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Ę

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Ęę

Das Zeichenę ist einBuchstabe deslateinischen Schriftsystems. Es wird auche caudata (lateinisch, wörtlich „geschwänztes e“) genannt. Es wird heute regelmäßig als ein e mitOgonek dargestellt und wird inUnicode als U+0118 Ęlatin capital letter e with ogonek bzw. U+0119 ęlatin small letter e with ogonek dargestellt.

Gebrauch

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Die beschriebene Entwicklung zur heutigen Form und die hier dazu gegebene Begründung sind zu belegen.

Das Zeichen entwickelte sich in der Lateinschrift des frühenMittelalters aus demDiphthongae über die Zwischenstufe einerLigaturæ, da die Bereitschaft, Diphthonge zu schreiben, immer mehr abnahm und der Laut zu diesem Zeitpunkt ohnehin bereits mit dem [e] zusammengefallen war.

E caudata in einem flämischen Druck von 1609.[1] „beátę“ steht hier für „beatæ“.

ImPolnischen zeigt es dieNasalierung des e an (Aussprache: [ɛ̃], wie französischmain) (anhören/?).

ImLitauischen zeigt es ein langes, offenes e an.

In diversenindigenen amerikanischen Sprachen wird das Ogonek allgemein als Nasalierungszeichen für Vokalbuchstaben verwendet, sodass sich Ę/ę auch dort findet.

Darstellung in Computersystemen

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InHTML kann man das Ę mitĘ bzw. das ę mitę bilden.

E᪷e᪷

Ähnliches Zeichen in niederdeutschen Orthografien

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Niederdeutscher Text (Mecklenburgisch-Vorpommersch; Druck um 1910)[2]
Niederdeutscher Text (1998)[3]

In verschiedenen im 19. und 20. Jahrhundert entwickeltenOrthografien desNiederdeutschen wird es verwendet, um das offene e ([ɛ]) darzustellen, das in älteren Orthografien als „ae“, in heutigen Orthografien zumeist als „ä“ (gelegentlich „ȩ“) geschrieben wird. Es erscheint so in denLübecker Richtlinien in der Fassung von 1920 und nachfolgend u. a. in denLoccumer Richtlinien von 1973 und derBremer Schreibung von 1998.[4] Das Zeichen wird hier in einer anderen Gestaltung verwendet: Der Haken setzt senkrecht an der Mitte der Buchstaben-Unterkante an und ist auch nicht in allenSchriftarten fest mit dem Buchstaben verbunden. Diese Form entspricht den seit Anfang des 20. Jahrhunderts in der deutschenDialektologie gebräuchlichenLautschriften.[5][6]

In Unicode ist diese Form als E/e gefolgt von U+1AB7combining open mark below darzustellen: E᪷, e᪷.

Siehe auch

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  • Weitere besondere Buchstaben in niederdeutschen Orthografien:å,æ bzw.œ

Weblinks

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Commons: Ę – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Ę – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: ę – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Detail eines Scans von:Officium Beatæ Mariæ Virginis, Antwerpen (Officina Plantinina) 1609
  2. Detail eines Scans von:Hermann Jahnke,Albert Schwarz (Hrsg.):Fritz Reuters sämtliche Werke in fünfzehn Bänden. Berlin um 1910, Zwölftes Buch, S. 81
  3. Wolfgang Lindow, Dieter Möhn, Herrmann Niebaum, Dieter Stellmacher, Hans Taubken, Jan Wirrer:Niederdeutsche Grammatik, Bremen 1998,ISBN 3-7963-0332-3, S. 48 (Detail aus einem Scan vonMatthäus 14,13–21 EU in der um 1998 konzipiertenBremer Schreibung)
  4. Wolfgang Lindow, Dieter Möhn, Herrmann Niebaum, Dieter Stellmacher, Hans Taubken, Jan Wirrer:Niederdeutsche Grammatik, Bremen 1998,ISBN 3-7963-0332-3, S. 32–35, 38–42
  5. Otto Heilig, Philipp Lenz (Hrsg.): Zeitschrift für hochdeutsche Mundarten, I. Band, Heidelberg 1900, Seite 6–7
  6. Michael Everson, Alois Dicklberger, Karl Pentzlin, Eveline Wandl-Vogt: Revised proposal to encode “Teuthonista” phonetic characters in the UCS (Unicode Document L2/11-102, ISO/IEC JTC1/SC2/WG2 Document N4081). (PDF) Unicode Technical Committee, 2. Juni 2011, abgerufen am 28. November 2016. 
Lateinisches Grundalphabet
Vom lateinischenE abgeleitete Buchstaben
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ę&oldid=258935822
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