Abos liegt circa 20 Kilometer nördlich vonPau. Umgeben wird Abos von den NachbargemeindenBésingrand im Norden,Tarsacq im Osten,Parbayse im Südwesten sowiePardies im Westen.
Abos liegt im Einzugsgebiet des FlussesAdour am linken Ufer desGave de Pau und an seinen ZuflüssenBayse undJuscle sowie am ehemaligenCanal du Moulin und seinem Zufluss, dem BachArrious.[2]
EinSteinbeil aus derJungsteinzeit, datiert auf ca. 3500–2500 v. Chr. und ein Bronzebeil aus derBronzezeit, datiert auf 1800 v. Chr., belegen die Gegenwart von Menschen in prähistorischer Zeit. Ein Fund von 162 Geldmünzen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. beweist die Besiedlung in dergallorömischen Zeit.
Der NameAbos wird in Schriftstücken oder auf Karten seit dem 12. Jahrhundert erwähnt, teilweise in Variationen, z. B. alsAbossium im Jahre 1345. Im Jahre 1385 wurde festgehalten, dass die Ortschaft 46 Haushalte zählte, darunter einSchmied, einWeber und einWachszieher, die sich um die Kirche und das Wohnhaus desLehnsherrn gruppierten. Das Lehnsgut und zweiLaienklöster bestanden bis zum 17. Jahrhundert.[3]
Die Kirche, gewidmetJohannes dem Täufer, war ursprünglich ein Holzbau aus dem 14. Jahrhundert auf alten Fundamenten. Um 1735 befand man die Eingänge als zu schmal und verdoppelte ihre Anzahl. Von 1860 bis 1885 erfuhr die Kirche einen umfangreichen Umbau. ZweiSeitenschiffe wurden gebaut, um den Bau zu verstärken, nachdem das alte Seitenschiff eingestürzt war und sich die Kirche als zu klein erwiesen hatte. Eine Sakristei wurde hinzugefügt. Der italienische MalerFortuni verzierte den Innenraum.[6][3]
Bis zum 17. Jahrhundert bestanden gleich zwei Laienklöster in Abos. Das Gebäude eines der Klöster unweit der Kirche hat sich bis heute erhalten. Der SchriftstellerCharles de Bordeu (1857–1926) bewohnte das Landhaus und empfing dort seine Freunde, insbesondere den DichterFrancis Jammes.[3]
Die KircheSaint-André besitzt auch eine kleine romanische Kirche, demApostel Andreas gewidmet. Sie ist im 11. oder 12. Jahrhundert aus einem einzelnen Kirchenschiff erbaut, während der Religionskriege 1569 vonGabriel de Lorges in Brand gesteckt worden. Wiederhergestellt wurde sie im 18. Jahrhundert und erneut restauriert um 1821.[6]
Auf einer nahe gelegenen Anhöhe, genannt „Castet d’Abos“, ist eine weitläufigeWallanlage zu erkennen. Keramikreste und Scherben vonAmphoren weisen auf eine Besiedlung zumindest während derrömischen Zeit hin. Im 16. oder 17. Jahrhundert wurde ein Gebäude, „Chateau“ genannt, auf dem Gelände errichtet, welches während des 17. Jahrhunderts vonPierre de Marca (1595–1662) bewohnt war. Pierre de Marca war Erzbischof vonToulouse, später vonParis, Präsident des Parlaments von Navarra in Pau und Historiker desBéarn. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg fanden Widerstandskämpfer im „Schloss“ und auf dem Gelände eine Zuflucht. Ein Weingut baut heute auf dem Gelände einJurançon an.[3]
Die Wirtschaft wird in erster Linie von der Landwirtschaft bestimmt, u. a. durch Viehzucht, Anbau von Mais und Wein. Die Gemeinde liegt in den ZonenAOC der WeinbaugebieteJurançon undBéarn und desOssau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch.[3][8]
Abos ist angeschlossen an dieRoutes départementales 2 und 33 und über Linien des BusnetzesTransports 64 mit anderen Gemeinden des Départements verbunden.