Die Vergabestelle vergibt Domains ausschließlich auf zweiter Ebene. Es gibt allerdings zahlreiche Anbieter, die eigeneSecond-Level-Bereiche vermarkten, wie beispielsweise.de.vu.[3] Diese stehen jedoch in keiner Verbindung mit Telecom Vanuatu, werden durch diese jedoch geduldet. Eine .vu-Domain darf insgesamt zwischen drei und 63 Zeichen lang sein und nuralphanumerische Zeichen enthalten,Punycode wird nicht unterstützt. Bestellungen für .vu werden automatisiert durchgeführt und sind meist nach 24 Stunden abgeschlossen.[4]
Im Vergleich zu anderen Top-Level-Domains erzielen .vu-Domains aufgrund ihrer untergeordnetenBedeutung eher niedrige Handelspreise. Die teuerste jemals verkaufte Adresse istcasino.vu, die im Jahr 2007 für 1.800US-Dollar den Besitzer gewechselt hat.[5]
Aufgrund der vergleichsweise weniger strengen Vergabekriterien gilt die .vu-Domain seit Jahren als einer der maßgeblichen Häfen von Betrügern undPhishing-Websites. Insbesondere das Problem, Daten über einen Domain-Inhaber perWhois herauszufinden, macht die Top-Level-Domain für den Betrieb vonBriefkastenfirmen interessant.[6] Aufgrund dessen hat die staatlicheRegulierungsbehörde fürTelekommunikation im Oktober 2012 eine Anhörung durchgeführt, in der auch geprüft wurde, den Betrieb von .vu der Vergabestelle zu entziehen. Nach eigener Aussage wolle die Behörde einen Ausgleich zwischen dem Interesse an der Förderung des Internets und dem Kampf gegenCybersquatting schaffen. Ob und wann die Vergabekriterien tatsächlich geändert werden, ist nicht bekannt.[7]
↑Seit August 2016 sind weder der Betreiber der Second-Level-Domain.de.vu unterArchivlink (Memento vom 16. August 2016 imInternet Archive) noch damit angelegte Weiterleitungen zu Homepages abrufbar.