Nvidia ION war eine Systemplattform des HalbleiterentwicklersNvidia, die eineGeforce 9400M G (MCP79),DDR2- oderDDR3-SDRAM und einenIntel-Atom-Prozessor umfasste. Nvidia stellte die Plattform im Februar 2009 in Form einerPico-ITXe-Referenz-Hauptplatine vor. Anfang Sommer 2009 erschienen die ersten Geräte auf ION-Basis im Einzelhandel, hauptsächlich alsBarebones,Nettops, Komplettsysteme und Mainboards mit aufgelöteter CPU.
ION war die erste Plattform für IntelsAtom-Mikroarchitektur, die einenintegrierten Grafikprozessor (IGP) mitbrachte. So unterstützt ION die Wiedergabe hochauflösender Videos und ist dank Unterstützung vonCUDA auch in anderen Belangen leistungsfähiger und flexibler als dieChipsatzlösungen von Intel. Der von Intel für die Atom-Plattform eigentlich vorgesehene GrafikkernGMA945 (Mobilvariante: GMA945GCSE) ist deutlich langsamer bei zugleich höherem Stromverbrauch.
Vor dem Aufkommen der zweiten Generation des Intel-Atom-Prozessors und dem zeitgleich häufigeren Verbauen von Hardware-Decoderchips – wie demBroadcom BCM70012 – war die ION-Plattform die einzige Möglichkeit, Videos in720p50 oder1080p50 (z. B. vonBlu-rays) flüssig auf Netbooks und Nettops wiederzugeben. In der zweiten Generation wurde ION nur als Grafikbeschleuniger realisiert, da Intel bei der dazugehörigen Atom-Generation ähnlich wie bei denCore-i-Prozessoren denFrontsidebus als Schnittstelle abschaffte und Northbridge-Funktionen in die CPU verlagerte. Der ChipsatzIntel NM10 enthält einen Grafikkern von Intel (GMA 3150) und verbindet Peripherie perDirect Media Interface mit der CPU.
Es gibt grundsätzlich zwei Generationen der ION-Plattform, die sich insbesondere im Umfang und Komponentenauswahl unterscheiden.
Je nach Implementierung waren nicht alle Funktionen verfügbar.
Es ist kein Mainboard bekannt, das auf Basis der ION-Plattform alle Schnittstellen (insbesondere die maximal 5 PCI-Slots oder alle 20 PCIe-Lanes) zur Verfügung stellte, da dies ein Mainboard mit einem größeren Formfaktor als das vorgeseheneMini-ITX erforderte. Allerdings gab es entsprechende Platinen im etwas größerenDTX-Format.