Steamroller ist eine vonAMD entworfeneMikroarchitektur fürx86-Prozessoren mit64-Bit-Erweiterung. Sie ist Nachfolger und Weiterentwicklung vonAMD Bulldozer und Piledriver. Nachfolger von AMD Steamroller war im Jahre 2015 die MikroarchitekturExcavator.
AMD hat bei Steamroller hauptsächlich das Frontend optimiert, welches einen deutlich höheren Durchsatz haben soll, als auch die FPU. Erreicht wird dies mit je einem Befehlsdekoder pro Integer-Core, so dass es dort nicht mehr zu einem Engpass kommen soll.[1] Weitere Neuerungen:
Die Markteinführung derSteamroller-CPU-Kern-Architektur erfolgte im Januar 2014 im Rahmen von APUs mit dem CodenamenKaveri. Diese APUs werden mit einer minimalen Strukturgröße von 28 nm gefertigt.
Durch eine nochmalige Überarbeitung kamen 2015 vor allem bei der integrierten Grafik optimierte APUs mit weiteren Taktsteigerungen auf den Markt. Das Topmodell A10-7890K weist zum Beispiel gegenüber dem A10-7850K CPU-seitig 400 MHz mehr Basis-Takt und 300 MHz mehr Turbo-Takt auf. Die von AMDKaveri-Refresh getaufte Überarbeitung wurde auch unter dem NamenGodavari bekannt.[2]
Kaveri- undKaveri-Refresh-APUs sind für denSockel FM2+ ausgelegt und sollen nach den Herstellerempfehlungen aufHauptplatinen mit denFusion Controller Hubs (FCH) A88X, A78, A68H oder A58 kombiniert werden.[3]
Direkter Nachfolger vonSteamroller und die vierte Generation von AMDsClustered-Integer-Core-Architektur ist dieExcavator-Architektur. Excavator unterstützt neue Instruktionen wieAVX2,BMI2 undRdRand.[4] Darüber hinaus sindDDR3-SDRAM- und DDR4-SDRAM-Speichercontroller auf demselbenDie integriert.[5][6] DasExcavator-CPU-Kern-Design nutzt High-Density-Bibliotheken, welche eher beiGPUs verwendet werden, um Energie und Platz zu sparen und bis zu 30 Prozent effizienter zu arbeiten.[7]Excavator-Kerne sind fürHeterogeneous System Architecture ausgelegt, um CPU und GPU auszulasten, was die Leistungsfähigkeit steigern soll.[8]Excavator-Module sollen bis zu 30 Prozent mehrIPC als ihre Steamroller-Vorgänger bewältigen.[9]
Die auf der CPU-Kern-ArchitekturExcavator basierendenSystem-on-chips für den Einsatz inDesktop-,Mobil- undeingebetteten Systemen bekamen von AMD den CodenamenCarrizo.[10] Zumeist handelt es sich umAPU-Modelle, für Desktop-Computer sind jedoch auch Chips mit deaktivierterGPU vorgesehen. Die APU wurdeHSA-1.0-kompatibel entworfen.[8] Entsprechende APUs für mobile Computer wurden erstmals im Juni 2015 vorgestellt.[11][12] Für Mobilgeräte und eingebettete Systeme ist der neueSockel FP4 vorgesehen. Bislang wurden Modelle mit ein oder zweiModulen veröffentlicht.[13] Mit demAthlon X4 845 erschien im Februar 2016 das ersteCarrizo-Modell für Desktopcomputer, deren Hauptplatine mit demSockel FM2+ ausgestattet ist.[14]
APUs mit dem CodenamenBristol Ridge enthalten überarbeiteteExcavator-CPU-Kerne („Excavator Gen2“). Diese stellen die finale Generation von AMDs Umsetzung desClustered-Integer-Core-Designs dar. Die APUs unterstützen denSockel AM4 sowie DDR4-SDRAM.[15]
AMD Zen hat Anfang 2017 die 2011 mit denBulldozer-CPU-Kernen eingeführte und seitdem mehrfach überarbeiteteClustered-Integer-Core-Architektur abgelöst.[16][17][18]