| Deutschland | ||
| 52° 28′ 50″ N,13° 15′ 5″ O52.48055555555613.251388888889Koordinaten:52° 28′ 50″ N,13° 15′ 5″ O | ||
| Streckenart: | Ehemalige Rennstrecke | |
|---|---|---|
| Eröffnung: | 24. September 1921 | |
| Austragungsort Formel 1: | 1959 | |
| Stillgelegt: | 26. April 1998 | |
| Streckenlayout | ||
| Verlauf der Rennstrecke: 1 – Südschleife 2 – Abfahrt zur Nordschleife 3 – Nordkurve 4 – Start- und Ziellinie | ||
| Streckendaten | ||
| Wichtige Veranstaltungen: | Formel 1,DTM | |
| Streckenlänge: | 8,3 km (5,16 mi) | |
| Kurven: | 4 | |
| Kurvenüberhöhung: | 1937–1967: Nordkurve 43,6° | |
| Rekorde | ||
| Streckenrekord: (Formel 1) | 2:04,5 min (Tony Brooks,Ferrari, 1959) | |

DieAVUS(Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße) im SüdwestenBerlins wird als das nördliche Teilstück derBundesautobahn 115 genutzt.
Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1921 ist die AVUS die erste ausschließlicheAutostraße der Welt. Die pro Fahrbahnseite gut neun Kilometer – als Gesamtrunde rund 19 km – lange Strecke diente bis zum Autobahnanschluss 1940 als gebührenpflichtigeRenn- undTeststrecke und nicht dem öffentlichen Verkehr.
Die AVUS führt vomBerliner Funkturm, an dem ein Anschluss zumBerliner Stadtring (A 100) besteht, nahezu geradeaus durch denGrunewald bis nachNikolassee. Bis zum April 1998 wurde die AVUS an einigen Wochenenden auch als Rennstrecke genutzt, wobei verschiedene verkürzte Streckenlängen zur Anwendung kamen, indem die jeweils im Rennbetrieb genutzte Südkehre immer näher zur Nordkehre verlegt wurde, die von 1937 bis 1967 durch eine spektakuläreSteilkurve aus Backsteinen gebildet wurde.

Motiviert durch deutsche Misserfolge beiAutomobilsportveranstaltungen wurde im Jahr 1909 dieAutomobil-Verkehrs- und ÜbungsstraßeGmbH gegründet, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit derdeutschen Automobilindustrie zu fördern. Nach Umwandlung in eine Aktiengesellschaft begannen 1913 die Arbeiten für eine nur fürAutos zugelassene Straße entlang derWetzlarer Bahn vonCharlottenburg nachNikolassee.
Wegen desErsten Weltkriegs wurden die Arbeiten 1914 kurz vor der Vollendung eingestellt. Erst im Jahr 1921 wurde die Rennstrecke durch private Investitionen vonHugo Stinnes vollendet und am 19. September 1921 eröffnet.[1] Die nahezu geradlinige Rennstrecke verband die Nordkurve inWestend (im damaligenBezirk Charlottenburg) mit der amNikolassee gelegenen Südkurve zu einem rund 19 km langen Rundkurs. Am 24. September 1921 wurde die AVUS mit einem Autorennen zwischen Berlin und Wannsee eingeweiht.[2] Nach der Eröffnung wurde die Strecke für den privaten Verkehr freigegeben. Ein einmaliges Durchfahren kostete die damals stattliche Summe von zehn Mark, eine Vierteljahreskarte kostete 1000 Mark (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund 500 Euro).
Bereits beim Eröffnungsrennen zeigten sich auf mangelnde Erfahrung im Fahrbahnaufbau zurückzuführende Defizite der Strecke. Der aus dem 19. Jahrhundert stammende Aufbau alsMakadam wurde noch mit Teer getränkt, konnte jedoch den steigenden Belastungen nicht standhalten, sodass die AVUS als eine der ersten Straßen mit einer Deckschicht ausAsphalt versehen wurde. In den Folgejahren wurden wegen der mit derInflation einhergehenden wirtschaftlichen Notlage Teile der AVUS von der Bevölkerung demontiert und verkauft oder verheizt.
Im Jahr 1926 fand mit dem erstenGroßen Preis von Deutschland wieder ein großes Autorennen statt, bei dem infolge widriger Witterungsbedingungen und des schlechten Streckenzustands vier Todesopfer zu beklagen waren. Neben mangelnder Griffigkeit des Belags hatte die Strecke durch den traditionellen Fahrbahnaufbau bei mangelnder Verdichtung des Untergrunds Bodenwellen mit bis zu zehn Zentimetern Höhe. In den folgenden Jahren wurde die AVUS nun auch Versuchsstrecke für Straßenbau, auf der viele Elemente des heutigen Straßenbaus erstmals getestet wurden.
Der Rennbetrieb kam infolge einer Absatzkrise der deutschen Automobilindustrie Mitte der 1920er Jahre und der 1929 einsetzendenWeltwirtschaftskrise weitgehend zum Erliegen. Doch Anfang der 1930er Jahre wurden wieder regelmäßig Rennen gefahren.

Um die Rundengeschwindigkeiten zu erhöhen und um Platz für die heutige Halenseestraße zu gewinnen, wurde 1937 die alte Nordkurve, auf Initiative des BauratsErich Krey, durch eine überhöhte, 43,6° steile und ausZiegelsteinen gemauerteSteilkurve mit einem wesentlich geringeren Radius ersetzt und das nun jenseits der Halenseestraße gelegene Verwaltungsgebäude mit Zuschauertribüne durch ein neues Gebäude mit einem Zielrichterturm am Ausgang der Nordkurve. Dieses wird heute alsMotel benutzt. Gleichzeitig wurde eine neue Tribünenanlage errichtet.
Der Anschluss zumBerliner Ring wurde 1940 für den Verkehr freigegeben, wodurch die AVUS als Zubringer endgültig ihren Privatstraßencharakter verlor. Die nördlich des Geländes der Tankstelle an derAnschlussstelleSpanische Allee gelegene Südkurve wurde danach deswegen gesperrt. Eine projektierte überhöhte Südkehre wurde wegen desZweiten Weltkriegs nicht vollendet, der bereits aufgeschüttete Wall wurde nach dem Krieg von derUS-amerikanischen Besatzungsmacht als Schießplatz mit dem NamenKeerans Range genutzt. Ersatzweise wurde nun die Motorradkurve amHüttenweg zur Südkehre verwendet, wodurch sich die Rennstrecke auf eine Länge von 8,3 km halbierte.
Vom Zweiten Weltkrieg blieb die AVUS nicht ganz verschont. Das stark beschädigte Nordtor wurde bald nach dem Krieg abgerissen. Da die Benutzung nun kostenfrei war, hatte es ohnehin seine Funktion verloren. Nachdem in den erstenNachkriegsjahren nicht an einen Rennbetrieb zu denken gewesen war, wurde nach Ausbesserung der gröbsten Schäden bereits 1951 das erste Rennen gestartet. Die überhöhte Nordkurve erwies sich jedoch weiterhin als beständige Gefahrenquelle mit spektakulären Unfällen, von denen einige tödlich endeten.
Da Steilkurven von derFIA – dem internationalenDachverband vonAutomobilclubs undMotorsport-Vereinen – generell als gefährlich und nicht mehr zeitgemäß eingestuft wurden, riss man die überhöhte Nordkurve 1967 ab, um sie erneut durch eine flache Nordkurve zu ersetzen, die mit dem Platzbedarf des neuenAutobahndreiecks Funkturm verträglicher war.
Mit dem zunehmenden Individualverkehr wurden Sperrungen der AVUS für Rennsportveranstaltungen problematischer, da sie für den Trainingsbetrieb schon vor den Renntagen am Wochenende gesperrt werden musste. Der geradlinige Hochgeschwindigkeitskurs entsprach nicht mehr den Anforderungen des Rennsports und wurde mehrmals verkürzt.
Nach demMauerfall im Jahr 1989 und dem damit noch einmal ansteigenden Verkehr von derwestlichen Innenstadt zum Berliner Ring nahte das endgültige Ende des Rennbetriebs auf der AVUS. Obwohl noch versucht wurde, die Strecke durch Verkürzung und Einrichtung vonSchikanen zu entschärfen und für das Publikum attraktiver zu machen, wurde der Rennbetrieb schließlich am 26. April 1998 eingestellt.[3]
Zwischen 2011 und 2012 erfolgte eine grundhafte Erneuerung zwischen demAutobahndreieck Funkturm und der AnschlussstelleSpanische Allee. Die Fahrbahnen wurden komplett neu aufgebaut sowie die Brücke über den Hüttenweg durch einen Neubau ersetzt. Die Kosten betrugen 28 Millionen Euro.[4]
Im Zusammenhang mit dem Großbrand auf demSprengplatz Grunewald blieb die AVUS vom 4. bis 10. August 2022 gesperrt.







Zur Eröffnung der AVUS wurden am Wochenende des 24. und 25. September 1921 bei großem Zuschauerinteresse in verschiedenen Klassen Autorennen ausgetragen. Das Hauptrennen gewann der Berliner LokalmatadorChristian Riecken in einemNAG. Die mit 128,8 km/h höchste Durchschnittsgeschwindigkeit erreichte jedochFritz von Opel am Vortag auf einer eine Runde kürzeren Strecke in einer niedrigeren Motorenklasse. Im Hauptrennen führte von Opel zur Halbzeit, wurde allerdings am Ende mit Zündproblemen nur Dritter.
Während der folgendenInflationszeit war der Motorsport kaum finanzierbar. Lediglich am 11. Juni 1922 fand auf der AVUS noch ein großes Autorennen statt, eingeleitet vom erstenMotorradrennen am 10. Juni auf der Strecke. Sieger des Autorennens in der großen Klasse wurde wieder Christian Riecken auf NAG. In den folgenden Jahren fanden sogenannte „Kleinwagenrennen“ statt, die zumindest von den Rundengeschwindigkeiten nicht mit den frühen Rennen vergleichbar waren. So fanden in den Jahren 1923 und 1924 Kleinwagenrennen mit Fahrzeugen bis 1500 cm³ auf der AVUS statt. 1924 erreichteKarl Slevogt auf einemStromlinien-Apollo 4/20 einen Rundendurchschnitt von 146 km/h und fiel dann mit Motorschaden aus.
Erst am 11. Juli 1926 wurde das nächste bedeutsame Autorennen gestartet, der ersteGroße Preis von Deutschland auf der AVUS. Widrige Witterungsbedingungen und der unzureichende Straßenbelag führten zu vielen Unfällen und Ausfällen. Schon im Training starb einer der damals noch vom Reglement geforderten Beifahrer bei einem Unfall in der Südkurve. Während des Rennens kamAdolf Rosenberger mit seinemMercedes-Benz am Ausgang der Nordkurve von der Piste ab und schlug in die Rundenzähltafel und ein Zeitnehmerhäuschen ein. Während Rosenberger und sein Beifahrer den Unfall verletzt überlebten, starben zwei Studenten im Zeitnehmerhäuschen und der Schildermaler an der Rundentafel. Den Sieg im Regenrennen, das nur 17 von 46 gemeldeten Fahrern beendeten, errang der damals noch weitgehend unbekannte Mercedes-VerkäuferRudolf Caracciola auf Mercedes-Benz.
Die großen Rennen der 1920er Jahre zogen bis zu 300.000 Zuschauer an die Rennstrecke. Bedeutende Rennen wurden auf der AVUS erst wieder Anfang der 1930er Jahre ausgetragen. Aufgrund der Streckencharakteristik bot sich die AVUS jedoch auch für Rekordversuche an. Der spektakulärste davon fand 1928 statt, als wiederum Fritz von Opel den raketengetriebenenOpel RAK2 auf über 230 km/h beschleunigte. Zu diesem Fahrzeug wurde Opel durch den RaketenpionierMax Valier inspiriert.
Beim 1931 trotz Weltwirtschaftskrise überraschend wieder ausgetragenen Rennen gewann erneut Caracciola. Dritter wurde der aufstrebendeManfred von Brauchitsch (beide auf Mercedes-Benz). 1932 überholte von Brauchitsch mit seinem – in Privat-Initiative mit Stromlinien-Verkleidung versehenen –Mercedes-Benz SSKL den inzwischen zuAlfa Romeo gewechselten Caracciola noch kurz vor dem Ziel und siegte. Das Rennen wurde überschattet vom tödlichen Unfall des Rennstallbesitzers und PrivatfahrersGeorg Christian Prinz von Lobkowitz. Er war mit seinemBugatti Type 54 bereits zu Beginn des Rennens vor der Südkehre mit dem Bugatti vonHans Lewy kollidiert und verstarb kurz darauf im Krankenhaus an den Folgen der dabei erlittenen schweren Verletzungen.
In den Jahren1933 und 1934 gewannenAchille Varzi (Bugatti) undGuy Moll (Alfa Romeo).
Ausländische Siege auf ausländischen Fabrikaten kamen den regierendenNationalsozialisten sehr ungelegen, sodass dem Rennsport bald mehr finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Die Konsequenz war die Entwicklung der berühmtenSilberpfeile vonMercedes-Benz undAuto Union. Beim Rennen 1935 fruchtete diese Entwicklung mit einem Sieg vonLuigi Fagioli auf Mercedes-Benz. Die Durchschnittsgeschwindigkeit stieg von unter 210 km/h in den Jahren zuvor auf über 238 km/h.
Der Bau der überhöhten Nordkurve 1937 führte zur weiteren Steigerung der Geschwindigkeiten. Ebenso wurde im Fahrzeugbau durch Stromlinienverkleidungen die Geschwindigkeit der Fahrzeuge erhöht. Das Rennen am 30. Mai 1937 dominierten die Silberpfeile. Der SiegerHermann Lang auf Mercedes-Benz erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von knapp 400 km/h,Bernd Rosemeyer fuhr mit seinemAuto-Union-Rennwagen die schnellste Rennrunde mit einem Schnitt von 276,39 km/h; eine Durchschnittsgeschwindigkeit, die auf der AVUS durch die folgende Verkürzung der Strecke nie wieder erreicht und erst Jahrzehnte später beim RennenIndianapolis 500 übertroffen wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die AVUS 1951 mit einem Rennen vor 350.000 Zuschauern wiedereröffnet. 1954 wurde ein –nicht zur Weltmeisterschaft zählendes –Formel-1-Rennen ausgetragen, bei dem unter anderem auch dieMercedes-Benz-W196-Werkswagen beteiligt waren. Es gewannKarl Kling vorJuan Manuel Fangio undHans Herrmann.
DerGroße Preis von Deutschland 1959 fand – anstatt wie bisher auf demNürburgring – auf der AVUS statt. Die Gründe waren politischer Natur: Man wollte in der geteilten, aber noch nicht von derBerliner Mauer durchtrennten Stadt zur Zeit desKalten Krieges ein Zeichen setzen. Besucher ausOst-Berlin konnten ihre Eintrittskarten mitMark der DDR bezahlen. Das F1-Rennen gewannTony Brooks aufFerrari.Hans Herrmann überschlug sich mit seinemB.R.M. in der Südkurve, kam aber mit wenigen Blessuren davon. ImSportwagenrennen, am Tag zuvor, starb jedoch der VorjahressiegerJean Behra, als seinPorsche 718 im Regen über den äußeren Rand der Steilwandkurve schoss, mit dem Sockel einer ehemaligenFlakstellung kollidierte und gegen einen Fahnenmast geschleudert wurde. Einen ähnlich spektakulären Unfall hatteRichard von Frankenberg 1956 unverletzt überstanden, als er aus seinemPorsche 645 Spyder geschleudert worden war, bevor dieser auf einem Parkplatz hinter der Nordkurve aufgeschlagen und dann in Flammen aufgegangen war.
Damit war die große Zeit der Grand-Prix-Rennen auf der AVUS vorbei. Der Schock saß so tief, dass drei Jahre lang überhaupt keine Autorennen auf der AVUS ausgetragen wurden. Danach fanden nur noch Rennen mit schwächer motorisierten Fahrzeugen statt. Die überhöhte Nordkurve wurde 1967 abgetragen.
Bis Ende der 1990er Jahre fanden Rennen mitTourenwagen und Nachwuchs-Formelwagen statt, wobei die Strecke auf 4,8 und 2,6 km verkürzt wurde; außerdem wurden Schikanen eingebaut. Trotzdem kam es zu Zwischenfällen und schweren Unglücken. So überquerte bei derDeutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) derBMW M3 vonDieter Quester einmal funkensprühend die Ziellinie auf dem Dach, was noch für den dritten Platz reichte. DerOpel vonLouis Krages (aliasJohn Winter) fing in der Nordkurve nach einem Unfall Feuer.
Für die DTM war die Strecke kein Thema mehr, nachdem 1995 bei einer Startkollision das halbe Starterfeld außer Gefecht gesetzt worden war. Auch derSuper Tourenwagen Cup (STW) verabschiedete sich 1996 von der Strecke, nachdem der BriteKieth O’dor im Jahr zuvor in einem STW-Rennen gestorben war.[5] Das erste der beiden Rennen an diesem Tag hatte O’dor noch gewonnen. Einige andere Rennserien fuhren jedoch weiterhin auf der AVUS, so blieben auch weitere Unfälle nicht aus. Der spätere Formel-1-PilotAlexander Wurz, damals in einemFormel-3-Wagen, stieß mit einemDMSB-Streckensicherungsfahrzeug zusammen.
Die letzten Rennen fanden 1998 statt, ein Jahr später gab es eine Abschiedsfeier. Im Jahr 2000 wurde derEuroSpeedway Lausitz eingeweiht, der als Ersatz für die AVUS dienen sollte.
| Nr. | Jahr | Sieger | Auto | Zeit | Streckenlänge | Runden | Ø-Geschwindigkeit | Datum | GP von |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1959 | Vereinigtes Konigreich | Ferrari | 2:09:31,6 h | 8,3 km | 60 | 230,686 km/h | 2. August | Deutschland Bundesrepublik |


Obwohl die AVUS ab ihrer Eröffnung nur für motorisierten Verkehr zugelassen war, fanden und finden gelegentlich auch nichtmotorisierte Veranstaltungen auf der AVUS statt. Bei denOlympischen Spielen 1936 verliefen sowohl derMarathonkurs als auch der Kurs desStraßenradrennens über die AVUS.
Wenige Wochen nach Kriegsende während der Potsdamer Konferenz, am 20. Juli 1945, fand im Bereich der AVUS-Südkurve eine Aufstellung der US-amerikanischen 2nd Armored Division statt. Die Truppe wurde von Henry Stimson, US Secretary of War, abgenommen.
In den Wirren derNachkriegsjahre wurde die kaum befahrene Strecke zeitweise sogar für Pferdefuhrwerke freigegeben, was allerdings bald zurückgenommen wurde.
An den vierautofreien Sonntagen während derÖlkrise im Jahr 1973 wurde die AVUS (unerlaubt) von begeisterten Bürgern mit allen möglichen nicht motorisierten Vehikeln genutzt. In den 1990er Jahren begann die Tradition derFahrradsternfahrten desADFC, die jedes Mal Tausende von Radfahrern an einem Sonntag im Juni auf die AVUS bringt.
DieDeutsche Bundespost Berlin gab aus Anlass50 Jahre AVUS-Rennen 1921–1971 mitErstausgabetag 27. August 1971 einenBriefmarkenblock mit vier Briefmarken im Gesamtnennwert von 125 Pfennig aus. Der Entwurf stammt vomBundesdruckerei-Grafiker Rudolf Gerhardt.
Mit dem Erstausgabetag 1. Juli 2021 gab dasBundesministerium der Finanzen (BMF) einSonderpostwertzeichen im Nennwert von 155 Eurocent anlässlich der Eröffnung der AVUS vor 100 Jahren heraus. Der Entwurf stammt von demBonner Grafiker Thomas Steinacker.[6]