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Adolf I.

Lebensdaten
1373 – 1448
Sterbeort
Kleve
Beruf/Funktion
Graf von der Mark;Herzog von Kleve
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 133534138|OGND|VIAF: 65199029
Namensvarianten

  • Adolf II. (als Graf von der Mark)
  • Adolf
  • Adolf IV. (als Graf von der Mark)
  • Adolf von der Mark
  • Adolf von Kleve
  • Adolf II. der Weise
  • Adolf I.
  • Adolf II. (als Graf von der Mark)
  • adolf ii.
  • Adolf
  • Adolf IV. (als Graf von der Mark)
  • adolf iv.
  • Adolf von der Mark
  • Adolf von Kleve
  • Adolf II. der Weise
  • Adolf I., Kleve-Mark, Herzog
  • Adolf I., Cleve, Herzog
  • Adolf I., Kleve, Herzog
  • Adolf II., (Kleve-Mark)
  • Adolf II., Cleve, Graf
  • Adolf II., Kleve, Graf
  • Adolf IV., Mark, Graf
  • Adolf, von Cleve
  • Adolf, von Kleve
  • Adolf, von Kleve-Mark
  • Adolph
  • Adolf II., Cleve, Graph
  • Adolf II., Kleve, Graph
  • Adolf IV., Mark, Graph

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Zitierweise

Adolf I., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd133534138.html [29.03.2025].

CC0

  • Adolf I.

    Herzog von Kleve und Grafvon der Mark,* 2.8.1373,† 23.9.1448 Kleve, begraben in der Kartause auf der Grafeninsel bei Wesel, 1590 in der Dominikanerkirche zu Wesel.

  • Genealogie

    VAdolf I., Grafvon Kleve;
    MMargaretha,T des GrafenGerhard von Berg;
    ⚭ 1) 2.3.1400 Agnes,T des KurfürstenRuprecht III. von derPfalz († 1401), 2) 12.7.1406 Maria,T des HerzogsJohann von Burgund;
    K aus 2) 3S, 7T,u. a.Margarete (
    * 1416,⚭ Herzog Wilhelm III. von Bayern, 2)Graf Ulrich V. von Württemberg),Katharine (1417–79,⚭ 1430Herzog Arnold von Geldern), Johann,Adolf (1425–92).

  • Biographie

    Seit 1394 Grafvon Kleve, vollzogA. nach dem Tode seines Bruders Dietrich die endgültige Vereinigung von Kleve und Mark (1398). Er, der vonKönig Sigismund auf dem Konstanzer Konzil zum Herzog erhoben wurde (18.4.1417) und in nahen verwandtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zuBurgund stand, gehörte damit zu den bedeutenderen Reichsfürsten. - Mit dem Sieg im Kleverhamm (1397) hatteA. günstige Voraussetzungen für die Behauptung und Abrundung seines Territoriums gegenüber dem Herzogtum Berg und Jülich-Geldern geschaffen. HerzogReinald von Jülich-Geldern überließ ihm 1402 Emmerich und Teile der Liemersch. Als Schwiegervater und Bundesgenosse des jungen HerzogArnold zog er Geldern später in seinen Einflußbereich und konnte zu der Herrschaft Gennep (1424) auch den Reichswald (1429) erwerben. Mit Pfandverträgen bereitete er den Besitz von Wachtendonk (1440) und Düffel (1446) vor. In der für die Existenz des Territoriums entscheidenden Auseinandersetzung mit den angeblichen Lehnsherren, den Erzbischöfen von Köln, versuchte besonders ErzbischofDietrich von Mors (1414–03) jeglichen Machtzuwachs des Herzogs zugunsten seines Hauses zu verhindern. Dazu diente ein Bündnis mitA.s BruderGerhard, der seit 1409 Ansprüche auf die Grafschaft Mark erhob. Durch Preisgabe von Kaiserswerth (21.12.1424) sicherte sich Gerhard die Hilfe des Erzbischofs in der 1423 begonnenen Fehde gegenA.. Unter dem Drängen der märkischen Stände mußteA. seinem Bruder schließlich den größeren Teil der Mark auf Lebenszeit überlassen (1437). Die Aufnahme der mit ihrem Landesherrn verfeindeten Kölnischen Stadt Soest in den Schutz des Herzogs von Kleve veranlaßte den Neubeginn des Kampfes in der Soester Fehde (1444–49). Zu deren militärischer Führung riefA. seinen SohnJohann vom burgundischen Hof zurück. Durch die Heranziehung Burgunds und die Ausnutzung der kirchenpolitischen Situation hatA. dazu beigetragen, daß dieser klevisch-kölnische Streit im Zusammenhang der europäischen Fragen mit einer Schwächung des Erzbistums Köln endete. Wenn es ihm auch nicht gelang, mit der Befreiung der klevischen Gebiete vom Kölner Sprengel (1444–49) die Schaffung eines „ klevischen Landesbistums“ vorzubereiten und damit den ewigen Streit um die geistliche Gerichtsbarkeit zu beenden, so bedeutete der Gewinn von Soest und Xanten doch mehr als nur territorialen Erwerb.

    Das eigentliche Wesen des Herzogs faßt man erst in seinem Wirken für Land und Leute. Seine Maßnahmen zu einer Landesordnung|sind bis ins 16. Jahrhundert grundlegend geblieben. Sie bezweckten eine wirtschaftlich bessere Verwaltung des herzoglichen Güterbesitzes, die Verstärkung des Amtscharakters bei Amtleuten und Richtern und die Vereinfachung und Beschleunigung des Gerichtswesens. Zur Durchführung einer solchen Verwaltung bemerkt man unter ihm die Anfänge eines ständigen Rates mit zahlreichen Juristen und ein sorgfältig geführtes Kanzleiwesen. Die Anlage der Landwehre, die Sorge für Unterhaltung der Gräben und Deiche, selbst Anordnungen zur Lebensführung seiner bäuerlichen Untertanen und ständige persönliche Reisen durch sein Land zeigen ihn darüber hinaus als typischen „Landesvater“. Er gehörte in seiner Wesensart zu einem Adel, der dem Bauerntum noch sehr nahe stand: schlicht, unbedingt gerecht, bedachtsam und doch kraftvoll, nüchternen und praktischen Sinnes, mit einem „staatlichen Denken“.

  • Literatur

    ADB I;
    G.v. d. Schuren, Clev.Chron.,hrsg.v. R. Scholten, 1884;
    J. Hansen, Westfalen u. Rheinland im 15.Jh. I, Die Soester Fehde, 1888;
    F. Küch, Besprechung von C. Schottmüller, Die Organisation d. Zentralverwaltung in Kleve-Mark, in: DüsseldorferJb. 12, 1897, S. 284 ff.;
    E. Liesegang, Niederrhein. Städtewesen, 1897, S. 255-75u. ö.;
    ders.,Hzg.A.v. Kleve im Grenzstreit mit Geldern, in:Festschr. f. H. Brunner, 1910;
    F. W. Oediger, DieSchrr. d.Arnold Heymerick, 1939;
    W. H. Deus, Die Soester Fehde, 1949;
    H. Rothert,Gesch. Westfalens I, 1949.

  • Porträts

    2Ölgem. d. 15. u. 17. Jh.s im Rathaus zu Kleve,Abb. in: P. Clemen, Die Kunstdenkmäler d. Rheinprov. I, 4, 1892, S. 116 (Abb. Fig. 68;
    Zeitgenöss. Wandgem. in d. Grande Boucherie zu Gent(vgl. Bull, de l'Acad. Royale de Belgique, 1855, S. 61).

  • Autor/in

    Henny Grüneisen
  • Zitierweise

    Grüneisen, Henny, "Adolf I." in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 81-82 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd133534138.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA


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