| A.B.C. Motors | |
|---|---|
| Rechtsform | Limited |
| Gründung | 1910 |
| Auflösung | 1971 |
| Sitz | Hersham,Vereinigtes Konigreich |
| Branche | Motorräder,Automobile |




All British Engine Company, Ltd. war einbritischer Hersteller vonFlugzeugen,Motorrädern und Luftfahrtzubehör.
Das Unternehmen wurde 1910[1] vonRonald Charteris gegründet und hatte seinen Sitz zunächst inByfleet. Später nannte es sichA.B.C. Motors, Ltd. Ab 1919 gehörte es zuSopwith. Nach wirtschaftlichen Querelen musste Sopwith jedoch 1921Insolvenz anmelden, ABC-Motors folgte 1922 in den Konkurs.
1913 kam der erste 496 cm³-Boxermotor in den Verkauf. Kurze Zeit später stellte man die ersten kompletten Motorräder her.
Während desErsten Weltkrieges stellte das Unternehmen hauptsächlich Flugmotoren her, die von ChefingenieurGranville Bradshaw konstruiert wurden. Aus dieser Entwicklung heraus begann man bereits während des Krieges mit der Herstellung vonAuxiliary power units (APU) undBodenstromversorgungen auf der Basis von kleinen Boxermotoren. Der erste Einsatz einer APU erfolgte in derSupermarine Nighthawk, wo ein Aggregat von ABC Motors mit fünfPS Leistung einen Scheinwerfer versorgte.
Das Unternehmen beschäftigte sich nach dem Krieg zunächst hauptsächlich mit dem Bau vonMotorrollern. DerScootamota hatte einen Hubraum von 123 cm³ und verkaufte sich relativ erfolgreich. Sopwith bediente sich eines 398 cm³ Zweizylinder-Boxers und baute ihn quer zur Fahrtrichtung ein. Das fortschrittliche Motorrad verfügte über ein angeblocktes Vier-Gang-Getriebe und eine Hinterradfederung. Insgesamt ähnelte sie der späterenBMW. Wegen vieler Kinderkrankheiten kam es jedoch zum Ruin des Unternehmens. Die Rollerfertigung lief noch ein Jahr länger.
In den Jahren 1921 bis 1924 existierte ein französischer Ableger, der ebenfalls derartige Motorräder anbot.
Mit den dort verwendeten Boxermotoren wiederum besann man sich auf seine Wurzeln und entwickelte Triebwerke fürLeichtflugzeuge. Diese Triebwerke wurden relativ häufig eingesetzt, bis man sich 1926 wiederum aus dem Flugzeugbau zurückzog.
Bereits 1929 konstruierte man jedoch dieA.B.C. Robin, ein Leichtflugzeug, das von einem 40 PS starken A.B.C. Scorpion II Motor angetrieben wurde. Später konzentrierte man sich wieder auf die Stromerzeugungsaggregate und lieferte sie bis in die 1950er Jahre hinein.
1951 übernahmVickers das Unternehmen und schloss es 1971.[2]
Zwischen 1920[2] oder 1921[1] und 1927[2] entstanden auchKleinwagen. EinluftgekühlterZweizylindermotor mitOHV-Ventilsteuerung und 1203 cm³Hubraum trieb die Fahrzeuge an.[2] Das ModellSuper Sports hatte einen größeren Motor mit 1320 cm³ Hubraum.[2] Insgesamt entstanden etwa 1500 Autos.[1][2]