Mit einem erfolgreichenUnabhängigkeitsreferendum entstand in Afrika der neue und von dem muslimisch geprägten Norden fortan unabhängige StaatSüdsudan, mit mehrheitlich christlich orientierter Bevölkerung.
Havarie desTankmotorschiffs Waldhof auf dem Rhein nahe derLoreley, in der Folge kommt der Schiffsverkehr auf der wichtigsten Wasserstraße Europas für Wochen zum Erliegen.
Bei denKantonsratswahlen bleibt dieSVP mit 29,6 % der Stimmen stärkste Kraft vor derSP mit 19,3 %. Gewinner des Wahltages sind dieGrünliberalen, die ihren Stimmenanteil auf 10,3 % fast verdoppeln konnten und dieBDP, die mit 3,5 % erstmals im Kantonsrat vertreten ist.[7]
Wahl zum Schottischen Parlament, zur Walisischen Nationalversammlung + zum Regionalparlament in Nordirland, in Teilen Englands finden Gemeinderatswahlen statt und es gibt im ganzen Königreich ein Referendum über Änderung des Wahlrechts
Evakuierung in Koblenz, bei der etwa 45.000 Bewohner wegen der Entschärfung bzw. Sprengung von Kampfmitteln aus demZweiten Weltkrieg in Sicherheit gebracht werden mussten.
Neben der alsArabischer Frühling bezeichneten Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen im Norden Afrikas, sorgten vor allem auch dieRegierungskrise in der Elfenbeinküste und die Unabhängigkeit des Südsudan für weltweite Aufmerksamkeit.
AmHorn von Afrika entstand auf Grund zwei saisonal aufeinander folgender besonders niederschlagarmer Regenzeiten eineHungerkrise, die laut internationalen Organisationen derzeit 11,5 Millionen Menschen (darunter 760.000 Flüchtlinge) inSomalia,Äthiopien,Kenia undDschibuti bedroht. Außerdem betroffen sindEritrea und weitere ostafrikanische Staaten.
Bei derPräsidentschaftswahl, die nach zweimaliger Verschiebung am 13. März inBenin stattfanden, wurde der bisherige AmtsinhaberBoni Yayi mit über 50 Prozent bestätigt. DieParlamentswahl wurde ebenfalls von ihrem ursprünglichen Termin auf den 30. April verschoben. Dabei ging die ParteiForces Cauris pour un Bénin émergent mit 41 von 83 Sitzen als Sieger hervor. Premierminister wurdePascal Koupaki.
DieWahl über den Präsidenten und das Parlament sorgte bereits im Vorfeld für kontroverse Auseinandersetzungen. Die Wiederwahl des AmtsinhabersJoseph Kabila sei laut Opposition durch eine zuvor verabschiedete Änderung der Wahlmodalitäten begünstigt worden. Wegen tausendfacher Doppelregistrierungen kam es zu zahlreichen Demonstrationen und mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen, die auch nach der Wahl fortgeführt wurden. LautHuman Rights Watch töteten Sicherheitskräfte vom Wahltermin bis zum 22. Dezember 24 Personen. Zwischen 9. und 14. Dezember seien alleine in Kinshasa 20 Menschen gestorben.[15][16]
Dschibuti litt 2011 an derHungerkrise, die die Menschen am Horn von Afrika bedrohte. Im Juni waren etwa 117.000 Menschen von humanitären Maßnahmen und Nahrungsmittelhilfe abhängig.[17]
Beeinflusst durch denArabischen Frühling und eine Verfassungsänderung, die dem PräsidentenIsmail Omar Guelleh seine dritte Amtszeit bei den bevorstehenden Wahlen ermöglichte, fanden zwischen Januar und März zahlreicheProteste statt, die jedoch vor allem durch massenhafte Inhaftierungen beendet wurden. Bei derPräsidentschaftswahl am 8. April wurde Guelleh mit 80 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt[18] und am 3. Mai vereidigt.
Das politische Geschehen in derElfenbeinküste war vor allem von derRegierungskrise 2010/2011 bestimmt. Nach derPräsidentschaftswahl 2010 beanspruchten sowohl der vorherige AmtsinhaberLaurent Gbagbo als auch sein HerausfordererAlassane Ouattara jeweils den Sieg für sich. Zwischen Anhängern beider Lager kam es darauf zu einerRegierungskrise mit gewaltsamen Auseinandersetzungen und Todesopfern, bei denen auch ein Blauhelm-Konvoi angegriffen wurde.[19] Dabei wurden auch schwere Waffen gegen Zivilisten eingesetzt. Bis Ende März 2011 waren eine Million Menschen auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg.[20] Am 11. April 2011 wurde der abgewählte Präsident Laurent Gbagbo von den Truppen des international anerkannten WahlsiegersOuattara nach langwierigen Kämpfen mit Unterstützung von militärischen Kräften der UNO und Frankreichs festgenommen. Damit haben sich Ouattara als rechtmäßiger Präsident und sein PremierministerGuillaume Soro weitgehend durchgesetzt.[21]Gbagbo wurde am 11. April festgenommen und im November dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag überstellt.
Bei derParlamentswahl inGabun am 17. Dezember bekam die Regierungspartei unter PräsidentAli-Ben Bongo Ondimba über 70 Prozent der Parlamentssitze. Das Ergebnis war jedoch beeinflusst von dem Boykottaufruf eines breiten Oppositionsbündnisses, das keine fälschungssicheren Wahlen gewährleistet sah, da Bongo Ondimba sich weigerte die Wahl erst nach der Einrichtung eines Systems zur biometrischen Wählererfassung durchführen zu lassen.
Im April gewannGoodluck Jonathan inNigeria diePräsidentschaftswahl. Trotz Unruhen mit hunderten Toten, bewerteten Beobachter die Wahl als die fairste seit mehr als zehn Jahren. Am 29. Mai wurde er zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres als nigerianischer Präsident vereidigt.[23]
Die islamistische GruppeBoko Haram verübte am 25. Dezember eineAnschlagserie in mehreren Orten im nördlichen Nigeria, wobei mindestens 39 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt wurden.[24] Die Anschläge wurden weltweit verurteilt und führten zu einer Reihe von Racheakten.
Der überwiegend christlich geprägte Süden desSudan war von 1972 bis 1983 und erneut von 2005 bis 2011 eineautonome Region innerhalb des Sudans. Nach einemUnabhängigkeitsreferendum vom 9. bis zum 15. Januar wurde derSüdsudan am 9. Juli 2011 unabhängig vom islamisch geprägten Norden. Der einstige RebellenführerSalva Kiir Mayardit wurde erster gewählter Staatspräsident des Landes. Am 14. Juli wurde er als193. Mitgliedstaat in dieVereinten Nationen aufgenommen.[25] Am 27. Juli nahm dieAfrikanische Union den Südsudan als 54. Mitglied auf.[26]
Am 1. Januar übernahmDilma Rousseff das Amt der Präsidentin und wurde das erste weibliche StaatsoberhauptBrasiliens. Innerhalb ihres Kabinetts hatte sie mehrfach mit Korruptions-Vorfällen zu kämpfen. So mussten bis Anfang Dezember insgesamt sechs Kabinettsmitglieder nach Korruptionsvorwürfen zurücktreten, darunter der Chef des AbgeordnetenhausesAntonio Palocci im Juni, TransportministerAlfredo Nascimento am 6. Juli,[27] TourismusministerPedro Novais[28] am 15. September, SportministerOrlando Silva de Jesus Júnior[29] am 26. Oktober und ArbeitsministerCarlos Lupi am 4. Dezember.[30]
Am 19. März reisteBarack Obama zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Brasilien und lobte bei einem Treffen mit Rousseff die Stabilität und Vertrauenswürdigkeit der brasilianischen Politik. Der Besuch fiel jedoch auf Grund derSituation in Libyen deutlich kürzer aus als ursprünglich geplant.
DerAmoklauf von Realengo erschütterte am 7. April die Öffentlichkeit. Dabei kamen an einer Schule inRealengo, einer Vorstadt vonRio de Janeiro zwölf Schüler und der Attentäter ums Leben, 15 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.[31]
Bei einer Volksabstimmung im Dezember im BundesstaatPará sprach sich eine deutliche Mehrheit von knapp 67 Prozent gegen dessen Teilung und die Gründung der zwei geplanten neuen BundesstaatenTapajós undCarajás aus.[32]
Haiti war auch im Jahr 2011 noch von derCholeraepidemie betroffen, die bereits nach demErdbeben im Vorjahr ausgebrochen war. Am 28. März 2011 meldete das nationale haitianische Gesundheitsministerium, dass bislang 4677 Menschen gestorben und mehr als 270.996 infiziert seien.[33]
Am 21. April wurde das offizielle Ergebnis derWahlen 2010/11 verkündet, bei denenMichel Martelly als Sieger hervorging. Er wurde am 14. Mai 2011 der 56. Präsident Haitis.
Im August wurde die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten von der RatingagenturStandard & Poor’s auf AA+ herabgestuft. Das Land verlor damit erstmals seit 1941 die Bestnote AAA. Die Herabstufung wurde mit der hohen Schuldenquote begründet, die voraussichtlich nicht in absehbarer Zeit verringert werden könne und bewirkte Schwankungen auf den internationalen Finanzmärkten.
Anlässlich des zehnten Jahrestages derTerroranschläge am 11. September 2001 wurde im Rahmen der Gedenkveranstaltungen am 12. September der Pavillon desNational September 11 Memorial and Museum eröffnet. Weiter eröffnete PräsidentBarack Obama unter Teilnahme von zehntausenden Zuschauern am 16. Oktober dasMartin Luther King, Jr. National Memorial. Die Eröffnung hätte bereits im August stattfinden sollen, wurde jedoch wegen desHurrikans Irene verschoben.Mit dem Slogan „Occupy Wall Street“ begannen im September inManhattan Proteste gegen das Finanzsystem und damit die internationale Occupy-Bewegung. Die Demonstranten besetzten einen Platz mit einem Zeltlager, das im November geräumt wurde.
InBahrain wurden am 16./17. Februar Demonstrationen von der Polizei niedergeschlagen.[36] Die Proteste waren unter anderem auch ausschlaggebend fürProteste im benachbarten Saudi-Arabien. In Libyen kam es zu einem Bürgerkrieg, bei dem Rebellen mit Unterstützung durch dieNATO StaatschefMuammar al-Gaddafi stürzten.[37] Über die Arabische Welt hinaus kam es zudem in einzelnen weiteren Ländern ebenfalls zu Protesten.
DieRevolution in Ägypten entstand vor allem aus Vorwürfen der Korruption und des Amtsmissbrauchs, welche dem von Oktober 1981 bis Februar 2011 bestehenden Regime des damals noch amtierenden ägyptischen PräsidentenMuhammad Husni Mubarak vorgeworfen wurden, sowie aus Unmut über dieNotstandsgesetzgebung in Ägypten. Am 29. Januar berief Mubarak nach anhaltenden Massenprotesten mitOmar Suleiman einen Vizepräsidenten, dem jener Teile seiner Macht übertrug. Mubarak wurde aber dennoch am 11. Februar zum Rücktritt gezwungen und am 8. April verhaftet und vor Gericht gestellt. In der Folge übernahm eine Militärregierung die Macht. Am 19. März wurde mit einer Mehrheit von etwa 77 Prozent ein Referendum über die von einer Kommission ausgearbeitetenÄnderung der ägyptischen Verfassung von den Wählern angenommen.[39] Die mehrere Monate andauerndenParlamentswahlen begannen am 28. November. Wahlsieger wurde dieFreiheits- und Gerechtigkeitspartei derMuslimbruderschaft und ihre Bündnispartner in derDemokratischen Allianz, die 47,2 Prozent der Sitze erhielt. Nachfolgerparteien der einst regierendenNationaldemokratischen Partei erhielten dagegen nur noch 6,4 Prozent der Mandate.
DerBürgerkrieg in Libyen 2011 entwickelte sich innerhalb weniger Tage zum Straßenkrieg[40] und forderte insgesamt über 30.000 Menschenleben.[41]
Die Aufständischen verfolgten das ZielMuammar al-Gaddafi, den bisher am längsten regierenden und diktatorischen Herrscher in Libyen zu stürzen. Vermutlich hunderte von Demonstranten wurden dabei von der libyschen Polizei, den Sicherheits- undStreitkräften erschossen. Der politische Konflikt eskalierte zur militärischen Auseinandersetzung und spaltete die Führung des Landes. Teile des diplomatischen Korps und der Streitkräfte schlossen sich der Opposition an. Am 27. Februar wurde von Aufständischen einNationaler Übergangsrat gegründet, der im Osten des Landes die Kontrolle übernahm. Er ist seit dem 16. September 2011 die offizielle Vertretung Libyens. Im Rahmen derOperation Pegasus wurden Ende Februar/Anfang März eine größere Anzahl von Arbeitern und Ingenieuren aus über 30 Ländern evakuiert.
Gaddafi wurde am 9. September gemeinsam mit seinem SohnSaif al-Islam al-Gaddafi und GeheimdienstchefAbdullah as-Sanusi vonInterpol zur Fahndung ausgeschrieben.[42] Gaddafi wurde am 20. Oktober von Rebellen gefangen genommen und misshandelt.[43] Nach Darstellung des Übergangsrats starb Gaddafi in den Stunden danach an einem Kopfschuss, der ihn im Kreuzfeuer zwischen Anhängern und Gegnern auf dem Transport ins Krankenhaus traf.
Im Frühling begannenDemonstrationen in Syrien mit der Forderung nach politischer Freiheit und dem Sturz der Regierung von PräsidentBaschar al-Assad, die von der Regierung mit Gewalt bekämpft wurden.
Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind dabei bis Ende März 2012 etwa 9100 Menschen getötet worden.[49]Nach Angaben derSyrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bis September 2011 mehr als 70.000 Menschen festgenommen.[50]
Durch die GewerkschaftUGTT organisierte Demonstration
DieRevolution in Tunesien, auch Jasminrevolution genannt, begann bereits Ende 2010 und gilt als Auslöser des arabischen Frühlings. Die Unruhen begannen nach derSelbstverbrennung des GemüsehändlersMohamed Bouazizi inSidi Bouzid. Am 14. Januar 2011 floh der langjährige tunesische DiktatorBen Ali aus Tunesien; drei Tage später bildete MinisterpräsidentGhannouchi eine Übergangsregierung. Am 27. Februar trat Ghannouchi nach anhaltenden Demonstrationen zurück; ihm folgteBeji Caid Essebsi.[51]Fouad Mebazaa war vom 15. Januar bis zum 12. Dezember kommissarischer Staatspräsident. Ihm folgteMoncef Marzouki.
Anfang Juni, vermutlich am 4. des Monats, kam es amGolf von Bohai aus ungeklärten Umständen zu zwei Lecks im Förderfeld Penglai 19-3, was zu der sogenanntenÖlkatastrophe in der Bohaisee führte. Die dabei entstandene Verschmutzung umfasste laut chinesischer Behörden eine Fläche von insgesamt 4250 Quadratkilometern. Weitere 3400 Quadratkilometer seien in geringerem Maße verunreinigt worden.
Im Juni 2011 waren inAfghanistan über 130.000 Soldaten, darunter fast 100.000 US-Soldaten, stationiert. Hinzu kamen noch tausende zivile Berater und Söldner.
Im Norden Afghanistans starben am 28. Mai sieben Menschen bei einemAnschlag von Taloqan, darunter der Polizeikommandeur für Nordafghanistan,Mohammed Daud Daud, sowie der Polizeichef der ProvinzTachar und zwei Bundeswehrsoldaten, ein Major und ein Hauptfeldwebel.[52][53]
Im September wurden der ehemalige StaatspräsidentBurhānuddin Rabbāni und weitere Personen durch einen Selbstmordattentäter getötet.
Wirtschaftlich sorgten Verluste derKabul Bank für internationale Aufmerksamkeit. Durch Betrügereien und Misswirtschaft fuhr diese Verluste in Höhe von etwa 900 Millionen US-Dollar ein.[54] Der damalige Chef der ZentralbankAbdel Kadir Fitrat flüchtete in der Folge in dieVereinigten Staaten.
ImIrak endete im Dezember die seit Ende desIrakkriegs im Jahr 2003 bestehendeBesetzung mit dem Abzug der letzten verbliebenen US-Kampftruppen.[55]
Zuvor waren am 15. August insgesamt 18 Städte von einerAnschlagserie betroffen, bei der 74 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt wurden. Unter den Opfern der Anschläge warenSchiiten,Sunniten undKurden. Die Behörden machenAl-Qaida für die Taten verantwortlich, die Motive der Angreifer sind jedoch nicht bekannt. Am 22. Dezember kam es erneut zu einerAnschlagsserie in Bagdad am 22. Dezember 2011, bei der offiziell 69 Menschen ums Leben kamen und mehr als 169 verletzt wurden.[56] Die Anschläge wurden von derOrganisation Islamischer Staat Irak, dem irakischen Zweig deral-Qaida, verübt.
Nachdem Kurdistan den Export von Öl in die Türkei im September 2009 eingestellt hatte, da keine Einigung über die Bezahlung der Exporte erzielt worden war, wurden nach der Regierungsbildung Ende 2010 diesbezüglich neue Verhandlungen aufgenommen. Der Import von Öl aus Kurdistan wurde in der Folge am 3. Februar 2011 wieder aufgenommen.[57][58]
LautAmnesty International hatteIsrael im Jahr 2011 mit der Verstärkung des israelischen Siedlungsbaus und der Zunahme gewalttätiger Angriffe von Siedlern auf Palästinenser imWestjordanland einschließlich Ostjerusalem zudem mehr als 1000 Palästinenser vertrieben und mehr als 500 Häuser, Wohnungen und Installationen zur Wasserversorgung zerstört.[64]Mit demIron Dome wurde am 26. März nördlich vonBeʾer Scheva erstmals ein neues mobiles Raketenabwehrsystem zur Abwehr vonKurzstreckenraketen in Betrieb genommen.[65] Mit diesem gelang es am 7. April zum ersten Mal erfolgreich eine vom Gazastreifen abgefeuerteGrad-Rakete abzuschießen.[66]
Demonstration in Tel Aviv am 6. August 2011
Im Schatten des arabischen Frühlings kam es ab Juli auch in Israel zuProtesten, die sich jedoch von der Demokratiebewegung in den umliegenden Staaten unterschied. Die israelischen Demonstranten beklagten in erster Linie einen Mangel an sozialer Gerechtigkeit und forderten insbesondere eine Entspannung des Wohnungsmarktes.
Während bisherHebräisch undArabisch Amtssprache sind, brachten im August 40 Abgeordnete der Regierungs- und der Oppositionsparteien eine Gesetzesvorlage vor die Knesset, nach der Hebräisch alleinige Amtssprache Israels sein soll.[67][68]
In der Folge desTōhoku-Erdbebens mit derMomenten-Magnitude 9,0 im Pazifischen Ozean 130 Kilometer östlich von der StadtSendai kam es am 11. März zu einem bis zu 20 Meter hohenTsunami, der zahlreiche Küstenstädte, vor allem in der Präfektur Miyagi zerstörte und teilweise bis zu drei Kilometer in das Landesinnere lief. Bei den Naturkatastrophen kamen mindestens 15.858 Menschen ums Leben. Weiter kam es als Folge des Tsunamis zu Stromausfällen und der Beschädigung des sich an der Küste befindenden AtomkraftwerksFukushima I. Die Beschädigung und der Ausfall des Kühlkreislaufs der Reaktoren führten zu derNuklearkatastrophe von Fukushima.
Am 12. März starteten die Streitkräfte der Vereinigten Staaten dieOperation Tomodachi, die der Unterstützung bei der Versorgung von dem Erdbeben- und Tsunamibetroffenen mit Hilfsgütern diente.
Das Anwesen Bin Ladens in Abbottabad – schematische Grafik
Besonderer internationaler Aufmerksamkeit inPakistan wurde der Tötung desal-Qaida-AnführersOsama bin Laden zuteil, die am 2. Mai durch eine US-amerikanische Sondereinheit im Rahmen derOperation Neptune’s Spear auf dessen Anwesen inAbbottabad vollzogen wurde. Das Parlament von Pakistan verurteilte den Vorgang und forderte eine Überprüfung der Beziehungen zwischen Pakistan und den USA.[69]
Bei der16. Parlamentswahl inSingapur am 7. Mai war es zum ersten Mal in der Geschichte des Staates seit der Unabhängigkeit möglich, in allen Wahlkreisen bis auf einen eine Oppositionspartei zu wählen.[73] DiePeople’s Action Party erreichte dabei 81 Sitze.
Politische Kontroversen wurden 2011 durch Zensurmaßnahmen der Regierung ausgelöst. So ließ sich der Ministerpräsident in einem vom Parlament verabschiedeten Mediengesetz die persönliche Befugnis geben, Fernsehkanäle vorübergehend schließen zu lassen oder Programme zu verbieten, wenn die Inhalte die nationale Sicherheit bedrohen oder die öffentliche Ordnung stören würden.[74]
Im Juni führten von der Regierung angekündigte Einschränkungen des Internetzuganges für die türkische Bevölkerung (themen- undstichwortbezogene Ausfilterung von Internetseiten) zu heftigen Protesten inner- und außerhalb der Türkei. Im Index für Pressefreiheit der OrganisationReporter ohne Grenzen sank das Land auf Platz 138.[75]
Am 8. Dezember verhinderte der britische PremierDavid Cameron mit seinem Veto die Änderung der EU-Verträge, wonach Verstöße gegen den Stabilitäts- und Wachstumspakt automatisch zur Einleitung eines Defizitverfahrens führen sollten. Im Anschluss entstehen Diskussionen um die Frage, ob dasVereinigte Königreich Mitglied der EU bleiben will und sollte.
Von Mai bis Ende Juli war besonders Deutschland von einerHUS-Epidemie betroffen. Die bis dahin nicht bekannte, schwere Verlaufsform eineshämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) mit Durchfall tauchte zunächst vor allem in Norddeutschland auf und war mit großer Wahrscheinlichkeit auf ägyptischeBockshornkleesamen zurückzuführen.
Innerhalb des Jahres fanden folgende sieben Wahlen zu Landesparlamenten statt:
Kabinett Papandreou einen Tag vor dem Rücktritt des Ministerpräsidenten
Griechenland beschäftigte weiterhin primär dieFinanzkrise. Am 29. Juni wurde das dritte Sparpaket beschlossen. Die Kürzungspläne der öffentlichen Ausgaben waren von massivenProtesten begleitet.
Der damalige MinisterpräsidentGiorgos A. Papandreou überstand zunächst im Juni eineVertrauensfrage. Nach einem angekündigten Referendum über die Sparauflagen, die auf die Beschlüsse des zurückliegenden EU-Gipfels in Brüssel zur Griechenlandhilfe zurückgingen, stellte er jedoch erneut die Vertrauensfrage und erhielt nach der Ankündigung, eine Übergangsregierung unter Einbindung der oppositionellenNea Dimokratia bilden zu wollen, auch hier wieder die Mehrheit.
Am 9. November erklärte Papandreou seinen Rücktritt.[80] Neuer Ministerpräsident wurdeLoukas Papadimos.
Am 12. und 13. Juni wurde inItalien einabrogatives Referendum mit vier Fragen abgehalten.Mitte November erklärte der damalige MinisterpräsidentSilvio Berlusconi seinen Rücktritt, da er im Parlament keine Mehrheit mehr hatte. Vier Tage später wurde eine neue Regierung unter dem Vorsitz des früheren EU-KommissarsMario Monti vereidigt.
InLettland kam es erstmals in der Geschichte des Landes zu vorgezogenen Wahlen, nachdem der damalige StaatspräsidentValdis Zatlers am 28. Mai beim Verfassungsgericht einReferendum über die Auflösung derSaeima beantragt hatte. Das Referendum wurde am 23. Juli von rund 95 Prozent der Wähler, bei einer Wahlbeteiligung von 44,73 Prozent, befürwortet.[81] Bei derParlamentswahl am 17. September wurde erstmals das BündnisSaskaņas Centrs stärkste Partei.
Im Dezember sorgte ein Run auf dieSwedbank für internationale Aufmerksamkeit. Etwa 10.000 Letten hoben am 11. Dezember insgesamt mehr als zehn Millionen Lats von ihren Konten ab, nachdem aufTwitter Gerüchte über eine Pleite der Bank verbreitet wurden.[82][83]
Am 16. April wurde das Parlament aufgelöst, und bis zu diesem Zeitpunkt sämtliche Wahlgesetzreformen durchgeführt, die von der Opposition seit langem gefordert wurden. Die Sozialdemokraten setzten ihren Boykott jedoch weiter fort. Am 5. Juni fanden daraufhin vorgezogeneParlamentswahlen statt, bei denen Nikola Gruevski wiedergewählt wurde.
Gegen Jahresende beschäftigte eineButterkrise das Land. Die Märkte waren von einer akuten Verknappung anButter und einerInflation der Butterpreise betroffen. Wegen des akuten Mangels stiegen die Preise und Buttervorräte inSupermärkten waren schon kurz nach neuen Lieferungen ausverkauft.
Initiiert von der BewegungGeração à rasca fanden inPortugal zahlreiche Massen-Demonstrationen statt, die sich sowohl gegen steigende Arbeitslosigkeit und schlechte Arbeitsbedingungen als auch einen sinkenden Lebensstandard und drastische Sparmaßnahmen der Regierung wandten. Gewerkschaftsverbände schlossen sich den Protesten an. Im März zog die konservativePartido Social Democrata ihre Unterstützung für die Spar- und Kürzungsprogramme der portugiesischen Minderheitsregierung zurück.[93] Die Regierungskrise führte zuNeuwahlen des Parlaments am 5. Juni, aus denen die liberal-konservative PSD als Siegerin hervorging und die regierenden Sozialisten ablöste. Neuer Premierminister wurdePedro Passos Coelho und bildete dasKabinett Passos Coelho.
Aus derParlamentswahl am 4. Dezember ging die ParteiEiniges Russland mit 49,3 Prozent als eindeutiger Sieger hervor. Jedoch kam es in der Folge wegen mutmaßlicher Wahlfälschungen zu den größtenProtestkundgebungen in der jüngeren Geschichte des Landes. Die Polizei reagierte auf allen Kundgebungen mit Großaufgeboten. Wegen restriktiver Parteigesetze waren auch zahlreiche Parteien nicht zur Wahl zugelassen worden. Internationale Wahlbeobachter kamen zu dem Schluss, dass bei der Wahl demokratische Grundregeln erheblich verletzt wurden.
Dieslowenische Regierung unter Borut Pahor hatte mehrere Rücktritte von Kabinettsmitgliedern zu verzeichnen, darunter auch der Rücktritt der damaligen InnenministerinKatarina Kresal, dem eine Korruptionsaffäre voraus ging. Laut einer Umfrage der TageszeitungDnevnik waren zuletzt 84 Prozent der Bevölkerung mit der Arbeit der Regierung unzufrieden.[94] Am 20. September sprach dieStaatsversammlung der Regierung und dem Ministerpräsidenten Pahor dasMisstrauen aus.
Am 1. Januar 2011 trat zudem ein neues restriktives Mediengesetz in Kraft das europaweit in die Kritik geriet. Durch das Gesetz wurde die im Jahr zuvor eingerichtete BehördeNemzeti Média- és Hírközlési Hatóság zur zentralen Kontrollbehörde sämtlicher in Ungarn verfügbarer Medien.
Im ersten Halbjahr 2011 übernahm Ungarn erstmals denVorsitz im Rat der Europäischen Union. Dabei kam es, vor allem aufgrund des umstrittenen ungarischen Mediengesetzes, zu Beginn der Ratspräsidentschaft zu Kontroversen mit anderen EU-Partnern.
Das politische Jahr 2011 im Vereinigten Königreich war durch einWahlreferendum, in dem die Änderung des Wahlrechts zu einemInstant-Runoff-Voting (alternative vote „AV“) abgelehnt wurde, und dieSchottischen Parlamentswahlen geprägt, in der zum ersten Mal eine Partei, dieScottish National Party, dieabsolute Mehrheit der Parlamentsmandate erreichen. In den Medien wurden aber vor allem dieUnruhen in London und anderen englischen Städten, die nach der Erschießung des 29-jährigen Mark Duggan in der Bevölkerung entbrannten, sowie derNews-International-Skandal um den US-amerikanischen MedienunternehmerRupert Murdoch diskutiert. Der Medienkonzern hatte sich illegal Zugang zu Mobilfunk-Mailboxen verschafft und stand im Verdacht, Polizeibeamte bestochen zu haben.
14. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 4,0 erschüttert die StadtNassau östlich von Koblenz. Es gab einige leichte Schäden wie Mauerrisse oder herabgefallene Gegenstände.[96]
10. März: Ein Erdbeben im SüdwestenChinas fordert 25 Tote und etwa 250 Verletzte. Es verursachte erhebliche Schäden. Das Beben hatte eine Stärke von 5,8 auf der Richterskala.
11. März: DasTōhoku-Erdbeben nahe der Ostküste vonHonshū (Japan) erreicht eine Magnitude von 9,0. Es löst einen schwerenTsunami aus, der über die NordostküsteJapans hinwegfegt. Insgesamt gibt es über 15.000 Tote, über 8.000 werden noch vermisst.
24. März: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 fordert inMyanmar mindestens 150 Menschenleben. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt und 30 vermisst.
07. April: Ein Nachbeben der Stärke 7,1 kostet an der Ostküste vonHonshū 4 Personen das Leben.
28. April: Eine Serie von 150Tornados verwüstet den Süden derUSA und kostete 340 Menschen das Leben
11. Mai: Ein Erdbeben in Südspanien fordert 9 Tote. Es hatte eine Stärke von 5,1 auf der Richterskala.
19. Mai: Ein Erdbeben der Stärke 5,8 erschüttert dieTürkei und kostet 3 Menschen das Leben; zahlreiche werden verletzt.
04. Juni: Ausbruch des VulkansPuyehue im Bereich des Cordón Caulle
23. August: Ein Erdbeben der Stärke 5,8 erschüttert den Osten der Vereinigten Staaten. Tote oder Verletzte gab es aber keine.
26. August: DerTaifun Nanmadol fegt über die Philippinen hinweg und fordert mindestens 40 Tote. Nanmadol verursacht einen Schaden von 600 Millionen US-Dollar.
28. August: Der folgenschwereHurrikan Irene trifft aufNew York und verursacht einen Gesamtschaden von 10,1 Milliarden US-Dollar. Irene tötet 56 Menschen.
20. Oktober: Ein Erdbeben der Stärke 4,8 erschüttert den Süden vonTexas. Es ist das stärkste Erdbeben seit 80 Jahren in der Region.[98]
21. Oktober: Ein Seebeben der Stärke 7,4 erschüttert dieKermadecinseln nordöstlich vonAuckland,Neuseeland. Für die Kermadec Islands,Tonga und Teile Neuseelands wurde eine Tsunamiwarnung herausgegeben. AufRaoul Island wurde ein sehr kleiner Tsunami gemeldet.[99]
23. Oktober: Einschweres Erdbeben mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala erschüttert den Osten derTürkei. Das Epizentrum liegt 15 Kilometer vonVan entfernt.[100] Bisher sind mehr als 600 Tote geborgen.
25. Oktober: DerHurrikan Rina bringt heftigen Regen nach Mittelamerika. Mindestens 100 Menschen werden getötet, 27 Menschen werden vermisst, da sie sich auf einem Schiff befanden.[101] auf welt.de
26. Oktober: Auf Grund von Hochwasser im FlussDensu in Ghana wurden Teile der Hauptstadt Accra überschwemmte. Dabei wurden 17.000 Menschen obdachlos und 17 Menschen kamen ums Leben.
November 2011: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 war es in einem November in Deutschland noch nie so trocken.
Copa América inArgentinien.Uruguay besiegteParaguay mit 3:0 und holte seinen 15.Copa-Titel. Damit ist Uruguay alleiniger Rekordgewinner der Copa América.
Das FotoRhein II vonAndreas Gursky erzielte bei einer Auktion vonChristie’s am 8. November in New York einen Preis von 3,1 Millionen Euro und wurde damit zur teuersten Fotografie der Welt.[116][117]
Am 1. Januar wurde in derägyptischen StadtAlexandria einAnschlag auf koptische Christen verübt, bei dem mindestens 23 Personen starben und weitere 97 verletzt wurden. Dabei wurde eine Autobombe vor der Al-Qiddissine-Kirche gezündet, als etwa 1000 Anhänger der christlichen Minderheit derKopten den Neujahrsgottesdienst verließen.[119]
Beim33. Deutschen Evangelischen Kirchentag kamen in der Zeit vom 1. bis zum 5. Juni insgesamt 117.957 Dauerteilnehmer sowie 26.919 Tagesteilnehmer inDresden zusammen, um an den 2.350 Einzelveranstaltungen teilzunehmen.[120]Vom 22. bis 25. September fand mit demPapstbesuch in Deutschland die 21. apostolische Reise Benedikts XVI. statt. Besonders die Rede des Papstes imBundestag sorgte für politische Kontroversen. 55 Organisationen hatten zudem zu Protesten aufgerufen, die sich vor allem gegen die Sexualmoral der Kirche richteten.
Totale Mondfinsternis, sichtbar in Asien und Australien.
Partielle Sonnenfinsternis vom 4. Januar 2011 von Norddeutschland aus gesehen.
Im Jahr 2011 ereigneten sich vier partielleSonnenfinsternisse, erstmals am 4. Januar über Europa, Nordafrika und Westasien.Die Sonnenfinsternis am 1. Juni war von Ostsibirien, Nordalaska, Nordkanada und Grönland aus sichtbar. Bei der Sonnenfinsternis vom 1. Juli wurde die Erde über dem Meer zwischen dem antarktischen Kontinent und Afrika vom Halbschatten des Mondes nur gestreift. Sichtbar war sie daher nur im Südpolarmeer zwischen Südafrika und der Antarktis. Eine weitere partielle Sonnenfinsternis konnte am 25. November von der Antarktis, Südafrika, Tasmanien und Neuseeland aus beobachtet werden.
Zwei Mal ereignete sich eine totaleMondfinsternis. Am 15. Juni, sichtbar in Ostafrika, Indien und dem Mittleren Osten, sowie am 10. Dezember in Asien und Australien.
Die letztenIPv4-Adressen sind symbolisch an Vertreter der Vergabestellen auf den Kontinenten vergeben worden.[122]
24. Februar
Die Raumfähre „Discovery“ ist zum letzten Mal auf dem Weg ins All. Das Space Shuttle hob am Donnerstag um 22.53 Uhr MEZ und damit einige Minuten später als geplant vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab.
Außerdienststellung derSpace Shuttles: Die letzte Shuttle-MissionSTS-135 startet mit der Raumfähre „Atlantis“ zurISS und bringt letzte Versorgungsgüter und Ersatzteile mit.
31. Oktober
Start derShenzhou-8-Rakete der chinesischen RaumfahrtagenturCNSA, die auch zum ersten Mal mehrere Experimente aus Deutschland mitnimmt.[123]
November: Start desESA-SatellitenADM-Aeolus zur Erfassung der Erd-Dynamik der Erdatmosphäre.
25. November
Der bisher größteMars-Rover „Curiosity“ startet zumMars, wo er ca. ein Jahr später landen wird.
Tablet-PCs und Smartphones u. a. mit dem Betriebssystem Android werden zum Verkaufsschlager
Im Jahr 2011 stieg der Markt fürTabletcomputer undSmartphones deutlich an. Der neue Web-StandardHTML5 begann langsam damit denFlash Player als Standard abzulösen. Das vonGoogle entwickelte Smartphone-BetriebssystemAndroid brachte seinen weltweiten Marktanteil nach Angaben des MarktforschungsunternehmensGartner im dritten Quartal 2011 auf 52,5 Prozent und konnte ihn damit im Vergleich zum dritten Quartal 2010 mehr als verdoppeln.[124] Außerdem präsentierte Google Ende Juni das soziale NetzwerkGoogle+ als Konkurrenz zuFacebook.
Mit der letzten Mission der im April 1984 fertiggestellten RaumfähreAtlantis, wurde im Juli zugleich die letzte geplante bemannte Raumfahrtmission mit einemSpace Shuttle durchgeführt.
Die Bekanntgabe derNobelpreisträger des Jahres 2011 erfolgte vom 3. bis zum 10. Oktober 2011.[125] Die Verleihungen fanden am 10. Dezember 2011 in Oslo (Friedensnobelpreis) und Stockholm statt.
Judea Pearl für grundlegende Beiträge zur künstlichen Intelligenz durch die Entwicklung eines Kalküls für probabilistisches und kausalistischesSchließen.
Die fossile Hai-Platte „Drei Haiskelette vereint – Orthacanthus (Lebachacanthus) senckenbergianus aus dem saarpfälzischen Rotliegend“ istFossil des Jahres derPaläontologischen Gesellschaft
↑Siebenmilliardster Mensch symbolisch begrüßt.Die Presse, 31. Oktober 2011, abgerufen am 31. Oktober 2011: „Die UNO erklärte mehrere Neugeborene weltweit symbolisch zum siebenmilliardsten Menschen, darunter auch Danica May Camacho auf den Philippinen.“
↑Sloweniens Regierung ist am Ende. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Januar 2014; abgerufen am 7. Januar 2016. tagesschau.de, 20. September 2011.