Leo Robin (*6. April1900 inPittsburgh,Pennsylvania; †29. Dezember1984 inWoodland Hills,Kalifornien) war einUS-amerikanischerMusiker,Komponist undLiedtexter. Er arbeitete mitRalph Rainger zusammen.
Leo Robin studierte an derUniversity of Pittsburgh School of Law und derCarnegie Tech's drama school. Später arbeitete er als Reporter und als Publizist, entschied sich aber dann, als Songwriter tätig zu werden. Erste Erfolge hatte er 1926 mit „My Cutey's Due at Two-to-Two Today“ mit der Musik von Albert Van Tilzer. MitClifford Grey schrieb er dann Texte fürVincent Youmans’BroadwayshowHit the Deck (1927); „Hallelujah!“ war ein großer Hit aus dieser Show. Weitere Erfolge warenBubbling Over (1926), undHello Yourself (1928). Im Jahr 1932 zog Robin – wie viele seiner Kollegen – nachHollywood, um in der aufstrebenden Filmbranche fürMusical-Produktionen derParamount-Studios zu arbeiten. Sein Partner war in dieser Zeit der KomponistRalph Rainger; zusammen bildeten sie eines der führenden Songwriter-Duos der 1930er und frühen 1940er Jahre. Sie schrieben über 50 Hits, zunächst vor allem Songs fürBing Crosby wie „Please“, „Here Live Love“ (1932), „June in January“ und „With Every Breathe I Take“ (1934). Zu einemJazz-Standard, denBillie Holiday interpretierte, wurde der Song „Easy Living“ aus dem gleichnamigen Film von 1937. Weitere Erfolge waren „Thanks for the Memory“, geschrieben fürBob Hope undShirley Ross (The Big Broadcast of 1938, 1938). Den Hit „Kinda Lonesome“ von 1939 schrieb Robin mitHoagy Carmichael und Sam Coslow.
Leo Robin und Ralph Rainger arbeiteten (etwa in der Musik zum ZeichentrickfilmGullivers Reisen von 1939) bis zu Raingers plötzlichem Unfalltod zusammen, als er am 23. Oktober 1942 mit einem Flugzeug abstürzte. Robin setzte seine Songwriter-Tätigkeit danach mit einer Vielzahl von Komponisten fort, wieVincent Youmans,Sam Coslow,Richard Whiting undNacio Herb Brown. MitHarry Warren schrieb er die Musik zu dem Film „The Gang's All Here“. Für den 1945 entstandenen FilmDer Wundermann (Wonder Man) steuerte er zusammen mitDavid Rose den oscarnominierten SongSo in Love bei. 1946 entstanden in Zusammenarbeit mitJerome Kern der Klassiker „In Love in Vain“ für den FilmCentennial Summer, mitHarold Arlen der Song „For Every Man There’s a Woman“ für den FilmCasbah – Verbotene Gassen (1948). Im selben Jahr kehrte Robin zum Broadway zurück, um an dem MusicalGentleman Prefer Blondes zu arbeiten, das 1953 unter demgleichen Titel verfilmt wurde (dt. VerleihtitelBlondinen bevorzugt); dafür schrieb er mitJule Styne die Songs „Bye Bye Baby“, „Just a Kiss Apart“ und denMarilyn-Monroe-Klassiker „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“. Im Jahr 1955, nach der Arbeit für den FilmMy Sister Eileen mit Jule Styne setzte sich Leo Robin zur Ruhe.
Leo Robin erhielt für den mit Rainger geschriebenen Song „Thanks for the Memory“ 1938 denOscar in der KategorieBester Song. Das Lied wurde vonBob Hope in dem FilmThe Big Broadcast (1938) gesungen. Er erhielt neun Mal eine Oscarnominierung, die erste 1935, die letzte im Jahr 1954.
Robin wurde 1972 in dieSongwritersHall of Fame aufgenommen.
Leo Robin starb im Alter von 84 Jahren in Woodland Hills, Kalifornien und liegt auf demHillside Memorial Park Cemetery inCulver City,Kalifornien begraben.
Personendaten | |
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NAME | Robin, Leo |
KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Komponist und Textdichter |
GEBURTSDATUM | 6. April 1900 |
GEBURTSORT | Pittsburgh,Pennsylvania |
STERBEDATUM | 29. Dezember 1984 |
STERBEORT | Woodland Hills,Kalifornien |