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Abaco (Bahamas)

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Abaco
Leuchtturm bei Hope Town
Leuchtturm bei Hope Town
GewässerAtlantischer Ozean
ArchipelBahamas
Geographische Lage26° 28′ N,77° 5′ W26.466666666667-77.083333333333Koordinaten:26° 28′ N,77° 5′ W
Abaco (Bahamas) (Bahamas)
Abaco (Bahamas) (Bahamas)
Anzahl der Inselnetwa 15
HauptinselGreat Abaco
Gesamte Landfläche1.681 km²dep1
Einwohner17.224(2010)
Distrikte von Abaco
Distrikte von Abaco

DieAbaco-Inseln sind eineInselgruppe im Norden derBahamas.

Geographie

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Die Abaco-Inseln sind die zweitgrößte Inselgruppe der Bahamas.[1] Zu ihnen zählen neben den beidenHauptinselnGreat Abaco undLittle Abaco zahlreiche kleinere Inseln wieWood Cay,Green Turtle Cay,Great Guana Cay,Castaway Cay (früher: Gorda Cay),Elbow Cay,Man-o-War Cay,Stranger’s Cay,Umbrella Cay,Walker’s Cay undMoore’s Island.

Geschichte

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Die Ureinwohner von Abaco waren die aus denTaíno hervorgegangenen Lucaya-Indianer,[2] die hier wohl um das 10. Jahrhundert erste dauerhafte Siedlungen errichteten.[3] Die Lucaya nannten die InselnHabacoa.[4] Nach derEntdeckung Amerikas 1492 durch dasspanische Kolonialreich wurden sieversklavt und zur Arbeit in den Zuckerrohrplantage und GoldminenHispaniolas gezwungen, später auch zumPerlentauchen aufCubagua.[5] Innerhalb von fünf Jahrzehnten waren sie ausgestorben.[4]

1625 versuchtenFranzosen vergeblich, die Insel zukolonisieren.[4]

Während derAmerikanischen Revolution diente Abaco ebenso wieCat Island als „sicherer Hafen“ für die britischenLoyalisten auf der Flucht aus den neuen unabhängigenVereinigten Staaten. AufGreen Turtle Cay gründeten sie wahrscheinlich in den 1770er-Jahren die SiedlungNew Plymouth.[6] Die erste Siedlung auf der Hauptinsel wurde im Jahr 1783 von 600 Flüchtlingen ausNew York am nördlichen Ende vonTreasure Cay gegründet. Sie wurde nach dem britischen General in NordamerikaSir Guy CarletonCarleton Point genannt. Zwei Jahre später wurde die Siedlung von einemHurrikan getroffen und in der Folge wurde sie aufgegeben.[7] Die Siedler zogen nach Süden, gründetenMarsh Harbour und besiedelten weitere Orte an der Küste der Hauptinseln und kleinereCays.[8]

Die Zahl der Einwohner wuchs rasch auf etwa 2000 an, die anfänglich erfolgreichBaumwolle anbauten. Als jedoch die Erträge nach wenigen Jahren aufgrund von Schädlingen und Nachlassen der Bodenfruchtbarkeit zurückgingen, wanderten viele Sieder wieder ab und nur etwa 400 blieben auf den Inseln zurück. Wirtschaftliche Grundlage waren nun dieFischerei, derSchiffbau und dieBergung von Fracht verunglückter Schiffe. Während des US-amerikanischenSezessionskriegs in den 1860er-Jahren profitierten die Einwohner vonSchmugglern undkonföderiertenBlockadebrechern, die ihre Schiffe in den Buchten vor der Marine derUnionsstaaten versteckten. Das Ende des Krieges läutete eineRezession auf Abacos ein. Während der Zeit derProhibition in den Vereinigten Staaten beteiligten sich die Einwohner der Insel am gewinnbringenden Alkoholschmuggel.[9]

Am 1. September 2019 wurden die Abaco-Inseln vomKategorie-5-HurrikanDorian getroffen. Dabei wurden etwa 90 Prozent der Häuser und Infrastruktur auf der Insel zerstört.[10]

Bevölkerung

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Die Gesamtbevölkerung derAbaco-Inseln zählt rund 17.200 Personen, davon sind über 4.400Haitianer.[11] Das administrative und wirtschaftliche Zentrum istMarsh Harbour.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Ursprünglich waren die bedeutendsten Wirtschaftszweige auf AbacoSchiffbau undFischerei, mittlerweile dominiertTourismus und der Anbau vonZitrusfrüchten.[12]

Die Inseln sind ein bekannter Ausgangspunkt für Segelaktivitäten auf den Bahamas und ein Tourismuszentrum. Der rot-weiß gestreifteLeuchtturm auf Elbow Cay bei Hope Town ist eine bekannte lokale Sehenswürdigkeit.

Weblinks

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Commons: Abaco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Abaco – Reiseführer
Wikisource Wikisource: Abaco – Artikel der 4. Auflage von Meyers Konversations-Lexikon

Einzelnachweise

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  1. Abaco: Island Information. Website der bahamaischen Regierung. Abgerufen am 9. September 2019 (englisch).
  2. Jeffrey P. Blick:The Bahamas and the Turks and Caicos Islands. In: Basil A. Reid, R. Grant Gilmore (Hrsg.):Encyclopedia of Caribbean Archaeology. University Press of Florida, 2017, S. 58,online auf issuu.com (englisch).
  3. Prehistory of the Bahamas/TCI. Stone interchanges within the Bahama archipelago – University of Oxford. Abgerufen am 9. September 2019 (englisch).
  4. abcGaylord Dold:The Bahamas. Rough Guides, London/New York City 2003,ISBN 1-85828-828-2, S. 132 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, englisch).
  5. Sandra Riley:Homeward Bound: A History of the Bahama Islands to 1850 with a Definitive Study of Abaco in the American Loyalist Plantation Period. 4. Auflage. Riley Hall, Miami 2000,ISBN 0-9665310-2-7, S. 16–19 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, englisch).
  6. Greyson Beights:Abaco History. (Memento desOriginals vom 5. September 2019 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.theabaconian.com In:theabaconian.com, 22. Juni 2018, abgerufen am 13. September 2019 (englisch).
  7. Carleton Point. Website des bahamaischem Tourismusministeriums. Abgerufen am 9. September 2019 (englisch).
  8. Abaco. Bahamas National Trust. Abgerufen am 13. September 2019 (englisch).
  9. Local History of Treasure Cay & the Abacos. In:bahamabeachclub.com, abgerufen am 13. September 2019 (englisch).
  10. Hurricane Dorian: WFP Support to the NEMA/CDEMA-led humanitarian response in the Bahamas Situation Report #03, 10 September 2019.WFP in:reliefweb.int. 10. September, abgerufen am 12. September 2019 (englisch).
  11. Abaco 2010 Census of Population and Housing. Regierung der Bahamas, 2013, S. 39. Abgerufen am 13. September 2019 (PDF; 14,1 MB; englisch).
  12. Abaco. In:britannica.com. Abgerufen am 7. September 2019 (englisch).
Inseln undInselgruppen derBahamas
Normdaten (Geografikum):GND:4705423-2(lobid,OGND,AKS) |LCCN:n82167005 |VIAF:123184637
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