHand entwickelt hatte. Die FirmaFutureWave ausSan Diego veröffentlichte das vektorbasierte IllustrationsprogrammSmartSketch und ein entsprechendes Plugin, um das Format namensSplash (SPL) im Browser darzustellen. Der Player selbst trug den NamenFutureSplash.
1996: Auf der Grundlage von SmartSketch entwickelte FutureWave das AnimationsprogrammFutureSplash-Animator, den Vorläufer von Flash. Macromedia übernahm noch im selben Jahr die Firma FutureWave. Die Produkte FutureSplash-Animator und der Player wurden unter dem NamenFlash undShockwave Flash Player weiterentwickelt.
1997: Flash Version 1 wurde von Macromedia veröffentlicht. Der Shockwave Flash Player wurde entsprechend mitgeliefert. Die Einbindung vonAudio- undRastergrafikformaten wurde integriert. Noch im selben Jahr erschien die Flash-Version 2 und ein erweiterter Shockwave Flash Player. Die Rastergrafikeinbindung wurde wesentlich verbessert, und dem Entwickler standen neue Aktionen zur Verfügung. Mit diesen ließen sich einfache Interaktionen umsetzen.
1998: Flash Version 3 wurde veröffentlicht und enthielt bereits einen erweiterten Befehlssatz. Die Interaktionsmöglichkeiten wurden gegenüber den Versionen 1 und 2 stark erweitert. Nun ließen sich Aktionen auf Schlüsselbilder und Bilder zuweisen. Zusätzlich wurde das Testen von Flash-Projekten während der Entwicklungsphase durch den in die Entwicklungsumgebung integrierten Player wesentlich erleichtert.
1999: Die in diesem Jahr veröffentlichte Flash Version 4 enthielt weitgehende Verbesserungen der nun integriertenProgrammierspracheActionScript; es wurden Kontrollstrukturen wiebedingte Anweisungen und Verzweigungen undSchleifen implementiert und damit die Anwendungsmöglichkeiten erweitert; Erste Spiele sowie Anwendungen fürE-Learning oder Verarbeitung und Darstellung vonPoint-of-Interest-Daten wurden entwickelt. Die Implementierung von Eingabefeldern ermöglichte es, Formulare zu erstellen und die eingegebenen Daten überCGI zu verarbeiten, um zum Beispiel Webseiten dynamisch zu generieren.
2000: Im Sommer veröffentlichte Macromedia die Version 5. ActionScript wurde in dieser Version stark verändert und an denECMAScript-Standard angepasst, auf demJavaScript aufbaut. Dadurch soll Entwicklern, die mit anderen Programmiersprachen zu tun hatten, der Einstieg in ActionScript erleichtert werden. Neue Objekte erleichtern die Integration externer Formate, darunterXML. Zusätzliche Hilfsmittel wie derDebugger erleichterten die Fehlersuche in Flash-Projekten.
2002: Im März erschien Flash MX (Version 6). Diese Version hatte eine umfangreichere Funktionsbibliothek. Bemerkenswert ist insbesondere die neue Zeichnen-API, die die Erstellung dynamischer Formen erlaubte. Weiterhin enthielt diese Version einenVideocodec und Unterstützung fürUnicode. ActionScript entsprach noch mehr dem ECMAScript-Standard. Zusätzlich wurde das Objekt- und Ereignismodell erweitert.
2003: Im Oktober erschien Flash MX 2004 und damit ActionScript 2.0. Die integrierte Programmiersprache wurde in Version 1.0 (objektbasiert) und 2.0 (objektorientiert) geteilt. Darüber hinaus ließ sich die Flash-API mit Hilfe von Flash-JavaScript komfortabler erweitern und auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Eine weitere Neuerung stellte die Integration zweier neuer Arbeitsweisen dar, Bildschirm- und Formularanwendungen waren in Flash realisierbar.
2004: Ende Juli erschien dieAktualisierung von Flash MX 2004 7.1.1 auf 7.2. In dieser Version wurden Stabilitätsprobleme behoben und die Leistung verbessert.
2005: Adobe übernahm Macromedia für 3,4 MilliardenUS-Dollar. Mitte Juni stellte Adobe dann die „Flash Plattform“ vor, die vor allem Unternehmenskunden adressierte. Am 8. August wurde sie zusammen mit „Studio 8“ Flash Professional 8 vorgestellt. Die deutschsprachige Version wurde im September veröffentlicht, ebenso wie der neue Flash Player 8. Zu den Neuerungen in Flash 8 gehörten: die Möglichkeit Rastergrafiken(bitmaps) zu erzeugen oder zu verändern, Filter wie GaußscherWeichzeichner, Schlagschatten oder Verzerrung, Blending-Modes wie inPhotoshop, Dateiupload, eine neue Text-Engine namens FlashType, Bitmap-Caching, einstellbares Easing, ein neuer Videocodec mitAlphakanal-Unterstützung (On2 VP6), ein stand-alone Video-Encoder mitStapelverarbeitung, sowie eine verbesserte Programmoberfläche. Am 3. Dezember 2005 schloss Adobe dieAkquisition von Macromedia ab. Zunächst führt Adobe die BezeichnungMacromedia Flash für die Produkte weiter. Mit den nächsten Produktzyklen wurden alle Produkte in das Adobe-Namensschema überführt, weshalb die Technologie dannAdobe Flash hieß.
2006: Am 27. Juni 2006 erschien der Adobe Flash Player 9 für Windows und Mac OS X. Er enthielt Anpassungen für eine bessere Integration inAdobe Flex 2. Die neue ActionScript-Version 3.0 enthielt E4X und damit eine weitergehende Unterstützung für XML. Die Ausführung der Skripte wurde durch die Einführung einesJust-in-time-Compilers beschleunigt.
2007: Am 17. Januar 2007 wurde die Version 9 des Adobe Flash Players für Linux veröffentlicht. Seit 5. Mai 2007 war die nächste Programmversion erhältlich, die den Namen Adobe Flash CS3 trägt. CS steht fürCreativeSuite und ließ Importe aus Adobe Photoshop undAdobe Illustrator zu.
2008: Adobe legt die Spezifikation für Flash offen.[26] Damit war es möglich, dass Suchmaschinen Flash-Dateien komplett durchsuchen können.[27] Mitte Oktober erschien zusammen mit Adobe Flash CS4 der Flash Player 10.[28]
2010: Am 12. April 2010 erschien Adobe Flash CS5 (deutsche Version) für Windows und Mac.[29] Am 10. Juni 2010 erschien der Flash Player 10.1, der einige Verbesserungen im Bereich Leistung und Stabilität brachte und im Rahmen des Open Screen Project für verschiedenemobile Betriebssysteme verfügbar war.
2011: Am 10. April 2011 erschien Adobe Flash CS5.5 für Windows und Mac. Es erschienen 2011 der Adobe Flash Player 10.2 und 10.3. Am 4. Oktober erschien der Flash Player 11, der erstmals eine Version mit nativer 64-Bit-Unterstützung mit sich brachte und die API Stage3D beinhaltete. Am 9. November kündigt Adobe an, die Weiterentwicklung des Flash Players für mobile Endgeräte einzustellen und sich stattdessen auf die Entwicklung des Flash Players für Desktop-Systeme und der Air-Plattform für Mobilgeräte zu konzentrieren.[30]
2012: Am 22. Februar 2012 kündigte Adobe an, künftige Versionen des Flash Players unter Linux ausschließlich für den Browser Chrome des Adobe-Partners Google anzubieten.[31]
Am 23. April 2012 veröffentlichte AdobeFlash CS6 Professional als Teil derCreative Suite 6. Das Programm unterstützte u. a. auch die Entwicklung von Assets für HTML5 und sollte zukünftig vermehrt über ein Abonnementsmodell (die sogenannteAdobe Creative Cloud) vertrieben werden.[32] Seit der Flash-Version 11.2 wurden unter Linux keinex86-Prozessoren mit fehlenderSSE2-Befehlssatzunterstützung von Flash mehr unterstützt.[33] Im Juni 2012 wurde bekannt, dass ab dem 15. August 2012 der Flash Player fürAndroid nicht mehr überGoogle Play erhältlich sein wird, bestehende Installationen aber weiterhin mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Wie bereits 2011 angekündigt, verzichtete Adobe auf die Anpassung des Flash Players an kommende Android-Versionen.[34]
2015: Ende 2015 gab Adobe bekannt, dass die Software „Flash Professional“ zur Erstellung von Flash-Inhalten nun unter dem neuen Namen „Animate CC“ vermarktet wird. Das Programm sollte weiterhin das SWF-Format unterstützen.[35] Trotzdem wurde dieser Schritt von manchen Medien als das „Ende“ dieser Technologie interpretiert.[36]
2016: Am 31. August 2016 kündigte Adobe an, den Flash Player für Browser mitNPAPI („Netscape-Plugin“-API) (u. a. Firefox) unter Linux wieder mit dem Hauptentwicklungszweig (Windows, Mac) zusammenzuführen, jedoch unter Aussparung einiger neuerer Features. Der Support dieser Programmversion wurde also nicht wie vormals von Adobe geplant 2017 beendet. Damit sollte der Linux-Community entgegengekommen und die Programmsicherheit verbessert werden.[37]
2017: Am 25. Juli 2017 gab Adobe das Ende des Flash-Players für 2020 bekannt. Der Flash-Player wird ab 2021 nicht mehr weiterentwickelt und verteilt werden. Als Alternativen gibt AdobeHTML5,WebGL undWebAssembly an.[38]
2020: Adobe beendete die Verteilung und Aktualisierung von Flash Player am 31. Dezember 2020.[39]
Ursprünglich war die gleichnamigeproprietäreAutorensoftwareAdobe Flash die einzigeintegrierte Entwicklungsumgebung für das Erstellen und Kompilieren jeglicher Flash-Inhalte. Später wurde jedoch vomUS-amerikanischen Softwareunternehmen Adobe selbst, von Drittherstellern oder von der unabhängigen Open-Source-Community eine Vielzahl von Programmen veröffentlicht, die die Erstellung von Flash-Inhalten ermöglichten.
Nach einer erneuten Anpassung der Nutzungsbestimmungen durchApple durften auchApps mit Editoren generiert werden, die nicht von Apple stammten. Die seit längerem zur Verfügung stehende Erweiterung für Adobe Flash, Anwendungen füriOS zu exportieren, wurde seitdem wieder von Adobe weiterentwickelt und stand im Authoring-Tool zur Verfügung.
Die SkriptsprachePHP enthielt das ModulMing zur Generierung von SWF-Dateien mit einfachen Animationen.
Auch verschiedene alternative Wiedergabe-Programme verarbeiteten das SWF-Format – zumeist jedoch jeweils ältere SWF-Versionen, da Teile der zu verarbeitenden Dateiformate urheberrechtlich geschützt waren.
Der offene StandardScalable Vector Graphics (SVG), der teilweise ähnliche Anwendungsfelder wie Flash abdeckt, wird seit etwa 2010 von den meisten Browsern unterstützt. DerInternet Explorer unterstützt SVG ab Version 9 (eingeführt am 15. März 2011). Die SoftwareGordon kann z. B. SWF-Dateien mit JavaScript inSVG konvertieren und erlaubt das Abspielen von Flash-Animationen mit den eingebauten Funktionen eines Browsers.[41]
Standards im Web für die Darstellung animierter Inhalte gewinnen durch die zunehmende Verbreitung vonJavaScript-Bibliotheken wiejQuery und die Einführung des<canvas> Elementes inHTML5 sowie der entsprechenden Programmierschnittstelle als Alternativen an Bedeutung. MitWebGL besteht ein offener Standard zur hardwarebeschleunigten Darstellung von 2D- und 3D-Grafiken ohne zusätzliche Plugins.