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Judedum

Us der alemannische Wikipedia, der freie Dialäkt-Enzyklopedy
Dr Davidschdärn (hebräischmagen david =S Schild vom David) isch in dr Neuziit s Symbol vom Judedum und vom jüdische Volk

MitJudedum meint me alles, was mit em jüdischeVolk zdue het: si Religion, Traditione, Kultur und d Jude sälber as Volk.

D Jude

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Diejüdischi Orthodoxii het än eifachi Definition für wär ä Jud isch: jede wo von erä Jüdin gebore worden isch und kai anderi Religion agnoh het oder wär sich gmäss em jüdische Gsetz, drHalacha, zum Judedum bekehrt het. Das isch zwar nur ei mögligi Definition, aber die wo zur Ziit im StaatIsrael Gsetz isch und wo sich uf vili Aschbäkt vom Läbe dört uswürkt. Bi dr Gründig voIsrael isch dr leitend Gedanke gsi, assIsrael für jede Mensch, wo sich as Jud gseht, und siini nöggschde Aghörige söt e Heimet si. Dr Staat het sich denn au für Ybürgere mit erä eidlige Erklärig zfriide gä. Im Lauf vo de Johr hai die orthodoxe israelische Pardeie es fertig brocht, ihri Definition vom Judsii im Gsetz z verankere.

D Nidjude (und au vili Jude) nämme s im allgemeine nid so gnau und akzeptiere ass öbber, wenn er will Jud si, das au cha. Das bedütet im allgemeine, ass er jüdischi Feschter fiirt und jüdische Organisatione aghört.

Es git i verschidene LänderJudehasser, und bi dene isch hingege s Wort Jud ä Schimpfwort, und si behaupte d Jude siige ä Gfohr für d Menschheit und si chönne sich nid verändere und abasse, so wie drErasmus von Rotterdam bhauptet het:Jud bliibt Jud. Dorum si dJude wo konvertiert hai zSpanie und zBortugal, dieneue Chrischte, nie wirklig asChrischte akzeptiert worde, und me het se wiiterhi verfolgt.

Wie bi de orthodoxe Jude het au bi de moderneAntisemite d Abstammig als s wichdigschte gulte, aber si hai kai Underschiid gmacht zwüsche dr müeterlige und dr väterlige Linie. Bi deNationalsozialischte het gulte, ass dierassischi Unreinheit dur s Bluet vermiddlet wärdi, so hai sie vo Halb-, Viertel und Achteljude gredet, je nach däm wievil jüdischi Vorfahre öbber gha het.

Wil s Judedum alli Aschpäkt von erä menschlige Gmeinschaft umfasst, si d Grubbierige innerhalb vom Judedum sehr vilfältig.

ä Kongregation in erä reformierte Synagoge, wo d Manne und Fraue zsämme sitze

D Jude wärde ihrer Kultur noh in europäischi und öschtligi Jude iideilt, oder ihrer hischdorische Umgangssprooch noh inAschkenasim (dütschi Jude), woJiddisch gschwätzt hai, undSepharadim (spanischi Jude), woLadino gredet hai. Wenn s au nid vil Aschkenasim git, wo in öschtlige Länder, also öppe inPersie, drTürkei oder in arabische Länder läbe, het s doch nid wenig Sepharadim, wo vor drspanische Inquisition in anderi europäischi Länder gflüchtet si. Es git chliineri Grubbe wie die jüdische Gmeinde imIrak, imJemen oder inÄthiopie, wo hischdorisch nieLadino gschwätzt hai und dorum nit zu de Sepharadim zelt wärde.

e chassidische Rabbiner bim Bäte

Ä grosse Deil vo de Jude si nid religiös, die andere gsehn sich as draditionell oder religiös. Die gläubige Jude cha mä in drei Grubbe iideile: die Orthodoxe, die Reformierte und die Konservative. Die letschte beide Grubbe gits praktisch nume in drDiaspora, wo si ä Mehrheit under de Jude si, wo sich as religiös bezeichne. ZIsrael si si nid anerkannt: ihri Rabbiner und rabbinische Gricht, ihri Konversione usw. zele nit. Bi de Orthodoxe het s zwei Grubbe, wo zahlemässig nid sehr grooss si, aber drfür vil vo sich rede mache, das si die Ultraorthodoxe und d Chassidim.

Hauptardikel:Kehilla

Die wichtigscht öffentligi jüdischi Iirichdig isch dGmeind. Hischdorisch hai d Jude dank iire dr Glaube und em Gsetz noh chönne läbe. D Gmeind kümmeret sich um ihri Midgliider, understützt öpper wenn s em wirtschaftlig schlächt gangen isch, schützt se so guet si het chönne, wenn si aagriffe worde si, si luegt für d Erziehig vo de Chinder und vermittlet religiösi und anderi Dienschtleischdige. In dr hütige Ziit, wo drSchdaat vilerorts die gliiche oder ähnligi Funktione erfüllt, konzentriert sich d Gmeind ehnder uf speziell jüdischi Aglägeheit, uf d Religion und d Kultur.

D Gmeind wird vom enä gwehlte Vorstand gleitet. Er stellt dRabbiner und d Lehrer, dr Chasan und andere Funktionär a.

DrRabbiner isch nit nume für religiösi Froge zueständig, er het au richterligi und seelsorgerischi Funktione i dr Gmeind.

Sovil jüdischi Grubbe, wie s amen ä Ort mit vile Jude git, sig s vo dr Umgangssprooch, de Draditione oder dr Glaubensrichtig us, so vil Gmeinde het s dört. Nur wenn d Zahl vo de Jude noime chlii isch, düen sich Grubbe vereinige, zum Bischbil bruucht s jüdisch Gebät in drSynagoge d Awäseheit vo mindeschtens zäh erwachsene Jude (bi de Orthodoxe müesse das Manne si, wo sBar Mitzwa, die jüdisch Konfirmierig, hinder sich hai), und wenn dGmeind z chlii isch muess mä Jude vo andere Gmeinde iilade für zum d Zahl vollzmache.

D Ortsgmeinde si im allgemeine zsämmegschlosse in eränationale' Gmeindiorganisation, wo alli Jude vom enäLand iischliesst.

Die jüdische Gmeinde uff dr Wält

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Es git uf dr Wält hützudag öbbe 13,3 Millione Jude. Nach dr Judevernichtig in Europa im 20. Joorhundert het sich s Schwergwicht i dieVereinigte Staate und vor allem nach Israel verlageret, wo die Überl$bende vo drSchoah, aber au Juden us Oschteuropa, wo noch em Ändi vom Kommunismus hai chönne emigriere, uffgnoh hai.

Alli Zahle wo in dr Dab$lle unde noh vorchömme, si nume ungfähr richtig.

Die gröschtenationale jüdische Gmeinschafte[1]:

LandJude% vo alle Jude% vo dr Bevölkerig
Vereinigti Schtaate5.700.00043,561,9
Israel5.025.00038,4176,7
Frankriich519.0003,970,9
Kanada364.0002,781,1
Grossbritannie273.5002,090,5
Russland265.0002,030,2
Dütschland220.0001,680,3
Argentinie195.0001,490,5
Ukraine100.0000,760,2
Australie99.0000,760,5
Brasilie97.3000,740,1
Südafrika78.0000,600,2
Ungarn51.3000,390,5
Mexiko40.4000,310,04
Belgie31.4000,240,3
Iran[2]25.0000,190,04
...
Schwiiz[3]17.914-0,25
Öschtriich[4]8.140-0,1
Wält13.083.900100,00,2
Lueg au dr Hauptartikel DGschicht vo de Jude

Die gschichtlige Vorfahre vo de Jude hai sich „Söhn vom Israel“ (hebr. בני ישראל, umschriibebnei israel ) gnennt. Mä weiss braktisch nüt vo ihrer Härkunft und früeche Gschicht. DBible verzelt zwar Mythe, wo vo vile gläubige Juden und Chrischte as Wohret agno wärde, aber archäologisch gseh si sogar so hervorragendi Figure wie dr König David und dr Salomo kuum z fasse. D Gfangeschaft vo deIsraelite in Ägypte und ihre Uszug, dLandnahm z Kanaan het mä immer wider brobiert hischdorisch z düüte; aber nume d Bible, wo Johrhunderti noch dene Ereignis as religiös-politischi Schrift zsämmegstellt worden isch, schriibt drüber, und s git keini archäologische Hiwiis druf.

In historische Ziite hai d Jude zwüsche deÄgypter und dr jewiilige Macht, wo Syrie beherrscht het, müesse läbe. No in dr spooteBronzeziit, wo s die erschti hischdorischi Erwähnig vo Israel uf dr Schtele vom ägyptischePharaoMerneptah (1212-1202) git, isch d Macht vomägyptische Neue Riich z Kanaan erdrückend gsi, aber Seevölker wie d Filischter, wo vo Norde uf em Land und em Wasser gegeÄgypte zoge si, hai sich noch ihre militärische Niiderlage zwar nit in Ägypte, aber doch in Kanaan chönne niiderlo und hai afo unabhängigi Stadtstaate bilde. D Israelite, und spööter au d Jude hai ehnder s Innere vom Land bsetzt, während dFilischter in de Küschtestedt gläbt hai. D Entscheidig öb me sich söt mitÄgypte verbünde oder de Mesopotamier isch nie liicht gsi und Fählkalkulatione wie im Fall vo deBabylonier hai chönne schlimmi Folge ha: Im Johr 598 het drbabylonisch König Nebukadrezzar II.Jerusalem zerstört und d Jude nach Mesopotamie ins Exil gschickt. Ä Deil vo de Jude si zrugg ufEretz Israel, wo ihne das dr PerserkönigKyros II. 539 erlaubt het, aber vili si zBabylon bliibe und hai dört ä bedütendi Gmeind ufbaut.

Anderi Gmeinde in dr Diaspora si entstande, wil d Jude gflüchtet si vor ere Bedrohig – in Oberägypte im 6. Johrhundert vor Chrischtus – oder verschleppt worde si nach em enä Ufstand gege fremdi Herrscher: z Rom und in andere Stedt vomrömische Riich dureHadrian im Johr 133 noch dr Ziitwändi.

Bis zur Zerstörig vom Tämpel zJerusalem under em KaiserTitus im Johr 70 het s jüdische Volk in Jerusalem es spirituells und bis zum Ändi vomBar-Kochba-Ufstand im Johr 135 es politischs Zäntrum gha. Vo denn a bis zur Gründig vom SchdaatIsrael hai sich d Jude müesse de nit-jüdische Gsellschafte abasse, wo si gläbt hai, au in Palästina, wo s no immer ä grösseri jüdischi Gmeind ge het. Scho vo früeh a hai d Jude es Gmeindisyschdem entwicklet, won enä erlaubt het, ihri eigeni Kultur z pfläge. Mit drMischnah und spöter emTalmud hai si ihri Religion, wo vorher uf dr Tämpeldienscht konzentriert gsi isch, de neue Bedingige abasst.

Wo sich sChrischdedum im römische Riich verbreitet het, het sich das negativ uf d Jude usgwürkt: si si benochdeiligt, underdruckt und in vile Fäll zwangsdauft worde. Under de Muslim, wo die südlige Deil vom ehemalige römische Riich und grossi Deil vo Weschtasie eroberet hai, isch ihri Situation ä chlii besser gsi. Vom achte bis zum 10. Johrhundert het s im nördlige Kaukasus widr ä jüdische Staat gä, wo die Adlige vo de Chasare zum Judedum überdräte si. Im weschtlige Europa isch s vom 11. bis zum 13. Johrhundert für d Jude schlimm worde, wo s europäischeChrischdedum vom Chrüzzugfieber ergriffe worden isch. D Eröffnig vom enäChrüzzug het im allgemeine mit erä Judeverfolgig in Europa agfange, und wenn dr Chrüzzug zPalästina acho isch, si dört d Jude, wo deMuslime gholfe hai sich z verdeidige, massakriert worde.

ZSpanie isch denn d Ziit vo drReconquista, dr chrischtlige Wiidereroberig, cho, und d Jude si mänggisch vo den Araber, zu andere Ziite vo de Chrischte verfolgt worde, aber s het au Periode gä, wo s jüdische Läbe ufblüeht isch.Toledo isch im 12. und 13. Johrhundert es Zäntrum von erä chrischtlig-jüdische Übersetzigskultur gsi undBarcelona das votalmudische Studie. Die chrischtlige König si am Afang judefründlig gsi, aber im 14. Johrhundert het d Chille zu Pogrom gege d Jude afo hetze und dr Höhepunkt vo dr Judeverfolgig isch d Verdriibig (hebr. גירוש ספרד) oder d Zwangskonverdierig am Ändi vom 15. Johrhundert gsi. Au in Nordeuropa, vor allem inDütsche Riich het s Pogrom gä, und uusÄngland si d Jude im 13., uusFrankriich im 14. Johrhundert verdriibe worde, während si zPole z erscht ufgnoh worde si. Aber scho vom 15. Johrhundert aa het s au dört, und im 17. Johrhundert in drUkraine Judeverfolgige gä.

dr Philosoph Moses Mendelsohn, ein vo de Verdräter vo dr jüdische Haskala z Dütschland

DReformation het d Situation vo de Jude in ä baar Länder verbesseret. So hai Jude under em Cromwell widr dörfe zÄngland läbe, aber au under de Reformierte het s e Huffe Antisemite gha, wie drLuther sälber, wo in sim MachwärkVon den Jüden und iren Lügen (1543) gege d Jude ghetzt het. Im 18. Johrhundert het sich d Ufklärig in Europa verbreitet, wo d Idee vo deMenschrächt au für d Jude verlangt het. Under de Jude isch die paralleli Entwicklig dHaskala gsi, wo zun erä Anöcherig vom Judedum an die europäisch Kultur gfüehrt het. Während in Weschteuropa d Jude sich langsam in d Gsellschaft integriert hai, si si in Oschteuropa immer meh verfolgt worde und vo 1890 bis zum Ändi vomErschte Wältchrieg si zwei Millionerussischi Jude vor de Pogrom gflüchtet und uf Amerika emigriert.

Im 19. und 20. Johrhundert isch aber au dr modernNationalismus und au drAntisemitismus sterker worde. D Reaktion vom e Deil vo de Jude isch gsi, ä Staat für d Jude z verlange, ä Bewegig, wo dr NameZionismus übercho het, und Zionischte hai agfange Land in Palästina z chaufe und sich dört niiderlo. In de driissger Johr vom 20 Johrhundert isch d Lage vo de Jude in Europa prekär worde und nid wenig Jude si nach Palästina gflüchtet. Währed emZweite Wältchrieg hai die Dütsche im ganze bsetzte Europa d Jude verfolgt und schliesslig in Vernichtigslager afo umbringe. Öbbe sächs Millione Jude si Opfer vo drSchoah worde.

Dr arabischNationalismus het sich in de erschte Johrzähnt vom 20. Johrhundert entwicklet, und noch emZweite Wältchrieg si die paletinensische Nationalischte zu keim Kompromiss mit de Jude barat gsi und hai d Deilig vom Zisjordanische Palästina in ä jüdische und än arabische Staat abglähnt. Si si underschtützt worde vo alle arabische Staate, wo grad nach dr Gründig vom StaatIsrael am 14. Mai 1948 das Land mit ere grosse militärische Übermacht agriffe hai. Die israelischi Armee het d Agriff abgwehrt, und wo si witer het afo vorrücke, hai hundertduusigi vo Paleschtinenser s Land verloh, zum Deil si si gflüchtet, zum Deil verdriibe worde. In drei wiitere Chrieg het Israel de Araber zeigt, ass es chönn überläbe, und ä langwiirige Normalisierigsbrozäss het agfange.

Die jüdischi Religion

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Judaika (vo obe us in Uhrrichdig): Schabbat Cherzeschdänder, Bächer für s Händwäsche, Chumasch undTanach, Torahhand, Schofar, Etrogbehälter

S Judedum zelt zue deWältreligione, au wenn s nur a baar Millione gläubigi Jude git. Das chunnt drvo, ass s Chrischtedum und drIslam sich uf s Judedum berüefe; d Chrischte hai eifach die jüdisch Bible as sAlte Teschtament übernoh und in ihrem Sinn interpretiert, während dr Islam die altteschtamentlige Gschichte verarbeitet in si Dradition uffgnoh het. Drzue chunnt no, ass es Jude sit drAntike in de meischte Regione vo Europa, Nordafrika und em weschtlige Asie git, und ass si im Lauf vo de Johrhundert as Folg vo Verfolgig oder us wirtschaftliger Notwendigkeit sich über die ganzi Wält verschtreut hai.

Die jüdisch Religion isch no meh as dr Islam ä Religion vo Gsetz ehnder as voDogme. DrTanach het es ganzes Buech,Ve ikra (hebr. ויקרא, für d ChrischteLeviticus oder3. Mose), wo sich mit praktisch allem befasst, was eim im Läbe cha bassiere, und Regle feschtleit, wie mä sich muess benäh. Spööter isch die Dradition wiitergfüehrt worde vo de Talmudischte, wo im Talmud d Gsetz vom Tanach neu usgleit hai. Bis hüt düen dRabbiner die alte Gsetz de neuen Umschdänd abasse.

D Glaubenssetz vom Maimonides

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DrMaimonides het im 12. Joorhundert 13 Glaubenssetz ufgstellt, wo die jüüdischi Reliogioon definiere. Es het aber no Joorhunderti brucht, bis si vom orthodoxe Juudedum übernoo worde si.

  1. DExistänz vo Gott
  2. D Äihäit vo Gott
  3. DImmaterialidäät vo Gott
  4. D Eewigkäit vo Gott
  5. D Pflicht, nume Gott aazbäte
  6. DBrofetii isch e Daatsach
  7. D Brofetii vomMoses isch allen andere Brofeete überlääge
  8. DTora isch göttlig
  9. D Tora isch unveränderlig
  10. Gott wäiss alles
  11. Es git Loon und Stroof
  12. DrMessias wird choo
  13. DUfersteeig

Dr Josef Albo het in sim HauptwärkSefer ha-Iqqarim (s Buech vo de Brinzip vom Glaube) voorgschlaage, die 13 Setz uf 3 Brinzipie (Gott, Offebaarig, Vergältig) z reduziere, wo aber nid asDogme sötte aagluegt wärde.

wie s dr jüdische Kultur gangen isch

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Bis zur Neuziit cha mä die jüdischiKultur kuum vo dr Läbensart drenne, wo dr Uursprung in dr Religion het, und wenn s öbbis geh het, wo dr Religion widrsproche het, wie zum Bischbil dFilosofy vom BaruchSpinoza (1632-1677), denn het sich die jüdischi Gmeinschaft drvo abgschottet. D Kultur vo de Jude isch im Zytalter vo dr Diaspora au stark beiiflusst worde vo de vrschidene Gsellschafte, wo si drin gläbt hai.

In de islamische Länder isch die jüdisch Kultur au in dr Neuziit kuum vo dr Religion z drenne. In Weschteuropa, wo die allgemein Gsellschaft d Ufklärig und glychzytig s Judedum s jüdische Pendant drzue, dHaskala, erläbt hai, isch dEmanzipation vo de Jude vil wiiter gange, und ä Grossdeil vo de Jude het deilgnoh an dr allgemeine Kultur.

In Oschteuropa drgege, vor allem inPole, isch d Uusgränzig vo de Jude sehr dief gange, und d Jude hai drum in ihrer eigene Sprooch, emJiddisch, ä säkulari Kultur erschafft, wo zue de vitalschte in Europa ghört het; das het sich i dr Erziehig, dr Literatur, em Theater, dr Molerei, em Kunschthandwärk, dr Musig und em Film zeigt. Ä groosse Deil vo dere Kultur isch de Nitjude fremd bliibe, wil si die Sprooch nid hai chönne verschtoh.

Mit de Jude, wo vor de Pogrom im 19. Johrhundert us dr Ukraine und Russland in die Vereinigte Staate und anderi Länder vo Nord- und Südamerika gflüchtet si, isch au die jiddischi Kultur isExil gange und het z Amerika Wurzle gschlage, aber wäge dr Integration vo de Juden in die amerikanischi Gsellschaft isch s Jiddische as Sprooch dört hützudag braktisch usgschtorbe under de säkulare Jude. In Oschteuropa isch mit drSchoah und dr Underdrückig von erä sälbständige jüdische Kultur in drSowjetunion die jiddischi Kultur vrschwunde.

Lueg au

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Literatur

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  • Jonathan Magonet:Einführung ins Judentum. Jüdische Verlagsanstalt, Berlin 2003,ISBN 3-934658-43-1
  • Johann Maier:Judentum (UTB), Göttingen 2007,ISBN 3-8252-2886-X
  • Michael Brenner:Kleine jüdische Geschichte, Beck, München 2008,ISBN 3-406-57668-0.
  • Micha Brumlik:Kurze Geschichte Judentum, Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin 2009,ISBN 978-3-941087-53-8.
  • Nachum T. Gidal:Die Juden in Deutschland von der Römerzeit bis zur Weimarer Republik. Gütersloh 1988,ISBN 3-89508-540-5.
  • Karl-Erich Grözinger:Jüdisches Denken. Theologie – Philosophie – Mystik, Campus, Frankfurt am Main / New York, NY:
  • Peter Ortag:Jüdische Kultur und Geschichte. (PDF) 5. Auflage, Bpb, Bonn 2004,ISBN 3-89331-501-2.
  • M. Brenner, A. Kauders, G. Reuveni und N. Römer (Hrsg.):Jüdische Geschichte lesen. Texte der jüdischen Geschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert C. H. Beck, München 2003,ISBN 978-3-406-50960-5.
  • Mordechai Breuer, Michael Graetz (Hrsg.):Deutsch-jüdische Geschichte in der Neuzeit, 4 Bände, Sonderausgabe, Beck, München 2000:
    • Band 1.Tradition und Aufklärung: 1600 - 1780,ISBN 3-406-39702-6.
    • Band 2.Emanzipation und Akkulturation: 1780 - 1871,ISBN 3-406-39703-4.
    • Band 3.Umstrittene Integration: 1871 - 1918, von Steven M. Lowenstein, übersetzt von Holger Fliessbach, 1997,ISBN 3-406-39704-2.
    • Band 4.Aufbruch und Zerstörung: 1918 - 1945, von Avraham Barkai und Paul Mendes-Flohr. Mit einem Epilog von Steven M. Lowenstein, übersetzt von Holger Fliessbach, 1997,ISBN 3-406-39706-9.
  • Ḥayim Hilel Ben-Śaśon (Hrsg.):Geschichte des jüdischen Volkes – von den Anfängen bis zur Gegenwart (Autorisierte Übersetzung von Siegfried Schmitz), 5. erweiterte Auflage, Beck, München 2007,ISBN 3-406-55918-2.
  • Monika Richarz (Hrsg.):Jüdisches Leben in Deutschland. Selbstzeugnisse zur Sozialgeschichte.Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart:

Weblink

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 Commons: Judedum – Sammlig vo Multimediadateie

Quelle

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  1. Quelle:Jewish Agency for IsraelArchivlink (Memento vom 11. Oktober 2007 imInternet Archive) Aus: Sergio Della Pergola,World Jewish Population 2002, in: American Jewish Year Book
  2. Mehdy Naficy in:Die Jüdische Anlage in Isfahan, Iran
  3. Eidgenössische Volkszählung, 2000
  4. Volkszählung der Statistik Austria, 2001
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